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Wer sch an schöner erotischer Modefotografie mal so richtig Sattsehen will, sollte auf Jean-Francois Lepages Webseite gegen: two-eyes.com. Die Ladezeiten sind lang, aber es lohnt sich: faszinierende Fotos und ein elegantes Webseiten-Design warten auf den Surfer.

Häschen mit Salatbikinis geben Pflanzenwürste aus – wenn das keine Meldung wäre. Leider steht wieder eine populistische Tierschutzorganisation dahinter, deren Name in meinem Blog nicht mehr genannt wird. Auf die Bilder verweise ich hingegen gerne.

Kakerlaken sind keinesfalls sexy. Warum sie dennoch ausgerechnet die Nähe der Schönen und Reichen auf Capri suchen, weiß niemand. Wortwörtlich heißt es in der Presse: „Die Tierchen kriechen spätabends aus den Gullys der Straßen und mischen sich unter die flanierenden Touristen“. Nicht auf Augenhöhe, versteht sich – und deswegen wird manch flanierender Kakerlak dann Opfer eines Frauenfußes – wie bitter.

Eines ist sicher: Den Wählern der Freien Demokratischen Partei in Deutschland ist nicht gleichgültig, ob ein zu wählender Politiker schwul ist oder nicht: Es hätte, so angeblich 38 Prozent der gelben Wählerschaft, Einfluss auf ihre Wahlentscheidung. Damit sind sie knapp am Ergebnis der Rechtsaußenparteien vorbeigeschrammt. Es steht in der „Welt“ und es mutet doch merkwürdig an: Sollte ausgerechnet die Wählerschaft der Liberalen aus lauter ultrakonservativen Stinos bestehen?

Nachdem die Bild-Zeitung dieser Tage titelte „Wie schwul ist Deutschland“? Versuchte die „Süddeutsche“ mal zu gucken, wie bild die Meinung ist und schreibt: „Wenn eine Zeitung ins Sommerloch fällt, gibt es einen rosa Plumms. Oder ein Plitsch. Oder ein Plönk. Irgendwas schmierig Lautes macht es jedenfalls.“

Warten wir mal ab, wann es demnächst bei BILD wieder plitscht. Oder Plummst.

Es ist bezeichnend, wo sich die angeblich „namhaften“ Autoren deutscher Sprache jetzt artikulieren: In der BILD-Zeitung. Damit disqualifizieren sich die Herren Adolf Muschg (70), Georg Klein (51) und Martin Walser (77) freilich selbst, und dies völlig unabhängig vom Thema.

Insbesondere Walser zieht statt Argumenten, wie es scheint, Stammtischparolen aus seinem Zettelkasten: Seiner Meinung nach sei die Rechtschreibreform „aus bürokratischem Müßiggang geboren“.

Armes Deutschland, das solche Sprüche ertragen muss. Aber Walser will ja noch sein neues Buch verkaufen: Dazu braucht er, wie es scheint, die Stammtische.

Das Time-Magazin bringt es (nach einem Bericht der "Welt")auf einen Nenner, wie es um Deutschland bestellt ist: Außerordentlich gut. Die Sache hat nur einen Haken: Während nämlich alle Welt den Deutschen noch viel zutraut, lassen sie selber die Schultern hängen. Als größtes Problem hat man hier die „Zukunftsangst“ erkannt. Die Zeitung schrieb dies auf Deutsch, denn ein Wort wie Zukunftsangst existiert im englischsprachigen Raum nicht.

Gerügt wird auch die Presse, die „Horrorszenarien“ verbreite. Das ist übertrieben, und doch ist etwas dran: Tatsächlich ist ein großer Teil der Journalisten auf einer Schlingertour im Reformstreit – man will dem Bildungsbürgertum ebenso wenig auf die Füße treten wie dem vermeintlichen Gutmenschenadel und spürt doch, dass sich der Standpunkt nicht mehr lange wird halten lassen.

Und die Blogger? Rufen sie dazu auf, voller Elan die deutsche, österreichische oder europäische Zukunft freudig und kraftvoll zu gestalten? Ich denke, sie tun die viel zu wenig, und vom Gegenteil viel zu viel. Vielleicht gilt es in gewissen Kreisen als schick, dunkelviolett auf grau zu malen und sich und die Zukunft zu beweinen und den wirtschaftlichen und technologischen Fortschritt in den Dreck zu ziehen.

Den Menschen allerdings nützt es nichts. Das „Time-Magazin“ sagt den Deutschen, dass ihre negative Haltung einmal zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung werden könnte. Da kann ich nur Theodor Heuss zitieren: „Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist“.

 

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