Nein, ich bin nicht bereits abgetaucht, sondern sammele gerade meine Gedanken ein, die mir überall verstreut herumliegen, versuche wenigstens mal ein paar von ihnen zu bündeln. Eine freche Online-Zeitung für Politik, Kultur und Wirtschaft, das wäre schon etwas, vielleicht mit Zeitzeugen aus verschiedenen Epochen: Noch leben ja Menschen, die den 2. Weltkrieg und den Neuaufbau in Deutschland erlebt haben.
Ich selbst kann sie derzeit weder ins Netz hieven noch in irgendeiner Weise führen – ich habe anderweitige Verpflichtungen. Mitte 2006 sieht es anders aus, aber so lange will ich nicht warten. Jemand wird sich finden, denke ich. Der Mensch, sei er weiblich oder männlich, muss freilich klug im Kopf und ideologisch etwas distanziert sein, ein Gefühl für Geld und dessen Einsatz haben und vor allem die Kraft, alles zum Erfolg zu führen. Es reicht eben nicht, nur in die Gegend hinein schreiben, gerade wie es einem gefällt. Dabei mag hier und dort eine bunte Blume blühen – doch für ein solches Projekt braucht man schon jemanden, der planvoll vorgehen kann.
Weihnachten ist für mich eine Zeit, in der „die Mäuse in Großvaters Haus piepen“, wie es in einerniederdeutschen Geschichte heißt. Da denke ich an meine Traditionen und reise tief in die Familiengeschichte. Dabei denke ich oft an meinen eigenen Großvater – ihm habe ich viel zu verdanken, denn er hatte eine Fähigkeit, die heute selten ist: er konnte vor allem zuhören.
Gedanken sammeln und bündeln – über die Gegenwart, die Vergangenheit und das eigene Leben. Was wir heute aus unserem Alltag herausfiltern, wird schon morgen Geschichte sein, und was wir heute planen, aber auch zu planen unterlassen, wird morgen in die Zukunft eingehen. Ich freue mich auf die Zukunft. Sie ist jeden Tag eine Herausforderung.
In diesem Sinne wünsche ich allen Leser ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr.
Ich selbst kann sie derzeit weder ins Netz hieven noch in irgendeiner Weise führen – ich habe anderweitige Verpflichtungen. Mitte 2006 sieht es anders aus, aber so lange will ich nicht warten. Jemand wird sich finden, denke ich. Der Mensch, sei er weiblich oder männlich, muss freilich klug im Kopf und ideologisch etwas distanziert sein, ein Gefühl für Geld und dessen Einsatz haben und vor allem die Kraft, alles zum Erfolg zu führen. Es reicht eben nicht, nur in die Gegend hinein schreiben, gerade wie es einem gefällt. Dabei mag hier und dort eine bunte Blume blühen – doch für ein solches Projekt braucht man schon jemanden, der planvoll vorgehen kann.
Weihnachten ist für mich eine Zeit, in der „die Mäuse in Großvaters Haus piepen“, wie es in einerniederdeutschen Geschichte heißt. Da denke ich an meine Traditionen und reise tief in die Familiengeschichte. Dabei denke ich oft an meinen eigenen Großvater – ihm habe ich viel zu verdanken, denn er hatte eine Fähigkeit, die heute selten ist: er konnte vor allem zuhören.
Gedanken sammeln und bündeln – über die Gegenwart, die Vergangenheit und das eigene Leben. Was wir heute aus unserem Alltag herausfiltern, wird schon morgen Geschichte sein, und was wir heute planen, aber auch zu planen unterlassen, wird morgen in die Zukunft eingehen. Ich freue mich auf die Zukunft. Sie ist jeden Tag eine Herausforderung.
In diesem Sinne wünsche ich allen Leser ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr.
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Etwas möchte ich doch noch jenen schenken, die ohnehin keinen Weihnachtsmann vom Osterhasen unterscheiden können:Gefunden auf dem Weihnachtsmarkt zu München – im letzten Jahr.

(c) 2004 by sehpferd

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sehpferd - am Mittwoch, 22. Dezember 2004, 19:00 - Rubrik: papierkorb nachrichten
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Dass die CDU Frieden findet, glaube ich auch nach dem Rücktritt von Herrn Meyer nicht. Aber jedenfalls steht dies fest: Ich habe die richtige Prognose gestellt. Das beruhigt.
sehpferd - am Mittwoch, 22. Dezember 2004, 18:48 - Rubrik: einig fallerland
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Nein, ich schreibe dies nicht zum ersten Mal: Alle Jahre wieder kommen uns Damen mit Weihnachtsmannmützen oder Elchgeweihen entgegen – in Kopenhagen durchaus auch auf der Straße, aber dann tragen sie eben noch etwas anderes als nur die Mützen oder Geweihe.
Die Herren allerdings suchen meist nach Damen, die außer der nämlichen Weihnachtsmannmütze kaum andere Kleidungsstücke tragen. Fleshbot hat die Seiten zusammengestellt. Manche stellen die üblichen marzipanschweinchenhäutigen Dummglubscherinnen dar, aber es gibt auch andere Seiten – für jeden (Mann) etwas, sozusagen.

Dieses Bild stammt vom letzten Jahr
(c) 2003 by unknown websource
Die Herren allerdings suchen meist nach Damen, die außer der nämlichen Weihnachtsmannmütze kaum andere Kleidungsstücke tragen. Fleshbot hat die Seiten zusammengestellt. Manche stellen die üblichen marzipanschweinchenhäutigen Dummglubscherinnen dar, aber es gibt auch andere Seiten – für jeden (Mann) etwas, sozusagen.

Dieses Bild stammt vom letzten Jahr
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Nachdem ich im Internet lauter Rezepte für Teepunsch gefunden habe, bei denen es dem Teufel graust, weil er mit Zitrone (igitt!) und Weihnachtsgewürzen hergestellt wird, hier das einzig wahre Rezept:
1 Flasche wirklich guten Rotwein, möglichst Bordeaux
Ein achtel Liter guten hochprozentigen Rum (55 %), auf keinen Fall Verschnitt
125 Gramm Zucker, eher etwas weniger als mehr
Ein viertel Liter Tee, aus etwa zwei Teelöffeln schwarzen Tees frisch bereitet
Man erhitzt den Rotwein gemeinsam mit dem Rum so lange, bis alles beinahe kocht. Dann zündet man mit einem Fidibus (Vorsicht! Feuergefahr!) das Ganze an und wartet, bis die bläulich züngelnden Flammen völlig abgebrannt sind. Erst dann fügt man Zucker und Tee hinzu und kocht noch einmal auf.
Ein solcher Punsch ist ausgesprochen bekömmlich, weil er den vollen Geschmack des Rums hat, aber nicht so viel Alkohol enthält wie herkömmlicher Teepunsch.
Original laut "Kochbuch aus Bremen" angeblich von Bernhardine Schulz-Schmidt. Ich habe es selbst erprobt - es ist köstlich.
1 Flasche wirklich guten Rotwein, möglichst Bordeaux
Ein achtel Liter guten hochprozentigen Rum (55 %), auf keinen Fall Verschnitt
125 Gramm Zucker, eher etwas weniger als mehr
Ein viertel Liter Tee, aus etwa zwei Teelöffeln schwarzen Tees frisch bereitet
Man erhitzt den Rotwein gemeinsam mit dem Rum so lange, bis alles beinahe kocht. Dann zündet man mit einem Fidibus (Vorsicht! Feuergefahr!) das Ganze an und wartet, bis die bläulich züngelnden Flammen völlig abgebrannt sind. Erst dann fügt man Zucker und Tee hinzu und kocht noch einmal auf.
Ein solcher Punsch ist ausgesprochen bekömmlich, weil er den vollen Geschmack des Rums hat, aber nicht so viel Alkohol enthält wie herkömmlicher Teepunsch.
Original laut "Kochbuch aus Bremen" angeblich von Bernhardine Schulz-Schmidt. Ich habe es selbst erprobt - es ist köstlich.
sehpferd - am Dienstag, 21. Dezember 2004, 20:57 - Rubrik: aufgegriffen
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Für den Fall, dass sie Weihnachten allein sind und den Teepunsch vor dem Kaminfeuer genießen möchten, aber keinen Kamin haben – nun, dann kann Ihnen
geholfen werden.
Mehr davon: Hier.
geholfen werden.
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sehpferd - am Dienstag, 21. Dezember 2004, 20:32 - Rubrik: papierkorb nachrichten
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Mehr als eine großartige Schwimmerin – das will Franziska van Almsick sein. Auf ihrer Webseite zeigt sie sich jedenfalls mit neuen Fotos – und dies sehr sexy. Da wir gerade beim Sport sind: Man kann auch in Unterwäsche allerlei Sportarten ausüben – hier wird eine davon gezeigt. Das Ganze stammt aus einem Jahresrückblick auf das Sport- und Sexjahr 2004.
sehpferd - am Dienstag, 21. Dezember 2004, 20:17 - Rubrik: seltsame welt
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Wenn es einen Preis für Geschmacklosigkeit für politische Magazine gäbe, er wäre fast Woche für Woche an den „Focus“ zu verleihen. Nachdem die Schauspielerin Sophie Schütt der BILD-Zeitung angeblich „gestanden“ hat, „im Sommer ohne Scheu nackt durch ihr Haus zu gehen“, titelte das Magazin: „Oh là là, Schütt! Unten ohne in der Küche“.
Allerdings wagte selbst die BILD-Zeitung nicht, einen solchen Blödsinn zu drucken. Der Text im Original-Interview lautete „(ich) laufe im Sommer unbekleidet durchs Haus.“ Nun, das gönnen wir ihr.
Allerdings wagte selbst die BILD-Zeitung nicht, einen solchen Blödsinn zu drucken. Der Text im Original-Interview lautete „(ich) laufe im Sommer unbekleidet durchs Haus.“ Nun, das gönnen wir ihr.
sehpferd - am Dienstag, 21. Dezember 2004, 19:57 - Rubrik: zeit geschehen
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Als ob ich es geahnt hätte: Nach Dänemark hat die Presse nun das Vereinigte Königreich entdeckt. Auch hier werden Weihnachtsfeiern nicht selten zur ungewollten Reproduktion genutzt, doch gibt es auch ein harmloseres Vergnügen: Sich mit dem nackten Gesäß auf einen Fotokopierer zu setzen.
Doch immerhin – auch im UK gibt es Unfallverhütungsvorschriften, und deshalb: „Die Belegschaft sollte der Versuchung widerstehen, Körperteile auf dem Fotokopierer abzulichten – wegen des Risikos, sich zu verletzen, wenn das Gerät zersplittert“. Nun, es wird kaum zersplittern, wenn man die Hand darauf legt, doch sollte ein Fotokopiergerät der namhaften Hersteller auch den Gesäßangriff einer Dame unter 70 Kilogramm standhalten – mindestens, ohne dass dem Gesäß später Glassplitter entnommen werden müssen.
Doch immerhin – auch im UK gibt es Unfallverhütungsvorschriften, und deshalb: „Die Belegschaft sollte der Versuchung widerstehen, Körperteile auf dem Fotokopierer abzulichten – wegen des Risikos, sich zu verletzen, wenn das Gerät zersplittert“. Nun, es wird kaum zersplittern, wenn man die Hand darauf legt, doch sollte ein Fotokopiergerät der namhaften Hersteller auch den Gesäßangriff einer Dame unter 70 Kilogramm standhalten – mindestens, ohne dass dem Gesäß später Glassplitter entnommen werden müssen.
sehpferd - am Montag, 20. Dezember 2004, 23:22 - Rubrik: seltsame welt
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Es ist nicht zu glauben: die CDU Meyert weiter. Gerade haben die Pressedienste verkündet, dass die Vorsitzende der CDU, Angela Merkel, an ihrem Generalsekretär trotz dessen Fehlverhaltens festhalte. Als Grund gab sie "vertrauensvolle Zusammenarbeit" an.
Mittlerweile heißt das Problem der CDU offenbar nicht mehr Meyer, sondern Merkel. Aber neu ist das eigentlich auch nicht: Gerade erst hat die Parteivorsitzende in der Föderalismusdebatte kläglich versagt.
Obwohl meine erste Prognose falsch war, wage ich eine Zweite: Wenn die CDU noch lange Meyert, wird sie nicht mehr lange Merkeln.
Mittlerweile heißt das Problem der CDU offenbar nicht mehr Meyer, sondern Merkel. Aber neu ist das eigentlich auch nicht: Gerade erst hat die Parteivorsitzende in der Föderalismusdebatte kläglich versagt.
Obwohl meine erste Prognose falsch war, wage ich eine Zweite: Wenn die CDU noch lange Meyert, wird sie nicht mehr lange Merkeln.
sehpferd - am Montag, 20. Dezember 2004, 18:43 - Rubrik: einig fallerland
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Jim hat es mal wieder auf den Punkt gebracht: Im Grunde genommen, so sagt er, sind wir eine unglaubliche Menge zwar begabter, aber egozentrischer Menschen, von denen keinerlei Innovationen ausgehen – und die, vor allem, nichts bewegen.
Jim schlägt vor, die Kräfte auf lohnenswerte, innovative Aufgaben auszurichten. Der Mann hat Recht. Wie haben jetzt allesamt genügend Blödsinn über Blogs und deren Bedeutung geschrieben. Wir schreiben darüber, weil wir keine Bedeutung haben, denn hätten wir sie, so müssten wir nicht darüber schreiben.
Die Menschen, die noch glauben, ein wenig bewirken zu können, sollten sich zusammentun: „Talente und Experten“, wie Jim schreibt. Er hat recht. Die unglaubliche Synergie, die von einigen wenigen vereinigten Blogs ausgehen könnten, würden etwas bewegen in diesem Land: politisch, wirtschaftlich und kulturell.
Was wir brauchen, sind Menschen, die eigenständig denken und schreiben können. Selbst wenn wir uns ein wenig organisieren müssten, hätten wir doch ungleich mehr Freiheit als die Tagespresse, die sich nicht leisten kann, bestimmte Hürden zu überschreiten. Wir könnten, wenn wir denn nur wollten, mindestens einen guten Platz bei den Online-Magazinen bekommen. Wir könnten. Aber dazu müssen wir erst einmal wollen. Und etwas erwachsener werden.
Aber tun sollten wir es. Ich, für meinen Teil, würde sofort an einem geeigneten Projekt teilhaben wollen.
Jim schlägt vor, die Kräfte auf lohnenswerte, innovative Aufgaben auszurichten. Der Mann hat Recht. Wie haben jetzt allesamt genügend Blödsinn über Blogs und deren Bedeutung geschrieben. Wir schreiben darüber, weil wir keine Bedeutung haben, denn hätten wir sie, so müssten wir nicht darüber schreiben.
Die Menschen, die noch glauben, ein wenig bewirken zu können, sollten sich zusammentun: „Talente und Experten“, wie Jim schreibt. Er hat recht. Die unglaubliche Synergie, die von einigen wenigen vereinigten Blogs ausgehen könnten, würden etwas bewegen in diesem Land: politisch, wirtschaftlich und kulturell.
Was wir brauchen, sind Menschen, die eigenständig denken und schreiben können. Selbst wenn wir uns ein wenig organisieren müssten, hätten wir doch ungleich mehr Freiheit als die Tagespresse, die sich nicht leisten kann, bestimmte Hürden zu überschreiten. Wir könnten, wenn wir denn nur wollten, mindestens einen guten Platz bei den Online-Magazinen bekommen. Wir könnten. Aber dazu müssen wir erst einmal wollen. Und etwas erwachsener werden.
Aber tun sollten wir es. Ich, für meinen Teil, würde sofort an einem geeigneten Projekt teilhaben wollen.
sehpferd - am Sonntag, 19. Dezember 2004, 15:12 - Rubrik: blog nachrichten
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Wenn man Flugreisende nach ihren Emotionen fragt, kommt manche Billigluglinie inzwischen besser weg als eine der etablierten Fluggesellschaften. Nach einem Bericht der Schweizer „Sonntagszeitung“ wird insbesondere die Swiss kritisiert: „Die Nachfolgeairline (der Swissair) Swiss hat den Service auf Europastrecken aufs Minimum heruntergefahren. Heute wird Kaffee von miserabler Qualität im seelenlosen Styroporbecher serviert“. Wobei zu erwähnen wäre, dass man diesen Kaffee auch noch bezahlen muss, wenn man Economy fliegt.
Aber es gibt Hoffnung. Deutsche und österreichische Fluglinien haben sich der Strecken angenommen, die von der Swiss nicht mehr bedient werden, und siehe: Dort würde man teilweise besser behandelt, schrieb das Sonntagsblatt, das besonders die Fluggesellschaft „Styrian Spirit“ hervorhebt, die zum Beispiel die Strecke Zürich-Salzburg bedient.
Bei meinem letzten Flug Zürich-Budapest erwies sich die Swiss im Übrigen als kundenfreundlicher als auf den Flügen zuvor. Das war allerdings auch nötig: Ich selbst bin nur Swiss geflogen, weil sie zu dem Termin, den ich brauchte, preiswerter war als die Malev, die ihre Kunden bei meist günstigen Tarifen noch einen guten Service gewährt. Bei ihr gibt es den Kaffee im Übrigen gratis aus richtigen Tassen, und auch über die Qualität kann ich nicht meckern.
Aber es gibt Hoffnung. Deutsche und österreichische Fluglinien haben sich der Strecken angenommen, die von der Swiss nicht mehr bedient werden, und siehe: Dort würde man teilweise besser behandelt, schrieb das Sonntagsblatt, das besonders die Fluggesellschaft „Styrian Spirit“ hervorhebt, die zum Beispiel die Strecke Zürich-Salzburg bedient.
Bei meinem letzten Flug Zürich-Budapest erwies sich die Swiss im Übrigen als kundenfreundlicher als auf den Flügen zuvor. Das war allerdings auch nötig: Ich selbst bin nur Swiss geflogen, weil sie zu dem Termin, den ich brauchte, preiswerter war als die Malev, die ihre Kunden bei meist günstigen Tarifen noch einen guten Service gewährt. Bei ihr gibt es den Kaffee im Übrigen gratis aus richtigen Tassen, und auch über die Qualität kann ich nicht meckern.
sehpferd - am Sonntag, 19. Dezember 2004, 13:30 - Rubrik: reisen bildet
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Das wöchentliche Geblubber aus den Algen – fast immer sonntags
Der Morgen findet mich wieder am Computer. Ich sollte etwas anderes tun – zum Beispiel mal meinen Schreibtisch aufräumen, Rechnungen bezahlen, ein paar unbedingt notwendige Dinge für das nächste Jahr vorbereiten. Auch meine Web-Aktivitäten liegen im Argen. Meine Seiten sind Kraut und Rüben, aber nicht das, was sie einmal werden sollten.
Also muss etwas anders werden. Das neue Jahr ist ja immer gut für Vorsätze.
Was mir dieser Tage auffiel? Politisch natürlich die Debatte um die Staatsreform. Chancen vergeben, jedenfalls vorläufig. Stattdessen führen wir in Deutschland Türkendebatten. Könnten wir nicht, bitteschön, wenigstens zuerst etwas tun, um unser Land vor der Zwergenstaatzerfledderung zu retten und uns dann die Köpfe über andere Länder heiß zu reden? Nein, wir können es nicht. Man muss sich nur die Diskussionen anhören – und einmal nicht auf die Themen, sondern auf die Art und Weise hören, wie diskutiert wird: Die Lösungen werden immer schon verkündet, bevor die Probleme überhaupt bekannt sind.
Kulturell ist mein Thema natürlich Weihnachten. Welchen Stellenwert hat die Weihnachtsgeschichte, ja, wie hält man es überhaupt mit dem Christentum dieser Tage? Die Kulturdebatte wirft ihre Schatten auch auf Weihnachten: Sollen wir, die Christen, etwa Rücksicht auf Muslime und Juden nehmen, nur, weil die auch in unserem Land wohnen? Man müsste sich in diesem Zusammenhang eigentlich fragen, was an Weihnachten überhaupt christlich ist. Der Weihnachtsmann, der Weihnachtsbaum und der Lichterglanz sind es nicht, ja nicht einmal das süddeutsche „Christkind“ ist es. Aus religiöser Sicht wird man auch dies sagen dürfen: Das christliche Weihnachten ist eine Offenbarung, die sich der bildlichen Darstellung widersetzt: Was übrig bleibt, ist ein Stück Folklore, und dies gilt auch dann noch, wenn man sich auf Lukas beruft.
Was Weihnachten für mich ist? Es sind die „Wihen Nachten“, das Tannenbaumglück, die Hoffnung auf mehr Licht, aber auch der Blick zurück auf das bisherige Leben. Irgendetwas bleibt immer von Kinderträumen, Kinderhoffnungen, und Kinderbefürchtungen. Die Träume? Immerhin wurden einige von ihnen wahr, und auch bei der Hoffnung sieht es rosig aus. Die Befürchtungen? Nun, da ist kein Weihnachtsmann mehr, der den Zettel mit den bösen Taten aus der Tasche zieht. Bilanz muss ich jetzt selber ziehen – schließlich verantworte ich auch das Leben, das ich führe.
Bleiben die Blogs. Dazu fällt mir ein, dass „mehr“ nicht immer „besser“ ist. Die vereinzelten Blogger, die interessant schreiben können, ziehen sich mehr und mehr zurück, schreiben deutlich weniger. Dafür kommen immer mehr Blogger hinzu, die nichts zu sagen wissen, aber dennoch schreiben.
Nun, und ich? Wenn man über viele Dutzend blanke Busen geschrieben hat, die sich irgendwie vom Abendkleidträger befreit haben oder von vornherein blank liegen, wird man dessen auch einmal müde. Zudem bringen die Nachrichtenquellen immer weniger wirklich interessante Meldungen. Dennoch - es wird weitergehen, auch im neuen Jahr: Mit allen Themen, die sie bei mir so kennen, lieben und hassen. In diesem Sinne vorläufig: einen schönen Sonntag.
Der Morgen findet mich wieder am Computer. Ich sollte etwas anderes tun – zum Beispiel mal meinen Schreibtisch aufräumen, Rechnungen bezahlen, ein paar unbedingt notwendige Dinge für das nächste Jahr vorbereiten. Auch meine Web-Aktivitäten liegen im Argen. Meine Seiten sind Kraut und Rüben, aber nicht das, was sie einmal werden sollten.
Also muss etwas anders werden. Das neue Jahr ist ja immer gut für Vorsätze.
Was mir dieser Tage auffiel? Politisch natürlich die Debatte um die Staatsreform. Chancen vergeben, jedenfalls vorläufig. Stattdessen führen wir in Deutschland Türkendebatten. Könnten wir nicht, bitteschön, wenigstens zuerst etwas tun, um unser Land vor der Zwergenstaatzerfledderung zu retten und uns dann die Köpfe über andere Länder heiß zu reden? Nein, wir können es nicht. Man muss sich nur die Diskussionen anhören – und einmal nicht auf die Themen, sondern auf die Art und Weise hören, wie diskutiert wird: Die Lösungen werden immer schon verkündet, bevor die Probleme überhaupt bekannt sind.
Kulturell ist mein Thema natürlich Weihnachten. Welchen Stellenwert hat die Weihnachtsgeschichte, ja, wie hält man es überhaupt mit dem Christentum dieser Tage? Die Kulturdebatte wirft ihre Schatten auch auf Weihnachten: Sollen wir, die Christen, etwa Rücksicht auf Muslime und Juden nehmen, nur, weil die auch in unserem Land wohnen? Man müsste sich in diesem Zusammenhang eigentlich fragen, was an Weihnachten überhaupt christlich ist. Der Weihnachtsmann, der Weihnachtsbaum und der Lichterglanz sind es nicht, ja nicht einmal das süddeutsche „Christkind“ ist es. Aus religiöser Sicht wird man auch dies sagen dürfen: Das christliche Weihnachten ist eine Offenbarung, die sich der bildlichen Darstellung widersetzt: Was übrig bleibt, ist ein Stück Folklore, und dies gilt auch dann noch, wenn man sich auf Lukas beruft.
Was Weihnachten für mich ist? Es sind die „Wihen Nachten“, das Tannenbaumglück, die Hoffnung auf mehr Licht, aber auch der Blick zurück auf das bisherige Leben. Irgendetwas bleibt immer von Kinderträumen, Kinderhoffnungen, und Kinderbefürchtungen. Die Träume? Immerhin wurden einige von ihnen wahr, und auch bei der Hoffnung sieht es rosig aus. Die Befürchtungen? Nun, da ist kein Weihnachtsmann mehr, der den Zettel mit den bösen Taten aus der Tasche zieht. Bilanz muss ich jetzt selber ziehen – schließlich verantworte ich auch das Leben, das ich führe.
Bleiben die Blogs. Dazu fällt mir ein, dass „mehr“ nicht immer „besser“ ist. Die vereinzelten Blogger, die interessant schreiben können, ziehen sich mehr und mehr zurück, schreiben deutlich weniger. Dafür kommen immer mehr Blogger hinzu, die nichts zu sagen wissen, aber dennoch schreiben.
Nun, und ich? Wenn man über viele Dutzend blanke Busen geschrieben hat, die sich irgendwie vom Abendkleidträger befreit haben oder von vornherein blank liegen, wird man dessen auch einmal müde. Zudem bringen die Nachrichtenquellen immer weniger wirklich interessante Meldungen. Dennoch - es wird weitergehen, auch im neuen Jahr: Mit allen Themen, die sie bei mir so kennen, lieben und hassen. In diesem Sinne vorläufig: einen schönen Sonntag.
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
In Kürze wird Herr Meyer der CDU von der Schippe springen – oder besser: Die CDU wird ihn aus seinem Amt hinauswerfen. Aber das ist noch das beste, was der Christenunion passieren kann – eine innere Reinigung.
Die Union ist in die Sackgasse geraten: Ihre Verhinderungspolitik hat gerade wieder dazu geführt, dass dieser Staat erneut auf Jahre, wenn nicht auf Jahrzehnte gelähmt ist. Dabei geht es nicht um politische Themen, sondern um einen ebenso feigen wie lächerlichen Kampf um die Macht aus der Trickserposition heraus.
Nur: Inzwischen wird die Herumlaviererei nicht mehr akzeptiert. Mag das Volk auch noch in Ruhe seinen politischen Winterschlaf halten, die Presse hat es jedenfalls erkannt. Das Scheitern der Reformen in Deutschland trägt den Namen einer politischen Partei: Sie heißt CDU. Die „Badische Zeitung“ will sogar einen prominenten Akteur im Hintergrund ausgemacht haben: Roland Koch. (*)
Sehr typisch für den Zustand der Partei ist, dass die Vorsitzende mucksmäuschenstill in der Kemenate saß, als es um Deutschlands Zukunft ging. Wir wissen nicht einmal, ob sie überhaupt daran interessiert war. Sie scheint sich mit der Ideologie zu beschäftigen, namentlich mit dem christlichen Glauben, und sie will, wie es scheint, ihre persönliche Auffassung von der Kultur des Abendlandes gegenüber dem Rest der Welt durchsetzen. In Brüssel hat sie gerade eine schwere Niederlage einstecken müssen – nicht nur, weil die Parlamentarier mehrheitlich für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei votiert haben, sondern auch, weil sie innerhalb der europäischen Volksparteien keine Mehrheit für ihren Standpunkt fand.
Die CDU pfeift aus dem letzten Loch – sie hat in Europa gegen ihre Schwesterparteien verloren, sie hat sich mit ihrem Abendlandkurs aufs ideologische Glatteis begeben, und sie hat dem deutschen Staat durch ihren aberwitzigen Widerstand gegen die Staatsreform nachhaltig geschadet. Dass in dieser Situation noch ein beachtlicher Prozentsatz der Deutschen diese Partei wählen will, verwundert schon – vermutlich sind es jene, die von der Regierung enttäuscht sind. Das könnte man verstehen.
(*) aus dem Kommentar „Die Blockade geht weiter“ vom Sa., 18. Dezember 2004.
Kochs Äußerung dann hier.
Die Union ist in die Sackgasse geraten: Ihre Verhinderungspolitik hat gerade wieder dazu geführt, dass dieser Staat erneut auf Jahre, wenn nicht auf Jahrzehnte gelähmt ist. Dabei geht es nicht um politische Themen, sondern um einen ebenso feigen wie lächerlichen Kampf um die Macht aus der Trickserposition heraus.
Nur: Inzwischen wird die Herumlaviererei nicht mehr akzeptiert. Mag das Volk auch noch in Ruhe seinen politischen Winterschlaf halten, die Presse hat es jedenfalls erkannt. Das Scheitern der Reformen in Deutschland trägt den Namen einer politischen Partei: Sie heißt CDU. Die „Badische Zeitung“ will sogar einen prominenten Akteur im Hintergrund ausgemacht haben: Roland Koch. (*)
Sehr typisch für den Zustand der Partei ist, dass die Vorsitzende mucksmäuschenstill in der Kemenate saß, als es um Deutschlands Zukunft ging. Wir wissen nicht einmal, ob sie überhaupt daran interessiert war. Sie scheint sich mit der Ideologie zu beschäftigen, namentlich mit dem christlichen Glauben, und sie will, wie es scheint, ihre persönliche Auffassung von der Kultur des Abendlandes gegenüber dem Rest der Welt durchsetzen. In Brüssel hat sie gerade eine schwere Niederlage einstecken müssen – nicht nur, weil die Parlamentarier mehrheitlich für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei votiert haben, sondern auch, weil sie innerhalb der europäischen Volksparteien keine Mehrheit für ihren Standpunkt fand.
Die CDU pfeift aus dem letzten Loch – sie hat in Europa gegen ihre Schwesterparteien verloren, sie hat sich mit ihrem Abendlandkurs aufs ideologische Glatteis begeben, und sie hat dem deutschen Staat durch ihren aberwitzigen Widerstand gegen die Staatsreform nachhaltig geschadet. Dass in dieser Situation noch ein beachtlicher Prozentsatz der Deutschen diese Partei wählen will, verwundert schon – vermutlich sind es jene, die von der Regierung enttäuscht sind. Das könnte man verstehen.
(*) aus dem Kommentar „Die Blockade geht weiter“ vom Sa., 18. Dezember 2004.
Kochs Äußerung dann hier.
sehpferd - am Sonntag, 19. Dezember 2004, 11:39 - Rubrik: einig fallerland
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen

