Bürger der Welt, höret, höret, höret. Ihr könnt jetzt mit euren Kindern all diese anrüchigen Filme sehen, wie zum Beispiel Charlie’s Angels, in den USA als „PG-13“ eingestuft. Dies verdankt ihr RCA. Ja, Ar–cie-äy, the Radio Corporation of America. Die haben nämlich jetzt in einen DVD-Player für den Massenmarkt dieses Filtersystem eingebaut, das die nackten Brüste erkennt. Wie bitte, das gab es auch schon bei Wall-Mart? Ach ja. Mit dem kräftigem Blasen in die Trompeten der „neuen Moral“ lässt sich offenbar ganz prima Kohle machen.
sehpferd - am Freitag, 4. Juni 2004, 23:34 - Rubrik: seltsame welt
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Patriot ist, wer seiner Heimat Kultur, Wohlergehen und wirtschaftliche Kraft beschert. Wer danach schreit, dass der deutsche Bundeskanzler Umwege macht, um für die Soldaten von Hitlers Wehrmacht Kränze niederzulegen, ist kein Patriot, sondern ein vorwitziger Blechredner, der den Blick nach hinten wendet – dort ist aber nun wirklich nichts zu holen.
sehpferd - am Freitag, 4. Juni 2004, 12:05 - Rubrik: einig fallerland
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Für die wirtschaftliche Zukunft brauchen wir gegenwärtig vor allem eine Energieperspektive. Intensive Bemühungen, Energie zu sparen, stehen auf der einen Seite, und hier machen auch fast alle mit – außer der Automobilindustrie. Sie sieht sich nicht in der Lage, nennenswert Automobile zu produzieren, die um die drei Liter verbrauchen.
Die andere Seite liegt bei den erneuerbaren Energien. Hier gibt es noch ausreichend Möglichkeiten, und das Gute daran ist, dass Deutschland die passenden Technologien hat. Freilich muss man sie auch nutzen. Der deutsche Bundeskanzler Schröder hat dies richtig erkannt und will in den armen Ländern neue Energien fördern – das wird auch einen Aufschwung für die heimische Wirtschaft bringen.
Auch im Inland freilich ist das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft. Doch wer im windreichen Schwarzwald die naturgegebene Energie nutzen will, muss zurückrudern: Dort wurde jüngst ein volkstümelnder Beschluss gefasst, keine neuen Windräder mehr zuzulassen: Doch wo des Wanderers Aug ist wichtiger ist als des Volkes Energie wird bald eine Lücke klaffen. Nun gut, vielleicht setzt man dort auf die Ausscheidungen: Auch in der Biomasse steckt noch Energiepotenzial.
Die andere Seite liegt bei den erneuerbaren Energien. Hier gibt es noch ausreichend Möglichkeiten, und das Gute daran ist, dass Deutschland die passenden Technologien hat. Freilich muss man sie auch nutzen. Der deutsche Bundeskanzler Schröder hat dies richtig erkannt und will in den armen Ländern neue Energien fördern – das wird auch einen Aufschwung für die heimische Wirtschaft bringen.
Auch im Inland freilich ist das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft. Doch wer im windreichen Schwarzwald die naturgegebene Energie nutzen will, muss zurückrudern: Dort wurde jüngst ein volkstümelnder Beschluss gefasst, keine neuen Windräder mehr zuzulassen: Doch wo des Wanderers Aug ist wichtiger ist als des Volkes Energie wird bald eine Lücke klaffen. Nun gut, vielleicht setzt man dort auf die Ausscheidungen: Auch in der Biomasse steckt noch Energiepotenzial.
sehpferd - am Freitag, 4. Juni 2004, 09:55 - Rubrik: einig fallerland
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Ich wusste gar nicht, dass der „Standard“ so etwas hat. Hat er aber. Tipps zum Anbaggern gefällig? „Oh, hallo, ich würde Sie gerne kennen lernen. Ich bin übrigens eine illegitime Tochter von Irma La Douce und auf der Suche nach Sex und Liebe“. Man beachte die Reihenfolge.
sehpferd - am Donnerstag, 3. Juni 2004, 20:34 - Rubrik: seltsame welt
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Mal musste es ja kommen – und natürlich nicht aus einem der großen Labors – „Sheagra“, das weibliche Äquivalent zu Viagra.
Kräuter hat er gemixt, der Herr Doktor, der es erfunden hat – die genaue Zusammensetzung verrät er uns freilich nicht, nur dass es in Apotheken für 60 Schekel pro Kapsel zu haben sein wird (nach meiner Quelle, ungeprüft, USD 13.20).
Auch eine Webseite mit nützlichen Informationen ist vorhanden – bedauerlicherweise derzeit nur in Hebräisch.
Kräuter hat er gemixt, der Herr Doktor, der es erfunden hat – die genaue Zusammensetzung verrät er uns freilich nicht, nur dass es in Apotheken für 60 Schekel pro Kapsel zu haben sein wird (nach meiner Quelle, ungeprüft, USD 13.20).
Auch eine Webseite mit nützlichen Informationen ist vorhanden – bedauerlicherweise derzeit nur in Hebräisch.
sehpferd - am Donnerstag, 3. Juni 2004, 20:17 - Rubrik: seltsame welt
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Die Machart ist immer die gleiche: Erst wird ein Filmchen gedreht, in dem ein Star, ein Sternchen oder auch nur ein Partygirl sich ausgiebig mit der schönsten Sache der Welt beschäftigt, dann wird dieses Video auf merkwürdige Art gestohlen und kommt schließlich ins Internet. So nun auch geschehen bei der kroatischen Sängerin Severina Vuckovic. Das 11-minütige Video zeigt sie und einen schwarzhaarigen Herrn während zahlreicher Variationen dessen, was man landläufig den Geschlechtsverkehr nennt.
Die Sängerin hat nun in einem Zeitungsinterview gegen die Veröffentlichung, die nach ihrer Darstellung widerrechtlich erfolgte, scharfen Protest erhoben: Sie galt bislang als rechtschaffenes und religiös motiviertes Vorbild für viele kroatische Mädchen.
Erstaunlicherweise wendet die Sängerin ihr Gesicht in den veröffentlichten Szenen allerdings sehr deutlich zur Kamera hin, lächelt dabei und winkt gar ins Publikum.
Added: 06. Mai 2006
Two broken links and a direct link to a website trying to make money out of the case have been deleted. As sehpferd does not support porn, all links to the video have been removed. This one still exists and a type pad blogger named gruse has still some vid caps on his webpage.
Die Sängerin hat nun in einem Zeitungsinterview gegen die Veröffentlichung, die nach ihrer Darstellung widerrechtlich erfolgte, scharfen Protest erhoben: Sie galt bislang als rechtschaffenes und religiös motiviertes Vorbild für viele kroatische Mädchen.
Erstaunlicherweise wendet die Sängerin ihr Gesicht in den veröffentlichten Szenen allerdings sehr deutlich zur Kamera hin, lächelt dabei und winkt gar ins Publikum.
Added: 06. Mai 2006
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sehpferd - am Donnerstag, 3. Juni 2004, 20:06 - Rubrik: seltsame welt
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Da ich gute Geschichten gerne auch weiter empfehle, will ich dies auch heute tun: sie handelt vom Jammern.
sehpferd - am Donnerstag, 3. Juni 2004, 19:38 - Rubrik: aufgegriffen
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Ich amüsiere mich bisweilen über die Beiträge, die hier von so genannten Globalisierungsgegnern hervorgebracht werden. Die bösen Banken, die schreckliche Wirtschaftsordnung, das scheußliche Kapital. Gähn, gähn. Das alles hatten wir schon einmal – in fast allen Farben. Es ist also weder originell noch sonderlich mutig, aber vielleicht treten die Autoren ja gerade deshalb in Massen auf.
Gut wäre, einmal eine Alternative aufzuzeigen, aber bitte nicht die „wir ernähren uns alle von unserem eigenen Kleingarten“.
Sinnvoll wäre auch, wenn all diese netten Damen und Herren einmal dazu schreiben würden, wer sie eigentlich bezahlt. Darf ich annehmen, dass es der Staat, eine staatsnahe Institution oder eine Ausbildungsstätte ist? Vielleicht liege ich völlig falsch. Pappi ist reich und Söhnchen oder Töchterchen machen in Revolution. Das wäre ihr gutes Recht, solange sie in dieser Zeit auch Pläne dafür entwickeln, wie die Wirtschaft ohne Globalisierung laufen könnte.
Gut wäre, einmal eine Alternative aufzuzeigen, aber bitte nicht die „wir ernähren uns alle von unserem eigenen Kleingarten“.
Sinnvoll wäre auch, wenn all diese netten Damen und Herren einmal dazu schreiben würden, wer sie eigentlich bezahlt. Darf ich annehmen, dass es der Staat, eine staatsnahe Institution oder eine Ausbildungsstätte ist? Vielleicht liege ich völlig falsch. Pappi ist reich und Söhnchen oder Töchterchen machen in Revolution. Das wäre ihr gutes Recht, solange sie in dieser Zeit auch Pläne dafür entwickeln, wie die Wirtschaft ohne Globalisierung laufen könnte.
sehpferd - am Donnerstag, 3. Juni 2004, 12:16 - Rubrik: aufgegriffen
Die SWISS teilte ihren bevorzugten Kunden heute mit, dass der „bilaterale Vertrag zwischen der SWISS und British Airways … nicht wie vorgesehen umgesetzt werden“ könne. Auch der Beitritt zur Allianz „Oneworld“ sei deshalb nicht möglich.
In dem Schreiben, das von dem SWISS-Verwaltungsratsmitglied Pieter Bouw unterzeichnet wurde, wird ferner orakelt, dass die Kunden „auch in den kommenden Wochen und Monaten direkt über die detaillierte Entwicklung bei SWISS auf dem Laufenden“ gehalten würden.
Dies könnte auf eine veränderte Zukunftsstrategie der Schweizer Luftverkehrsgesellschaft hindeuten.
© sehpferd press 2004
In dem Schreiben, das von dem SWISS-Verwaltungsratsmitglied Pieter Bouw unterzeichnet wurde, wird ferner orakelt, dass die Kunden „auch in den kommenden Wochen und Monaten direkt über die detaillierte Entwicklung bei SWISS auf dem Laufenden“ gehalten würden.
Dies könnte auf eine veränderte Zukunftsstrategie der Schweizer Luftverkehrsgesellschaft hindeuten.
© sehpferd press 2004
sehpferd - am Donnerstag, 3. Juni 2004, 10:47 - Rubrik: reisen bildet
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Ein englischer Busfahrer soll am Londoner Trafalgar Square einen Unfall verursacht haben, weil eine gewisse Helen Chamberlain in ihrer Unterwäsche posierte – oder besser ausgedrückt in einem „England Euro 2004 bra“.
Vielleicht wollte der Fahrer aber nur schnell fliehen: Diese Helen Chamberlain sieht mindestens auf dem Foto der „Sun“ so aus, dass sie sich besser nicht allzu viel ausziehen sollte, wenn sie attraktiv bleiben will.
Falls meine Leser auch noch dieses Bild ansehen wollen, sollten sie lieber darauf verzichten, im selben Moment einen Bus zu steuern.
Vielleicht wollte der Fahrer aber nur schnell fliehen: Diese Helen Chamberlain sieht mindestens auf dem Foto der „Sun“ so aus, dass sie sich besser nicht allzu viel ausziehen sollte, wenn sie attraktiv bleiben will.
Falls meine Leser auch noch dieses Bild ansehen wollen, sollten sie lieber darauf verzichten, im selben Moment einen Bus zu steuern.
sehpferd - am Mittwoch, 2. Juni 2004, 22:49 - Rubrik: seltsame welt
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Erst machten einige Gymnasiastinnen einen Vertrag über den Auftritt in einem pornografischen Film mit dem norwegischen Sexfilm-Idol Thomas (Rocco) Hansen, dann annullierten sie den Vertrag auf betreiben der Gesamtschülervertretung, und nun drehen sie eben privat mit Herrn Hansen.
Zwei junge Damen, wohl jene, dien auch schon im Ursprung Interesse an der Arbeit einer Pornodarstellerin bekundet hatten, wirken jedenfalls aktiv mit – und ihre einzige Befürchtung ist, dass ihre Eltern Wind davon bekommen könnten, denn Herr Hansen produziert keine Soft-Pornos, sondern solche, bei denen es zur Sache geht: „Hardcore mit einer Menge Nahaufnahmen“ charakterisierte eine norwegische Tageszeitung den Film.
Inzwischen ist es zu einem grotesken Streit um einen Teil des vorgesehenen Films gekommen, den der Regisseur mit einigen lebenslustigen Abiturientinnen in Trondheim Anfang Mai drehte: eine typische Sauf-Was-Du-Kannst-Party mit den üblichen Exzessen. Doch angeblich war der Regisseur „nicht berechtigt“, dort zu drehen, und nun versucht die Schülervertretung, die Moral mithilfe eines Anwalts wieder herzustellen: Was nicht sein kann, darf auch nicht sein, und selbst, wenn es doch so sein sollte, darf davon keinesfalls etwas an die Öffentlichkeit dringen: Moral auf Norwegisch.
English:
First a group of high school girls signed a contract with a local porn hero to finance the end-of-the-year party, then they cancelled the contract, but now two of the girls decided to participate again. As a Norwegian newspaper reports, it is really a hard core movie with close-up sex scenes.
Zwei junge Damen, wohl jene, dien auch schon im Ursprung Interesse an der Arbeit einer Pornodarstellerin bekundet hatten, wirken jedenfalls aktiv mit – und ihre einzige Befürchtung ist, dass ihre Eltern Wind davon bekommen könnten, denn Herr Hansen produziert keine Soft-Pornos, sondern solche, bei denen es zur Sache geht: „Hardcore mit einer Menge Nahaufnahmen“ charakterisierte eine norwegische Tageszeitung den Film.
Inzwischen ist es zu einem grotesken Streit um einen Teil des vorgesehenen Films gekommen, den der Regisseur mit einigen lebenslustigen Abiturientinnen in Trondheim Anfang Mai drehte: eine typische Sauf-Was-Du-Kannst-Party mit den üblichen Exzessen. Doch angeblich war der Regisseur „nicht berechtigt“, dort zu drehen, und nun versucht die Schülervertretung, die Moral mithilfe eines Anwalts wieder herzustellen: Was nicht sein kann, darf auch nicht sein, und selbst, wenn es doch so sein sollte, darf davon keinesfalls etwas an die Öffentlichkeit dringen: Moral auf Norwegisch.
English:
First a group of high school girls signed a contract with a local porn hero to finance the end-of-the-year party, then they cancelled the contract, but now two of the girls decided to participate again. As a Norwegian newspaper reports, it is really a hard core movie with close-up sex scenes.
sehpferd - am Mittwoch, 2. Juni 2004, 22:38 - Rubrik: seltsame welt
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Islamisten sind religiöse Fundamentalisten, die danach streben, nach den ursprünglichen Normen Mohammeds und der ersten vier Kalifen zu leben. Sie wollen dies auch im Staatswesen verwirklichen. Die Gewerkschaft der Polizei hat jetzt eine bundesweite Islamistendatei gefordert. Man will damit erreichen, so ein Sprecher der GdP, dass „Verfassungsschutz, Bundesnachrichtendienst und Polizei … () endlich auf sämtliche Daten zu Islamisten zurückgreifen können“.
Na fein. Wie wäre es demnächst mit einer christlichen Fundamentalistendatei? Darin müssten dann alle aufgenommen werden, die einen Gottesbezug in der Europäischen Verfassung fordern, erklären, dass man sein Leben nach jüdisch-christlichen Traditionen, wie sie die Bibel beschreibt, ausrichten müsste. Das Gleiche könnte man für Feministinnen und auch noch einige andere –isten und –Istinnen fordern.
Wie wäre es zum Beispiel mit Humanisten und Humanistinnen? Das sind nämlich höchst gefährliche Zeitgenossen: Sie fordern einfach, dass sich der Staat den Bedürfnisse der Menschen unterzuordnen habe.
Ich erkenne natürlich durchaus, dass der Sprecher der GdP etwas anderes gemeint hat. Wenn man mit der "Bild"-Zeitung redet, muss man freilich aufpassen, was man sagt und meint.
Na fein. Wie wäre es demnächst mit einer christlichen Fundamentalistendatei? Darin müssten dann alle aufgenommen werden, die einen Gottesbezug in der Europäischen Verfassung fordern, erklären, dass man sein Leben nach jüdisch-christlichen Traditionen, wie sie die Bibel beschreibt, ausrichten müsste. Das Gleiche könnte man für Feministinnen und auch noch einige andere –isten und –Istinnen fordern.
Wie wäre es zum Beispiel mit Humanisten und Humanistinnen? Das sind nämlich höchst gefährliche Zeitgenossen: Sie fordern einfach, dass sich der Staat den Bedürfnisse der Menschen unterzuordnen habe.
Ich erkenne natürlich durchaus, dass der Sprecher der GdP etwas anderes gemeint hat. Wenn man mit der "Bild"-Zeitung redet, muss man freilich aufpassen, was man sagt und meint.
sehpferd - am Mittwoch, 2. Juni 2004, 09:14 - Rubrik: einig fallerland
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Deutsche, die an keinem Ort dieser Welt das Vaterland missen möchten, werden hier fündig. Garantiert.
sehpferd - am Dienstag, 1. Juni 2004, 23:00 - Rubrik: einig fallerland
Amerikanische Journalisten sind immer schnell bei der Hand, wenn es um Sensationen geht, und schon nach kurzer Zeit geht alles Drunter und Drüber: Kommentatorinnen und Kommentatoren aller Couleur schreiben dann das, was ihnen dazu einfällt. Es scheint, als hätten sie die Artikel schon in der Schublade, und sie brauchten nun nur noch ein Ereignis, was darauf passt. Vielleicht fällt ihnen deswegen immer etwas ein, zumal wenn es sozial inkorrekt, frauenfeindlich, unamerikanisch oder ganz und gar pervers ist.
Da fallen dann nicht einmal mehr Satiren auf, auch wenn sie mehr aus Zufall an das Licht der Öffentlichkeit geraten und gar nicht als Satiren geplant wurden.
Da hatte also ein cleverer Geschäftsmann die Idee, man können doch mal einen Film über Männer machen, die ein scheues Rehlein im Wald aufstöbern und dann mit einem Farbgewehr ganz arg farbig bespritzen: Päng, päng, Rehlein tot. Das ist nun zugegebenermaßen ziemlich befremdlich, aber „paintball hunts“ sind irgendwie auch amerikanischer Alltag: Vergnügen für ein paar erwachsene Schwachköpfe, die sich das Indianerspielen nie abgewöhnen konnten. Nun, und weil es vom Indianerspiel zur Jagd auf die Squaw nicht weit ist, werden eben solche Filme gedreht.
Doch nun gilt es, solche an sich billig produzierten Produkte zu vermarkten, und siehe – der Produzent hatte eine Idee. Auf seiner (mittlerweile veränderten) Webseite bot er fröhliche Jagden auf nackte „Bambis“ an – freilich nicht, um sie zu verkaufen – sie wären auch viel zu teuer gewesen. So etwa 10.000 US-Dollar hätte das „Vergnügen“ gekostet. Aber es lohnte sich: Halb Amerika zerfetzte sich das Maul über die Filmgesellschaft namens „Real Men Outdoor Productions”.
Nun hat der Produzent gestanden, dass alles nur ein Werbegag war und eine kleine Geldstrafe bekommen. Wer immer noch nackte Bambis jagen will, muss durch die Röhre gucken – und die Journalisten, die sich damals künstlich erregt haben, können wieder zur Tagesordnung übergehen. Garantiert werden heute Nacht im US-Fernsehen wieder ein paar Leiber durch Schüsse zerfetzt, und ein Teil davon werden Frauenleiber sein. Nicht wirklich natürlich, aber wirklichkeitsnäher als es eine solche Bambijagd gewesen wäre. Das kümmert niemanden, denn diese Frauen sind böse, mindestens aber schlecht – das reicht meist als Argument, um sie nach Art Hollywoods ins Jenseits zu befördern.
Wer weiß, vielleicht greift irgendein Kommerzsender das Thema ja wieder auf: Dann ist es „eine Herausforderung“ für die junge Frau, die vor den Jägern fliehen muss, und in den Werbepausen kann für Likör geworben werden. Heia Safari.
Da fallen dann nicht einmal mehr Satiren auf, auch wenn sie mehr aus Zufall an das Licht der Öffentlichkeit geraten und gar nicht als Satiren geplant wurden.
Da hatte also ein cleverer Geschäftsmann die Idee, man können doch mal einen Film über Männer machen, die ein scheues Rehlein im Wald aufstöbern und dann mit einem Farbgewehr ganz arg farbig bespritzen: Päng, päng, Rehlein tot. Das ist nun zugegebenermaßen ziemlich befremdlich, aber „paintball hunts“ sind irgendwie auch amerikanischer Alltag: Vergnügen für ein paar erwachsene Schwachköpfe, die sich das Indianerspielen nie abgewöhnen konnten. Nun, und weil es vom Indianerspiel zur Jagd auf die Squaw nicht weit ist, werden eben solche Filme gedreht.
Doch nun gilt es, solche an sich billig produzierten Produkte zu vermarkten, und siehe – der Produzent hatte eine Idee. Auf seiner (mittlerweile veränderten) Webseite bot er fröhliche Jagden auf nackte „Bambis“ an – freilich nicht, um sie zu verkaufen – sie wären auch viel zu teuer gewesen. So etwa 10.000 US-Dollar hätte das „Vergnügen“ gekostet. Aber es lohnte sich: Halb Amerika zerfetzte sich das Maul über die Filmgesellschaft namens „Real Men Outdoor Productions”.
Nun hat der Produzent gestanden, dass alles nur ein Werbegag war und eine kleine Geldstrafe bekommen. Wer immer noch nackte Bambis jagen will, muss durch die Röhre gucken – und die Journalisten, die sich damals künstlich erregt haben, können wieder zur Tagesordnung übergehen. Garantiert werden heute Nacht im US-Fernsehen wieder ein paar Leiber durch Schüsse zerfetzt, und ein Teil davon werden Frauenleiber sein. Nicht wirklich natürlich, aber wirklichkeitsnäher als es eine solche Bambijagd gewesen wäre. Das kümmert niemanden, denn diese Frauen sind böse, mindestens aber schlecht – das reicht meist als Argument, um sie nach Art Hollywoods ins Jenseits zu befördern.
Wer weiß, vielleicht greift irgendein Kommerzsender das Thema ja wieder auf: Dann ist es „eine Herausforderung“ für die junge Frau, die vor den Jägern fliehen muss, und in den Werbepausen kann für Likör geworben werden. Heia Safari.
sehpferd - am Dienstag, 1. Juni 2004, 21:58 - Rubrik: seltsame welt
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Muss ich eigentlich dauernd wissen, wo sich ein gewisser Herr Kaplan befindet? Eigentlich nicht. Doch die Politiker der BRD, allen voran die rechtskonservativen Ausländerhasser, haben nun wieder Wasser auf ihre Mühlen bekommen - und Deutschland hat abermals ein Thema, das eigentlich überflüssig ist.
Wichtig wäre, den Wirtschaftsaufschwung voranzutreiben. Doch jetzt kommen erst einmal wieder die Bremser auf die Wirtschaftslokomotive: „Unterschriftenaktion gegen den Sozialabbau“ heißt so etwas dann marktwirksam, und viele Arbeitnehmer werden denken: „Nun, ja, unterschreiben kann man ja mal“.
Kostet ja nichts – und hat mit dem wirklichen Sozialabbau auch nichts zu tun, sondern nur darum, der kränkelnden Gewerkschaft mal wieder etwas Glanz überzuhauchen.
Wichtig wäre, den Wirtschaftsaufschwung voranzutreiben. Doch jetzt kommen erst einmal wieder die Bremser auf die Wirtschaftslokomotive: „Unterschriftenaktion gegen den Sozialabbau“ heißt so etwas dann marktwirksam, und viele Arbeitnehmer werden denken: „Nun, ja, unterschreiben kann man ja mal“.
Kostet ja nichts – und hat mit dem wirklichen Sozialabbau auch nichts zu tun, sondern nur darum, der kränkelnden Gewerkschaft mal wieder etwas Glanz überzuhauchen.
sehpferd - am Dienstag, 1. Juni 2004, 13:12 - Rubrik: einig fallerland
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Nun wissen wir, warum die Welt bekehrt werden muss: Weil Mohammed ein Krieger war, und Christus niemals eine Waffe anfasste. Wie schön, wenn Christus es nie tat. Christen hingegen taten es schon: Auf Kreuzzügen zum Beispiel. Nicht denen von Herrn Bush, Präsident, 21. Jahrhundert. Die von Herrn Urban II, Papst, 11. Jahrhundert. Soviel zu Kriegern und Friedfertigkeit.
sehpferd - am Dienstag, 1. Juni 2004, 09:12 - Rubrik: glaube und aberglaube
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Das wöchentliche Geblubber aus den Algen
Drei Tage lange habe ich wieder einmal geschwelgt – in der großen Stadt am Rand von Europa (nun, sagen wir besser, der EU), die einmal der Mittelpunkt meines Lebens werden soll und es schon jetzt zu einem großen Teil ist – Budapest.
Was habe ich eigentlich hinter mir gelassen? Jessica Cutler, denke ich. Würde sie sich nicht so gut als Beispiel eignen, als Zeitzeugnis sozusagen, wäre sie eine so unbedeutende Randerscheinung, dass sich kein Regenwurm für sie krümmen würde: So aber schreibt eine gestandene Journalistin einen Hetzartikel über eine Bloggerin, die nur eines getan hat: Ihre Bettgeschichten zu sehr ausgeplaudert.
Ich denke, es ist keine besonders großartige Leistung einer Dame, das Höschen für Geld herunterzulassen, egal, ob der begünstigte ein US-Senator, ein Wirtschaftsboss oder euch nur ein Pilot ist – vielleicht hätte eine Kerbe im Bettpfosten auch gereicht, wenn man schon eine Buchhaltung braucht. Oder sollte es eine neue Form der Selbstbestätigung sein? - "Schau, du machst es schon für ein Dinner und mir schenkt er noch 400 Dollar dazu"?
Was wollen Menschen lesen? Immer nur eines – wo sie diese oder jene Berühmtheit spärlich bekleidet, nackt oder in sexuellen Aktivitäten besichtigen können. Dieser Tage sind es Rachel Hunter und Catherine Bosley, die mir bei mir gesucht werden. Erstere mag ja noch ein paar Jahre für Schlagzeilen gut sein, doch Letztere ist ebenfalls nichts weiter als das Zeitzeugnis einer Hysterie. Dennoch sind mir Brustsurfer immer noch sympathischer als jene, die nach Enthauptungs-Videos suchen: Brüste töten nicht.
Drei Tage lange habe ich wieder einmal geschwelgt – in der großen Stadt am Rand von Europa (nun, sagen wir besser, der EU), die einmal der Mittelpunkt meines Lebens werden soll und es schon jetzt zu einem großen Teil ist – Budapest.
Was habe ich eigentlich hinter mir gelassen? Jessica Cutler, denke ich. Würde sie sich nicht so gut als Beispiel eignen, als Zeitzeugnis sozusagen, wäre sie eine so unbedeutende Randerscheinung, dass sich kein Regenwurm für sie krümmen würde: So aber schreibt eine gestandene Journalistin einen Hetzartikel über eine Bloggerin, die nur eines getan hat: Ihre Bettgeschichten zu sehr ausgeplaudert.
Ich denke, es ist keine besonders großartige Leistung einer Dame, das Höschen für Geld herunterzulassen, egal, ob der begünstigte ein US-Senator, ein Wirtschaftsboss oder euch nur ein Pilot ist – vielleicht hätte eine Kerbe im Bettpfosten auch gereicht, wenn man schon eine Buchhaltung braucht. Oder sollte es eine neue Form der Selbstbestätigung sein? - "Schau, du machst es schon für ein Dinner und mir schenkt er noch 400 Dollar dazu"?
Was wollen Menschen lesen? Immer nur eines – wo sie diese oder jene Berühmtheit spärlich bekleidet, nackt oder in sexuellen Aktivitäten besichtigen können. Dieser Tage sind es Rachel Hunter und Catherine Bosley, die mir bei mir gesucht werden. Erstere mag ja noch ein paar Jahre für Schlagzeilen gut sein, doch Letztere ist ebenfalls nichts weiter als das Zeitzeugnis einer Hysterie. Dennoch sind mir Brustsurfer immer noch sympathischer als jene, die nach Enthauptungs-Videos suchen: Brüste töten nicht.
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