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Die "Galeries Lafayette" in Paris haben jüngst das weltweit größte Einkaufsparadies für Unterwäsche eröffnet und damit auch wirklich erkennbar wird, was man mit schöner Wäsche alles erreichen kann, bieten sie gleich einen öffentlichen Striptease-Lehrgang an: 400 Frauen haben sich dafür bereits angemeldet.

Die ungewöhnliche Werbeaktion scheint nötig zu sein: Das warme Wetter in den Sommermonaten hat viele Kundinnen davon abgehalten, ein Warenhaus zu besuchen - und nun will man diese Kundinnen wieder zurückgewinnen.

Feministische Gruppierungen haben für den „Striptease-Tag" bereits Proteste angekündigt, und einige Kunden gäben sich ein wenig schockiert - aber damit, so ein Verkäufer, müsse man halt immer rechnen.

Das Ohr an der Nachricht hatte Yahoo

Francais (c) Galeries Lafayette:

C'est le nouveau rendez vous incontournable de toutes les femmes Le samedi 8 novembre, venez prendre votre cours de strip tease, en apprenant à dévoiler vos charmes lors d'un cours offert par les strip teaseuses du "string Fellows"

„L'Oreal" und die französische „Vogue" sind ins Gerede gekommen, seit der November-Ausgabe eine Beilage fehlt. Wie aus einem Pressebericht hervorgeht, wurde die Beilage noch mitgeliefert, als die Zeitschriften beim Handel ankamen, danach aber wurden sie eiligst wieder eingesammelt und wenige Tage später mit einer anderen Beilage wieder ausgeliefert.

Die Beilage mit dem Titel: „Schönheit – der Teint der Unschuld“ soll auf 52 Seiten Bilder „deutlich“ minderjähriger Mädchen gezeigt haben, die nicht viel mehr anhatten als ihr Geburtstagskostüm. Freilich handelte es sich dabei nicht um Pornografie, sondern um 70-er Jahre Bilder des Fotografen David Hamilton, die damals sogar in Warenhäusern als Poster gehandelt wurden.

vogue innocent underage
(c) 2003 vogue france (?)

Gute Nachrichten für die werbende Wirtschaft, die Boulevardpresse und selbstverständlich auch alle anderen, die gerne schöne Frauen sehen: Wie Zentralverbands der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) mitteilte, sind die Zensurpläne für vorgeblich „herabwürdigende“ Darstellungen von Frauen in Presse und Werbung vom Tisch. Dies berichtete unter anderem in seiner Online-Ausgabe.

Der „Deutsche Werberat“ sorgt dafür, dass auch eingehalten wird, was sich bei der Werbung gehört. Ziemlich tabu sind Sport gemeinsam mit Alkohol, aber auch die Frau als Lustobjekt passiert die Schranken der Werbehüter nicht: die Anzeige eines Hamburger Fitnessstudios, in der eine leicht bekleidete, offenbar recht lustbetonte Dame ihr Wohlbefinden unter dem Sofa sucht, wurde jedenfalls gerügt: Die Frau, so die sittenstrengen Wächter, würde damit als „Lustobjekt“ herabgewürdigt.

gesehen im SPIEGEL

Bestimmt die "Kleiderordnung für Huren" den Ton in der Pariser Mode?

Frankreichs Radikalfeministinnen haben die Nase voll - doch ihre Wut richtet sich nicht gegen die Modehäuser Ungaro oder Versac, die für ihre schwül erotischen Kampagnen bekannt sind, sondern gegen eine Sloggi-Werbung der deutschen Firma Triumph, die sich offenbar an junge Mädchen wendet, denn fotografiert wurden Frauen, die „eher als Heranwachsende" gelten könnten. Mit starken Worten wurde nicht gespart: Die feministische Autorin Florence Montreynard sagte im Fernsehsender LCI, dass seit dem neunzehnten Jahrhundert die Kleiderordnung für Huren den Ton in der Mode bestimme.
Die Anzeige wurde von der Selbstkontrollinstitution der Werbebranche gerügt, da zahlreiche Beschwerden eingegangen waren. Indessen scheint es sich um eine Einzelmaßnahme zu handeln, denn Nacktheit in der Werbung, so ein Sprecher, würde es in Frankreich immer geben – es sei Teil der französischen Kultur. Die Firma Triumph habe nach Presseberichten bislang nicht erkennen lassen, dass sie die Werbung zurückziehen würde. Ein Foto der beanstandeten Werbung war zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erhältlich.

reuters-nachrichten aus CNN

Die Werbefritzen von T-online haben vermutlich zu heiß gebadet: Da waren angeblich zwei „Single-Scouts" unterwegs, um für das „heiße" T-online die „heißesten" Gesichter zu finden.

Schade, dass die „heißesten" Gesichter so nichts sagend sind, was unter anderem auch an den ausgesucht schlechten Bildern liegt, die T-online veröffentlichten: Offenkundig dachten sich die Redakteure, die Schafmaul-Perspektive sei gerade die Richtige.

Sehpferd Finger zeigt nach unten ... zumal sich das Ganze dann doch nur als Werbeaktion für T-onlines Werbepartner match.com entpuppt.

zu den singles

Mit dem sinnigen Spruch "Sinnlichkeit kann man nicht lernen - man hat sie" wirbt die Firma Grohe Wassertechnologie für - einen Wasserhahn. Der heißt "Sinfonia" und soll die Sinnlichkeit selber sein. Nun, Sehpferd hat die Schönheit des Wasserhahns gebührend bewundert - fragt sich nur, was sich die Werbeagentur bei der Dame gedacht hat. Hat sie nun ein Hüftleiden - oder hat sich sie die Halswirbel verrenkt? Wie dem auch immer sei: Der Wasserhahn ist bei weitem sinnlicher als die Dame - falls denn Wasserhähne überhaupt sinnlich sein können.

grohe wasserhahn
(c) grohe wassertechnologie

 

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