Die deutsche Küchenschabe soll nun endgültig in die Sexfalle gelockt werden und dort kläglich verenden – allerdings wird es nur die lüsternen Männchen treffen. Näheres bei der BBC.
sehpferd - am Sonntag, 20. Februar 2005, 22:17 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Wenn mir es jemand in den Garten wirft, werfe ich es wieder hinaus: Mein Blog ist kein Müllplatz und auch kein Kindergarten, aber das ist nicht mein Thema, sondern dies: Warum sind Blogger eigentlich so schrecklich manipulierbar?
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Was verdienst du eigentlich mit deinem Weblog?
Nichts, ich lege darauf, Monat für Monat.
Und warum führst du es dann?
Weil es wichtig für meine Zukunft sein könnte.
Sicher?
Ich denke darüber nach.
Wie lange?
Bis Mitte nächsten Jahres.
Und dann?
Werde ich etwas anderes tun.
Und das Blog?
Ist wirklich zweitrangig.
Nichts, ich lege darauf, Monat für Monat.
Und warum führst du es dann?
Weil es wichtig für meine Zukunft sein könnte.
Sicher?
Ich denke darüber nach.
Wie lange?
Bis Mitte nächsten Jahres.
Und dann?
Werde ich etwas anderes tun.
Und das Blog?
Ist wirklich zweitrangig.
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Nun haben die Schwarzen also die Wahl gewonnen, und wenn alles so bleibt wie im Moment, dann dürfen sie mit ihrem Wunschpartner FDP mit einer hauchdünnen Mehrheit in Schleswig-Holstein regieren.
Triumphieren kann die Demokratie: Es kann reagiert werden, und die rechten wie auch die linken Chaoten bleiben vor den Türen des Parlaments.
Für die Zukunft Deutschlands ist das Wahlergebnis kaum von Bedeutung: Die Union blockiert schon jetzt allenthalben, und wenn sie diese Haltung nicht aufgibt, wird sie mit schuldig sein am weiteren Niedergang dieser Republik. Natürlich kann sich die Bundesregierung nicht freuen, aber auch ihr wird das Ergebnis kaum etwas ausmachen. Das Volk wollte den Wechsel, das Volk hat ihn bekommen. Besser wird das Leben auch mit einer CDU/FDP-Regierung nicht, aber eben auch nicht schlechter. Und vielleicht kommt ja doch wieder etwas Schwung in das Land zwischen den Meeren – man soll die Hoffnung bekanntlich nie aufgeben.
Triumphieren kann die Demokratie: Es kann reagiert werden, und die rechten wie auch die linken Chaoten bleiben vor den Türen des Parlaments.
Für die Zukunft Deutschlands ist das Wahlergebnis kaum von Bedeutung: Die Union blockiert schon jetzt allenthalben, und wenn sie diese Haltung nicht aufgibt, wird sie mit schuldig sein am weiteren Niedergang dieser Republik. Natürlich kann sich die Bundesregierung nicht freuen, aber auch ihr wird das Ergebnis kaum etwas ausmachen. Das Volk wollte den Wechsel, das Volk hat ihn bekommen. Besser wird das Leben auch mit einer CDU/FDP-Regierung nicht, aber eben auch nicht schlechter. Und vielleicht kommt ja doch wieder etwas Schwung in das Land zwischen den Meeren – man soll die Hoffnung bekanntlich nie aufgeben.
sehpferd - am Sonntag, 20. Februar 2005, 21:05 - Rubrik: deutschland im blick
Diese Geschichte erzählte mir in der Jugend einmal ein Lehrer:
Wenn einmal alles vorüber ist, werden die Denunzianten sagen, sie hätten ja nur als gute Bürger Unheil verhindern wollen, und die Kerkermeister werden sagen, sie hätten ja nur die Zellentür verschlossen, und die Henker werden sagen, sie hätten es viel lieber gesehen, ohne Folter auszukommen. Und alle, alle, alle werden sie leugnen, Schuld zu haben – und überhaupt: Wenn die Hexe denn einen wirklich guten Verteidiger gehabt hätte, dann wäre sie selbstverständlich auch freigekommen – es lag alles nur an den Verhältnissen, wissen Sie?
Nein, die Jagd auf den Journalisten Eason Jordan war keine Hexenjagd. Der Blogger, um den es geht, wollte ja nur die Wahrheit wissen. Und nun lesen sie einfach diesen Beitrag noch einmal von vorne.
(Ursprung war dieser Beitrag)
Wenn einmal alles vorüber ist, werden die Denunzianten sagen, sie hätten ja nur als gute Bürger Unheil verhindern wollen, und die Kerkermeister werden sagen, sie hätten ja nur die Zellentür verschlossen, und die Henker werden sagen, sie hätten es viel lieber gesehen, ohne Folter auszukommen. Und alle, alle, alle werden sie leugnen, Schuld zu haben – und überhaupt: Wenn die Hexe denn einen wirklich guten Verteidiger gehabt hätte, dann wäre sie selbstverständlich auch freigekommen – es lag alles nur an den Verhältnissen, wissen Sie?
Nein, die Jagd auf den Journalisten Eason Jordan war keine Hexenjagd. Der Blogger, um den es geht, wollte ja nur die Wahrheit wissen. Und nun lesen sie einfach diesen Beitrag noch einmal von vorne.
(Ursprung war dieser Beitrag)
sehpferd - am Sonntag, 20. Februar 2005, 20:49 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Das wöchentliche Geblubber aus den Algen - fast immer sonntags
Diese Woche stand ganz im Zeichen der Blogs: Alle wissen, dass sie sich entwickeln, doch keiner weiß, in welche Richtung. Die deutschen Befindlichkeitsblogs haben ja schon aufgejault, nachdem ich offenbar einigen auf die Füße getreten habe. Indessen habe ich noch eine Frage zu beantworten, und zwar die: warum denn bitteschön die Beiträge, in denen persönliche Dinge beschrieben werden, immer so viele Kommentare bekommen würden. Ich weiß nicht, welche Antwort der Blogger erwartet, der dies geschrieben hat, aber sie ist vermutlich viel einfacher, als er glaubt: weil weder Intelligenz noch Kompetenz dazu gehört, auf einen Befindlichkeitsbeitrag zu antworten – auch keine soziale Kompetenz.
Die Blogs sind gerade dabei, ihr Unschuld zu verlieren: Dies zeigt sich keinesfalls nur am Beispiel des Blogs „47 Things“, der im Verdacht steht, mehrheitlich Amazon zu gehören, denn inzwischen wird klar: Hinter jedem beliebigen Blog kann eine politische oder wirtschaftliche Organisation stecken – und das Publikum wird es möglicherweise nie erfahren. Gerade haben „die Blogger“ aufgeheult, weil sich ein Fremdling in die US-amerikanische Journalistenriege eingeschmuggelt hatte, doch bis heute verweigern die Blogs jegliche Information darüber, welcher Blog von einer politischen Partei gesponsert wurden – und vermutlich noch werden.
Schlimmer freilich wiegt der Fall des CNN-Journalisten
Eason Jordan, der durch ein Plappermäulchen aus der Bloggerszenerie seinen Arbeitsplatz verlor – wobei der Ausdruck „Plappermäulchen“ noch um Längen zu höflich gewählt wurde. Im Grunde genommen haben offenbar einzelne Blogger in den USA den Journalisten den Krieg erklärt, und was aus diesen Schmierkampagnen noch werden wird, ist noch gar nicht zu ermessen.
Ich kann nur hoffen, dass wir in Deutschland nicht ähnlich dumme Fehler machen. Die freie Meinungsäußerung verträgt noch ein paar Blogs, die sich schärfer mit den gesellschaftlichen Kräften auseinander setzen – aber dann bitte nicht an der falschen Front. In Deutschland beispielsweise müssen wir kritischer mit Gewerkschaften wie auch mit Arbeitgeberverbänden umgehen, und was für die beiden Dauerkontrahenten gilt, mag auch auf andere Interessengruppen zutreffen. Nehmen wir nur einmal die Kirchen: Sie treten in Deutschland massenhaft als Träger der Kindergärten auf, und wir alle halten dies offenbar für völlig normal, und ebenso normal ist für uns Deutsche, dass es eine Kirchensteuer gibt, die vom Staat im Auftrag der Kirchen eingezogen wird. Beides ist skandalös, wird aber schön säuberlich unter der Decke gehalten.
Aber die Presse? Sie ist wahrhaftig ein schlechter Feind. Es scheint, als müssten diejenigen, die gegen die etablierte Presse heulen, aber sich nicht scheuen, ständig die „Neue Welt“ zu zitieren, erst einmal einen Lehrgang in gelebter Demokratie absolvieren – oder hat man die DDR-Diktatur schon wieder vergessen?
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Kaum haben sich namhafte gesellschaftliche Kräfte gegen einen Passus des Papst-Buches gewandt, da lässt das katholische Netz schon seine Rechtfertigungsmaschinerie anrollen. Dort stellt jetzt ein Pfarrer Stefan Hartmann aus Oberhaid bei Bamberg die Frage, ob Paul Spiegel mit seiner „überzogenen Kritik am Papst“ ein Denkverbot aussprechen wolle.
Nein, liebes katholisches Netz, es ist nicht das Ziel ein Denkverbot, sondern ein Denkgebot auszusprechen – und bevor sie ihre Rhetoriker wieder einmal an die Pressefront lassen – wie wäre es mit einer etwas dezenteren Behandlung dieses heiklen Themas?
Nein, liebes katholisches Netz, es ist nicht das Ziel ein Denkverbot, sondern ein Denkgebot auszusprechen – und bevor sie ihre Rhetoriker wieder einmal an die Pressefront lassen – wie wäre es mit einer etwas dezenteren Behandlung dieses heiklen Themas?
sehpferd - am Sonntag, 20. Februar 2005, 15:56 - Rubrik: religion im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Haben Menschen eigentlich noch Sex, wenn sie lange Jahre verheiratet sind? Oh ja, und mache schreiben sogar darüber in einem gemeinsamen Blog. So wie diese beiden, Ed und Sue, die seit mehr als 20 Jahren verheiratet sind und jetzt ein Blog über das Sexleben eines reifen Paares führen. Titel des Blogs: eine perfekte Ehe.
sehpferd - am Sonntag, 20. Februar 2005, 15:37 - Rubrik: blog nachrichten
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Mit einem Wortspiel aus „Cum“ und „Coming“ soll ein neues Herrenparfüm verkauft werden: „Cumming“, und sein Duft soll suggerieren, dass Sex, Whisky und Zigarren zusammengehören.
Wir hoffen nur, dass die Herren nicht versuchen, alles auf einmal zu genießen – das Zigarrenrauchen während des Geschlechtsaktes soll Damen schon abgeschreckt haben.
Wir hoffen nur, dass die Herren nicht versuchen, alles auf einmal zu genießen – das Zigarrenrauchen während des Geschlechtsaktes soll Damen schon abgeschreckt haben.
sehpferd - am Sonntag, 20. Februar 2005, 11:56 - Rubrik: wundersames
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Merkwürdigerweise wird immer wieder angenommen, die christliche Religion sei sexfeindlich. Das ist keinesfalls so, vielmehr besteht das Gebot Gottes, fruchtbar zu sein und sich zu mehren – und Gott denkt gar nicht daran, die Lust am Sex einzuschränken: Weder Adam und Lilith noch Adam und Eva haben jemals geheiratet.
Auch die beiden für das Abendland wichtigen Religionsstifter Moses und Christus haben nicht die Sexualmoral vertreten, die uns die Kirchen heute als „göttlich“ verkaufen wollen: Moses hat von Gott lediglich das Gebot empfangen, dass die Menschen nicht „unkeusch“ sein sollten, was im weiteren Sinne lediglich bedeutet, dass sie die sexuelle Begierde nicht über das soziale Wohl stellen sollten. Jesus hat genau dieses Gebot übernommen, um sich gegen die Zweideutigkeiten und Fehlinterpretationen der Schriftgelehrten durchzusetzen – wenn das Gebot schon besteht, so Jesus, so muss es auch verinnerlicht werden.
Die so genannte „christliche“ Morallehre ist weder von Moses noch von Christus, sondern vom Apostel Paulus, dessen Lehre so eigensinnig war, dass er sich sogar mit anderen Aposteln darüber auseinander setzen musste. Ob die Lehre des Paulus irgendetwas mit den Vorstellungen des Religionsstifters Jesus von Nazareth zu tun hat, muss bezweifelt werden.
Auch die beiden für das Abendland wichtigen Religionsstifter Moses und Christus haben nicht die Sexualmoral vertreten, die uns die Kirchen heute als „göttlich“ verkaufen wollen: Moses hat von Gott lediglich das Gebot empfangen, dass die Menschen nicht „unkeusch“ sein sollten, was im weiteren Sinne lediglich bedeutet, dass sie die sexuelle Begierde nicht über das soziale Wohl stellen sollten. Jesus hat genau dieses Gebot übernommen, um sich gegen die Zweideutigkeiten und Fehlinterpretationen der Schriftgelehrten durchzusetzen – wenn das Gebot schon besteht, so Jesus, so muss es auch verinnerlicht werden.
Die so genannte „christliche“ Morallehre ist weder von Moses noch von Christus, sondern vom Apostel Paulus, dessen Lehre so eigensinnig war, dass er sich sogar mit anderen Aposteln darüber auseinander setzen musste. Ob die Lehre des Paulus irgendetwas mit den Vorstellungen des Religionsstifters Jesus von Nazareth zu tun hat, muss bezweifelt werden.
sehpferd - am Sonntag, 20. Februar 2005, 11:33 - Rubrik: religion im blick
Der Fall des angeblichen Journalisten „Jeff Gannon“, der eigentlich James Guckert heißt und für einen Nachrichtendienst Namens „Talon News“ schreibt, machte dieser Tage in den USA Furore. Die Regierung Bush wird bezichtigt, diesen Journalisten für seine Fragen bezahlt zu haben – als Stichwortgeber für den Präsidenten und andere Regierungsvertreter. Sicher scheint nur soviel zu sein: „Talon News“ wird von einem konservativen texanischen Geschäftsmann bezahlt.
In diesem Zusammenhang taucht freilich eine andere Frage auf: Angeblich haben Blogger die falsche Identität des so genannten Journalisten gelüftet. Es erstaunt, dass es nicht Kollegen waren. Ein Nachrichtendienst, der unter falscher Fahne segelt, hätte leicht entlarvt werden können. Es scheint manchmal, als würden die US-amerikanischen Medien es sich zu leicht machen: Dass ausgerechnet Blogger falsche Kollegen entlarven, spricht nicht gerade für Amerikas Journalismus.
Gelesen im Merkur.
In diesem Zusammenhang taucht freilich eine andere Frage auf: Angeblich haben Blogger die falsche Identität des so genannten Journalisten gelüftet. Es erstaunt, dass es nicht Kollegen waren. Ein Nachrichtendienst, der unter falscher Fahne segelt, hätte leicht entlarvt werden können. Es scheint manchmal, als würden die US-amerikanischen Medien es sich zu leicht machen: Dass ausgerechnet Blogger falsche Kollegen entlarven, spricht nicht gerade für Amerikas Journalismus.
Gelesen im Merkur.
sehpferd - am Sonntag, 20. Februar 2005, 11:01 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Offenbar hat sich der Erzbischof von Köln, Kardinal Joachim Meisner, doch keinen Fauxpas geleistet, als er den Holocaust mit den Abtreibungen verglich – vielmehr hat er nur wiedergegeben, was offenbar auch der Papst von Rom denkt. So jedenfalls steht es im Buch des Papstes „Erinnerung und Identität - Gespräche an der Schwelle zwischen den Jahrtausenden“ nach einem Bericht des ZDF.
Der Zentralrat der Juden hat bereits heftig protestiert – man kann nur hoffen, dass auch zahlreiche Katholiken gegen das Buch protestieren. Einerseits denke ich, je eher es verschwindet, um so besser - aber vielleicht sollte alles auch so stehen bleiben, damit auch künftige Generationen noch wissen, was der Papst von Rom Anno 2005 kundgetan hat. Es mag dann zur Mahnung dienen.
Der Zentralrat der Juden hat bereits heftig protestiert – man kann nur hoffen, dass auch zahlreiche Katholiken gegen das Buch protestieren. Einerseits denke ich, je eher es verschwindet, um so besser - aber vielleicht sollte alles auch so stehen bleiben, damit auch künftige Generationen noch wissen, was der Papst von Rom Anno 2005 kundgetan hat. Es mag dann zur Mahnung dienen.
sehpferd - am Sonntag, 20. Februar 2005, 09:54 - Rubrik: religion im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Die Blogger in den USA frohlocken: Schon wieder haben sie einen Journalisten zur Strecke gebracht: Eason Jordan, CNN-Journalist und sicher kein Freund des gegenwärtigen amerikanischen Präsidenten, musste seinen Hut nehmen. Nicht für etwas, was er bewiesenermaßen öffentlich gesagt, sondern für etwas, das ein Blogger innerhalb eines privaten Bargesprächs aufgeschnappt haben will.
Für das, was der Blogger behauptet, gibt es keine Beweise, keine Videoaufzeichnung – gar nichts. Doch es könnte so gewesen sein: Jordan hat in einem Kreis, den er für privat halten musste, eine Bemerkung darüber gemacht, dass US-Truppen im Irak möglicherweise beim versehentlichen Beschuss der eigenen Leute auch Journalisten getroffen haben könnte – ob absichtlich oder zufällig, ließ er angeblich offen, aber wie bereits erwähnt, es gibt keine Zeugen, nur einen Menschen, der es so gehört haben will: Er heißt Rony Abovitz und ist Blogger, nennt sich selbst einen unabhängigen Denker, hält 120 Patente und ist an zwei US-amerikanischen Firmen beteiligt.
Doch erst durch Jeff Jarvis, einen ausgesprochen eifrigen Kämpfer gegen alles, was in Amerika „Presse“ heißt wurde das Feuer verbreitet. In dem Moment, als der viel gelesene Blogger in seiner „Buzzmachine“ kräftig auf den Journalisten, den Journalismus generell und die amerikanische Presse eindrosch, wurde die Bemerkung von Eason Jordan zum „Fall“ – und außerdem entdeckten sie nun die US-amerikanischen Edelmenschenblogs.
Eason Jordan hatte noch versucht, sich zu wehren, aber er hatte keine Chance. Er wird in die Geschichte eingehen als das erste Opfer einer selbst ernannten besseren Welt, die weder besser noch eine Welt ist: die Blogger. Niemand wird je erfahren, ob es sich nur um eine Indiskretion handelte oder um einen gezielten Mobberangriff im Auftrag rechtskonservativer US-amerikanischer Kreise.
Nur eines ist sicher: Journalisten werden in Zukunft nicht mehr nach Dienst zusammensitzen und die Probleme ihres Landes offen bei einem Glas Wein diskutieren können – am Nebentisch könnte ein Blogger sitzen und mitschreiben.
Die neue Affäre zeigt: Die amerikanischen Polit-Blogger haben ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Sie sind zu einer gefährlichen Gruppe geworden, vor denen sich jeder hüten möge, dem die freie, faire und respektvolle Berichterstattung etwas Wert ist – und sie betreiben zudem ein gefährliches Spiel: In Zukunft könnten Politiker ihre Zettelkästen über ihre Gegner einfach Bloggern zustecken, die dann jede Verfehlung, von der Trunkenheit bis zum Hurenbesuch in der Welt herumplappern würden.
Was ich von diesen Blogger halte? Das, was man in Deutschland von Denunzianten hält. Genau das. Allerdings gibt es ein gutes Mittel, so meint jedenfalls die „Business Week“, die einen viel beachteten und außerordentlich objektiven Artikel über dies alles brachte: Selbst ein Blog beginnen. Und den Denunzianten kontra geben, wie ich hinzufügen möchte.
Quellen:
International und grundlegend Business Week
Deutsch: Telepolis - hier wurde der Begriff "Lynchmobber" verwendet.
Der ORF berichtet über die Hintergründe des Rücktritts.
Für das, was der Blogger behauptet, gibt es keine Beweise, keine Videoaufzeichnung – gar nichts. Doch es könnte so gewesen sein: Jordan hat in einem Kreis, den er für privat halten musste, eine Bemerkung darüber gemacht, dass US-Truppen im Irak möglicherweise beim versehentlichen Beschuss der eigenen Leute auch Journalisten getroffen haben könnte – ob absichtlich oder zufällig, ließ er angeblich offen, aber wie bereits erwähnt, es gibt keine Zeugen, nur einen Menschen, der es so gehört haben will: Er heißt Rony Abovitz und ist Blogger, nennt sich selbst einen unabhängigen Denker, hält 120 Patente und ist an zwei US-amerikanischen Firmen beteiligt.
Doch erst durch Jeff Jarvis, einen ausgesprochen eifrigen Kämpfer gegen alles, was in Amerika „Presse“ heißt wurde das Feuer verbreitet. In dem Moment, als der viel gelesene Blogger in seiner „Buzzmachine“ kräftig auf den Journalisten, den Journalismus generell und die amerikanische Presse eindrosch, wurde die Bemerkung von Eason Jordan zum „Fall“ – und außerdem entdeckten sie nun die US-amerikanischen Edelmenschenblogs.
Eason Jordan hatte noch versucht, sich zu wehren, aber er hatte keine Chance. Er wird in die Geschichte eingehen als das erste Opfer einer selbst ernannten besseren Welt, die weder besser noch eine Welt ist: die Blogger. Niemand wird je erfahren, ob es sich nur um eine Indiskretion handelte oder um einen gezielten Mobberangriff im Auftrag rechtskonservativer US-amerikanischer Kreise.
Nur eines ist sicher: Journalisten werden in Zukunft nicht mehr nach Dienst zusammensitzen und die Probleme ihres Landes offen bei einem Glas Wein diskutieren können – am Nebentisch könnte ein Blogger sitzen und mitschreiben.
Die neue Affäre zeigt: Die amerikanischen Polit-Blogger haben ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Sie sind zu einer gefährlichen Gruppe geworden, vor denen sich jeder hüten möge, dem die freie, faire und respektvolle Berichterstattung etwas Wert ist – und sie betreiben zudem ein gefährliches Spiel: In Zukunft könnten Politiker ihre Zettelkästen über ihre Gegner einfach Bloggern zustecken, die dann jede Verfehlung, von der Trunkenheit bis zum Hurenbesuch in der Welt herumplappern würden.
Was ich von diesen Blogger halte? Das, was man in Deutschland von Denunzianten hält. Genau das. Allerdings gibt es ein gutes Mittel, so meint jedenfalls die „Business Week“, die einen viel beachteten und außerordentlich objektiven Artikel über dies alles brachte: Selbst ein Blog beginnen. Und den Denunzianten kontra geben, wie ich hinzufügen möchte.
Quellen:
International und grundlegend Business Week
Deutsch: Telepolis - hier wurde der Begriff "Lynchmobber" verwendet.
Der ORF berichtet über die Hintergründe des Rücktritts.
sehpferd - am Sonntag, 20. Februar 2005, 09:06 - Rubrik: blog nachrichten
„Ein starkes "Wir"-Gefühl ist unter den Bloggern kaum vorhanden“, schrieb mir ein Blogger, doch kurze Zeit später las ich den in Blogs vielbeachteten Artikel in der „Süddeutschen Zeitung“, in dem sich folgendes Zitat befand: „Wir sind Blogger. Wir sind kleine, mobile Einheiten. Wir fliegen unterhalb des Radars der Verlage und der Meinungsindustrie“. Na bitte. In diesem Zitat wird gerade so getan, als wären die Blogger das kollektive Sprachrohr der Entmündigten und Entrechteten, die Robin Hoods jener, die ohne Stimme wären, und offenbar nimmt es die „Süddeutsche“ ernst – sie hätte ansonsten wohl auch ein selbstkritischeres Zitat verwenden können.
"Wir"-Gefühl? Globale Verbreitung unerwünschter Nachrichten? Korrektiv der etablierten Presse? Damen und Herren, ihr nehmt den Mund ganz schön voll. Ich plädiere dafür, endlich herunterzukommen vom hohen Roß. Das würde auch jene Blogger ehren, die tatsächlich unter schwierigsten politischen Bedingungen und teils unter Lebensgefahr versuchen, die Wahrheit aus ihren jeweiligen Ländern ein bisschen in die Welt zu bringen.
"Wir"-Gefühl? Nein – nicht mit den Plappermäulchen, Besserwissern und Kampagnenreitern. Man hat schließlich seinen Stolz.
"Wir"-Gefühl? Globale Verbreitung unerwünschter Nachrichten? Korrektiv der etablierten Presse? Damen und Herren, ihr nehmt den Mund ganz schön voll. Ich plädiere dafür, endlich herunterzukommen vom hohen Roß. Das würde auch jene Blogger ehren, die tatsächlich unter schwierigsten politischen Bedingungen und teils unter Lebensgefahr versuchen, die Wahrheit aus ihren jeweiligen Ländern ein bisschen in die Welt zu bringen.
"Wir"-Gefühl? Nein – nicht mit den Plappermäulchen, Besserwissern und Kampagnenreitern. Man hat schließlich seinen Stolz.
sehpferd - am Samstag, 19. Februar 2005, 22:46 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Der Name ist Programm: Höschen, Höschen, Höschen, und in der Tat sind es die „Unaussprechlichen“, über die in diesem Blog fleißig geschrieben wird. Dazu kommen Bilder aus alter und neuer Zeit.
sehpferd - am Samstag, 19. Februar 2005, 21:52 - Rubrik: wundersames
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Wer sich bei den Gewichthebern auskennt, wird besser wissen, ob es sich nun um Stoßen oder Reißen handelt – jedenfalls scheint ein kleiner, aber sorgsam gehüteter Teil der Erotikbranche davon zu leben, Produkte wie Webseiten, Fotoserien oder Videos herzustellen, in denen spärlich bekleidete Frauen die Herren als Gewichte in einer neuen Sportart benutzen.
Ob es sich dabei eventuell um einen Zweikampf handelt, konnte nicht festgestellt werden, nur dass eine der Webseiten, auf die Fleshbot verwies, alsbald wegen Überfüllung geschlossen werden musste. Diese hier hat den Ansturm überlebt.
Ob es sich dabei eventuell um einen Zweikampf handelt, konnte nicht festgestellt werden, nur dass eine der Webseiten, auf die Fleshbot verwies, alsbald wegen Überfüllung geschlossen werden musste. Diese hier hat den Ansturm überlebt.
sehpferd - am Samstag, 19. Februar 2005, 21:42 - Rubrik: wundersames
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Simple Wahrheiten noch simpler darzustellen scheint eine Spezialität von "Ask Men" zu werden: Männer lieben Frauen, die Frauen lieben, weil sie dann ein gemeinsames Interesse haben. Etwas mehr freilich hat Ask Men doch noch dazu zu schreiben.
Umgekehrt freilich wird auch ein Schuh draus: Frauen, die Frauen hassen, sind zu gar nichts zu gebrauchen – nicht einmal fürs Bett.
Umgekehrt freilich wird auch ein Schuh draus: Frauen, die Frauen hassen, sind zu gar nichts zu gebrauchen – nicht einmal fürs Bett.
sehpferd - am Samstag, 19. Februar 2005, 21:26 - Rubrik: wundersames
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Dieses Thema beschäftigt die Times, die sich redlich bemüht, eine Leserinnenanfrage zu beantworten. Während der Arzt Dr. Thomas Stuttaford die Möglichkeiten aufzeigt und dabei wertvolle Ratschläge für den Gebrauch gibt, weiß die Sex-Kolumnistin Suzi Godson nur den üblichen schnodderigen Rat: Vergiss Kaninchen (das Kaninchen ist ein populärer Vibrator im angelsächsischen Raum), sondern nimm einen Kerl, der dich umarmt. Wenn Sex-Kolumnistinnen in England nicht mehr können als diesen Rat zu geben, dann gute Nacht, Vereinigtes Königreich.
sehpferd - am Samstag, 19. Februar 2005, 21:18 - Rubrik: wundersames
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Ein New Yorker Restaurant bietet Nudisten einen ganz besonderen Service: Einmal im Monat darf in Zukunft nicht nur Mantel und Schal fallen, sondern auch noch der Rest der Kleidung. Einzige Voraussetzung: Man muss etwas mitbringen, auf dem man sitzen kann – der nackten Hintern darf nicht direkt mit den Restaurantstühlen in Berührung kommen. Auch der Blick auf nackte Bedienungen wird nicht gewährt: Jene müssen vollständig bekleidet bleiben.
Via Keralanext
Via Keralanext
sehpferd - am Samstag, 19. Februar 2005, 21:06 - Rubrik: wundersames
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Die BILD-Zeitung hat das Arbeitslosengeld II wieder aufgegriffen und dabei festgestellt, dass sich die Zahl der Widersprüche verdoppelt hat – ein typisches BILD-Thema, das eben auch von der konventionellen Presse heftig ventiliert wurde – man muss ja an die Stammtische denken. Die Atomwaffen sowie das Atomprogramm verschiedener Regierungen, insbesondere das vermeintliche oder tatsächliche Programm des Iran kam durch die russische Regierung wieder ins Gespräch.
Auch in den Schlagzeilen: das Pentagon und die Roboter. Letztere werden demnächst im Irak als Kampfmaschinen eingesetzt. Zitat: „Dieser Kampfroboter werde helfen, die Verluste der US-Armee dramatisch zu senken.“ Selbstverständlich, wir danken dir, Roboter. Dafür, dass du die Verluste der US-Armee drastisch senken wirst. Ob die Zivilbevölkerung dabei niedergemäht werden könnte, erfuhren wir nicht.
Neben der Verbraucherzentrale und den Schöffen kam gestern auch die Fuchsjagd in die Presse – beides deutliche Anzeichen dafür, dass es außer den Dauerthemen weder etwas Interessantes zu schreiben noch etwas Interessantes zu kommentieren gab.
Ansonsten waren die Wiederkäuer nochmals am Werk, von der Verschärfung es Versammlungsrechts bis hin zum angeblich so schrecklich wichtigen Visa-Streits, der außer ein paar Herren von der CDU niemanden wirklich interessiert. Fragt sich nur, wer einmal die Regierung in Deutschland übernehmen könnte, falls es der CDU/CSU tatsächlich gelingen sollte, die Regierung Schröder zu demontieren: Die Opposition befindet sich in einem noch bei weitem schlechteren Zustand als die Regierung. Die Malaria ist nicht schuld, aber sie hält sich in der Presse zäh wie Fliegenleim.
Vergaß ich etwas? Oh ja, Ipod. Apple hat ein neues, preiswertes Gerät angekündigt – das ist natürlich eine Presserwähnung wert, während der Kreisel durch einen Fehler meiner Quelle in die Schlagzeilen gekommen ist – in Wahrheit ist Reiner Kreisel, Sprecher der Geschäftsführung von Rowenta, gemeint. Er will im Stammwerk Stellen abbauen, denn die Herstellung des guten alten Dampfbügeleisens ist in Deutschland zu teuer geworden.
Auch in den Schlagzeilen: das Pentagon und die Roboter. Letztere werden demnächst im Irak als Kampfmaschinen eingesetzt. Zitat: „Dieser Kampfroboter werde helfen, die Verluste der US-Armee dramatisch zu senken.“ Selbstverständlich, wir danken dir, Roboter. Dafür, dass du die Verluste der US-Armee drastisch senken wirst. Ob die Zivilbevölkerung dabei niedergemäht werden könnte, erfuhren wir nicht.
Neben der Verbraucherzentrale und den Schöffen kam gestern auch die Fuchsjagd in die Presse – beides deutliche Anzeichen dafür, dass es außer den Dauerthemen weder etwas Interessantes zu schreiben noch etwas Interessantes zu kommentieren gab.
Ansonsten waren die Wiederkäuer nochmals am Werk, von der Verschärfung es Versammlungsrechts bis hin zum angeblich so schrecklich wichtigen Visa-Streits, der außer ein paar Herren von der CDU niemanden wirklich interessiert. Fragt sich nur, wer einmal die Regierung in Deutschland übernehmen könnte, falls es der CDU/CSU tatsächlich gelingen sollte, die Regierung Schröder zu demontieren: Die Opposition befindet sich in einem noch bei weitem schlechteren Zustand als die Regierung. Die Malaria ist nicht schuld, aber sie hält sich in der Presse zäh wie Fliegenleim.
Vergaß ich etwas? Oh ja, Ipod. Apple hat ein neues, preiswertes Gerät angekündigt – das ist natürlich eine Presserwähnung wert, während der Kreisel durch einen Fehler meiner Quelle in die Schlagzeilen gekommen ist – in Wahrheit ist Reiner Kreisel, Sprecher der Geschäftsführung von Rowenta, gemeint. Er will im Stammwerk Stellen abbauen, denn die Herstellung des guten alten Dampfbügeleisens ist in Deutschland zu teuer geworden.
sehpferd - am Samstag, 19. Februar 2005, 20:49 - Rubrik: deutschland im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Die „Süddeutsche“ untersucht in einem recht ausführlichen Artikel die Bedeutung der Blogs – und kommt zu dem Schluss, dass Blogs eine „große Bühne der Einsamen“ bilden. Dabei würdigt der Autor Helmut Martin-Jung durchaus alles, was bislang in Blogs veröffentlicht wurde, und zwar diesseits wie jenseits des Atlantiks.
Indessen – die Bilanz ist mager. Zitiert wird immer wieder, wie Blogger den 26-fachen Emmy-Preisträger Dan Rather aus dem Beruf gedrängt haben – doch dies war einer der wenigen Vorfälle, in dem Blogger in Massen gegen ein etabliertes System, die CBS, protestiert haben. Inzwischen hat es einen anderen und weitaus brisanteren Fall gegeben, in dem ein bloggendes Plappermäulchen einen anderen CBS-Mann öffentlich diskreditiert hat – und dies auf eine Art und Weise, die eher von schlechten Kindergartenmanieren als vom distanzierten Wahrnehmungsvermögen des Erwachsenen zeugt: der Fall Eason Jordan.
Natürlich gab es einige spektakuläre Fälle, in denen Blogger auf Missstände hingewiesen oder falsche Behauptungen in der Presse widerlegt haben. Doch die Fälle werden strapaziert: Einmal, im Fall Kryptonite, wurden die Mängel eines Produkts durch ein Blog bekannt – doch tausende anderer Mängel wurden bereits durch Verbrauchermagazine festgestellt. Auch der in Deutschland bekannt gewordene Fall des Spreeblicks, der die Geschäftsgebaren von Jamba anprangerte, ist die bekannte vereinzelte Schwalbe, die noch gar keinen Sommer macht: Inzwischen ist der Speerblick wieder ein ganz normales Blog, von dem kaum Spektakuläres zu erwarten ist, und Jamba dürfte auf dergleichen Angriffe besser vorbereitet sein.
Generell aber – und auch dies kommt im Artikel der Süddeutschen heraus, leben Blogger von der Ideologie für die Ideologie. Sätze wie “Wir sind Guerilla-Publizisten. Wir sind Blogger. Wir sind kleine, mobile Einheiten. Wir fliegen unterhalb des Radars der Verlage und der Meinungsindustrie“ klingen eher nach Indianerspielen als nach ernsthaftem Journalismus, zumal von einer einseitig orientierten „Meinungsindustrie“ in Deutschland ebenso wenig zu bemerken ist wie vom Gegenwind der Blogger.
Doch zurück zum Artikel: Er stellt einige wenige positive Eigenschaften des Blogs heraus, ignoriert aber, dass die Masse der Blogger typische Webmüllproduzenten sind. Auch auf der gesellschaftspolitischen Ebene wird nur angerissen, was tatsächlich mit den Blogs passiert: Sie wurden im US-amerikanischen Wahlkampf ganz gezielt zur Meinungsmanipulation eingesetzt – also genau zum Gegenteil dessen, was sich die Ideologen der Szene auf die Fahnen geschrieben hatten.
Zu guter Letzt freilich muss man dem Autor Recht geben: Blogger sind oftmals einsame Menschen, die sich von der Wirklichkeit gelegentlich zu weit entfernen. Da versagt auch die vorgeblich vorhandene Seelentröstung, die in den gefühlstriefenden Befindlichkeitsblogs so vehement hochgehalten wird: Für das reale Leben, so wird eine Expertin zitiert, brächten diese virtuellen Seelentröstungen nichts. Das hätten wir auch ohne Blogs und ohne den Artikel gewusst: das wirkliche Leben findet in der Wirklichkeit statt. Alles andere ist ein schlecht schmeckender Ersatz.
Indessen – die Bilanz ist mager. Zitiert wird immer wieder, wie Blogger den 26-fachen Emmy-Preisträger Dan Rather aus dem Beruf gedrängt haben – doch dies war einer der wenigen Vorfälle, in dem Blogger in Massen gegen ein etabliertes System, die CBS, protestiert haben. Inzwischen hat es einen anderen und weitaus brisanteren Fall gegeben, in dem ein bloggendes Plappermäulchen einen anderen CBS-Mann öffentlich diskreditiert hat – und dies auf eine Art und Weise, die eher von schlechten Kindergartenmanieren als vom distanzierten Wahrnehmungsvermögen des Erwachsenen zeugt: der Fall Eason Jordan.
Natürlich gab es einige spektakuläre Fälle, in denen Blogger auf Missstände hingewiesen oder falsche Behauptungen in der Presse widerlegt haben. Doch die Fälle werden strapaziert: Einmal, im Fall Kryptonite, wurden die Mängel eines Produkts durch ein Blog bekannt – doch tausende anderer Mängel wurden bereits durch Verbrauchermagazine festgestellt. Auch der in Deutschland bekannt gewordene Fall des Spreeblicks, der die Geschäftsgebaren von Jamba anprangerte, ist die bekannte vereinzelte Schwalbe, die noch gar keinen Sommer macht: Inzwischen ist der Speerblick wieder ein ganz normales Blog, von dem kaum Spektakuläres zu erwarten ist, und Jamba dürfte auf dergleichen Angriffe besser vorbereitet sein.
Generell aber – und auch dies kommt im Artikel der Süddeutschen heraus, leben Blogger von der Ideologie für die Ideologie. Sätze wie “Wir sind Guerilla-Publizisten. Wir sind Blogger. Wir sind kleine, mobile Einheiten. Wir fliegen unterhalb des Radars der Verlage und der Meinungsindustrie“ klingen eher nach Indianerspielen als nach ernsthaftem Journalismus, zumal von einer einseitig orientierten „Meinungsindustrie“ in Deutschland ebenso wenig zu bemerken ist wie vom Gegenwind der Blogger.
Doch zurück zum Artikel: Er stellt einige wenige positive Eigenschaften des Blogs heraus, ignoriert aber, dass die Masse der Blogger typische Webmüllproduzenten sind. Auch auf der gesellschaftspolitischen Ebene wird nur angerissen, was tatsächlich mit den Blogs passiert: Sie wurden im US-amerikanischen Wahlkampf ganz gezielt zur Meinungsmanipulation eingesetzt – also genau zum Gegenteil dessen, was sich die Ideologen der Szene auf die Fahnen geschrieben hatten.
Zu guter Letzt freilich muss man dem Autor Recht geben: Blogger sind oftmals einsame Menschen, die sich von der Wirklichkeit gelegentlich zu weit entfernen. Da versagt auch die vorgeblich vorhandene Seelentröstung, die in den gefühlstriefenden Befindlichkeitsblogs so vehement hochgehalten wird: Für das reale Leben, so wird eine Expertin zitiert, brächten diese virtuellen Seelentröstungen nichts. Das hätten wir auch ohne Blogs und ohne den Artikel gewusst: das wirkliche Leben findet in der Wirklichkeit statt. Alles andere ist ein schlecht schmeckender Ersatz.
sehpferd - am Freitag, 18. Februar 2005, 13:28 - Rubrik: blog nachrichten
Klar, dass es den Medien die Tollwut angetan hatte. Der Vorgang ist schlimm, und er erhitzt die Gemüter: Drei Patienten sind nach Presseberichten möglicherweise an Tollwut erkrankt – durch eine Organspenden. Neben der Tollwut grassiert in der Presse auch die Malaria: Ursache war ein schnell vorpreschender Professor, der glaubt, dass bei „weiterer Erwärmung“ auch in Deutschland die Tropenkrankheit ausbrechen könnte.
Hinter dem harmlosen Stichwort „Richtlinie“ versteckt sich eine Lawine: Es geht um Softwarepatente und damit um eine wichtige Streitfrage: Sollen die großen Softwarekonzerne ihre Urheberrechte so weit schützen lassen können, dass den kleinen und mittleren die wirtschaftliche Luft weggenommen wird? Tatsächlich waren einige Demonstranten nach Brüssel gekommen: Sie schwenkten Bananen und verkündeten so, dass die EG zur Bananenrepublik der US-amerikanischen Konzerne verkommen könnte, sollte die Richtlinie in der ursprünglichen Form verabschiedet werden.
Wirbel gab es um das angeblich oder tatsächlich in England verschwundene Plutonium – die Fehlmenge wurde bei einer ganz normalen Inventur entdeckt und das alles kann etwas bedeuten oder auch nicht – doch aus den Schlagzeilen geht dies natürlich nicht hervor.
Neben dem üblichen Nachkarteln bei der Verschärfung des Versammlungsrechts kochte gestern die Presse weiter das Fischer-Süppchen und hielt so den Untersuchungsausschuss und den Vollmer-Erlass in der Presse. Angeblich blasen immer mehr Zeitrungen aller Farben gegen Herrn Fischer – irgendwie muss man ja seinen Anspruch verkaufen, eine kritische Berichterstattung zu pflegen.
Beinahe vergessen: Der Zahnersatz. Eigentlich ist er zurzeit gar kein Thema, aber die Kosten für die dritten Zähne und die Reparaturen an den Ruinen der zweiten interessieren natürlich schon. Das berühmte Bauernregeln-Thema: Entweder er wird teurer oder er bleibt teuer.
Die Themen:
Infektion • Malaria • Missbrauch • Plutonium • Richtlinie • Studiengebühren • Tollwut • Untersuchungsausschuss • Versammlungsrecht • Verschärfung • Volmer-Erlass • Zahnersatz
Hinter dem harmlosen Stichwort „Richtlinie“ versteckt sich eine Lawine: Es geht um Softwarepatente und damit um eine wichtige Streitfrage: Sollen die großen Softwarekonzerne ihre Urheberrechte so weit schützen lassen können, dass den kleinen und mittleren die wirtschaftliche Luft weggenommen wird? Tatsächlich waren einige Demonstranten nach Brüssel gekommen: Sie schwenkten Bananen und verkündeten so, dass die EG zur Bananenrepublik der US-amerikanischen Konzerne verkommen könnte, sollte die Richtlinie in der ursprünglichen Form verabschiedet werden.
Wirbel gab es um das angeblich oder tatsächlich in England verschwundene Plutonium – die Fehlmenge wurde bei einer ganz normalen Inventur entdeckt und das alles kann etwas bedeuten oder auch nicht – doch aus den Schlagzeilen geht dies natürlich nicht hervor.
Neben dem üblichen Nachkarteln bei der Verschärfung des Versammlungsrechts kochte gestern die Presse weiter das Fischer-Süppchen und hielt so den Untersuchungsausschuss und den Vollmer-Erlass in der Presse. Angeblich blasen immer mehr Zeitrungen aller Farben gegen Herrn Fischer – irgendwie muss man ja seinen Anspruch verkaufen, eine kritische Berichterstattung zu pflegen.
Beinahe vergessen: Der Zahnersatz. Eigentlich ist er zurzeit gar kein Thema, aber die Kosten für die dritten Zähne und die Reparaturen an den Ruinen der zweiten interessieren natürlich schon. Das berühmte Bauernregeln-Thema: Entweder er wird teurer oder er bleibt teuer.
Die Themen:
Infektion • Malaria • Missbrauch • Plutonium • Richtlinie • Studiengebühren • Tollwut • Untersuchungsausschuss • Versammlungsrecht • Verschärfung • Volmer-Erlass • Zahnersatz
sehpferd - am Freitag, 18. Februar 2005, 12:14 - Rubrik: deutschland im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Einst gab es die Soraya-Zeitungen, die später Yellow Press hießen. Heute gibt es Weblogs, in denen eben nicht die Kaisern Soraya, sondern Soraya Meyerdierks, geborene Butenschön, im Vordergrund steht (ich hoffe sehr, dass es nicht wirklich eine Bloggerin dieses Namens gibt). Nein, nein, ich hoffe keinesfalls, dass es so ist. Aber bei diesem Beitrag, aus dem ich nachfolgend zitiere, könnte man auf solche Gedanken kommen, wenngleich die verklärte Ausdrucksweise den Eindruck erweckt, dass etwas anderes gemeint ist.
Zitat
„weblogs sind (zum grossen teil) momentaufnahmen vom fühlen und denken einzelner. verschriftlichungen individueller lebensbewältigung. literarische persönlichkeits- und somit zeitbilder.
und sie bieten (überwiegend) genau das, was die auf leserInnen & gewinn orientierten anonyme medienwelt nicht geben (kann): kommunikation, kontakt, erfahrungsaustausch. (mit-)erleben, (mit-)fühlen, (mit-)denken.“
Gebete enden im Allgemeinen mit „Amen“. Meine Beiträge nicht – und ich verspreche, das Thema erneut aufzugreifen – aber erst, wenn ich mehr Zeit habe.
Zitat
„weblogs sind (zum grossen teil) momentaufnahmen vom fühlen und denken einzelner. verschriftlichungen individueller lebensbewältigung. literarische persönlichkeits- und somit zeitbilder.
und sie bieten (überwiegend) genau das, was die auf leserInnen & gewinn orientierten anonyme medienwelt nicht geben (kann): kommunikation, kontakt, erfahrungsaustausch. (mit-)erleben, (mit-)fühlen, (mit-)denken.“
Gebete enden im Allgemeinen mit „Amen“. Meine Beiträge nicht – und ich verspreche, das Thema erneut aufzugreifen – aber erst, wenn ich mehr Zeit habe.
sehpferd - am Donnerstag, 17. Februar 2005, 09:13 - Rubrik: blog nachrichten
Vanessa von Zitzewitz hat Victoria Beckham aka Posh Spice, nackt für das Buch der Elton John Aids Foundation abgelichtet. Ganz nackt wird sie nach Zeitungsmeldungen nicht sein, sondern Schmuck von Cartier und Schuhe von Jimmy Choo tragen.
Einige Bilder werden in der April-Ausgabe des Gesellschaftsmagazins Tatler veröffentlicht werden, bevor das Buch im Mai erscheinen wird.
Einige Bilder werden in der April-Ausgabe des Gesellschaftsmagazins Tatler veröffentlicht werden, bevor das Buch im Mai erscheinen wird.
sehpferd - am Mittwoch, 16. Februar 2005, 19:41 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Februar – der Journalist muss an seinem Kugelschreiber nagen, damit etwas herauskommt. Wer über die Wirtschaft schreibt, hat offenbar gestern eifrig das BIP bemüht. Jenes nämlich ist entgegen den Prognosen gesunken.
Wichtiger, wenngleich auch schon Schnee von gestern: das Kyotoprotokoll. Ziel des Protokolls ist, die Treibhausgase zu reduzieren – man kann nur hoffen, dass es dafür nicht schon zu spät ist. Russland hat das Protokoll nur auf gutes Zureden hin ratifiziert, die USA, Indien und China verweigerten dies bislang. Bei den USA besteht freilich noch Hoffnung: Deren Bundesstaaten haben durchaus unterschiedliche Interessen, und einige sind durchaus am Klimaschutz interessiert sind – nicht überall ist Texas.
Auch eher eine Rückschau: Ausbildungsplätze. Nun hat die Wirtschaft zwar ihre Aufgabe erfüllt, doch die Gewerkschaft hat ein neues Haar in der Suppe gefunden: Die staatlich gestützte Ersatzausbildung ist nach DGB-Angaben gesunken, sodass sich insgesamt eine eher negative Bilanz ergeben soll. Immerhin scheint wenigstens die dreiste Forderung nach einer zusätzlichen Belastung der Wirtschaft durch eine „Ausbildungsabgabe“ vom Tisch – hoffentlich für alle Zeiten.
Warum die Wirtschaft nicht aus sich selbst heraus mehr Ausbildungsstellen schafft, ist dem Chronisten schleierhaft: Man wird auch in Zukunft gut ausgebildete Groß- und Einzelhändler, Friseure und Schreiner brauchen – gute Mitarbeiter fallen nicht vom Himmel, man muss sie sich schon heranziehen.
Wenn gar nichts mehr geht bei der schreibenden Zunft, wird auch die Eigenheimzulage wieder entdeckt: Fazit der heutigen Pressebetrachtungen: Sie bleibt so, wie sie ist oder sie ändert sich. Alte Bauernregel.
Auch die Bildung ist wieder im Gespräch: Thema sind die Abschlüsse Bachelor und Master. Urheberin war die Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn, die den nationalen "Bologna-Bericht 2004" vorstellte und sich damit recht zufrieden gab. Sie sagte, Deutschland sei auf dem Weg zum europäischen Hochschulraum sehr weit vorangekommen. Nun gut, vorangekommen. Es wäre besser, wenn wir an der Spitze stünden.
Heute schon wieder in der Presse: das Handy. Die Tarife sollen erheblich billiger werden, dafür soll das Handy möglichst zu realen Kosten erworben werden. Das meint jedenfalls Rene Obermann, der Vorstandsvorsitzende der T-Mobile International anlässlich der Mobilfunkmesse 3GSM in Cannes. Sehr vernünftig: Heute müssen Kunden extrem hohe Telefontarife zahlen, um irgendwelchen Kids die Telefonanschaffung zu subventionieren: in Wahrheit Augenwischerei, denn die Eltern müssen dann umso mehr Gebühren berappen – und der Rest von uns auch.
Etwas vergessen? Außer den Themen, die bereits gestern behandelt wurden, waren noch Gewerbesteuer, Grippe und Chip im Gespräch. Bei der Ersteren wird seit Jahren diskutiert – ohne Erfolg, die Grippe kam, dank Michael Jackson, eher zufällig in die Statistik und der Chip fliegt wie ein bunter Vogel durch die Gegend: immer häufiger auch in Bällen, wie man hört: Dort soll er zur Ortung dienen und den Beweis liefern, dass der Ball die eine oder andere Grenze überschritten hat. Vielleicht könnte man einen solchen Chip auch in Politikergehirne implantieren.
Die Themen:.
Ausbildungsplätze · BIP · Chip · Eigenheimzulage · Gewerbesteuer · Grippe · Handy · Klimaschutz · Kyoto-Protokoll · Missbrauch · Pakt · Studiengebühren · Studiengänge · Treibhausgase · Untersuchungsausschuss · Volmer-Erlass
Wichtiger, wenngleich auch schon Schnee von gestern: das Kyotoprotokoll. Ziel des Protokolls ist, die Treibhausgase zu reduzieren – man kann nur hoffen, dass es dafür nicht schon zu spät ist. Russland hat das Protokoll nur auf gutes Zureden hin ratifiziert, die USA, Indien und China verweigerten dies bislang. Bei den USA besteht freilich noch Hoffnung: Deren Bundesstaaten haben durchaus unterschiedliche Interessen, und einige sind durchaus am Klimaschutz interessiert sind – nicht überall ist Texas.
Auch eher eine Rückschau: Ausbildungsplätze. Nun hat die Wirtschaft zwar ihre Aufgabe erfüllt, doch die Gewerkschaft hat ein neues Haar in der Suppe gefunden: Die staatlich gestützte Ersatzausbildung ist nach DGB-Angaben gesunken, sodass sich insgesamt eine eher negative Bilanz ergeben soll. Immerhin scheint wenigstens die dreiste Forderung nach einer zusätzlichen Belastung der Wirtschaft durch eine „Ausbildungsabgabe“ vom Tisch – hoffentlich für alle Zeiten.
Warum die Wirtschaft nicht aus sich selbst heraus mehr Ausbildungsstellen schafft, ist dem Chronisten schleierhaft: Man wird auch in Zukunft gut ausgebildete Groß- und Einzelhändler, Friseure und Schreiner brauchen – gute Mitarbeiter fallen nicht vom Himmel, man muss sie sich schon heranziehen.
Wenn gar nichts mehr geht bei der schreibenden Zunft, wird auch die Eigenheimzulage wieder entdeckt: Fazit der heutigen Pressebetrachtungen: Sie bleibt so, wie sie ist oder sie ändert sich. Alte Bauernregel.
Auch die Bildung ist wieder im Gespräch: Thema sind die Abschlüsse Bachelor und Master. Urheberin war die Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn, die den nationalen "Bologna-Bericht 2004" vorstellte und sich damit recht zufrieden gab. Sie sagte, Deutschland sei auf dem Weg zum europäischen Hochschulraum sehr weit vorangekommen. Nun gut, vorangekommen. Es wäre besser, wenn wir an der Spitze stünden.
Heute schon wieder in der Presse: das Handy. Die Tarife sollen erheblich billiger werden, dafür soll das Handy möglichst zu realen Kosten erworben werden. Das meint jedenfalls Rene Obermann, der Vorstandsvorsitzende der T-Mobile International anlässlich der Mobilfunkmesse 3GSM in Cannes. Sehr vernünftig: Heute müssen Kunden extrem hohe Telefontarife zahlen, um irgendwelchen Kids die Telefonanschaffung zu subventionieren: in Wahrheit Augenwischerei, denn die Eltern müssen dann umso mehr Gebühren berappen – und der Rest von uns auch.
Etwas vergessen? Außer den Themen, die bereits gestern behandelt wurden, waren noch Gewerbesteuer, Grippe und Chip im Gespräch. Bei der Ersteren wird seit Jahren diskutiert – ohne Erfolg, die Grippe kam, dank Michael Jackson, eher zufällig in die Statistik und der Chip fliegt wie ein bunter Vogel durch die Gegend: immer häufiger auch in Bällen, wie man hört: Dort soll er zur Ortung dienen und den Beweis liefern, dass der Ball die eine oder andere Grenze überschritten hat. Vielleicht könnte man einen solchen Chip auch in Politikergehirne implantieren.
Die Themen:.
Ausbildungsplätze · BIP · Chip · Eigenheimzulage · Gewerbesteuer · Grippe · Handy · Klimaschutz · Kyoto-Protokoll · Missbrauch · Pakt · Studiengebühren · Studiengänge · Treibhausgase · Untersuchungsausschuss · Volmer-Erlass
sehpferd - am Mittwoch, 16. Februar 2005, 19:09 - Rubrik: deutschland im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen

