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sehpferdvs changes - ein magazin für den lebenswandel
Ich bin immer wieder überrascht, worüber meine Kollegin Monika Behrendt schreibt - derzeit hat sie offenbar die Fetische entdeckt und schreibt im früher eher traditionellen "Liebesblog" über - Nippelklemmen.

Die Klemmen erzeugen vor allem beim Anlegen und Entfernen einen heftigen Schmerz, Experten nehmen - wie die Kollegin richtig schreibt - auch Wäscheklammern. Als besonders wild gelten Experimente mit Alligatorklemmen.

Wen es schaudert: Keep your cool, baby. Versuchen Sie es erst einmal mit Speiseeis - das macht sich auch gut auf den Nippelchen - doch bevor ich mich mal wieder verplaudere: Auch Männer haben Brustwarzen.

Pressemitteilungen sind oft der Grundstoff für Satiren. Jetzt wissen wir endlich, warum Mutti nicht sexy ist, die Schwester aber durchaus.

Wer jetzt hochgeht wie eine Rakete; Schon mal gehört, dass "Schwester" eine Doppelbedeutung hat?

Julia Anna Marina Siegel sucht einen Mann - das kann sie natürlich immer und überall - nur nicht mit Pauken und Trompeten. Die 34-jährige Tochter des Komponisten Ralf Siegel und dreifache Mutter tut seit Jahren recht viel, um sich öffentlich darzustellen, wobei - ähnlich wie bei Paris Hilton - eigentlich nie ganz deutlich wird, wo ihre Talente eigentlich liegen.

Freilich kommt ein Mann, der sofort seinen Penis prösentiert, ür die Dame nicht in Frage - so weit so gut. Nur wird im Fernsehen - auch im Privatfernsehen - niemals spontan die Hose heruntergelassen.

Ein billiger Regieeinfall, wenn Sie mich fragen - vielleicht, um doch noch jemanden auf die lächerliche Kuppelshow aufmerksam zu machen, die derzeit ein Privatsender unter dem Titel "Giulia in Love" päsentiert.

zell1

In Baden gibt es zwei Städte mit dem schönen Namen Zell: Zell im Wiesental und Zell am Harmersbach. Beide sind Schwarzwaldstädte und relativ gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Zunächst einmal Zell im Wiesental: Die Webseite „Zeller Bergland“ informiert dürftiger, als es Zell verdient – man muss ja nicht unbedingt immer zeigen, dass der Schwarzwald ziemlich „hinterm Wald“ liegt. Wie auch immer: Die Stadt im Südschwarzwald an der Wiese ist eine Reise Wert. Wer glaubt, nicht ohne städtisches Flair auszukommen, kann zudem die S-Bahn nach Lörrach und Basel benutzen, die relativ häufig verkehrt. Mit dem Zug fahren Sie von Deutschland nach Basel Badischer Bahnhof und steigen dort in die S-Bahn nach Zell um.

Zell am Harmersbach hat allerdings wesentlich mehr Charme – nicht nur durch die alte Reichsstadt Zell, in der zahlreiche historische Gebäude erhalten geblieben sind, sondern auch wegen der Selbstverständlichkeit und Gelassenheit, die man im badischen Teil des Mittelschwarzwalds pflegt. Kann es Ihnen im Wiesental schon mal passieren, dass man absolut nicht Hochdeutsch mit Ihnen spricht, so ist dies am Harmersbach anders: Man weiß hier sehr gut, was man dem Fremden schuldig ist – von der perfekten Ausschilderung der Orte über das Warenangebot bis hin zur Gastronomie muss man hier nichts entbehren. Auch Zell am Harmersbach ist recht gut an den öffentlichen Nahverkehr eingebunden: Vom badischen Offenburg (IC-Station) fährt ein Zug sowohl nach Zell wie auch nach Unter- und Oberharmersbach.

Bei der Gastronomie ist etwas Vorsicht geboten: Auf dem Land und bei den reisebusorientierten Gastronomen herrscht leider oft die Regel „Masse statt Klasse“. Wer „Klasse statt Masse“ sucht, sollte sich an die dezenteren Häuser halten, wie beispielsweise die Sonne, die vorzügliche Gastronomie bietet. Dieses Restaurant wird seit Jahrzehnten von Reisenden empfohlen – ich war erst vor einigen Tagen dort und spreche vorbehaltlos eine Empfehlung aus.

So gut das Hotel und Restaurant Sonne in Zell am Harmersbach auch sein mag - im Urlaub übernachten Sie besser in Privatpensionen, die sie besonders preiswert über die Webseite der Stadt erreichen. Ich selbst habe im Obsthof Isenmann gewohnt – es gibt aber einigen Dutzend weitere interessante Anbieter.

Foto © 2009 by sehpferd, budapest. Location: Unterharmersbach.

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Ich verzweifele gelegentlich an unserer Gastronomie in Budapest, besonders am Bedienungspersonal. Der Gast ist ein notwendiges, aber lästiges Übel, der zu allem Überfluss auch noch in Fremdsprachen bedient oder gar beraten werden will. Ja, ist Personal etwas dazu da, dem Gast zu dienen? Hat es nicht genügend andere Aufgaben? Man könnte verzweifeln, wenn man manche Schilderungen aus „guten“ Budapester Lokalen hört.

Szenenwechsel – Lörrach im Badischen, nahe der Schweizer Grenze. Man ist auf Fremde angewiesen, besonders aus Schweizer Kunden. Die Bedienung ist diesmal eine Frau um die 50, die behäbig hereinschlappt. Das Lokal ist nur etwa zu einem Fünftel gefüllt, und ich sitze sehr auffällig an einem Einzeltisch, aber sie ignoriert mich. Sie erscheint nochmals, wieder ohne eigentliche Aufgabe, als jemand die Rechnung verlangt. Ich versuche noch dezent, auf mich aufmerksam zu machen, doch vergeblich. Nach einer Weile bringt die Bedienung die Rechung, um auf ein Kaffeekränzchen zuzugehen, das offenbar aus dem nahen Altenheim gekommen ist. Nun versuche ich, heftiger auf mich aufmerksam zu machen – winke schon mal, trommele einen Takt auf den Tisch. Nichts. Die stoische Dame unterhät sich weiterhin mit den ihr offenbar sehr vertrauten Altenheimlern – und geht dann hinaus, ohne mich eines Blickes zu würdigen.

Nun – ich bin ja nur Gast – irgendwo ein hergelaufener Blödmann aus der Fremde, den man getrost mal ignorieren kann – möglicherweise gar ein Ausländer. Es ist nicht das erste Mal, dass mir dies in Deutschland passiert ist – aber es war eben das erste Mal in Lörrach, der Stadt, die angeblich so gastfreundlich ist. Bisher habe ich es geglaubt – aber beim nächsten Mal wird die Stadt es beweisen müssen. Vielleicht sollten auch die Gastronomen daran denken, dass sie mit ihrem Personal die Freundlichkeit der Stadt bestimmen – aber das war in diesem Fall wohl zu viel verlangt.

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Wieso gibt man sich eigentlich das "Ja-Wort"?

Wahrscheinlich denken Sie, man wolle als Paar aus freien Stücken vor der Öffentlichkeit oder der Gemeinde bezeugen, dass man aus vollem Herzen heiraten will.

Sehr romantisch gedacht, liebe Freundinnen und Freunde. Die Wahrheit ist beinahe brutal. Also: Schlauer durch Lechzen.de -das Ja-Wort.

Was haben verheiratete Männer mit Präriewühlmäusen gemeinsam? Und wie lieben wir denn eigentlich?

Das alles und noch viel mehr wird im ESQUIRE ventiliert - und dass Forscherinnen durchaus flirtwillig sind, lernen wir am Rande.

Wenn Frauen über 50 auf Männerjagd gehen, dann heißen Sie Cougar, sprich "Kugar". Eine richtige Cougar versucht natürlich, das beste Männerfleisch zu bekommen, das es gibt. Aber bitte schön - was haben denn nun beide davon, der Jüngling und die Cougar?

Eine mögliche Antwort: Sie schnurrt, er lernt. Hier steht es etwas anders, aber ähnlich.

Frauen und Männer machen einen wichtigen Fehler bei der Partnersuche im Internet: Angesicht des großen Angebots glauben sie, das Frischfleisch dort sei nur für sie da, und sie könnten daraus nach Belieben wählen. Das ist natürlich Blödsinn - aber auszurotten ist die Meinung auch nicht.

Wie es den Menschen so geht: Manche Frauen sind zu schamhaft, andere sind zu schamlos. Wenn Ina mal so richtig loslegt, dann bleibt kein Auge trocken: Unter vier Augen, so meint sie, dürften Frauen ruhig schamlos sein.

Angeblich mutige Männer werden zu Memmen, wenn man sie mit gewissen Liebessäften konfrontiert - ob es nun die eigenen sind, die der Partnerin oder die eines Dritten - Männer machen aus ihrem Ekel keinen Hehl. Na, und wo bleibt nun die Gleichberechtigung? Ina macht sich so ihre Gedanken.

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Der Spruch "ich bin doch nicht deine kleine Nutte" kommt leicht über die Lippen - aber was machen Sie dann eigentlich mit seinen Wünschen? Ignorieren und einer anderen Frau die Erfüllung der Wünsche überlassen?

Die BILD-Zeitung hat sich mal wieder eines Datingthemes angenommen und kräftig danebengegriffen. Zwar kann man über alles unterschiedlicher Meinung sein, aber Jogginghosen passen nun wirklich nicht zum Date.

Der Preisvergleich zwischen Speed Dating und Singlebörsen fällt bei Milchmädchenrechnungen natürlich stets zugunsten des Speed Datings aus. Aber stimmt die Rechnung?

Die Liebepur hat nachgerechnet - und kommt auf etwas andere Zahlen. Nun kann man die Sache auf sehr unterschiedliche Arten durchrechnen, aber eines steht schon jetzt fest: Man kommt immer in Größenordnungen von mehreren 100 Euro.

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Der Herr Pastor zitiert gerne mal den Religionsstifter des Christentums, wenn es um die Moral geht, und mal seinen berühmten Vorgänger, je nachdem, was gerade besser passt. Schön, wenn man die Auswahl hat - dann fällt nicht so auf, dass es Unterschiede gibt.

Die ZEIT hat gerade in einem Blog festgestellt, dass es ein Video gibt, das auf Bibelstellen hinweist, die der Herr Pastor nicht so gerne zitiert - nicht ganz ernst gemeint, aber immerhin.

Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Sprichwort "was gut für die Gans ist, ist auch gut für den Ganter"?

Die üblichen Erklärungen im Internet wirken ja immer so harmlos ... aber bedeutet es nicht auch, dass es Männern gut tut, wie Frauen behandelt zu werden?

Fragt sich nur, wie weit man gehen will - denn der BH ist ja nur der Anfang. Vor allem junge Frauen sind oft restlos begeistert, wenn sie ma einen Mann schminken dürfen - na Männer? Schon einen BH gekauft und etwas Rouge aufgetragen?

Frauen suchen neuerdings Lover per Speed-Dating - da ist das Angebot groß und die Auswahl kann sehr schnell erfolgen.

Wer das für unspektakulär hält, dem kann ich noch etwas obendrauf setzen: Selbstverständlich zahlen die Damen für ihre Lover. Es handelt sich um Cougars, die ihre "Toy Boys" suchen.

Ein Immobilienmakler ist ein Mensch, der Häuser und Wohnungen verkauft, ohne dass man sich selbst darum kümmern müsste, und ein Frauenmakler ist jemand, der Frauen "aussucht", ohne dass man sich darum kümmern müsste. Spitzmäuler sagen dazu auch "Outsourcing" der Partnerwahl, die Firma selbst spricht gerne von einem "Agenten".

Das gibt es nicht? Das gibt es!

Übrigens sprach man schon in alten Zeiten von "Heiratsmaklern". Da muss ich Ihnen doch mal was zitieren:

"Ferner war (Jacob Petersen) ... ein bekannter Heiratsmakler. Entgelt für eine erfolgereich Vermittlung war ein gegerbtes Schaffell oder ein Paar Schuhe. Außerdem wurde Vieh gemakelt ...".

Lange nichts von mir gelesen? Nun, dann lesen Sie doch mal ein Buch – nicht von mir, aber ganz nett für große Jungs, die in den Ferien mal gucken wollen, wie man im Internet an frische Ware für Lotter- und Ehebett kommt. Wem das nicht ganz ernst gemeint klingt, dem sei es mal anders gesagt: Ein Autor, der mit einem Aufreißerbuch schon sehr erfolgreich war, hat sich mit einem bereits bewährten Vielschreiber und einem echten Online-Dating-Experten zusammengetan, und herausgekommen ist ein Buch: „Der Perfekte Online-Verführer“ - mit dem Untertitel „Wie Sie im Internet garantiert jeden Partner erobern“. Das mit dem „garantiert“ gehört in den Bereich der Werbung, der Satz selbst zu den sattsamen bekannten Plattheiten einschlägiger Verleger. Der Inhalt hingegen ist gar nicht so übel: Denn unter den Autoren befindet sich ein fachkundiger Betriebswirtschaftler und Dating-Experte, der nicht Sprüche, sondern Zahlen mitbringt – und zeigt, wie man seine Suche optimieren kann.

Die Liebepur wusste es natürlich schon.

 

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