Immer, wenn ich nicht in Deutschland bin, interessiert mich vom aktuellen Geschehen nur noch, was in die Schlagzeilen kommt. Politik – nur noch von Seite eins, und dann zumeist Europapolitik. Saure Gurken habe ich auch gerade keine – alle Gläser sind schon leer – und deshalb gibt es vorläufig auch keine neuen Erotik-Geschichten.
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Nein, es ist keinesfalls Krieg. Nur der größte Stromausfall in der Geschichte der Schweizer Bahnen. Soeben (21.50) meldet die SBB, dass wieder auf fast allen Strecken Züge verkehren. Der Stromausfall begann gegen 18:00 im Südschweizer Netz und verbreitete sich von dort über das gesamte Netz, so dass jeglicher Zugverkehr in der Schweiz zum Erliegen kam.
sehpferd - am Mittwoch, 22. Juni 2005, 22:04 - Rubrik: zeit geschehen
Nachdem sich die Anfragen nach dem TV6 Live Girl bei mir häufen, muss ich doch wenigstens mal nachsehen, was der österreichische, frei empfangbare Sender in den Stunden vor Mitternacht zu bieten hatte. Und siehe, großäugig ( tatsächlich, gehen sie mal näher heran) und schelmisch lachend auf der blauen Couch zu bewundern: Das TV6 Girl. Wenn ich richtig hingeguckt habe, war sie neulich nachts schon als Glücksfee zu besichtigen.

(c) screenshot 2005 by sehpferd

(c) screenshot 2005 by sehpferd
sehpferd - am Mittwoch, 22. Juni 2005, 21:53 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Das macht sich natürlich gut in einer deutschen Zeitung: „Blair will Europa auf den Kopf stellen“. Ja, das kling so richtig danach, als ob Europa das Geld aus den Taschen fallen soll oder dass eben alles anders werden muss, wenn es nach dem Willen des Briten geht.
Doch eigentlich will Tony Blair etwas anderes: Nämlich ein Europa des Geistes – und nicht das Bauerneuropa der Gründerväter. So langsam scheint es wirklich so zu sein: Tony Blair vertritt das moderne Europa, während die wirtschaftslahmen Deutschen das alte Europa vertreten.
So ist denn die negative Überschrift des Handelsblattes eher ein Grund, fröhlich in die Zukunft zu blicken: Ein Europa der Wissenschaftler und Ingenieure ist eine wunderbare neue Perspektive, wenn sie zum Europa der Bauern hinzukommt.
Doch eigentlich will Tony Blair etwas anderes: Nämlich ein Europa des Geistes – und nicht das Bauerneuropa der Gründerväter. So langsam scheint es wirklich so zu sein: Tony Blair vertritt das moderne Europa, während die wirtschaftslahmen Deutschen das alte Europa vertreten.
So ist denn die negative Überschrift des Handelsblattes eher ein Grund, fröhlich in die Zukunft zu blicken: Ein Europa der Wissenschaftler und Ingenieure ist eine wunderbare neue Perspektive, wenn sie zum Europa der Bauern hinzukommt.
sehpferd - am Mittwoch, 22. Juni 2005, 20:58 - Rubrik: mein europa
Wer sich für Herrn Lafontaine interessiert sollte einmal die 10 Thesen lesen. Es ist genau die Art von Texten, die man braucht, um einen listigen Demagogen zu entlarven: Gefühle einfordern, die man nicht befehlen kann, Geld ausgeben, das man nicht hat, auf Gremien verweisen, auf die man in Wahrheit nicht genügend Einfluss hat, kurz: die Populistensuppe am Brodeln halten.
Schade, dass sogar Menschen auf ihn hereinfallen, die angeblich politisch gebildet sind. Lesen sie den Artikel und die Meinungen dazu - und bilden Sie sich dann selbst eine Meinung.
Schade, dass sogar Menschen auf ihn hereinfallen, die angeblich politisch gebildet sind. Lesen sie den Artikel und die Meinungen dazu - und bilden Sie sich dann selbst eine Meinung.
sehpferd - am Mittwoch, 22. Juni 2005, 20:18 - Rubrik: deutschland im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Vielleicht sollten sie einen neuen Flirtspruch lernen: „Darf ich bei ihnen mal Fernsehen gucken“. Wie unschwer auf den Bildern in diesem Blog zu erkennen ist, liegt das Fernsehgerät nicht unbedingt auf Augenhöhe. Sollte die Dame ihnen also das Fernsehen gestatten, haben sie auch noch einen schönen Blick auf andere Körperteile, auf die man sonst als dezenter Gentleman nicht so scharf gucken darf.
In der Kürze der Zeit war leider nicht zu erfahren, ob man den Gürtel auch ohne diese überflüssigen Textilien bekommt.
In der Kürze der Zeit war leider nicht zu erfahren, ob man den Gürtel auch ohne diese überflüssigen Textilien bekommt.
sehpferd - am Dienstag, 21. Juni 2005, 20:51 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Wer kennt sie nicht, die Damen in weiten Bauwollkleidern in langweiligen Steiner-Farbtönen, die ihnen von Lichtgestalten, Bachblüten und Fabelwesen erzählen und den Symbolgehalt des Einhorns wohl zu interpretieren wissen?
Manche freilich denken ganz anders – für sie ist das Wichtigste am Einhorn das Horn – und auch die anderen Fabelwesen haben auffällige Lutschmäuler und ähnliche erotische Attribute.
Manche freilich denken ganz anders – für sie ist das Wichtigste am Einhorn das Horn – und auch die anderen Fabelwesen haben auffällige Lutschmäuler und ähnliche erotische Attribute.
sehpferd - am Dienstag, 21. Juni 2005, 19:05 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Immer, wenn ich schreibe, dass ein Ungar im Durchschnitt weniger als 360 Euro in der Lohntüte hat, wollen mir irgendwelche Leute weis machen, dass dort die Mieten billig sind und auch sonst fast nichts irgend etwas kostet (Zitat eines Lesers)
"1 kg Bananen ca. 70 Cent
1 Brötchen ca. 5 Cent
1 Paar Jeans zwischen 10 und
15 Euro
Ein normales Essen im Restaurant: 3 bis 5 Euro
Friseurbesuch 4 bis 8 Euro
Miete ( .... etwa ...60 qm im Monat 40 Euro)".
Mag ja sein. Aber ich lebe, wenn ich in Ungarn bin, nicht in der Puszta, sondern in Budapest. Und dort zahlen sie für alles, was man so braucht, ungefähr so viel wie in Berlin, außer für Wohnungen: Wenn es überhaupt Mietwohnungen gibt, legen sie dort für die berühmte 60-qm-Wohnung 300 Euro hin. Was sie wissen sollten: Budapest steht in der Rangliste der teuersten Städte der Welt inzwischen auf Rang 24. (Danke, Central Budapest Blog).
Ach ja, und falls die Herren Connaisseure glauben, dass sie in Ungarn preiswert Damen engagieren können, deren Beruf es ist, sich für sehr kurze Zeit zu binden: Die Preise sollen mit denen von Amsterdam inzwischen nicht mehr zu unterscheiden sein. Nach Internet Recherchen verlangen junge, gut aussehende Damen für die Begleitung bereits etwa 300 Euro die Stunde.
"1 kg Bananen ca. 70 Cent
1 Brötchen ca. 5 Cent
1 Paar Jeans zwischen 10 und
15 Euro
Ein normales Essen im Restaurant: 3 bis 5 Euro
Friseurbesuch 4 bis 8 Euro
Miete ( .... etwa ...60 qm im Monat 40 Euro)".
Mag ja sein. Aber ich lebe, wenn ich in Ungarn bin, nicht in der Puszta, sondern in Budapest. Und dort zahlen sie für alles, was man so braucht, ungefähr so viel wie in Berlin, außer für Wohnungen: Wenn es überhaupt Mietwohnungen gibt, legen sie dort für die berühmte 60-qm-Wohnung 300 Euro hin. Was sie wissen sollten: Budapest steht in der Rangliste der teuersten Städte der Welt inzwischen auf Rang 24. (Danke, Central Budapest Blog).
Ach ja, und falls die Herren Connaisseure glauben, dass sie in Ungarn preiswert Damen engagieren können, deren Beruf es ist, sich für sehr kurze Zeit zu binden: Die Preise sollen mit denen von Amsterdam inzwischen nicht mehr zu unterscheiden sein. Nach Internet Recherchen verlangen junge, gut aussehende Damen für die Begleitung bereits etwa 300 Euro die Stunde.
sehpferd - am Dienstag, 21. Juni 2005, 18:43 - Rubrik: europa stadt blogs
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Um es vorwegzunehmen: Die Rede ist von einer wissenschaftlichen Studie aus den Niederlanden, und heraus kam, dass Frauen beim Orgasmus ihr Gehirn abschalten – und ich dachte immer, dies wäre nur beim Schuhkauf so.
Aber die holländischen Wissenschaftler sind gleichermaßen Pragmatiker wie Philosophen. Jedenfalls fanden sich auch noch dies heraus:
1. Das größte Problem bei der Studie waren kalte Füße. Sie lösten es, indem sie den Probanden ihre Socken überließen.
2. Alkohol baut Angst ab – jeder weiß doch, dass man eine Frau damit schneller herumkriegt, nicht wahr?
Sehen sie, so klug sind Wissenschaftler in den Niederlanden.
Ich las dazu den " Scotsman".
Aber die holländischen Wissenschaftler sind gleichermaßen Pragmatiker wie Philosophen. Jedenfalls fanden sich auch noch dies heraus:
1. Das größte Problem bei der Studie waren kalte Füße. Sie lösten es, indem sie den Probanden ihre Socken überließen.
2. Alkohol baut Angst ab – jeder weiß doch, dass man eine Frau damit schneller herumkriegt, nicht wahr?
Sehen sie, so klug sind Wissenschaftler in den Niederlanden.
Ich las dazu den " Scotsman".
sehpferd - am Dienstag, 21. Juni 2005, 18:16 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Blogs sind vor allem gut, wenn sie Blogger machen - und wenn sie den Regeln folgen, die von Bloggern für Blogger gemacht worden sind.
Fragt nie, warum das so ist. Die Arroganzspitzen der Bloggerszenerie haben sowieso immer Recht. Gegenwärtig größter Dorn im Auge der Radikalbloggerinskis ist das Focus-Blog mit allerlei mehr oder weniger prominenten Politiker.
Der Kritikpunkt: Die schreiben nur, und dann reden sie nicht mehr mit dem Volk, das sich bei ihnen diskutierend verewigt. Das ist natürlich unbloggerisch – aber ansonsten ist es für einen Autor ganz normal. Er hat ja bereits seine Meinung gesagt, warum sollte es abermals und dann nochmals tun? Freilich kann er Ergänzungen bringen und Missverständnisse klären. Aber sich tagelang mit seinen Diskussionspartner im Karussell zu drehen, bis niemand mehr weiß, warum eigentlich diskutiert wird, ist mit Verlaub einfach zerschredderte Zeit.
In gleicher Version bei blogg.de
Fragt nie, warum das so ist. Die Arroganzspitzen der Bloggerszenerie haben sowieso immer Recht. Gegenwärtig größter Dorn im Auge der Radikalbloggerinskis ist das Focus-Blog mit allerlei mehr oder weniger prominenten Politiker.
Der Kritikpunkt: Die schreiben nur, und dann reden sie nicht mehr mit dem Volk, das sich bei ihnen diskutierend verewigt. Das ist natürlich unbloggerisch – aber ansonsten ist es für einen Autor ganz normal. Er hat ja bereits seine Meinung gesagt, warum sollte es abermals und dann nochmals tun? Freilich kann er Ergänzungen bringen und Missverständnisse klären. Aber sich tagelang mit seinen Diskussionspartner im Karussell zu drehen, bis niemand mehr weiß, warum eigentlich diskutiert wird, ist mit Verlaub einfach zerschredderte Zeit.
In gleicher Version bei blogg.de
sehpferd - am Montag, 20. Juni 2005, 22:42 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Was an Bloggern immer so toll ist: Sie wissen nicht nur alles, sondern sie wissen auch alles besser. Diesmal ist es Robert Basic. Auslöser war ein Beitrag von Matthias Horx war. Jener Herr Horx nämlich schrieb:
„Generell gilt, dass die Weblogs wegen ihrer Unübersichtlichkeit und schwierigen Steuerungsmöglichkeit ein kompliziertes Marketinginstrument sind und die Gefahr groß ist, in der Belanglosigkeit unterzugehen. Der Einsatz von Blogs als Firmenkommunikationsmittel zum Informationsaustausch ist eine gute Basis für Kritik und Diskussion.Weblogs sind jedoch keine Business-Tools mit überprüfbarer Erfolgsgarantie.“
Das stimmt Wort für Wort, wenn man den letzten stark gedrechselten Satz einmal weglässt. Besser man sagt: Der Erfolg ist gegenwärtig noch fragwürdig. Nun ist die Frage nur noch: Tut man es oder tut man es nicht? Ich kann ihnen nur so viel dazu sagen: Im Kontakt mit Kunden braucht man starke Nerven, fast so starke wie im Kontakt mit Bloggern.
Was das alles mit dem M-E-X-Blog zu tun hat? Nun, die Leute dort meinen, die Praxis sei inzwischen schon weiter. Klar. Vor allem bei Friendfinder, Da bekommt der Kontaktsuchende ein eigenes Blog, und mit dem kann er dann auf Liebhaber(innen)fang gehen. Nette Form von „Corporate Blogging“.
„Generell gilt, dass die Weblogs wegen ihrer Unübersichtlichkeit und schwierigen Steuerungsmöglichkeit ein kompliziertes Marketinginstrument sind und die Gefahr groß ist, in der Belanglosigkeit unterzugehen. Der Einsatz von Blogs als Firmenkommunikationsmittel zum Informationsaustausch ist eine gute Basis für Kritik und Diskussion.Weblogs sind jedoch keine Business-Tools mit überprüfbarer Erfolgsgarantie.“
Das stimmt Wort für Wort, wenn man den letzten stark gedrechselten Satz einmal weglässt. Besser man sagt: Der Erfolg ist gegenwärtig noch fragwürdig. Nun ist die Frage nur noch: Tut man es oder tut man es nicht? Ich kann ihnen nur so viel dazu sagen: Im Kontakt mit Kunden braucht man starke Nerven, fast so starke wie im Kontakt mit Bloggern.
Was das alles mit dem M-E-X-Blog zu tun hat? Nun, die Leute dort meinen, die Praxis sei inzwischen schon weiter. Klar. Vor allem bei Friendfinder, Da bekommt der Kontaktsuchende ein eigenes Blog, und mit dem kann er dann auf Liebhaber(innen)fang gehen. Nette Form von „Corporate Blogging“.
sehpferd - am Montag, 20. Juni 2005, 21:32 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
„Ich würde ja so gerne das Logo Ihres Cityblogs auf meine Seite nehmen, Herr Sehpferd, aber es ist doch viel zu groß“.
Sehen sie, liebe Leserinnen und Leser, ich glaube zwar, dass an diesen Micro-Logos der Blogger und anderer Autoren letztlich nur die Optiker verdienen, weil wir bald alle stärkere Brillen brauchen werden, aber irgendwie muss die Wirtschaft ja angekurbelt werden. Also: Mini-Logo ab sofort verfügbar.

Sehen sie, liebe Leserinnen und Leser, ich glaube zwar, dass an diesen Micro-Logos der Blogger und anderer Autoren letztlich nur die Optiker verdienen, weil wir bald alle stärkere Brillen brauchen werden, aber irgendwie muss die Wirtschaft ja angekurbelt werden. Also: Mini-Logo ab sofort verfügbar.
sehpferd - am Montag, 20. Juni 2005, 20:54 - Rubrik: europa stadt blogs
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Schon in der Grundschule habe ich gelernt, wie schlecht es sein kann, sich nur aus einer einzigen Quelle zu informieren – da hatten wir noch kein Fernsehgerät. Als wir dann eines hatten, gab es zwei Quellen, später drei, und dann lernte ich, dass es auch schlecht sein kann, sich nur aus einem Medium zu informieren, und noch später musste ich einsehen, dass es bei weitem zu einseitig ist, seine Informationen nur aus inländischen Quellen zu beziehen.
Und heute? Da wollen mir eine paar so genannte Blogger erzählen, dass es gut sei, sich nur aus Blogs zu informieren – überwiegend wohl aus den politischen Abnickblogs, die ohnehin der eigenen Ausrichtung entsprechen. Wie schön, dass es jetzt Blogs gibt. Da kann man viel kommunikativer verblöden als zuvor.
Da fängt nun selbst der nicht sehr religiöse Zeitgenosse an, zum Himmel heraufzuschauen und mal zu gucken, ob Gott nicht vielleicht mehr Klugheit von oben herunterprasseln lassen könnte. Ich hoffe doch, dass wenigstens er sich nicht ausschließlich aus Blogs informiert.
Eine andere, längere und auch etwas deutlichere Version finden sie auf meiner Diagonaldenkerseite.
Und heute? Da wollen mir eine paar so genannte Blogger erzählen, dass es gut sei, sich nur aus Blogs zu informieren – überwiegend wohl aus den politischen Abnickblogs, die ohnehin der eigenen Ausrichtung entsprechen. Wie schön, dass es jetzt Blogs gibt. Da kann man viel kommunikativer verblöden als zuvor.
Da fängt nun selbst der nicht sehr religiöse Zeitgenosse an, zum Himmel heraufzuschauen und mal zu gucken, ob Gott nicht vielleicht mehr Klugheit von oben herunterprasseln lassen könnte. Ich hoffe doch, dass wenigstens er sich nicht ausschließlich aus Blogs informiert.
Eine andere, längere und auch etwas deutlichere Version finden sie auf meiner Diagonaldenkerseite.
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
„Ein nackter Oberkörper im Biergarten ist immer ein bisschen zu nackt“ – sehen sie, bevor noch das Ungeheuer von Loch Ness erscheint, spricht die Deutsche Presse Agentur offenbar mit einer Frau Inge Wolff.
Was die mit nackten Oberkörpern zu tun hat, wird allerdings nicht ganz klar, und auch nicht, ob sie ausschließlich Frauen gemeint hat, die besser keine Brüste im Biergarten zeigen sollten. Aber wie auch immer: die Tanzlehrerein und Autorin, die sich in der deutschen Presse so gerne in den Vordergrund spielt, hat mal wieder gesprochen.

Andere Sitten:
Man trinkt nicht nackt - sonder man zeigt, dass man nackt trinken würde
(c) 2005 by drinknudebeer.com
Was die mit nackten Oberkörpern zu tun hat, wird allerdings nicht ganz klar, und auch nicht, ob sie ausschließlich Frauen gemeint hat, die besser keine Brüste im Biergarten zeigen sollten. Aber wie auch immer: die Tanzlehrerein und Autorin, die sich in der deutschen Presse so gerne in den Vordergrund spielt, hat mal wieder gesprochen.

Andere Sitten:
Man trinkt nicht nackt - sonder man zeigt, dass man nackt trinken würde
(c) 2005 by drinknudebeer.com
sehpferd - am Sonntag, 19. Juni 2005, 20:44 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Das Kondom gehört immer ins Handtäschchen – es ist dort wesentlich wichtiger als der Lippenstift und selbstverständlich auch wichtiger als die süßen Plüschhandschellen.
Immerhin sollen deutsche Frauen zu 61 Prozent Kondome im Handtäschchen oder im Nachtkästchen haben – man weiß ja nie, wann einen der kleine Hunger überfällt.

(c) 2005 by Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung,
Immerhin sollen deutsche Frauen zu 61 Prozent Kondome im Handtäschchen oder im Nachtkästchen haben – man weiß ja nie, wann einen der kleine Hunger überfällt.

(c) 2005 by Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung,
sehpferd - am Sonntag, 19. Juni 2005, 13:55 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Das wöchentliche Geblubber aus den Algen – fast immer sonntags
Ein Sonntag im Sommer, wie er im Bilderbuch steht – da warte ich lieber die Mittagshitze ab, bevor ich in die Natur hinausgehe. Gestern war ich erst einmal in unserem schönen städtischen Rosengarten – eine der wenigen Attraktionen meiner „alten“ Stadt, die ich vermissen werde. Vielleicht wäre ich auch noch zur „ART“ in Basel gegangen – aber nicht bei dieser Hitze.
Also bleibe ich bei Wasser und Joghurt zu Hause und sinniere einmal wieder über die Woche nach – bloggerisch, versteht sich. Die Szenerie der so genannten Blogs verschiebt sich derzeit erdrutschartig: die besseren Autoren, von denen es in der Tat auch in Deutschland eine Menge gibt, besinnen sich auf ihre Fähigkeiten und kooperieren mit andren, um gemeinsam mehr gelesen zu werden. Zwar weiß man allgemein noch nicht, was einem die Autorenschaft in Blogs bringt, aber sicher scheint zu sein, dass nur dijenigen als Autoren überleben werden, die gerne und viel gelesen werden.
Natürlich – Stadtblogs sind nicht so der Renner. Sie werden es erst, wenn sie touristische Bedeutung erlangen. Reine Unterhaltungsmagazine, teils durchaus mit kulturellem Anspruch, sind besser dran. Ob Politblogs tatsächlich eine Bedeutung erlangen werden, ist trotz der großen Kampagnen noch lange nicht klar: es gibt zwar viel Wind, aber noch kaum Windmühlen. Auch bei den erotischen Blogs tut sich ganz wenig in Deutschland: Zu unterschiedlich im Stil, zu uneindeutig bei den Zielgruppen. Gepflegte Erotik, wie wir sie im amerikanischen „Nerve“ finden, gibt es in Blogform noch nicht einmal in den Vereinigten Staaten von Nordamerika – wie soll man sie dann hier etablieren? Interessant, dass es immer mehr bloggende Sexarbeiterinnen gibt – aber davon sprach ich ja schon. Wie so oft, erkennen Huren Veränderungen ihres Marktes offenbar schneller als andere Dienstleister – von Bloggern einmal ganz zu schweigen.
Ob es nun sinnvoll ist oder nicht – ich schreibe jedenfalls weiter, derzeit hauptsächlich im „wahlblog“, weil mich nach wie vor interessiert, was aus Deutschland wird. Hätte es nur damals, zu Roman Herzogs Zeiten, den „Ruck durch Deutschland“ gegeben! Doch die Deutschen blieben falsch gepolt: Sie glaubten damals, dass ihr Hochmut auf ewig Bestand haben würde – und sie müssen jetzt die bittere Zeche dafür bezahlen. Nur merkwürdig, wenn es dennoch immer wieder Leute gibt, die keine Menschen oder Ideen aus dem Ausland zulassen wollen und die am liebsten die Grenzen für Ausländer schließen würden. Die nächsten Monate werden zeigen, ob das hochmütige, zögerliche und nationalistische Dummdeutschland, das in allen politischen Parteien irgendwelche Vertreter hat, oder das weltoffene, mutige und europafreundliche Klugdeutschland gewinnt.
Ich habe dieser Tage eine kleine Kampagne gestartet, nach französischem Vorbild: „Ce n’est pas un blog“ – dies ist kein Blog. Sie können das Logo hier herunterladen und auf ihre Seite nehmen, wenn sie wollen. Ich jedenfalls habe es satt, mich dauernd mit „Blogger-Prinzipien“ auseinander setzen zu müssen. Blogs sind keine Religion. Wer eine daraus macht, fällt automatisch dorthin, wo alle Fanatiker früher oder später landen: in die Sinnlosigkeitsgrube.
Trotz alledem: genießen sie den Sommer – und holen sie sich heute keinen Sonnenstich.
Einen schönen Sonntag wünscht weiterhin ihr Sehpferd.
Ein Sonntag im Sommer, wie er im Bilderbuch steht – da warte ich lieber die Mittagshitze ab, bevor ich in die Natur hinausgehe. Gestern war ich erst einmal in unserem schönen städtischen Rosengarten – eine der wenigen Attraktionen meiner „alten“ Stadt, die ich vermissen werde. Vielleicht wäre ich auch noch zur „ART“ in Basel gegangen – aber nicht bei dieser Hitze.
Also bleibe ich bei Wasser und Joghurt zu Hause und sinniere einmal wieder über die Woche nach – bloggerisch, versteht sich. Die Szenerie der so genannten Blogs verschiebt sich derzeit erdrutschartig: die besseren Autoren, von denen es in der Tat auch in Deutschland eine Menge gibt, besinnen sich auf ihre Fähigkeiten und kooperieren mit andren, um gemeinsam mehr gelesen zu werden. Zwar weiß man allgemein noch nicht, was einem die Autorenschaft in Blogs bringt, aber sicher scheint zu sein, dass nur dijenigen als Autoren überleben werden, die gerne und viel gelesen werden.
Natürlich – Stadtblogs sind nicht so der Renner. Sie werden es erst, wenn sie touristische Bedeutung erlangen. Reine Unterhaltungsmagazine, teils durchaus mit kulturellem Anspruch, sind besser dran. Ob Politblogs tatsächlich eine Bedeutung erlangen werden, ist trotz der großen Kampagnen noch lange nicht klar: es gibt zwar viel Wind, aber noch kaum Windmühlen. Auch bei den erotischen Blogs tut sich ganz wenig in Deutschland: Zu unterschiedlich im Stil, zu uneindeutig bei den Zielgruppen. Gepflegte Erotik, wie wir sie im amerikanischen „Nerve“ finden, gibt es in Blogform noch nicht einmal in den Vereinigten Staaten von Nordamerika – wie soll man sie dann hier etablieren? Interessant, dass es immer mehr bloggende Sexarbeiterinnen gibt – aber davon sprach ich ja schon. Wie so oft, erkennen Huren Veränderungen ihres Marktes offenbar schneller als andere Dienstleister – von Bloggern einmal ganz zu schweigen.
Ob es nun sinnvoll ist oder nicht – ich schreibe jedenfalls weiter, derzeit hauptsächlich im „wahlblog“, weil mich nach wie vor interessiert, was aus Deutschland wird. Hätte es nur damals, zu Roman Herzogs Zeiten, den „Ruck durch Deutschland“ gegeben! Doch die Deutschen blieben falsch gepolt: Sie glaubten damals, dass ihr Hochmut auf ewig Bestand haben würde – und sie müssen jetzt die bittere Zeche dafür bezahlen. Nur merkwürdig, wenn es dennoch immer wieder Leute gibt, die keine Menschen oder Ideen aus dem Ausland zulassen wollen und die am liebsten die Grenzen für Ausländer schließen würden. Die nächsten Monate werden zeigen, ob das hochmütige, zögerliche und nationalistische Dummdeutschland, das in allen politischen Parteien irgendwelche Vertreter hat, oder das weltoffene, mutige und europafreundliche Klugdeutschland gewinnt.
Ich habe dieser Tage eine kleine Kampagne gestartet, nach französischem Vorbild: „Ce n’est pas un blog“ – dies ist kein Blog. Sie können das Logo hier herunterladen und auf ihre Seite nehmen, wenn sie wollen. Ich jedenfalls habe es satt, mich dauernd mit „Blogger-Prinzipien“ auseinander setzen zu müssen. Blogs sind keine Religion. Wer eine daraus macht, fällt automatisch dorthin, wo alle Fanatiker früher oder später landen: in die Sinnlosigkeitsgrube.
Trotz alledem: genießen sie den Sommer – und holen sie sich heute keinen Sonnenstich.
Einen schönen Sonntag wünscht weiterhin ihr Sehpferd.
In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ wird den Wahlblogs viel Aufmerksamkeit gewidmet – unter dem Titel „Die Blogfreiheit der deutschen Politik“ schreibt Stefan Niggemeier einen beachtenswerten feuilletonistisch aufgemachten Artikel über die jüngste entstandene Szenerie der deutschen Politblogs – die bevorstehende Wahl machte es möglich.
Allerdings – vorläufig ist alles nur ein Anfang. Das weiß auch Nico Lumma, der selber noch ein bisschen skeptisch auf sein Wahlblog blickt: Gut im Ansatz, aber es fehlen ihm eigentlich noch Autoren – Journalisten vor allem, aber auch Mitglieder der Parteien, die direkt vom Ort des Geschehens aus berichten.
Außer Nicos engagierten Projekt werden auch noch das „Wahlblog05“ erwähnt, und natürlich die Focus-Blogs. Der Focus, in seiner Online-Ausgabe bislang eher eine Art Boulevardzeitung für Menschen, die nicht mehr BILD lesen wollen aber dennoch alles, was BILD so veröffentlicht, wird nämlich mit den Blogs durchaus aufgewertet. Herr Niggemeier schreibt: „für die ‚Focus Online’-Leser, die sonst schlichteste Texte und halbnackte Frauen gewöhnt sind, ist es ein ziemlicher Kulturschock“.
Na bitte. Doch nicht nur der „Focus“ wird gewinnen – die deutschen so genannten „Blogger“ werden auch angespornt, besser zu werden, disziplinierter zu schreiben, präziser zur Sache zu kommen. In den Wahblogs trennt sich, wie überhaupt in der Szenerie unabhängiger Autoren, gerade die Spreu vom Weizen: die ständigen „Labervögel“ machen sich schnell selbst lächerlich, und die guten Leute werden bereits handverlesen weiter gereicht – wenn sie denn überhaupt in genügender Anzahl vorhanden sind.
Nico Lumma hat sicher Recht: Unabhängige Web-Autoren und Web-Journnalisten könnten der „Sabinechristianisierung“ entgegen wirken, also dem „dämlichen Gelaber“ (Lumma), das uns im Fernsehen ständig vorgesetzt wird. In dieser Aussage freilich liegen Chancen wie auch Risiken: Denn erstens gibt es im Fernsehen oft sehr qualifizierte Diskussionen, wenngleich niemals bei Sabine Christiansen, sondern zu diversen Gelegenheiten auf „Phönix“, und außerdem ist es mit den „qualifizierten“ Diskussionen oft auch in Blogs nicht weit her. Den so genannten Bloggern bleibt also wirklich nichts anderes übrig, als Qualität, Originalität und Witz miteinander zu kombinieren, um das zu werden, was sie gerne sein wollen: Medien, wie es keine anderen gibt.
Dieser Artikel erschien heute gleichlautend, jedoch mit einer anderen Überschrift, im Wahlblog.
Allerdings – vorläufig ist alles nur ein Anfang. Das weiß auch Nico Lumma, der selber noch ein bisschen skeptisch auf sein Wahlblog blickt: Gut im Ansatz, aber es fehlen ihm eigentlich noch Autoren – Journalisten vor allem, aber auch Mitglieder der Parteien, die direkt vom Ort des Geschehens aus berichten.
Außer Nicos engagierten Projekt werden auch noch das „Wahlblog05“ erwähnt, und natürlich die Focus-Blogs. Der Focus, in seiner Online-Ausgabe bislang eher eine Art Boulevardzeitung für Menschen, die nicht mehr BILD lesen wollen aber dennoch alles, was BILD so veröffentlicht, wird nämlich mit den Blogs durchaus aufgewertet. Herr Niggemeier schreibt: „für die ‚Focus Online’-Leser, die sonst schlichteste Texte und halbnackte Frauen gewöhnt sind, ist es ein ziemlicher Kulturschock“.
Na bitte. Doch nicht nur der „Focus“ wird gewinnen – die deutschen so genannten „Blogger“ werden auch angespornt, besser zu werden, disziplinierter zu schreiben, präziser zur Sache zu kommen. In den Wahblogs trennt sich, wie überhaupt in der Szenerie unabhängiger Autoren, gerade die Spreu vom Weizen: die ständigen „Labervögel“ machen sich schnell selbst lächerlich, und die guten Leute werden bereits handverlesen weiter gereicht – wenn sie denn überhaupt in genügender Anzahl vorhanden sind.
Nico Lumma hat sicher Recht: Unabhängige Web-Autoren und Web-Journnalisten könnten der „Sabinechristianisierung“ entgegen wirken, also dem „dämlichen Gelaber“ (Lumma), das uns im Fernsehen ständig vorgesetzt wird. In dieser Aussage freilich liegen Chancen wie auch Risiken: Denn erstens gibt es im Fernsehen oft sehr qualifizierte Diskussionen, wenngleich niemals bei Sabine Christiansen, sondern zu diversen Gelegenheiten auf „Phönix“, und außerdem ist es mit den „qualifizierten“ Diskussionen oft auch in Blogs nicht weit her. Den so genannten Bloggern bleibt also wirklich nichts anderes übrig, als Qualität, Originalität und Witz miteinander zu kombinieren, um das zu werden, was sie gerne sein wollen: Medien, wie es keine anderen gibt.
Dieser Artikel erschien heute gleichlautend, jedoch mit einer anderen Überschrift, im Wahlblog.
sehpferd - am Sonntag, 19. Juni 2005, 11:22 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Beim Kölner Stadtblog habe ich (das wissen meine Leserinnen und Leser ohnehin) Recht behalten: Das Blog ist chaotisch, der redaktionell betreute „Rheinblick“ hervorragend.
Die Redaktion zieht die Tagesmeldungen der lieben Konkurrenz durch den Kakao, zum Beispiel „wie ermordet man einen Tanga“ (wäre es nicht so traurig, könnet der Fall glatt für eine Satire gut sein). Selbstverständlich hält man auch die Augen offen: Wer eine große Frau sucht, kann die Anzeige ruhig (nachgemessene) zwei Meter fünfundsiebzig hoch hängen.
Ich finde: weiter so. Und trotz aller Pietät: Wenn ihr Liebhaber ihr Tanga-Höschen als Souvenir für die Liebesnacht haben will, lassen sie sich 50 Euro dafür geben – aber verweigern sie bitte nicht die Herausgabe – es könnte das Leben kosten.
Die Redaktion zieht die Tagesmeldungen der lieben Konkurrenz durch den Kakao, zum Beispiel „wie ermordet man einen Tanga“ (wäre es nicht so traurig, könnet der Fall glatt für eine Satire gut sein). Selbstverständlich hält man auch die Augen offen: Wer eine große Frau sucht, kann die Anzeige ruhig (nachgemessene) zwei Meter fünfundsiebzig hoch hängen.
Ich finde: weiter so. Und trotz aller Pietät: Wenn ihr Liebhaber ihr Tanga-Höschen als Souvenir für die Liebesnacht haben will, lassen sie sich 50 Euro dafür geben – aber verweigern sie bitte nicht die Herausgabe – es könnte das Leben kosten.
sehpferd - am Sonntag, 19. Juni 2005, 00:33 - Rubrik: europa stadt blogs
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Machen sie mit – bei der Kampagne „dies ist kein Blog“ und setzen sie sich damit ab vom täglichen Unsinn, aber auch von Blog-Ideologen und überhaupt jeder Art von Besserwissern.
Sie demonstrieren damit:
Sie sind Autor, kein Blogger.
Sie schreiben ein Journal, kein Blog
Sie sind nicht Mitglied der Blogger-Gemeinde
Sie pfeifen auf die Rituale der Blogger
Das technische Medium mag man Blogs nennen – aber die Menschen, die dieses Zeichen verenden, sind keine Blogger, sondern freie Bürger, die hier schreiben, was sie für gut und richtig halten.
Kopieren sie nur das Logo "dies ist kein blog" in ihr kleines Journal, und verweisen sie auf diese Seite - das ist alles.

Sie demonstrieren damit:
Sie sind Autor, kein Blogger.
Sie schreiben ein Journal, kein Blog
Sie sind nicht Mitglied der Blogger-Gemeinde
Sie pfeifen auf die Rituale der Blogger
Das technische Medium mag man Blogs nennen – aber die Menschen, die dieses Zeichen verenden, sind keine Blogger, sondern freie Bürger, die hier schreiben, was sie für gut und richtig halten.
Kopieren sie nur das Logo "dies ist kein blog" in ihr kleines Journal, und verweisen sie auf diese Seite - das ist alles.
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen

