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Sie haben schon von Britney Spears gehört, nicht wahr? Nun, man kann ihren Namen in verschiedenen Zusammenhängen hören: Mal wird behauptet, dass sie singen kann, mal heiratet sie, mal wirbt sie für die sexuelle Enthaltsamkeit vor der Ehe und dann wieder sieht man sie in gewagten erotischen Posen.

Was wir bisher nicht wussten: Britney Spears ist eine Expertin für Halbleiterphysik. Glauben sie nicht? Glaube ich auch nicht, aber ein paar Experten, die wirklich etwas von Halbleiterphysik verstehen, nutzen ihren Namen, um ihre Webseite populär zu machen – und zeigen sogar Bilder von der Dame.


via Google Blogoscoped

Herren sehen Damen gerne dorthin, wo ihre erotischen Präferenzen liegen. Für mich sind die erotischsten Körperteile der Frauen dual vorhanden. Nein, nicht, was sie denken, meine Damen. Es sind die Augen, aus denen ihre Erotik funkelt.

Doch ich weiß, der Rest der Männerwelt hält nichts davon, Frauen auf Augenhöhe zu begegnen – er will meist tiefer blicken, jedenfalls, wenn ihm die Damen die Vorderseite zuwenden.

Dieser Blogger hier ist, wie es scheint, ausschließlich an den Rückseiten interessiert. Zu dem Zeitpunkt, als ich die Seite besuchte, waren die Damen zwar überwiegend unbekleidet, entstammten aber Quellen, in denen sie züchtig abgelichtet wurden.

Das Gesicht. Eine sexualpsychologische und physiologische Darstellung der Rolle und Bedeutung des Auges für das Triebleben des Menschen, Wien und Leipzig, Verlag für Kulturforschung, 1929".

Pornografische Darstellungen wurden einst unter dem Deckmantel der Kulturforschung verkauft. Ein gewisser Richard Hegemann lieferte Illustrationen dazu, die wir heute und aus historischer Sicht wohl dem Kunstbegriff unterordnen können. Auf der einen Seite amüsiert uns die Darstellung, während sie uns auf der anderen Seite daran erinnern, dass es nichts Neues unter der Sonne gibt.

Damals aber müssen die gebildeten Stände diese Bücher verschlungen haben – bestimmt nichts aus Kunst- oder Wissenschaftsinteresse.

Suchen sie bitte selbst

Eggstase (Eggstacy) verspricht eine Firma aus dem Vereinigten Königreich den Männern, die für ihre Damen Schokoladen-Überraschungseier bestellen. Im Inneren befindet sich ein Mini-Liebesspielzeug. Nun, Ostern ist dieses Jahr sehr früh, und für Heiden ist es ja nach wie vor ein Fruchtbarkeitsfest.

Bevor ich vergesse, ihnen dies zu erzählen: „Wir brauchen eine Revolution der Jugend, die einen neuen Lebensstil der Reinheit und Keuschheit schafft“. Freilich soll es bei der Keuschheit nicht bleiben – es ist keine Aufforderung, ins Kloster zu gehen, sondern ein Appell an die Jugend durch „Reifung und Charakterbildung“ den „Ausbruch zur Liebe“ zu wagen. Wo so etwas steht? Natürlich beim österreichischen Katholikennetz. Schreiben durfte diesmal Gabriele Kuby.

Gut, haben wir verstanden: Erst eine christliche Ehe eingehen, dann Kinder. Ist nicht eben neu und vor allem nicht sehr originell: Das Patent darauf hat schon ein Baptistenprediger.

Trotzdem haben wir verstanden. Das Ganze ist nämlich an uns gerichtet, an die Alten, die ex-68-er. (Für die Jungen: Leute ab 55 dürfen mitreden). Wir werden nämlich gefragt, wann uns endlich die Erleuchtung kommt, und das in der typischen Sprache der christlichen Nächstenliebe: „Wird den 68ern erst dann ein Licht aufgehen, wenn sie einsam in überfüllten Altersheimen die Euthanasiespritze verabreicht bekommen?“ Oh bitte, was wird erwartet? Sollen wir auf die Knie vor ihnen fallen, Frau Kuby, uns geißeln lassen oder zur katholischen Kirche überwechseln? Sollen wir vor den Herstellerfirmen von Kondomen irgendwelche Parolen skandieren? Die Lieferfahrzeuge einschlägiger Unternehmer in Brand setzen? Steine in ihre Scheiben werfen?

Ach, liebe Frau Kuby, wir verstehen ja, dass sie eine Mission haben, und wir verstehen auch, dass sie gerne ihr Buch verkaufen würden. Aber wir weisen mal höflichst darauf hin, dass eine „sexuelle Gegenrevolution“, wie diejenige, die sie fordern, vor allem begeisternde Ziele erfordert – die vermissen wir, wir höflichst anmerken dürfen. Freilich könnten sie auch mal nach Skandinavien gucken: Die Leute haben, obwohl mehrheitlich keine Katholiken, tatsächlich geschafft, Kinder in den Mittelpunkt des Lebens zu stellen.

Woran man eines sieht: Ohne Ideologie und im richtigen Umfeld geht es auch ohne wildes Umsichschlagen gegen den Rest der Welt.

Meine Generation hat noch gelernt, dass Frauen zumeist empfindsame Wesen sind, die erst nach und nach durch Zärtlichkeit und Verständnis zu dem zu bewegen sind, was man damals „Unzucht“ nannte, und die man tunlichst vor der nämlichen Unzucht ehelichen sollte. Damals galt auch, dass ihr Geist reiner, ihre Gefühle aufrichtiger und ihr Verhalten züchtiger wäre als das der Männer.

Inzwischen gingen die 60er Jahre ins Land, an deren Ende der Aufstand der Jugend mit Getöse stand, dann die 70er, die ganz im Geist des weiblichen Aufbruchs erblühten, dann die 80er, in denen Frauen, vor allem solche jenseits der 30, zu erotisch sehr aktiven Partnerinnen entwickelten. Betrachtet man die heutige Zeit, so genießen Frauen nicht nur vollständige sexuelle Freizügigkeit, sondern nehmen sich selbstverständlich auch das Recht, von der Gejagten zur Jägerin zu werden.

So weit, so gut. Doch inzwischen scheinen die Frauen staunend vor der eigenen Entwicklung zu stehen. Zwar wissen einzelne Frauen, wie andere einzelne Frauen denken, aber neu und teilweise verblüffend scheint zu sein, dass es so viele sind, die ähnlich denken – so vor allem erkläre ich mir den außergewöhnlichen Erfolg, den Frauen bei Frauen mit Erotikblogs, in denen eine ehrliche, sehr direkte Sprache verwendet wird.

Doch immer noch werden Frauen als zerbrechliche Wesen bezeichnet, nur wird die Schwelle nun in die Jugend verlegt. Wann weiß eine Frau, wie sie mit Körper, Geist und Seele umgehen soll? Ist sie erst mit über dreißig reif genug oder schon mit achtzehn Jahren? Was ist mit jungen Frauen unter achtzehn Jahren?

Die Frage ist heikel – sie kann aus der Sicht der Ärzte, des Psychotherapeuten, der Müttergeneration oder auch einfach des Rechts durchaus unterschiedlich beurteilt werden. Doch eines ist sicher: Frauen – auch junge Frauen unter 18, treten heute sehr selbstbewusst auf. Das Web, insbesondere aber Blogs, die es mit dem Impressum von jeher nicht so genau nehmen, sind ein Ort der Versuchung – und damit auch ein Markt, auf dem neben honorigen Leuten auch allerlei fragwürdige Gestalten aufeinander treffen. Es ist an der Zeit, den Blogs einmal das duftige Edelmäntelchen herunterzuziehen: Sie eignen sich für Automobilwerbung ebenso wie zum Anpreisen von Liebesdiensten.

Weitere Fragen tauchen auf, je tiefer man in die Materie eindringt. Flirtseiten, Chats, Foren, private Homepages, Blogs – überall können Spielwiesen entstehen, die höchst bedenklich sind. Wir können nicht länger davon ausgehen, dass Frauen, und auch eben solche unter 18 „im Geist reiner, in den Gefühle aufrichtiger und im Verhalten züchtiger“ sind. Sie könnten bereits massive Geschäftsinteressen haben (wie in Japan nicht unüblich) – aber auch durchaus bereits kriminelle Energien entwickelt haben, zumal, wenn sie – wie viele Webquellen vermuten lassen – in Wahrheit weit nicht nur über 18, sondern auch noch männlichen Geschlechts sind. Auch hier lässt Japan grüßen: Dort werden die erotischen Emails an junge Männer seit Jahren von bezahlten männlichen Schriftstellern verfasst.

Damit eines klar ist: Ich behaupte nicht, dass dies in deutschen oder österreichischen Blogs passiert, die sie oder ich kennen. Aber ich gebe zu bedenken, dass hinter der Email-Adresse eines betont jungen, erotisch aggressiven Mädchens, das betont, unter 18 zu sein, auch Menschen und Institutionen stecken könnten, die Liebesfallen aufgestellt haben und nur darauf warten, dass irgendein liebestoller Idiot in sie hineintappt.

Wir kennen sie, die hohlen Werbesprüche, und manchmal scheint es mir, je hohler sie sind, um so mehr kommen sie an. Nun hat auch eine katholische Organisationen, nämlich die Katholische Akademie Berlin, eine Werbeidee gehabt: „Macht (Business) Vorsicht: Leben ist sehr zerbrechlich“ und „Macht – Macht kann krank machen“.

Was bringt nun der „erläuternde“ Pressetext der Katholikeninitiative? Wir wisse es nicht. Das „Motto“ der Kampagne hat mit dem Produkt, das verkauft werden soll, eigentlich nichts zu tun – auch das ist nicht ungewöhnlich. Doch was ist das Produkt?

Zuversicht – hätten wir dies je mit Macht assoziiert? Wahrscheinlich nicht. Wir brauchen Erläuterungen, und die gibt Direktorin Dr. Susanna Schmidt (Zitat): „Zuversicht sei ein Geschenk, das für Christen eng mit dem Glauben an Kreuz und Auferstehung verbunden ist. „Unsere gesellschaftliche Depressionslage ist nur dadurch zu überwinden, dass wir uns – ob religiös oder nichtreligiös – wieder mehr Auskunft über die Quellen unserer Zuversicht geben.“

Vielen Dank, Frau Doktor – und was hat das mit dem Motto ihrer Weberkampagne zu tun?

Was beschäftigt Deutschland dieser Tage? Sie werden es nicht glauben – das Wahlrecht der Kinder. Jedenfalls, wenn man der „Badischen Zeitung“ glauben darf. Dort schreibt deren Redakteur Jens Schmitz, dass gleich zwei Anträge zum Kinderwahlrecht „bemerkenswert weit gekommen“ wären. Dahinter steht angeblich die Berliner „Jugendinitiative Kinderrechtszänker“ – doch wer steht eigentlich hinter ihr? Wir wissen es nicht – und sie sagen es auch nicht – doch aus Erfahrung weiß ich dies: Hinter angeblichen Kinderinitiativen stehen auch immer Erwachsene. Wes Geistes Kind die sind? Wir wissen es nicht.

Kinderrechte. Na schön. Kinderpflichten? Ach, bitte wegsehen. Doch wer die gleichen Rechte für alle fordert, muss auch allen die gleichen Pflichten auferlegen: Doch bitte, was wollen wir eigentlich? Sollen 6-jährige Ladendiebe in den Knast gehen? Die so genannte Forderung nach dem Wahlrecht der Kinder erweist sich schnell als Ausgeburt der Ideologie: In Wahrheit wollen Eltern für ihre Kinder mitwählen, und Eltern, die viele Kinder haben, wollen damit eine andere Politik durchsetzen – ein Schuss, der sehr schnell nach Hinten losgehen kann, denn nicht alle Eltern wählen die gleiche Farbe.

Deutschland macht sich mit derartigen Aktionen lächerlich bis zum Abwinken. Statt endlich mehr für die Kinder zu tun, werden jetzt Kindermeinungsmacher an die Informationsfront gestellt. Eine ganze andere Frage ist, warum die „Badische Zeitung“ den Artikel groß auf Seite vier aufmacht – und auf ihrer Webseite offenbar auch noch zur Verbreitung dieser Kampagne beiträgt. Die Informationspflicht dürfte damit seitens dieser Zeitung bereits übererfüllt sein.

Die Dokumente, die von der "Badischen Zeitung" verbreitet werden:

(PDF) Wahlrechtsforderung

(PDF) Antrag (mit den Namen der Unterstützer im Bundestag)

Ich weiß, dass es inzwischen eine „Bar jeder Vernunft“ gibt, aber ob auch schon eine „Bar jeder Kleidung“ existiert? Google sagt nein, aber kennt Google den eigentlich jeder Bar? Textlich gibt es den Satz natürlich: „Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 32 für "bar jeder Kleidung, aber eine Bar fand ich nicht unter allen dem, was da herumwuselte – ich, im übrigen auch, mit diesem Beitrag.

Wie ich überhaupt darauf komme? Weil „nackt“ bei mir einer der am meisten gesuchten (und gefundenen) Suchworte ist, obwohl es erst auf Platz 6 meiner Bestenliste im Titel erscheint – in einem der wenigen Beiträge aus der Bestenliste, auf den ich wirklich stolz sein kann: „Ehrenamtliche Helferin flog raus: zu nackt für die Wohlfahrt“.

In den letzten Tagen nun schien es wirklich zu kalt zu sein: Nackt war kaum noch zu ergoogeln, vor allem wegen der ständigen Berichte über den Irak, in denen das Wort „nackt“ nun wirklich nicht in besonders netten Zusammenhängen auftrat. Doch halt: Jetzt wittert die Presse einen Skandal in Finnland: Dort sollen doch tatsächlich Soldaten an Hundeleinen durch die Kasernen geführt worden sein – igitt – ganz nackt (und wie sich noch zeigen sollte, auch mit weiblichen Dessous bekleidet). Also: Da kann man mal wieder so richtig dicke Backen machen und viel Wind in die internationale Presse blasen.

Finnlandkenner werden solche Dinge belächeln: Wer schon einmal gesehen hat, wie angehende Studentinnen im Sommer in Weihnachtsmannkostüme gezwängt wurden und dabei Schwitzfoltern schlimmster Art ausgesetzt waren, oder wer Zeuge wurde, wie man ihnen öffentlich rohe Eier über dem Kopf zerbrochen hat, den wundert eigentlich nichts mehr – und dass eine Dame (freilich nicht nackt) an einer Hundeleine mit einem Stadtplan um den Hals durch den Park geführt wird, interessiert in Helsinki niemanden wirklich – es ist Alltag.

Ach ja, wie ich auf all dies kam? Weil Google auf die Stichworte „nackt“, „nackte“ und „nackter“ nichts Gescheites mehr liefert, es sei denn, dass eine Boulevardzeitung mal wieder wüst am Dichten ist, und dann schreibt sie dies (zum Frauentag): Warum werden unsere Töchter immer nackter?

Ich hätte es nicht gewusst, obgleich sich ein Teil meines Privatlebens früher einmal erheblich in der Region abgespielt hat: die Schwäbische Zeitung bloggt. Und ihr Baby, eben das Blog, feierte heute seinen ersten Geblogstag. Happy Blogsday, Blogszon.

Ich muss gestehen, es beim Schockwellenreiter gelesen zu haben.

Bei Loic Le Meur war es wohl zuerst zu lesen – T-Online, Deutschlands Internet-Provider Nummer 1, bietet seinen Kunden nun auch Blogs an. Der Vertragspartner ist nach diesen Angaben Typepad, und man hat vergleichsweise moderate Tarife: Die Basisanwendung kostet 2,95 EUR pro Monat, das Angebot Weblog Plus geht für 6,95 Euro pro Monat über den Ladentisch. Voraussetzung ist freilich, T-Online-Kunde zu sein. Ob es sich lohnt, mag jeder selbst entscheiden. Bislang war nicht zu erfahren, ob man von einem T-Online-Typepad-Account zu einem normalen Account bei Typepad wechseln kann.

Preisangaben ohne jegliche Gewähr. Quelle der Preise: T-Online.de

Vom 16. bis zum 20. März können sie ihr Weblog aufpeppen und sich selbst zurücklehnen – dann schreibt nämlich sehpferd für sie. Die Beiträge müssen unter meinem Namen veröffentlicht werden - die Themen und Termine bestimmen sie.

Ausgenommen sind alle Weblogs mit links- und rechtextremistischen Inhalten sowie andere Weblogs, deren Inhalte gegen geltende Gesetze verstoßen.

Da alles einmal ein Ende hat: Insgesamt werden nur höchstens dreißig Schreibaufträge angenommen, und natürlich: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Informationen und Kontakte: sehpferd at sehpferd dot com

Einer hat es wahrgenommen: Sehpferd schrieb über Wasserball. Über was bitte? Ja, über Wasserball.

Natürlich weiß auch ich nicht, wie man Blogs, Weblogs oder Webtagebücher einmal bezeichnen wird, wenn die Popularität des Mediums einmal gesunken ist, aber gegenwärtig steht „Blog“ einfach für alles, was man schreiben kann – und dazu gehört, in der Tat, auch ein gewisser Nachrichtenaustausch.

Ich habe ihn etwas ungläubig und Augen reibend zum ersten Mal bei „Miss Understood“ erlebt – da folgt Kommentar auf Kommentar, ohne dass eigentlich etwas gesagt wird, sozusagen Smalltalk elektronisch. Erst später erfuhr ich, dass Blogs angeblich soziale Netze spannen, die ungeahnte Perspektiven der Kommunikation eröffnen.

Doch es gehr natürlich auch noch einfacher: Eine Frage aufwerfen, die es eigentlich schon gar nicht mehr wert ist, gestellt zu werden und zu warten, bis einem die Fliegen auf den Leim gehen - oder die Männer ins Blog einfallen. Das liest sich dann so: „ Rasiert oder nicht rasiert: Männer - was gefällt euch den zwischen den Beinen einer Frau besser?“. Nun, da ich Frauen eigentlich immer in die Augen sehe (ich gehe aufrecht) mache ich mir nicht so schrecklich viel Gedanken darüber – aber ich mache mir doch erneut Gedanken über „soziale Netze“ und dieses andere Unwort: „kommunikative Infrastrukturen“.

Ich sage es mal ziemlich nüchtern: Solche Blogs sind nichts anderes als die Fortsetzung der effektheischenden Sexforen – nur mit anderen Mitteln. Der einzige Unterschied: Dort werden von so genannten „Neumitgliedern“ oder „Anonymen“ Pseudothemen „gepostet“, über die dann bald eine Gruppe von Mitgliedern herfällt und sie kommentiert, während hier Pseudothemen aufgegriffen werden, um möglichst viele Zugriffe auf die Seite zu bekommen.

Ich denke, Blogs wie Foren dieser Art sind eigentlich ein Ärgernis. Wer wirkliche Fragen hat, ist anderwärts besser aufgehoben, und wer sich über die Antworten seiner Mitmenschen erregen oder amüsieren will, ist bei den einschlägigen Sexforen richtig, und deswegen schreibe ich heute, was mir schon lange auf der Zunge brennt: Foren sind Foren und Blogs sind Blogs. Wer sein Blog zum Forum macht, riskiert auch, dass die Dummschwätzer sich breit machen.

„ElitePartner.de möchte zueinander passende Menschen zusammenbringen“ – wie schön, frage ich mich, wenn ich eine solche Pressemitteilung lese, denn ich glaube kaum, dass es eine Partneragentur gibt, die nicht zueinander passende Partner zusammenbringen will. Doch nicht jeder wird aufgenommen: „Nur Personen, die einen sozio-kulturellen Hintergrund und ein ähnliches Bildungsniveau haben, werden aufgenommen und erhalten das Mitglieder-Zertifikat“.

Gut, also bekomme ich einen Gütestempel, wenn ich mich dort anmelde – doch weil ich Pressemitteilungen grundsätzlich nicht traue, gucke ich noch mal auf die Webseite des Unternehmens – und irgendetwas fehlt mir da. Zwar erfahre ich, dass hier satten 55 Prozent Frauen mageren 45 Prozent Männern gegenüberstehen, und dass man 69 Prozent Akademiker im Angebot hat, doch sagen Prozentzahlen in diesem dürftigen Zusammenhang gar nichts aus: Erst im Zusammenhang mit dem Alter und der Anzahl der aktiven Mitglieder wird ein Schuh draus.

Meine Recherchen in der Szenerie der Partneragenturen brachte leider auch nicht mehr Transparenz. Die Referenzen, die angegeben wurden, hatten mindestens nicht alle selbst recherchiert, sondern sich auf Pressemitteilungen verlassen, was sich dann so liest:

Zielgruppe von Elitepartner sind Menschen mit gehobener Bildung, was insbesondere Anklang bei Frauen findet: Im Gegensatz zu den meisten Partnervermittlungen sind diese mit 55 Prozent stärker vertreten als Männer. Die Registrierung und der Persönlichkeitstest sind umsonst, will man allerdings Kontakt aufnehmen, schlägt sich das hohe Niveau im Preis nieder. Mit 33 Euro gehört Elitepartner ins obere Segment der Partnervermittlungen.

Merkwürdig, dass diese Agentur keine Mitgliederzahlen veröffentlicht: Mitbewerber Parship sagt wenigstens, dass er rund 750.000 Teilnehmer hat, bei neu.de sollen es sogar 1.500.000 sein. Vielleicht werden sie jetzt sagen: „More is not always better“ und an ein kleines Rettungsboot denken, in das gerade ein Nilpferd hineinhopst – aber leider gilt für bundesweite Agenturen, dass man eine große Anzahl von in Frage kommenden Teilnehmern haben muss, wenn man sowohl regionale Gegebenheiten wie Differenzen im Lebensstil berücksichtigen will – vom Alter einmal ganz zu schweigen. Auch Akademiker, so lehrt die Praxis, wollen nicht alle das Gleiche.

Hinweis: Einige Links wurden 2014 auf Wunsch eines der genannten Unternehmen entfernt. Sie sind natürlich auch längst nicht mehr aktuell.

Gut geschriebene Weblogs faszinieren mich auch dann, wenn man in ihnen nur den Windhauch des Tages erkennen kann. Die Wirklichkeit, selbst wenn sie noch so trivial ist, kann eben durch eine interessante Erzählweise zum Lesefutter werden.

Einmal entspannen – einmal Lächeln. In diesem Beitrag geht es um die bekannte Stutenbissigkeit. Es steht zwar nach meinem Kenntnisstand nicht in den Zehn Geboten, aber mindestens in Frauenhirnen fest gebrannt: „Frauen die schöner sind als man selbst, dürfen nicht kritisiert werden“.

Gab es da noch ein Gebot? „Blogerinnen, die populärer sind als man selbst, dürfen nicht kritisiert werden?“

Eine meiner Leserinnen schrieb mir, dass für junge Mütter seitens des Staates und der Gesellschaft mehr getan werden müsste – nun ja, sie schrieb „unterstützt“, aber ich denke, dass ist das, was sie gemeint hat.

Junge Familien werden in Deutschland durch Ehegattensplitting und einem Kindergeld von 150 Euro bereits für das erste Kind in erheblichem Ausmaß gefördert. Das Märchen, dass Kinder arm machen, wird durch den zweiten Armutsbericht der Bundesregierung klar und eindeutig widerlegt – jede weitere Diskussion sollte sich eigentlich erübrigen.

Allerdings – und hier liegt der Knackpunkt – erfahren Alleinerziehende keine besondere Förderung, wie es sich für eine gerechte Gesellschaftsordnung gehören würde. Schuld daran ist nicht die böse Regierung, sondern ein schlimmer Schnitzer im Grundgesetz: „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz des Staates“, was in letzter Zeit so ausgelegt wird, dass Eheleute mit Kinder nicht schlechter gestellt sein dürfen als Alleinerziehende. Natürlich ist die Gleichsetzung von Ehe und Familie die reine Ideologie, die vermutlich aus konservativen christlichen Kreisen geschürt wurde – und nach wie vor geschürt wird. Aber Gesetz ist leider Gesetz, und kaum jemand sieht eine Chance, den Paragrafen 6 jemals wieder zu ändern, oder gar zu streichen.

Eine Förderung junger Mütter? Ja, durch bessere Ausbildung, bessere Berufschancen und bessere Betreuungsmöglichkeiten. Die skandinavischen Länder machen es vor, wie es geht. In Deutschland ginge es natürlich auch – falls denn in diesem Land mit seinen verhunzten politischen Verhältnissen, vom Parteiengezänk bis zu Länderkompetenz in der Bildung, überhaupt noch etwas geht.

Schreiben sich Blogger gegenseitig schön? Warum schreiben sie überhaupt? Was interessiert sie wirklich? Sind sie tatsächlich so unabhängig, wie sie sich geben?

Die Antworten auf all diese Fragen finden sie bei sehpferd – ohne die übliche Schönfärberei unter Bloggern, ohne Schnörkel und in verständlichem Deutsch. Wenn sie sich für Blogger interessieren, interessieren sie sich auch für sehpferd, denn sehpferd liest es, sehpferd schreibt es, sehpferd kommentiert es.

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Das Düsseldorfer Marktforschungsinstituts INNOFACT AG hat unter 1.039 Deutschen nachgefragt, wie sie ihre Zukunft sehen, und siehe: Nur 32 Prozent der Befragten rechnen mit sinkenden Arbeitslosenzahlen, während 63 Prozent, also etwa zwei Drittel, einen weiteren Anstieg prognostizieren.

Deutschland – einig Pessimsitenland. Da kann man eigentlich nur noch Theodor Heuss selig zitieren: Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist.

Sollten die Stimmung tatsächlich zutreffen und sollten die Deutschen über längere Zeit pessimistisch bleiben, so wird es schlecht aussehen für dieses Land. Es könnte in eine negative Stimmungsspirale verfallen, und schließlich könnte der Pessimismus zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung werden.

Fragt sich, was los ist mit den Deutschen? Haben sie sich etwa inzwischen selbst aufgegeben? Oder erwarten sie, dass Manna vom Himmel fällt, und sei es vom Berliner Himmel? Ich weiß es nicht, aber ich weiß dies: Man darf die negative Grundhaltung in keinem Fall fördern – weder in Blogs noch anderwärts.

Deutschland hat auch den Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg geschafft – doch damals waren eben noch andere Zeiten – da nahm man noch die Steine aus den Trümmern selbst in die Hand, um den restlichen Mörtel abzuklopfen und sie wieder zu verwenden. Und heute? Das lamentiert man und überschuldet sich, weil man Dinge haben muss, die man nicht wirklich braucht, und schreibt in sein Blog, wie beschissen alles ist wegen Hartz IV. Armes Deutschland.

Wäre da nicht die „WELTt“ gewesen, ich hätte glatt nicht gewusst, dass Christa Meves noch lebt. Aber nun ist sie 80 Jahre alt geworden und da hat sie der Welt noch einmal ein Interview gegeben.

Die WELT stellt das Fazit vorsichtshalber an den Anfang: „Beruf und Familie nebeneinander geht nicht. Kinderhorte können gefährlich sein. Mütter sollten vom Staat entlohnt werden“ - wie schön, dann müssen wir den Rest also nicht mehr lesen.

Schade, dass manche Menschen nicht einmal mit 80 weiser geworden sind – und da nützt es sicher auch nichts, darauf hinzuweisen, dass es außer den bösen Bolschewistenstaaten auch noch andere Länder gibt, in denen das Nebeneinander von Familie und Beruf durchaus funktioniert.

Fragt sich nur, warum die Welt so etwas überhaupt veröffentlicht.

Möglicherweise konnte er einmal singen, und vielleicht kann er es sogar jetzt noch – aber für mich war er stets der Prototyp des popularitätsheischenden Schnulzensängers, den vor allem Frauen mochten. Doch nun hat er nach der Sympathie der deutschen Frauen auch die der Tirolerinnen verspielt.

Eben jene wurden nämlich von „Mein Tirol online!“ befragt, was sie denn so über den Sex über 40 im Allgemeinen und Herrn Jürgens Äußerungen im Besonderen denken würden. Wollten wir nicht immer schon wissen, was Birgit Runggaldier, Gretl Patscheider, Greta Kahn und Silvia Angerer über Sex denken? Nein, eigentlich wollten wir es nicht wissen.

Allerdings wollten wir auch nicht wissen, was dieser Herr Jürgens von Frauen über 40 hält, und wenn ich einmal ganz ehrlich sein soll – eigentlich will niemand wissen, was er denkt, sei es über Sex oder über sonst irgendetwas.

Barkeeper bekommen, wie es scheint, allerlei zu sehen: zum Beispiel den Sex einer Prominenten mit einem Prominenten – offenbar, weil sie es in der Bar tun. Nun wurden dabei allerdings auch noch Videoaufnahmen gemacht, weil eben jene Bar aus Sicherheitsgründen videoüberwacht wurde, und da denkt der Barmann nun mal flugs: Die bringe ich an die Öffentlichkeit.

Darf er aber nicht. Elizabeth Jagger hat den Barmann verklagt und war heute mit einer einstweiligen Verfügung bei einem britischen Richter erfolgreich.

Die Frankfurter Rundschau will offenbar demnächst mehr über Blogs schreiben und schnappte sich dazu einen bloggenden Journalisten: Mario Sixtus. Ich stimme mit diesen Leuten überein, dass die Kolumne damit in „guten Händen“ ist. Und Sehpferd stimmt auch Mario Sixtus zu.

Bei so viel Zustimmung: ob es auf Dauer Themen aus der deutschen Bloggeritis gibt, die tatsächlich so interessant sind, dass FR-Leser sie goutieren? Wir werden sehen. Vorläufig wird zu meinem Leidwesen Herr Roell zitiert, der alles etwas falscher sieht als alle anderen: „Blogs sind kein ,alternatives Medium'. Blogs sind keine ,Publikationsplattform'. Blogs sind kommunikative Infrastruktur." Und mal eine bescheide Rückfrage an Mario Sixtus: Ich bin ein eifriger Verfechter einer Sprache, die der Leser auch verstehen kann. Selbst wenn Herr Roell dies so gesagt hat wäre es doch sehr interessant gewesen, einmal zu erfahren, was denn „kommunikative Infrastrukturen“ sind. Ja, ich weiß, manche schreiben auch etwas von „parkenden Autos“.

Die Leser von FHM (US-Ausgabe) haben gesprochen - und wieder lächelt uns eine Dame entgegen, die schon mal die Schönste im Lande war: Vida Guerra. Es gibt natürlich neue Fotos auf der Webseite und in der US-amerikanischen April-Ausgabe des Magazins. Attu hat schon mal reingeguckt.

Bei der Liebe geht mancher Spritzer daneben – und wie erklärt man hinterher der Ehefrau, dem Ehemann oder wem auch immer etwas zu erklären gibt, diese merkwürdigen Flecken? Die Firma theLOVEgroup, Inc weiß Rat – „Love Sheets”.

Man soll sich drauflegen während der Liebe – doch mit 19 x 30 Zoll (ca. 48 x 76 cm) sind die Sheets wohl eher für etwas ruhigere Liebesspiele geeignet.

Die meisten Katzen tun es mit Katern, aber Bloggywood meint, dass es auch Kater gibt, die es mit Katern tun, und führt uns zu diesen Katern – vorsichtshalber hat man ihnen Balken verpasst, damit wir sie nicht eindeutig identifizieren können.

CeBIT und Journalismus – da könnte man doch … richtig, da könnte man ein Blog eröffnen. Ein Berichterstatter tat es, doch bislang flossen die Informationen langsamer als der Champagner. Inzwischen wissen wir aber, dass es Hannover kalt ist. Wer Frühlingsgefühle hat, kann sich die Putz- und Hostessenkolonnen vom Vorjahr ansehen. Große Unterschiede zwischen beiden Gruppen sind nicht erkennbar – oder gab es gar keine Putzkolonnen?

Nach einem Bericht von Heise Online hat erstmals ein Blogger die Möglichkeit erhalten, an einer Pressekonferenz im Weißen Haus teilzunehmen. Sein Blog, as von mediabistro gehostet wird, heißt fishbowldc, und dort kann man auch die Geschichte der Zulassung nachlesen.

Heise beschäftigt sich ausführlich mit der Frage, ob Blogger als Journalisten anerkannt werden können – leider aus der Sicht der Vereinigten Staaten von Nordamerika - die sind immer so schön weit weg..

Fragen wir uns doch lieber einmal, ob Blogger in Deutschland als Journalisten gelten sollen – und wenn ja: wie unterscheiden wir eigentlich bloggende Journalisten, journalistische arbeitende Blogger und Leute, die ständig irgendwelche Meinung in der Gegend herumschleudern, ohne auch nur einen Anflug von journalistischen Fähigkeiten zu haben?

Trotz der beliebten Klatsch- und Tratschsendungen im Fernsehen, in denen Politiker und Journalisten um die Wette gackern, ist der Wunsch nach einer objektiven Berichterstattung bei den Bürgern durchaus vorhanden.

Doch nicht nur die Spektakelsendungen im Fernsehen führen zu Informationsfrust beim Bürger – auch Blogs gehören zu den Verbreitern von politisch einseitig gefärbten Informationen. „Die unvoreingenommene Berichterstattung“, so meinet jetzt Jim VandeHei von der Washington Post, würde immer mehr als Gegengewicht zu den „sehr politischen Blogs da draußen“ gesehen.

In einem hat der Journalist mindestens recht: amerikanische Politblogs sind meist an einer der beiden großen Parteien orientiert. Objektivität ist von ihnen kaum zu erwarten. Ob wir in Deutschland zum nächsten Wahlkampf eine ähnliche Holzhackerei erleben werden? Die bereits heute der PDS nahe stehenden Blogs lassen Schlimmes befürchten.

Teilweise gelesen in der Netzzeitung.

Viele Singles versuchen ihr Glück per Annonce, suchen im Internet, hoffen auf den Traumpartner beim Einkauf im Supermarkt oder flirten auf Teufel komm raus, gerade jetzt zur Faschingszeit“, hieß es in einer Ankündigung des MDR für die Sendung „Hier ab Vier“, die heute um 18:00 Uhr lief.

Nun ja, lieber MDR, die Faschingszeit ist zwar nicht gerade „jetzt“, aber gespannt waren wir doch, was der MDR so zu sagen hat zu diesen wichtigen Fragen: „Warum finden so viele keinen Partner? Und wenn so viele suchen, warum finden dann die Richtigen nicht zusammen? Welche Tipps sollte man unbedingt beherzigen, um den oder die Richtige zu finden und danach auch zu halten?“

Um 18 Uhr werden nicht viele Singles zu Hause gewesen sein, um die Sendung zu sehen. Da ich sie auch nicht sehen konnte, muss ich mich auf den im Internet veröffentlichten Text berufen – und der steht mit der Ankündigung in nur noch sehr dürftigem Zusammenhang.

Wir müssen uns durch allerhand Zeilen wühlen, bis wir erfahren, woran es liegt: an der Kontaktscheu, und wir lernen, dass sich diese abtrainieren lässt. Es folgen Tipps und Tricks nach dem „How-To-Prinzip“, also dem kleinen Kochbüchlein für den Single zum Abbau von Kontaktängsten, von „sie sollten einen Rhetorik-Kurs belegen“ bis zu „Schau mir in die Augen, Kleines“. Am Ende finden wir dann noch ein paar der wichtigsten Fehler, die man bei der Kontaktsuche begehen kann: vom Vergleich mit dem Vorgänger bis hin zum „Hoffen auf Entdeckung“.

Was ich daran bemängele? Das wiederkäuen. Nichts wirklich Neues, keine wirklichen persönlichen Entwicklungspläne. Die Singles, die suchen und nicht finden, sind keinesfalls alle kontaktarm sondern verhalten sich vielleicht nur ungeschickt. Ob die ewigen wiederholten „Tipps und Tricks“, die auch der MDR bringt, dabei helfen, ist zu bezweifeln.

Die Lösung heißt im Grunde: Einen persönlichen Entwicklungsplan erstellen, und vor allem eine fleißige, aktive Partnersuche verbunden mit gezieltem Selbst-Marketing - selbstverständlich nur mit den guten Eigenschaften, die man wirklich hat. Mit dem kleinen Trickkästchen ist es auf Dauer eben nicht getan.

Pressemitteilungen können sehr langweilig sein – vor allem, wenn die Firmen keine Alleinstellungsmerkmale haben und nur mal in der Presse erscheinen wollen.

Umso mehr fiel mir die Pressemitteilung einer Escort-Agentur auf, die einen „exklusiven sowie diskreten First-Class-Escort für Damen oder Herren von erlesenem Geschmack und Anspruch“ verspricht. So etwas hatten wir natürlich schon gelesen, aber dies ist neu:

„Bei Noblesse Escort Isabelle ist der erotische Bezug nicht unter dem Deckmantel des Schweigens versteckt ... erotische Abenteuer sind möglich und erwünscht, jedoch keine Pflichtübung.

Nun, wie gut, dass sie noch keine Pflichtübung sind, und wegen der Alleinstellungsmerkmale sollten wir vielleicht auch noch mal nachfragen. Immerhin sind Mehrsprachigkeit, gekonntes Auftreten und gute Umgangsformen im Angebot.

Dass die „Junge Welt“ nichts zu sagen hat, dies aber sehr laut, wissen wir seit langem. Fragt sich, warum der Schockwellenreiter dauernd auf das merkwürdige Blatt verlinkt. Heute zum Frauentag fiel ihm auch nicht viel Besseres ein, als auf die „Junge Welt“ und ihre linke Polemik zu verweisen:

„Selbst in den reichen Ländern, in denen die Rechte der Frauen formal besser geregelt sind, gerät die Mehrheit der weiblichen Bevölkerung in den Strudel der Armut“. Wo? Natürlich in der Bundesrepublik Deutschland, wo die Armut zu Hause ist. Woher Frau Ulla Jelpke , die für die „Junge Welt“ polemisiert, diese Zahlen hat? Quelle unbekannt. Vielleicht sollte sie im Armutsbericht der Bundesregierung nachlesen.

Dort würde sie finden, dass das Armutsrisiko insgesamt zwar um 5,7 Prozent auf 7,1 Prozent angestiegen ist, dass es aber bei weiblichen Arbeitnehmern nur um 1,0 Prozent stieg, wohingegen die Männer ein erhöhtes Risiko von 1,7 Prozent in Kauf nehmen mussten.

Anders als es in der Presse dargestellt wird, geht es auch allein erziehenden Müttern nicht schlechter: Das Armutsrisiko blieb konstant bei allerdings viel zu hohen 35,4%. Daran ist, wie bereits mehrfach in Analysen dargestellt wurde, nicht die Politik der Regierung Schuld, sondern das Fehlen von geeigneten Betreuungseinrichtungen für Kinder – eine Altlast der CDU/CSU-FDP-Regierung. Natürlich dürfen wir nicht vergessen, dass auch die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts dazu seinen Teil beitrug.

Was von all dem übrig bleibt? Gar nichts? Kommunistische Polemik um jeden Preis zulasten der Regierung? Wem das gut tut, wissen wir nicht, ja, wir wissen nicht einmal, ob die Polemik, die ohnehin nur in gewissen Kreisen angesehen ist, Schaden anrichtet. Doch eines wissen wir: Journalismus ist etwas anders.

Wer Fakten statt Polemik sucht: PDF.

„Heute wird jede Feministin, ob namentlich bekannt oder nicht, darüber klagen, wie schwer sie es doch habe“, schreibt Bianca Fritz in der Badischen Zeitung – und empfiehlt, den Tag nicht mit Jammern zu vergeuden, sondern sich etwas Schönes zu gönnen.

Recht hat sie – doch ich will einen Schritt weiter gehen: Wer bitte, hält denn in Deutschland noch am Frauentag fest? Die einzigen die jedes Jahr kräftig auf die Pauke hauen, sind die Hardlinerinnen im DGB. Doch die Frauen, die wirklich etwas aus sich machen wollen oder bereits gemacht haben, geben sich mit solchem „Tüdelkram“ wie man im Norden sagt, gar nicht erst ab: sie tun einfach, was sie wollen.

 

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