Was man alles über Vögeln sagen könnte, überschreitet bei weitem das, was ich mir hier an Worten erlaube. Doch die Sprachwissenschaftler der Universität Leipzig gehen locker an das Thema heran: Sie suchen seit Jahren danach, in welchem Zusammenhang Wörter gebraucht werden: zum Beispiel Vögeln. Die „signifikanteste Kollokation“ ist „saufen“, der häufigste linke Nachbar „Hirnerweichung“ und der am meisten gebrauchte rechte Nachbar „lausig“. Viel Freude beim Bilden eigener Sätze.
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Nein, ich habe nie etwas über einen 41-cm-Penis geschrieben, und keine Sorge, ich werde auch hier nichts über einen solchen Penis schreiben. Warum ich dann überhaupt darauf komme? Weil ich mal wieder meine Backlinks verfolgt habe, und siehe, auf diese Weise hat jemand bei Google gesucht.
Nun, wir landen zunächst im Medizinforum (von einigen anderen Beiträgen will selbst ich einmal absehen, weil sie denkbar unappetitlich sind). Dort also beklagt sich ein junger Mann, sein Penis sei zu dünn, sodass die Kondome rutschen könnten. Doch ein anderer Mann weiß rat: Er kennt den Unterschied zwischen Umfang und Durchmesser und erklärt, sein Oberarm habe 41 cm Umfang – man, der muss Muskeln haben.
Ein medizinisches Warenhaus bietet ein Ballonkatheder an, genau 41 cm, und an anderer Stelle ein Penis-Plus-Set, womit die Verbindung hergestellt wäre.
Nun, billiger.de bietet immerhin eine Penis-Backform für einen 38-cm-Penis, und das ist nicht einmal gelogen. Hier der Originaltest: "Mit dieser Penis-Backform kannst Du nicht nur zu Weihnachten Deine Backkünste in unverhüllt erotischer Form zur Schau stellen". Schön – da fehlen noch 3 Zentimeter, aber die kommen aus der raffinierten Art, wie die Webseite mit Zahlen hantiert.
Schon bald finden wir dann auch einen Natur-Penis: Ein junger Mann erzählt uns, wie groß er ist, nämlich zwei Metern sechzehn, und er beklagt sich, zu schnell zu wachsen. Seine Schuhgröße ist nicht 41 (wie die seiner Kameraden), aber sein Penis ist 22 cm lang (warum er darüber schreibt, weiß ich auch nicht). So kommt also die Nicht-Schuh-Größe auf 41, während die Zentimeter vom Penis kommen.
Mein eigener Artikel? Nun, er beschäftigte sich mit Rasputins jüngst in Russland ausgestelltem Penis, der 30 cm misst. Der Artikel wurde aber um 14:41 geschrieben.
Nun, wir landen zunächst im Medizinforum (von einigen anderen Beiträgen will selbst ich einmal absehen, weil sie denkbar unappetitlich sind). Dort also beklagt sich ein junger Mann, sein Penis sei zu dünn, sodass die Kondome rutschen könnten. Doch ein anderer Mann weiß rat: Er kennt den Unterschied zwischen Umfang und Durchmesser und erklärt, sein Oberarm habe 41 cm Umfang – man, der muss Muskeln haben.
Ein medizinisches Warenhaus bietet ein Ballonkatheder an, genau 41 cm, und an anderer Stelle ein Penis-Plus-Set, womit die Verbindung hergestellt wäre.
Nun, billiger.de bietet immerhin eine Penis-Backform für einen 38-cm-Penis, und das ist nicht einmal gelogen. Hier der Originaltest: "Mit dieser Penis-Backform kannst Du nicht nur zu Weihnachten Deine Backkünste in unverhüllt erotischer Form zur Schau stellen". Schön – da fehlen noch 3 Zentimeter, aber die kommen aus der raffinierten Art, wie die Webseite mit Zahlen hantiert.
Schon bald finden wir dann auch einen Natur-Penis: Ein junger Mann erzählt uns, wie groß er ist, nämlich zwei Metern sechzehn, und er beklagt sich, zu schnell zu wachsen. Seine Schuhgröße ist nicht 41 (wie die seiner Kameraden), aber sein Penis ist 22 cm lang (warum er darüber schreibt, weiß ich auch nicht). So kommt also die Nicht-Schuh-Größe auf 41, während die Zentimeter vom Penis kommen.
Mein eigener Artikel? Nun, er beschäftigte sich mit Rasputins jüngst in Russland ausgestelltem Penis, der 30 cm misst. Der Artikel wurde aber um 14:41 geschrieben.
sehpferd - am Donnerstag, 13. Mai 2004, 20:18 - Rubrik: seltsame welt
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In den letzten Tagen hatte ich wechselnde Eindrücke: Seminar, Alltag, Schriftstellerei und dann und wann auch mal einen Blog-Blick. Was mir auffiele? Wie alle haben inzwischen gelernt, in Plattheiten zu denken, inhaltslose Sätze zu sagen und zu schreiben.
Da reden wir über „das positive“ Denken, ohne uns über das „Positive“ klar zu werden, vergessen, dass der Wettstreit der Gedanken dazu gehört. Etwa am gleichen Tag redete der deutsche Bundespräsident über Moral und Tugenden, und er wusste, was er sagte – doch morgen werden es unsere Pappfiguren überall nachplappern – Menschen, die solche Worte gedankenlos in den Mund nehmen: Sie werden über den Werteverfall reden, ohne je einen Wert definiert zu haben. Da fordern die Christenparteien in Europa einen „eindeutigen“ Gottesbezug in der Verfassung – doch sie verweigern die Diskussion darüber, was Gott bedeutet.
Wir haben verlernt, dem Wort eine Bedeutung zuzumessen. Die Genesis sagt klar: Am Anfang war das Wort. Sie sagt nicht: Am Anfang war das Geschwätz. Manchmal hilf es, die Werke der Andersgläubigen zu lesen: Bei mir ist es die Bibel.
Wenn wir überhaupt wieder etwas erreichen wollen, müssen wir uns vor allem darüber klar werden, über was wir eigentlich reden. Das Positive? Die Tugenden? Die Moral? Dass ich nicht lache. Genauer, bitte: Viel, viel genauer.
Da reden wir über „das positive“ Denken, ohne uns über das „Positive“ klar zu werden, vergessen, dass der Wettstreit der Gedanken dazu gehört. Etwa am gleichen Tag redete der deutsche Bundespräsident über Moral und Tugenden, und er wusste, was er sagte – doch morgen werden es unsere Pappfiguren überall nachplappern – Menschen, die solche Worte gedankenlos in den Mund nehmen: Sie werden über den Werteverfall reden, ohne je einen Wert definiert zu haben. Da fordern die Christenparteien in Europa einen „eindeutigen“ Gottesbezug in der Verfassung – doch sie verweigern die Diskussion darüber, was Gott bedeutet.
Wir haben verlernt, dem Wort eine Bedeutung zuzumessen. Die Genesis sagt klar: Am Anfang war das Wort. Sie sagt nicht: Am Anfang war das Geschwätz. Manchmal hilf es, die Werke der Andersgläubigen zu lesen: Bei mir ist es die Bibel.
Wenn wir überhaupt wieder etwas erreichen wollen, müssen wir uns vor allem darüber klar werden, über was wir eigentlich reden. Das Positive? Die Tugenden? Die Moral? Dass ich nicht lache. Genauer, bitte: Viel, viel genauer.
sehpferd - am Donnerstag, 13. Mai 2004, 09:15 - Rubrik: aufgegriffen
Nein, nein, ich habe nicht zu viele alte Filme gesehen, oder das Programm der falschen Partei angeguckt, sondern nur einmal nach Australien geschaut, wo Finanzminister Hon Peter Costello Paare dazu auffordert, endlich ihren patriotischen Pflichten nachzukommen und ein drittes Kind zu zeugen. Eines für den Papi, eines für die Mami und eines für das Vaterland. Kapiert? Na also.
sehpferd - am Mittwoch, 12. Mai 2004, 18:19 - Rubrik: seltsame welt
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Wer einmal im Schwabenland lebte, kennt das Äffle und das Pferdle, doch hier ist eine neue Version vom Äffle und dem Xiolale. Letztere soll gerade den Schwarzwald vor einem Ungeheuer schützen, eben jenem Äffle, dass sich nicht nur abslout affenartig verhält, sondern affengeil auch wortwörtlich nimmt.
Die Geschichte hat 121 Bilder, auf denen genau das passiert, was sie denken, dass in einem Billig-Erotikstreifen passiert. Trost für die Rächerin des Schwarzwaldes: Am Ende obsiegt sie, mit dem Stiefel auf dem (zensiert) nun, sagen wir, Affenfell. Das Ganze sieht aus wie eine Mischung aus Märchenbuch, Kindergarten und King-Kong-Parodie. Jugendfrei ist es dennoch höchstens bis Bild Nummer 18.
(c) 2004 by malafex
Via ticklefight
Die Geschichte hat 121 Bilder, auf denen genau das passiert, was sie denken, dass in einem Billig-Erotikstreifen passiert. Trost für die Rächerin des Schwarzwaldes: Am Ende obsiegt sie, mit dem Stiefel auf dem (zensiert) nun, sagen wir, Affenfell. Das Ganze sieht aus wie eine Mischung aus Märchenbuch, Kindergarten und King-Kong-Parodie. Jugendfrei ist es dennoch höchstens bis Bild Nummer 18.
(c) 2004 by malafex
Via ticklefight
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Ein Großteil der Engländer hat noch gelernt, dass Sexaufklärung etwas mit Bienchen und Vögelchen zu tun hat. Doch irgendwann kam der Stein ins Rollen: Da musste man Weg von den Vögelchen und hin zu den „Facts of Life“ wie die konkreteren Liebesdinge auf der Insel nun mal heißen.
Doch auch das war nicht so optimal, und nachdem man sich bei den Brüdern und Schwestern in den Vereinigten Staaten von Nordamerika umgesehen hatte, wollte man ja eigentlich wieder Mores lehren: Kein Sex sei der beste Sex, las man dann in englischen Zeitungen noch vor kurzer Zeit. Und es schien, als liefe alles auf eine neue Enthaltsamkeitserziehung nach dem Muster der Propagandakampagne "True Love Waits" auf.
Nur ob „Bird and Bees“, Facts of Live” oder “True Love Waits” – irgendwie brachte alles nichts. Englands Teenager halten seit Jahren den Rekord in Schwangerschaften, und das findet niemand auf der Insel erstrebenswert. Was also tun? Eine neue Methode muss her, und sie enthält überraschenderweise eine sichere Verhütungsmethode: Oralsex.
So jedenfalls stand es im „Guardian“, und der sollte wissen, was er schreibt. Was die englischen Eltern dazu meinen, wusste auch der Guardian noch nicht. Und niemand fragte bislang, wie die Vögelchen in den Mund kommen. Oder waren es die Bienen?
Doch auch das war nicht so optimal, und nachdem man sich bei den Brüdern und Schwestern in den Vereinigten Staaten von Nordamerika umgesehen hatte, wollte man ja eigentlich wieder Mores lehren: Kein Sex sei der beste Sex, las man dann in englischen Zeitungen noch vor kurzer Zeit. Und es schien, als liefe alles auf eine neue Enthaltsamkeitserziehung nach dem Muster der Propagandakampagne "True Love Waits" auf.
Nur ob „Bird and Bees“, Facts of Live” oder “True Love Waits” – irgendwie brachte alles nichts. Englands Teenager halten seit Jahren den Rekord in Schwangerschaften, und das findet niemand auf der Insel erstrebenswert. Was also tun? Eine neue Methode muss her, und sie enthält überraschenderweise eine sichere Verhütungsmethode: Oralsex.
So jedenfalls stand es im „Guardian“, und der sollte wissen, was er schreibt. Was die englischen Eltern dazu meinen, wusste auch der Guardian noch nicht. Und niemand fragte bislang, wie die Vögelchen in den Mund kommen. Oder waren es die Bienen?
sehpferd - am Dienstag, 11. Mai 2004, 20:49 - Rubrik: seltsame welt
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Irgendwann nagt der Zahn der Zeit an allem – auch an den Sensationsberichten über das K&K-Paar, sprich Oliver Kahn und Verena Kerth. Die haben sich nämlich getrennt und gehen völlig unterschiedliche Wege, wie die Presse heute vielfach berichtete. Demnach will Frau Kerth weiter nach oben in der Glitzer- und Glimmerwelt, während es Herrn Kahn offenbar wieder zu den einfachen Dingen des Lebens zieht: Er sei, so sagte er der Münchner „tz“, kein Society-Kahn. Hatten wir auch nie vermutet, Herr Kahn, wirklich, niemals.
sehpferd - am Dienstag, 11. Mai 2004, 20:29 - Rubrik: printmedien
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Die Schweizer Uhr „Bunnysutra“, bei der die Zeit nicht nur durch Zeiger, sondern zudem auf dem Hintergrund eines grinsend rammelnden Hasenpaares angezeigt wird, hat jetzt Furore gemacht – freilich nicht in einem Uhrenladen, sondern auf dem New Yorker Time Square. Indessen bedufte es erst einer Aktion der Boulevardzeitung New York Post , um das ganze Ausmaß des erotischen Frevels ruchbar werden zu lassen. Jedenfalls will die Journalistin Lorena Mongelli Schreckliches erfahren haben: Da seine Menschen entsetzt gewesen, und hätten sich Sorgen um ihre Kinder gemacht. „Was soll ich meinen Kindern erzählen, wenn sie mich fragen, was die Kaninchen tun“, soll eine Passantin der Journalistin gesagt haben. Darauf hätte ich eine Antwort: Sich Lieben. Sieht man doch an den roten Herzchen.

(c) 2004 by Swatch, Switzerland

(c) 2004 by Swatch, Switzerland
sehpferd - am Dienstag, 11. Mai 2004, 20:17 - Rubrik: seltsame welt
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Der belgische Fotograf Jean van Cleemput lichtet, wie viele seiner Kollegen auch, gerne Frauen ab. Das macht er ausgesprochen gut und professionell, und zudem meist mit Damen, die etwas nackte Brust zeigen. Wer wissen will, wie der Fisch und Seefrüchte anderer Art zur Dame kommen, wählt am besten die Nummer 1 seines Portfolios, und diejenigen, die Damen gerne bis an die Zähne bewaffnet sehen, kann bei Nummer 2 fündig würden, während auf Nummer 3 circensische Sensationen geboten werden. Die Technik ist leicht überdreht, wie leider so oft bei Fotografen, und die Ladezeiten sind entsprechend lang. Aber dennoch: Es lohnt sich.
sehpferd - am Dienstag, 11. Mai 2004, 19:44 - Rubrik: lichtbilder - photography
Frauen wollen etwas haben für ihr Geld – uns sie bekommen es auch, und zwar seit 25 Jahren. Nackte Männer nämlich, oder besser solche, die sich nach und nach entblößen: Stripper eben. Die Rede ist von einem Klub, und von einem Jubiläum: 25 Jahre kann der Strip-Club LaBare in Houston/Texas schon darauf bauen, dass Ladies mal über die Stränge schlagen wollen.
Die Männer arbeiten hart. Mittwochs und Donnerstags ist nichts los, und da verdienen sie auch kaum etwas: Man lebt von den Dollars, die einem die Frauen ins Höschen stecken. Doch er am Wochenende absahnen will, muss auch in der Woche Haut zeigen: Service nennt man hier so etwas.
Was soll’s - der Markt ist klein, aber ernährt seine Männer. Man denkt daran, den Stripklub in einen Nachtklub zu verwandeln, und man hat sogar Konkurrenz: Es gibt einen weiteren Nachtklub für Frauen, der auch seine Kundschaft hat: Dort strippen Afro-Amerikaner.
Der Inhaber hat Strip-Klubs für Ladies kommen und gehen sehen. Der Grund: zu viel Sex. Hier, im LaBare, ist es auch sexy, gewiss: Aber das Höschen bleibt oben. Seit 25 Jahren.
Gefunden bei chron.
Die Männer arbeiten hart. Mittwochs und Donnerstags ist nichts los, und da verdienen sie auch kaum etwas: Man lebt von den Dollars, die einem die Frauen ins Höschen stecken. Doch er am Wochenende absahnen will, muss auch in der Woche Haut zeigen: Service nennt man hier so etwas.
Was soll’s - der Markt ist klein, aber ernährt seine Männer. Man denkt daran, den Stripklub in einen Nachtklub zu verwandeln, und man hat sogar Konkurrenz: Es gibt einen weiteren Nachtklub für Frauen, der auch seine Kundschaft hat: Dort strippen Afro-Amerikaner.
Der Inhaber hat Strip-Klubs für Ladies kommen und gehen sehen. Der Grund: zu viel Sex. Hier, im LaBare, ist es auch sexy, gewiss: Aber das Höschen bleibt oben. Seit 25 Jahren.
Gefunden bei chron.
sehpferd - am Montag, 10. Mai 2004, 06:34 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Lieben sie Kaffee? Haben sie eine Kaffeemühle? Na, dann mal los, dann hätte ich da zwei neue Kaffeesorten zum Ausprobieren, nämlich:
Wet Indulgence (frei übersetzt: geile Genusssucht).
Deep Dark Desire (frei übersetzt: abgrundtiefes Verlangen)
Kostet USD 12,95 - inclusive einer CD mit Aktfotos (und vielleicht noch einigen darüber hinaus gehenden Fotos der Damen).
Möglicherweise eine gute Geschäftsidee für den Rest von uns: prickelnder Champagner mit Strip-CD, reifer Käse mit Sockenfetischisten-CD, Wiener Würste mit Masturbations-CD. Wie man sieht, sind dem Erotik-Geschäft keine Grenzen gesetzt.
Preise ohne Gewähr, wie immer.
Wet Indulgence (frei übersetzt: geile Genusssucht).
Deep Dark Desire (frei übersetzt: abgrundtiefes Verlangen)
Kostet USD 12,95 - inclusive einer CD mit Aktfotos (und vielleicht noch einigen darüber hinaus gehenden Fotos der Damen).
Möglicherweise eine gute Geschäftsidee für den Rest von uns: prickelnder Champagner mit Strip-CD, reifer Käse mit Sockenfetischisten-CD, Wiener Würste mit Masturbations-CD. Wie man sieht, sind dem Erotik-Geschäft keine Grenzen gesetzt.
Preise ohne Gewähr, wie immer.
sehpferd - am Sonntag, 9. Mai 2004, 20:02 - Rubrik: seltsame welt
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Warum suchen eigentlich derzeit so viel Leute im Internet nach Rosemarie Nittribits Grabstein? Ich habe einmal einen späten Nachruf auf sie geschrieben, und darin ein Bild veröffentlicht. Die Inschrift ist Legende:
Nichts Besseres darin ist, denn fröhlich sein im Leben.
copyright: Unknown
Aber das ist nicht copyright unknown, sonder copyright google-werbung:
Anzeigen
Grabstein
Raritäten & Liebhaberstücke
Riesenauswahl - hier kaufen!
www.ebay.de
Nichts Besseres darin ist, denn fröhlich sein im Leben.
copyright: Unknown
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sehpferd - am Sonntag, 9. Mai 2004, 19:36 - Rubrik: aufgegriffen
Das wöchentliche Geblubber aus den Algen
Am Muttertag schreibt Lycos darüber, welche berühmten Mütter am meisten gesucht werden. Auf Platz eins ist Pamela Anderson, die ohne Mutterattribut auf Platz sieben zu finden ist. Allerdings geht es bei den Anfragen weniger um die Mutterschaft, als um die legendären Brüste. Bei der Mutter auf Platz 15, einer gewissen Gena Lee Nolin, über Baywatch fast ebenso bekannt wie Pamela, scheint die Sache anders zu liegen: Sie wird vor allem gesucht, weil von ihr ein Sex-Video im Internet herumschwirrt, das sie gar nicht leiden mag: Sex-Szenen aus dem häuslichen Wohnzimmer zeigen eine süß in die Kamera lächelnde junge Frau, die sich gerade nicht mit lebensrettenden Maßnahmen beschäftigt, sondern mit der schönsten Sache der Welt.
Da ich auch irgendwann einmal über die Dame geschrieben habe, bekomme ich lauter Anfragen, die aber alle ins Leere laufen – sie stehen nämlich woanders. Auch die zweifache Mutter Rachel Hunter macht weiterhin Furore: Ihre Aktfotos, die für den Playboy gemacht wurden, werden im Internet so stark nachgefragt, dass so manche Seite schon in die Knie gegangen ist.
Ob mir sonst zum Muttertag nichts einfällt? Doch, nämlich, dass er der überflüssigste Feiertag ist, der je erfunden wurde. Die Erfinderin, eine gewisse Ann Jarvis, zelebrierte ihn erstmals 1907, und es dauerte nur sieben Jahre, bis der US-amerikanische Präsident Wilson den Muttertag zum nationalen Feiertag erklärte. Das absolut Letzte ist freilich die deutsche Seite Muttertag.de: Bei Ebay findest du alles, was deine Mutter glücklich macht. Seit wann wird bei Ebay Liebe versteigert?
In Deutschland haben, im Übrigen, die Blumenhändler den Muttertag erfunden, der dann mithilfe der Nazis zum nationalen Feiertag aufgebäht wurde. Es ist interessant, wie sich Blumenhandel, Mutterideologie und Nazis vertrugen. Zitat:
"Nun haben wir auch den Muttertag zum ersten Male, dank der Unterstützung der Regierung, richtig zur Geltung gebracht und gefeiert ... Das Ziel der Regierung, die Familie zu harmonischem Familienleben zurückzuführen, wird durch solche allgemeine Familientage wie den Muttertag am besten erreicht."
Klar, dass eine solche Ideologie auch Konrad Adenauer gefiel, dessen Familienminister Würmeling ohnehin eine etwas eigenartige Einstellung zu Fortschritt und Gleichberechtigung hatte: Die Mütterchenideologie wurde einfach fortgeführt.
Was mich sonst noch bewegte? Allerlei Frauengestalten. Lilith zum Beispiel, die Frau, die zu Gottes Ebenbild geschaffen wurde, und Maria Magdalena, die von der katholischen Kirche so lange als Hure gehandelt wurde, bis sich die Wahrheit absolut nicht mehr verheimlichen ließ. Die kleinen Artikelchen, die ich sonst so hier verfasse, spielten, wie immer, eine eher untergeordnete Rolle.
Das Zitat gefunden bei: Frauennews.
Eine etwas andere, ausführlichere Erklärung zum Muttertag findet sich in diesem (hiesigen) Blog.
Am Muttertag schreibt Lycos darüber, welche berühmten Mütter am meisten gesucht werden. Auf Platz eins ist Pamela Anderson, die ohne Mutterattribut auf Platz sieben zu finden ist. Allerdings geht es bei den Anfragen weniger um die Mutterschaft, als um die legendären Brüste. Bei der Mutter auf Platz 15, einer gewissen Gena Lee Nolin, über Baywatch fast ebenso bekannt wie Pamela, scheint die Sache anders zu liegen: Sie wird vor allem gesucht, weil von ihr ein Sex-Video im Internet herumschwirrt, das sie gar nicht leiden mag: Sex-Szenen aus dem häuslichen Wohnzimmer zeigen eine süß in die Kamera lächelnde junge Frau, die sich gerade nicht mit lebensrettenden Maßnahmen beschäftigt, sondern mit der schönsten Sache der Welt.
Da ich auch irgendwann einmal über die Dame geschrieben habe, bekomme ich lauter Anfragen, die aber alle ins Leere laufen – sie stehen nämlich woanders. Auch die zweifache Mutter Rachel Hunter macht weiterhin Furore: Ihre Aktfotos, die für den Playboy gemacht wurden, werden im Internet so stark nachgefragt, dass so manche Seite schon in die Knie gegangen ist.
Ob mir sonst zum Muttertag nichts einfällt? Doch, nämlich, dass er der überflüssigste Feiertag ist, der je erfunden wurde. Die Erfinderin, eine gewisse Ann Jarvis, zelebrierte ihn erstmals 1907, und es dauerte nur sieben Jahre, bis der US-amerikanische Präsident Wilson den Muttertag zum nationalen Feiertag erklärte. Das absolut Letzte ist freilich die deutsche Seite Muttertag.de: Bei Ebay findest du alles, was deine Mutter glücklich macht. Seit wann wird bei Ebay Liebe versteigert?
In Deutschland haben, im Übrigen, die Blumenhändler den Muttertag erfunden, der dann mithilfe der Nazis zum nationalen Feiertag aufgebäht wurde. Es ist interessant, wie sich Blumenhandel, Mutterideologie und Nazis vertrugen. Zitat:
"Nun haben wir auch den Muttertag zum ersten Male, dank der Unterstützung der Regierung, richtig zur Geltung gebracht und gefeiert ... Das Ziel der Regierung, die Familie zu harmonischem Familienleben zurückzuführen, wird durch solche allgemeine Familientage wie den Muttertag am besten erreicht."
Klar, dass eine solche Ideologie auch Konrad Adenauer gefiel, dessen Familienminister Würmeling ohnehin eine etwas eigenartige Einstellung zu Fortschritt und Gleichberechtigung hatte: Die Mütterchenideologie wurde einfach fortgeführt.
Was mich sonst noch bewegte? Allerlei Frauengestalten. Lilith zum Beispiel, die Frau, die zu Gottes Ebenbild geschaffen wurde, und Maria Magdalena, die von der katholischen Kirche so lange als Hure gehandelt wurde, bis sich die Wahrheit absolut nicht mehr verheimlichen ließ. Die kleinen Artikelchen, die ich sonst so hier verfasse, spielten, wie immer, eine eher untergeordnete Rolle.
Das Zitat gefunden bei: Frauennews.
Eine etwas andere, ausführlichere Erklärung zum Muttertag findet sich in diesem (hiesigen) Blog.
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen

