anstoss

  sehpferdvs sehpferds magazin für anstöße und anstößiges
Ich betreibe seit 33 Tagen ein eigenes Journal, das nicht mehr von knallgrau gehostet wird. Meine Gründe sind rein privater Natur und richten sich nicht gegen twoday oder die so genannte „Community“. An sich würde es eines solchen Hinweises gar nicht bedürfen, aber Blogger stellen ja immer wieder Spekulationen an.

Ich war sehr gerne hier und werde auch weiter Leser einiger Seiten sein, die von twoday gehostet werden. Neben der angenehmen Werbefreiheit, die unabhängig davon gewährt wurde, ob man ein bezahltes oder unbezahltes Blog führte, überzeugte mich über Jahre das Konzept, das ich nur jedem anderen Menschen, der seine Meinung verkünden will, auch empfehlen kann.

Nur – bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich hier in Zukunft nicht mehr schreiben werde. Das letzte Algengeblubber wird in 14 Tagen erscheinen. Ich würde mich freuen, wenn Sie mich weiterhin lesen würden. Wie Sie vielleicht wissen, werde ich mich ab etwa Juli 2006 ganz dem europäischen Gedanken widmen und – wie ich hoffe – täglich Sinnreiches, Sinnloses und sicher auch Sinnliches aus Budapest berichten.

Das wöchentliche Geblubber aus den Algen – meist sonntags

Ich verrate Ihnen ein Geheimnis: Dass mein neues Blog unglaublich viele Zugriffe hat, liegt weder an der Qualität noch an der Quantität – und weder an den Politikthemen noch an den kleinen Einschüben aus dem Bereich der Erotik, die ich gelegentlich veröffentliche – es liegt an einem einzigen Name: Severina. Bereits Wochen vor dem European Song Festival – und lange, bevor ich das neue Blog eröffnete – schnellten meine Zugriffszahlen auf astronomische Höhen – und das ist auch im neuen Blog nicht anders. Alleine gestern wollten fast 1000 Menschen alleine hier wissen, was es denn nun eigentlich auf sich hat mit der kroatischen Sängerin, die vor allem in der BILD-Zeitung so gezeigt wird, wie man Menschen nicht zeigen sollte – auch wenn sie vielleicht in ihrem Leben einmal einen Fehler gemacht haben. Aber das ist BILD bekanntlich egal. Mir war es nicht ganz egal und ich habe deswegen den Link zu der Webseite, auf der das „berühmte“ Video zu sehen ist, gelöscht - mein Haupartikel auf Twoday brachte es mittlerweile auf die für einen Blogartikel unglaubliche Zugriffszahl von 50.000.

Dabei muss man sich wirklich einmal fragen, wes Geistes Kind die Leute sind, die diese Sängerin dauernd durch den Dreck ziehen müssen – und dazu gehören noch ganz andere als nur BILD-Redakteure: Showbusiness ist Showbusiness und kein Nonnenkloster. Auch die angeblich offensiv zur Schau gestellten Brüste im European Song Contest erwiesen sich als viel harmloser als alles, was man an einem gewöhnlichen Samstagmorgen in einem Budapester Einkaufszentrum sehen kann – lächerlich, über so etwas überhaupt zu schreiben.

Was mir noch auffiel? Die dummdreiste Lüge, dass zur Fußball-WM 40.000 Zwangshuren zu erwarten wären. Die Leute, die so etwas in die Welt gesetzt haben (es handelt sich überwiegend um Kreise, die der evangelischen Kirche nahe stehen) kneifen nun plötzlich oder brabbeln Unsinn über deren Berechnung. Keine gute Werbung für die Gutmenschen.

Ein Ereignis der letzten Woche wird fast nur in den Kreisen der Retrolinken und Neokommunisten diskutiert, aber es ist wichtig, es auch an eine breitere Öffentlichkeit zu bringen: Unser Sozialwesen muss nämlich so gestaltet sein, dass es die Ärmsten und Hilflosesten an die erste Stelle bei der reinen staatlichen Unterstützung stellt. Diese Tatsache, die jedem einleuchtet, und die so auch schon im Alten Testament der Bibel verankert ist, wurde von den Chefs dreier Wohlfahrtsverbände letzte Woche betont – was jede Menge unqualifizierte Schreier auf die Bühne rief. Und abermals zeigte, dass gewisse Kreise dieser Republik die Fähigkeit zum Dialog inzwischen verloren haben – wie sie mit dieser Einstellung eine Arbeitsstelle finden wollen, bleibt rätselhaft. Ich denke: Wohl eher nicht.

Ach, die so genannten Alpha-Tiere unter den Bloggern: Da haben mich einige ja nun endgültig abgeschrieben, weil ich ihnen den Spiegel vor die Nasen gehalten habe: Sind sie eigentlich nur die Quak-Quaks auf McDonalds Farm - unglaublich geschwätzig, aber fast nichts zu sagen. Nur - wenn man es ihnen sagt, sind sie beleidigt. Künstlerpech - ich brauche sie nicht, und sie brauchen mich nicht.

Ansonsten – liebe Mitmenschen, mich treiben andere Dinge um: Der Irrsinn, den unsere Verleger mit Abonnements treiben: Wer nicht aufpasst wie ein Spitz, kann praktisch nie kündigen – und ganz ähnlich ist es mit diesen Telefonfritzen, die offenbar die juristische Macht haben, mit ihren 24-Monatsverträgen genauso so zu verfahren – und jetzt bin ich auch noch in die Falle einer honorigen Versicherung geraten, die mit einer ähnlichen durchaus legalen List arbeitet. Da kann ich nur sagen: Wenn man schon abschließt – einen Monat später wieder kündigen. Fristgerecht. Dann kommen die Leute angekrochen, um die Verträge zu verlängern, und man muss sich nicht von geschwätzigen Kundendienstabteilungen belehren lassen wenn man (auch aus wichtigem Grunde) zu einem anderen Termin kündigen will. Wer vorübergehend im Ausland leben oder arbeiten will, ist jedenfalls immer der Gelackmeierte. Wobei mir noch eines auffiel: All diese Unternehmer erweisen sich als unverbesserliche Europamuffel: Alles geht nur national. Ich kann weder meinen Telekom-Vertrag (Ungarn hat auch die Deutsche Telekom) noch meinen Handy-Vertrag noch meine Versicherung europäisieren. Es wird wirklich Zeit, dass sich das ändert.

Kommentieren Sie bitte nur noch bei sehpferd.com.

Wenn man es ausspricht, spricht es sich wie manch anderer Name: Blogr.com – doch die Herren von KNALLGRAU haben damit offenbar etwas ganz Neues vor – nun, so Neue ist es auch wieder nicht, aber offenbar unheimlich im Trend. Der in Österreich, dem Heimatland von KNALLGRAU, erscheinende „Standard“ schreibt:

„Alle Arten von Medien können auf Blogr einfach online veröffentlicht werden: Nebst Texten selbstproduzierte Videos, Audiobeiträge (Podcasts), Fotos und Dateien zum Download für andere.“

Natürlich falle ich da als Diagonaldenker bereits über manchen Stolperstein und denke an diverse Videos, die täglich durch das Web geistern, an den Schutz der Intimsphäre und an Copyrightfragen – aber da denke ich wohl zu kurz – ich bin ja kein Web-Geschäftsmann. Wäre ich ein Schneider, würde ich sagen: man hat halt neue Gewänder genäht.

Welche Zielgruppe man im Auge hatte, ist auch nicht ganz klar, aber wie es scheint, sind es vor allem jüngere Leute als die bisherigen twoday-Benutzer: Das waren eher ältere Semester, die teilweise sogar Stil hatten – und noch haben.

Was die Weblogs anbetrifft, stand im „Standard“ Interessantes zu lesen. So beispielsweise, dass die werbefreien Blogs bei „twoday.net“ dem Betreiber KNALLGRAU kaum Geld einbringen – und da sie werbefrei sind, fehlen hier auch andere Einnahmen. Dazu sagt KNALLGRAU: „vor eineinhalb Jahren haben wir uns von der Vorstellung verabschiedet, dass Twoday.Net Revenue bringt“, sagte einer der Begründer dem Standard. Geld verdient man also offenbar mit der Erfahrung, die man mit Blogs erworben hat und – Firmen wie BMW und die Telekom Austria sollen dergleichen goutieren, wie es heißt.

Man darf auf die weitere Entwicklung gespannt sein – Web 2.0 ist zwar in aller Munde, wird aber andererseits auch kritisch betrachtet: Zu viel zu verwirrende Möglichkeiten – eigentlich nur etwas für blubbernde Kids und andere Leute, die Zeit zum Totschlagen haben. Aber wer weiß – vielleicht zieht es ja nun alle jungen Leute Europas auf die Server der KNALLGRAUEN, wie sie sich selbst gerne nennen. Vorerst hat man mal ein redesign der Startseite von twoday durchgeführt und bloggt (wie könnte es anders sein) Vorankündigungen.

Fällt Ihnen nun etwas wie Schuppen von den Augen? Ach ja, Lyssa schreib da doch etwas – das sollten Sie dazu lesen. Dann bekommen sie nämlich ein Bild: KNALLGRAU wird vermutlich die WM nutzen, um seinem Baby das Laufen zu lehren.

Unter anderem Titel auch im neuen Journal.

Hingeführt via Boozle und via Schockwellenreiter.

Nachdem ich mein kleines Journal nun nur noch auf meinem neuen Server pflege, werde ich hier bald „auf Wiedersehen“ und „Goodbye“ sagen – doppelt pflegen ist auf Dauer zu anstrengend, und außerdem ist ja wirklich nicht nötig, dass im Web alles doppelt steht.

Also, mein Journal ist umgezogen (link) (RSS) – definitiv. Ich hatte am Anfang noch ein bisschen Sorgen, dass ich mich auf meinem neuen Server niemand finden würde – oder gar, dass ich mit der Software nicht zurechtkäme. Allerdings hat nun beides funktioniert. Das Design ist noch ein bisschen konservativ, aber auch das schadet dem Journal nicht - ich brauche wirklich nicht immer ein Topdesign. Ich habe ja Inhalte.

Ich schreibe gegenwärtig – wie könnte es anders sein – ein wenig über Maria Magdalena – da wird man ja geradezu mit der Nase hineingestoßen bei all diesem Gesülze um den Film „Sakrileg“. Außerdem beschäftige mich mit wirklichen oder vermeintlichen Übergriffen auf Ausländer und bezeichne nun die angeblichen Topdogs unter den Bloggern nun als das, was sie sind – Topquaks von Old McDonalds Farm.

Wie auch sonst ziehe ich so genannte „wissenschaftliche“ Nachrichten durch den Kakao. Derzeit sind es ein paar englische Ladies, die behaupten, Barbie erzeuge möglicherweise die Kotzfresssucht – beweisen können sie, wie so oft, nichts – aber heute kann man ja in bestimmten Wissenschaften erst mal kräftig in die Pampe hauen – Hauptsache, es spritzt.

Sie sehen – auch wenn sich etwas verändert, verändert sich nichts. Nur, dass ich jetzt hier bin. Bis Ende Juni erscheint das „Geblubber“ noch parallel und ich schreibe hier ab und an, was ich dort so anstelle – dann aber ist Schluss: Das Journal zieht mit Mann, Maus und Gramse endgültig um. Gramse meint allerdings, dass ich viel zu anständig geworden wäre, und er will mein Journal unbedingt zu seinen Gunsten verändern – mal sehen, ob ich ihn lasse.

Wobei ich gerade dabei bin: Ich suche noch Gastbeiträge von Bloggerinnen, die Frauenzeitschriften genüsslich auseinander nehmen – und sich auch nicht zu schade sind, mal die Zickenblogs zu durchwildern.

Das wöchentliche Geblubber aus den Algen – meist sonntags

Nichts ist schwerer als umzudenken – man muss das, was einem lieb geworden ist, aufgeben, muss den Karawanen folgen und nicht mit den Hunden bellen. Aber kaum etwas ist schwieriger, als den Wandel zu vermitteln. Was die politischen oder weltanschaulich orientierten Blogger betrifft, so bellen sie ohnehin lieber mit den Hunden. Da muss man schon nichts aufgeben.

Der Wandel? Erstens – pragmatischer werden. Ideologien über Bord werfen und statt dessen nach möglichen Lösungen suchen – und dies konsequent. Zweitens: Mehr Gemeinsinn entwickeln. Nicht die Hand aufhalten, damit der Staat Geld hineintut, sondern Ideen entwickeln, damit durch das eigene Handeln alle zu Arbeit und Wohlstand kommen. Drittens: Sich der Welt öffnen und sehen, wie es andere machen – und von dem, was sie tun, lernen, wenn es Erfolg bringt. Viertens: Schnell und flexibel handeln – nicht warten, bis das fünfte oder sechste Gutachten nebst Gegengutachten vorliegt, sondern mutig politisch handeln. Vor allem aber fünftens: Sich bewusst werden, dass diese Welt nicht durch andere, sondern nur durch jeden Einzelnen von uns verändert werden kann – und heute damit beginnen. Ja, jetzt, sofort.

Die Spinner dieser Gesellschaftsordnung – gleich ob sie auf der rechten oder auf der linken Seite stehen, zeichnen sich all dadurch aus, dass sie auf „den großen Wurf“ warten: Nein, nicht „eines Tages wird mein Prinz kommen“ und nicht „im Wartesaal zum großen Glück“, aber durchaus ähnlich – im Grunde Politikkitsch. Die Grünen scheinen gerade ein wenig damit aufzuräumen - jedenfalls scheinen sie von ihrer Integrationsromantik Abschied zu nehmen.

Es wird Zeit, ein Wort wie „Verantwortung“ ins Spiel zu bringen. Bürger einer Stadt ist nur, wer sich auch für die Belange der Stadt einsetzt, die ihm ein freies, unabhängiges, vielfältiges Leben ermöglicht. Doch viele der Bewohner der Städte sind gar keine Bürger, sondern „Stadtkonsumenten“. Gerade sieht man es in Freiburg, wo sich Bürger hinter ihren Wohnungen wie auch hinter ihren Ideologien verschanzen – aber auf der anderen Seite weder mit Geld noch mit Ideen dazu beitragen wollen, ihre Stadt wieder lebensfähig zu machen – denn Freiburg ist hoffnungslos überschuldet.

Ich weiß, was ich schreibe, interessiert kaum jemanden. Wer will sich schon den Pelz waschen lassen? Wenn ich in das Gejammer um das Arbeitlosengeld-II einstimmen würde, hätte ich mehr Leser. Wenn ich sagen würde, dass man Familien viel mehr Geld geben muss, damit es mehr Kinder gibt, auch. Wenn ich gar in das derzeitige evangelisch-gutmenschlich geprägte Lamento über angebliche 40.000 Sexsklavinnen mitsingen würde, sicher ebnenfalls. Aber ich habe nicht vor, die BILD-Zeitung der Blogs zu werden. Sieht man sich an, was die angeblichen Topdogs der Szene schreiben, so muss man sich als Autor eigentlich schämen.

Ich habe letzte Woche ein heißes Eisen augegriffen: Ein junger Mann hatte offenbar beschlossen, mit Hilfe einer Feuerwaffe in Antwerpen so viele Ausländer umzubringen, wie er Munition hatte. Er wurde von einem mutigen Polizisten in Zivil gestoppt, nachdem er bereits zwei Menschen umgebracht hatte. Die Sache wird heiß gekocht, weil Verwandet von ihm einer rechtsextremitsischen Partei angehören - und weil ein belgischer Blogger in Verdacht geraten ist, die Sache indirekt unterstützt zu haben.

Blogs haben in Europa kaum noch eine Zukunft – daran ändert auch nichts, dass immer wieder Leute in Hurrageschrei verfallen. In Wahrheit werden mehr und mehr Homepages, die ansonsten ein tägliches Update erfahren müssten, auf Blogs umgestellt – und Web 2.0 interessiert ohnehin nur als Ideologie, nicht aber für die Praxis. Wer glaubt, dass Blogs gute und wichtige Informationen enthalten müssten, sieht sich ohnehin getäuscht: Das beliebteste Blog in Deutschland ist das „BILD-Blog“, das ja nichts tut, als auf Probleme und Irrtümer der BILD-Zeitung zu reagieren, mit 1,3 Millionen Zugriffen pro Monat. Wer von hohen Zugriffszahlen träumt, sollte, wissen, dass sich sogar die Blogger, die sich gegenseitig hochjubeln, im Schnitt auf etwa 50.000 Zugriffe pro Monat kommen – während die Einzelkämpfer nur sehr selten mehr als 3.000 Zugriffe pro Monat erreichen – und das läge eigentlich schon unterhalb der Grenze, bei der man von „Popularität“ sprechen kann.

Ich liege – im Übrigen – (in meinem neuen Blog) auch noch unterhalb dieser Grenze – und ich sehe kaum einen Weg, um wesentlich populärer zu werden, als ich es hier bei twoday war: Gegen 10.000 Zugriffe pro Monat waren da schon drin. Doch immerhin lesen mich ein paar Redakteure – und das ist mir oftmals wichtiger, als dass eine Google-Suche mit „Severina Vuckovic“ bei mir landet – davon hätte ich inzwischen über 42.000 zu bieten.

Ich wünsche Ihnen vor allem einen schönen Sonntag – und etwas Sonne.

Falls Sie zu diesem Artikel etwas sagen wollen: Tun Sie es bitt hier.

Zweimal hätte ich mich dieser Tage beinahe in die Nesseln gesetzt: einmal, weil ich nicht gründlich genug recherchiert hatte, als ich einen Beitrag über etwas schrieb, was der WELT-Redakteur Tilman Krause über Männer generell und Schwule im Besonderen schrieb. Hass kann manchmal merkwürdige Formen annehmen – und sie wären beinahe sogar über das Denkvermögen des hier schreibenden Diagonaldenkers gegangen.

Dann heute: Antwerpen. Die Presse schrieb, dass ein Rechtsradikaler in Antwerpen zwei Menschen mit einem Gewehr hinstreckte – eine unglaubliche Tat, vor der ich mit ebenso viel Abscheu wie auch völligem Unverständnis stehe – doch wäre es interessant, seine Motive zu kennen, denn nur dann hätte man überhaupt eine Chance, dergleichen zu verhindern. Doch die Presse macht es sich einfach: Rechtsparteien erzeugten Fremdenhass, und die Tat sei die natürliche Folge, schrieben die Gazetten mal mehr, mal weniger genüsslich. Ich wollte als Hauptquelle ein Blog zitieren, und musste plötzlich feststellen, dass ich bei einem christlich-rechtsradikalen Blogger gelandet war. So etwas gibt es also auch. Indessen ergab meine Quellenforschung, wo er nun wieder abgeschrieben hat, und so konnte ich wenigstens noch vermeiden, ausgerechnet einen Rechtsradikalen als Quelle zu verwenden.

Das ändert nichts an der Tatsache, dass mal wieder eines klar ist: Die Presse, aber auch die Mehrheit der Blogger, werden wieder die üblichen Abnickartikel schreiben: von dem Boden, den rechtsradikale Parteien vorbereiten, von dem Hass, der darauf wächst und von der Unausweichlichkeit der Taten.

Was ich mir wünsche? Gründlichere Analysen. In Belgien sollen es die Belgier tun, und in Deutschland bitte einmal die Deutschen. Mit dem, was eigentlich sein könnte oder sein sollte kommen wir nicht weiter, und auch die ewigen Gebetsmühlenbetreiber von einer „Jugend ohne Zukunft“ hängen mir inzwischen zum Hals heraus. Wir sollten diese Leute scharf beobachten, denn auch sie tragen dazu bei, dass sich die Jugend radikalisiert – und wir sollten uns fragen, welche Motive dahinterstecken.

(Wortidentisch, aber unter anderer Überschrift bei mir)

 

Add to Technorati FavoritesMy Popularity (by popuri.us)

twoday.net AGB

xml version of this page

powered by Antville powered by Helma