Wie man aus relativ bescheidenen Anfängen eine der erfolgreichsten Partnerkontaktdienste im deutschsprachigen Internet machen kann, beweist neu.de: Seit man den Dienst 2002 schuf, konnte man einen kometenhaft steigenden Erfolg verzeichnen: Lag der Bruttoumsatz 2003 noch bei 10 Millionen Euro, so setzte man im vorigen Jahr bereist 25 Millionen Euro um, und für dieses Jahr wird sogar ein Umsatz von 45 Millionen Euro erwartet.
Wie war das? Die Konsumenten haben kein Geld? Die Konjunktur ist schwach?? Jammern, jammern, jammern?
Vielleicht hören wir auf die falschen Stimmen. Die Zukunft liegt nicht bei der Eheanbahnung vor Ort und nicht beim Buchhändler an der Ecke. Wenn Menschen Geld ausgeben, dann im Web.
Wie war das? Die Konsumenten haben kein Geld? Die Konjunktur ist schwach?? Jammern, jammern, jammern?
Vielleicht hören wir auf die falschen Stimmen. Die Zukunft liegt nicht bei der Eheanbahnung vor Ort und nicht beim Buchhändler an der Ecke. Wenn Menschen Geld ausgeben, dann im Web.
sehpferd - am Montag, 7. März 2005, 23:25 - Rubrik: wirtschaft im blick
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Wenn Softwarepatente wirklich so wichtig sind, warum ist es bisher niemandem gelungen, das Thema einmal griffig in die Öffentlichkeit zu bringen? Zwei Antworten bieten sich an: Entweder, Softwarepatente sind nicht so wichtig oder aber die Gegner der Softwarepatente haben es nicht verstanden, ihren Standpunkt klar zu machen.
In diesem Zusammenhang von einer Bananenrepublik zu sprechen und den Unfug zu verbreiten, „Widerstand gegen die EU-Verfassung“ würde zur „Pflicht“, spricht nicht gerade von Weitsicht – was will der Schockwellenreiter denn erst schreiben, wenn wirklich ein brisantes europäisches Thema zur Diskussion steht?
In diesem Zusammenhang von einer Bananenrepublik zu sprechen und den Unfug zu verbreiten, „Widerstand gegen die EU-Verfassung“ würde zur „Pflicht“, spricht nicht gerade von Weitsicht – was will der Schockwellenreiter denn erst schreiben, wenn wirklich ein brisantes europäisches Thema zur Diskussion steht?
sehpferd - am Montag, 7. März 2005, 23:00 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Eine Sendung, die nach Presseberichten immer mehr städtische US-Frauen begeistert, heißt „The L Word“, und die Damen vor dem Fernseher sind derzeit hellauf begeistert von den lesbischen Sexszenen, die dort gezeigt werden.
So begeistert, dass manche von ihnen offenbar auf den Geschmack kommen – zum Schaunaschen kommen jedenfalls immer mehr in New Yorks Lesbenbars, will der New York Observer wissen.
(aus dem Toronto Star)
So begeistert, dass manche von ihnen offenbar auf den Geschmack kommen – zum Schaunaschen kommen jedenfalls immer mehr in New Yorks Lesbenbars, will der New York Observer wissen.
(aus dem Toronto Star)
sehpferd - am Montag, 7. März 2005, 21:17 - Rubrik: wundersames
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Der Mormonenstaat Utah will Pornografie aus dem Internet verbannen – jedenfalls, so weit dies möglich ist. Erinnert uns das irgendwie an die Volksrepublik China? (Bevor sie auf die USA schimpfen, entsprechende Ansätze gab es auch schon in der EU).
sehpferd - am Montag, 7. März 2005, 21:05 - Rubrik: wundersames
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Was bitte hat Isaac Newton mit Brüsten zu tun? Sie ahnen es – es hat etwas mit der Schwerkraft zu tun. Ein französischer Blogger und Zeichner machte sich darüber Gedanken – in einer Zeichnung, versteht sich.
Via fleshbot
Via fleshbot
sehpferd - am Montag, 7. März 2005, 20:56 - Rubrik: wundersames
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Was passiert, wenn man zufälligerweise von Fleshbot entdeckt wird, aber bei Geocities einen Gratisaccount hat? Nun, der Datenverkehr läuft über. Wer sich dennoch für die Superheldinnen unter den Heldinnen interessiert wird allerdings hier immer noch fündig.
sehpferd - am Montag, 7. März 2005, 20:49 - Rubrik: wundersames
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Was andere können, kann ich schon lange – aber anders, dachte sich ein Blogger, der wohl von dem gegenwärtigen PR-Blog-Plätschern (sehen sie, ich schreibe nicht „Welle“) inspiriert, eine unfassende Beratung für ein eigenes Blog anbietet – was an sich nichts Besonderes wäre, nur bietet er es bei Ebay an.
Der Preis freilich ist noch ziemlich mies: Der Startpreis ist 99 Euro, und wenn es dabei bleibt, muss der Blogger dafür bis zu 20 Privatstunden geben – die Stunde zu etwas unter 5 Euro. Aber vielleicht bleibt es ja nicht dabei, und wenn schon – das Ganze ist so eine Art Versuchsballon, wie man in diesen Blogbeiträgen (1 2 3) nachlesen kann.
Der Preis freilich ist noch ziemlich mies: Der Startpreis ist 99 Euro, und wenn es dabei bleibt, muss der Blogger dafür bis zu 20 Privatstunden geben – die Stunde zu etwas unter 5 Euro. Aber vielleicht bleibt es ja nicht dabei, und wenn schon – das Ganze ist so eine Art Versuchsballon, wie man in diesen Blogbeiträgen (1 2 3) nachlesen kann.
sehpferd - am Montag, 7. März 2005, 20:40 - Rubrik: blog nachrichten
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Nachdem sich die Affäre um den Löffelhelden Jan Dittrich etwas gelegt hat, wäre es Zeit, einmal ans kommentieren zu gehen.
Zunächst fällt auf, dass die Politiker zwar harsch mit ihm und seiner im Namen der JuLis verfassten Pressemitteilung umgegangen sind, die unterschwellige Volksmeinung jedoch nicht: ein großer Teil der Jugend denkt wie Herr Dittrich.
Seine Argumente, zuzüglich die der Zeitungskommentatoren und der Stammtischsprüche: Man kann der Jugend nicht zumuten, einerseits die Rentner zu ernähren, andererseits später auf keine auskömmliche Rente mehr bauen zu können und drittens auch noch die Schulden bezahlen zu müssen, die sowohl die CDU/FDP wie auch die SPD/Grünen Regierungen ihnen hinterlassen haben. Das alles klingt gut, vor allem, wenn man junge Leser im Visier hat, vor allem, wenn man grob vereinfacht und vor allem dann, wenn man glaubt, von vornherein Ansprüche zu haben statt sie sich erst einmal zu verdienen.
Fakt ist: Wer heute Rentner wird, guckt sich ganz schön um. Das verfügbare Einkommen sackt plötzlich ab – teilweise auf die Hälfte und weniger. Wer seine Rente bereits hat errechnen lassen, weiß es. Der Rest der Bevölkerung mag den dummdreisten Sprücheklopfern Glauben schenken – und für viele liegt die Rente eben bereits an der Grenze der Summe, die heute als „Armut“ bezeichnet wird – und sie unterschreitet die Einstiegsgehälter für die meisten Berufe bei weitem.
Die so genannten „reichen“ Rentner sind Leute, die in mittleren Jahren viel Geld von ihrem Einkommen abgezwackt haben – sie haben also Konsumverzicht geleistet. Wer sein Einkommen halten will und seinen Nachkommen am Ende doch noch etwas vererben, der muss schon scharf kalkulieren – und Summen bis zu 500 Euro im Monat zurücklegen. Die schütteln auch „Besserverdienende“ nicht so einfach aus dem Ärmel.
Aber den jungen Leuten geht es offenbar um eine Umverteilung: Die Statistiker sagen ja, dass Rentner und Pensionäre nicht so stark von Armut bedroht sind wie Berufsanfänger, und in der Tat heißt es, dass das Armutsrisiko dieser Gruppe um „stolze“ 1,9 Prozent zurückgegangen wäre. In Wahrheit sind es allerdings nur 0,4 Prozent, bei den männlichen Rentnern und Pensionären ergibt sich gar eine Steigerung von 0,1, Prozent. Die Presse macht den üblichen Fehler: Nicht alle „Alten“ sind Rentner –oder Pensionäre, wobei man mindestens Mutmaßen kann, dass den verhätschelten Pensionären kein Härchen gekrümmt wurde, während auf die Rentner doch zahlreiche neue Belastungen zugekommen sind.
Auffällig ist freilich, dass die Jugendlichen im ersten möglichen Erwerbsalter, also die 16 – 24-Jährigen, eine Steigerung des Armutsrisikos erfahren mussten: von 14,9 Prozent stieg der Anteil auf 19,1 Prozent – das sind deutliche 4,2 Prozent.
Doch wie bei den Rentnern, so muss auch bei den Jugendlichen gefragt werden, wie sich diese Zahlen eigentlich zusammensetzen. Menschen in der Ausbildung verfügen über wenig Geld, und möglicherweise werden einfach immer mehr Menschen immer länger ausgebildet – was an sich kein Schaden wäre, wenn etwas Positives für die Gesellschaft herauskäme. Im Übrigen ist es keine Schande, in der Ausbildung mal gerade oder auch weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens zu verdienen. Wichtig ist doch, dass junge Leute zunächst einmal Arbeit finden – es muss nicht immer gleich ein Einstiegsgehalt von 2000 und mehr Euro sein.
Wer sich Gedanken über die Umverteilung der Gelder von Alt auf Jung macht, darf im Übrigen nicht bei den Statistiken verharren: die Umverteilung findet ja bereits auf der ebene der Familien statt: Oma und Opa sind immer gute Adressen, wenn das Geld nicht langt – sei es für einen Führerschein, einen Computer oder gar ein Automobil. Aber so ist es halt im Leben: Die Realität ist eine Sache, Statistiken sind eine andere.
Hoffen wir einmal, dass sich bei der jungen Generation noch die Vernunft durchsetzt.
Zunächst fällt auf, dass die Politiker zwar harsch mit ihm und seiner im Namen der JuLis verfassten Pressemitteilung umgegangen sind, die unterschwellige Volksmeinung jedoch nicht: ein großer Teil der Jugend denkt wie Herr Dittrich.
Seine Argumente, zuzüglich die der Zeitungskommentatoren und der Stammtischsprüche: Man kann der Jugend nicht zumuten, einerseits die Rentner zu ernähren, andererseits später auf keine auskömmliche Rente mehr bauen zu können und drittens auch noch die Schulden bezahlen zu müssen, die sowohl die CDU/FDP wie auch die SPD/Grünen Regierungen ihnen hinterlassen haben. Das alles klingt gut, vor allem, wenn man junge Leser im Visier hat, vor allem, wenn man grob vereinfacht und vor allem dann, wenn man glaubt, von vornherein Ansprüche zu haben statt sie sich erst einmal zu verdienen.
Fakt ist: Wer heute Rentner wird, guckt sich ganz schön um. Das verfügbare Einkommen sackt plötzlich ab – teilweise auf die Hälfte und weniger. Wer seine Rente bereits hat errechnen lassen, weiß es. Der Rest der Bevölkerung mag den dummdreisten Sprücheklopfern Glauben schenken – und für viele liegt die Rente eben bereits an der Grenze der Summe, die heute als „Armut“ bezeichnet wird – und sie unterschreitet die Einstiegsgehälter für die meisten Berufe bei weitem.
Die so genannten „reichen“ Rentner sind Leute, die in mittleren Jahren viel Geld von ihrem Einkommen abgezwackt haben – sie haben also Konsumverzicht geleistet. Wer sein Einkommen halten will und seinen Nachkommen am Ende doch noch etwas vererben, der muss schon scharf kalkulieren – und Summen bis zu 500 Euro im Monat zurücklegen. Die schütteln auch „Besserverdienende“ nicht so einfach aus dem Ärmel.
Aber den jungen Leuten geht es offenbar um eine Umverteilung: Die Statistiker sagen ja, dass Rentner und Pensionäre nicht so stark von Armut bedroht sind wie Berufsanfänger, und in der Tat heißt es, dass das Armutsrisiko dieser Gruppe um „stolze“ 1,9 Prozent zurückgegangen wäre. In Wahrheit sind es allerdings nur 0,4 Prozent, bei den männlichen Rentnern und Pensionären ergibt sich gar eine Steigerung von 0,1, Prozent. Die Presse macht den üblichen Fehler: Nicht alle „Alten“ sind Rentner –oder Pensionäre, wobei man mindestens Mutmaßen kann, dass den verhätschelten Pensionären kein Härchen gekrümmt wurde, während auf die Rentner doch zahlreiche neue Belastungen zugekommen sind.
Auffällig ist freilich, dass die Jugendlichen im ersten möglichen Erwerbsalter, also die 16 – 24-Jährigen, eine Steigerung des Armutsrisikos erfahren mussten: von 14,9 Prozent stieg der Anteil auf 19,1 Prozent – das sind deutliche 4,2 Prozent.
Doch wie bei den Rentnern, so muss auch bei den Jugendlichen gefragt werden, wie sich diese Zahlen eigentlich zusammensetzen. Menschen in der Ausbildung verfügen über wenig Geld, und möglicherweise werden einfach immer mehr Menschen immer länger ausgebildet – was an sich kein Schaden wäre, wenn etwas Positives für die Gesellschaft herauskäme. Im Übrigen ist es keine Schande, in der Ausbildung mal gerade oder auch weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens zu verdienen. Wichtig ist doch, dass junge Leute zunächst einmal Arbeit finden – es muss nicht immer gleich ein Einstiegsgehalt von 2000 und mehr Euro sein.
Wer sich Gedanken über die Umverteilung der Gelder von Alt auf Jung macht, darf im Übrigen nicht bei den Statistiken verharren: die Umverteilung findet ja bereits auf der ebene der Familien statt: Oma und Opa sind immer gute Adressen, wenn das Geld nicht langt – sei es für einen Führerschein, einen Computer oder gar ein Automobil. Aber so ist es halt im Leben: Die Realität ist eine Sache, Statistiken sind eine andere.
Hoffen wir einmal, dass sich bei der jungen Generation noch die Vernunft durchsetzt.
sehpferd - am Montag, 7. März 2005, 12:32 - Rubrik: deutschland im blick
Im Streit zwischen drei Bloggern und der Firma Apple Computer hat jetzt ein Gericht entschieden, dass die Blogger ihre Informationsquellen über ein neues, angeblich geheimes Produkt preisgeben müssen. Damit hat das Gericht den Bloggern nicht den gleichen Status wie anderen Journalisten zugestanden – ein Rückschritt für die freie Meinungsäußerung, wie ich meine.
Apples Verhalten ist dabei mehr als unverständlich, denn anders als andere Computer-Hersteller lebt Apple hauptsächlich von der Mund-zu-Mund-Propaganda für seine Computerprodukte, und die Fan-Webseiten, zu denen auch die Webseiten der drei Blogger gehören, helfen erheblich, neue Apple-Fans zu rekrutieren.
Man wird abwarten müssen, ob Apples Rechtsabteilung so weiter macht oder man bei Apple zu der Meinung kommt, dass eine schlechte PR, wie sie der Angriff auf Blogger allgemein darstellt, kaum positive Auswirkungen auf den Nischenmarkt haben wird, den Apple gegenwärtig bedient.
Apples Verhalten ist dabei mehr als unverständlich, denn anders als andere Computer-Hersteller lebt Apple hauptsächlich von der Mund-zu-Mund-Propaganda für seine Computerprodukte, und die Fan-Webseiten, zu denen auch die Webseiten der drei Blogger gehören, helfen erheblich, neue Apple-Fans zu rekrutieren.
Man wird abwarten müssen, ob Apples Rechtsabteilung so weiter macht oder man bei Apple zu der Meinung kommt, dass eine schlechte PR, wie sie der Angriff auf Blogger allgemein darstellt, kaum positive Auswirkungen auf den Nischenmarkt haben wird, den Apple gegenwärtig bedient.
sehpferd - am Sonntag, 6. März 2005, 19:16 - Rubrik: blog nachrichten
Ich habe mir schon seit Tagen Gedanken über Jimmiz Journal gemacht. Schreibt wenig, der Mann, dachte ich. Doch heute, nach seinem neuesten Beitrag, wurde ich mal wieder an etwas erinnert: Das Leben findet nicht in Blogs statt, sondern dort draußen in der Welt.
Vorläufig verabschiedete sich „Jim“ auch aus seinem Blog. Aus gesundheitlichen Gründen. Kann ich ihm nachfühlen – man hat nur ein Herz.
Jim schreibt „Später irgendwann mal komme ich als Blogger sicher wieder. Mit einem anderen Projekt. Jimmiz Journal steckte seit längerer Zeit auch in einer Sackgasse“. Oh, Jim, bleib nicht zu lange weg. Viellicht bleibt dir ja zwischen deinen Spaziergängen noch einmal etwas Zeit – es muss nicht täglich sein.
Vorläufig verabschiedete sich „Jim“ auch aus seinem Blog. Aus gesundheitlichen Gründen. Kann ich ihm nachfühlen – man hat nur ein Herz.
Jim schreibt „Später irgendwann mal komme ich als Blogger sicher wieder. Mit einem anderen Projekt. Jimmiz Journal steckte seit längerer Zeit auch in einer Sackgasse“. Oh, Jim, bleib nicht zu lange weg. Viellicht bleibt dir ja zwischen deinen Spaziergängen noch einmal etwas Zeit – es muss nicht täglich sein.
sehpferd - am Sonntag, 6. März 2005, 18:48 - Rubrik: blog nachrichten
Woher er nur sein Wissen über Blogs hat, der Herr Wolfgang Lünenbürger- Reidenbach? Ich schrieb bereits über ihn, aber eine neue Pressemitteilung machte mich dann doch stutzig: "news aktuell" ist nämlich eine Tochtergesellschaft der Deutschen Presse-Agentur, und was ich nicht wusste, ist dies: Herr Lünenbürger- Reidenbacher beobachtet „unter anderem neue Entwicklungen in der Kommunikationsbranche“.
Jedenfalls soll dies noch verkündet werden: In Hamburg findet am 15. April ein Workshop statt – über Blogs und mit Wolfgang Lünenbürger- Reidenbach. Ich würde gerne mal Mäuschen spielen, was er dort so erzählt, denn bislang haben Weblogs noch recht wenig zur PR beigetragen.
Jedenfalls soll dies noch verkündet werden: In Hamburg findet am 15. April ein Workshop statt – über Blogs und mit Wolfgang Lünenbürger- Reidenbach. Ich würde gerne mal Mäuschen spielen, was er dort so erzählt, denn bislang haben Weblogs noch recht wenig zur PR beigetragen.
sehpferd - am Sonntag, 6. März 2005, 18:38 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Armani zielt ganz auf Frauen ab, die wissen, welche inneren Werte sie haben – und da darf das Äußere eben auch wertvoll sein. Die Dame, die hier hauptsächlich durch die ebenso lässige wie provozierende Körperhaltung, das Rothaar und die auffällig geschminkten Lippen wirkt, muss unbedingt näher betrachtet werden.
Sind wir näher an sie herangetreten, entsteht ein neues Bild – ein Gesicht, außen fast bewegungslos, offenbart uns dennoch, dass dahinter etwas verborgen ist – Intelligenz? Abenteuerlust? Erotische Bereitschaft? Jetzt müssten wir sie ansprechen, wenn denn der Blick auf dem Gesicht bleibt, denn offenbar liegen die Brüste nicht von ungefähr so frei – Madame will zeigen, dass sie schöne, straffe Brüste hat.
Das Eis auf ihrem Gesicht? Es wird bald schmelzen – sehen sie sich ihre Haltung an: Die Beine liegen zwar züchtig und damenhaft aneinander, doch ihr Oberkörper wirkt einladend – nicht für jeden Mann, versteht sich – aber für den Richtigen.

© Foto: 2005 by Giorgio Armani, Ausschnitt rechts aus Originalbild, veröffentlicht in VOGUE 03/2005
Sind wir näher an sie herangetreten, entsteht ein neues Bild – ein Gesicht, außen fast bewegungslos, offenbart uns dennoch, dass dahinter etwas verborgen ist – Intelligenz? Abenteuerlust? Erotische Bereitschaft? Jetzt müssten wir sie ansprechen, wenn denn der Blick auf dem Gesicht bleibt, denn offenbar liegen die Brüste nicht von ungefähr so frei – Madame will zeigen, dass sie schöne, straffe Brüste hat.
Das Eis auf ihrem Gesicht? Es wird bald schmelzen – sehen sie sich ihre Haltung an: Die Beine liegen zwar züchtig und damenhaft aneinander, doch ihr Oberkörper wirkt einladend – nicht für jeden Mann, versteht sich – aber für den Richtigen.

© Foto: 2005 by Giorgio Armani, Ausschnitt rechts aus Originalbild, veröffentlicht in VOGUE 03/2005
sehpferd - am Sonntag, 6. März 2005, 18:15 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Wenn ich schon draußen keinen Frühling sehen kann, und die Erotik-Nachrichten auch noch ein wenig eingefroren sind, dann will ich doch wenigstens dies Kundtun: Die Frühjahrsmode ist ebenso erotisch wie die Werbung dafür. Der Bericht über die Instinkte, die die Branche diesmal in den Damen zu wecken hofft, später, hier erst mal ein Ausblick aus der VOGUE.
Der BH ist von Fifi Chachnil, fotografiert hat Thomas Nützl

© für das Foto: VOGUE 2005
Der BH ist von Fifi Chachnil, fotografiert hat Thomas Nützl

© für das Foto: VOGUE 2005
sehpferd - am Sonntag, 6. März 2005, 17:46 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Das wöchentliche Geblubber aus den Algen – fast immer sonntags
Zirkus Bloggiani brachte in den vergangenen Monaten immer mehr Menschen, Tiere Sensationen hervor – und wer nicht in jeder Vorstellung war, der glaubte, etwas versäumt zu haben - falls man dem öffentlichen Getöse glaubt. Doch mittlerweile scheinen die Artisten lustlos unter der Zirkuskuppel zu sitzen, die Tiere werden immer zahmer und putziger, und die Sensationen – ach, wenn wir doch welche hätten. Da wird gerade zum was-weiß-ich-wie-vielten Mal der Spreeblick ausgebuddelt, wenn man etwas über den „Erfolg“ der Blogger schreiben möchte.
Tatsächlich wird es stiller in jenem Teil der Bloggerwelt, in der nicht irgendein Schaubudenansager täglich ein Titelgemisch in die Menge brüllt, so wie es der Schockwellenreiter oder Bloggywood tun. „In der ersten Abteilung sehen sie den kleinen, furchtlosen Ofensturz , wie er der Bestie Mikrosofia den Kopf in das weit aufgerissene Maul steckt“, in der zweiten dann „die Königin der blauen Luft, Miss Kolchosa, und ihr Luftakt über den Wolken mit dreifachem Salto mortale neben das soziale Netz“ und was dergleichen mehr ist. Das muss man dem „Schockwellenreiter“ lassen – aus Computerthemen, Linksaußenpolitik und ein bisschen Blödsinn kocht er täglich einen Eintopf, der sogar mir ab und an schmeckt – es sei denn, es gäbe gerade Schlangenfraß.
Kommen wir von den großen Schaubuden der Welt zu der kleinen Kaschemme, in der die Mädchen aus ihren Handtäschchen plaudern. Ab und an taucht wieder einmal eine Erotikbloggerin auf. Auch sie werfen, wie die Schaubudenansager, erst einmal eine kleine Münze auf den Boden, damit die Leute neugierig vor der Bude stehen, in der Miss Lorelau gleich ihre große Schau zeigt. Merkwürdig, dass in derartigen Blogs so oft Schilder herumstehen: „Wenn sie mich kennen lernen wollen, werden sie mich kennen lernen“. Das ist natürlich nicht das Einzige, was Erotik-Bloggerinnen zu sagen haben, sie haben auch eine Mission – mir ist nur leider entfallen, welche. Wer es unbedingt lesen muss, wird hier fündig. Doch ich gebe zu: Ich lese auch diese Blogs, aber wirklich immer seltener – die männlichen Gegenstücke, nebenbei bemerkt, auch. Sogar die RSS-Feeds habe ich abgeschaltet, zum Beispiel den zu diesem hier.
Bloggen oder nicht Bloggen? Manche können sich offenbar nicht entscheiden: In Norddeutschland sagt man „Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln“ und drückt damit aus, dass man nicht hält von den Wankelmütigen. Wer nicht einmal dazu steht, aufzuhören, wenn er sich mit lautem Getöse verabschiedet hat, verdient nicht einmal einen zweiten Kommentar dazu.
Indessen eröffnen immer mehr Leute Blogs: Politiker und Gewerbetreibende, zum Beispiel. Und es gibt einen neuen Beruf: Blog-Berater. Ob freilich alle gut beraten waren, ein Blog zu eröffnen? Es reicht ja nicht, nichts zu sagen zu haben, um ein Blog zu betreiben. Man muss auch noch das auslassen, was man besser nicht sagen sollte. Sonst geht es einem bald wie Herrn Dittrich, dem Ex-Juli-Vorsitzenden.
In diesem Sinne – bloggen sie alle schön weiter. Aber vergessen sie nicht, dass alles, was in ihrem Blog steht, noch viele, viele Jahre bei Google nachzulesen ist.
Zirkus Bloggiani brachte in den vergangenen Monaten immer mehr Menschen, Tiere Sensationen hervor – und wer nicht in jeder Vorstellung war, der glaubte, etwas versäumt zu haben - falls man dem öffentlichen Getöse glaubt. Doch mittlerweile scheinen die Artisten lustlos unter der Zirkuskuppel zu sitzen, die Tiere werden immer zahmer und putziger, und die Sensationen – ach, wenn wir doch welche hätten. Da wird gerade zum was-weiß-ich-wie-vielten Mal der Spreeblick ausgebuddelt, wenn man etwas über den „Erfolg“ der Blogger schreiben möchte.
Tatsächlich wird es stiller in jenem Teil der Bloggerwelt, in der nicht irgendein Schaubudenansager täglich ein Titelgemisch in die Menge brüllt, so wie es der Schockwellenreiter oder Bloggywood tun. „In der ersten Abteilung sehen sie den kleinen, furchtlosen Ofensturz , wie er der Bestie Mikrosofia den Kopf in das weit aufgerissene Maul steckt“, in der zweiten dann „die Königin der blauen Luft, Miss Kolchosa, und ihr Luftakt über den Wolken mit dreifachem Salto mortale neben das soziale Netz“ und was dergleichen mehr ist. Das muss man dem „Schockwellenreiter“ lassen – aus Computerthemen, Linksaußenpolitik und ein bisschen Blödsinn kocht er täglich einen Eintopf, der sogar mir ab und an schmeckt – es sei denn, es gäbe gerade Schlangenfraß.
Kommen wir von den großen Schaubuden der Welt zu der kleinen Kaschemme, in der die Mädchen aus ihren Handtäschchen plaudern. Ab und an taucht wieder einmal eine Erotikbloggerin auf. Auch sie werfen, wie die Schaubudenansager, erst einmal eine kleine Münze auf den Boden, damit die Leute neugierig vor der Bude stehen, in der Miss Lorelau gleich ihre große Schau zeigt. Merkwürdig, dass in derartigen Blogs so oft Schilder herumstehen: „Wenn sie mich kennen lernen wollen, werden sie mich kennen lernen“. Das ist natürlich nicht das Einzige, was Erotik-Bloggerinnen zu sagen haben, sie haben auch eine Mission – mir ist nur leider entfallen, welche. Wer es unbedingt lesen muss, wird hier fündig. Doch ich gebe zu: Ich lese auch diese Blogs, aber wirklich immer seltener – die männlichen Gegenstücke, nebenbei bemerkt, auch. Sogar die RSS-Feeds habe ich abgeschaltet, zum Beispiel den zu diesem hier.
Bloggen oder nicht Bloggen? Manche können sich offenbar nicht entscheiden: In Norddeutschland sagt man „Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln“ und drückt damit aus, dass man nicht hält von den Wankelmütigen. Wer nicht einmal dazu steht, aufzuhören, wenn er sich mit lautem Getöse verabschiedet hat, verdient nicht einmal einen zweiten Kommentar dazu.
Indessen eröffnen immer mehr Leute Blogs: Politiker und Gewerbetreibende, zum Beispiel. Und es gibt einen neuen Beruf: Blog-Berater. Ob freilich alle gut beraten waren, ein Blog zu eröffnen? Es reicht ja nicht, nichts zu sagen zu haben, um ein Blog zu betreiben. Man muss auch noch das auslassen, was man besser nicht sagen sollte. Sonst geht es einem bald wie Herrn Dittrich, dem Ex-Juli-Vorsitzenden.
In diesem Sinne – bloggen sie alle schön weiter. Aber vergessen sie nicht, dass alles, was in ihrem Blog steht, noch viele, viele Jahre bei Google nachzulesen ist.
Ich war inzwischen auf der Webseite von „Früchte-Megerle“, weil sie mir als Erstes entgegengrinste, als ich das Blog „Umwelt und Gesundheit“ aufrief. Aber – ich will jetzt absolut keine Aprikosenkerne kaufen. Ich hätte gerne Aprikosen – jetzt und sofort.
Ein Blog? Eine Gemischtwarenhandlung? Eine Müllhalde? Ich weiß es nicht. Ich komme nie über den zweiten Eintrag des ersten Beitrags hinaus. „Unterzeichnen sie die Petition gegen die Bolkensteindirektive“.
Was der Herr, der das Blog betreibt, eigentlich wirklich will, wird mir nie klar werden, und ach, ja: Ich brauche mein Handy – und klare Beiträge in Blogs. Solche, die man eventuell noch verstehen kann, wenn man kein Wolkenkuckucksheimbewohner ist. Oder war das ein Bolkensteinbewohner?
Oh, ich erkenne: ein Tutti Frutti Blog. Heute Sue, morgen Daisy, dann Aprikosenkerne und Trockenpilze, next time eine neue revolutionäre Idee – don’t worry – it will be the same procedure as yesterday … pardon me … as every day.
Ein Blog? Eine Gemischtwarenhandlung? Eine Müllhalde? Ich weiß es nicht. Ich komme nie über den zweiten Eintrag des ersten Beitrags hinaus. „Unterzeichnen sie die Petition gegen die Bolkensteindirektive“.
Was der Herr, der das Blog betreibt, eigentlich wirklich will, wird mir nie klar werden, und ach, ja: Ich brauche mein Handy – und klare Beiträge in Blogs. Solche, die man eventuell noch verstehen kann, wenn man kein Wolkenkuckucksheimbewohner ist. Oder war das ein Bolkensteinbewohner?
Oh, ich erkenne: ein Tutti Frutti Blog. Heute Sue, morgen Daisy, dann Aprikosenkerne und Trockenpilze, next time eine neue revolutionäre Idee – don’t worry – it will be the same procedure as yesterday … pardon me … as every day.
sehpferd - am Samstag, 5. März 2005, 23:57 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
SOU – State of Undress heißt ein neues Londoner Unternehmen, das betonte lustvolle Unterwäsche anbietet – und zwar nicht in Soho oder Camden, sondern dort, wo das Geld zu finden ist: in Paris zum Beispiel im berühmten Warenhaus Lafayette und in Dänemark im nicht minder berühmten Magazin du Nord.
In Deutschland fehlt noch ein Händler der SOU – aber vielleicht findet sich schon bald einer. Für Herren ist die Sache auch online interessant – schon wegen der schönen Bilder.
In Deutschland fehlt noch ein Händler der SOU – aber vielleicht findet sich schon bald einer. Für Herren ist die Sache auch online interessant – schon wegen der schönen Bilder.
sehpferd - am Samstag, 5. März 2005, 23:00 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Mag sein, dass es innovativ ist, was Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach zu sagen hat. Jedenfalls hat er die Idee, ein Seminar für den PR-Einsatz von Weblogs zu gestalten. Schöne Idee, und schlappe 600 Euro (Pardon 590,--) darf ein Ganztagesseminar auch kosten, wenn man es von der Steuer absetzen kann.
Aber sagen sie uns bitte einmal, wo sie Deutsch gelernt haben? „Sie lernen Weblogs kennen, die einen großen Einfluss haben und viel gelesen sind“. Nun ja, sie sind ja „gelernter Boulevard-Journalist“ – da darf man schon mal danebengreifen.
Selbst ein Blog betreibt er auch: Dies hier. Vielleicht können wir daraus ein paar PR-Geheimnisse lernen?
Aber sagen sie uns bitte einmal, wo sie Deutsch gelernt haben? „Sie lernen Weblogs kennen, die einen großen Einfluss haben und viel gelesen sind“. Nun ja, sie sind ja „gelernter Boulevard-Journalist“ – da darf man schon mal danebengreifen.
Selbst ein Blog betreibt er auch: Dies hier. Vielleicht können wir daraus ein paar PR-Geheimnisse lernen?
sehpferd - am Samstag, 5. März 2005, 22:51 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Bereits vor einiger Zeit kam aus den USA die Kunde, dass Schwangerschaftsblogs immer beliebter würden. Nun sind Schwangere eine ganz ausgezeichnete Zielgruppe für den Versandhandel – und hat die werdende Mutter dort einmal gekauft, wird auch die Kindesmutter dort kaufen, denn schließlich kann man auch mit Produkten für das Baby handeln – kein schlechtes Konzept. Was liegt also näher für einen Umstandsmodenversandhändler, als zu bloggen? Hier wird es diskutiert und hier ist das Blog.
sehpferd - am Samstag, 5. März 2005, 22:35 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Einen interessanten Artikel über die Vermittlung der Ansichten der katholischen Kirche gibt es im kath.net zu lesen. Freilich muss man sich erst zum letzten Kapitel durchschlagen, um auch die Kritik an den Pressemitteilungen der Kirche zu erreichen. Diese würden nämlich, so ein Professor an des Papstes Universität, oft theologisch geschulte Leser voraussetzen. Die Herausforderung sieht der katholische Wissenschaftler darin, der Öffentlichkeit eine „vielschichtige Wirklichkeit“ zu vermitteln.
sehpferd - am Samstag, 5. März 2005, 11:14 - Rubrik: religion im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Über neue Erotik-Blogs auf Twoday zu berichten, habe ich vor längerer Zeit aufgegeben. Die meisten von ihnen sind zu kurzlebig – und auch auf Bettys Bett wäre ich kaum gefallen, wenn ich nicht einen Hinweis bekommen hätte. Was tat ich also? Ich las, vor allem die Kommentare.
Also, wer Blog-Getöse liebt, der lese in Bettys Bett, zum Beispiel dies:
„Denk einmal nach, ob dich in 5 Jahren auch noch wer anschaut, wenn du jetzt schon nur die alten notgeilen Säcke bekommst, die diverseste Krankheiten mit sich herumtragen, die Jungen müssen eh schon bekifft, besoffen oder deppert sein, wenn sie so ein blondes Fickpüppchen anschauen! Such dir mal n´normales Hobby, etwas was zu Minderbemittelten wie dir passt!!! Du Schlampe“
Sprachen wir nicht neulich erst über die Qualität von Blogs? Vielleicht sollten wir auch einmal von den Gesetzen des Umgangs miteinander reden?
Auslöser war der Artikel "Zuschauer am See" (inzwischen auf der Seite von Betty gelöscht) der mich allerdings auch nicht sonderlich begeisterte. Nicht wegen des Inhalts, sondern wegen der plakativen Schreibe. Dem „netten“ jungen Menschen möchte ich noch in sein Tagebuch schreiben, dass „alte Säcke“ in der Regel weniger der „diversesten“ Krankheiten in sich herumtragen als andere – weil sie mehr auf ihre Gesundheit achten – aber das nur nebenbei.
In eigener Sache:
Ich hätte die Stil- und Inhaltslosen Kommentare auch dann gelöscht, wenn der Artikel erhalten geblieben wäre. Hier ist kein Kindergarten.
Also, wer Blog-Getöse liebt, der lese in Bettys Bett, zum Beispiel dies:
„Denk einmal nach, ob dich in 5 Jahren auch noch wer anschaut, wenn du jetzt schon nur die alten notgeilen Säcke bekommst, die diverseste Krankheiten mit sich herumtragen, die Jungen müssen eh schon bekifft, besoffen oder deppert sein, wenn sie so ein blondes Fickpüppchen anschauen! Such dir mal n´normales Hobby, etwas was zu Minderbemittelten wie dir passt!!! Du Schlampe“
Sprachen wir nicht neulich erst über die Qualität von Blogs? Vielleicht sollten wir auch einmal von den Gesetzen des Umgangs miteinander reden?
Auslöser war der Artikel "Zuschauer am See" (inzwischen auf der Seite von Betty gelöscht) der mich allerdings auch nicht sonderlich begeisterte. Nicht wegen des Inhalts, sondern wegen der plakativen Schreibe. Dem „netten“ jungen Menschen möchte ich noch in sein Tagebuch schreiben, dass „alte Säcke“ in der Regel weniger der „diversesten“ Krankheiten in sich herumtragen als andere – weil sie mehr auf ihre Gesundheit achten – aber das nur nebenbei.
In eigener Sache:
Ich hätte die Stil- und Inhaltslosen Kommentare auch dann gelöscht, wenn der Artikel erhalten geblieben wäre. Hier ist kein Kindergarten.
sehpferd - am Samstag, 5. März 2005, 10:56 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Nun, liebe Frankfurter Rundschau, wir erwarten natürlich als Leser nicht, dass sie sich mit der BILD-Zeitung identifizieren, aber was ihre Redakteure in ihrem Bericht „Dittrich gibt Juli-Vorsitz ab“ geschrieben haben, verwirrt denn doch. Der Artikel ist so geschrieben, als ob nicht der (inzwischen Ex-) Jungliberalenchef schuld an den unflätigen Äußerungen über Rentner gewesen wäre, sondern die BILD-Zeitung:
„Die Bild-Schlagzeile "Alte, gebt den Löffel ab" hat den Chef der Jungen Liberalen, Jan Dittrich, das Amt gekostet", schreibt die Rundschau abwiegelnd, und sogleich folgt die Rechtfertigung: Es sei, so Dittrich, nicht seine Absicht gewesen, Menschen zu beleidigen, sondern er habe „lediglich auf sein Fazit aus dem Armutsbericht der Bundesregierung hinweisen wollen“. Offenbar hatte der junge Mann dies als „Hinweis“ gesehen: "Es wird Zeit, dass die Alten von ihrem Tafelsilber etwas abgeben - einen Löffel oder besser gleich ein paar davon!".
Die Frankfurter Rundschau greift sogleich erneut die BILD-Zeitung an: Sie sprach von einer „verkürzten Aussage auf der Titelseite“, doch was war denn eigentlich der Titel der umstrittenen Pressemitteilung? Nun, es war „JuLis: Alte, gebt den Löffel ab“ – das hatten die Frankfurter offenbar übersehen, und sie lässt abermals Herrn Dittrich zu Wort kommen: BILD hätte ihn „ein bisschen verladen“.
Lokalpatriotismus ist ja ganz nett, und ja, die BILD-Zeitung ist nicht gerade meine Morgenliteratur, doch wer eine Pressemitteilung mit dem Titel „Alte, gebt den Löffel ab“ veröffentlicht, muss eben auch damit rechnen, dass eben dieser Titel gedruckt wird.
Was noch auffällt: Zwar entschuldigt sich Herr Dittrich dauernd, aber von seiner Grundaussage will er offenbar nicht abgehen. Wie das zusammenkommt., wird er uns vielleicht noch erklären müssen.
„Die Bild-Schlagzeile "Alte, gebt den Löffel ab" hat den Chef der Jungen Liberalen, Jan Dittrich, das Amt gekostet", schreibt die Rundschau abwiegelnd, und sogleich folgt die Rechtfertigung: Es sei, so Dittrich, nicht seine Absicht gewesen, Menschen zu beleidigen, sondern er habe „lediglich auf sein Fazit aus dem Armutsbericht der Bundesregierung hinweisen wollen“. Offenbar hatte der junge Mann dies als „Hinweis“ gesehen: "Es wird Zeit, dass die Alten von ihrem Tafelsilber etwas abgeben - einen Löffel oder besser gleich ein paar davon!".
Die Frankfurter Rundschau greift sogleich erneut die BILD-Zeitung an: Sie sprach von einer „verkürzten Aussage auf der Titelseite“, doch was war denn eigentlich der Titel der umstrittenen Pressemitteilung? Nun, es war „JuLis: Alte, gebt den Löffel ab“ – das hatten die Frankfurter offenbar übersehen, und sie lässt abermals Herrn Dittrich zu Wort kommen: BILD hätte ihn „ein bisschen verladen“.
Lokalpatriotismus ist ja ganz nett, und ja, die BILD-Zeitung ist nicht gerade meine Morgenliteratur, doch wer eine Pressemitteilung mit dem Titel „Alte, gebt den Löffel ab“ veröffentlicht, muss eben auch damit rechnen, dass eben dieser Titel gedruckt wird.
Was noch auffällt: Zwar entschuldigt sich Herr Dittrich dauernd, aber von seiner Grundaussage will er offenbar nicht abgehen. Wie das zusammenkommt., wird er uns vielleicht noch erklären müssen.
sehpferd - am Samstag, 5. März 2005, 10:28 - Rubrik: presse im blick
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Heiner Geißler hat jüngst im ARD-Fernsehen gesagt, wenn er Papst wäre, würde er Kardinal Ratzinger und Kardinal Meisner zu Dorfpfarrern machen. Das „kath.net“ sah dies in einem Artikel als „Verunglimpfung“.
Geißler hatte den beiden Kardinälen mit dieser Äußerung ganz offenbar fehlenden Weitblick bescheinigen wollen – und das ist genau das, was neben vielen Andersgläubigen eben auch manche Katholiken denken. Wo ist denn da die Verunglimpfung?
Dem Spiegel passte die ganze Runde nicht, in der die Worte gefallen waren. Christian Stöcker schrieb: „Maischberger suchte nach Radikalität, ihre Gäste übten sich in Abwägung“. Ja, lieber Herr Stöcker, das ist ja unglaublich, wenn eine Fernsehmoderatorin Fragen stellen und die Gäste diese zwar ehrlich, aber nicht in dem Sinne beantworten, wie es die Frau Moderatorin gerne hätte?
Nun, aus seinem Lebenslauf erfahren wir, dass Herr Stöcker inzwischen stolze 32 Jahre zählt. Da nehmen wir einfach mal an, dass er noch nicht in die Jahre gekommen ist, an deren Grenze die Altersweisheit beginnt.
Geißler hatte den beiden Kardinälen mit dieser Äußerung ganz offenbar fehlenden Weitblick bescheinigen wollen – und das ist genau das, was neben vielen Andersgläubigen eben auch manche Katholiken denken. Wo ist denn da die Verunglimpfung?
Dem Spiegel passte die ganze Runde nicht, in der die Worte gefallen waren. Christian Stöcker schrieb: „Maischberger suchte nach Radikalität, ihre Gäste übten sich in Abwägung“. Ja, lieber Herr Stöcker, das ist ja unglaublich, wenn eine Fernsehmoderatorin Fragen stellen und die Gäste diese zwar ehrlich, aber nicht in dem Sinne beantworten, wie es die Frau Moderatorin gerne hätte?
Nun, aus seinem Lebenslauf erfahren wir, dass Herr Stöcker inzwischen stolze 32 Jahre zählt. Da nehmen wir einfach mal an, dass er noch nicht in die Jahre gekommen ist, an deren Grenze die Altersweisheit beginnt.
sehpferd - am Samstag, 5. März 2005, 09:58 - Rubrik: zeit geschehen
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Urgroßvaters Psychologie hat abermals eine Überarbeitung erfahren: Die Untreue wurde neu untersucht, und heraus kam, dass Mutter Natur ihre Finger im Spiel hat und sonst niemand. Klar textlich: Frauen lassen dem Partner schon einmal eine Sexaffäre durch, aber keine Verliebtheit, während Männer eher sensitive Flirts ihrer Frauen tolerieren als feuchte Sexaffären.
Herausgefunden haben dies Psychologen der Universität Bielefeld: Sie zeigten Männern wie auch Frauen verschiedene Situationen, in denen Untreue vermutet werden kann. Die Reaktionen darauf ergaben dann das Forschungsresultat: als unerträglich empfanden Männer den harten Sex der Partnerin mit einem Fremden, während Frauen die Verliebtheit ihrer Partner als besonders gefährlich ansahen.
Interessant daran ist, dass die Psychologie damit vom vergeistigten Weltbild der Herren Freud und Jung zu einer naturwissenschaftsnahen Betrachtung gekommen sind: Dem Verhalten heutiger Menschen wohnen eben immer noch Spuren der Evolution inne, die vor allem seine Gefühle noch nachhaltig beeinflussen.
Doch vielleicht muss man so weit gar nicht schauen. Es reicht ein Blick ins bürgerliche Gesetzbuch: Kinder, die in der Ehezeit gezeugt wurden, sind ehelich. Männer haben also Grund, bei sexueller Untreue ihrer Frauen auf die Barrikaden zu gehen.
Teile davon gelesen im Spiegel.
Herausgefunden haben dies Psychologen der Universität Bielefeld: Sie zeigten Männern wie auch Frauen verschiedene Situationen, in denen Untreue vermutet werden kann. Die Reaktionen darauf ergaben dann das Forschungsresultat: als unerträglich empfanden Männer den harten Sex der Partnerin mit einem Fremden, während Frauen die Verliebtheit ihrer Partner als besonders gefährlich ansahen.
Interessant daran ist, dass die Psychologie damit vom vergeistigten Weltbild der Herren Freud und Jung zu einer naturwissenschaftsnahen Betrachtung gekommen sind: Dem Verhalten heutiger Menschen wohnen eben immer noch Spuren der Evolution inne, die vor allem seine Gefühle noch nachhaltig beeinflussen.
Doch vielleicht muss man so weit gar nicht schauen. Es reicht ein Blick ins bürgerliche Gesetzbuch: Kinder, die in der Ehezeit gezeugt wurden, sind ehelich. Männer haben also Grund, bei sexueller Untreue ihrer Frauen auf die Barrikaden zu gehen.
Teile davon gelesen im Spiegel.
sehpferd - am Samstag, 5. März 2005, 09:35 - Rubrik: zeit geschehen
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Ich wusste, dass man Monitore von außen reinigen kann. Neu war mir, dass man sie auch von innen reinigen kann - mit diesem Mittel, das ich nur ausgesprochen humorbegabten Mitmenschen empfehle.
Der Rest sollte Bildschirme besser von außen reinigen.
Der Rest sollte Bildschirme besser von außen reinigen.
sehpferd - am Freitag, 4. März 2005, 22:41 - Rubrik: papierkorb nachrichten
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Unter dem Titel „Arme Kinder“ hatte er es in seinem Weblog veröffentlicht: Jan Dittrich, Jahrgang 1976, Absolvent des Humanistischen Gymnasium zu Darmstadt, ansonsten ohne größere Erfahrung im Leben, zuletzt Chef der Jungen Liberalen, von denen er gekommen war, zu richten über die Jungen und die Alten.
Natürlich hatte der junge Mann vor allem die Jungen im Auge, nämlich die 1,1 Millionen unter ihnen, die von Sozialhilfe leben. Eine Analyse dieser Zahlen kann sich ein junger Liberaler natürlich schenken – immer diese Mühsal mit der Wahrhaftigkeit – richtig lästig.
Nun weiß der junge Mann natürlich (humanistische Bildung, man denke), dass es immer einen Schuldigen geben muss, wenn es irgendjemandem schlecht geht, und der war schnell ausgemacht: Rentner (Pensionäre kamen natürlich nicht in Frage). Deshalb forderte der forsche Jüngling gleich mal, sie sollten mal ihr Tafelsilber abgeben – hopp, hopp - O-Ton des jungen F.D.P.-Mannes: „Wir brauchen eine radikale Rentenreform. Die Rentenversicherung vom Umlageverfahren auf Kapitaldeckung umzustellen, ist nicht genug. Auch die heutigen Rentner müssen einen Teil ihrer Kohle rausrücken. „
Ach ja, lieber Herr Dittrich, wir verstehen, dass sie mit ihren eins bis zwei Jahren Berufstätigkeit so etwas bereits beurteilen können, und wir verstehen auch, dass sie einmal hoch hinaus wollten in der F.D.P. – aber noch froher stimmt uns, dass sie nun von ihrem Amt zurückgetreten sind.
(Überschrift geändert am 05.03.2005)
Die Pressemitteilung "Alte, gebt den Löffel ab" findet man nach wie vor hier.
Natürlich hatte der junge Mann vor allem die Jungen im Auge, nämlich die 1,1 Millionen unter ihnen, die von Sozialhilfe leben. Eine Analyse dieser Zahlen kann sich ein junger Liberaler natürlich schenken – immer diese Mühsal mit der Wahrhaftigkeit – richtig lästig.
Nun weiß der junge Mann natürlich (humanistische Bildung, man denke), dass es immer einen Schuldigen geben muss, wenn es irgendjemandem schlecht geht, und der war schnell ausgemacht: Rentner (Pensionäre kamen natürlich nicht in Frage). Deshalb forderte der forsche Jüngling gleich mal, sie sollten mal ihr Tafelsilber abgeben – hopp, hopp - O-Ton des jungen F.D.P.-Mannes: „Wir brauchen eine radikale Rentenreform. Die Rentenversicherung vom Umlageverfahren auf Kapitaldeckung umzustellen, ist nicht genug. Auch die heutigen Rentner müssen einen Teil ihrer Kohle rausrücken. „
Ach ja, lieber Herr Dittrich, wir verstehen, dass sie mit ihren eins bis zwei Jahren Berufstätigkeit so etwas bereits beurteilen können, und wir verstehen auch, dass sie einmal hoch hinaus wollten in der F.D.P. – aber noch froher stimmt uns, dass sie nun von ihrem Amt zurückgetreten sind.
(Überschrift geändert am 05.03.2005)
Die Pressemitteilung "Alte, gebt den Löffel ab" findet man nach wie vor hier.
sehpferd - am Freitag, 4. März 2005, 21:56 - Rubrik: deutschland im blick
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Die ZEIT schreibt über Weiblichkeit, und lässt Frauen dazu zu Wort kommen. Die Beiträge erscheinen mir, mit wenigen Ausnahmen, seltsam belanglos zu sein, was an der Auswahl der Damen liegen mag, die von Journalistinnen befragt wurden.
Nicht ganz so belanglos scheint mir beispielsweise dies zu sein:
„Das Problem liegt oft darin, dass die Frauen zu wenig fanatisch sind, sich nicht spezialisieren. Der Wille zu außerordentlichen Leistungen bedingt Fokussierung und birgt die Gefahr, als Egoistin betrachtet zu werden. Es ist nicht nur die Situation, die nicht ideal ist, sondern oft auch der eigene Trieb, der nicht stark genug ist.“
Pipilotti Rist, 42
Nicht ganz so belanglos scheint mir beispielsweise dies zu sein:
„Das Problem liegt oft darin, dass die Frauen zu wenig fanatisch sind, sich nicht spezialisieren. Der Wille zu außerordentlichen Leistungen bedingt Fokussierung und birgt die Gefahr, als Egoistin betrachtet zu werden. Es ist nicht nur die Situation, die nicht ideal ist, sondern oft auch der eigene Trieb, der nicht stark genug ist.“
Pipilotti Rist, 42
sehpferd - am Freitag, 4. März 2005, 12:17 - Rubrik: zeit geschehen
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Der Schockwellenreiter hob es noch hervor, aber jetzt ist es verschwunden: Luxembourg Uncensored wurde inzwischen entweder doch zensiert oder aufgegeben. Ein letzter Eintrag verbleibt uns, die Träne trage ich heftigst im Knopfloch, und den anderen erotischen Bloggern und Blogerinnen wünschen ich viel Glück, dass sie nicht auch irgendwie unter die Räder kommen.
So sah es einmal aus, das Blog von Sandrine.
So sah es einmal aus, das Blog von Sandrine.
sehpferd - am Donnerstag, 3. März 2005, 21:44 - Rubrik: blog nachrichten
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Wie ich weiß (ich lese meine Statistiken ab und an) interessieren sich viele Leser für Däninnen – weniger für die inneren Werte, als für das, was die Evolution in Verbindung mit der kühlen Witterung dort mit den Frauen gemacht hat: Mutter Natur stattete sie mit einer dünnen, aber feinen und gleichmäßigen Fettschicht aus, die besonders den Brüsten junger Frauen zugute kommt.
Womit wir denn auch bei dem wären, was einen Teil meiner Leser stets interessiert: Brüste. Diese Webseite zeigt sie.
Womit wir denn auch bei dem wären, was einen Teil meiner Leser stets interessiert: Brüste. Diese Webseite zeigt sie.
sehpferd - am Donnerstag, 3. März 2005, 21:15 - Rubrik: wundersames
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„Wir müssen die Menschlichkeit genauestens definieren, dann in die Verfassung aufnehmen und viel, viel enger auslegen“.
Das schreibt Erwin Former, nach Eigendefinition „Der böse alte Mann des Internets“. Viel Glück, Herr Former, bei der präzisen Definition der Menschlichkeit.
Vergessen sie bitte nicht, genaue Ausführungsbestimmungen dazu zu fordern und eine Menschlichkeitspolizei, die alle Verfehlungen vor das Menschlichkeitsgericht bringt, das bitte das Recht eng auslegen soll.
An was mich das alles erinnert? Fragen sie lieber nicht, ich könnte ausfällig werden.
Statt dessen zitiere ich lieber mal :
„Wenn die Weisheit verlorengeht
herrscht Wohlwollen
Wenn das Wohlwollen verlorengeht
herrscht Menschlichkeit
Wenn die Menschlichkeit verlorengeht
herrscht Gerechtigkeit
Wenn die Gerechtigkeit verlorengeht
herrscht Gesetzestreue
Doch die Gesetzestreue
ist nur dürftige Redlichkeit
und der Beginn der Verwirrung“
(Danke, Susanne Albers)
Das schreibt Erwin Former, nach Eigendefinition „Der böse alte Mann des Internets“. Viel Glück, Herr Former, bei der präzisen Definition der Menschlichkeit.
Vergessen sie bitte nicht, genaue Ausführungsbestimmungen dazu zu fordern und eine Menschlichkeitspolizei, die alle Verfehlungen vor das Menschlichkeitsgericht bringt, das bitte das Recht eng auslegen soll.
An was mich das alles erinnert? Fragen sie lieber nicht, ich könnte ausfällig werden.
Statt dessen zitiere ich lieber mal :
„Wenn die Weisheit verlorengeht
herrscht Wohlwollen
Wenn das Wohlwollen verlorengeht
herrscht Menschlichkeit
Wenn die Menschlichkeit verlorengeht
herrscht Gerechtigkeit
Wenn die Gerechtigkeit verlorengeht
herrscht Gesetzestreue
Doch die Gesetzestreue
ist nur dürftige Redlichkeit
und der Beginn der Verwirrung“
(Danke, Susanne Albers)
sehpferd - am Donnerstag, 3. März 2005, 20:57 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Von Existenzvernichtungsblogs ("wie viele Skalpe hängen schon an deiner Wand, oh Blogger") hatte ich ja schon gehört – von Existenzgründungsblogs noch nichts. Doch man lernt ja nie aus – es gibt sie noch, die guten Dinge, und deshalb zitiere ich mal:
„m-e-x ist seit 2003 Bundesprojekt der Wirtschaftsjunioren Deutschland, dem größten Verband für junge Unternehmer und Führungskräfte ... damit steuern wir auf unser Ziel (zu), Brückenkopf zwischen den Wirtschaftsjunioren, bedeutenden Gründerintiativen und jungen Unternehmern zu sein“.
Schöne Idee, und man hat auch etwas über Blogs zu sagen: nämlich, wie das eigene Blog bekannt wird. Neu ist eigentlich nicht, was darin steht, aber sinnreich: Überleg dir erst, wohin du gehen willst, dann lauf los und erreiche es – falls ich alles richtig verstanden habe.
„m-e-x ist seit 2003 Bundesprojekt der Wirtschaftsjunioren Deutschland, dem größten Verband für junge Unternehmer und Führungskräfte ... damit steuern wir auf unser Ziel (zu), Brückenkopf zwischen den Wirtschaftsjunioren, bedeutenden Gründerintiativen und jungen Unternehmern zu sein“.
Schöne Idee, und man hat auch etwas über Blogs zu sagen: nämlich, wie das eigene Blog bekannt wird. Neu ist eigentlich nicht, was darin steht, aber sinnreich: Überleg dir erst, wohin du gehen willst, dann lauf los und erreiche es – falls ich alles richtig verstanden habe.
sehpferd - am Donnerstag, 3. März 2005, 20:30 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Wer immer diese Seite verantwortet, weiß ich nicht. „Dem Reinen ist alles rein“ zitiert der Autor die Bibel und behauptet, dass Analsex auch dem Gottesfürchtigen gestattet ist.
Ich vermute stark, dass hier mal wieder ein Schelm am werkeln war.
Ich vermute stark, dass hier mal wieder ein Schelm am werkeln war.
sehpferd - am Donnerstag, 3. März 2005, 20:03 - Rubrik: religion im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Einen Skandal soll es angeblich um Anna Nicole Smith gegeben haben, die sich nach einem Bericht von Norwegens TV2 und anderer Berichterstatter nackt auf der Bühne gezeigt hätte.
Nun, nackt ist bar jeder Kleidung, und das jedenfalls war sie nicht – eher nicht vollständig verhüllt. Außer bei Fleshbot und bei TV2 war es auch im Spiegel zu lesen – doch TV2 hat die besseren Bilder.
Nun, nackt ist bar jeder Kleidung, und das jedenfalls war sie nicht – eher nicht vollständig verhüllt. Außer bei Fleshbot und bei TV2 war es auch im Spiegel zu lesen – doch TV2 hat die besseren Bilder.
sehpferd - am Donnerstag, 3. März 2005, 19:54 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Ich habe keine Ahnung, warum sie sich für Abi Titmuss interessieren sollten – aber offenbar hat die Frau etwas, das andere nicht haben (ich habe genau hingesehen und konnte nichts dergleichen entdecken), aber fleshbot behauptet, dass sie wegen eines Sex-Videos lange Zeit in den Suchanfragen ganz oben stand. Jetzt kann man sie im englischen Maxim bewundern, und dort hat offenbar ein Blogger ebenfalls sehr genau nachgeschaut.
Fragt sich, ob die Dame mit einem altmodischen Telefon oder mit geschickt über ihrem Körper verstreutem Popcorn besser wirkt. Und bevor ich vergesse, dies zu erzählen – ja, sie führt ein Blog, ein "Inoffizielles".
Fragt sich, ob die Dame mit einem altmodischen Telefon oder mit geschickt über ihrem Körper verstreutem Popcorn besser wirkt. Und bevor ich vergesse, dies zu erzählen – ja, sie führt ein Blog, ein "Inoffizielles".
sehpferd - am Donnerstag, 3. März 2005, 19:39 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Mehr Besucher und Umsatz gefällig? Dann müssen sie Transparenz schaffen. Mit RSS – und da nicht alle wissen, was RSS ist, aber viele Menschen von Transparenz träumen, schickt die Firma gleich mal eine halbseidenpapierene Dame ins Rennen.

Foto: (c) 2005 by hitrss.com

Foto: (c) 2005 by hitrss.com
sehpferd - am Donnerstag, 3. März 2005, 18:23 - Rubrik: wirtschaft im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Wie schön, wenn sich die Presse mal auf eine einheitliche Formel einigt: Der Satz „Die Reichen werden immer Reicher, die Armen immer ärmer“ durchzieht die gesamte heutige Presse. Aber: Die gängige Standardfamilie mit zwei Kindern, die der Maßstab für die Betrachtungen sein sollte, ist eben nicht „ärmer“ geworden – es hat überwiegend die Singles getroffen. Alleinerziehende traf es ebenfalls, was nicht verwunderlich ist: an ihnen zeigt sich eine verfehlte Politik von Adenauer bis Kohl, und erst langsam findet ein Umdenken statt, denn selbstverständlich gehören Alleinerziehende an einen Arbeitsplatz und dürfen nicht dauerhaft der Sozialhilfe zur Last fallen.
Freilich sollte man dabei bedenken, dass alle Versuche der Gesetzgebung, Alleinerziehende aufgrund der besonderen Situation besser zu stellen als Vollfamilien, bislang an der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgesetzes gescheitert sind. Vereinfacht: Alleinerziehende dürfen nicht besser gestellt werden als Vollfamilien. Grund dafür ist immer wieder der unsägliche § 6 unserer Verfassung, der nicht die Familie, sondern ausdrücklich Ehe und Familie unter den besonderen Schutz des Staates stellt.
Untersucht werden sollte einmal, ob und warum die „Armen immer ärmer werden“ – dies ist nämlich keinesfalls bewiesen. Was wir wissen, ist nur, dass es zu einem Stichtag in Teilen der Bevölkerung mehr Armut gab als zuvor und dass es später durchaus Verschiebungen gab.
Es wäre gut zu wissen, wie die Armen aus der Falle wieder herauskamen, doch das interessiert die heutige Presse mit ihren meist plakativen und teilweise populistischen Aussagen kaum noch. „Die Armen werden immer ärmer“ kling eben effetvoller, auch, wenn es erlogen sein sollte.
Freilich sollte man dabei bedenken, dass alle Versuche der Gesetzgebung, Alleinerziehende aufgrund der besonderen Situation besser zu stellen als Vollfamilien, bislang an der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgesetzes gescheitert sind. Vereinfacht: Alleinerziehende dürfen nicht besser gestellt werden als Vollfamilien. Grund dafür ist immer wieder der unsägliche § 6 unserer Verfassung, der nicht die Familie, sondern ausdrücklich Ehe und Familie unter den besonderen Schutz des Staates stellt.
Untersucht werden sollte einmal, ob und warum die „Armen immer ärmer werden“ – dies ist nämlich keinesfalls bewiesen. Was wir wissen, ist nur, dass es zu einem Stichtag in Teilen der Bevölkerung mehr Armut gab als zuvor und dass es später durchaus Verschiebungen gab.
Es wäre gut zu wissen, wie die Armen aus der Falle wieder herauskamen, doch das interessiert die heutige Presse mit ihren meist plakativen und teilweise populistischen Aussagen kaum noch. „Die Armen werden immer ärmer“ kling eben effetvoller, auch, wenn es erlogen sein sollte.
sehpferd - am Donnerstag, 3. März 2005, 18:14 - Rubrik: deutschland im blick
„Ideologie“ werfen Wissenschaftler der Bundesverbraucherschutzministerin vor. Ob sie in diesem Fall Recht haben oder nicht: Rot-Grün verdrängt nicht nur die Genforschung, sondern auch die Genforscher ins Ausland, wobei die Grüne Partei die treibende Kraft sein dürfte.
Die Polemik der CDU/CSU ließ nicht lange auf sich warten, doch ist diesmal ein Körnchen Wahrheit dran: „Grüne Ideologie … (ist) der Ruin des Landes“ ist natürlich die pure Polemik, aber dass Deutschland nur (noch) „eine Ressource: die Köpfe der Menschen“ hat, ist Tatsache.
Vielleicht sollten die Grünen einmal darüber nachdenken, dass Köpfe auswandern können – man nimmt sie anderwärts mit Kusshand, wenn ihnen die deutsche Regierung gewissermaßen ein Arbeitsverbot auferlegt.
Freilich muss die CDU/CSU aufpassen, wenn sie von „Ideologie“ redet: Was bei den Grünen die ideologisch motivierten „Gutmenschen“ sind, sind in der Union die Extremkatholiken. Sie haben ganz ähnlich Auffassungen.
Die Polemik der CDU/CSU ließ nicht lange auf sich warten, doch ist diesmal ein Körnchen Wahrheit dran: „Grüne Ideologie … (ist) der Ruin des Landes“ ist natürlich die pure Polemik, aber dass Deutschland nur (noch) „eine Ressource: die Köpfe der Menschen“ hat, ist Tatsache.
Vielleicht sollten die Grünen einmal darüber nachdenken, dass Köpfe auswandern können – man nimmt sie anderwärts mit Kusshand, wenn ihnen die deutsche Regierung gewissermaßen ein Arbeitsverbot auferlegt.
Freilich muss die CDU/CSU aufpassen, wenn sie von „Ideologie“ redet: Was bei den Grünen die ideologisch motivierten „Gutmenschen“ sind, sind in der Union die Extremkatholiken. Sie haben ganz ähnlich Auffassungen.
sehpferd - am Donnerstag, 3. März 2005, 12:05 - Rubrik: deutschland im blick
Einen Pakt haben sie angeboten, die Dame Merkel und der Herr Stoiber. Was an diesem Pakt dran ist, konnten sie offenbar weder der Presse, noch den eignen Parteimitgliedern noch dem politischen Gegner erklären. Wir vermuten mal dies: heiße Luft.
Doch von heißer Luft haben wir wirklich genug. Wir wollen endlich wissen, wie die CDU/CSU Arbeitsplätze schaffen will. Klar geht das eventuell mit einer Lockerung gewisser Vorschriften: Rot-Grün hat ja inzwischen dafür gesorgt, dass sich wegen des Vorschriftenchaos kaum noch jemand selbstständig macht, es sei denn, er wäre arbeitslos – nicht unbedingt die beste Voraussetzung für eine Selbstständigkeit. Aber der Wähler erwartet von der Union einen Plan, keine Kartentricks.
Nein, Deutschland muss nicht eingepa(c)kt werden – Deutschland braucht neue Ideen, neue Köpfe in allen Parteien – und eine neue Regierung. In dieser Reihenfolge.
Doch von heißer Luft haben wir wirklich genug. Wir wollen endlich wissen, wie die CDU/CSU Arbeitsplätze schaffen will. Klar geht das eventuell mit einer Lockerung gewisser Vorschriften: Rot-Grün hat ja inzwischen dafür gesorgt, dass sich wegen des Vorschriftenchaos kaum noch jemand selbstständig macht, es sei denn, er wäre arbeitslos – nicht unbedingt die beste Voraussetzung für eine Selbstständigkeit. Aber der Wähler erwartet von der Union einen Plan, keine Kartentricks.
Nein, Deutschland muss nicht eingepa(c)kt werden – Deutschland braucht neue Ideen, neue Köpfe in allen Parteien – und eine neue Regierung. In dieser Reihenfolge.
sehpferd - am Donnerstag, 3. März 2005, 09:03 - Rubrik: deutschland im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen

