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Manchmal frage ich mich: Wer von diesen Schülern und Studenten, die sich im Internet über Paul Watzlawick äußern, hat ihn eigentlich im Original gelesen, und vielleicht etwas mehr als das, was zwischen den Seiten 50 und 71 der deutschsprachigen Ausgabe steht? (Das Standardwerk „Menschliche Kommunikation“ hat 253 Seiten).

Haben sie zum Beispiel die Einleitung zum zweiten Kapitel gelesen?

„... handelt das vorliegende Kapitel also von provisorischen Formulierungen, die weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf Endgültigkeit erheben“.

Oder die Randnotiz zum zweiten Axiom?

In diesem Definitionsversuch nehmen wir etwas arbiträr (1) an, dass der Beziehungsaspekt den Inhalt determiniert (2) ... obwohl es ebenso logisch wäre ... dass ... die Beziehung vom Inhaltsaspekt ... bestimmt wird.“

Haben sie vermutlich nicht. Allerdings: Wenn sie es denn gelesen hätten, würden die Lehrenden dies wirklich goutieren? Ich bezweifele es.

(1) Arbiträr - willkürlich
(2) Determiniert - bestimmt
 

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