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Sex in the city – ja, natürlich. Wie wir wissen, plaudern auch Frauen inzwischen ihre kleinen Intimitäten sehr gerne aus. Leben sie in der großen Stadt, so schenkt ihnen diese nicht nur intime Privatheit, sondern auch immer neue saftige Früchte, die fast von selbst in ihre Betten fallen - sagen sie jedenfalls.

Doch was macht man, wenn man in Kleinkleckersdorf lebt? Eine Bloggerin gibt darüber Auskunft: heftigen Sex mit Dildos und ab und an einmal ein Fleischgericht. Fazit: Schade, dass Dildos nicht küssen können. Oder so ähnlich.

Sechs Zoll ist schon eine ganze Menge, sieben gilt schon als sehr gewagt, aber acht Zoll ist genau das, auf das Frauen gerade noch stehen.

Wie bitte, ich werde anzüglich? Nein, es ist nicht, was der voreilige Leser denkt – es sind Schuhe, High Heels mit Plateausohlen, genau genommen, mit achtzölligen Absätzen. Zu sehen und zu kaufen gibt es sie jetzt bei einem neuen amerikanischen Online-Versender

Calvin Klein macht bekanntlich Jeans, und dafür muss man schließlich Werbung machen – am besten so sexy wie irgend möglich. Die neueste Variante: Eine halb nackte, offenbar verschwitzt aussehende Frau zieht einem halb nackten Mann die Jeans aus und leckt ihm dabei gleichzeitig die Hinterbacken. Gelesen habe ich das Ganze bei den Leuten von Fleshbot, die es wiederum von Bloggern haben (mit großem Foto). Wer die Calvin-Klein-Jeanswerbung über die Jahre sucht, wird hier fündig.

Was ein Catwalk ist, weiß jeder, der mal in die Modebranche hereingeguckt hat, aber was bitte, ist ein vertikaler Catwalk? Das weiß Jochen Schweizer, der Inhaber der gleichnamigen Werbeagentur.

Original-Ton (und ohne Korrektur):

„In einer eigens entwickelten Coreographie tanzen zu House- und Trancemusic bis zu 20 Models die Fassade der Esprit-Shops nach unten. Allein in München sorgt dieser spektakuläre Event über Print und TV für eine Medialeistung von 1,5 Millionen Kontakten.“


Na also, dann eben vertikal. Ich kann nicht umhin zu sagen, dass ich Models in der Senkrechten und den Catwalk in der Waagerechten erregender finde als irgendwelche abgeseilten Damen, die an Fassaden entlangschlittern müssen.

Aber wie der Herr Schweizer schon sagte: Eine „Medialeistung von 1,5 Millionen Kontakten“ muss wohl etwas Zauberhaftes sein.

Das Beichtblog ist noch nicht geworden, was es einmal werden sollte – eine anonyme Seelenablage für sexuelle Beichten mit voyeuristischem Anspruch.

Statt dessen schlägt man sich mit falschen „echten“ Kurzgeschichten, unerwünschter Lotteriewerbung und irgendwelchen Bellos herum – was immer das sein mag.

Tja, liebe Leute, eine öffentliche, unmoderierte erotische Webseite geht offenbar nicht. Schon gar nicht als Blog, weil dort die großen Krähen überall auf den Telegrafenstangen sitzen, um zu sehen, wo man noch jemandem ein Auge aushacken kann.

Was macht man gegen die Einzelhandelflaute? Zum Beispiel jemanden finden der sich auszieht – mindestens oben herum. So jedenfalls geschehen in Berlin, wo zwischen weißer und brauner Ware zwei schwarzhaarige junge Frauen ihre nackten, gleichwohl züchtig bemalten Brüste vorstreckten.

Die Kunden sollen sich als schüchtern erwiesen haben, wie die BZ schreibt – und wer eigentlich eher gerade eine neue Kaffeemaschine braucht, nimmt die Brüste bestenfalls als Beigabe. Dennoch: Der Berliner Händler will es wieder tun. Immerhin brachte ihn die Aktion kostenlos in die Zeitung.

Selbst bezahlte Schulbücher waren schon immer durchaus sinnvoll: man kann sie nach belieben mit Anmerkungen versehen und vor allem später behalten.

Das deutsche Bundesland Niedersachsen stellt den Schülern die Lernmittel nun nicht mehr kostenfrei zur Verfügung – das ist, auch aus meiner Sicht, bedauerlich. Doch wer seine Schulbücher nicht mit Anmerkungen versieht, so wie es in früheren Zeiten war, kann sie am Ende des Schuljahres wieder verkaufen - und so wird in die Familienkassen eben doch kein so großes Loch gerissen.

Wobei ich noch erwähnen möchte: Deutsche Eltern können eigentlich froh sein, kein Schulgeld zahlen zu müssen. Im wirklich armen Südafrika ist die Zahlung von Schulgeld ganz normal, und siehe: Plötzlich fühlen sich die Eltern auch mitverantwortlich für die Schulen ihrer Kommune.

Nein, nein: Kein Modell für uns. Aber ein Hinweis darauf, wie soziale Leistungen in der Bundesrepublik Deutschland ganz selbstverständlich von jedem Bürger in Anspruch genommen werden.

Etwas bringt mich zum Lachen: Der Glaube deutscher und österreichischer Akademiker, sie würden die Welt alleine deshalb erklären können, weil sie in ferner Zeit einmal ein Fach studiert haben, das ihnen ein kleines Fenster zur Erkenntnis geöffnet hat.

Der Rest von uns, der mit dergleichen Fenstern nicht gesegnet wurde, muss wohl mit dem gesamten Universum vorlieb nehmen – wir, die wir nichts verstehen, erfreuen und dann eben an seinem Anblick.

 

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