Bei der Themensuche zum Blog fiel mir auf, dass es nicht nur das Sommerloch gibt, sondern auch noch einen Ort dieses Namens – ob dort derzeit alle Journalisten hocken?
Noch eine Anmerkung: Wer bezweifelt, dass dort Menschen wohnen, wird hier eines Besseren belehrt - man kann dort sogar geboren werden.
Noch eine Anmerkung: Wer bezweifelt, dass dort Menschen wohnen, wird hier eines Besseren belehrt - man kann dort sogar geboren werden.
sehpferd - am Samstag, 31. Juli 2004, 21:42 - Rubrik: aufgegriffen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Die Achterbahn wird in Zukunft nicht mehr kopfüber ins Tal der Träume reisen: Chocolat hat den Gedanken aufgegeben, die Schokoladenfabrik (mütterlicherseits vordisponiert) zu übernehmen oder aber das Gauklerleben auf Jahrmärkten (väterlicherseits vordisponiert) neu zu beginnen, und so macht sie den vorläufig in Sommer. Lili Tapi hingegen wird Reisejournalistin – da dürfen wir hoffen, noch etwas von ihr zu hören.
sehpferd - am Samstag, 31. Juli 2004, 21:22 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Die katholische Kirche, insbesondere ihre weltliches Megaphon, die katholische Presseagentur, hat schon weit in die Welt hinausposaunt, dass die Journalisten Äußerungen des Papstes von Rom und seiner Würdenträger bewusst falsch interpretieren würden.
Ich lade daher jeden Menschen ein, den Brief des Papstes gegen den Feminismus im Original zu lesen, und zwar vor allem das 15. Kapitel und den Schluss. Ich werde dem Drang, daraus zu zitieren, nicht nachgeben. Der Schreiber, Joseph Kardinal Ratzinger, entlarvt sich darin selbst.
Ich lade daher jeden Menschen ein, den Brief des Papstes gegen den Feminismus im Original zu lesen, und zwar vor allem das 15. Kapitel und den Schluss. Ich werde dem Drang, daraus zu zitieren, nicht nachgeben. Der Schreiber, Joseph Kardinal Ratzinger, entlarvt sich darin selbst.
sehpferd - am Samstag, 31. Juli 2004, 20:08 - Rubrik: glaube und aberglaube
Nein, nein, es ist nicht das, was im Bordelljargon „Kaviar“ heißt, sondern es sind diese salzigen Fischeier, die angeblich von Feinschmeckern mit Champagner heruntergeschlürft werden. In diesem Fall allerdings wäre Champagner eine wirklich ausgezeichnete Beigabe.
sehpferd - am Samstag, 31. Juli 2004, 12:24 - Rubrik: seltsame welt
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Den Herren Katholiken, welche heute auf Geheiß des Papstes zu Rom die Frauenrolle neu zu definieren gedenken, empfehle ich, die Genesis nachzulesen: Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib.
Es war also der Wille Gottes, sich selbst in einem Mann und einem Weib zu verwirklichen, doch dieses Ansinnen wurde von dem Mann zunichte gemacht, den er geschaffen hatte: Adam.
Adam war, wie bekannt, nicht zufrieden mit der Frau, die Gottes Ebenbild war – er wollte eine Frau, die ihm Untertan war, und so schuf Gott auf Geheiß Adams eine zweitklassige Frau, Eva, die Adam sogleich verächtlich die „Männin“ nannte.
Dennoch bleibt es Gottes Wunsch, sich selbst als Mann und Weib auf der Erde wiederzufinden – und genau aus diesem Grund ist die katholische Kirche, in der Frauen keine Führungsrollen haben dürfen, nicht Gottes Kirche, sondern Adams Kirche.
Es war also der Wille Gottes, sich selbst in einem Mann und einem Weib zu verwirklichen, doch dieses Ansinnen wurde von dem Mann zunichte gemacht, den er geschaffen hatte: Adam.
Adam war, wie bekannt, nicht zufrieden mit der Frau, die Gottes Ebenbild war – er wollte eine Frau, die ihm Untertan war, und so schuf Gott auf Geheiß Adams eine zweitklassige Frau, Eva, die Adam sogleich verächtlich die „Männin“ nannte.
Dennoch bleibt es Gottes Wunsch, sich selbst als Mann und Weib auf der Erde wiederzufinden – und genau aus diesem Grund ist die katholische Kirche, in der Frauen keine Führungsrollen haben dürfen, nicht Gottes Kirche, sondern Adams Kirche.
sehpferd - am Samstag, 31. Juli 2004, 11:32 - Rubrik: aufgegriffen
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Die „taz“ veröffentlicht unter dem Titel „Am Messdiener herumschrauben“ einen Artikel über die katholische Kirche, ihre Priester und warum sich voraussichtlich nie etwas ändern wird.
Kein Zweifel, diese Kirche hat ein Problem, und sie kann es nicht lösen: der Geburtsfehler der katholischen Kirche, das Zölibat, ist ein Irrweg, der ins Elend führt.
Kein Zweifel, diese Kirche hat ein Problem, und sie kann es nicht lösen: der Geburtsfehler der katholischen Kirche, das Zölibat, ist ein Irrweg, der ins Elend führt.
sehpferd - am Samstag, 31. Juli 2004, 11:25 - Rubrik: glaube und aberglaube
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Der elsässische Karikaturist Tomi Ungerer wird voraussichtlich für sein erotisches Lebenswerk geehrt. In der Klasse der Lebenswerke ist er jedenfalls bislang einziger Kandidat für die Auszeichnung, die nun zum elften Mal von einer britischen Organisation verliehen wird. Im letzten Jahr ging der Preis an den Fotografen Charles Gatewood. Die Preise werden in recht vielen Kategorien vergeben, unter anderem auch an berühmte Stripperinnen und ausgezeichnete Sexarbeiterinnen.
sehpferd - am Freitag, 30. Juli 2004, 18:28 - Rubrik: seltsame welt
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„Speed dating“ nennt sich eine Methode, bei der die Teilnehmer innerhalb kürzester Zeit entscheiden müssen, ob sie zusammenkommen wollen oder nicht, aber in London soll dieser Tage zum ersten Mal ein Speeddating stattfinden, zu dem man nackt kommen kann: Etwa 200 Menschen werden erwartet.
Wie sonst auch, boomt auf der Insel das Dating per Web: 11 Millionen erwachsene Singles wollen schließlich irgendwann einmal unter die Haube. Eine der größten Agenturen meldete, 1,5 Millionen Mitglieder zu führen, während eine andere behauptete, einen Zuwachs von 60.000 neuen Mitgliedern in jedem Monat zu haben.
Wie sonst auch, boomt auf der Insel das Dating per Web: 11 Millionen erwachsene Singles wollen schließlich irgendwann einmal unter die Haube. Eine der größten Agenturen meldete, 1,5 Millionen Mitglieder zu führen, während eine andere behauptete, einen Zuwachs von 60.000 neuen Mitgliedern in jedem Monat zu haben.
sehpferd - am Freitag, 30. Juli 2004, 18:14 - Rubrik: seltsame welt
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Alle Gemüse und Kräutlein, die gut für die Liebe sein sollen, kommen auf die „Pizzagra“ – und diese wird bald in britischen Supermärkten erhältlich sein. Der Name, gebildet aus „Pizza“ und „Viagra“ deutet bereits an, dass wir nicht von einem gewöhnlichen Gaumengenuss sprechen.
Da sie zusätzlich noch eine Herzform hat, wird sie sicherlich eine Partysensation – mit oder ohne „Pizzagra-Effekt“, und das Sommerloch wäre auch mal wieder gefüllt.
Da sie zusätzlich noch eine Herzform hat, wird sie sicherlich eine Partysensation – mit oder ohne „Pizzagra-Effekt“, und das Sommerloch wäre auch mal wieder gefüllt.
sehpferd - am Freitag, 30. Juli 2004, 18:03 - Rubrik: seltsame welt
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Die kampferprobte katholischen Presse hat gerade einen neuen Coup gelandet: Sie schickt ihre Chefredakteurin Petra Biermeier ins Rennen, um zu beweisen, dass der eigentliche Feminist dieser Erde der in Rom residierende Papst ist.
Der Artikel kann als unmittelbare Reaktion der katholischen Frontpresse auf zahlreiche Artikel es heutigen Tages verstanden werden, in denen unabhängige Journalisten als „Sommerloch-Agenturschreiber“ verunglimpft werden.
Die Tatsachen halten dem nicht stand: Zwar beginnt der „Brief an die Frauen“ vom 29. Juni 1995 moderat, er sagt aber letztendlich auch nichts mehr als dies: Frauen sind Randerscheinungen der Geschichte. Wer sich bemüht, sich durch das Lobgehudel der ersten Kapitel durchzuwühlen, fällt bald in die katholische Realität zurück:
„Ich denke an die lange Reihe von Märtyrerinnen, von Heiligen, von außergewöhnlichen Mystikerinnnen. Ich denke in besonderer Weise an die heilige Katharina von Siena und die heilige Theresia von Avila… und wie wäre hier sodann nicht an zahlreiche Frauen zu erinnern, die auf Antrieb ihres Glaubens Initiativen ins Werk gesetzt haben von außerordentlicher sozialer Bedeutung im Dienst vor allem der Ärmsten?“.
Frauen, erkennt eure Rolle. Der Papst hat gesprochen.
Der Artikel kann als unmittelbare Reaktion der katholischen Frontpresse auf zahlreiche Artikel es heutigen Tages verstanden werden, in denen unabhängige Journalisten als „Sommerloch-Agenturschreiber“ verunglimpft werden.
Die Tatsachen halten dem nicht stand: Zwar beginnt der „Brief an die Frauen“ vom 29. Juni 1995 moderat, er sagt aber letztendlich auch nichts mehr als dies: Frauen sind Randerscheinungen der Geschichte. Wer sich bemüht, sich durch das Lobgehudel der ersten Kapitel durchzuwühlen, fällt bald in die katholische Realität zurück:
„Ich denke an die lange Reihe von Märtyrerinnen, von Heiligen, von außergewöhnlichen Mystikerinnnen. Ich denke in besonderer Weise an die heilige Katharina von Siena und die heilige Theresia von Avila… und wie wäre hier sodann nicht an zahlreiche Frauen zu erinnern, die auf Antrieb ihres Glaubens Initiativen ins Werk gesetzt haben von außerordentlicher sozialer Bedeutung im Dienst vor allem der Ärmsten?“.
Frauen, erkennt eure Rolle. Der Papst hat gesprochen.
sehpferd - am Freitag, 30. Juli 2004, 16:06 - Rubrik: glaube und aberglaube
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Die Basler frönen an warmen Sommertagen einer eigenartigen Freizeitbeschäftigung: Sie gehen an die Rheinpromenade und ziehen sich dort so weit aus, wie es für eine Schweizerin oder einen Schweizer in der städtischen Öffentlichkeit eigentlich unschicklich ist. Indessen muss gesagt werden, dass sie dies in der Absicht tun, Schwimmen zu gehen – diese Tätigkeit kann man schließlich nicht im langen Kleid vollziehen.
Was wohl auch noch erwähnt werden sollte, ist dass die Baslerinnen und Basler nur mit dem Strom schwimmen, was unweigerlich dazu führen würde, am Ende der Strecke wieder am Rhein zurückzulaufen und sich dabei leicht bekleidet promenierend am Ufer zu zeigen. In der Tat tun dies manche Basler – völlig unbeeindruckt von gaffenden Touristen und offenbar nicht in der Absicht, ihre bisweilen durchaus schönen Körper zu präsentieren. Nein, sie schreiten ebenso einher, wie man sich bewegt, wenn man vom Büro heimwärts geht, und dies gilt auch für Damen, die durchaus auffällig knappe Bikinis tragen.
Wer nicht leicht geschürzt zurückgehen will, nimmt die Kleider einfach mit – in einem wasserdichten Schwimmsack. Ich muss gestehen, dergleichen noch nie zuvor gesehen zu haben – allerdings war ich auch schon lange nicht mehr im Sommer am Basler Rheinufer.
Was wohl auch noch erwähnt werden sollte, ist dass die Baslerinnen und Basler nur mit dem Strom schwimmen, was unweigerlich dazu führen würde, am Ende der Strecke wieder am Rhein zurückzulaufen und sich dabei leicht bekleidet promenierend am Ufer zu zeigen. In der Tat tun dies manche Basler – völlig unbeeindruckt von gaffenden Touristen und offenbar nicht in der Absicht, ihre bisweilen durchaus schönen Körper zu präsentieren. Nein, sie schreiten ebenso einher, wie man sich bewegt, wenn man vom Büro heimwärts geht, und dies gilt auch für Damen, die durchaus auffällig knappe Bikinis tragen.
Wer nicht leicht geschürzt zurückgehen will, nimmt die Kleider einfach mit – in einem wasserdichten Schwimmsack. Ich muss gestehen, dergleichen noch nie zuvor gesehen zu haben – allerdings war ich auch schon lange nicht mehr im Sommer am Basler Rheinufer.
sehpferd - am Freitag, 30. Juli 2004, 12:06 - Rubrik: zeit geschehen
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Frauen, ihr dürft euch freuen: Ihr seid die tragende Säule der katholischen Kirche. Freilich solltet ihr euch nun nicht aufschwingen, etwa Bischöfin oder gar Päpstin werden zu wollen, sondern: „Vielmehr müssten die dem fraulichen Geschlecht verbundenen Aufgaben neu entdeckt und in Gesellschaft und Kirche eingebracht werden.“
Ich dachte es mir schon. Autor ist diesmal nicht der Papst von Rom, sondern einer seiner Seelsorger: Erzbischof Ludwig Schick. In der üblichen Doppeldeutigkeit katholischer Moral weist der Bischoff zwar darauf hin, dass Maria Magdalea eine Apostelin gewesen sei (Glückwunsch zu dieser Erkenntnis, Herr Bischof), dass mehr aber nicht drin wäre:
„Die Fraulichkeit und die Mütterlichkeit müssten beim weiblichen Geschlecht gesehen, als Schatz gehoben und für die Gesamtgesellschaft und für die Kirche fruchtbar gemacht werden.“
Sehr bekömmlich klingt das nicht.
Ich dachte es mir schon. Autor ist diesmal nicht der Papst von Rom, sondern einer seiner Seelsorger: Erzbischof Ludwig Schick. In der üblichen Doppeldeutigkeit katholischer Moral weist der Bischoff zwar darauf hin, dass Maria Magdalea eine Apostelin gewesen sei (Glückwunsch zu dieser Erkenntnis, Herr Bischof), dass mehr aber nicht drin wäre:
„Die Fraulichkeit und die Mütterlichkeit müssten beim weiblichen Geschlecht gesehen, als Schatz gehoben und für die Gesamtgesellschaft und für die Kirche fruchtbar gemacht werden.“
Sehr bekömmlich klingt das nicht.
sehpferd - am Freitag, 30. Juli 2004, 12:02 - Rubrik: glaube und aberglaube
Nach mehreren Presseberichten soll der Papst von Rom jetzt den Feminismus für zahlreiche soziale Probleme der westlichen Welt verantwortlich machen. Der Staat wird demnach aufgefordert, dafür zu sorgen, dass Frauen ihre „Pflichten in der Familie“ nicht vernachlässigten.
Fragt sich, wie die Altherrengemeinschaft zu Rom so etwas beurteilen kann.
Fragt sich, wie die Altherrengemeinschaft zu Rom so etwas beurteilen kann.
sehpferd - am Freitag, 30. Juli 2004, 09:09 - Rubrik: glaube und aberglaube
„Wir empfehlen nicht, eine Karriere in derartigen Branchen zu beginnen“ meinte der Organisator einer Jobbörse in Hongkong. Seine Empfehlung richtete sich gegen die „Sun Power Production Co”, einem Hersteller pornografischer Filme. Dieser hatte auf der Veranstaltung „junge und leidenschaftliche“ Porno-Darsteller(innen) gesucht.
sehpferd - am Donnerstag, 29. Juli 2004, 22:43 - Rubrik: seltsame welt
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Wir wissen nicht, ob sich ein Banjo als Sexspielzeug eignet, aber eines ist sicher: In Alabama dürfen zwar Banjos, aber keine Vibratoren verkauft werden, wie jetzt ein Berufungsgericht bestätigt hat. Wegen der öffentlichen Moral, was immer das ist. Bushmoral wahrscheinlich.
sehpferd - am Donnerstag, 29. Juli 2004, 22:36 - Rubrik: seltsame welt
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Bernard Lewis ist Professor, mittlerweile 88 und angeblich ein Kenner der muslimischen Welt.. Jetzt will er herausgefunden haben, dass es „Ende des 21. Jahrhunderts“ eine muslimische Mehrheit unter den Europäern geben würde: Wortlaut von Herrn Lewis nach einem Pressebericht: „Europa wird ein Teil des arabischen Westens sein“. Schönen Dank für die Langzeitprognose, Herr Professor. Ende des 21. Jahrhunderts dürften sie ja kaum noch erleben, und die meisten von uns auch nicht.
sehpferd - am Donnerstag, 29. Juli 2004, 12:15 - Rubrik: aufgegriffen
Er ist wirklich ein Held, dieser Hort Seehofer: Jedenfalls ist er der einzige, der dem widersinnigen und sozialfeindlichen Kopfpauschalenmodell in der CDU/CSU widersprochen hat. Offenbar musste er sich dabei als „psychisch gestört bezeichnen lassen“, wie aus Presseberichten hervorgeht. Er selbst bezeichnete seine Gegner als „Feiglinge“ und „Schlafmützen“.
Wer ernstlich glaubt, dass ein Krankenversicherungsbetrag von 170 Euro pro Monat und Person auf Dauer ausreichend ist, ist entweder nicht lernfähig oder nicht lernwillig – und das ist noch ausgesprochen höflich ausgedrückt: Dummdreist wäre vermutlich ein treffenderer Ausdruck.
Dass die Christenunion im Rahmen der unsäglichen Kopfpauschale nun schon wieder eine Sondersteuer nach dem Motto „Notopfer Familie“ einführen will, ist nur ein weiteres Beispiel für die Konzeptlosigkeit und Inkompetenz der Union. Die Art allerdings, in der diskutiert wird, erscheint mir dem letztgültigen Beweise zu sein, dass diese Partei intellektuell, ideologisch und vor allem sozial zurzeit unerträgliches Niedrigwasser führt. Auch das kann man weniger vornehm ausdrücken.
Wer ernstlich glaubt, dass ein Krankenversicherungsbetrag von 170 Euro pro Monat und Person auf Dauer ausreichend ist, ist entweder nicht lernfähig oder nicht lernwillig – und das ist noch ausgesprochen höflich ausgedrückt: Dummdreist wäre vermutlich ein treffenderer Ausdruck.
Dass die Christenunion im Rahmen der unsäglichen Kopfpauschale nun schon wieder eine Sondersteuer nach dem Motto „Notopfer Familie“ einführen will, ist nur ein weiteres Beispiel für die Konzeptlosigkeit und Inkompetenz der Union. Die Art allerdings, in der diskutiert wird, erscheint mir dem letztgültigen Beweise zu sein, dass diese Partei intellektuell, ideologisch und vor allem sozial zurzeit unerträgliches Niedrigwasser führt. Auch das kann man weniger vornehm ausdrücken.
sehpferd - am Donnerstag, 29. Juli 2004, 09:16 - Rubrik: einig fallerland
Nach Presseberichten wird das letzte verbliebene Erotikmagazin der privaten Fernsehsender ab nächstes Jahr abgesetzt: Lilo Wanders „Wa(h)re Liebe“ soll einem Gutmenschenprogramm geopfert werden.
Wie edel, liebe VOX-Macher. Wir freuen uns schon auf die lehrreichen BBC-Filme, die ihr statt dessen senden wollt.
Wie edel, liebe VOX-Macher. Wir freuen uns schon auf die lehrreichen BBC-Filme, die ihr statt dessen senden wollt.
sehpferd - am Mittwoch, 28. Juli 2004, 18:41 - Rubrik: seltsame welt
Muss man in Zukunft zum Visum ein Nacktfoto vorzeigen, wenn man weiblich ist und in Kanada arbeiten will? Vermutlich nicht. Es sei denn, es wäre Sommerloch und ein Mitarbeiter der kanadischen Botschaft in Mexiko hätte so etwas gesagt. Wie viele Tequila er schon hatte, wissen wir nicht.
sehpferd - am Mittwoch, 28. Juli 2004, 18:26 - Rubrik: seltsame welt
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Es liest sich fast wie ein wissenschaftlich fundierter Artikel - da wird doch die deutsche Hauptstadt Berlin als Hochburg des Online-Flirts bezeichnet. Und als was erweist sich diese Meldung? Als dreiste PR-Masche eines .Anbieters für Online-Flirts, der gerne mal in die Presse möchte. Das Sommerloch macht es möglich, und die Redakteure gucken harmlos pfeifend in die Luft.
Eine Anmerkung am Rande: Die Daten wurden auf der Basis von 100.000 Kunden ermittelt – das klingt nach viel, ist aber in der Praxis immer noch viel zu wenig für ein ausreichendes, flächendeckendes Angebot in einem Land wie der Bundesrepublik Deutschland.
Für die meisten Teilnehmer an Partnersystemen gilt deshalb: Wer nicht in einem Ballungsgebiet wohnt, muss entweder weit reisen oder von vornherein mit ausgesprochenen „Kompromisskandidaten“ vorlieb nehmen. Der Grund für die schlechten Quoten ist einfach: Es gibt zwar nur wie Geschlechter, aber schon fünf kaum miteinander harmonierende Altersgruppen, unter denen es abermals wieder mindestens je drei emotionale, intellektuelle und soziale Profile gibt.
In einem Test bei einem anderen Anbieter, der von sich behauptet, über 200.000 Kunden zu haben, wurden bei der von mir verwendeten Testperson, und einem Umkreis von 50 Kilometer gerade mal zwei angebotene Partnerinnen ermittelt.
Eine Anmerkung am Rande: Die Daten wurden auf der Basis von 100.000 Kunden ermittelt – das klingt nach viel, ist aber in der Praxis immer noch viel zu wenig für ein ausreichendes, flächendeckendes Angebot in einem Land wie der Bundesrepublik Deutschland.
Für die meisten Teilnehmer an Partnersystemen gilt deshalb: Wer nicht in einem Ballungsgebiet wohnt, muss entweder weit reisen oder von vornherein mit ausgesprochenen „Kompromisskandidaten“ vorlieb nehmen. Der Grund für die schlechten Quoten ist einfach: Es gibt zwar nur wie Geschlechter, aber schon fünf kaum miteinander harmonierende Altersgruppen, unter denen es abermals wieder mindestens je drei emotionale, intellektuelle und soziale Profile gibt.
In einem Test bei einem anderen Anbieter, der von sich behauptet, über 200.000 Kunden zu haben, wurden bei der von mir verwendeten Testperson, und einem Umkreis von 50 Kilometer gerade mal zwei angebotene Partnerinnen ermittelt.
sehpferd - am Mittwoch, 28. Juli 2004, 17:01 - Rubrik: seltsame welt
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Der „Verband für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege“ mag etwas von der Sprache verstehen (auch dies ließe sich bezweifeln, man muss nur einen Blick in die Struktur des Vorstandes werfen), doch von Kosten haben die Herren keine Ahnung. Die „angeblichen Millionenkosten“, so hießen sie jetzt verlauten, sei nichts als ein „Schreckgespenst“.
Klar ist es für diese Vereinigung kein Schreckgespenst – sie muss die Kosten ja nicht tragen, sondern der Steuerzahler, soweit es den öffentlichen Bereich anbelangt, die Unternehmen, soweit es die Betriebe angeht und die Privatleute, sofern sie einen Duden oder Wahrig besitzen.
Die schreibende Zunft selbst wird mindestens bei der Software nachlegen müssen – das bei „MS-Word“ mitgelieferte Rechtschreibprogramm deckt schließlich nicht alles ab.
Was inzwischen absolut unerträglich geworden ist: Deutschlands Medien streitet immer mehr um des Kaisers Bart, statt sich um die wirklichen Probleme und deren Hintergründe zu kümmern: Die Diskussion um die Rechtschreibereform, liebe FAZ und liebe Schriftsteller, ist kaum mehr als ein intellektuelles Stammtischgeschwätz.
Klar ist es für diese Vereinigung kein Schreckgespenst – sie muss die Kosten ja nicht tragen, sondern der Steuerzahler, soweit es den öffentlichen Bereich anbelangt, die Unternehmen, soweit es die Betriebe angeht und die Privatleute, sofern sie einen Duden oder Wahrig besitzen.
Die schreibende Zunft selbst wird mindestens bei der Software nachlegen müssen – das bei „MS-Word“ mitgelieferte Rechtschreibprogramm deckt schließlich nicht alles ab.
Was inzwischen absolut unerträglich geworden ist: Deutschlands Medien streitet immer mehr um des Kaisers Bart, statt sich um die wirklichen Probleme und deren Hintergründe zu kümmern: Die Diskussion um die Rechtschreibereform, liebe FAZ und liebe Schriftsteller, ist kaum mehr als ein intellektuelles Stammtischgeschwätz.
sehpferd - am Mittwoch, 28. Juli 2004, 11:42 - Rubrik: aufgegriffen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Die Geschichte der O wurde kürzlich 50 Jahre alt. Viele Menschen bezweifelten, dass eine junge Frau wirklich „solch ein Buch“ schreiben konnte – und vermuteten hinter dem Pseudonym „Pauline Reage“ einen perversen männlichen Autor. Doch geschrieben hat die Geschichte Dominique Aury, eine französische Autorin und Übersetzerin. Sie wurde am 23. September 1907 in Rochefort-sur-Mer geboren und starb 1998 in Paris.
Das Buch wurde mehrfach verfilmt: Sowohl von seriösen Filmemachern wie auch von Pornografen, und zahlreiche Autorinnen und Autoren benutzten das Werk, um Plagiate zu schreiben.
Die erotische Kraft des Originals ist ungebrochen: Noch heute beflügelt das Buch die Fantasie von Voyeuren, Sadomasochisten und Liebhabern wilder erotischer Literatur – und unter ihnen wird der Anteil der Frauen stetig größer.
Der "Guardian" schreibt sehr ausführlich über den Jahrestag, das Buch und die Autorin.
Das Buch wurde mehrfach verfilmt: Sowohl von seriösen Filmemachern wie auch von Pornografen, und zahlreiche Autorinnen und Autoren benutzten das Werk, um Plagiate zu schreiben.
Die erotische Kraft des Originals ist ungebrochen: Noch heute beflügelt das Buch die Fantasie von Voyeuren, Sadomasochisten und Liebhabern wilder erotischer Literatur – und unter ihnen wird der Anteil der Frauen stetig größer.
Der "Guardian" schreibt sehr ausführlich über den Jahrestag, das Buch und die Autorin.
sehpferd - am Dienstag, 27. Juli 2004, 20:02 - Rubrik: kult und kultur
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Eigentlich liebe ich einfache, klare Webseiten – zu viel Designerschnörkel verwirren mich. Diese Seite aber fasziniert mich.
sehpferd - am Dienstag, 27. Juli 2004, 19:39 - Rubrik: kult und kultur
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Es gibt eine Hand voll Fotografinnen, von denen ich jederzeit sagen würde: „Die müssen sie sehen“. Doch diese vergesse ich stets zu erwähnen, obwohl sie eine Künstlerin ist, die eine Fotografin ist, die eine Künstlerin ist: Man Ray hätte seine Freude an ihr gehabt: NATACHA LESUEUR
sehpferd - am Dienstag, 27. Juli 2004, 19:35 - Rubrik: lichtbilder - photography
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Im Heise Online Forum gibt es eine heftige Diskussion zwischen den Webpuristen und den Bloggern.:
Kommentar eines Webpuristen:
„Die Weblog-"Revolution" kam imo damit, dass jeder Idiot über Dienste das machen konnte. Daher vielleicht auch der vielfach schlechte Ruf: Außer ein paar Leuten, die wirklich Interessantes zu sagen haben und ohne MT und wie sie alle heißen nicht im Netz zu lesen wären, sind die meisten eben Selbstdarsteller ohne was zu sagen. Dann lesen sich die Blogger (was ein Unwort) gegenseitig und linken aufeinander und posten sich gegenseitig in die Eintrags-Foren. Kein Wunder, dass es langsam nervt - bei der Masse. Von der Google-Verschmutzung ganz zu schweigen.“
Es wäre leichter, dem zu widersprechen, wenn darin nicht ein Fünkchen Wahrheit liegen würde.
Kommentar eines Webpuristen:
„Die Weblog-"Revolution" kam imo damit, dass jeder Idiot über Dienste das machen konnte. Daher vielleicht auch der vielfach schlechte Ruf: Außer ein paar Leuten, die wirklich Interessantes zu sagen haben und ohne MT und wie sie alle heißen nicht im Netz zu lesen wären, sind die meisten eben Selbstdarsteller ohne was zu sagen. Dann lesen sich die Blogger (was ein Unwort) gegenseitig und linken aufeinander und posten sich gegenseitig in die Eintrags-Foren. Kein Wunder, dass es langsam nervt - bei der Masse. Von der Google-Verschmutzung ganz zu schweigen.“
Es wäre leichter, dem zu widersprechen, wenn darin nicht ein Fünkchen Wahrheit liegen würde.
sehpferd - am Dienstag, 27. Juli 2004, 13:37 - Rubrik: blog nachrichten
Als ein „unkoordiniertes Gegacker“ hat der Arbeitnehmerflügel der CDU das sommerliche Hühnerhofgehabe der Herren Wulff und Merz zur Aufhebung des Kündigungsschutzes bezeichnet. Wie es scheint, will auch von der Wirtschaft so recht kein Applaus aufkommen: viele mittelständische Unternehmen tun bereits heute aus eigener Initiative sehr viel, um ihre Arbeitnehmer bei der Stange zu halten – also das Gegenteil von „Hire and Fire“.
So kommt denn der Applaus hauptsächlich von der Großindustrie, währende die Mittelständler überwiegend kopfschüttelnd dastehen – lediglich die kleinen Unternehmen könnten möglicherweise auf diese Art Arbeitsplätze schaffen.
Die CDU aber entwickelt sich immer mehr zu einer Partei, deren Galionsfiguren nur noch sich selbst im Glanz ihrer Worte sehen, und dies nicht nur im Sommertheater.
So kommt denn der Applaus hauptsächlich von der Großindustrie, währende die Mittelständler überwiegend kopfschüttelnd dastehen – lediglich die kleinen Unternehmen könnten möglicherweise auf diese Art Arbeitsplätze schaffen.
Die CDU aber entwickelt sich immer mehr zu einer Partei, deren Galionsfiguren nur noch sich selbst im Glanz ihrer Worte sehen, und dies nicht nur im Sommertheater.
sehpferd - am Dienstag, 27. Juli 2004, 13:30 - Rubrik: einig fallerland
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In Teilen der Presse taucht die Magersucht jedes Jahr wieder aus dem Sommerloch auf - jene Krankheit, für deren Entstehen es keine eindeutige Erklärung und für deren Heilung es keinen eindeutigen Weg gibt. So kommt es, dass die Krankheit mal als Kulturphänomen, ein anderes Mal als psychosomatische Störung, und ein weiteres Mal als psychosozial bedingter Syndromkomplex auf gefasst wird.
Den Betroffenen und ihren Angehörigen nützen die Eiferer, die das Krankheitsbild mal diesem, mal jenem Lebensumstand zuschreiben, wenig. Neutrale Informationen sind allerdings verfügbar: auf dieser Seite.
Den Betroffenen und ihren Angehörigen nützen die Eiferer, die das Krankheitsbild mal diesem, mal jenem Lebensumstand zuschreiben, wenig. Neutrale Informationen sind allerdings verfügbar: auf dieser Seite.
sehpferd - am Dienstag, 27. Juli 2004, 09:16 - Rubrik: aufgegriffen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen

