Wenn man Chinese ist und die für viel Geld erstandene Liebespuppe Luft lässt, sollte man besser schweigen und die Puppe in der nächsten Mülltonne entsorgen. Was einem sonst passieren kann, steht in der Asiansexgazette.
sehpferd - am Montag, 26. Juli 2004, 20:51 - Rubrik: seltsame welt
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Joggen vergrößert die Brüste – allerdings nur, wenn man den richtigen BH trägt – behauptet jedenfalls die Firma Personal Beauty Unlimited. Versprochen wird ein zusätzliches Volumen von einer Cupgröße in nur 30 Tagen.
Gefunden in NCBUY.
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sehpferd - am Montag, 26. Juli 2004, 20:42 - Rubrik: seltsame welt
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Der niedersächsische Ministerpräsident Wulff hat in der CDU die Rolle des Schwätzers fürs Sommerloch übernommen: Erst will er die Rechtschreibreform reformieren, dann wagt er sich an den Kündigungsschutz.
Nicht, dass es despektierlich wäre, über den Kündigungsschutz zu diskutieren – aber die Art, wie dies geschieht, ist einfach märchenhaft: plötzlich fallen die Lösungen der deutschen Wirtschafts- und Gesellschaftsprobleme nur so vom Himmel. Natürlich wissen die Herren Merz und Wulff als gestandener Politiker, dass ihre „Vorschläge“ letztlich nicht durchsetzbar sind, aber sie stehen mal wieder in der Zeitung – wie schön für sie. Der Bürger freilich, der von dem Hickhack der SPD-Reformen nun wirklich genug hat und eine klare Linie will, findet sie bei der Union nun ebenso wenig: Die Union zerlabert Deutschland – ziemlich schade.
Hier gelesen. Auch anderwärts. Sommerloch eben.
Nicht, dass es despektierlich wäre, über den Kündigungsschutz zu diskutieren – aber die Art, wie dies geschieht, ist einfach märchenhaft: plötzlich fallen die Lösungen der deutschen Wirtschafts- und Gesellschaftsprobleme nur so vom Himmel. Natürlich wissen die Herren Merz und Wulff als gestandener Politiker, dass ihre „Vorschläge“ letztlich nicht durchsetzbar sind, aber sie stehen mal wieder in der Zeitung – wie schön für sie. Der Bürger freilich, der von dem Hickhack der SPD-Reformen nun wirklich genug hat und eine klare Linie will, findet sie bei der Union nun ebenso wenig: Die Union zerlabert Deutschland – ziemlich schade.
Hier gelesen. Auch anderwärts. Sommerloch eben.
sehpferd - am Montag, 26. Juli 2004, 18:27 - Rubrik: einig fallerland
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Jimmi sagt es endlich mal klipp und klar, was Blogger erstens nicht tun und was sie zweitens tun sollten: Erstens, nicht nur für andere Blogger schreiben – und vor allem nicht nur für die eigene so genannte „Community“, sondern für die Welt da draußen.
Zitat:
„Ich wünschte mir mehr Weblogs, die vergessen, dass sie Weblogs sind“
Fragt sich nur, wie Weblogs vergessen können. Aber vielleicht hat die Magie uns alle schon so durchdrungen, dass wir sogar glauben, unsere Logs könnten von sich aus denken.
Zitat:
„Ich wünschte mir mehr Weblogs, die vergessen, dass sie Weblogs sind“
Fragt sich nur, wie Weblogs vergessen können. Aber vielleicht hat die Magie uns alle schon so durchdrungen, dass wir sogar glauben, unsere Logs könnten von sich aus denken.
sehpferd - am Montag, 26. Juli 2004, 18:25 - Rubrik: blog nachrichten
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Eli Ljunggren von der norwegischen Hotel- und Gaststättengewerkschaft hat die Nase voll: sie verlangt von den norwegischen Hotelbetreibern, dass sie bitte nur anständige Filme zeigen möchten und nicht diese kleinen Schweinereien, für die man in Hotels bezahlen muss.
Schließlich müssten besonders das weibliche Personal darunter leiden: Nachdem die Herren Geschäftsreisenden solche Filme gesehen hätten, würden sie eben einfach nach der Bedienung klingeln, um diese sexuell zu belästigen.
Merkwürdig, dass solche Erkenntnisse immer im Sommer entstehen.
Über die Aftenposten. Originalbericht vom norwegischen Rundfunksender P4.
Schließlich müssten besonders das weibliche Personal darunter leiden: Nachdem die Herren Geschäftsreisenden solche Filme gesehen hätten, würden sie eben einfach nach der Bedienung klingeln, um diese sexuell zu belästigen.
Merkwürdig, dass solche Erkenntnisse immer im Sommer entstehen.
Über die Aftenposten. Originalbericht vom norwegischen Rundfunksender P4.
sehpferd - am Montag, 26. Juli 2004, 12:09 - Rubrik: seltsame welt
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Nun hat also nach den Bloggern auch die Edel- und Wirtschaftsbürgerpresse die Töchter der Präsidenten entdeckt: Die Zwillinge des Amtsinhabers George W. seien „jünger, frecher und draller“ als die des Herausforderers. Auch, dass sie, wie es die FAZ sehr höflich formulierte, „beim Konsum von Alkohol ertappt“ wurden, soll Vater Bush bei der Wahl helfen: Angeblich finden „viele“ amerikanische Studenten solch ein Verhalten „sympathisch“.
Nachtragen will ich gerne einige Synonyme für „drall“:
„aufgedunsen, beleibt, breit, dick, dickleibig, dicklich, dickwanstig, feist, fett, fettleibig, fleischig, füllig, gemästet, gewaltig, korpulent, kugelrund, massig, mollig, pausbäckig, plump, pummelig, rund, rundlich, stark, stramm, stämmig, umfangreich, unförmig, vierschrötig, volleibig, vollschlank, wohlbeleibt, wohlgenährt, üppig“
Wer ebensolche Synonyme sucht, wird bei der Uni Leipzig fündig.
Nachtragen will ich gerne einige Synonyme für „drall“:
„aufgedunsen, beleibt, breit, dick, dickleibig, dicklich, dickwanstig, feist, fett, fettleibig, fleischig, füllig, gemästet, gewaltig, korpulent, kugelrund, massig, mollig, pausbäckig, plump, pummelig, rund, rundlich, stark, stramm, stämmig, umfangreich, unförmig, vierschrötig, volleibig, vollschlank, wohlbeleibt, wohlgenährt, üppig“
Wer ebensolche Synonyme sucht, wird bei der Uni Leipzig fündig.
sehpferd - am Montag, 26. Juli 2004, 10:11 - Rubrik: seltsame welt
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Das wöchentliche Geblubber aus den Algen
Was gab es eigentlich Neues in der letzten Woche? Nichts, und das mit großer Lautstärke, denn wie immer im Sommerloch, versuchen Politiker, Verbände und Klatschbasen, einmal all das in den Schlagzeilen zu sehen, was sonst im Papierkorb der Redaktionen verschwindet. Sie haben dabei, wie man liest, sogar gelegentlich Erfolg.
Das lese ich jetzt von der Rechtschreibreform, zu dessen Reformation sich neuerdings Schriftsteller so berufen fühlen, dass man gelegentlich glaubt, die Zukunft der Nation hinge davon ab. In Wahrheit wollen sie mal wieder in die Presse, und mit ihnen ein paar unsägliche Ministerpräsidenten. Besonders Letztere sollten einmal den Rechenstift ansetzen, bevor sie darauf losplappern: Eine Reform der Reform kostet vor allem Geld – Geld, das in der Bildung nun wirklich anderweitig eingesetzt werden könnte. Doch das humanistisch verbildete Deutschland meint je ohnehin, dass nicht die Mathematiker und Ingenieure, sondern die Philosophen und Dichter das Universum erklären und Fortschritt für die Menschheit bringen könnten.
Da mag ich zum „Cap Anamur“-Rummel gar nichts mehr sagen – außer vielleicht dem, was ich bereits veröffentlichte: Auch Hilfsorganisationen konkurrieren, wollen Alleinstellungsmerkmale in die Presse bringen – und das wäre sogar gut so, wenn es denn nicht so reißerisch inszeniert würde, dass die Glaubwürdigkeit darunter leidet.
Die AIDS-Waisen im südlichen Afrika jedenfalls waren der Presse gerade einmal eine Randnotiz wert, obwohl diese Katastrophe offensichtlich ist – nur lassen sich diese eben nicht werbewirksam vermarkten, und auf ihrem Rücken lassen sich derzeit keine politisch motivierten Kampagnen starten: Sie sind nämlich Grün so egal wie Schwarz oder Rot, weil sie inzwischen so selbstverständlich sind.
Was mir noch auffiel? Einen Spruch zum Wetter von einer Bäckereiwarenfachverkäuferin (in vulgo: Von einem Bäckermädchen): „Wenn die Sonne scheint, weiß man wenigstens, warum es warm ist“.
Na also.
Was gab es eigentlich Neues in der letzten Woche? Nichts, und das mit großer Lautstärke, denn wie immer im Sommerloch, versuchen Politiker, Verbände und Klatschbasen, einmal all das in den Schlagzeilen zu sehen, was sonst im Papierkorb der Redaktionen verschwindet. Sie haben dabei, wie man liest, sogar gelegentlich Erfolg.
Das lese ich jetzt von der Rechtschreibreform, zu dessen Reformation sich neuerdings Schriftsteller so berufen fühlen, dass man gelegentlich glaubt, die Zukunft der Nation hinge davon ab. In Wahrheit wollen sie mal wieder in die Presse, und mit ihnen ein paar unsägliche Ministerpräsidenten. Besonders Letztere sollten einmal den Rechenstift ansetzen, bevor sie darauf losplappern: Eine Reform der Reform kostet vor allem Geld – Geld, das in der Bildung nun wirklich anderweitig eingesetzt werden könnte. Doch das humanistisch verbildete Deutschland meint je ohnehin, dass nicht die Mathematiker und Ingenieure, sondern die Philosophen und Dichter das Universum erklären und Fortschritt für die Menschheit bringen könnten.
Da mag ich zum „Cap Anamur“-Rummel gar nichts mehr sagen – außer vielleicht dem, was ich bereits veröffentlichte: Auch Hilfsorganisationen konkurrieren, wollen Alleinstellungsmerkmale in die Presse bringen – und das wäre sogar gut so, wenn es denn nicht so reißerisch inszeniert würde, dass die Glaubwürdigkeit darunter leidet.
Die AIDS-Waisen im südlichen Afrika jedenfalls waren der Presse gerade einmal eine Randnotiz wert, obwohl diese Katastrophe offensichtlich ist – nur lassen sich diese eben nicht werbewirksam vermarkten, und auf ihrem Rücken lassen sich derzeit keine politisch motivierten Kampagnen starten: Sie sind nämlich Grün so egal wie Schwarz oder Rot, weil sie inzwischen so selbstverständlich sind.
Was mir noch auffiel? Einen Spruch zum Wetter von einer Bäckereiwarenfachverkäuferin (in vulgo: Von einem Bäckermädchen): „Wenn die Sonne scheint, weiß man wenigstens, warum es warm ist“.
Na also.
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Volksentscheide gibt es in der Bundesrepublik Deutschland nicht – es sei denn, sie gäbe es. Dazu müsste nämlich erst einmal die BRD-Verfassung, das „Grundgesetz“ geändert werden, was ausgesprochen langwierig ist.
Nun wollen die Populisten aus CSU und FDP dem deutschen Volk zeigen, dass sich Volksentscheide einfach so aus dem Ärmel schütteln lassen wie die Trickbetrüger die Spielkarten – und die Springer-Presse spielt gleich mal Dampfwalze im Sommerloch und ereifert sich über den Kanzler. Zitat in der „Welt“:
„Großbritanniens Premier Tony Blair und Frankreichs Präsident Jacques Chirac legen ihren Bürgern die europäische Verfassung zur Abstimmung vor - nur Kanzler Gerhard Schröder scheint Angst vor dem Volk zu haben.“
Auch, wenn „Welt“ und „Bild“ aus dem gleichen Verlagshaus kommen, besteht eigentlich kein Anlass für den WELT-Redakteur Martin Lutz, auf BILD-Niveau zu schreiben.
Nun wollen die Populisten aus CSU und FDP dem deutschen Volk zeigen, dass sich Volksentscheide einfach so aus dem Ärmel schütteln lassen wie die Trickbetrüger die Spielkarten – und die Springer-Presse spielt gleich mal Dampfwalze im Sommerloch und ereifert sich über den Kanzler. Zitat in der „Welt“:
„Großbritanniens Premier Tony Blair und Frankreichs Präsident Jacques Chirac legen ihren Bürgern die europäische Verfassung zur Abstimmung vor - nur Kanzler Gerhard Schröder scheint Angst vor dem Volk zu haben.“
Auch, wenn „Welt“ und „Bild“ aus dem gleichen Verlagshaus kommen, besteht eigentlich kein Anlass für den WELT-Redakteur Martin Lutz, auf BILD-Niveau zu schreiben.
sehpferd - am Sonntag, 25. Juli 2004, 20:19 - Rubrik: einig fallerland
Die Reichstagsflagge, die einige Tage über einem Bordell in Halle wehte, ist verkauft: 16.050 Euro war sie einem Bieter wert. Bei einer Vorgängerauktion gab es zwar schon ein höheres Gebot, diese Auktion war jedoch von Computerkriminellen verhindert worden. Die Bordell-Chefin Christine Schmittroth hatte angekündigt, den Erlös abzüglich der Kosten an ein Hilfswerk zu spenden.
sehpferd - am Sonntag, 25. Juli 2004, 20:00 - Rubrik: seltsame welt
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Das hätte sich die 54-Jährige Edeltraud Linkesch nicht träumen lassen: Erst wirkt sie bei einem Akt-Benefiz-Kalender mit, dann schmeißen sie die „Grünen Damen“ wegen unzüglichen Betragens heraus, und nun kommt sie auch noch ins Fernsehen. Das Sommerloch lässt grüßen, und zwar am Montag, Montag, 26. Juli beim SWR: In „Sag die Wahrheit“ wird die echte Edeltraud Linkesch gemeinsam mit zwei falschen menschlichen Spiegelbildern vor der Fernsehkamera stehen.
Gelesen in der Mainpost.
Gelesen in der Mainpost.
sehpferd - am Sonntag, 25. Juli 2004, 19:45 - Rubrik: seltsame welt
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Wer sch an schöner erotischer Modefotografie mal so richtig Sattsehen will, sollte auf Jean-Francois Lepages Webseite gegen: two-eyes.com. Die Ladezeiten sind lang, aber es lohnt sich: faszinierende Fotos und ein elegantes Webseiten-Design warten auf den Surfer.
sehpferd - am Freitag, 23. Juli 2004, 18:50 - Rubrik: lichtbilder - photography
Häschen mit Salatbikinis geben Pflanzenwürste aus – wenn das keine Meldung wäre. Leider steht wieder eine populistische Tierschutzorganisation dahinter, deren Name in meinem Blog nicht mehr genannt wird. Auf die Bilder verweise ich hingegen gerne.
sehpferd - am Freitag, 23. Juli 2004, 18:38 - Rubrik: seltsame welt
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Kakerlaken sind keinesfalls sexy. Warum sie dennoch ausgerechnet die Nähe der Schönen und Reichen auf Capri suchen, weiß niemand. Wortwörtlich heißt es in der Presse: „Die Tierchen kriechen spätabends aus den Gullys der Straßen und mischen sich unter die flanierenden Touristen“. Nicht auf Augenhöhe, versteht sich – und deswegen wird manch flanierender Kakerlak dann Opfer eines Frauenfußes – wie bitter.
sehpferd - am Freitag, 23. Juli 2004, 18:20 - Rubrik: seltsame welt
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Eines ist sicher: Den Wählern der Freien Demokratischen Partei in Deutschland ist nicht gleichgültig, ob ein zu wählender Politiker schwul ist oder nicht: Es hätte, so angeblich 38 Prozent der gelben Wählerschaft, Einfluss auf ihre Wahlentscheidung. Damit sind sie knapp am Ergebnis der Rechtsaußenparteien vorbeigeschrammt. Es steht in der „Welt“ und es mutet doch merkwürdig an: Sollte ausgerechnet die Wählerschaft der Liberalen aus lauter ultrakonservativen Stinos bestehen?
sehpferd - am Freitag, 23. Juli 2004, 18:11 - Rubrik: einig fallerland
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Nachdem die Bild-Zeitung dieser Tage titelte „Wie schwul ist Deutschland“? Versuchte die „Süddeutsche“ mal zu gucken, wie bild die Meinung ist und schreibt: „Wenn eine Zeitung ins Sommerloch fällt, gibt es einen rosa Plumms. Oder ein Plitsch. Oder ein Plönk. Irgendwas schmierig Lautes macht es jedenfalls.“
Warten wir mal ab, wann es demnächst bei BILD wieder plitscht. Oder Plummst.
Warten wir mal ab, wann es demnächst bei BILD wieder plitscht. Oder Plummst.
sehpferd - am Freitag, 23. Juli 2004, 15:01 - Rubrik: aufgegriffen
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Es ist bezeichnend, wo sich die angeblich „namhaften“ Autoren deutscher Sprache jetzt artikulieren: In der BILD-Zeitung. Damit disqualifizieren sich die Herren Adolf Muschg (70), Georg Klein (51) und Martin Walser (77) freilich selbst, und dies völlig unabhängig vom Thema.
Insbesondere Walser zieht statt Argumenten, wie es scheint, Stammtischparolen aus seinem Zettelkasten: Seiner Meinung nach sei die Rechtschreibreform „aus bürokratischem Müßiggang geboren“.
Armes Deutschland, das solche Sprüche ertragen muss. Aber Walser will ja noch sein neues Buch verkaufen: Dazu braucht er, wie es scheint, die Stammtische.
Insbesondere Walser zieht statt Argumenten, wie es scheint, Stammtischparolen aus seinem Zettelkasten: Seiner Meinung nach sei die Rechtschreibreform „aus bürokratischem Müßiggang geboren“.
Armes Deutschland, das solche Sprüche ertragen muss. Aber Walser will ja noch sein neues Buch verkaufen: Dazu braucht er, wie es scheint, die Stammtische.
sehpferd - am Freitag, 23. Juli 2004, 12:08 - Rubrik: aufgegriffen
Das Time-Magazin bringt es (nach einem Bericht der "Welt")auf einen Nenner, wie es um Deutschland bestellt ist: Außerordentlich gut. Die Sache hat nur einen Haken: Während nämlich alle Welt den Deutschen noch viel zutraut, lassen sie selber die Schultern hängen. Als größtes Problem hat man hier die „Zukunftsangst“ erkannt. Die Zeitung schrieb dies auf Deutsch, denn ein Wort wie Zukunftsangst existiert im englischsprachigen Raum nicht.
Gerügt wird auch die Presse, die „Horrorszenarien“ verbreite. Das ist übertrieben, und doch ist etwas dran: Tatsächlich ist ein großer Teil der Journalisten auf einer Schlingertour im Reformstreit – man will dem Bildungsbürgertum ebenso wenig auf die Füße treten wie dem vermeintlichen Gutmenschenadel und spürt doch, dass sich der Standpunkt nicht mehr lange wird halten lassen.
Und die Blogger? Rufen sie dazu auf, voller Elan die deutsche, österreichische oder europäische Zukunft freudig und kraftvoll zu gestalten? Ich denke, sie tun die viel zu wenig, und vom Gegenteil viel zu viel. Vielleicht gilt es in gewissen Kreisen als schick, dunkelviolett auf grau zu malen und sich und die Zukunft zu beweinen und den wirtschaftlichen und technologischen Fortschritt in den Dreck zu ziehen.
Den Menschen allerdings nützt es nichts. Das „Time-Magazin“ sagt den Deutschen, dass ihre negative Haltung einmal zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung werden könnte. Da kann ich nur Theodor Heuss zitieren: „Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist“.
Gerügt wird auch die Presse, die „Horrorszenarien“ verbreite. Das ist übertrieben, und doch ist etwas dran: Tatsächlich ist ein großer Teil der Journalisten auf einer Schlingertour im Reformstreit – man will dem Bildungsbürgertum ebenso wenig auf die Füße treten wie dem vermeintlichen Gutmenschenadel und spürt doch, dass sich der Standpunkt nicht mehr lange wird halten lassen.
Und die Blogger? Rufen sie dazu auf, voller Elan die deutsche, österreichische oder europäische Zukunft freudig und kraftvoll zu gestalten? Ich denke, sie tun die viel zu wenig, und vom Gegenteil viel zu viel. Vielleicht gilt es in gewissen Kreisen als schick, dunkelviolett auf grau zu malen und sich und die Zukunft zu beweinen und den wirtschaftlichen und technologischen Fortschritt in den Dreck zu ziehen.
Den Menschen allerdings nützt es nichts. Das „Time-Magazin“ sagt den Deutschen, dass ihre negative Haltung einmal zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung werden könnte. Da kann ich nur Theodor Heuss zitieren: „Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist“.
sehpferd - am Freitag, 23. Juli 2004, 09:02 - Rubrik: aufgegriffen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Die heimliche Gewinnerin der als „St. Pöltener Sex-Skandals“ bekannt gewordenen Affäre soll nach Presseberichten die katholische Nachrichtenagentur kath.net sein: an einem einzigen Tag besuchten jetzt 12.500 Surfer die Webseite.
Doch wie es scheint, arbeitet das „kath.net“ gerade fleißig an der Produktion von Persil-Scheinen: Schuld an dem ganzen Skandal ist nämlich (wir ahnten es) die Presse. Zitat: „Man beachte auch, dass die Fleischeslust nicht die schlimmste, sondern nur die pressewirksamste aller Sünden ist“.
Meine Leser dürfen gespannt sein, wann die katholische Presseagentur auch noch den Schleudergang einlegt, und wie sich die Webseite von Bischof Dr. Kurt Krenn weiter entwickelt.
Doch wie es scheint, arbeitet das „kath.net“ gerade fleißig an der Produktion von Persil-Scheinen: Schuld an dem ganzen Skandal ist nämlich (wir ahnten es) die Presse. Zitat: „Man beachte auch, dass die Fleischeslust nicht die schlimmste, sondern nur die pressewirksamste aller Sünden ist“.
Meine Leser dürfen gespannt sein, wann die katholische Presseagentur auch noch den Schleudergang einlegt, und wie sich die Webseite von Bischof Dr. Kurt Krenn weiter entwickelt.
sehpferd - am Donnerstag, 22. Juli 2004, 19:14 - Rubrik: glaube und aberglaube
Egal, in welcher Disziplin die 10.500 Athletinnen und Athleten nebst 3000 Offiziellen antreten: Viele von Ihnen werden möglicherweise auch dem feuchten Verwöhnsport frönen.
Damit es dabei keine vermeidbaren Unfälle gibt, hat Durex 130.000 Freikondome gestiftet: Der After-Sport-Party steht also nichts mehr im Wege. Wie, ich nähme Sport nicht wirklich ernst. Nein, nehme ich nicht. Warum auch?
Damit es dabei keine vermeidbaren Unfälle gibt, hat Durex 130.000 Freikondome gestiftet: Der After-Sport-Party steht also nichts mehr im Wege. Wie, ich nähme Sport nicht wirklich ernst. Nein, nehme ich nicht. Warum auch?
sehpferd - am Donnerstag, 22. Juli 2004, 18:41 - Rubrik: seltsame welt
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Wie, liebe Forsa und lieber Stern, können eigentlich 1003 allein stehenden Frauen zwischen 20 und 60 Jahren „repräsentativ“ glücklich sein? Natürlich ist mir klar, was repräsentativ ist, aber mir kommt doch etwas merkwürdig vor, wie man festgestellt haben will, dass sie „glücklich“ mit diesem Leben sind: Man muss schon ziemlich realitätsblind sein, wenn man unterstellt, dass eine 20-jährige das Gleiche unter Glück versteht wie eine 60-jährige.
Also schön - 81 Prozent der befragten Frauen fanden angeblich, dass es schön ist, tun und lassen zu können was Frau will – vorausgesetzt, Frau weiß überhaupt, was sie will. Es folgen 69 Prozent weiblicher Singles, die behaupten „mehr Zeit für sich“ zu haben. Nun gut, fragt sich natürlich auch, was das „für sich“ hier bedeutet.
Solche Aussagen könnten freilich nicht verwischen, dass nur 36 Prozent der weiblichen Singles behaupten, aus eigenem Antrieb keinen Partner zu wollen – und nur matte 19 Prozent geben einen plausiblen Grund an: Die Karriere ginge bei ihnen vor, die Partnerwahl wäre nachrangig.
Doch damit nicht genug. Der „Stern“ interpretierte sogleich, dass die Damen „ohne Mann“ glücklich wären. Natürlich wissen wir nicht, wie weibliche Singles ihren Liebeshunger stillen – a la carte, Menü oder zwischendurch mal naschen? Hotelbars, One-Night-Stands oder Begleitservices? Hetero, lesbisch oder gemischtgeschlechtlich? Aber "so ganz ohne Mann"? Da kommen doch Zweifel auf.
Müssen die Männer nun Angst haben? Nein, es ist ein Sommerthema. Die Informationen haben denjenigen Wahrheitsgehalt, die solche Informationen üblicherweise zu haben pflegen.
Also schön - 81 Prozent der befragten Frauen fanden angeblich, dass es schön ist, tun und lassen zu können was Frau will – vorausgesetzt, Frau weiß überhaupt, was sie will. Es folgen 69 Prozent weiblicher Singles, die behaupten „mehr Zeit für sich“ zu haben. Nun gut, fragt sich natürlich auch, was das „für sich“ hier bedeutet.
Solche Aussagen könnten freilich nicht verwischen, dass nur 36 Prozent der weiblichen Singles behaupten, aus eigenem Antrieb keinen Partner zu wollen – und nur matte 19 Prozent geben einen plausiblen Grund an: Die Karriere ginge bei ihnen vor, die Partnerwahl wäre nachrangig.
Doch damit nicht genug. Der „Stern“ interpretierte sogleich, dass die Damen „ohne Mann“ glücklich wären. Natürlich wissen wir nicht, wie weibliche Singles ihren Liebeshunger stillen – a la carte, Menü oder zwischendurch mal naschen? Hotelbars, One-Night-Stands oder Begleitservices? Hetero, lesbisch oder gemischtgeschlechtlich? Aber "so ganz ohne Mann"? Da kommen doch Zweifel auf.
Müssen die Männer nun Angst haben? Nein, es ist ein Sommerthema. Die Informationen haben denjenigen Wahrheitsgehalt, die solche Informationen üblicherweise zu haben pflegen.
sehpferd - am Donnerstag, 22. Juli 2004, 15:35 - Rubrik: seltsame welt
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Ich wusste es. Es geht ums Ganze. Jetzt und hier. Sofort und ohne schuldhafte Verzögerung. Denn die kulturelle Identität ist in Gefahr. Ahnten wir nicht bereits dergleichen? Wir ahnten es.
Was ist passiert? Soll die Kirchensteuer abgeschafft werden? Die Subventionierung der Oper? Die Grundschule? Nein. Die kulturelle Identität ist wegen der Rechtschreibreform in Frage gestellt .Wir sind eine Bananenrepublik der Dichter und Denker geworden, stehen bald vor dem Chaos.
Hätte diesen Mist irgendein deutscher Provinzredaktheuer zusammengeschrieben, es hätte mich nur das berühmte verächtliche Grinsen gekostet. Aber der Autor, Peter Korfmacher ist Feuilleton-Chef der „Leipziger Volkszeitung“. Möglicherweise sollte er öfter in den Zoo gehen. Beim Betrachten der Affenhorden könnte er eine Menge über Bananen lernen – und vielleicht fände sich dort auch ein neues Thema für das Sommerloch.
Was ist passiert? Soll die Kirchensteuer abgeschafft werden? Die Subventionierung der Oper? Die Grundschule? Nein. Die kulturelle Identität ist wegen der Rechtschreibreform in Frage gestellt .Wir sind eine Bananenrepublik der Dichter und Denker geworden, stehen bald vor dem Chaos.
Hätte diesen Mist irgendein deutscher Provinzredaktheuer zusammengeschrieben, es hätte mich nur das berühmte verächtliche Grinsen gekostet. Aber der Autor, Peter Korfmacher ist Feuilleton-Chef der „Leipziger Volkszeitung“. Möglicherweise sollte er öfter in den Zoo gehen. Beim Betrachten der Affenhorden könnte er eine Menge über Bananen lernen – und vielleicht fände sich dort auch ein neues Thema für das Sommerloch.
sehpferd - am Mittwoch, 21. Juli 2004, 12:13 - Rubrik: printmedien
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen

