„Maxim“ stellte die Hometown Hottie finalists vor – auf Deutsch etwa „Die Finalisten für den Wettbewerb der heißesten Frauen in meiner Stadt“. (Langer Satz, nicht wahr)? Via Fleshbot. Ebenfalls auf Fleshbot, aber mal wieder unverlinkbar wegen der Inhalte: „Facesitting Videos“, auf deutsch etwa „Filme von Damen, welche rittlings auf den Gesichtern von Herren sitzen“. Da Flickr immer nur Flickr ist, können dort auch Fotos von Damen in Fetischkleidung veröffentlicht werden – auch ein Tipp von fleshbot. Nachtfalter faltet heute eine Japanerin, in deren Bar Damen nur unbekleidet Zutritt haben.
Wer Lust auf Stöckchen hat (wagen sie es nicht, mir welche zuzuwerfen) findet sie bei einer Dame namens Ashley-Jade, die auch noch süße Bilder von sich hat (wenn sie Glamour mögen), Blogywood zeigt nackte Brüste von der Budapest Parade in einem Video und World Sex News weiß, dass Amazon jetzt 40.000 Sex-Produkte verkauft, davon 9.000 Vibratoren – na bitte: Nichts wie ran an den Speck.
Wer Lust auf Stöckchen hat (wagen sie es nicht, mir welche zuzuwerfen) findet sie bei einer Dame namens Ashley-Jade, die auch noch süße Bilder von sich hat (wenn sie Glamour mögen), Blogywood zeigt nackte Brüste von der Budapest Parade in einem Video und World Sex News weiß, dass Amazon jetzt 40.000 Sex-Produkte verkauft, davon 9.000 Vibratoren – na bitte: Nichts wie ran an den Speck.
sehpferd - am Dienstag, 30. August 2005, 22:36 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Woran misst sich die Bedeutung von Blogs? Ich meine, erstens daran, ob namhafte Firmen oder Instiutionen sie führen, dann, wozu sie verwendet werden und letztlich, wie viele Leser sie haben. Dabei habe ich die wichtigste Frage, nämlich die nach dem Nutzen, noch gar nicht gestellt.
Wenn nun jemand kein Blog führt, aber dauernd darüber redet, wie würden sie ihn nennen? In englischsprachigen Ländern wahrscheinlich einen „Wannabe“. In Norddeutschland würde man vielleicht „Klugschnacker“ sagen, und ich weiß, dass es nach dem „sch“ in diesem Wort auch noch andere Endungen gibt.
Alsdann – gucken wir uns die Sache einmal an: Da ging gerade durch die Presse, dass „gut ein Viertel“ aller PR-Agenturen und Pressestellen, die jüngst um ihre Meinung gebeten wurden, Weblogs (Blogs) für ein „überbewertetes Modethema“ halten – offenbar die Ehrlichen unter den Befragten.
Nun, etwa ein weiteres Viertel meinte, das Thema sei, „wichtig, man müsse sich damit aber noch auseinander setzen“. Da frage ich mich doch, was bedeutet ein Satz wie „es ist wichtig, man muss sich damit auseinander setzen“ für einen PR-Menschen? Ich sage es Ihnen: Wenn er es für tatsächlich wichtig halten würde, dann hätte er sich längst kundig gemacht und eine Meinung gebildet und würde nicht so ein Gewäsch ankreuzen, und das gilt etwas eingeschränkt, aber immer noch deutlich, auch für jenes Viertel der Agenturen (aber deutlich weniger Pressestellen), die behaupteten, man „setze sich bereits mit dem Medium auseinander“. Sehr interessant – und worin besteht die „Auseinandersetzung“? Hat irgendein Blogger jüngst Post von einer Werbeagentur oder einer Pressestelle bekommen?
Die restlichen Zahlen sind schnell dahingeschrieben: etwa 20 Prozent der Pressestelle wussten nicht, was Blogs sind (13 Prozent der Agenturen), und ungefähr 10 Prozent sahen in der PR keine Einsatzmöglichkeit.
Kommen wir nun zum wirklich interessanten Teil: Ein lächerliches halbes Prozent der Befragten (das sind über den Daumen 3 Menschen) aus Agenturen gaben an, bereits ein eigenes Weblog zu führen und nannten die neue Kommunikationsform „richtungsweisend“.
Was schließen wir daraus? Natürlich kommt es ein bisschen auf die Interpretation an, aber wenn 25 Prozent der befragten Blogs für überbewertet halten und sich etwa 50 Prozent noch kein Bild gemacht haben, dann halten 75 Prozent Blogs für mehr oder weniger unwichtig – so unwichtig jedenfalls, dass sie sich damit noch nicht ernstlich auseinander setzen mussten. Nimmt man noch die 20 Prozent Ignoranten dazu, so sind wir schon bei 95 Prozent. Rechnet man die 0,5 Prozent der tatsächlich kompetenten Befürworter dagegen, so kann man sagen, was ich bereits in der Überschrift verkündet habe: Nur Nichts ist weniger.
Wenn nun jemand kein Blog führt, aber dauernd darüber redet, wie würden sie ihn nennen? In englischsprachigen Ländern wahrscheinlich einen „Wannabe“. In Norddeutschland würde man vielleicht „Klugschnacker“ sagen, und ich weiß, dass es nach dem „sch“ in diesem Wort auch noch andere Endungen gibt.
Alsdann – gucken wir uns die Sache einmal an: Da ging gerade durch die Presse, dass „gut ein Viertel“ aller PR-Agenturen und Pressestellen, die jüngst um ihre Meinung gebeten wurden, Weblogs (Blogs) für ein „überbewertetes Modethema“ halten – offenbar die Ehrlichen unter den Befragten.
Nun, etwa ein weiteres Viertel meinte, das Thema sei, „wichtig, man müsse sich damit aber noch auseinander setzen“. Da frage ich mich doch, was bedeutet ein Satz wie „es ist wichtig, man muss sich damit auseinander setzen“ für einen PR-Menschen? Ich sage es Ihnen: Wenn er es für tatsächlich wichtig halten würde, dann hätte er sich längst kundig gemacht und eine Meinung gebildet und würde nicht so ein Gewäsch ankreuzen, und das gilt etwas eingeschränkt, aber immer noch deutlich, auch für jenes Viertel der Agenturen (aber deutlich weniger Pressestellen), die behaupteten, man „setze sich bereits mit dem Medium auseinander“. Sehr interessant – und worin besteht die „Auseinandersetzung“? Hat irgendein Blogger jüngst Post von einer Werbeagentur oder einer Pressestelle bekommen?
Die restlichen Zahlen sind schnell dahingeschrieben: etwa 20 Prozent der Pressestelle wussten nicht, was Blogs sind (13 Prozent der Agenturen), und ungefähr 10 Prozent sahen in der PR keine Einsatzmöglichkeit.
Kommen wir nun zum wirklich interessanten Teil: Ein lächerliches halbes Prozent der Befragten (das sind über den Daumen 3 Menschen) aus Agenturen gaben an, bereits ein eigenes Weblog zu führen und nannten die neue Kommunikationsform „richtungsweisend“.
Was schließen wir daraus? Natürlich kommt es ein bisschen auf die Interpretation an, aber wenn 25 Prozent der befragten Blogs für überbewertet halten und sich etwa 50 Prozent noch kein Bild gemacht haben, dann halten 75 Prozent Blogs für mehr oder weniger unwichtig – so unwichtig jedenfalls, dass sie sich damit noch nicht ernstlich auseinander setzen mussten. Nimmt man noch die 20 Prozent Ignoranten dazu, so sind wir schon bei 95 Prozent. Rechnet man die 0,5 Prozent der tatsächlich kompetenten Befürworter dagegen, so kann man sagen, was ich bereits in der Überschrift verkündet habe: Nur Nichts ist weniger.
sehpferd - am Dienstag, 30. August 2005, 21:58 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Einerseits ist Wahlkampf - da rutscht der Berliner CDU oder auch der bayrischen CSU schon mal der Griffel aus der Hand. Andererseits aber ist die Bundesrepublik Deutschland eine liberale Demokratie, in der jeder nach seiner Facon selig werden darf.
Oder eben auch nicht. Wir hörten ja neulich von der Kandidatin, dass wir uns angeblich in einer genau definierten Kulturwelt bewegen – zwar vermied sie das Wort „Leitkultur“ auszusprechen, doch die deutsche, christlich-jüdische, katholisch-konservative oder auch evangelisch-gutmenschenbehaftete Kultur guckt doch irgendwie immer ein bisschen durch die Programme der Union.
Klar, dass Lack- und Lederleute sowie die BDSM-Kommune nicht in das Sittenbild der Christenunion passen. Für Berlin allerdings sind deren Feste Attraktionen. Das wusste der regierende Bürgermeister wohl und sandte ein Grußwort. Er hätte damit rechnen müssen, mit Moralinsäure übergossen zu werden.
Nun also spricht die Berliner Union nach Zeitungsberichten von einem „Verfall der Sitten“, wenn Menschen öffentlich klar machen, dass sie anderes leben wollen, und dies pfuiteuflischerweise auch noch fröhlich tun: Dicke Backen bei den Moralaposteln also. Die bayrische CSU greift gar wieder einmal ganz tief in die Kiste: Sie spricht zwar nicht vom „gesunden Volksempfinden“, mein es aber: Das Lob für eine Leder- und SM-Veranstaltung „verstoße er gegen das Empfinden einer großen Mehrheit der Bevölkerung,“.
Wowereit nannte die Possen der Union schon vorab mal „kleinkariert“, doch die Boulevard-Blätter und die Spriger-Presse werden ihn wahrscheinlich mal wieder genüsslich durch die Mangel drehen – ob mithilfe der CDU oder ohne. Die BZ gab vor, „objektiv“ informieren zu wollen. Zuerest zitierte sie mal die WHO, die dieses zu wissen glaubt: „Was ist Sadomasochismus? Die Weltgesundheitsorganisation definiert Sadomasochismus (SM) als Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen. Bei SM wird sexuelle Lust nur in Zusammenhang mit Schmerzen und Erniedrigung empfunden.“. Da wird sich wohl jeder BDSM-Anhänger krümmen – vor Lachen, nicht vor Schmerz. Doch dann wäre da noch der Psychologe. Macht sich immer gut, wenn man einen in der Schublade hat.
Der sagte unter anderem dies:
„Häufig haben Sadomasochisten als Kinder Zwang, Gewalt und starke Autorität erfahren ... (Auf die dümmliche Frage „machen nicht nur Schwule?“) ... nein, es gibt auch Heterosexuelle, die SM praktizieren“.
Nun, der Mann hat allerlei zu bieten, wie seine Lebensgeschichte beweist – doch bitte: Wer fragt heute noch Psychotherapeuten, wenn es um die Lebensgestaltung geht? Bestenfalls noch die BZ.
Quelle der übrigen Zitate: Blick(ch).
P.S. Bei der Korrektur dieses Dokuments stürtzte die DUDEN-Software Version 3 zwei Mal ab.
Oder eben auch nicht. Wir hörten ja neulich von der Kandidatin, dass wir uns angeblich in einer genau definierten Kulturwelt bewegen – zwar vermied sie das Wort „Leitkultur“ auszusprechen, doch die deutsche, christlich-jüdische, katholisch-konservative oder auch evangelisch-gutmenschenbehaftete Kultur guckt doch irgendwie immer ein bisschen durch die Programme der Union.
Klar, dass Lack- und Lederleute sowie die BDSM-Kommune nicht in das Sittenbild der Christenunion passen. Für Berlin allerdings sind deren Feste Attraktionen. Das wusste der regierende Bürgermeister wohl und sandte ein Grußwort. Er hätte damit rechnen müssen, mit Moralinsäure übergossen zu werden.
Nun also spricht die Berliner Union nach Zeitungsberichten von einem „Verfall der Sitten“, wenn Menschen öffentlich klar machen, dass sie anderes leben wollen, und dies pfuiteuflischerweise auch noch fröhlich tun: Dicke Backen bei den Moralaposteln also. Die bayrische CSU greift gar wieder einmal ganz tief in die Kiste: Sie spricht zwar nicht vom „gesunden Volksempfinden“, mein es aber: Das Lob für eine Leder- und SM-Veranstaltung „verstoße er gegen das Empfinden einer großen Mehrheit der Bevölkerung,“.
Wowereit nannte die Possen der Union schon vorab mal „kleinkariert“, doch die Boulevard-Blätter und die Spriger-Presse werden ihn wahrscheinlich mal wieder genüsslich durch die Mangel drehen – ob mithilfe der CDU oder ohne. Die BZ gab vor, „objektiv“ informieren zu wollen. Zuerest zitierte sie mal die WHO, die dieses zu wissen glaubt: „Was ist Sadomasochismus? Die Weltgesundheitsorganisation definiert Sadomasochismus (SM) als Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen. Bei SM wird sexuelle Lust nur in Zusammenhang mit Schmerzen und Erniedrigung empfunden.“. Da wird sich wohl jeder BDSM-Anhänger krümmen – vor Lachen, nicht vor Schmerz. Doch dann wäre da noch der Psychologe. Macht sich immer gut, wenn man einen in der Schublade hat.
Der sagte unter anderem dies:
„Häufig haben Sadomasochisten als Kinder Zwang, Gewalt und starke Autorität erfahren ... (Auf die dümmliche Frage „machen nicht nur Schwule?“) ... nein, es gibt auch Heterosexuelle, die SM praktizieren“.
Nun, der Mann hat allerlei zu bieten, wie seine Lebensgeschichte beweist – doch bitte: Wer fragt heute noch Psychotherapeuten, wenn es um die Lebensgestaltung geht? Bestenfalls noch die BZ.
Quelle der übrigen Zitate: Blick(ch).
P.S. Bei der Korrektur dieses Dokuments stürtzte die DUDEN-Software Version 3 zwei Mal ab.
sehpferd - am Dienstag, 30. August 2005, 20:21 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Linda – was für ein schöner Name. Wer erinnert sich nicht an „Pretty Belinda"? Belinda – die schöne. Linda – die Zauberin. Wer wollte sich da in profane Gefilde begeben, in denen man Linda Loverlace vermutet? Doch wir können noch eine Stufe tiefer gehen, nämlich auf den Acker. Dort steckt man Linda in die Erde – oder steckte sie jedenfalls hinein. Nun nicht mehr – Linda ist nämlich eine Kartoffel, und das Geschrei, das gerade um sie gemacht wird (namentlich von den Grünen, und das noch im Wahlkampf), dringt sogar bis in die den NDR.
Linda Potatoe also, Kartoffel-Linda, geboren 1974, angemeldet als Kind des Friedrich Böhm, Kartoffelzüchter, und nun? Nun ist es aus mit der Knolle. Der Züchter nimmt sie vom Markt, das Riesengeschrei wird durch Prozesse ausgelöst, und irgendwie haben die Grünen von der Sache Wind bekommen und die Linda flugs zur Ökosache erklärt. Der Verbraucher wird dabei fleißig genutzt, um einigen dieser Ökolandwirte einen Gefallen zu tun: Die wollen angeblich genau diese Sorte weiter anbauen. Warum, weiß kein Mensch so genau, schließlich gibt es genügend Sorten - und vielleicht wird deswegen behauptet: Die Verbraucher wollen Linda: „Buttrig, cremig, einfach lecker“.
Aha, lecker also. Ich dachte mir es fast.
An manche Dinge erinnert man sich ein Leben lang. Gegen Ende der Erntezeit kam jedes Jahr ein Kartoffelbauer aus Syke nach Bremen, fuhr über den Osterdeich und schrie: „Kaaaatuffeln, Katuffeln, 1A Syker Katuffeln, zehn Pfund eine Maak“. Nach der Sorte hat damals nie jemand gefragt – aber da waren Kartoffeln auch noch nicht „lecker“.
Linda Potatoe also, Kartoffel-Linda, geboren 1974, angemeldet als Kind des Friedrich Böhm, Kartoffelzüchter, und nun? Nun ist es aus mit der Knolle. Der Züchter nimmt sie vom Markt, das Riesengeschrei wird durch Prozesse ausgelöst, und irgendwie haben die Grünen von der Sache Wind bekommen und die Linda flugs zur Ökosache erklärt. Der Verbraucher wird dabei fleißig genutzt, um einigen dieser Ökolandwirte einen Gefallen zu tun: Die wollen angeblich genau diese Sorte weiter anbauen. Warum, weiß kein Mensch so genau, schließlich gibt es genügend Sorten - und vielleicht wird deswegen behauptet: Die Verbraucher wollen Linda: „Buttrig, cremig, einfach lecker“.
Aha, lecker also. Ich dachte mir es fast.
An manche Dinge erinnert man sich ein Leben lang. Gegen Ende der Erntezeit kam jedes Jahr ein Kartoffelbauer aus Syke nach Bremen, fuhr über den Osterdeich und schrie: „Kaaaatuffeln, Katuffeln, 1A Syker Katuffeln, zehn Pfund eine Maak“. Nach der Sorte hat damals nie jemand gefragt – aber da waren Kartoffeln auch noch nicht „lecker“.
sehpferd - am Dienstag, 30. August 2005, 10:10 - Rubrik: zeit geschehen
Wie ich bereits in einem meiner früheren Beiträge schrieb, konnte ich zur Budapest Parade leider nicht in der ungarischen Hauptstadt sein. Doch die Kollegen von Machomedia waren natürlich dort, und ihr Interesse dürfte klar sein: Girls, Girls, Girls.
Die Seite (in ungarischer Sprache, das macht nun aber überhaupt nichts) enthält mehr als 250 Bilder (das dürfte ihnen reichen, nicht wahr?) von der Parade, und das Beste daran ist dies: Sie lassen sich als ZIP-Datei herunterladen.
Ich sollte Ihnen noch erklären, dass die Seite nicht vollständig bürosicher ist, und dass Machomedia in erotischer Hinsicht kein Blatt vor den Mund nimmt.
Die Seite (in ungarischer Sprache, das macht nun aber überhaupt nichts) enthält mehr als 250 Bilder (das dürfte ihnen reichen, nicht wahr?) von der Parade, und das Beste daran ist dies: Sie lassen sich als ZIP-Datei herunterladen.
Ich sollte Ihnen noch erklären, dass die Seite nicht vollständig bürosicher ist, und dass Machomedia in erotischer Hinsicht kein Blatt vor den Mund nimmt.
sehpferd - am Montag, 29. August 2005, 22:20 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Wo liegt der Unterschied zwischen einer braven, bloggenden Hausfrau und einer entsprechenden Eskort-Dame? Wenn es überhaupt einen gibt, so ist er gering. Die Damen aus dem Begleitgewerbe schreiben über ihre Kirchenbesuche, ihre Ehemänner, Töchter und Freunde. Ashley De Vyne ist besorgt über ihre Freundin Amaya Lovely in New Orleans wegen des Wirbeslsturms „Katrina“, aber es sind Freunde bei Aamaya, so viel weiß sie.
Natürlich gibt es Unterschiede. Eskortfrauen reden mehr über Geld als andere Leute und sie verweisen in ihren Blogs natürlich auch auf ihre Geschäftstätigkeit – diese Dame ist ein Juwel, wie sie unschwer feststellen werden.
Natürlich gibt es Unterschiede. Eskortfrauen reden mehr über Geld als andere Leute und sie verweisen in ihren Blogs natürlich auch auf ihre Geschäftstätigkeit – diese Dame ist ein Juwel, wie sie unschwer feststellen werden.
sehpferd - am Montag, 29. August 2005, 21:36 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Dieter Rappold, einer der Gründer von twoday.net, wurde jüngst von Don Alphonso interviewt – dabei kamen auch die angeblich so vielen „Sexblogger“ zur Sprache. Wie es scheint, wird man den eingeschlagenen liberalen Weg fortsetzen, und so war die Antwort: „Als Regelwerk kann man sagen, dass wir niemals Inhalte aus dem Bereich Kinderpornografie oder Rechtsradikalität dulden würden“. In anderen Grenzfällen kontaktieren wir auch User und bitten um Verständnis, dass wir twoday.net nicht wirklich als die Plattform sehen wo man auf 600×400 Geschlechtsteile abbildet“.
Nun, eine Grafik mit 600 mal 400 Pixel ist tatsächlich sehr groß, und Geschlechtsteile sind nur selten sehenswert – so dürfen wir uns dann auf „twoday“ wohl freuen, auch in Zukunft intelligente Damen und Herren begrüßen zu dürfen, die sich auf die schönste Sache der Welt konzentrieren. Ich bin gespannt.
Nun, eine Grafik mit 600 mal 400 Pixel ist tatsächlich sehr groß, und Geschlechtsteile sind nur selten sehenswert – so dürfen wir uns dann auf „twoday“ wohl freuen, auch in Zukunft intelligente Damen und Herren begrüßen zu dürfen, die sich auf die schönste Sache der Welt konzentrieren. Ich bin gespannt.
sehpferd - am Montag, 29. August 2005, 20:57 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Wie interessant – Unternehmen interessieren sich plötzlich für ihre Privatkunden. Behauptet jedenfalls die Wirtschaftswoche. Nun ja. Die IBM musste ich zweimal antriggern, bevor sie sich herabließ, mit einem lästigen Privatkunden zu reden, die TALKLINE redet erst gar nicht mit mir, sonder ignoriert jedes beliebige Schreiben meinerseits, und von MagicalWorks schweige ich besser mal ganz, genau so wie von der DUDEN Software, Version 3. Ach, sie glauben, Verbraucherschutzorganisationen und Redaktionen irgendwelcher Hobby-Zeitschriften (die sich „Fachzeitschriften“ nennen) wären da irgendwie hilfreich? Das muss früher mal gewesen sein.
Wie schön, wenn die Wirtschaftswoche meint, dass sich deutsche Firmen für deutsche Verbraucher interessieren. Macht sich gut für die PR.
Fragt sich nur, was dran ist.
Wie schön, wenn die Wirtschaftswoche meint, dass sich deutsche Firmen für deutsche Verbraucher interessieren. Macht sich gut für die PR.
Fragt sich nur, was dran ist.
sehpferd - am Montag, 29. August 2005, 00:00 - Rubrik: Kunde sein
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Glauben sie nicht, es wäre so einfach, über Erotik zu schreiben – nicht, wenn sie Nachrichten verarbeiten müssen – es gibt nämlich kaum welche. Zwar bemüht sich die Yellow Press nach Kräften auch erotische Sensationen zu erzeugen, doch erweisen sich die Meldungen meist als an den Haaren herbeigezogen – also fallen sie schon mal aus, zumal ich die Namen der „Berühmtheiten“, sie irgendwann irgendwie irgendwo im falschen Bett gelandet sind, sowieso nicht kenne.
Doch Abhilfe nahte heute: Da prasselten die erotischen Sensationen heute nur so herunter, und der erstaunte Zeitzeuge erfuhr, dass Luftballonfetischismus eine unheimliche Neuheit ist:
„Relativ neu im Trend liegen so genannte "Looner" oder Luftballons-Fans. In einschlägigen Foren wird dabei zwischen "Poppern", "Non-Poppern" und "Semi-Poppern" unterschieden - die einen erfreuen sich am Platzenlassen eines Luftballons, die anderen spielen nur damit, und "passive Popper" beobachten gerne Frauen, die Luftballons zerstören.“ Müssen Wikipedia gelesen haben, die Jungs.
Was mir dazu einfällt? Dass dieses Thema ziemlich alt ist, dass fast alle Luftballonfetischisten ein bisschen unterbelichtet sind und dass es ziemlich laut knallt, wenn so ein Luftballon platzt. Ein Schelm, wer da an Kindergeburtstag denkt – Looner nehmen sich sehr ernst. Plushies auch – nur dass die noch infantiler sind.
Jugendfrei und ohne Nacktheit präsentiert sich diese Werbeseite, die für ein Looner-Video wirbt.
Jedenfalls wissen wir nun eins: Das Material für diesen Fetisch ist billig, überall erhältlich, absolut unverdächtig, ehefrauen-, töchter- und müttersicher, nicht jugendgefährdend und außerdem sehr leicht – notfalls kann man die Grundausstattung in der Hosentasche transportieren. – Günstig für Flugreisende.
Doch Abhilfe nahte heute: Da prasselten die erotischen Sensationen heute nur so herunter, und der erstaunte Zeitzeuge erfuhr, dass Luftballonfetischismus eine unheimliche Neuheit ist:
„Relativ neu im Trend liegen so genannte "Looner" oder Luftballons-Fans. In einschlägigen Foren wird dabei zwischen "Poppern", "Non-Poppern" und "Semi-Poppern" unterschieden - die einen erfreuen sich am Platzenlassen eines Luftballons, die anderen spielen nur damit, und "passive Popper" beobachten gerne Frauen, die Luftballons zerstören.“ Müssen Wikipedia gelesen haben, die Jungs.
Was mir dazu einfällt? Dass dieses Thema ziemlich alt ist, dass fast alle Luftballonfetischisten ein bisschen unterbelichtet sind und dass es ziemlich laut knallt, wenn so ein Luftballon platzt. Ein Schelm, wer da an Kindergeburtstag denkt – Looner nehmen sich sehr ernst. Plushies auch – nur dass die noch infantiler sind.
Jugendfrei und ohne Nacktheit präsentiert sich diese Werbeseite, die für ein Looner-Video wirbt.
Jedenfalls wissen wir nun eins: Das Material für diesen Fetisch ist billig, überall erhältlich, absolut unverdächtig, ehefrauen-, töchter- und müttersicher, nicht jugendgefährdend und außerdem sehr leicht – notfalls kann man die Grundausstattung in der Hosentasche transportieren. – Günstig für Flugreisende.
sehpferd - am Sonntag, 28. August 2005, 22:34 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Einst war es das Modewort der 68er: Frustration. Ich, du, er, sie, es sind frustriert. Der Arbeitgeber frustriert den Mann, der Mann frustriert die Frau, die Frau frustrierte die Kinder. Wir alle sind frustriert von den gesellschaftlichen Gegebenheiten – und was dergleichen mehr ist.
Es hat lange gedauert, bis das Wort von den Springer-Kritikern in die Springer-Presse wanderte – aber nun ist es da:
„Ostdeutsche sind viel frustrierter als Westdeutsche“, „Ob ... Frustration dominiert“, „gaben an ... eher frustriert zu sein“, „äußerten ... Frustration“, „bezeichnet sich als frustriert“, „sind frustriert“.
So ist es denn nun eben: Wo die Frustration dominiert, bezeichnen sich die Frustrierten als frustriert. Gemeint haben die Jungs eigentlich, dass die Menschen sich ihr Leben anders vorstellen, dass sie sich andere Lebensverhältnisse wünschen oder dass sie such ein zufriedeneres Leben vorstellen würden.
Wen es beruhigt, die Studie wurde „von Infratest Dimap im Auftrag der Bild am Sonntag" erstellt – hoffentlich sind deren Leser nun nicht frustriert, weil von denen voraussichtlich kein Mensch weiß, was „frustriert“ bedeutet – aber die „Infratest Dimap“-Mitarbeiter scheinen es auch nicht zu wissen - und auch bei WELT-Redakteuren habe ich inzwischen so meine Zweifel - wie denn auch bei den 63 anderen Redaktionen, die solchen Blödsinn durchgehen lassen.
Es hat lange gedauert, bis das Wort von den Springer-Kritikern in die Springer-Presse wanderte – aber nun ist es da:
„Ostdeutsche sind viel frustrierter als Westdeutsche“, „Ob ... Frustration dominiert“, „gaben an ... eher frustriert zu sein“, „äußerten ... Frustration“, „bezeichnet sich als frustriert“, „sind frustriert“.
So ist es denn nun eben: Wo die Frustration dominiert, bezeichnen sich die Frustrierten als frustriert. Gemeint haben die Jungs eigentlich, dass die Menschen sich ihr Leben anders vorstellen, dass sie sich andere Lebensverhältnisse wünschen oder dass sie such ein zufriedeneres Leben vorstellen würden.
Wen es beruhigt, die Studie wurde „von Infratest Dimap im Auftrag der Bild am Sonntag" erstellt – hoffentlich sind deren Leser nun nicht frustriert, weil von denen voraussichtlich kein Mensch weiß, was „frustriert“ bedeutet – aber die „Infratest Dimap“-Mitarbeiter scheinen es auch nicht zu wissen - und auch bei WELT-Redakteuren habe ich inzwischen so meine Zweifel - wie denn auch bei den 63 anderen Redaktionen, die solchen Blödsinn durchgehen lassen.
sehpferd - am Sonntag, 28. August 2005, 20:18 - Rubrik: zeit geschehen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Das wöchentliche Geblubber aus den Algen – fast immer sonntags
Sie werden sich amüsieren, wenn ich ihnen sage, dass ich diese Woche sehr wenig aus den Algen zu berichten weiß. Irgendwo da draußen werden überall Blogfriedhöfe vermutet, und ich habe tatsächlich auch schon einige besichtigt. Auch "vorübergende" Stilllegungen geben mir zu denken, vor allem, wenn es sich um sehr erfolgreiche Blogs handelt. Auf der anderen Seite gibt es, wie es scheint, so etwas wie Wiedergeburten – Blogs, mit denen man schon gar nicht mehr rechnet, werden plötzlich wiederbelebt. So, wie beispielsweise Sophies Blog, das ich ganz besonders schätze, während die Autorin nach kurzen und heftigen Schreibanfällen offenbar wieder das Weite suchte. Geblieben ist eine Darstellerin in Filmen für ein erwachsenes Publikum, die allerdings, wie es scheint, von den bloggenden Gutmenschen weitgehehend gemieden wird.
Wie auch immer – die Idee der Blogs wird erwachsen, und wer erwachsen ist, will etwas mehr als nur herumspielen – das Blog muss einen Sinn haben, so, wie eine Zeitung oder ein Buch eben auch einen Sinn hat, und ich kann nicht umhin, meine eigenen Blogs bei solchen Betrachtungen mit einzubeziehen. Ich werde kritisch Bilanz ziehen müssen, wie dies Andere schon vor mir getan haben – nur soviel weiß ich schon jetzt: Das Budapest-Blog wird bleiben und weiter ausgebaut werden, sobald ich selbst häufiger in Budapest bin. Das neue Erotikblog, der „Nachtfalter“, wird zum 1. September offiziell eröffnet, und zwar auch dann, wenn sich bis dahin niemand zur Zusammenarbeit gefunden hat.
Nach und nach kommt mir wirklich in den Sinn, dass es aussichtslos ist, Blogger um Kooperation zu bitten: Alle arbeiten eigensinnig und ohne persönlichen Nutzen vor sich hin, und dennoch behaupten alle, persönlich von ihren Blogs zu profitieren. Sieht man freilich genau hin, so haben selbst die Topnamen in der deutschen Bloggerei so gut wie nichts mehr zu sagen – es sei denn, sie glauben, Gebetsmühlen könnten sprechen. Nehme ich die Polemik einmal weg, so bleibt dies: Wenn Menschen zusammenkommen und etwas zusammen planen, dann vervielfältigen sich die Potenziale und es entsteht Synergie – wenn Menschen von sich hinschreiben dann erschöpfen sich ihre Potenziale und die Ergebnisse werden von Monat zu Monat schlechter. Es ist, als ob man eine Zitrone auspresst: Irgendwie kommt immer noch etwas Saft, aber irgendwann ist es auch damit aus – neue Zitronen müssen her.
Wenn sie meinen, noch ein Paar Früchtchen im Ärmel zu haben, ist es ja nie zu spät, mal mit der Zusammenarbeit zu beginnen. Bei mir finden Sie jedenfalls immer ein offenes Ohr. Aber tun sie es bitte schnell – der erste September kommt bald, und zum Jahresende wird dann die erste Bilanz gezogen. Meine Einladung an Blogger(innen) geht selbstverständlich auch an alle Journalistinnen und Journalisten.
Was ich sonst noch zu sagen hätte? Ach, liebe Damen und Herren Herausgeber, ich wundere mich, dass Ihre Wochenendausgaben immer noch ohne Sehpferd auskommen. Sie wollten doch Leser, oder irre ich mich?
Sie werden sich amüsieren, wenn ich ihnen sage, dass ich diese Woche sehr wenig aus den Algen zu berichten weiß. Irgendwo da draußen werden überall Blogfriedhöfe vermutet, und ich habe tatsächlich auch schon einige besichtigt. Auch "vorübergende" Stilllegungen geben mir zu denken, vor allem, wenn es sich um sehr erfolgreiche Blogs handelt. Auf der anderen Seite gibt es, wie es scheint, so etwas wie Wiedergeburten – Blogs, mit denen man schon gar nicht mehr rechnet, werden plötzlich wiederbelebt. So, wie beispielsweise Sophies Blog, das ich ganz besonders schätze, während die Autorin nach kurzen und heftigen Schreibanfällen offenbar wieder das Weite suchte. Geblieben ist eine Darstellerin in Filmen für ein erwachsenes Publikum, die allerdings, wie es scheint, von den bloggenden Gutmenschen weitgehehend gemieden wird.
Wie auch immer – die Idee der Blogs wird erwachsen, und wer erwachsen ist, will etwas mehr als nur herumspielen – das Blog muss einen Sinn haben, so, wie eine Zeitung oder ein Buch eben auch einen Sinn hat, und ich kann nicht umhin, meine eigenen Blogs bei solchen Betrachtungen mit einzubeziehen. Ich werde kritisch Bilanz ziehen müssen, wie dies Andere schon vor mir getan haben – nur soviel weiß ich schon jetzt: Das Budapest-Blog wird bleiben und weiter ausgebaut werden, sobald ich selbst häufiger in Budapest bin. Das neue Erotikblog, der „Nachtfalter“, wird zum 1. September offiziell eröffnet, und zwar auch dann, wenn sich bis dahin niemand zur Zusammenarbeit gefunden hat.
Nach und nach kommt mir wirklich in den Sinn, dass es aussichtslos ist, Blogger um Kooperation zu bitten: Alle arbeiten eigensinnig und ohne persönlichen Nutzen vor sich hin, und dennoch behaupten alle, persönlich von ihren Blogs zu profitieren. Sieht man freilich genau hin, so haben selbst die Topnamen in der deutschen Bloggerei so gut wie nichts mehr zu sagen – es sei denn, sie glauben, Gebetsmühlen könnten sprechen. Nehme ich die Polemik einmal weg, so bleibt dies: Wenn Menschen zusammenkommen und etwas zusammen planen, dann vervielfältigen sich die Potenziale und es entsteht Synergie – wenn Menschen von sich hinschreiben dann erschöpfen sich ihre Potenziale und die Ergebnisse werden von Monat zu Monat schlechter. Es ist, als ob man eine Zitrone auspresst: Irgendwie kommt immer noch etwas Saft, aber irgendwann ist es auch damit aus – neue Zitronen müssen her.
Wenn sie meinen, noch ein Paar Früchtchen im Ärmel zu haben, ist es ja nie zu spät, mal mit der Zusammenarbeit zu beginnen. Bei mir finden Sie jedenfalls immer ein offenes Ohr. Aber tun sie es bitte schnell – der erste September kommt bald, und zum Jahresende wird dann die erste Bilanz gezogen. Meine Einladung an Blogger(innen) geht selbstverständlich auch an alle Journalistinnen und Journalisten.
Was ich sonst noch zu sagen hätte? Ach, liebe Damen und Herren Herausgeber, ich wundere mich, dass Ihre Wochenendausgaben immer noch ohne Sehpferd auskommen. Sie wollten doch Leser, oder irre ich mich?
sehpferd - am Sonntag, 28. August 2005, 16:39 - Rubrik: wochenschau
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Mein Feedreader verfolgt, wie immer, die einflussreichsten deutschen Blogs, die sich nicht ausschließlich aus Linksparolen, Dummgeschwätz und Jungmädchengeplapper nähren, und siehe da: Einer hat mal wieder Sendepause. Urlaub? Solche Blogs wie das MEX-Blog mache doch eigentlich nie Urlaub, doch dann sehe ich:
„Das MEX-Projekt befindet sich in einer Umbruchphase. Im September 2005 wird es eine Versammlung der Gründungsmitglieder geben, auf der die neue Ausrichtung von MEX beschlossen wird. Solange bleibt das MEX-Blog etwas inaktiver, aber bestehen und es ist davon auszugehen, dass es weiter betrieben wird. Stay tuned."
Na schön, aber was hat das MEX-Projekt mit dem MEX-Blog zu tun? War es nicht eigentlich immer Robert Basics Projekt?
Mal sehen, wie es weitergeht: Vielleicht kommen wir der Ursache des Blogsterbens und der Wiedergeburten dann ein wenig näher. Vielleicht habe ich nicht den richtigen Beruf, um dies zu begreifen – man muss wohl ein Priester sein, um die Blog-Religion zu verstehen.
„Das MEX-Projekt befindet sich in einer Umbruchphase. Im September 2005 wird es eine Versammlung der Gründungsmitglieder geben, auf der die neue Ausrichtung von MEX beschlossen wird. Solange bleibt das MEX-Blog etwas inaktiver, aber bestehen und es ist davon auszugehen, dass es weiter betrieben wird. Stay tuned."
Na schön, aber was hat das MEX-Projekt mit dem MEX-Blog zu tun? War es nicht eigentlich immer Robert Basics Projekt?
Mal sehen, wie es weitergeht: Vielleicht kommen wir der Ursache des Blogsterbens und der Wiedergeburten dann ein wenig näher. Vielleicht habe ich nicht den richtigen Beruf, um dies zu begreifen – man muss wohl ein Priester sein, um die Blog-Religion zu verstehen.
sehpferd - am Sonntag, 28. August 2005, 11:24 - Rubrik: blog nachrichten
Das muss dem DPWV erst einmal jemand nachmachen: Eine Pressemitteilung zu veröffentlichen und diese dann in der Wirtschaftspresse wie auch in der Presse der Linksextremisten praktisch unter annähernd gleichen Titeln veröffentlicht zu sehen: „Hartz IV steigert Kinderarmut“ oder „Kinderarmut durch Hartz IV“. Dies ist folgendem Kernsatz entnommen: „Hat die Einführung von Hartz IV zum Jahresbeginn die Zahl der von Armut betroffenen Kinder auf eine Rekordsumme von 1,7 Millionen steigen lassen“. Dabei geraten die Zahlen der Studie schnell in den Hintergrund, wenn mit Emotionen hantiert wird: Nach einigen Zahlenspielen meldet sich wieder der DPWV-Chef Dr. Ulrich Schneider zu Wort: „Es ist verheerend für ein Gemeinwesen, wenn ein Drittel der Kinder vom normalen gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sind“ und „Wir können es uns nicht leisten, 1,7 Millionen Kinder auf einem Einkommensniveau zu belassen, das ihnen schlicht Zukunftschancen nimmt“.
Die wirklichen Zahlen und ihre Hintergründe indessen sind schwer nachzuvollziehen: Selbst, wer sich durch die vier PDF-Dokumente wühlt, kann sich kaum ein klares Bild verschaffen, außer diesem: Kinderarmut existiert, und sie ist in einzelnen Regionen unterschiedlich, wobei sie im Osten deutlich zu hoch erscheint.
Unklar bleibt freilich, ob es sich bei den Zahlenspielen tatsächlich um eine neue Kinderarmut oder aber nur um eine neue Rechenmethode handelt. Insoweit erscheint es fragwürdig, wenn der Verband daraus gleich Forderungen an die Regierung erhebt.
Das Beispiel zeigt aber auch, wie unkritisch die deutsche Presse mit Wohlfahrtsverbänden umgeht. Wer Gutes tut, muss nicht zwangsläufig auch die Wahrheit gepachtet haben. Zudem bleibt die Frage, warum die Wohlfahrtsverbände sich nicht stärker bei den Einkommmenschwachen Personen engagieren: Selbsthilfe, Gegenseitigkeitshilfe und andere neue Formen sozialer Gerechtigkeit werden viel zu wenig erprobt: Der beschäftigungslose Germanist könnte den Kindern der Armen gut und gerne kostenlosen Nachhilfeunterricht in Deutsch geben – aber dazu bräuchte es ja Innovationen, zu deren Verweiblichung derzeit weder Parteien noch Regierungen beitragen – von den Betroffenen selbst, die ja eigentlich ein starkes Interesse daran haben müssten, ganz zu schweigen.
Das Fazit? Auch der DPWV hat nach Presseberichten keine besseren Ideen, als eine Revision von Hartz IV zu fordern, nämlich eine Anhebung um 19 Prozent – diesmal angeblich zugunsten der Kinder. Man muss nicht lange raten, wer das bezahlen soll: Der Staat, und das heißt, wir Steuerzahler. Es ist doch merkwürdig, dass inzwischen selbst der DPWV lgaubt, dass man die Probleme in Deutschland mit der Geldgießkanne aus der Welt schaffen kann.
(gleichlautend veröffentlicht bei sehpferd.blogg.de)
Im Politikblog kürzer und prägnanter, und bereits sehr qualifziert kommentiert.
Die wirklichen Zahlen und ihre Hintergründe indessen sind schwer nachzuvollziehen: Selbst, wer sich durch die vier PDF-Dokumente wühlt, kann sich kaum ein klares Bild verschaffen, außer diesem: Kinderarmut existiert, und sie ist in einzelnen Regionen unterschiedlich, wobei sie im Osten deutlich zu hoch erscheint.
Unklar bleibt freilich, ob es sich bei den Zahlenspielen tatsächlich um eine neue Kinderarmut oder aber nur um eine neue Rechenmethode handelt. Insoweit erscheint es fragwürdig, wenn der Verband daraus gleich Forderungen an die Regierung erhebt.
Das Beispiel zeigt aber auch, wie unkritisch die deutsche Presse mit Wohlfahrtsverbänden umgeht. Wer Gutes tut, muss nicht zwangsläufig auch die Wahrheit gepachtet haben. Zudem bleibt die Frage, warum die Wohlfahrtsverbände sich nicht stärker bei den Einkommmenschwachen Personen engagieren: Selbsthilfe, Gegenseitigkeitshilfe und andere neue Formen sozialer Gerechtigkeit werden viel zu wenig erprobt: Der beschäftigungslose Germanist könnte den Kindern der Armen gut und gerne kostenlosen Nachhilfeunterricht in Deutsch geben – aber dazu bräuchte es ja Innovationen, zu deren Verweiblichung derzeit weder Parteien noch Regierungen beitragen – von den Betroffenen selbst, die ja eigentlich ein starkes Interesse daran haben müssten, ganz zu schweigen.
Das Fazit? Auch der DPWV hat nach Presseberichten keine besseren Ideen, als eine Revision von Hartz IV zu fordern, nämlich eine Anhebung um 19 Prozent – diesmal angeblich zugunsten der Kinder. Man muss nicht lange raten, wer das bezahlen soll: Der Staat, und das heißt, wir Steuerzahler. Es ist doch merkwürdig, dass inzwischen selbst der DPWV lgaubt, dass man die Probleme in Deutschland mit der Geldgießkanne aus der Welt schaffen kann.
(gleichlautend veröffentlicht bei sehpferd.blogg.de)
Im Politikblog kürzer und prägnanter, und bereits sehr qualifziert kommentiert.
sehpferd - am Sonntag, 28. August 2005, 10:06 - Rubrik: zeit geschehen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Vermutlich die sensationellste Nachricht überhaupt: Psychotherapeuten sind lernfähig. Perversionen, so sagten einige von ihnen in Zeitungsberichten, seien meist eher harmlose Marotten. Gefährlich seine sie erst, wenn das „normale soziale Leben“ von dem Verlangen nach dem Fetisch gestört würde.
Fragt sich, was die Leser damit anfangen sollen, wenn Windel- und Urinfetischisten in einen Topf mit Pelz- und Seidenfetischisten geworfen werden. Es ist nun einmal nicht ganz das Gleiche, ob man eine Currywurst mit Zwiebeln, Ketchup und Mayo reindrückt oder Seezungen mit Morchelsoße verspeist.
Fragt sich, was die Leser damit anfangen sollen, wenn Windel- und Urinfetischisten in einen Topf mit Pelz- und Seidenfetischisten geworfen werden. Es ist nun einmal nicht ganz das Gleiche, ob man eine Currywurst mit Zwiebeln, Ketchup und Mayo reindrückt oder Seezungen mit Morchelsoße verspeist.
sehpferd - am Sonntag, 28. August 2005, 09:19 - Rubrik: wundersames
Sagte jedenfalls ein Wellensittichzüchter. Gewonnen hat den Schönheitswettbewerb ein Hahn aus der Schweiz und eine Henne aus Deutschland – sie wollten doch immer schon mal wissen, welche Nachrichten es im Sommerloch in die Google-Schlagzeilen schaffen? Na also.
sehpferd - am Sonntag, 28. August 2005, 09:01 - Rubrik: papierkorb nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Katzenhasser meinen manchmal, Katzen gehörten ins Klo – doch dort saufen sie nur aus dem Toilettenbecken.
Diese Katzen hier lieben statt dessen den Ausguss – oder das Spülbecken, wie man anderwärts sagt.
Via Blogywood
Diese Katzen hier lieben statt dessen den Ausguss – oder das Spülbecken, wie man anderwärts sagt.
Via Blogywood
sehpferd - am Samstag, 27. August 2005, 18:23 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Einem Artikel der „Berliner Morgenpost“ zufolge, die sich ihrerseits auf eine „Playboy“-Umfrage beruft, erinnerten sich 64 Prozent der volksfesterfahrenen Pfälzer und Saarländer an „guten Sex“ auf einem Volksfest.
28 Prozent der etwa 1000 Befragten sollen angegeben haben, ihren Partner auf einem Volksfest kennen gelernt zu haben.
Inzwischen wird mir nun klar, warum es Volksfeste geben muss. Vielleicht sollten die Parteien die Sache in ihre Wahlprogramme aufnehmen: „Mehr Volksfeste, damit es mehr Kinder gibt“ – aber da fällt mir ein – von den im Schatten der Bierzelte in trunkenem Zustand gezeugten Bankerts war ja gar nicht die Rede.
28 Prozent der etwa 1000 Befragten sollen angegeben haben, ihren Partner auf einem Volksfest kennen gelernt zu haben.
Inzwischen wird mir nun klar, warum es Volksfeste geben muss. Vielleicht sollten die Parteien die Sache in ihre Wahlprogramme aufnehmen: „Mehr Volksfeste, damit es mehr Kinder gibt“ – aber da fällt mir ein – von den im Schatten der Bierzelte in trunkenem Zustand gezeugten Bankerts war ja gar nicht die Rede.
sehpferd - am Samstag, 27. August 2005, 18:14 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Eine Frauengesundheitsbeauftragte gibt es nicht aller Orten, aber durchaus in Wien – und dies ist, was sie sagte: In mancher Hinsicht ist Österreich bei der Sexualität noch ein Entwicklungsland." Noch mehr wundersame Dinge liest man in der österreichischen Tageszeitung „Die Presse“
sehpferd - am Samstag, 27. August 2005, 18:03 - Rubrik: papierkorb nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Ein deutscher Blogger schrieb über Frauen und Bananen und ob Bilder von solchen Frauen ihn nun eher anregen oder nicht.
Dabei fiel mir auf, dass manche der Frauen im Web offenbar nicht genau wissen, wie man Bananen isst: Also, man schält sie, bevor man sie in den Mund steckt – im Gegensatz zu Männern, bei denen vorher nichts geschält wird – und natürlich sollte man Bananen nicht schneiden – bevor man sie in den Mund nimmt – sei es quer oder längs.
Beispiele hier.
Dabei fiel mir auf, dass manche der Frauen im Web offenbar nicht genau wissen, wie man Bananen isst: Also, man schält sie, bevor man sie in den Mund steckt – im Gegensatz zu Männern, bei denen vorher nichts geschält wird – und natürlich sollte man Bananen nicht schneiden – bevor man sie in den Mund nimmt – sei es quer oder längs.
Beispiele hier.
sehpferd - am Samstag, 27. August 2005, 11:23 - Rubrik: wundersames
Werbekampagne des Hauses Edeka: „Die meisten träumen von Geld, Macht oder Sex – wir träumen von frischem, knackigem Staudensellerie".
Nun, ich zweifele daran - wahrscheinlich kommt in meinen Träumen eben kein Staudensellerie vor - oder ob ich den Sellerie eher in der Realität mag? Früher sagte man ihm ja Wunderkräfte nach.
(Die beiden Kommentare beziehen sich auf eine ältere Version - vielen Dank)

© 2005 by Edeka Germany – press release
Nun, ich zweifele daran - wahrscheinlich kommt in meinen Träumen eben kein Staudensellerie vor - oder ob ich den Sellerie eher in der Realität mag? Früher sagte man ihm ja Wunderkräfte nach.
(Die beiden Kommentare beziehen sich auf eine ältere Version - vielen Dank)

© 2005 by Edeka Germany – press release
sehpferd - am Samstag, 27. August 2005, 09:42 - Rubrik: wundersames
Wenn eine Frau dies vor zwei Jahrzehnten geschrieben hätte, wären die Feministinnen über sie hergefallen, wenn sie es vor einem Jahrzehnt verfasst hätte, wäre eine heftige Diskussion mit Erröten entstanden, in der manche Frau und mancher Mann hätte zugeben müssen, dass in seiner Seele ein Urwald der Lüste schlummert, dessen wilde Tiere nur darauf warteten, einmal aus dem Hirn springen zu dürfen.
Aber heute? Lalala und Mimimi. „Sexualität ist ein weites Feld“, „die Frage ist falsch gestellt“, und letztendlich „schreckt mich manches posting“.
Inzwischen sollte sich herumgesprochen haben, dass man Lust nicht diskutieren kann. Wer ein menschliches Wesen sein will, muss das Beste aus Lust und Leid, aus Küssen und Schlägen, aus dem brennenden Verlangen und aus der schroffen Zurückweisung machen ... und dann und wann ergibt sich dann eben auch mal ein Weg, nicht nur zu diskutieren, sondern die Wellen über sich zuschlagen zu lassen. Man muss nur wissen, dass man auf festem Grund steht, wenn es passiert.
Aber heute? Lalala und Mimimi. „Sexualität ist ein weites Feld“, „die Frage ist falsch gestellt“, und letztendlich „schreckt mich manches posting“.
Inzwischen sollte sich herumgesprochen haben, dass man Lust nicht diskutieren kann. Wer ein menschliches Wesen sein will, muss das Beste aus Lust und Leid, aus Küssen und Schlägen, aus dem brennenden Verlangen und aus der schroffen Zurückweisung machen ... und dann und wann ergibt sich dann eben auch mal ein Weg, nicht nur zu diskutieren, sondern die Wellen über sich zuschlagen zu lassen. Man muss nur wissen, dass man auf festem Grund steht, wenn es passiert.
sehpferd - am Freitag, 26. August 2005, 22:48 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Zwölf junge Leute sollen fünf Monate keinen Sex haben und dabei von Kameras der BBC beobachtet werden.
Die Initiative geht von Anhänger der Jungfrauenbewegung aus, die sich als Christen bezeichnen. Der Aufenthalt im Abstinenzhaus soll durch Kurse im traditionellen Flirtverhalten ergänzt werden, und die Nagelprobe auf Enthaltsamkeit dürfen die jungen Leute dann an einem „unbeaufsichtigten“ Wochenende absolvieren. Dabei sollen ihnen traditionelle Regeln für die menschliche Partnersuche vermittelt werden. Neben Sex ist auch Alkohol verboten.
Ob die jungen Damen und Herren wirklich Jungfrauen sind, war nicht zu erfahren – „einige“, so hieß es bei der BBC, hätten noch nie Sex gehabt.
Die BBC hält auch schon ein Feigenblatt für die an sich widerwärtige Menschenzooschau bereit: es sei die hohe Zahl von Teenagerschwangerschaften, die zu solchen Sendungen führen würde, hieß es aus Kreisen der BBC.
Die Initiative geht von Anhänger der Jungfrauenbewegung aus, die sich als Christen bezeichnen. Der Aufenthalt im Abstinenzhaus soll durch Kurse im traditionellen Flirtverhalten ergänzt werden, und die Nagelprobe auf Enthaltsamkeit dürfen die jungen Leute dann an einem „unbeaufsichtigten“ Wochenende absolvieren. Dabei sollen ihnen traditionelle Regeln für die menschliche Partnersuche vermittelt werden. Neben Sex ist auch Alkohol verboten.
Ob die jungen Damen und Herren wirklich Jungfrauen sind, war nicht zu erfahren – „einige“, so hieß es bei der BBC, hätten noch nie Sex gehabt.
Die BBC hält auch schon ein Feigenblatt für die an sich widerwärtige Menschenzooschau bereit: es sei die hohe Zahl von Teenagerschwangerschaften, die zu solchen Sendungen führen würde, hieß es aus Kreisen der BBC.
sehpferd - am Freitag, 26. August 2005, 19:13 - Rubrik: wundersames
„Der Unterschied zwischen "slut" und "bitch"? "Die Schlampe treibt es mit jedem, die Zicke mit jedem außer mit dir."
Meinte die Ex-Soldatin Kayla Williams, zitiert nach der Tageszeitung „Die WELT“.
Meinte die Ex-Soldatin Kayla Williams, zitiert nach der Tageszeitung „Die WELT“.
sehpferd - am Freitag, 26. August 2005, 18:44 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen

