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Manchmal muss es ein Leserbrief sein, der den Gedanken anstößt: Wenn der Ladenschluss in Deutschland gekippt würde, dann käme die „Entfesselung der Warenanbieter“ doch nur der „Großwirtschaft“ zugute.

Ein anderer Mensch, den ich ansonsten sehr schätze, erklärt mir dauernd, dass man ja „nicht mehr Geld ausgeben könne“, wenn die Geschäfte länger geöffnet hätten – man „haben ja nicht mehr Geld zum Ausgeben“.
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Das mag ja alles sein. Aber wenn ich nachts oder sonntags nicht in meiner Stadt einkaufen kann, dann kaufe ich eben im Internet ein, und meine Euros gehen dabei sogar möglicherweise noch einen ausländischen Anbieter: Es scheint, als hätten manche Menschen noch gar nicht wahrgenommen, dass ihnen die Wirklichkeit mittlerweile entglitten ist.

Wer es gerne eine Nummer kleiner hätte: Bei einem ausgesprochen guten Bäcker in der Stadt, in der ich hause, stehen sonntags die Leute in Schlangen aus der Tür heraus, um frische Brötchen zu kaufen. Manchmal kommen die Leute mit dem Backen gar nicht nach. Würde dieser Bäcker Sonntags nicht öffnen, dann würden die Hausfrauen Teiglinge aus dem Eis holen – die sie zuvor im Supermarkt gekauft haben.

Vielleicht sollten Deutsche nicht nur im Ausland Urlaub machen, sondern dort auch mal die Ökonomie angucken: Möglicherweise reicht es aber schon, mal mit dem Inhaber des türkischen Ladens an der Ecke zu sprechen - über Ökonomie, aber auch über Qualität.
 

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