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Ein englischer Busfahrer soll am Londoner Trafalgar Square einen Unfall verursacht haben, weil eine gewisse Helen Chamberlain in ihrer Unterwäsche posierte – oder besser ausgedrückt in einem „England Euro 2004 bra“.

Vielleicht wollte der Fahrer aber nur schnell fliehen: Diese Helen Chamberlain sieht mindestens auf dem Foto der „Sun“ so aus, dass sie sich besser nicht allzu viel ausziehen sollte, wenn sie attraktiv bleiben will.

Falls meine Leser auch noch dieses Bild ansehen wollen, sollten sie lieber darauf verzichten, im selben Moment einen Bus zu steuern.

Erst machten einige Gymnasiastinnen einen Vertrag über den Auftritt in einem pornografischen Film mit dem norwegischen Sexfilm-Idol Thomas (Rocco) Hansen, dann annullierten sie den Vertrag auf betreiben der Gesamtschülervertretung, und nun drehen sie eben privat mit Herrn Hansen.

Zwei junge Damen, wohl jene, dien auch schon im Ursprung Interesse an der Arbeit einer Pornodarstellerin bekundet hatten, wirken jedenfalls aktiv mit – und ihre einzige Befürchtung ist, dass ihre Eltern Wind davon bekommen könnten, denn Herr Hansen produziert keine Soft-Pornos, sondern solche, bei denen es zur Sache geht: „Hardcore mit einer Menge Nahaufnahmen“ charakterisierte eine norwegische Tageszeitung den Film.

Inzwischen ist es zu einem grotesken Streit um einen Teil des vorgesehenen Films gekommen, den der Regisseur mit einigen lebenslustigen Abiturientinnen in Trondheim Anfang Mai drehte: eine typische Sauf-Was-Du-Kannst-Party mit den üblichen Exzessen. Doch angeblich war der Regisseur „nicht berechtigt“, dort zu drehen, und nun versucht die Schülervertretung, die Moral mithilfe eines Anwalts wieder herzustellen: Was nicht sein kann, darf auch nicht sein, und selbst, wenn es doch so sein sollte, darf davon keinesfalls etwas an die Öffentlichkeit dringen: Moral auf Norwegisch.

English:

First a group of high school girls signed a contract with a local porn hero to finance the end-of-the-year party, then they cancelled the contract, but now two of the girls decided to participate again. As a Norwegian newspaper reports, it is really a hard core movie with close-up sex scenes.

Islamisten sind religiöse Fundamentalisten, die danach streben, nach den ursprünglichen Normen Mohammeds und der ersten vier Kalifen zu leben. Sie wollen dies auch im Staatswesen verwirklichen. Die Gewerkschaft der Polizei hat jetzt eine bundesweite Islamistendatei gefordert. Man will damit erreichen, so ein Sprecher der GdP, dass „Verfassungsschutz, Bundesnachrichtendienst und Polizei … () endlich auf sämtliche Daten zu Islamisten zurückgreifen können“.

Na fein. Wie wäre es demnächst mit einer christlichen Fundamentalistendatei? Darin müssten dann alle aufgenommen werden, die einen Gottesbezug in der Europäischen Verfassung fordern, erklären, dass man sein Leben nach jüdisch-christlichen Traditionen, wie sie die Bibel beschreibt, ausrichten müsste. Das Gleiche könnte man für Feministinnen und auch noch einige andere –isten und –Istinnen fordern.

Wie wäre es zum Beispiel mit Humanisten und Humanistinnen? Das sind nämlich höchst gefährliche Zeitgenossen: Sie fordern einfach, dass sich der Staat den Bedürfnisse der Menschen unterzuordnen habe.

Ich erkenne natürlich durchaus, dass der Sprecher der GdP etwas anderes gemeint hat. Wenn man mit der "Bild"-Zeitung redet, muss man freilich aufpassen, was man sagt und meint.

 

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