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Liebe findet in der realen Welt statt - und sie wird erst wirklich schön, wenn man den richtigen Partner dafür gefunden hat. Das ist nicht leicht - und es scheint immer schwerer zu werden. Mit diesen und anderen Fragen zur Partnerschaft will sich nun eine neue Webseite beschäftigen: Unter dem Titel: „die liebe leben" wurde dazu ein neues Magazin auf der Webseite „Liebepur" eingerichtet. Das Magazin wird sich nach den Aussagen des Mitinitiators Gebhard Roese mit den Veränderungen beschäftigen, die sich bei der Partnerwahl wie auch im Zusammenleben während der letzten Jahrzehnte ergeben haben. Besondere Berücksichtigung soll dabei das Internet finden, das die Partnersuche seit einigen Jahren radikal verändert hat.

Seit die Partnersuche im Internet möglich ist, beflügelt sie die Fantasie sowohl der Partnersuchenden wie auch der nach Liebe und Sex lechzenden Glücksritter(innen). Glühende Augen, heißes Verlangen, Blinddates, One-Night-Stands? Oder mehr? Was ist mit all diesen Partnerorganisationen, die Liebe im Internet versprechen? Kommen tatsächlich Partnerschaften zustande oder ist alles nur ein moderner Wahn? Was verändert sich durch die erweiterte Möglichkeit, über die Landesgrenzen hinaus Partnerinnen und Partner zu finden?

Das neue Magazin sucht Antworten darauf – deckt aber auch allerlei andere Fragen zu Liebe, Ehe, Sex und Partnerschaft ab. Bis zum 30. September wird es eine Beta-Version geben, danach soll durchgestartet werden.

Sie werden die Situation kennen: ein Freund oder eine Freundin lamentiert, dass das Leben nicht so verlaufen würde wie gewünscht. Man versucht, ihn oder sie zu trösten - mit mehr oder weniger Erfolg, weil sich die Klagen über das Schicksal ständig wiederholen. Schließlich bietet man Hilfe an - und sieht am Ende, dass man Perlen vor die Säue geworfen hat.

Trost ist oft nötig – aber man kann einem Menschen damit nur vorübergehend helfen, ihn durch eine Situation geleiten, mit ihm über eine schmale Brücke gehen – aber schon bald, je nach Schwere des Problems und Lebensalter des Menschen – hilft Trost nicht mehr. Wenn fremde Hilfe überhaupt nötig und erwünscht ist, muss es nun Wegweisung sein.

Man sagt, dass die Dauer der Trauer über das eigene Versagen, das Verlassenwerden oder ähnliche Probleme im Schnitt etwa ein Zehntel bis ein Zwanzigstel des Lebensalters anhalten darf (also fünf bis zehn Prozent). Für einen Menschen um die 40 also zwei, maximal vier Jahre. Wenn Sie also eine 30-jährige Dame treffen, die behauptet, seit fünf Jahren nichts als Lebensprobleme zu haben und dass ihr niemand wirklich helfen könne - seien Sie auf der Hut. Möglicherweise lebt sie davon, andere Menschen emotional auszusaugen - das mag legitim sein, tut Ihnen als Helfer aber bestimmt nicht gut.

Wenn Sie also ein „ewiger Helfer“ sind – überlegen Sie sich, ob es ihnen wirklich gut tut. Für diejenigen aber, die Heute diese, Morgen jene Hilfe in Anspruch nehmen (und dabei auch noch ansprüchlich auftreten) sollten wir einen anderen Rat verwenden – den radikalen Lebensumbau. Der Weg hinaus ist durch die Tür – im Raum der Probleme finden wir nur Probleme und sonst gar nichts mehr.

Das Motto der Bremer Stadtmusikanten kann man leicht umbauen: Nicht nur etwas Besseres als den Tod, auch etwas Besseres als ein Leben in Schwermut finden wir überall.

Das Gute an Chiffre-Anzeigen ist, dass man selber nicht erkannt wird – das Schlechte, dass man sich einem Fremden gegenüber zu erkennen geben muss.

Zwar hat sich dies ein klein wenig gewandelt, seit manche (aber noch lange nicht alle) Partnerdienste im Internet Identitätsnachweise verlangen, aber die Grauzone ist groß - insbesondere bei den Webseiten, auf denen mit Kleinanzeigen gelockt wird.

Was bei genügend Zynismus dabei herauskommen kann, wurde jetzt bekannt, nachdem ein IT-Spezialist (und Blogger) in grenzenloser Selbstüberschätzung begonnen hat: das so genannte „Craig-Experiment". Das Rezept: Man kopiere eine Sexanzeige und gebe sich als Frau aus. Statt nun jedoch nur den Triumph zu „genießen", ein paar Männer aufgestöbert zu haben, denen schon der Schaum der Lust aus den Mundwinkeln trieft, hat er diese Zuschriften veröffentlich - und fühlt sich offenbar noch wohl dabei.

Das Fazit: Seien Sie vorsichtig mit ihrer Privatheit – nicht nur bei „Schnellbekanntschaften“ - auch in Blogs, Chats und Foren lauern dunkle Gestalten, die an nichts als ihren privaten Daten interessiert sind, um sie im Graubereich weiter zu verwenden

Stephanie Dann ist eine erfolgreiche Marketingfrau aus Rüsselsheim – und ihr Thema ist „Burnout“ – und dort vor allem die Prävention. Mit anderen Worten – wie kann ich als erfolgreicher Mensch vermeiden, dass mein Universum eines Tages in Scherben zu meinen Füßen liegt – und ich mich in einem Zustand der totalen Erschöpfung befinde.

Aber Frau Dann hatte noch etwas mehr, was auch ich als sehr sinnvoll erachte – ein Blog. Sie hat es noch, doch sie führt es nicht weiter – und verführt dabei zu Spekulationen. Ich selbst will mich daran nicht beteiligen – das haben andere schon getan.

Lassen Sie mich lieber dies sagen: Wenn jemand ein Blog führt, dann steht er immer mit seiner Persönlichkeit hinter der Sache – auch bei den Blogs, die nicht die Person in den Mittelpunkt stellen. Nun wandeln sich aber die Person, die dahinter steht, ihre Interessen ändern sich und auch ihr persönliches Leben ist einem Wandel unterzogen. Dadurch ändert sich selbstverständlich auch, was in Blogs steht.

Training aktuell" schreibt: „Davon abgesehen, dass es bislang nur wenige Bildungsexperten gewagt haben, sich auf das Terrain Online-Tagebuch zu begeben, haben die meisten mit zu wenig und nicht mit zu viel Reaktion zu kämpfen."

Nun ist es ja so eine Sache mit dem Onlinegehen. Erstens macht man sich öffentlich – viel öffentlicher als beispielsweise in einem Seminar. Dann muss man die Katze aus dem Sack lassen – oder jedenfalls mindestens den Kopf oder ein paar Pfoten zeigen. Das fällt den Trainerinnen und Trainern (und sonstigen Experten) meist schwer, weil sie Geheimnisse um die Katze sichern wollen, die da im Sack schlummert – falls überhaupt eine lebende Katze drin ist und nicht eine vorgefertigte Plastikkatze.

Das wäre für viele der Expertinnen und Experten noch nicht so schlimm, gäbe es nicht zusätzliche Probleme: Ist mal selber Prediger einer Ideologie, fallen die anderen psychoreligiös veranlagten Priesterinnen und Priester über einen her – ist man es nicht, tun sie es dennoch. Trolle – das ist wohl der Name für Menschen, die immer alles heftigst kommentieren und annagen müssen - gibt es überall, auch in der Branche. Für sie macht es sich bisweilen auch ganz gut, jemandem mies zu machen – da kann man endlich mal zeigen, wie großartig man ist.

Dennoch - gehen Sie online. Eröffnen Sie ein Blog. Grenzen sie sich von der Masse der Klotürkritzeler im Web ab und schreiben sie saubere, verständliche Beiträge, bei denen sie etwas, aber nicht zu viel von ihrer Person einbringen. Dann haben Sie möglicherweise Erfolg - was immer Sie als solchen bezeichnen. Ich habe gerade ein an sich stillgelegtes Blog zu „Changes" bei twoday.net wieder aufleben lassen - dieses hier.

Der wesentliche Hinweis auf diese Betrachtungen kam von Marco Ripanti von OpenBC

Der Text ist - bis auf die Überschrift - identisch mit dem in meinem Journal veröffentlichten Text zum Thema.

In diesem Journal habe ich schon mehrfach geschrieben, dass es keine „gute Kommunikation“ gibt, sondern immer nur eine „andere Kommunikation“. Ich gehe dabei davon aus, dass wir die Qualität der Kommunikation am Erfolg messen – woran denn eigentlich sonst?

Sehr interessant ist dabei, dass einige Trainer und Autoren zunächst die „gute", dann die „erfolgreiche" Kommunikation ansprechen - und dabei ganz selbstverständlich unterstellen, dass beide unterschiedliche Ursprünge und Absichten haben.

Natürlich haben sie das nicht. Wenn man die Entwicklung der Kommunikation vom Urmenschen zum heutigen Menschen betrachtet, ist die Sprache der Erfolgsfaktor für die Entwicklung zum Menschsein und das übrige Verhalten, (auch als „analoge Kommunikation" bezeichnet) der Erfolgsfaktor für die soziale Interaktion - doch darauf müssen wir nicht sonderlich stolz sein: Fast alle Säugetiere können es - und meist besser.

Wenngleich der Erfolg der Kommunikation in erster Linie von der Persönlichkeit abhängt, müssen wir doch feststellen, dass unsere Sprache (also die digitale Kommunikation) der Träger der Verständigung ist. „Ich verstehe dich sehr gut", ist eine Floskel, die in den Bereich der Emotionen gehört - das Verstehen der Sprache aber ist der Schlüssel dafür, Gedanken tatsächlich nachvollziehen zu können.

Wirklich erfolgreiche Kommunikation bedeutet „verstehen und verstanden werden“ – und zwar in Wort und Schrift. Verstehe ich hingegen nicht einmal im Ansatz, was mir der andere vermitteln will, weil seine Sprache gekünstelt und überzogen wirkt, so verstehe ich schon die Sache nicht – und ihn erst recht nicht.

Alle, die sich mit der Beratung Partnersuchender beschäftigen, wissen eines: An die Theorie will keiner ran - aber Flirttipps wollen alle. Dabei ist das Flirten zwar oft die Vorstufe für die heftigere Begierde - aber nicht immer. Flirten ist oft auch eine Art Spiel mit dem Umschmeicheln - und dies, sogar wenn beide irgendwie gebunden sind.

 

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