anstoss

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Fragen wir uns bitte einmal, welchen Wert ein Blog hat. Was mir als erstes einfiele, wäre die Freiheit, das vom Zeitgeschehen zu schreiben, was der inneren oder äußeren Zensur ansonsten zum Opfer fiele, wobei wir in Deutschland vor allem mit der inneren Zensur zu kämpfen haben: Sobald der Katholizismus oder der Staat Israel betroffen ist, verstummt die Bereitschaft der meisten Journalisten, wahrhaftig zu sein. Man fürchtet, Menschen zu kränken, die im Herzen gut, aber im Handeln fragwürdig sind.

Als zweites fällt mir der Unterhaltungswert ein. Blogs, die nicht unterhaltsam sind, werden kaum gelesen, denn was den Lieschen Müllers dieser Welt zu ihrem Alltag einfällt, interessiert nur dann, wenn es intelligent, frech oder sonst wie originell ist. Der Rest der Bloggerinnen und Blogger kann einpacken: Überall in der Blogosphäre stehen dann die verlassenen Koffer herum – auch einige von mir, wie ich zugeben muss.

Warum nun werden Blogs aber nicht genutzt, um Ideen zu vermarkten? Es wäre ein Fortschritt, wenn Blogger gezielt für ihre eigenen Produkte oder Dienstleistungen werben würden, statt die dümmliche Werbung zu ertragen, die ihnen von den Betreibern zugemutet wird. Wer nichts vermarkten will, dem müsste allein schon die Freiheit der Rede ein paar Euro wert sein.
 

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