anstoss

  sehpferdvs sehpferds magazin für anstöße und anstößiges
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Mein kleines Magazin hat viele Wandlungen durchgemacht – einstmals waren es „sehpferds sinnige seiten“, dann wurden sie etwas sinnlicher, dann nachdenklicher.

Doch im Laufe der Zeit wurde deutlich: Jedes dieser Konzepte wirkte etwas angejahrt. Im Internet interessieren sich nun einmal nicht so viele Menschen für – sagen wir einmal Paul Watzlawick oder Ronald D. Laing, zwei Wissenschaftler, aus deren Werken ich nach wie vor schöpfe. Auch die Weisheit, die mir seit dem 60. Lebensjahr mehr und mehr zuwächst, ist nicht immer gefragt – und das differenzierte Denken? Ach du liebes Bisschen, wer macht sich denn noch diese unendliche Mühe?

Wir leben in einer Zeit der persönlichen Besserwisserei. Noch kurz vor dem Abgrund stehend, schreien die Menschen heraus: „Ich weiß es aber besser als jeder andere“. Tatsache ist – sie hätten besser zugehört, als es noch Zeit war. Ich habe meine Karriere als Schriftsteller und Contentschreiber einmal damit begonnen, zu sagen (übrigens hier): „Beiß mir nicht in den Finger, schau, in welche Richtung er zeigt“.

Journalisten können im persönlichen Bereich nicht belehren – doch aus der Masse an Hinweisen, die sie geben können, entstehen doch Anstöße – und einige dieser Anstöße für den Lebenswandel gibt es hier weiterhin.

Nun, und das Anstößige? Anstößig ist überwiegend nicht, was Menschen tun, sondern die Art und Weise, in der die Medien damit umgehen. Anstößig sind die Gutmenschen, die der Welt ihre fragwürdige Moral aufzwingen wollen – und nicht zuletzt sind Regierungen anstößig, die ihr Geld maroden Industrieunternehmen in den Rachen werfen.

Erotik hingegen ist – jedenfalls überwiegend – nicht im Geringsten anstößig. Aber gerade sie ist das gefundene Fressen für missgünstige Mitmenschen, um anderen das Leben mies zu machen. So ist auch unsere harmlose „Erotiksparte“ ins Gerede gekommen – es ist offenbar gerade eine tolle Zeit für die Gutmenschenschaft, überall hin mit Gift zu spritzen, wo sie die Lust vermutet.

Vielleicht darf ich Ihnen dazu dies sagen: Wir veröffentlichen nichts, das nicht auch in der bürgerlichen Presse veröffentlich werden könnte – im Gegenteil – wir spiegel die Diskussion, die dort stattfindet, wider.

Das neue Konzept? Nun, ich werde Ihnen hier mehr Anstöße geben – und vermehrt diejenigen als „anstößig“ bezeichnen, die den Menschen die Lebensfreude rauben wollen, denn das haben wir wirklich nicht verdient.

In diesem Sinne habe ich dies Blog heute verändert. Wenn ich mir etwas wünschen darf, dann, dass sie dieses Magazin weiterhin gerne lesen.
 

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