Danke, dass sie mit Swiss geflogen sind.
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(c) 2005 by sehpferd
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sehpferd - am Samstag, 2. Juli 2005, 23:11 - Rubrik: reisen bildet
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Manchmal kündigen sich Änderungen ganz, ganz still an - aber man kann ja schon mal einen Blick riskieren.
Offiziele Eröffnung der Seite der Nachtfalter, die nichts anders zu tun haben, als die Nacht zu falten, ist im September.
Offiziele Eröffnung der Seite der Nachtfalter, die nichts anders zu tun haben, als die Nacht zu falten, ist im September.
sehpferd - am Samstag, 2. Juli 2005, 22:40 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Sehpferd schreibt in den nächsten 5 Tagen hier für Sie über ein Sommernachtsthema, dass sie selbst bestimmen dürfen.
Anfragen (wie immer) an sehpferd at sehpferd com.
Anfragen (wie immer) an sehpferd at sehpferd com.
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Bevor ich vergesse, ihnen dies zu erzählen: Die DUDEN-Software stürzt immer noch beharrlich ab: Diesmal bei dem Wort "Catholic Church" - aber mal ehrlich - ich zähle schon gar nicht mehr, sondern sichere eben vorher. Zuverlässigkeit? Qualität? Offenbar Fremdwörter für die Softwareentwickler im Hause DUDEN, denn das Programm läuft auch im Normalbetrieb ausgesprochen hakelig.
Dort liegt man, wie es scheint, bei der Fehlerbehebung auch auf der faulen Haut: Seit Wochen ist keine Korrektur für das Programm zu haben. Fragt sich, was man als Kunde eigentlich wert ist.
Offenbar rührt die Entwickler der Duden-Software nicht einmal die vernichtende Kritik, die bei Amazon zu lesen ist.
Mehr zu DUDEN Software
Heute bislang vier Abstürze (3. Juli) - unterschiedliche Gründe, meist wegen Verwendung englischer Ausdrücke - mir reicht es langsam, DUDEN-Verlag!
Dort liegt man, wie es scheint, bei der Fehlerbehebung auch auf der faulen Haut: Seit Wochen ist keine Korrektur für das Programm zu haben. Fragt sich, was man als Kunde eigentlich wert ist.
Offenbar rührt die Entwickler der Duden-Software nicht einmal die vernichtende Kritik, die bei Amazon zu lesen ist.
Mehr zu DUDEN Software
Heute bislang vier Abstürze (3. Juli) - unterschiedliche Gründe, meist wegen Verwendung englischer Ausdrücke - mir reicht es langsam, DUDEN-Verlag!
sehpferd - am Samstag, 2. Juli 2005, 19:41 - Rubrik: Kunde sein
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Wenn sie katholisch sind, dann wissen sie wahrscheinlich, wie man einen Rosenkranz betet. Aber: Sie müssen mitzählen – und wer hätte sich nicht schon einmal verzählt? Nehmen wir einmal an, dass der Katholikengott nicht so kleinlich ist beim Zählen.
Oder etwa doch? Dann brauchen sie jetzt die Erfindung zweier Spanier. Da sie mir sonst doch nicht glauben, zitiere ich mal nach dem Katholikennetz:
„Per Knopfdruck werden die Gebete, die den Rosenkranz ausmachen, mitgezählt. Eine leichte Vibration ermöglicht es, der Zählung der einzelnen Ave Maria zu folgen, eine stärkere signalisiert, dass das zehnte und somit letzte Ave Maria ... erreicht worden ist..“
Oder etwa doch? Dann brauchen sie jetzt die Erfindung zweier Spanier. Da sie mir sonst doch nicht glauben, zitiere ich mal nach dem Katholikennetz:
„Per Knopfdruck werden die Gebete, die den Rosenkranz ausmachen, mitgezählt. Eine leichte Vibration ermöglicht es, der Zählung der einzelnen Ave Maria zu folgen, eine stärkere signalisiert, dass das zehnte und somit letzte Ave Maria ... erreicht worden ist..“
sehpferd - am Samstag, 2. Juli 2005, 19:35 - Rubrik: religion im blick
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Wenn sie eine völlig aufgetakelte junge Frau sehen, an der kein Fleckchen Haut oder Haar mehr natürlich ist und die Brüste bereits auf Maximalgröße aufgeblasen sind, dann haben sie ein Musterexemplar einer Bimbo.
Fehlt nur noch das passende T-Shirt: „Vielleicht bin ich blöd – aber mit solchen Titten wie meinen macht das nichts“. Na ja, in Deutsch ein bisschen lang. Aber dies würde gehen: „Meine Titten – guck sie nicht an – fass sie an“. Nun, wenn der Bimbo so etwas Freude bereitet.

(c) des Designs: cafepress.com
Fehlt nur noch das passende T-Shirt: „Vielleicht bin ich blöd – aber mit solchen Titten wie meinen macht das nichts“. Na ja, in Deutsch ein bisschen lang. Aber dies würde gehen: „Meine Titten – guck sie nicht an – fass sie an“. Nun, wenn der Bimbo so etwas Freude bereitet.

(c) des Designs: cafepress.com
sehpferd - am Samstag, 2. Juli 2005, 18:12 - Rubrik: wundersames
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Dita von Teese, so behauptet jedenfalls AMICA im Juli 2005, „inspiriere“ auch Frauen, und das Magazin fragt sich, wie sie das wohl macht.
Ich vermute: bevor sie den Mund aufgemacht hat, und solange man ihr nicht ins Gesicht gesehen hat: Denn die angebliche Super-Stripperin hat einen absolut nichtssagenden Gesichtsausdruck – und was man von ihr sonst hört, zeigt auch, dass sie nichts zu sagen weiß.
Dita von Teese vermarktet sich einfach gut – das ist, neben Strippen, offenbar das Einzige, was sie wirklich kann.
Ich vermute: bevor sie den Mund aufgemacht hat, und solange man ihr nicht ins Gesicht gesehen hat: Denn die angebliche Super-Stripperin hat einen absolut nichtssagenden Gesichtsausdruck – und was man von ihr sonst hört, zeigt auch, dass sie nichts zu sagen weiß.
Dita von Teese vermarktet sich einfach gut – das ist, neben Strippen, offenbar das Einzige, was sie wirklich kann.
sehpferd - am Samstag, 2. Juli 2005, 17:47 - Rubrik: wundersames
Nachdem ich mich gerade mit Groschenheften beschäftigt habe, fällt mir dies auf: Ich habe schon lange nichts mehr vom Sex mit Außerirdischen gehört. Wo sind all diese Frauen geblieben, die von den gelben, grünen und roten Männchen entführt, entehrt, geschwängert und schließlich in einem entsetzlichen Zustand zur Erde zurückgebracht worden sind?
Denn wisse: Die Außerirdischen haben ein großes Interesse daran, Frauen dieses Planeten zu schwängern, um eine neue Rasse entstehen zu lassen – was denn eigentlich sonst? Und außerdem macht es sich gut, solche Geschichten zu erzählen, wenn man ein paar Nächte im falschen Bett verbracht hat. Aber jetzt gibt es doch diese ekligen Tests, mit denen man genau feststellen kann, ob das Sperma humanoid war? Ach, ich weiß, das fälschen die Außerirdischen gleich mit.
Hatten Sie jüngst ein Erlebnis mit einem oder einer Außerirdischen? Sagen sie es mir. Ich hoffe nur, sie hatten ihre Videokamera dabei.
Denn wisse: Die Außerirdischen haben ein großes Interesse daran, Frauen dieses Planeten zu schwängern, um eine neue Rasse entstehen zu lassen – was denn eigentlich sonst? Und außerdem macht es sich gut, solche Geschichten zu erzählen, wenn man ein paar Nächte im falschen Bett verbracht hat. Aber jetzt gibt es doch diese ekligen Tests, mit denen man genau feststellen kann, ob das Sperma humanoid war? Ach, ich weiß, das fälschen die Außerirdischen gleich mit.
Hatten Sie jüngst ein Erlebnis mit einem oder einer Außerirdischen? Sagen sie es mir. Ich hoffe nur, sie hatten ihre Videokamera dabei.
sehpferd - am Samstag, 2. Juli 2005, 12:22 - Rubrik: wundersames
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Vielleicht finden sie erotische Magazine der Vergangenheit, an denen das einzig Erotische die Verlockung durch die Titelblätter war, auch heute noch als „abstoßend“. Dann sehen sie sich besser nicht an, was die bösen Magazine damals als Titelblätter hervorbrachten.
Sollte sie dies aber amüsieren oder sollten sie aus kulturellen Gründen Interesse an Sex-Groschenheftchen der Vergangenheit haben, ist BAD MAGS sicherlich eine Webseite, die sie freuen könnte.
„Okkulter Sex“ ist dort übrigens kein unsichtbarer Sex (wäre vielleicht auch interessant), sondern die Ansprache lüsterner Herren, sich einmal mit der teuflischen Seite sexueller Praktiken zu beschäftigen.
Sollte sie dies aber amüsieren oder sollten sie aus kulturellen Gründen Interesse an Sex-Groschenheftchen der Vergangenheit haben, ist BAD MAGS sicherlich eine Webseite, die sie freuen könnte.
„Okkulter Sex“ ist dort übrigens kein unsichtbarer Sex (wäre vielleicht auch interessant), sondern die Ansprache lüsterner Herren, sich einmal mit der teuflischen Seite sexueller Praktiken zu beschäftigen.
sehpferd - am Samstag, 2. Juli 2005, 11:56 - Rubrik: wundersames
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Ich las gerade einen Blog-Beitrag über Blogs, dem ich uneingeschränkt zustimmen kann, und dazu noch einer, der sehr gut in eines der Fächer passt, in denen ich mich besonders gut auskenne: Kommunikation und Realität.
Robert Basic schreibt im M-E-X-Blog gegen eine Legende an: Blogs seien so toll, weil sie authentisch, offen und ehrlich sind. Er bezeichnet es als Dumpfbacken-Unsinn.
Lassen sie mich einmal beim Thema einhaken: Blogs können nur so authentisch sein, wie es Menschen möglich ist, authentisch zu sein. Sehen sie, und das ist schon der erste Knackpunkt: Ach, sie wissen genau, liebe Schreiberin, lieber Schreiber, dass sie „authentisch“ sind? Woher denn, bitte schön, haben sie ihr Wissen? Kennen sie sich, mit Verlaub, so gut, dass sie das immer beurteilen können?
Erinnern wir uns an die „guten“ Aufsätze, die früher immer in der Schule als Beispiele verlesen wurden (heute, so denke ich, auch noch)? Sie waren alles andere als authentisch. Und um einmal vom Begriff weg zu kommen: Um das eigene Sein wirklich erfahren zu können, benötigt man eine gewisse Reife - und die Fähigkeit, sich neben sich stellen zu können, wenn man handelt.
Das freilich war nur ein Aspekt, nämlich „wer kann authentisch sein“. Eine ganz andere Frage ist „wer will authentisch sein“? Ich denke da an die Liebe. Sehen sie mal die Dame da gegenüber (sie haben sicherlich eine im Visier, oder)? Sie streckt ihnen die Brüste entgegen und den Finger in den Mund, und wenn sie diese Dame jetzt ansprechen, wird sie ihnen beweisen wollen, was für ein tolles Weib sie ist und sie vielleicht verlocken, noch mehr als den oberen Teil ihrer Brüste zu sehen. Glauben sie, dass sie authentisch ist, nur weil sie gerade lüsternes Weibchen spielt? Vielleicht langweilt sie sich einfach, hat schon lange keinen Mann mehr gehabt und nimmt sie, weil nichts anderes zu finden war – und viellicht wird diese Dame sie heute Nacht zum Vater machen.
Authentisch ist ein schönes Wort. Offen auch – und vor allem ehrlich. Sie kennen wahrscheinlich die saublöde Karikatur, bei der einige Bloggerinnen und Blogger kämpferisch vor der Burg der Presse stehen. Einer der Verleger sagt zum anderen: „Was wollen sie diesmal?“ – Sagt der andere: „Immer dasselbe – die Wahrheit“.
Diese Karikatur ist die Bild gewordene Lüge der Bloggerei: Die meisten Blogger sind an „der Wahrheit“ gar nicht interessiert. Der „harte Kern“ der Bloggerinnen und Blogger will nicht „die“ Wahrheit und auch keine allgemein anerkannte andere Wahrheit, sondern nur die eigene Wahrheit. Es gibt ein paar Ausnahmen, wie es überall Ausnahmen gibt: Sie liegen im Promillebereich der Bloggerei.
Offen und ehrlich? Wer glaubt, dass Blogs offen und ehrlich sind, gehört entweder einer religionsähnlichen Verblendungsgruppe unter den Bloggerinnen und Bloggern an oder sie oder er lesen keine Blogs. Denn was immer auch die Damen und Herren tun oder schreiben: Sie stellen sich selbst immer in das günstigste Licht, das gerade erhältlich ist, spielen die Rollen aus, die sie am liebsten spielen und ziehen dabei alle Register der Vernebelungskunst, die einem Geheimagenten alle Ehre machen würde.
Damit keine Missverständnisse aufkommen: Das kann durchaus unterhaltsam sein. Schließlich sind wir alle eben auch Schriftsteller. Aber wir sind eben nicht immer, nicht überall und grundsätzlich authentisch, offen und ehrlich. In den meisten Fällen sind wir nur selbstsüchtig – und wollen, dass wir gelesen werden. Lesen sie meinen letzten Satz ruhig noch einmal. Er ist mit Sicherheit authentisch,
Robert Basic schreibt im M-E-X-Blog gegen eine Legende an: Blogs seien so toll, weil sie authentisch, offen und ehrlich sind. Er bezeichnet es als Dumpfbacken-Unsinn.
Lassen sie mich einmal beim Thema einhaken: Blogs können nur so authentisch sein, wie es Menschen möglich ist, authentisch zu sein. Sehen sie, und das ist schon der erste Knackpunkt: Ach, sie wissen genau, liebe Schreiberin, lieber Schreiber, dass sie „authentisch“ sind? Woher denn, bitte schön, haben sie ihr Wissen? Kennen sie sich, mit Verlaub, so gut, dass sie das immer beurteilen können?
Erinnern wir uns an die „guten“ Aufsätze, die früher immer in der Schule als Beispiele verlesen wurden (heute, so denke ich, auch noch)? Sie waren alles andere als authentisch. Und um einmal vom Begriff weg zu kommen: Um das eigene Sein wirklich erfahren zu können, benötigt man eine gewisse Reife - und die Fähigkeit, sich neben sich stellen zu können, wenn man handelt.
Das freilich war nur ein Aspekt, nämlich „wer kann authentisch sein“. Eine ganz andere Frage ist „wer will authentisch sein“? Ich denke da an die Liebe. Sehen sie mal die Dame da gegenüber (sie haben sicherlich eine im Visier, oder)? Sie streckt ihnen die Brüste entgegen und den Finger in den Mund, und wenn sie diese Dame jetzt ansprechen, wird sie ihnen beweisen wollen, was für ein tolles Weib sie ist und sie vielleicht verlocken, noch mehr als den oberen Teil ihrer Brüste zu sehen. Glauben sie, dass sie authentisch ist, nur weil sie gerade lüsternes Weibchen spielt? Vielleicht langweilt sie sich einfach, hat schon lange keinen Mann mehr gehabt und nimmt sie, weil nichts anderes zu finden war – und viellicht wird diese Dame sie heute Nacht zum Vater machen.
Authentisch ist ein schönes Wort. Offen auch – und vor allem ehrlich. Sie kennen wahrscheinlich die saublöde Karikatur, bei der einige Bloggerinnen und Blogger kämpferisch vor der Burg der Presse stehen. Einer der Verleger sagt zum anderen: „Was wollen sie diesmal?“ – Sagt der andere: „Immer dasselbe – die Wahrheit“.
Diese Karikatur ist die Bild gewordene Lüge der Bloggerei: Die meisten Blogger sind an „der Wahrheit“ gar nicht interessiert. Der „harte Kern“ der Bloggerinnen und Blogger will nicht „die“ Wahrheit und auch keine allgemein anerkannte andere Wahrheit, sondern nur die eigene Wahrheit. Es gibt ein paar Ausnahmen, wie es überall Ausnahmen gibt: Sie liegen im Promillebereich der Bloggerei.
Offen und ehrlich? Wer glaubt, dass Blogs offen und ehrlich sind, gehört entweder einer religionsähnlichen Verblendungsgruppe unter den Bloggerinnen und Bloggern an oder sie oder er lesen keine Blogs. Denn was immer auch die Damen und Herren tun oder schreiben: Sie stellen sich selbst immer in das günstigste Licht, das gerade erhältlich ist, spielen die Rollen aus, die sie am liebsten spielen und ziehen dabei alle Register der Vernebelungskunst, die einem Geheimagenten alle Ehre machen würde.
Damit keine Missverständnisse aufkommen: Das kann durchaus unterhaltsam sein. Schließlich sind wir alle eben auch Schriftsteller. Aber wir sind eben nicht immer, nicht überall und grundsätzlich authentisch, offen und ehrlich. In den meisten Fällen sind wir nur selbstsüchtig – und wollen, dass wir gelesen werden. Lesen sie meinen letzten Satz ruhig noch einmal. Er ist mit Sicherheit authentisch,
sehpferd - am Samstag, 2. Juli 2005, 11:15 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Kein Mensch ist wie ein anderer – und selbstverständlich ist keine Frau wie eine andere. Hinzu kommt: Das Leben verläuft selbst bei westeuropäischen Frauen innerhalb der Kulturen, in denen sie leben – und ich garantiere Ihnen, kulturelle Unterschiede spielen eine Rolle in Beziehungen. Und doch zeigen sich Trends – in der Liebe zum Beispiel.
Ein typisches Sommerthema? Vielleicht.
Der Trick, den die Kultur in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat, geht so: Männer denken in sexueller Hinsicht innerhalb geringer Bandbreiten immer noch ähnlich wie vor 50 Jahren, während Frauen ihre Bandbreite stetig erweitert haben. Das führt zu Überraschungen, vor allem seitens der Männer. Dies mag manchmal gut für sie sein, weil sie überraschend über eine Bettkante stolpern, die sie für unerreichbar hielten – aber auch schlecht, weil die Damen inzwischen Wünsche und Erwartungen haben, die Männer früher gar nicht wahrgenommen haben – hauptsächlich, weil Männer meinen, dass sie es gar nicht gibt.
Also, was wollen Frauen? Und vor allem, was wollen sie in unterschiedlichen Altersstufen? Lassen sie uns sehen.
Die Zwanzigerin
Wer Friseurin oder Verkäuferin oder einen ähnlichen so genannten „Jungmädchenberuf“ gelernt hat, kennt in diesen Jahren nur ein Ziel: Raus aus dem Beruf, rein in die Mutterschaft, damit man endlich zu Hause bleiben darf – das gilt jedenfalls für die meisten deutschen Frauen, die in einfachen Berufen arbeiten. Doch für die Mehrheit der übrigen Frauen dieser Altersstufe gilt vor allem: Das pralle Leben genießen.
Ihre romantische Ader kann sie eventuell im Kino ausleben, ihre Geilheit jedoch nicht: Da sind Partner gefragt. Frauen tun in diesem Alter ziemlich viel, um Männer zu verlocken – häufig zu viel mehr, als sich diese vorstellen können. Die Regel: „Frauen verführen, Männer werden verführt“ gilt in jungen Jahren noch mehr als im Alter.
Männer müssen neu lernen. Reichte es früher, den weißen Ritter zu spielen, um die Dame wie eine Prinzessin zu behandeln, um sie dann wie eine Hure benutzen zu können, so muss man jetzt spontan die Farbe wechseln können. Wenn sei die Prinzessin sein will, muss man die weiße Seele tragen, wenn sie eine verdorbene Hure sein will, die schwarze, doch das reicht leider noch nicht: Gegebenenfalls will die Frau, dass der Mann sie antreibt, über ihre Grenzen hinaus zu gehen. Das bedeutet nun freilich, dass Liebhaber wahre Entertainer werden müssen. Ach ja: Es ist schwer, eine solche Geliebte zu behalten. Immerhin kann man es versuchen. Auch Frauen werden älter.
(wird fortgesetzt).
Der Autor merkt an: Die Inhalte dieses Artikels wurden sehr vielen, unterschiedlichen Quellen entnommen und nach den Möglichkeiten, die Zeitzeugen haben, zusammengestellt. Es handelt sich keinesfalls um persönliche Erfahrungen.
Parallel in „Nachtfalter".
Ein typisches Sommerthema? Vielleicht.
Der Trick, den die Kultur in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat, geht so: Männer denken in sexueller Hinsicht innerhalb geringer Bandbreiten immer noch ähnlich wie vor 50 Jahren, während Frauen ihre Bandbreite stetig erweitert haben. Das führt zu Überraschungen, vor allem seitens der Männer. Dies mag manchmal gut für sie sein, weil sie überraschend über eine Bettkante stolpern, die sie für unerreichbar hielten – aber auch schlecht, weil die Damen inzwischen Wünsche und Erwartungen haben, die Männer früher gar nicht wahrgenommen haben – hauptsächlich, weil Männer meinen, dass sie es gar nicht gibt.
Also, was wollen Frauen? Und vor allem, was wollen sie in unterschiedlichen Altersstufen? Lassen sie uns sehen.
Die Zwanzigerin
Wer Friseurin oder Verkäuferin oder einen ähnlichen so genannten „Jungmädchenberuf“ gelernt hat, kennt in diesen Jahren nur ein Ziel: Raus aus dem Beruf, rein in die Mutterschaft, damit man endlich zu Hause bleiben darf – das gilt jedenfalls für die meisten deutschen Frauen, die in einfachen Berufen arbeiten. Doch für die Mehrheit der übrigen Frauen dieser Altersstufe gilt vor allem: Das pralle Leben genießen.
Ihre romantische Ader kann sie eventuell im Kino ausleben, ihre Geilheit jedoch nicht: Da sind Partner gefragt. Frauen tun in diesem Alter ziemlich viel, um Männer zu verlocken – häufig zu viel mehr, als sich diese vorstellen können. Die Regel: „Frauen verführen, Männer werden verführt“ gilt in jungen Jahren noch mehr als im Alter.
Männer müssen neu lernen. Reichte es früher, den weißen Ritter zu spielen, um die Dame wie eine Prinzessin zu behandeln, um sie dann wie eine Hure benutzen zu können, so muss man jetzt spontan die Farbe wechseln können. Wenn sei die Prinzessin sein will, muss man die weiße Seele tragen, wenn sie eine verdorbene Hure sein will, die schwarze, doch das reicht leider noch nicht: Gegebenenfalls will die Frau, dass der Mann sie antreibt, über ihre Grenzen hinaus zu gehen. Das bedeutet nun freilich, dass Liebhaber wahre Entertainer werden müssen. Ach ja: Es ist schwer, eine solche Geliebte zu behalten. Immerhin kann man es versuchen. Auch Frauen werden älter.
(wird fortgesetzt).
Der Autor merkt an: Die Inhalte dieses Artikels wurden sehr vielen, unterschiedlichen Quellen entnommen und nach den Möglichkeiten, die Zeitzeugen haben, zusammengestellt. Es handelt sich keinesfalls um persönliche Erfahrungen.
Parallel in „Nachtfalter".
sehpferd - am Samstag, 2. Juli 2005, 09:35 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Nik Cohn, Jelly Roll Morton, Charles Mingus und schließlich - ich
Der Autor Nik Cohn enthüllt, wer sein Vorbild war, als er zu schreiben begann: Jelly Roll Morton. Im englischen GQ (July 2005). „Wer“, werden nun die Connaisseure der Literatur entsetzt fragen, „wer um des Himmels willen war dieser Jelly Roll Morton?“, und wenn sie so fragen, dann mag ich ihnen vielleicht antworten: „Ein Puffmusiker“, was mindestens nicht gelogen ist.
Jelly Roll Morton? Ein Genie, ein begnadeter Komponist, Arrangeur, Pianist und Leiter eines kleinen Orchesters, der “Red Hot Peppers”, einer von vielleicht einem Dutzend wirklichen Genies der Jazzgeschichte, jemand, dem die Realität nie gut genug war: Fantasie musste sie ergänzen, um strahlende Bilder der Wirklichkeit entstehen zu lassen, die es so jedenfalls in jeder faden Wirklichkeit, in der andere lebten, nie gab.
Ich selbst erkenne mich darin wieder. Die Wirklichkeit? Nun ja. Sie wissen ja vermutlich selbst, was sie alles brauchen, um ihr Ego aufzupolieren: Taschen, Kugelschreiber, Schuhe, Manschettenknöpfe, Ohrringe, vielleicht einen Sportwagen. Und wissen sie, was passiert? Dann haben sie alles und liegen nachts allein in einem Bett und wünschen nichts mehr, als dass sich jemand zu ihnen legt. Freilich, auch das können sie kaufen – ist aber netter, wenn man ein bisschen Vertrauen zueinander hat und hinterher vielleicht noch kuscheln kann.
Ach ja, die Wirklichkeit? Wissen sie, diese Wirklichkeit ist ja ab und an ganz nett, aber langfristig ist sie – nun ja, sie ist einfach so langweilig, wie die Wirklichkeit eben ist. Also beginnen sie zu malen, oder zu schreiben, oder meinetwegen ein Schloss zu renovieren.
Vor Jahren las ich noch sehr viel Paul Watzlawick: „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“ Seither ist mir klar, dass ich in meiner Wirklichkeit leben kann, solange ich will, aber dass meine Wirklichkeit eben viel wirklicher wird, wenn ich auch nur einen einzigen Menschen finde, der mit mir in die gleiche Welt ziehen will: Wir bauen die Wirklichkeit. Wir bauen sie durch Kommunikation.
Ich, für meinen Teil, habe noch die alte Art von Fantasie, die den Nachkriegskindern eigen ist: Ein Stückchen Butterbrot ist kein Stückchen Butterbrot, sondern ein Auto, ein Schiff, ein Flugzeug: Ich will, dass es etwas ist, und also ist es das. Die Wirklichkeit ist bei mir im Kopf und nirgendwo sonst.
Bei mir war es – sie lesen es im Titel – nicht Jelly Roll Morton sondern ein Mann namens Charles Mingus. „My Jelly Roll Soul“ hieß eines seiner Stücke, und er war – wie Jelly Roll Morton – ein Genie der Neuzeit, ein Mann, der komponierte, arrangierte, einen Kontrabass mit kräftigen Finger spielte, sodass es den Leuten in den Ohren dröhnte, jemand, der einem Kritiker auch schon mal die Faust ins Gesicht schlug, wenn er zu dämlich kritisierte, ein Förderer junger Talente, ein feinsinniger Mensch, der nie verwand, vielleicht eine Mitschuld am frühen Tod von Charles „Bird“ Parker gehabt zu haben.
My Jelly Roll Soul, my Charles Mingus Soul. “Du verhältst dich so eigenartig, wenn du seine Musik hörst”, sagten die Leute, schüttelten den Kopf und meinten, ich würde schon auch noch anders denken lernen. Damals schrieb ich viel – Dinge, die niemand verstand. Ich machte einen Fehler: Ich hörte auf zu schreiben. Ich wusste nicht, dass ich hätte weiterschreiben müssen, weil mich niemand verstand. Dann wäre ich vielleicht einer dieser neuen deutschen Schriftsteller geworden. Es dauerte lange, bis ich wieder zu Schreiben begann. Geschichten wie diese, zum Beispiel.
Wenn Sie bis hierher nichts verstanden haben, dann haben sie mich nicht verstanden. Haben Sie Geduld mit sich. Vielleicht lernen sie es ja noch.
Der Autor Nik Cohn enthüllt, wer sein Vorbild war, als er zu schreiben begann: Jelly Roll Morton. Im englischen GQ (July 2005). „Wer“, werden nun die Connaisseure der Literatur entsetzt fragen, „wer um des Himmels willen war dieser Jelly Roll Morton?“, und wenn sie so fragen, dann mag ich ihnen vielleicht antworten: „Ein Puffmusiker“, was mindestens nicht gelogen ist.
Jelly Roll Morton? Ein Genie, ein begnadeter Komponist, Arrangeur, Pianist und Leiter eines kleinen Orchesters, der “Red Hot Peppers”, einer von vielleicht einem Dutzend wirklichen Genies der Jazzgeschichte, jemand, dem die Realität nie gut genug war: Fantasie musste sie ergänzen, um strahlende Bilder der Wirklichkeit entstehen zu lassen, die es so jedenfalls in jeder faden Wirklichkeit, in der andere lebten, nie gab.
Ich selbst erkenne mich darin wieder. Die Wirklichkeit? Nun ja. Sie wissen ja vermutlich selbst, was sie alles brauchen, um ihr Ego aufzupolieren: Taschen, Kugelschreiber, Schuhe, Manschettenknöpfe, Ohrringe, vielleicht einen Sportwagen. Und wissen sie, was passiert? Dann haben sie alles und liegen nachts allein in einem Bett und wünschen nichts mehr, als dass sich jemand zu ihnen legt. Freilich, auch das können sie kaufen – ist aber netter, wenn man ein bisschen Vertrauen zueinander hat und hinterher vielleicht noch kuscheln kann.
Ach ja, die Wirklichkeit? Wissen sie, diese Wirklichkeit ist ja ab und an ganz nett, aber langfristig ist sie – nun ja, sie ist einfach so langweilig, wie die Wirklichkeit eben ist. Also beginnen sie zu malen, oder zu schreiben, oder meinetwegen ein Schloss zu renovieren.
Vor Jahren las ich noch sehr viel Paul Watzlawick: „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“ Seither ist mir klar, dass ich in meiner Wirklichkeit leben kann, solange ich will, aber dass meine Wirklichkeit eben viel wirklicher wird, wenn ich auch nur einen einzigen Menschen finde, der mit mir in die gleiche Welt ziehen will: Wir bauen die Wirklichkeit. Wir bauen sie durch Kommunikation.
Ich, für meinen Teil, habe noch die alte Art von Fantasie, die den Nachkriegskindern eigen ist: Ein Stückchen Butterbrot ist kein Stückchen Butterbrot, sondern ein Auto, ein Schiff, ein Flugzeug: Ich will, dass es etwas ist, und also ist es das. Die Wirklichkeit ist bei mir im Kopf und nirgendwo sonst.
Bei mir war es – sie lesen es im Titel – nicht Jelly Roll Morton sondern ein Mann namens Charles Mingus. „My Jelly Roll Soul“ hieß eines seiner Stücke, und er war – wie Jelly Roll Morton – ein Genie der Neuzeit, ein Mann, der komponierte, arrangierte, einen Kontrabass mit kräftigen Finger spielte, sodass es den Leuten in den Ohren dröhnte, jemand, der einem Kritiker auch schon mal die Faust ins Gesicht schlug, wenn er zu dämlich kritisierte, ein Förderer junger Talente, ein feinsinniger Mensch, der nie verwand, vielleicht eine Mitschuld am frühen Tod von Charles „Bird“ Parker gehabt zu haben.
My Jelly Roll Soul, my Charles Mingus Soul. “Du verhältst dich so eigenartig, wenn du seine Musik hörst”, sagten die Leute, schüttelten den Kopf und meinten, ich würde schon auch noch anders denken lernen. Damals schrieb ich viel – Dinge, die niemand verstand. Ich machte einen Fehler: Ich hörte auf zu schreiben. Ich wusste nicht, dass ich hätte weiterschreiben müssen, weil mich niemand verstand. Dann wäre ich vielleicht einer dieser neuen deutschen Schriftsteller geworden. Es dauerte lange, bis ich wieder zu Schreiben begann. Geschichten wie diese, zum Beispiel.
Wenn Sie bis hierher nichts verstanden haben, dann haben sie mich nicht verstanden. Haben Sie Geduld mit sich. Vielleicht lernen sie es ja noch.
sehpferd - am Freitag, 1. Juli 2005, 21:01 - Rubrik: kult und kultur
Im Bereich „Information“ erhielt das Bildblog den diesjährigen „Grimme Online Award“. Herzlichen Glückwunsch, Bild Blog.
sehpferd - am Freitag, 1. Juli 2005, 19:44 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Männer, so heißt es in dem Blog einer Dame der einschlägigen Zunft, würden sich oft scheuen, von ihren Frauen Oralsex zu bekommen. Die Begründung: „Ihh gitt, und wenn sie nachher mit diesen Lippen meine Kinder küsst“.
Irgendwie denke ich, Zähneputzen ist billiger als der Besuch bei einer Hure, aber vielleicht gibt es für die Saubermänner dieser Art ja auch noch andere Gründe. Zu einer Hure zu gehen – sie wissen schon, die alte Moderegel: Es ist nicht so sehr der Stoff, es ist die Machart.
Irgendwie denke ich, Zähneputzen ist billiger als der Besuch bei einer Hure, aber vielleicht gibt es für die Saubermänner dieser Art ja auch noch andere Gründe. Zu einer Hure zu gehen – sie wissen schon, die alte Moderegel: Es ist nicht so sehr der Stoff, es ist die Machart.
sehpferd - am Freitag, 1. Juli 2005, 19:20 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Eine Hure hat offenbar in Indien einen Marxisten im Wettkampf um das meistverkaufte Sachbuch geschlagen. Ziemlich ungleicher Kampf, wenn sie mich fragen.
sehpferd - am Freitag, 1. Juli 2005, 19:07 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Die Ungeheuer von Loch Ness im Erotik-Bereich haben viele Köpfe. Einer davon ist „Pornografie für Frauen“. Typische Artikel: Sie sucht etwas, das sie gewaltig anmacht, findet aber irgendwie nur Schwanzparaden, die sie nicht so toll findet.
Die gegenwärtige Autorin landete bei einem Film, der ihr zu zahm war: Von Frauen für Frauen nach der Art „Er kam in meine Wohnung und dann trieben wir es überall“.
Ach, lesen sie doch selbst.
Die gegenwärtige Autorin landete bei einem Film, der ihr zu zahm war: Von Frauen für Frauen nach der Art „Er kam in meine Wohnung und dann trieben wir es überall“.
Ach, lesen sie doch selbst.
sehpferd - am Freitag, 1. Juli 2005, 19:06 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Full breakfast, Sir? Do you want white or brown toast Sir? Man ist sichtlich um mich bemüht in diesem kleinen Hotel. Mit mir sind noch drei Herren im Raum, alle an separaten Tischen, wie ich auch. Einer führt eine Art Konversation mit allen anderen aus der Mitte des Raumes heraus – unverkennbar ein Brite, unverkennbar gebildet, sonore Stimme, der alle vokale deutlich ausspricht und einzelne Wörter betont lang zieht, wobei es ihm die zweie Silbe, wenn es denn eine gibt, besonders angetan hat, wie es scheint.
Das Thema ist unverkennbar seine Liebe: Filme, besonders englische, besonders solche mit englischem Humor. Monty Phython, zum Beispiel. „Was haben die Römer jemals für uns getan“? ist die Sequenz, die er heute in seinen Vortrag vor jungen Leuten halten wird, doch er hat noch ein paar andere in Petto.
Die Menschen um ihn herum lauschen. „Damals, als ich noch bei der BBC war …“, sagt er einmal, wobei er diesmal das „C“ lang zieht wie Kaugummi und darauf wartet, dass sich die Gesichter seiner Zuhörer verändern würden, ja, damals, da hat er noch mit berühmten Schauspielern gearbeitet. Doch jetzt ist er Selbstdarsteller, sitzt mit mir in einem Hotelfrühstücksraum und unterhält drei Menschen.
Einer ist Finne, mindestens so lang wie breit wie offenbar klug – und auch so klug, selten etwas zu sagen, der andere ein typischer IT-Angestellter, schmal, blass und schlecht angezogen. Er beklagt sich über seinen Kunden, der jeden Tag den Farbdrucker verstellt aber dennoch erwartet, dass die Scans immer in gleicher Farbe herauskommen. Ich fürchte, er wird noch einige Jahre daran arbeiten, wenn er gegenüber seinem Kunden nicht deutlicher wird.
Nachdem der Frühstücksraum eins vier Tische hat und der Frühstücksraum zwei (nach hinten heraus) fünf, kann man genau neun Gäste bedienen, wenn es sich um lauter Einzelpersonen handelt – was heute so gut wie nur der Fall ist. Die füllige, selbst für englische Verhältnisse sehr schlecht gekleidete Dame aus Zimmer 16 mit der „Times“ in der Hand kommt zu spät, besteht aber auf einem Platz im Frühstücksraum zwei (wo sich Ladys offenbar lieber aufhalten). Sofort bekommt sie einen Klapptisch neben der Küche. Ein Herr, der offenbar häufiger kommt, erhält einen Platz im Restaurant, solange, bis ich eben fertig bin. Full Englisch breakfast, no eggs, no blackpudding. Was übrig blieb? Schinken (mager) Tomaten, Bohnen und Würstchen.
Vor Jahren hatte ich hier einmal eine Begegnung mit einer Damen, die mich über die Tische beim Frühstück ansprach. Da sie Nachts an der Bar Liebfrauenmilch trank, sah ich davon ab, mir die Gunst der Nacht mit ihr zu erbitten: Wer keinen Geschmack beim Wein hat, hat ihn in der Liebe normalerweise auch nicht.
Das Thema ist unverkennbar seine Liebe: Filme, besonders englische, besonders solche mit englischem Humor. Monty Phython, zum Beispiel. „Was haben die Römer jemals für uns getan“? ist die Sequenz, die er heute in seinen Vortrag vor jungen Leuten halten wird, doch er hat noch ein paar andere in Petto.
Die Menschen um ihn herum lauschen. „Damals, als ich noch bei der BBC war …“, sagt er einmal, wobei er diesmal das „C“ lang zieht wie Kaugummi und darauf wartet, dass sich die Gesichter seiner Zuhörer verändern würden, ja, damals, da hat er noch mit berühmten Schauspielern gearbeitet. Doch jetzt ist er Selbstdarsteller, sitzt mit mir in einem Hotelfrühstücksraum und unterhält drei Menschen.
Einer ist Finne, mindestens so lang wie breit wie offenbar klug – und auch so klug, selten etwas zu sagen, der andere ein typischer IT-Angestellter, schmal, blass und schlecht angezogen. Er beklagt sich über seinen Kunden, der jeden Tag den Farbdrucker verstellt aber dennoch erwartet, dass die Scans immer in gleicher Farbe herauskommen. Ich fürchte, er wird noch einige Jahre daran arbeiten, wenn er gegenüber seinem Kunden nicht deutlicher wird.
Nachdem der Frühstücksraum eins vier Tische hat und der Frühstücksraum zwei (nach hinten heraus) fünf, kann man genau neun Gäste bedienen, wenn es sich um lauter Einzelpersonen handelt – was heute so gut wie nur der Fall ist. Die füllige, selbst für englische Verhältnisse sehr schlecht gekleidete Dame aus Zimmer 16 mit der „Times“ in der Hand kommt zu spät, besteht aber auf einem Platz im Frühstücksraum zwei (wo sich Ladys offenbar lieber aufhalten). Sofort bekommt sie einen Klapptisch neben der Küche. Ein Herr, der offenbar häufiger kommt, erhält einen Platz im Restaurant, solange, bis ich eben fertig bin. Full Englisch breakfast, no eggs, no blackpudding. Was übrig blieb? Schinken (mager) Tomaten, Bohnen und Würstchen.
Vor Jahren hatte ich hier einmal eine Begegnung mit einer Damen, die mich über die Tische beim Frühstück ansprach. Da sie Nachts an der Bar Liebfrauenmilch trank, sah ich davon ab, mir die Gunst der Nacht mit ihr zu erbitten: Wer keinen Geschmack beim Wein hat, hat ihn in der Liebe normalerweise auch nicht.
sehpferd - am Donnerstag, 30. Juni 2005, 23:33 - Rubrik: reisen bildet
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Ich habe heute eine ganze Weile im Wahlblog verbracht, um zu diskutieren, und ich gebe zu, dass es sehr nett war, einmal ein wenig hin- und herzureden. Doch jetzt kamen mir einige Gedanken, die keinesfalls nur auf das Wahlblog bezogen sind, sondern die mich auch sonst so häufig nachdenklich machen, nämlich diese:
1. Wir zerdiskutieren in Blogs unsere gute Zeit, die wir ebenso für wirtschaftliche Aktivitäten, den Ausbau sozialer Netze oder einen Zugewinn an Lebensfreude nutzen könnten
2. Wir kommen in den meisten Diskussionen weder sachlich voran noch finden wir eine Lösung für unsere persönliche Entwicklung oder unsere wirtschaftliche Zukunft – wozu dann bitte alles?
3. Wenn wir all die Energie, die wir hier verbrennen, in Unternehmensneugründungen, Selbsthilfeinitiativen und Ideenfabriken sowie in geistige und emotionale Aktivitäten stecken würden – mein Gott, was gäbe das für Innovationen.
Das ganze Land, ja, das ganze Europa würde im Licht unserer Ideen glänzen, unsere Unternehmensgründungen würden in die Geschichte eingehen wie diejenigen der Gebrüder Albrecht, und die Arbeitslosen würden glühende Augen bei dem bekommen, was sie an sich und für sich noch alles tun könnten.
Nun ja, vielleicht träume ich zu viel. Mein Thermometer steht bei konstant 31 Grad, und draußen braut sich ein Gewitter zusammen. Dennoch – ich meine, könnte ich nicht bitte ein klein wenig Recht bekommen?
1. Wir zerdiskutieren in Blogs unsere gute Zeit, die wir ebenso für wirtschaftliche Aktivitäten, den Ausbau sozialer Netze oder einen Zugewinn an Lebensfreude nutzen könnten
2. Wir kommen in den meisten Diskussionen weder sachlich voran noch finden wir eine Lösung für unsere persönliche Entwicklung oder unsere wirtschaftliche Zukunft – wozu dann bitte alles?
3. Wenn wir all die Energie, die wir hier verbrennen, in Unternehmensneugründungen, Selbsthilfeinitiativen und Ideenfabriken sowie in geistige und emotionale Aktivitäten stecken würden – mein Gott, was gäbe das für Innovationen.
Das ganze Land, ja, das ganze Europa würde im Licht unserer Ideen glänzen, unsere Unternehmensgründungen würden in die Geschichte eingehen wie diejenigen der Gebrüder Albrecht, und die Arbeitslosen würden glühende Augen bei dem bekommen, was sie an sich und für sich noch alles tun könnten.
Nun ja, vielleicht träume ich zu viel. Mein Thermometer steht bei konstant 31 Grad, und draußen braut sich ein Gewitter zusammen. Dennoch – ich meine, könnte ich nicht bitte ein klein wenig Recht bekommen?
Das wöchentliche Geblubber aus den Algen – fast immer sonntags
Die Zeit der sauren Gurken ist die Zeit der Scheinthemen. Das Ungeheuer von Loch Ness ist da viel zu trivial – da muss schon das Krokodil im Badesee her – ist doch viel wahrscheinlicher. Oder die Frage, welchen Job welcher C-Ministerpräsident denn demnächst in Berlin bekommt. Ach, was wird sich die Welt freuen wenn so ein diplomatischer versierter Herr wie der Herr Stoiber Außenminister wird.
Überhaupt die CDU – ich will den Wechseln, doch was die Union da an Flickwerk präsentiert, spottet jeder Beschreibung. Besonders, was die Familienlobbyisten innerhalb der Union wieder Zustande gebracht haben: 25 Euro gibt’s demnächst pro neu geborenem Kind – angeblich als Ausgleich für den höheren Aufwand, als Zuschuss zu den Beiträgen für die Rentenversicherung.
Gerechtigkeit in C-moll heißt einmal Gießkanne über Deutschland – genau so haben ich mir es vorgestellt: Die Union schmeißt Geld zum Fenster hinaus, das sie gar nicht hat, um Leuten zu imponieren, die das letztlich überhaupt nicht wahrnehmen. Eine unglaubliche Frechheit gegenüber der Masse der Bürger und nicht im geringsten geeignet, für eine nachhaltige Bevölkerungspolitik zu sorgen: Mist gebaut, Union: Wer Geld ausgibt, dass er nicht hat, für Zwecke, die unsinnig sind, muss an den Pranger, solange es noch Zeit ist.
Mag ja sein, dass Erziehungsjahre bei der Rente zählen müssen – im Grunde aber bedeutet dies nichts weiter als einen unverschämten Eingriff der Unionsstrategen in das Renteversicherungssystem – und erneute Staatszuschüsse. Bedenkt man, dass die Staatszuschüsse zur Rentenversicherung schon jetzt vor allem deswegen so hoch sind, weil der Staat sie seit Jahrzehnten mit versicherungsfremden Leistungen belastet, muss man schamrot werden, wenn man schon wieder Geld ausgibt, das man eigentlich gar nicht hat. Aber haben sie die Schwarzen schon mal schamrot werden sehen – ich noch nicht. Fazit: es wird erneut verteilt, wo es nichts zu verteilen gibt – ein Sieg für die CDU-nahen Familienverbände und eine klare Niederlage für das Volk.
Manche Leute – und nicht nur die in der Union – riskieren leichtfertig ihre eigene Zukunft. Der Herr Schröder zum Beispiel. Die Wahl? Krasse Fehlentscheidung für ihn und die SPD, wenngleich gut für Deutschland. Nur – dieser Mann hat jahrelang die Richtlinien der Politik bestimmt, und wer sich so irrt, ist selbst als Bürgermeister ungeeignet. Hoffen wir, dass Herr Schröder niemals mehr für ein Amt kandidiert, nicht mal für ein solches. Aber das ist gar nicht mein eigentliches Thema, sondern Schröders Verhalten in der EU: Ob er nun mit Hilfe der Luxemburger und Franzosen gegen Blair kämpft oder allein, spielt gar keine Rolle: Schröder ist ein Mann des uralten Europa, einer, der die Zukunft Europas nicht verstanden hat, kurz: Einer, der sich aus der Geschichte Europas verabschieden muss.
Dabei habe ich das eigentliche Thema noch nicht einmal berührt: Deutschland wird erst dann wieder eine Führungsrolle in Europa beanspruchen können, wenn man seine Hausaufgaben gemacht hat – und dabei darf man durchaus von anderen lernen. Wichtig scheint mir, dass man nicht über andere, die es schon können, herummotzt. Schließlich wird inzwischen auch an den Stammtischen gedröhnt, was Herr Schröder in der Zeitung verkünden lässt: Das ist mit anderen Worten nichts anderes, als dass alle Welt an deutschem Geist und deutschem Wesen gesund werden kann – nur mit anderen Worten.
Ich selbst habe mich für einige Tage ins Private zurückgezogen, und hier in Budapest sieht die Welt ohnehin ganz anders aus – und vor allem ist es nicht so schwül wir in Südbaden. Nun, nächste Woche bin ich aus anderen Gründen relativ still: Da bin ich aus ganz anderen Gründen auf den britischen Inseln. Wenn ich Zeit finde, werde ich mich mal vorsichtig erkundigen, wie man dort Blairs EU-Politik ansieht und ansonsten viel Energie darauf verwenden, einen guten Inder zu finden, bei dem man das Essen tatsächlich genießen kann.
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Restsonntag – und wenn die Sonne scheint, genießen sie es noch ein bisschen.
Die Zeit der sauren Gurken ist die Zeit der Scheinthemen. Das Ungeheuer von Loch Ness ist da viel zu trivial – da muss schon das Krokodil im Badesee her – ist doch viel wahrscheinlicher. Oder die Frage, welchen Job welcher C-Ministerpräsident denn demnächst in Berlin bekommt. Ach, was wird sich die Welt freuen wenn so ein diplomatischer versierter Herr wie der Herr Stoiber Außenminister wird.
Überhaupt die CDU – ich will den Wechseln, doch was die Union da an Flickwerk präsentiert, spottet jeder Beschreibung. Besonders, was die Familienlobbyisten innerhalb der Union wieder Zustande gebracht haben: 25 Euro gibt’s demnächst pro neu geborenem Kind – angeblich als Ausgleich für den höheren Aufwand, als Zuschuss zu den Beiträgen für die Rentenversicherung.
Gerechtigkeit in C-moll heißt einmal Gießkanne über Deutschland – genau so haben ich mir es vorgestellt: Die Union schmeißt Geld zum Fenster hinaus, das sie gar nicht hat, um Leuten zu imponieren, die das letztlich überhaupt nicht wahrnehmen. Eine unglaubliche Frechheit gegenüber der Masse der Bürger und nicht im geringsten geeignet, für eine nachhaltige Bevölkerungspolitik zu sorgen: Mist gebaut, Union: Wer Geld ausgibt, dass er nicht hat, für Zwecke, die unsinnig sind, muss an den Pranger, solange es noch Zeit ist.
Mag ja sein, dass Erziehungsjahre bei der Rente zählen müssen – im Grunde aber bedeutet dies nichts weiter als einen unverschämten Eingriff der Unionsstrategen in das Renteversicherungssystem – und erneute Staatszuschüsse. Bedenkt man, dass die Staatszuschüsse zur Rentenversicherung schon jetzt vor allem deswegen so hoch sind, weil der Staat sie seit Jahrzehnten mit versicherungsfremden Leistungen belastet, muss man schamrot werden, wenn man schon wieder Geld ausgibt, das man eigentlich gar nicht hat. Aber haben sie die Schwarzen schon mal schamrot werden sehen – ich noch nicht. Fazit: es wird erneut verteilt, wo es nichts zu verteilen gibt – ein Sieg für die CDU-nahen Familienverbände und eine klare Niederlage für das Volk.
Manche Leute – und nicht nur die in der Union – riskieren leichtfertig ihre eigene Zukunft. Der Herr Schröder zum Beispiel. Die Wahl? Krasse Fehlentscheidung für ihn und die SPD, wenngleich gut für Deutschland. Nur – dieser Mann hat jahrelang die Richtlinien der Politik bestimmt, und wer sich so irrt, ist selbst als Bürgermeister ungeeignet. Hoffen wir, dass Herr Schröder niemals mehr für ein Amt kandidiert, nicht mal für ein solches. Aber das ist gar nicht mein eigentliches Thema, sondern Schröders Verhalten in der EU: Ob er nun mit Hilfe der Luxemburger und Franzosen gegen Blair kämpft oder allein, spielt gar keine Rolle: Schröder ist ein Mann des uralten Europa, einer, der die Zukunft Europas nicht verstanden hat, kurz: Einer, der sich aus der Geschichte Europas verabschieden muss.
Dabei habe ich das eigentliche Thema noch nicht einmal berührt: Deutschland wird erst dann wieder eine Führungsrolle in Europa beanspruchen können, wenn man seine Hausaufgaben gemacht hat – und dabei darf man durchaus von anderen lernen. Wichtig scheint mir, dass man nicht über andere, die es schon können, herummotzt. Schließlich wird inzwischen auch an den Stammtischen gedröhnt, was Herr Schröder in der Zeitung verkünden lässt: Das ist mit anderen Worten nichts anderes, als dass alle Welt an deutschem Geist und deutschem Wesen gesund werden kann – nur mit anderen Worten.
Ich selbst habe mich für einige Tage ins Private zurückgezogen, und hier in Budapest sieht die Welt ohnehin ganz anders aus – und vor allem ist es nicht so schwül wir in Südbaden. Nun, nächste Woche bin ich aus anderen Gründen relativ still: Da bin ich aus ganz anderen Gründen auf den britischen Inseln. Wenn ich Zeit finde, werde ich mich mal vorsichtig erkundigen, wie man dort Blairs EU-Politik ansieht und ansonsten viel Energie darauf verwenden, einen guten Inder zu finden, bei dem man das Essen tatsächlich genießen kann.
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Restsonntag – und wenn die Sonne scheint, genießen sie es noch ein bisschen.

