anstoss

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Ich habe manchmal angst vor diesen bloggern. Sie fordern andere menschen auf, ihr Innerstes nach Außen zu kehren - nun, und wenn es da steht? Dann ist es öffentlich - und jeder weiß, wovor sie irratioanle Angst haben.

Wie schön für die anderen (zum Beispiel jetzige und zukünftige Kollegen, Personalchefs und ähnliche Personen) , die das eigentlich nichts angeht.

Was Blogger nicht so alles wissen wollen - nun kommt uns eine Dame auch noch philosophisch: Lebenskunst heute. Sie heißt Claudia Klinger und will ganz, ganz viel von uns wissen. Schöngeister - ran an den Braten, solange er noch heiß ist.

Ob ich teilnehme? ich kann mich wirklich beherrschen.

Das Lied soll einmal der Top-Verführungssong gewesen sein: Wodka-Cola, das Lied ... und dann rutschten die Höschen wie von selbst.

Leider habe ich es so nie erlebt - ich meine, der Song geht ja nur drei Minuten - und in der Zeit soll das Höschen rutschen?

Klassikfans hatten es da leichter: Beim Bolero hatte man mehr Zeit - und die Wirkung war wesentlich intensiver und zog bis in ... nun, Sie wissen schon.

Was das alles hier soll? Oh das böse Rauchen - ja, wie sollen denn die Damen jetzt flirten, ohne Zigarette?

Wenn mich irgend etwas ärgert, dann Leute, die ganz unverhohlen eine Arbeitsleistung ausschreiben, ohne einen einzigen Cent dafür bezahlen wollen.

Ich gebe unumwunden zu, dies am Anfang bei der Liebepur auch versucht zu haben – nur war die Liebepur nie ein kommerzielles Projekt. Doch wenn man sich selbst als ein „aufstrebendes Lifestyle-Blog“ bezeichnet, das schon „viel Aufmerksamkeit erfahren“ hat, noch spezifische Kenntnisse auf bestimmten Fachgebieten sucht, dann sollte man nicht sagen: „Ach, liebe Blogger-Freunde, meine Taschen sind leider leer“.

Sie mögen das nennen, wie Sie wollen – ich nenne das Bettelei.

Mensch, Leute von der Gutmenschenfraktion - eure Platte hat wirklich einen Riss: Die Jugend ist ja so verdorben ... na klar ... mindestens, solange ich es schon höre - seit mindestens 45 Jahren.

Wenn eure Platte einen Riss hat, Gutmenschen - kauft euch mal einen MP3-Spieler - bitte.

T-Shirts, drei Nächte getragen, sind das neueste Objekt der Begierde - jedenfalls, wenn man Forschern glaubt. Denn der Geruch soll darüber entscheiden, ob jemand ins Bett darf oder nicht.

Also: dann schnüffelt mal schön für die Forschung. Die Käufer getragener Damenhöschen (Folieneinschweißung) werden nun frohlocken - sie wussten doch schon immer, dass sie den richtigen Riecher hatten.

Übrigens: Ein Herrenschneider (Unterwäsche) wüsste gerne, welche Shorts Sie gerne tragen, um sie darüber zu einer Frau zu bringen - oder jedenfalls so ähnlich.

Die Wissenschaft will Ihren Wunschpartner besser kennen als Sie selbst. Nicht, das ich das Arrogant finde - ich finde es bereits so abseits jeglicher Vernunft, dass ich mich wundere, wie die Forschungsgelder international verschleudert werden.

Merkwürdig auch, dass deutsche Wissenschaftler so viel über das Dating wissen wollen - aber ihre genauen Quellen verschweigen.

Optionen auf Frauen sind keine Genussscheine - wie, das ist aber nun weder logisch noch biedermännisch genug gedacht? Nein, aber es ist ein Wortspiel - denn allzu viele Männer kaufen Optionen auf den Lustgenuss - und bekommen am Ende gar nichts.

Mehr lesen Sie hier - und ich kann Ihnen sehr empfehlen, das Wort des Tages zu verfolgen, vor allem wenn Sie Autor(in) sind - es gibt Ihnen neue Anregungen - so wie mir.

... dann verpassen Sie etwas. Zum Beispiel die große Serie zur Emanzipation. Heute habe ich die letzte Folge veröffentlicht - aber Sie könne die älteren ja noch nachlesen, nicht wahr?

Wie angesehen sind eigentlich Bisexuelle? Ganz einfach: Frauen erfreuen die Gemüter beider Geschlechter, Männer werden beargwöhnt, "eigentlich" schwul zu sein.

Mehr auf Mehrhaut.

Die beste Nachricht des Tages - und vielleicht für Deutschland: der wankelmütige Vorsitzende der SPD, Kurt Beck ist zurückgetreten. Es wurde höchste Zeit für seine Partei.

In den Wahlkampf wird die SPD nun von Frank-Walter Steinmeier (Kanzlerkandidat) und Franz Müntefering (vermutlicher neuer Vorsitzender).

Irgendwie kann ich ja diesen Herrn Dresen verstehen, wenn er Sex ab 70 proklamiert – dann kommt er nämlich garantiert nicht mit dem neuen Jugendpornografieparagrafen in Kontakt.

Nach diesem neuen Gesetz können nämlich auch Darstellungen sogenannter „Scheinminderjähriger“ bestraft werden – also von Personen, die objektiv zwar das 18. Lebensjahr vollendet haben, aber subjektiv so dargestellt werden, als seinen sie unter 18. Da frage ich mich dann doch, wie man auf einem Fotografie erkennen soll, ob eine Frau, die objektiv 18 ist, subjektiv 17 sein kann – schließlich arbeiten auch Frauen über 25 noch als Teenagerdarstellerinnen.

Nun, Darstellerinnen und Darsteller ab 50 – Milfs, Cougars, Moms und Dads - eure große Chance ist gekommen – wenn nicht Dank Herr Dresen, dann Dank des deutschen Gesetzgebers.

Eine neue Kuppelshow mit Schweißschnüffeln ist angesagt - und zwar (selbstverständlich) ausschließlich im Dienst der Wissenschaft.

Nein, der Herr, der in Frage kommt, schnüffelt nicht an allen sieben weiblichen Objekten in Vivo, sondern an deren getragener Unterwäsche - und nein, nicht an den Höschen, sondern an den drei Nächte lang getragenen T-Shirts. Ob die Damen während der drei Nächte abstinent leben mussten, wurde nicht bekannt - Sperma auf T-Shirts könnte schon irreführend riechen, oder?

Es war kaum anders zu erwarten: Die heutige Presse, insbesondere die FAZ und natürlich Springers WELT, hetzen gegen das ZDF, werfen ihm „unsauberen Journalismus“ vor und tun so, als sei das höchste Rechtsgut der freien Welt in Gefahr: Die Pressefreiheit.

Wörtlich (FAZ)

„Sie diskreditieren die Aufgabe, das Selbstverständnis und die Funktion der freien Presse, sie verkehren die Fronten und weisen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in maßloser Selbstüberschätzung als alleinigen Hort des Qualitätsjournalismus aus.“

Nun, der alleinige Hort der Pressefreiheit sind die öffentlich-rechtlichen sicher nicht. Aber dürfen wir das Haus Springer vielleicht einmal an seine Vergangenheit erinnern? Oder an den aufkommenden Boulevardjournalismus in der „WELT“, von BILD ganz zu schweigen?

Oder wie war das, FAZ? Wie lange habt ihr an einem bürgerlichen Zeitungskonzept (samt dazugehöriger Schrift) festgehalten, dass längst in den Mülleimer der Zeit gehörte – aus ideologischen Gründen? Und welche Zeitung war es, die sich zur Speerspitze der Hetze gegen die Rechtschreibreform gemacht hat?

Meine Damen und Herren Redakteure, fasst euch an die eigenen Nasen, kehrt vor der eigenen Tür und lasst den öffentlich-rechtlichen ihre Informationen verbreiten. Auch sie sind nämlich ein Teil der Pressefreiheit – und sie begeben sich selten auf Bild-Niveau.

 

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