anstoss

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Madame will mir unbedingt den von ihr vertriebenen Fingervibrator vorführen. „fassen sie mal meinen Finger an und spüren sie die starke Vibration“. In der Tat, der Finger vibriert, angetrieben von einem dieser seit einiger Zeit erhältlichen Minivibratoren – gibt es auch zum Aufstecken auf den Finger, wie ich weiß – aber das sagte ich der Dame natürlich nicht.

Dieses Exemplar hier jedenfalls hat ein elastisches Band, das um den Finger passt – und natürlich nicht nur um den Finger – mit separater Stromversorgung, tragbar zum Beispiel am Handgelenk. „Sehen sie“, sagt Madame, „und von hier bis hier ist es wasserdicht“ – logisch – es könnte natürlich Feuchtigkeit eindringen bei der Anwendung, an die ich im Moment dachte.

Madame weiß alles von diesem Gerät und da wir hier natürlich alle irgendwie international sind, wird geschwätzig erwähnt, dass dieses Gerät von einem Schweizer erfunden wurde – um dann gleich nachzulegen, dass sie aber in Deutschland produzieren würden – „sehen sie hier, das Gütezeichen“.

Die eigentliche Attraktion am Stand von Madam ist sie selbst – eine Dame in besten Jahren, die werbewirksam einen Teil ihrer fülligen Brüste zeigt. Doch als sie merkt, dass mich dies zu sehr von ihren Verkaufswünschen ablenkt, gibt mir ein Gerät zum Ausprobieren – am Finger, selbstverständlich.

Auf die deutsche Fertigung konnte ich natürlich gut und gerne verzichten, deshalb sagte die Dame keck: „Nun tun sie doch mal die Hand in ihre Hosentasche und fühlen Sie, wie es wirkt“ – nun, ich war eher interessiert, wie es an ihrer schönen Brust wirkte – aber dies auch nur zu erwähnen, gestattete mir meine gute Erziehung nun doch wieder nicht. So verzichtete ich denn auf den letzten Teil der Vorführung, zumal Madame mir vorher den Preis verraten hatte. Etwa 50 Euro. Für 50 Euro gibt es eine Menge Vibration.

 

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