Das wöchentliche Geblubber aus den Algen
Was geblieben ist von der Woche? Zunächst einmal die Erkenntnis, dass es ein Leben ohne Bloggen gibt, ja, sogar ein Leben ohne Internet. Nein, mein Computer ist wieder in Ordnung, dank eines Updates auf Norton Internet Security 2004 – aber das ist eine andere Geschichte, insbesondere eine, die unsere deutsche Telecom nicht sonderlich erfreuen dürfte.
Apropos Telekom: Ich war gerade dabei, meine Samstagseinkäufe zu erledigen, als mich (vor dem Norton-Telecom-Desaster) eine Dame selbiger Gesellschaft anrief, ich möge doch erwägen, meine Homepage auf einen neuen Server zu legen. So etwa nach drei Minuten sinnlosen Wortgetöses kam ich dann hinter den Sinn des Anrufs: man wollte mir einen neuen Tarif verkaufen. Nein, danke, Telecom.
Zur Ehrenrettung der Hotline der deutschen Telecom muss gesagt werden, dass so gut wie alle darartige Serviceeinrichtungen an zwei Problemen leiden: Erstens werden Informationen nicht schnell genug weitergegeben und zweitens haben die meisten Mitarbeiter nicht gelernt, problemorientiert zu handeln. Eigentlich schade, dass man die Grundlagen vernachlässigt. Auch schlechte Hotlines sind nämlich teuer.
Der Frühling und die plötzlichen hohen Temperaturen spülten vor allem zwei Dinge wieder an die Oberfläche: Brüste und Liebespaare. Weder in den Blogs noch in der Presse noch sonst wo in der virtuellen Realität, sondern in jenem prallen Leben, in dem ich mich gerade befinde.
Die häufig provokant vorgezeigten Brüste scheinen hier zur nationalen Identität junger Frauen zu gehören, die sehnsüchtig sich umschlingenden Liebespaare sind Teil der Wohnkultur: Raum ist in der kleinsten Hütte, aber nicht in derselbigen Stadt für ein glücklich liebend Paar. (Nicht von mir). Da passt es schon, wenn das Wetter gut ist und man in den Park gehen kann.
Mein Blog? Ach, mein Blog. Immer noch lechzen Leser nach Severina Vuckovic. Nur singen habe ich sie noch nicht gehört.
Was geblieben ist von der Woche? Zunächst einmal die Erkenntnis, dass es ein Leben ohne Bloggen gibt, ja, sogar ein Leben ohne Internet. Nein, mein Computer ist wieder in Ordnung, dank eines Updates auf Norton Internet Security 2004 – aber das ist eine andere Geschichte, insbesondere eine, die unsere deutsche Telecom nicht sonderlich erfreuen dürfte.
Apropos Telekom: Ich war gerade dabei, meine Samstagseinkäufe zu erledigen, als mich (vor dem Norton-Telecom-Desaster) eine Dame selbiger Gesellschaft anrief, ich möge doch erwägen, meine Homepage auf einen neuen Server zu legen. So etwa nach drei Minuten sinnlosen Wortgetöses kam ich dann hinter den Sinn des Anrufs: man wollte mir einen neuen Tarif verkaufen. Nein, danke, Telecom.
Zur Ehrenrettung der Hotline der deutschen Telecom muss gesagt werden, dass so gut wie alle darartige Serviceeinrichtungen an zwei Problemen leiden: Erstens werden Informationen nicht schnell genug weitergegeben und zweitens haben die meisten Mitarbeiter nicht gelernt, problemorientiert zu handeln. Eigentlich schade, dass man die Grundlagen vernachlässigt. Auch schlechte Hotlines sind nämlich teuer.
Der Frühling und die plötzlichen hohen Temperaturen spülten vor allem zwei Dinge wieder an die Oberfläche: Brüste und Liebespaare. Weder in den Blogs noch in der Presse noch sonst wo in der virtuellen Realität, sondern in jenem prallen Leben, in dem ich mich gerade befinde.
Die häufig provokant vorgezeigten Brüste scheinen hier zur nationalen Identität junger Frauen zu gehören, die sehnsüchtig sich umschlingenden Liebespaare sind Teil der Wohnkultur: Raum ist in der kleinsten Hütte, aber nicht in derselbigen Stadt für ein glücklich liebend Paar. (Nicht von mir). Da passt es schon, wenn das Wetter gut ist und man in den Park gehen kann.
Mein Blog? Ach, mein Blog. Immer noch lechzen Leser nach Severina Vuckovic. Nur singen habe ich sie noch nicht gehört.
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Männer, lest Bücher, vor allem, wenn ihr gerade in England seid. Dann spricht euch vielleicht ein schönes Mädchen an, nämlich dieses. Es muss freilich ein bestimmtes Buch sein: Diesen Monat ist es „Nick Hornby: 31 Songs“. Doch es kommt noch besser. Nachdem sie euch honigsüß angelächelt hat, könnte es noch einen Scheck über 1000 GBP für euch geben – das jedenfalls behaupten Penguin Books, U.K. Den Scheck gibt’s freilich nur bei Original-Pinguindamen..
Sollte es nicht die Pinguindame sein, sondern eine zufällige Kundin der Buchhandlung, die gleichwohl gut aussehen könnte, gibt es natürlich auch keine 1000 Pfund, aber vielleicht eine Flirtchance: Keine schlechte Möglichkeit für einsame männliche Intellektuelle, einmal in den Genuss eines aufregenden Flirts zu kommen. Nachdem das Thema in der englischen Presse schon reichlich Furore gemacht hat, schwärmen jetzt möglicherweise hunderte gut aussehender Damen mit einem Pinguin-Etikett auf die Brust aus, um ihre Flirtchancen zu verbessern. Ein mögliches Motto wäre: „Was brauchst du 1000 Pfund, wenn du mich haben kannst“?
Auch ohne Buchhandlung, aber mit Buch sollen die Flirtchancen gut sein. Behauptet jedenfalls die Verleger-Webseite und bringt Paare, die sich über das Interesse an einem Buch kennen gelernt haben.
Sollte es nicht die Pinguindame sein, sondern eine zufällige Kundin der Buchhandlung, die gleichwohl gut aussehen könnte, gibt es natürlich auch keine 1000 Pfund, aber vielleicht eine Flirtchance: Keine schlechte Möglichkeit für einsame männliche Intellektuelle, einmal in den Genuss eines aufregenden Flirts zu kommen. Nachdem das Thema in der englischen Presse schon reichlich Furore gemacht hat, schwärmen jetzt möglicherweise hunderte gut aussehender Damen mit einem Pinguin-Etikett auf die Brust aus, um ihre Flirtchancen zu verbessern. Ein mögliches Motto wäre: „Was brauchst du 1000 Pfund, wenn du mich haben kannst“?
Auch ohne Buchhandlung, aber mit Buch sollen die Flirtchancen gut sein. Behauptet jedenfalls die Verleger-Webseite und bringt Paare, die sich über das Interesse an einem Buch kennen gelernt haben.
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Rocco Hasen wir den von ihm mit norwegischen Schülerinnen gedrehten pornografischen Film nicht schnippeln – er soll so auf den Markt kommen, wie er aufgenommen wurde. Das meldet die Zeitschrift „Nettavisen“. Um den Film gibt es seit Wochen eine rege Debatte, die Aufschlüsse über die zwiespältige Bewertung der Sexualität in Norwegen gibt.
Zudem will Herr Hansen nun auf etlichen Veranstaltungen eine Show nach dem Motto „Skandinavien sucht den Porno-Star“ durchführen. Mal sehen, was ihm dabei blüht. Vermutlich allerlei öffentlich ausgetragener Protest – der war schon immer gut für das Geschäft.
Zudem will Herr Hansen nun auf etlichen Veranstaltungen eine Show nach dem Motto „Skandinavien sucht den Porno-Star“ durchführen. Mal sehen, was ihm dabei blüht. Vermutlich allerlei öffentlich ausgetragener Protest – der war schon immer gut für das Geschäft.
sehpferd - am Dienstag, 8. Juni 2004, 22:01 - Rubrik: seltsame welt
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Nun, bevor sie alle Läden der Nachbarschaft leer kaufen, meine Herren: Das ist offenbar nur bei Lachsen so, und auch nur dann, wenn diese in der Nähe von Whisky-Destillerien leben – und überdies ist das alles nur an den Haaren herbeigezogen. Wahrscheinlich ist es das warme Wasser in der Nähe der Destillerien, das dem Fisch die Hoden wachsen lässt. Wusste gar nicht, dass Fische Hoden haben. Man lernt nie aus.
sehpferd - am Dienstag, 8. Juni 2004, 21:29 - Rubrik: seltsame welt
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Einmal erwischt es jeden – und eben manchmal auch mich. Daheim versagte mein Webzugang fast völlig, doch so langsam kristallisiert sich ein Konflikt zwischen T-Online und der Norton Firewall heraus. Also wird erst einmal weniger gebloggt – und dann weiter gesehen.
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Die chinesische Lehrerin, die im Internet als Zhuying Qingtong Furore machte und Teil jener weltweiten Gemeinde ist, die man gemeinhin „Blogger“ nennt, hat aufgegeben: Ihr Blog wirkt verweist, und ihren Job hat sie gekündigt.
Ihr erging es wie manchen von uns: Mit ernsten Themen, Literatur oder Poesie gar, ist im Blog kein Blumentopf zu gewinnen. Das Volk da draußen will knallharte Themen, und am liebsten will es weibliche Haut. „Nackt“ wirkt mehr als jedes andere Wort, und so ging es auch der Bloggerin: Ab und an ein Aktfoto brachte Zugriffe, aber kaum Leser: 130.000 Zugriffe gab es plötzlich in einer Woche, und zum Schluss stand der Zähler auf etwa 2,2 Millionen Zugriffen.
Angeblich können ja die Blogger mir der Tatsache, weitgehend ungelesen zu bleiben, sehr gut leben. Ich bezweifele es, und mir vermutlich jeder, der sich auch nur ernsthaft mit einer Schülerzeitung beschäftigt hat. Keine Leser zu haben ist der Beweis dafür, wie bedeutungslos die eigenen Gedanken für andere sind.
Zhuying Qingtong hatte diese Leser nicht, sondern nur die Glotzer. Ich selbst habe eine gute Entschuldigung: Ich kann kein chinesisch.
Ihr erging es wie manchen von uns: Mit ernsten Themen, Literatur oder Poesie gar, ist im Blog kein Blumentopf zu gewinnen. Das Volk da draußen will knallharte Themen, und am liebsten will es weibliche Haut. „Nackt“ wirkt mehr als jedes andere Wort, und so ging es auch der Bloggerin: Ab und an ein Aktfoto brachte Zugriffe, aber kaum Leser: 130.000 Zugriffe gab es plötzlich in einer Woche, und zum Schluss stand der Zähler auf etwa 2,2 Millionen Zugriffen.
Angeblich können ja die Blogger mir der Tatsache, weitgehend ungelesen zu bleiben, sehr gut leben. Ich bezweifele es, und mir vermutlich jeder, der sich auch nur ernsthaft mit einer Schülerzeitung beschäftigt hat. Keine Leser zu haben ist der Beweis dafür, wie bedeutungslos die eigenen Gedanken für andere sind.
Zhuying Qingtong hatte diese Leser nicht, sondern nur die Glotzer. Ich selbst habe eine gute Entschuldigung: Ich kann kein chinesisch.
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Der Papst von Rom durfte noch einmal glänzen: In Bern jubelten ihm 10.000 Jugendliche zu. Da frage ich mich allerdings, was diese Jugendlichen sowohl vom Papst als auch vom Katholizismus noch erwarten. Wahrscheinlich mehr als die Mahnung, auf Konsum und Sex weitgehend zu verzichten.
Und auch dies fiel mir auf: Auch Zeitungen, die nicht im Ruf stehen, übertriebene katholische Berichterstattung zu verbreiten, sprachen vom “Heiligen Vater“. „Heilig“ ist der Papst aber nur für Katholiken, für den Rest der Welt ist er so weltlich wie jeder andere Priester auch. Richtig wäre: „Das Oberhaupt der katholischen Kirche“. Manche Zeitungen habe dies noch bemerkt und den „Heiligen Vater“ aus der Berichterstattung herausredigiert – so muss es auch sein. Wir sind keine Katholikenrepublik, sondern ein freiheitlicher Rechtsstaat. Fragt sich nur, wes Geistes Kind eine Presseagentur ist, die so etwas verbreitet.
Anke Engelke, ohnehin gerade nicht auf dem Zenit ihrer Erfolge, hat dagegen etwas getan, was man besser nicht täte: Den greisen Papst als Tattergreis dargestellt. Auch einem Papst sollte man das Menschenrecht zugestehen, alt zu werden. Anke Engelke wird auch einmal alt.
Und auch dies fiel mir auf: Auch Zeitungen, die nicht im Ruf stehen, übertriebene katholische Berichterstattung zu verbreiten, sprachen vom “Heiligen Vater“. „Heilig“ ist der Papst aber nur für Katholiken, für den Rest der Welt ist er so weltlich wie jeder andere Priester auch. Richtig wäre: „Das Oberhaupt der katholischen Kirche“. Manche Zeitungen habe dies noch bemerkt und den „Heiligen Vater“ aus der Berichterstattung herausredigiert – so muss es auch sein. Wir sind keine Katholikenrepublik, sondern ein freiheitlicher Rechtsstaat. Fragt sich nur, wes Geistes Kind eine Presseagentur ist, die so etwas verbreitet.
Anke Engelke, ohnehin gerade nicht auf dem Zenit ihrer Erfolge, hat dagegen etwas getan, was man besser nicht täte: Den greisen Papst als Tattergreis dargestellt. Auch einem Papst sollte man das Menschenrecht zugestehen, alt zu werden. Anke Engelke wird auch einmal alt.
sehpferd - am Sonntag, 6. Juni 2004, 17:43 - Rubrik: glaube und aberglaube
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Das wöchentliche Geblubber aus den Algen
Manchmal habe ich den richtigen Riecher. Gedacht habe ich mir eigentlich schon, dass Surfer die Bloggerin Jessica Cutler suchen würden, also jene Frau, die sich rühmte, 400 US-Dollar für den Liebesdienst bei einem konservativen US-Senator zu bekommen. Freilich hat sie außer der Frechheit, ihre bezahlten Amouren im Internet zu veröffentlich und einer gewissen Schönheit nicht viel zu bieten – der Besuch ihres Blogs erwies sich als ausgesprochener Flop, und die üblichen Erotik-Surfer suche meist nach Aktbildern oder anzüglichen Videos.
Von meinem Artikel über die kroatische Sängerin Severina Vuckovic habe ich mir fast gar nichts versprochen. Ihr ist eine ähnliche Geschichte „wiederfahren“ wie zuvor schon Paris Hilton, nur dass sie sich noch blauäugiger in der Öffentlichkeit zeigte: Das Video, auf dem sie bei einem äußerst delikaten Liebesspiel zu sehen ist, sei ihr gestohlen worden, berichtete sie einer Tageszeitung.
Doch ich war überrascht, als ich an einem einzigen Tag über 800 Zugriffe auf diesen doch noch sehr jungen Artikel hatte, und stellte zu meiner Überraschung fest, dass mindestens die Hälfte aus einer einzigen Quelle stammten. Der Grund: Ich war der Erste, der den aus einer kroatischen Zeitung stammenden englischen Artikel als Nachricht in Deutschland gebracht hatte. Inzwischen steht dieser Beitrag mit über 10.000 Zugriffen auf Platz eins meiner Hitliste – das ist noch nie in so kurzer Zeit passiert, und natürlich ist es auch das erste Mal, das einer meiner Artikel überhaupt diese "magische" Zahl überschritten hat. Nicht einmal bei Rosie Reid, der Engländerin, die ihre Jungfräulichkeit verauktioniert haben will – mein letzter „Shootingstar“.
Wer mich kennt, weiß, dass ich an sich kein Klatschspaltenkolumnist bin. Aber es ist nun einmal so, dass der Journalist lebt, wenn er Leser hat, so, wie der Schauspieler lebt, wenn es Beifall regnet. Irgendwann habe ich einmal behauptet, ich würde das ernsthafte Bloggen beginnen, wenn alle meine so genannten „Top 25“ bei über 1000 Lesern wären. So viel darf ich verraten: 23 sind es schon, aber ich verspreche nicht fest, danach wirklich aufzuhören.
Manchmal habe ich den richtigen Riecher. Gedacht habe ich mir eigentlich schon, dass Surfer die Bloggerin Jessica Cutler suchen würden, also jene Frau, die sich rühmte, 400 US-Dollar für den Liebesdienst bei einem konservativen US-Senator zu bekommen. Freilich hat sie außer der Frechheit, ihre bezahlten Amouren im Internet zu veröffentlich und einer gewissen Schönheit nicht viel zu bieten – der Besuch ihres Blogs erwies sich als ausgesprochener Flop, und die üblichen Erotik-Surfer suche meist nach Aktbildern oder anzüglichen Videos.
Von meinem Artikel über die kroatische Sängerin Severina Vuckovic habe ich mir fast gar nichts versprochen. Ihr ist eine ähnliche Geschichte „wiederfahren“ wie zuvor schon Paris Hilton, nur dass sie sich noch blauäugiger in der Öffentlichkeit zeigte: Das Video, auf dem sie bei einem äußerst delikaten Liebesspiel zu sehen ist, sei ihr gestohlen worden, berichtete sie einer Tageszeitung.
Doch ich war überrascht, als ich an einem einzigen Tag über 800 Zugriffe auf diesen doch noch sehr jungen Artikel hatte, und stellte zu meiner Überraschung fest, dass mindestens die Hälfte aus einer einzigen Quelle stammten. Der Grund: Ich war der Erste, der den aus einer kroatischen Zeitung stammenden englischen Artikel als Nachricht in Deutschland gebracht hatte. Inzwischen steht dieser Beitrag mit über 10.000 Zugriffen auf Platz eins meiner Hitliste – das ist noch nie in so kurzer Zeit passiert, und natürlich ist es auch das erste Mal, das einer meiner Artikel überhaupt diese "magische" Zahl überschritten hat. Nicht einmal bei Rosie Reid, der Engländerin, die ihre Jungfräulichkeit verauktioniert haben will – mein letzter „Shootingstar“.
Wer mich kennt, weiß, dass ich an sich kein Klatschspaltenkolumnist bin. Aber es ist nun einmal so, dass der Journalist lebt, wenn er Leser hat, so, wie der Schauspieler lebt, wenn es Beifall regnet. Irgendwann habe ich einmal behauptet, ich würde das ernsthafte Bloggen beginnen, wenn alle meine so genannten „Top 25“ bei über 1000 Lesern wären. So viel darf ich verraten: 23 sind es schon, aber ich verspreche nicht fest, danach wirklich aufzuhören.
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Das letzte Hemd haben schon viele zu manchen Gelegenheiten gegeben. Ich wurde schon einmal aufgefordert, meines dem Bundeskanzler zu schicken, doch da meine Sturm- und Drangjahre schon lange zurücklegen, habe ich davon keinen Gebrauch gemacht.
Jetzt geben Bremer und (man höre) Osnabrücker Studentinnen und Studenten je einen Kalender heraus, auf deren Bildern sie sich des letzten Hemdes entledigt haben. Damit wollen sie, wie sie sagen, gegen die „schlechten“ Studienbedingungen, aber auch gegen angeblich „fehlende“ Studienplätze sowie gegen Schließungen ihrer Fachbereiche protestieren.
Nun, dagegen spricht nichts – die Studentinnen und Studenten sind eben sportlich schön, die Umsetzung ist dank guter Fotografen gelungen, und sogar der Vertrieb hat funktioniert. Doch die Bremer Studentin Nina Juretzek nörgelt trotzdem – nicht etwa über die Kalendermacher, sonder über die Presse: Die, so die vorwitzige Dame, habe leider alles zu sehr auf die Nacktheit reduziert, und dabei den „politischen“ Gedanken aus den Augen verloren.
Sabine Joost, Sportstudentin zu Osnabrück, bringt denn nach vielen anderen Worthülsen von „nackt dastehen“ und „kultureller Bedeutung des Sports“ auf den Punkt, was es ist: „Für mich ist es wichtig, diesen Protest zu führen“. Na klar – und Spaß dabei zu haben.
Neben der kulturellen und gesundheitsfördernden Bedeutung, die Sport ohne jeden Zweifel hat, bleibt freilich eine Frage: Welche Berufsaussichten haben eigentlich Sportstudentinnen und Sportstudenten nach dem Studium?
Jetzt geben Bremer und (man höre) Osnabrücker Studentinnen und Studenten je einen Kalender heraus, auf deren Bildern sie sich des letzten Hemdes entledigt haben. Damit wollen sie, wie sie sagen, gegen die „schlechten“ Studienbedingungen, aber auch gegen angeblich „fehlende“ Studienplätze sowie gegen Schließungen ihrer Fachbereiche protestieren.
Nun, dagegen spricht nichts – die Studentinnen und Studenten sind eben sportlich schön, die Umsetzung ist dank guter Fotografen gelungen, und sogar der Vertrieb hat funktioniert. Doch die Bremer Studentin Nina Juretzek nörgelt trotzdem – nicht etwa über die Kalendermacher, sonder über die Presse: Die, so die vorwitzige Dame, habe leider alles zu sehr auf die Nacktheit reduziert, und dabei den „politischen“ Gedanken aus den Augen verloren.
Sabine Joost, Sportstudentin zu Osnabrück, bringt denn nach vielen anderen Worthülsen von „nackt dastehen“ und „kultureller Bedeutung des Sports“ auf den Punkt, was es ist: „Für mich ist es wichtig, diesen Protest zu führen“. Na klar – und Spaß dabei zu haben.
Neben der kulturellen und gesundheitsfördernden Bedeutung, die Sport ohne jeden Zweifel hat, bleibt freilich eine Frage: Welche Berufsaussichten haben eigentlich Sportstudentinnen und Sportstudenten nach dem Studium?
sehpferd - am Samstag, 5. Juni 2004, 09:05 - Rubrik: lichtbilder - photography
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