anstoss

  sehpferdvs sehpferds magazin für anstöße und anstößiges
Nein, hier geht es nicht um Herren, die sich gerne an Plüschbordelle erinnern, sondern ganz simpel um die Webseite einer Escort-Dame, die eine Webseite betreibt, wie man sie in den guten alten Tagen des Webs einmal hatte – mit viel Feuer, das wohl für die Lust stehen soll. Das Innere ist kläglich: Sollte sich auch mal einen guten Fotografen leisten, die Dame, die im Escortblog plappert.

escortnostalgie

Screenshot von der Webseite

Laut einem Vorabbericht in der österreichischen Zeitung „Die Presse“ verhüten „91 Prozent der 15-bis 19-jährigen Mädchen“ mit einem Kondom, wenn sie sich einem neuen Partner zum ersten Mal sexuell so weit annähern, dass Körpersäfte fließen. Sehr weise, denn angeblich haben nur etwa 60 Prozent der jungen Männer Lust, den ersten Wonnekontakt bei einer neuen Dame mit Gummis zu besiegeln.

Aus technischen Gründen bitte ich sie, in naher Zukunft nur noch meine Webadresse sehpferd@sehpferd.de zu benutzen, da zu erwarten ist, dass ich über „Sehpferd.com“ für einige Tage nicht zu erreichen bin.

Ich werde sie informieren, wenn die Probleme beseitigt sind und mein neuer Webhoster, die DomainFactory, auch das internationale Sehpferd hostet.

Angela hat es mir angetan – nein, nicht Frau Merkel, sondern das Geschrei um Angela und "Angie".

Aber hatte nicht jeder Mann in seinem Leben schon mal eine Angela, Angelika, Geli oder so? Oder eben eine Angie oder Angelina? Wobei mir das Lied von Herrn Belafonte einfiel – Angelina.

Was mich außerdem noch bewegte? Die Dummheit einer Bankangestellten, die heute dann aber wieder glattgebügelt werden, konnte (ich erzähle ein anderes Mal davon) und die Arroganz der Firma IBM, bei der man offenbar öfter „bitte, bitte“ machen muss, bevor sie einem die ausgelobte kostenlose Software schickt – und natürlich der Nachtfalter, der jetzt bald auch offiziell die Nacht falten wird: Zu sehen ist abermals Steffie (die von „Steffie und Boris) aus TV6) in blauen Dessous, eine Dame mit Kreuz und mörderischen Brüsten, und nacheinander lechzende Damen – jedenfalls, wenn sie trunken sind und eine Kamera da ist.

Mit Inbrunst geleckt werden - und garantiert keinen psychischen Kater danach empfinden - für Damen und Herren geeignet. Auch bei Nachtfalter.

Menschen glauben häufig eher an okkulte Kräfte als an natürliche Ursachen. Nun ist klar, dass Geister zumeist unsichtbar sind: Wären sie sichtbar, wären sie ja keine Geister.

Aber das wirkliche Unheil dieser Welt wird von unsichtbaren Eseln verursacht – hohe Gas- und Telefonrechnungen, sexuelle Störungen und vieles andere mehr. Jawohl, von unsichtbaren Eseln! Wenn sie es nicht glauben: Eine Künstlergruppe, die sich im Internet nicht ungeschickt als Firma präsentiert, entfernt sie.

Ich entferne im Übrigen sehr preisgünstig unsichtbare Elefanten aus Wohnungen.

Die BZ hat eine Politik-Sensation: Eine Dame namens „Halina R.“ soll fünf Jahre lang „Vorzimmerdame“ (nettes Wort, nicht wahr, klingt wie „Stubenkätzchen“) bei der CDU-Fraktion im Bundestag gewesen sein, bevor bekannt wurde, dass sie außerdem bezahlte Herrenbekanntschaften hatte – das reichte bei der „BZ“ immerhin, um auf den Titel zu kommen: „Die Escort-Lady aus dem Bundestag“.

Das Interview mit der Dame können sie dann hier lesen: Grimms Märchen für Erwachsene, wie mir scheint: „Alles ist ganz ordentlich. Im Regal stehen Bücher, in der Vitrine ein Glas parallel zum anderen. Im Wohnzimmer eine dunkelbraune Ledercouch-Landschaft, ein kleiner Fernseher, Yuccapalme, Esstisch mit vier Stühlen. Ein grünes Deckchen ist aufgelegt“. Ich vermisse nur noch zweierlei: Das rote Käppchen und den Besuch beim Wolf.

Und bevor ich vergesse, dies zu zitieren: „Redakteur: „Gab es Sex bei Ihnen für die Herren?“ Madame Halina R: „Nein, um Gottes Willen. Nein“.

Selbstverständlich nicht – bei Yuccapalmen und einem Esstischchen mit vier Stühlen und einem aufgelegten grünen Deckchen.

Sex über 50 muss mancher Frau erhebliche Schwierigkeiten bereiten – jedenfalls las ich hier den markanten Satz:

"Man macht eine ziemlich ähnliche Erfahrung als wenn man nach langer Zeit wieder Fahrrad fährt", sagte eine Dame namens Katherine Chaddock, und "man braucht eine Weile, bis man wieder das Gleichgewicht halten kann“.

Wobei ich denke, dass die Dame das psychische Gleichgewicht gemeint hat – und da denke ich doch schon wieder an etwas ganz, ganz anderes.

Heute war im Wahlkampf Hühnertag – schon gelesen? Es waren sogar zwei Eier dabei – ein Kleines für den Herrn Joschka und ein Dickes für die Frau Angie und außerdem die Bloggerin Sora Aoi (die nicht nur eine Bloggerin ist, sondern auch Körbchengröße F hat (nun, wallt das Blut schon?) und zuletzt etwas von einem Star namens Lestar, denn kein Mensch kennt.

Die Webseite eines französischen Bloggers, auch bei Nachtfalter zu lesen, einen Hinweis auf die Fotografen Lianne Lin, über das Schnäppchen Voegeln – nicht ganz ernst gemeint und über eine Statistik des Masturbierens – so viel sei verraten: Die meisten tun es.

Worin liegt eigentlich die Sensation, dass eine Dame einen Sex-Shop erfolgreich führt? Nun, vielleicht denkt man darüber in Singapur anders – aber warum World Sex News dies als Sensation ansieht, riecht mir verdächtig nach sauren Gurken.

Nun haben wir es also: Der Piano-Man ist gar kein Pianomann, sondern ein Wichtigtuer, der die englische Psychiatrie verscheißert hat. Kein Wunder, dass die Damen und Herren Ärzte jetzt sauer sind – schließlich müssen sie sich gefallen lassen, einen kranken Patienten nicht von einem gesunden unterscheiden zu können – was viel Licht auf die gesamte Branche werfen dürfte – nicht nur in England.

Doch noch eine Branche sieht nicht gut aus: Hatten wir nicht noch vor Monaten gelesen, der Pianomann würde konzertreif spielen? Oder stundenlang? Und vernahmen wir nicht, „die Ermittler“, hätten sich mit „mehreren europäischen Orchestern“ in Verbindung gesetzt, ob ihnen denn wohl ein Pianist fehle?

Wie schön, dass nun das „Rätsel“ gelöst ist. Inzwischen wird berichtet, dass der Herr aus Bayern (denn um einen solchen soll es sich handeln) schon wieder auf Papis Hof ist, während die Presse dabei ist, an einer neuen Geschichte zu stricken: Der bayrische Bauernsohn, der in Paris seinen Job verlor und dann nach England ging, um sich selbst zu töten.

Wahrscheinlich gehöre ich nicht zu der Generation, die über so etwas lachen kann: Frau-Deutsch, Deutsch-Frau. Nerve verarscht das Quiz zu Recht – es hat etwa den Sinninhalt einer dieser Blödel-Shows im Privatfernsehen – und auch da stimme ich zu: Der Langenscheid-Moderator sieht genau so aus – wie ein Showmaster in den soeben erwähnten Blödelshows.

Versuchen sie es nicht zu Hause – und falls es ihr letztes Kondom ist – bewahren sie es für die Liebe auf.

Leute haben Sorgen, nicht wahr? Früher hätte die Mami ja nun nicht erlaubt, dass Töchterchen sich mit einem Fotografen abgibt, der diese Schmuddelbilder aufnimmt – aber heute? Da muss Mami oder eben die Sorgentante bei der Zeitung herhalten, um Bübchen einen Rat zu geben: „Dolle Frau kennen gelernt, aber sie ist eine Fotografin, die Pornos ablichtet – was soll ich tun“.

Nun, bei dieser Zeitung gibt es immer zwei Ratschläge: Der Herr Doktor (Dr Thomas Stuttaford ) debattiert die Sache erst hin, dann wieder her, und schließlich hin und her, bis er zu dem Schluss kommt (hätten sie es erraten?) der junge Mann solle doch bitte daran denken, was Mami und Papi darüber denken – immer ein guter Rat für unmündige Bübchen.

Die Kolumnistin Suzi Godson denkt pragmatischer: Sei froh, dass sie hinter der Linse ist.

Mal unter uns, Mädchen und Jungs: Habt ihr eigentlich gedacht, die vielen pornografischen Fotos fallen über Nacht vom Himmel? Und denkt eine Hochzeitsfotografin immer nur ans Heiraten? Würde jemand sagen „meine Freundin ist Polizeifotografin – ih Gitt, wie kann man nur so etwas sein“?

Ich glaube, wir müssen alle noch eine Menge Vorurteile überwinden.

Bevor ich vergesse, ihnen dies zu erzählen: Als Aktmodell müssen sie mindestens 18 Jahre sein, wenn sie keinen Ärger wollen – aber wie alt darf ein Aktmodell höchstens sein? Nun, 78 ist noch kein Alter, meint John Flannery – und sie steht weiterhin Modell – immerhin für etwa 13 USD die Stunde.

Frauen besaufen sie billiger, wissen auch ohne DAN-test, wer ihre Kinder sind, und vor allem wissen sie genau, welche Knöpfe man drücken muss, wenn die Welt etwas hergeben soll.

Diese und 37 andere Gründe, warum es sich lohnt, eine Frau zu sein, finden sie bei der Escort-Dame Kelly Shannon. Versuchen sie gar nicht erst, ihre Fotos anzusehen – sie sollte sich wirklich einen besseren Fotografen suchen.

Das wöchentliche Geblubber aus den Algen – fast immer sonntags

Entweder werden wir als Kunden wirklich ständig gelackmeiert, oder ich informiere mich nicht richtig – aber ob es sich nun um die TALKLINE und das „kleingedruckte“ hinter dem Sternchen handelt, oder um die lästige DUDEN-Software, die in der Version 3 so gravierende Fehler hat, dass ihr einer dieser angeblich so klugen PC-Journalisten längst einen Sack Zitronen hätte verpassen müssen – irgendwie fühle ich mich angeschmiert.

Manchmal wundere ich mich, dass man überhaupt reklamieren muss. Die IBM offeriert für ihre wirklich guten Desktop-Computer ThinkCentre die gar nicht so üble Lotus-Software, von der ich eine uralte Version besitze. Ich soll eine neue kostenlose bekommen, logge mich bei einer englischen Firma ein und sehe, dass sie Geld kostet „Handling Charges“, bezahle diese Gebühren auch und bekommt – nichts – also wieder eine Reklamation mehr am Hals. Auch bei der MALEV muss ich dauernd reklamieren, weil es der Abfertigungsschalter in Zürich so gut wie nie schafft, meine DUNA-Karte durchzubuchen – immerhin buche ich bei der Malev jährlich bis zu 16 Flüge.

Apropos MALEV: Ich war mit ihr von Budapest aus in Cork. Wer gerade keine Landkarte hat: Das ist eine stolze Stadt im Süden der Republik Irland. Gewohnt habe ich in Isaacs Hotel (sehr empfehlenswert) und gesehen habe ich sehr, sehr viel – mehr als ein normaler Tourist, obwohl ich in Irland nicht, wie sonst üblich, meine Geschäftskontakte genutzt habe. Wenn sie mal hinfliegen: Fliegen sie über Cork – der Flughafen sieht zwar aus wie aus den 50er Jahren, aber das ändert sich gerade – und von Cork aus können sie den schönen Süden von Irland entdecken – dazu fehlte mir allerdings dieses Mal die Zeit, aber ich empfehle Bed and Breakfast, möglichst weit von den Hauptstraßen, sonst treffen sie lauter deutsche Schulmeister, deren Kontakte ich während des Urlaubs dann doch gerne meide. Wenn sie etwas essen wollen: Lamm und Fisch sind in der Regel genießbar – der Rest ist Geschmackssache und wenn sie sonst etwas essen wollen, gehen sie zum Italiener oder Inder. Das machen die Iren auch. Gut, aber für unsere Verhältnisse teuer: Das Milano, ganz modern eingerichtet und – wie alle Lokale in Irland – ganz auf Familien eingestellt.

Auch von Budapest weiß ich viel Neues zu berichten, es befindet sich bereits teilweise auf meiner Budapest-Seite – nur bei der Budapest-Parade war ich diesmal nicht – ich musste schon etwas vorzeitig abreisen.

Sicher fragen sie nach der Politik. Dazu sage ich klar: Die Deutschen müssen sich ändern – nicht (nur) die Regierung. Weltoffener, pragmatischer, optimistischer und auch kinderfreundlicher muss dieses Land werden – mindestens einen Teil davon kann man im Ausland lernen. Die Politiker selber können eigentlich gar nicht so viel tun – außer vielleicht ein neues Steuersystem erfinden, dass endlich mal den Sand aus dem Getriebe nimmt. Die eigentlichen Bremser und Quertreiber sind meiner Meinung nach unsere Intellektuellen mit ihrer träumerischen Linkslastigkeit und ihrem fanatischen Gerechtigkeitswahn – und leider, leider sind es hier vor allem die jungen Menschen, die offenbar lernunfähig sind. Etliche Male habe ich in den letzten Wochen und Monaten von den angeblich so enttäuschten und frustrierten „Menschen“ in Deutschland gelesen. Ist ihnen aufgefallen, dass dieses Wort derzeit Konjunktur hat? Es scheint der letzte gemeinsame Nenner der Deutschen zu sein, sich als „Menschen“ zu bezeichnen.

Alsdann – das Jahr hat noch vier Monate, und in ihnen ist noch viel zu tun. Zum Beispiel für Blogs. aber darauf komme ich später einmal.

Nein, ich will sie nicht wieder daran erinnern, einmal ihren Glauben zu überprüfen – ich habe mal wieder nur in einem Blog gelesen, der Google-Anzeigen führt. Gott kann also nicht nur ersteigert werden, sondern ist auch als Sofortkauf erhältlich – bei Ebay.

Das allerdings war mir neu.

godforsale

Irgendwie fielen mir in der Budapester Innenstadt ständig diese romantisierten und total verkitschten Werbungen für Hochzeitskleidung auf. Ich musste erst eine Budapesterin fragen, was es damit auf sich habe – und sie wusste mindestens dies – man verkauft dort keine Brautkleider, man verleiht sie. „Sieh mal“, sagte die Dame, „bei euch in Deutschland mietet man Wohnungen und kauft Brautkleider – bei uns kaufen wir Wohnungen und mieten Brautkleider“.

Insgesamt gesehen keine schlechte Entscheidung.

braut1

Bild: © 2005 by sehpferd kommunikation, Lörrach (DE) and Budapest (HU)

 

Add to Technorati FavoritesMy Popularity (by popuri.us)

twoday.net AGB

xml version of this page

powered by Antville powered by Helma