Kaum etwas ist schwieriger zu schreiben als nichts, das dürfen sie mir glauben. Nicht, dass ich nicht hier und da etwas gefunden hätte – das siebenhundertfünfunddreißigste Ausziehpüppchen, die neueste drahthaarige Zicke, ein neues Sexspielzeug in der Form eines Oktopus.
Aber ich halte mich mal daran: Heute, an demselbigen Montag, wird nichts geschrieben – einfach nichts.
Aber ich halte mich mal daran: Heute, an demselbigen Montag, wird nichts geschrieben – einfach nichts.
Warum lassen sich Menschen nackt von Spencer Tunick ablichten? Damit sie ins Museum kommen. So jedenfalls beschied einer der nackten Akteure die ABC. Tunick hatte zuvor seinen eigenen Rekord von Massenacktfotos gebrochen: 2754 Menschen standen ihm in Cleveland, Ohio (USA) Modell.
sehpferd - am Sonntag, 27. Juni 2004, 16:12 - Rubrik: lichtbilder - photography
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Die 1963 geborene Fotografin Evi Quaid nennt sich einfach Evi. Evi, das Modell, Evi, die Fotografin, und sie hat genug von Brüsten: Die Penetration, sagt sie, sei das wichtigste am weiblichen Körper, und dann zeigt sie in ihren Bildern, wie sie das sieht: Bereit sein ist alles.
Zu besichtigen in Wien, im MAK. Gelesen im Standard.
(c) 2004 Evi Quaid / MAK
Zu besichtigen in Wien, im MAK. Gelesen im Standard.
(c) 2004 Evi Quaid / MAK
sehpferd - am Sonntag, 27. Juni 2004, 15:53 - Rubrik: lichtbilder - photography
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Das wöchentliche Geblubber aus den Algen
Wer wissen will, was schamlos ist, sollte sich einmal bei der Vermarktung der so genannten Stars umsehen: Nachdem deutlich wurde, dass es der Popularität von Paris Hilton nicht schadete, dass ein privat gedrehtes Pornofilmchen von ihr ins Internet kam, stand das Tor weit offen für Nachahmer, die es heftig nutzten.
Der andere Fall: Als deutlich wurde, dass keine auch noch so heftige journalistische Schmutzattacke der Deutschtürkin Sibel Kekilli schaden konnte, versuchen nun auch andere, ihre bisher sorgsam gehütete Pornofilmvergangenheit zu vermarkten: So kommt man mal wieder in die Presse, wenn die Popularität nachlässt.
Wesentlich schamloser ist freilich die abzocke mit Schneeball- und Pyramidensystemen, die im Internet grassiert: In ein paar Wochen aus 35 Euro 40.000 Euro zu machen, geht nun mal nur mit Schneeballsystemen, und eben solche Systeme funktionieren bekanntlich nur für die paar Menschen, die unter den Ersten im System waren. Das ist meist lange, lange, her.
Wer dann im Internet weiter forscht, kommt auf die tollsten Dinge: Stellen sie sich vor, sie gehen auf eine Party und schenken einer wildfremden Person 5000 Euro. „Herzkreise“ heißt so etwas – nichts weiter als ein modifiziertes Pyramidensystem. Das Spiel, so heißt es unter Kriminalisten, würde überwiegend von Frauen betrieben: Wer genügend durchtrieben ist und seine Freundinnen ins Elend stürzen will, ist am besten geeignet, dabei mitzumachen. Ein Rechtsanwalt, der einen großen Teil der Geschädigten vertritt, weiß, dass es sich bei den Frauen um „besonnene Menschen, die generell wohlweißlich überlegen, wie sie ihr Geld ausgeben“ handelt. Der Trick: Frauenpower, und esoterischer Schwachsinn wie dem „kostbaren Schritt des Schenkens" und der "ungeheuren Energie des Empfangs". I
Man kann beliebig weiter forschen. Eine Firma bietet irgendeine obskure Geschäftsidee, die nur im Internet läuft, nirgendwo sonst: Viel, viel Geld kann man da verdienen. Die Firma nennt Zeugen dafür, sogar sehr viele. Nur: Kein einziger dieser Namen taucht bei einer simplen Google-Recherche im Internet auf – außer auf der Werbeseite des Unternehmens.
Wie ich überhaupt auf alles gekommen bin? Durch einen Artikel von Doloresse in 20six. Dort ist von einer „Dame“ die Rede, der man Geld schenken darf – nicht unter 50 Euro, und möglichst in Amazon-Gutscheinen. Nachdem ich mir mehrere solcher Seiten angesehen habe, kommen bei mir freilich gewisse Zweifel auf, ob es sich bei den Betreibern überhaupt um Frauen handelt.
Die Sprüche (auf verschiedenen Webseiten ähnlich gelagerter Interessenten) sind jedenfalls toll (Spell-Checker ausgeschaltet):
„Ich brauch dich nicht, ich will nur dein Geld und davon nicht wenig!“
„Du wirst hart arbeiten und mich an deinem Lohn teilhaben lassen!“
„Wage es nicht mich wegen belangslosem Gelaber zu stören!“
und schließlich:
„Ich werde dich ausnehmen wie eine Weihnachtsganz“.
Da ich nicht vorhabe, mich ganz wie die "Ganz" ausnehmen zu lassen, und auch nicht auf das Angebot einer Prinzessin Ronja eingehen werde, Ihren „göttlichen Speichel mit gekautem Kaugummi zu kaufen (25 Euro)" bleibe ich an diesem Sonntag lieber in den Algen. Oder aber ich gehe bei meinem Eismann vorbei: Der gibt mir ein zuvor ungeschlecktes Erdbeer-Schokoladeneis für einen Euro 20, und auch der Bettler an der Ecke freut sich sicherlich, wenn ich ihm das Wechselgeld von 80 Cents gebe.
Wer wissen will, was schamlos ist, sollte sich einmal bei der Vermarktung der so genannten Stars umsehen: Nachdem deutlich wurde, dass es der Popularität von Paris Hilton nicht schadete, dass ein privat gedrehtes Pornofilmchen von ihr ins Internet kam, stand das Tor weit offen für Nachahmer, die es heftig nutzten.
Der andere Fall: Als deutlich wurde, dass keine auch noch so heftige journalistische Schmutzattacke der Deutschtürkin Sibel Kekilli schaden konnte, versuchen nun auch andere, ihre bisher sorgsam gehütete Pornofilmvergangenheit zu vermarkten: So kommt man mal wieder in die Presse, wenn die Popularität nachlässt.
Wesentlich schamloser ist freilich die abzocke mit Schneeball- und Pyramidensystemen, die im Internet grassiert: In ein paar Wochen aus 35 Euro 40.000 Euro zu machen, geht nun mal nur mit Schneeballsystemen, und eben solche Systeme funktionieren bekanntlich nur für die paar Menschen, die unter den Ersten im System waren. Das ist meist lange, lange, her.
Wer dann im Internet weiter forscht, kommt auf die tollsten Dinge: Stellen sie sich vor, sie gehen auf eine Party und schenken einer wildfremden Person 5000 Euro. „Herzkreise“ heißt so etwas – nichts weiter als ein modifiziertes Pyramidensystem. Das Spiel, so heißt es unter Kriminalisten, würde überwiegend von Frauen betrieben: Wer genügend durchtrieben ist und seine Freundinnen ins Elend stürzen will, ist am besten geeignet, dabei mitzumachen. Ein Rechtsanwalt, der einen großen Teil der Geschädigten vertritt, weiß, dass es sich bei den Frauen um „besonnene Menschen, die generell wohlweißlich überlegen, wie sie ihr Geld ausgeben“ handelt. Der Trick: Frauenpower, und esoterischer Schwachsinn wie dem „kostbaren Schritt des Schenkens" und der "ungeheuren Energie des Empfangs". I
Man kann beliebig weiter forschen. Eine Firma bietet irgendeine obskure Geschäftsidee, die nur im Internet läuft, nirgendwo sonst: Viel, viel Geld kann man da verdienen. Die Firma nennt Zeugen dafür, sogar sehr viele. Nur: Kein einziger dieser Namen taucht bei einer simplen Google-Recherche im Internet auf – außer auf der Werbeseite des Unternehmens.
Wie ich überhaupt auf alles gekommen bin? Durch einen Artikel von Doloresse in 20six. Dort ist von einer „Dame“ die Rede, der man Geld schenken darf – nicht unter 50 Euro, und möglichst in Amazon-Gutscheinen. Nachdem ich mir mehrere solcher Seiten angesehen habe, kommen bei mir freilich gewisse Zweifel auf, ob es sich bei den Betreibern überhaupt um Frauen handelt.
Die Sprüche (auf verschiedenen Webseiten ähnlich gelagerter Interessenten) sind jedenfalls toll (Spell-Checker ausgeschaltet):
„Ich brauch dich nicht, ich will nur dein Geld und davon nicht wenig!“
„Du wirst hart arbeiten und mich an deinem Lohn teilhaben lassen!“
„Wage es nicht mich wegen belangslosem Gelaber zu stören!“
und schließlich:
„Ich werde dich ausnehmen wie eine Weihnachtsganz“.
Da ich nicht vorhabe, mich ganz wie die "Ganz" ausnehmen zu lassen, und auch nicht auf das Angebot einer Prinzessin Ronja eingehen werde, Ihren „göttlichen Speichel mit gekautem Kaugummi zu kaufen (25 Euro)" bleibe ich an diesem Sonntag lieber in den Algen. Oder aber ich gehe bei meinem Eismann vorbei: Der gibt mir ein zuvor ungeschlecktes Erdbeer-Schokoladeneis für einen Euro 20, und auch der Bettler an der Ecke freut sich sicherlich, wenn ich ihm das Wechselgeld von 80 Cents gebe.
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Wie aus einer Pressemitteilung von Secure Computing hervorgeht, sollen in Deutschland und England bereitgestellte Seiten die Spitzenreiter bei der Pornografie im Internet darstellen. Demnach gäbe es etwas über 10 Millionen deutsche Domains, auf denen „Pornografie“ angeboten würde, während Großbritannien immerhin noch etwa 8,5 Millionen derartige Seiten hätte. Nach Australien auf Platz 3 mit 5,7 Millionen Seiten folgt überraschend eine Südseeinsel: Niue. Hier werden nach der Quelle fast 3 Millionen Pornoseiten bereitgestellt.
Die Information ist freilich mit vorsicht zu genießen: Was als „pornografisch“ bezeichnet wird, geht aus der Pressemitteilung des Herstellers von Filtersoftware nicht hervor. Die Filtersoftware eines anderen amerikanischen Herstellers hatte vor einiger Zeit sogar die Webseite einer Jungfrauenbewegung blockiert, weil dort Sexualaufklärung im Angebot war.
Blogs werden übrigens von so gut wie keiner Filtersoftware blockiert, egal, welchen Inhalts sie sind.
Die Information ist freilich mit vorsicht zu genießen: Was als „pornografisch“ bezeichnet wird, geht aus der Pressemitteilung des Herstellers von Filtersoftware nicht hervor. Die Filtersoftware eines anderen amerikanischen Herstellers hatte vor einiger Zeit sogar die Webseite einer Jungfrauenbewegung blockiert, weil dort Sexualaufklärung im Angebot war.
Blogs werden übrigens von so gut wie keiner Filtersoftware blockiert, egal, welchen Inhalts sie sind.
sehpferd - am Samstag, 26. Juni 2004, 21:52 - Rubrik: seltsame welt
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Die örtliche Zeitung widmete einem Ufo-Ereignis viele Zeilen, und brachte unter anderem folgenden Augenzeugenbericht:
Wir waren zu zehnt, alle haben es gesehen ... es kam vom Berg herab, verharrte eine Zeit lang und schwirrte wieder ab. Dann folgte in unregelmäßigen Abständen ein weiteres Objekt, dann mal zwei auf einmal - insgesamt waren es bestimmt um die acht Stück."
Die Ufos entpuppten sich später als Werbegag eines Pharma-Unternehmens. Aber was liegt schließlich näher, als zu glauben, dass die Gäste aus dem All in Fischbachau landen würden.
Wir waren zu zehnt, alle haben es gesehen ... es kam vom Berg herab, verharrte eine Zeit lang und schwirrte wieder ab. Dann folgte in unregelmäßigen Abständen ein weiteres Objekt, dann mal zwei auf einmal - insgesamt waren es bestimmt um die acht Stück."
Die Ufos entpuppten sich später als Werbegag eines Pharma-Unternehmens. Aber was liegt schließlich näher, als zu glauben, dass die Gäste aus dem All in Fischbachau landen würden.
sehpferd - am Samstag, 26. Juni 2004, 21:29 - Rubrik: seltsame welt
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Der deutsche Playboy scheint in letzter Zeit ein Faible dafür zu haben, seine Playmates aus den entlegensten Gegenden der drei deutsch sprechenden Länder zu holen: Diesmal ist es Julia Kathrin Pöchlauer aus Kitzbühel in Tirol. Auf die Frage eines Reporters, wie man zum Playmate wird, antwortete die 24–jährige, dass alles ganz einfach gewesen wäre: Sie habe sich beworben, wurde mal probebeschaut und nach Gutbefund angerufen: ob sie in fünf Stunden in München sein könne? Sie konnte. Und jetzt ist sie albnackt im Playboy zu sehen.
Wie die Menschen in Kitzbühel reagierten, wusste das örtliche Gamsstadtblättchen: durchweg positiv. Auch die Oma hätte es super gefunden – schließlich habe sie die Enkelin noch nie nackt gesehen.
Wie die Menschen in Kitzbühel reagierten, wusste das örtliche Gamsstadtblättchen: durchweg positiv. Auch die Oma hätte es super gefunden – schließlich habe sie die Enkelin noch nie nackt gesehen.
sehpferd - am Samstag, 26. Juni 2004, 21:17 - Rubrik: seltsame welt
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Wenn man einmal angefangen hat, im Internet über Abzocker zu recherchieren, kommt einem sehr schnell das Stichwort „Herzkreise“ oder „Schenkkreise“ auf den Bildschirm. Fragt sich nur, warum immer wieder Menschen auf solche Machenschaften hereinfallen.
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Erotische Pornos beschäftigen gerade das Brigitte-Forum. Erotische Pornos? Können denn Pornos erotisch sein? Kann Erotik Pornografie sein? Ich denke, diese Diskussion kann man bis zur Rente führen – mindestens.
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Wer im Internet nach dem großen Geld sucht, wird fündig. Mathematiker darf man nicht sein, sonst erkennt man schnell, was hinter dem einen oder anderen Angebot steht. Doch wurde man nicht gewarnt?
"Wenn Sie ein Skeptiker und für neue innovative Möglichkeiten nicht aufgeschlossen sind, dann sollten Sie diese Webseite verlassen!"
Google fand 556 Einträge dieser Art. die von mir besuchten Seiten hatten alle den gleichen Text.
Ich habe mich köstlich amüsiert. Die Leute, denen 35 Euro weh tun, wohl weniger.
"Wenn Sie ein Skeptiker und für neue innovative Möglichkeiten nicht aufgeschlossen sind, dann sollten Sie diese Webseite verlassen!"
Google fand 556 Einträge dieser Art. die von mir besuchten Seiten hatten alle den gleichen Text.
Ich habe mich köstlich amüsiert. Die Leute, denen 35 Euro weh tun, wohl weniger.
sehpferd - am Samstag, 26. Juni 2004, 08:21 - Rubrik: nachrichten
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Doloresse juckte es in den Fingern, mal über eine Bloggerin herzuziehen: Da glaubt doch tatsächlich irgendein überkandidelter Alt-Teenager, sich als „Lady Dark Secret“ im Web präsentieren zu müssen. Neben dem „Bettelblog“ betreibt die Damen auch noch eine Webseite, bei der Einfallslosigkeit der Vater und Dreistigkeit die Mutter war: Greedydomme. Der fetteste Link führt zu einer Versammlung ähnlicher „Damen“, die allesamt „Geldsklaven“ suchen („werde meine Geldsau“). Ob es gut läuft? Zwar werden die Dummen nicht alle, aber was es bei den Taschengeldladies gegen Euro gibt, gibt es anderwärts gratis: heiße Luft.
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Lili Tapí will diese Woche eigentlich auswandern, doch sie stellt fest, dass andere dabei nicht sehr viel Erfolg hatten: Seufzend malt sie dieses Bild: „(Stell dir vor), du kommst mich in Italien besuchen und ich bediene dich im Dirndl mit zwei Mass in jeder Hand.“
Da muss man sich eigentlich nur nach vorstellen, wie das Mieder quillt. Doch das bekamen wir im ZEIT-Blog noch nicht zu sehen. Wie wäre es also demnächst mit „Catastrophe Chocolat (oder eben Lili Tapí) will eigentlich nur, dass ihr Mieder quillt? Wahrscheinlich nicht ZEIT-like.
Warum ich das schreibe? Weil ich euch auf das Blog von Lilí und Catastrophe locken will.
Außerdem werde ich dann die Geschichte los, das mich in einem indischen Restaurant Mr. Singh in Glasgow einst ein Türke im Schottenröckchen bedient hat. Ich bin dann lieber zu „Mother India“ gegangen. Da hat der Chef serviert und ab und an kam eine schwarzhäutige Schönheit aus dem ersten Stock herunter und lächelte die Gäste an. Bevor ich es vergesse: Das Essen dort war vorzüglich.
PS: Wegen der „Zwei Mass“ habe ich noch mal im Wahrig nachgesehen. Der meint eigentlich: Zwei Maß.
Da muss man sich eigentlich nur nach vorstellen, wie das Mieder quillt. Doch das bekamen wir im ZEIT-Blog noch nicht zu sehen. Wie wäre es also demnächst mit „Catastrophe Chocolat (oder eben Lili Tapí) will eigentlich nur, dass ihr Mieder quillt? Wahrscheinlich nicht ZEIT-like.
Warum ich das schreibe? Weil ich euch auf das Blog von Lilí und Catastrophe locken will.
Außerdem werde ich dann die Geschichte los, das mich in einem indischen Restaurant Mr. Singh in Glasgow einst ein Türke im Schottenröckchen bedient hat. Ich bin dann lieber zu „Mother India“ gegangen. Da hat der Chef serviert und ab und an kam eine schwarzhäutige Schönheit aus dem ersten Stock herunter und lächelte die Gäste an. Bevor ich es vergesse: Das Essen dort war vorzüglich.
PS: Wegen der „Zwei Mass“ habe ich noch mal im Wahrig nachgesehen. Der meint eigentlich: Zwei Maß.
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Eines rate ich Ihnen, falls sie mal Sängerin, Schauspielerin oder auch nur Fernsehmoderatorin werden wollen: Drehen sie einen Sexfilm. Wenn dann gerade mal gar niemand mehr von ihnen spricht, vertrauen sie es einem Redakteur einer Boulevard-Zeitung an: Dann sind sie wieder in der Presse. Sie müssen nur zwei Sätze beherrschen:
Erstens: Ja, ich habe einen Erotikfilm gedreht, aber ich habe immer das Höschen anbehalten.
Zweitens: Es war eine Jugendsünde – heute würde ich es nicht wieder tun.
Das geht natürlich nur einmal, und auch nur dann, wenn keines Sau den Streifen gekauft hat. Beim zweiten Mal wäre es schon gut, noch einen Stapel hoch erotischer Fotos zu verstecken, und beim dritten Mal müssen sie sich schon ein „zufällig“ entstandenes Erotik-Video stehlen lassen.
Erstens: Ja, ich habe einen Erotikfilm gedreht, aber ich habe immer das Höschen anbehalten.
Zweitens: Es war eine Jugendsünde – heute würde ich es nicht wieder tun.
Das geht natürlich nur einmal, und auch nur dann, wenn keines Sau den Streifen gekauft hat. Beim zweiten Mal wäre es schon gut, noch einen Stapel hoch erotischer Fotos zu verstecken, und beim dritten Mal müssen sie sich schon ein „zufällig“ entstandenes Erotik-Video stehlen lassen.
sehpferd - am Freitag, 25. Juni 2004, 19:50 - Rubrik: seltsame welt
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Wie berichtet, schaffen es die Deutschen derzeit nicht einmal, ihre Sparschweine Bundesbankgerecht fürs Vaterland zu leeren – und ihre Hoden auch nicht.
Darauf wies jetzt der CSU-Bundestagsabgeordnete Johannes Singhammer hin, der die Problematik offenbar bei internationalen Kontakten bemerkt: Er wusste, dass „deutsche Männer im Ausland als Schlappschwänze verspottet“ würden.
Spaß allein darf es freilich nicht machen. Denn etwas zeitgleich trat auch CDU-Kollege Armin Klein vor die Presse. Der forderte ebenfalls zu sehr mehr Sex auf – freilich nicht wegen des Verlusts internationaler Potenzreferenzen, sondern weil es der Rentenversicherung gut täte.
Die „Tagesschau“ orakelte bereits, dass die deutschen Frauen nun wohl auf die Bäume flüchten müssten. Doch vom Entwurf eines Bundesbegattungsgesetzes wusste dieser Tage in Berlin niemand etwas.
Darauf wies jetzt der CSU-Bundestagsabgeordnete Johannes Singhammer hin, der die Problematik offenbar bei internationalen Kontakten bemerkt: Er wusste, dass „deutsche Männer im Ausland als Schlappschwänze verspottet“ würden.
Spaß allein darf es freilich nicht machen. Denn etwas zeitgleich trat auch CDU-Kollege Armin Klein vor die Presse. Der forderte ebenfalls zu sehr mehr Sex auf – freilich nicht wegen des Verlusts internationaler Potenzreferenzen, sondern weil es der Rentenversicherung gut täte.
Die „Tagesschau“ orakelte bereits, dass die deutschen Frauen nun wohl auf die Bäume flüchten müssten. Doch vom Entwurf eines Bundesbegattungsgesetzes wusste dieser Tage in Berlin niemand etwas.
sehpferd - am Freitag, 25. Juni 2004, 17:47 - Rubrik: einig fallerland
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Nun haben wir es schriftlich, von einem Bundesgericht: Die Bevorzugung der christlichen Kulturwerte in Baden-Württembergs Schulen bedeutet nicht, dass die christliche Religion bevorzugt wird, sonder das Gesetz betreffe „alle Religionen und Weltanschauungen“.
Wenn es denn alle Religionen und Weltanschauungen beträfe, dann müssten Nonnen wohl demnächst in ordentlicher Schulkleidung zum Unterricht erscheinen, und sämtliche Fische und Christenkreuze wären vor der Tür des Klassenraums abzulegen.
Freilich ist daran überhaupt nicht gedacht: Mit dem Schwabenstreich, die christlich-abendländischen Kulturwerte in das "Kopftuchgesetz" hineinzuschreiben, wird letztendlich das gesamte Gesetz zu einer Farce: Es gibt keine verbindlichen abendländisch-christlichen Kulturwerte. Sie sind eine Erfindung der bundesdeutschen CDU-CSU und gehören damit in den Bereich der Ideologie, und damit der Beliebigkeit.
Wenn es denn alle Religionen und Weltanschauungen beträfe, dann müssten Nonnen wohl demnächst in ordentlicher Schulkleidung zum Unterricht erscheinen, und sämtliche Fische und Christenkreuze wären vor der Tür des Klassenraums abzulegen.
Freilich ist daran überhaupt nicht gedacht: Mit dem Schwabenstreich, die christlich-abendländischen Kulturwerte in das "Kopftuchgesetz" hineinzuschreiben, wird letztendlich das gesamte Gesetz zu einer Farce: Es gibt keine verbindlichen abendländisch-christlichen Kulturwerte. Sie sind eine Erfindung der bundesdeutschen CDU-CSU und gehören damit in den Bereich der Ideologie, und damit der Beliebigkeit.
sehpferd - am Freitag, 25. Juni 2004, 16:52 - Rubrik: glaube und aberglaube
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Die Zeit enthüllte dieser Tage, wie die Berliner Boulevardpresse ihre „Immer feste Druff“-Artikel inszeniert: Man stellt sich vor die Oper und notiert Namen und Telefonnummern. Am nächsten Tag ruft man die Operngänger dann an: „Na, wie fanden Sie’s? Fragt sich die ZEIT, ob sich dieses Spiel nicht machen ließe, ohne überhaupt in die Opfer zu gehen: Kulturkritiker wären dann überflüssig: Rechts stünden die Reihe der Wichtigtuer an, die für das „Tagblatt“ urteilen sollen, links diejenigen, die für die „Kreiszeitung“ kritisieren wollen. Sehpferd kam der Bericht einer Berliner Zeitung gleich merkwürdig vor.
sehpferd - am Donnerstag, 24. Juni 2004, 16:55

