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  sehpferdvs sehpferds magazin für anstöße und anstößiges
Das „Neue Deutschland“ ist nicht gerade meine Lieblingslektüre – aber erstaunlicherweise gibt der langjährige DGB-Funktionär Dieter Hooge von der neuen (oder bereits alten?) Partei WASG einem derartigen Presseerzeugnis ein Interview.

In dem wesentlichen Teil kommt vier Mal das Wort „gegen“ und einmal relativ unqualifiziert das Wort „für“ vor.

„Gegen Arbeitszeitverlängerung, gegen Privatisierungswahn, gegen eine weitere Umverteilung von unten nach oben, gegen eine weitere Deregulierung des Arbeitsmarktes, für Tarifautonomie und Flächentarifverträge.“

Das Interview zeigt in etwa, was wir von der neuen Partei – ob mit oder ohne PDS - zu erwarten haben. Kein weiterer Kommentar meinerseits.

Erdbeeren – sie glänzen rot in der Sonne und fordern die Liebe heraus, wenn sie von zarten Frauenhänden durch rote Lippen und weiße Zähne in die Mundhöhle verbracht werden, um dort ihren sinnlichen Saft zu verbreiten, der zu dem Wunsch führt, immer mehr davon zu sich zu nehmen.

Die Beere, die rote, sündige Beere. 21 Prozent der Liebenden nannten sie bei einer Umfrage des Nerve-Magazins einmal als die erotische Versuchung vor der Liebe, doch lässt sie sich auch während und nach der Liebe ganz vorzüglich zu allerlei lustvollen Spielen verwenden.

Erdbeeren schmecken schon von Natur aus fantastisch, aber wenn man sie erst einmal auf weiblichen Brüsten serviert bekommt, werden sie unwiderstehlich. Wer mag, kann sie dort mit Sahne garnieren und den Rest aus Erdbeersaft und Sahneresten genüsslich mit der Zunge aufschlabbern. Damen genießen dieses Spiel in der Regel sehr, weil sich der Geliebte dann lange mit ihnen beschäftigen muss, bis auch die letzten Reste der Speisen durch Zungenarbeit vom Körper entfernt wurden – das kann sehr lange dauern. Der lustvolle Voyeur steckt seine Geliebten eine große Erdbeere in den Mund und genießt den Anblick der sinnlichen Lippen, die sich wulstartig um das rote Köpfchen der Beere schmiegen, bis sie ganz in den Mund eingesaugt ist und dort zwischen Zunge und Gaumen zerquetscht wird. Die Pornografen gehen einen Schritt weiter und platzieren die Erdbeeren in der Nähe eines anderen Mundes doch auch dort erzeugen sie alsbald das unendliche Verlangen, nach mehr – seien es Früchte oder Liebesspiele - am besten beides miteinander.

Sogar die strenge Dame erlaubt ihrem nichtsnutzigen Diener zur Erdbeerenzeit das Vergnügen, von den Sohlen ihrer Schuhe ein wenig von den matschigen Erdbeeren abzulecken, die sie soeben auf dem Fußboden sinnlich zerdrückt hat – nein, es kommt nichts um von dieser Köstlichkeit – gleich darf der Diener mit der Zunge den Rest der Erdbeeren von den Küchenfliesen ablecken, und dafür sieht er die Herrin nach voller Dankbarkeit an.

Sie macht alle verrückt, diese Beere. Wer sie partout nicht in Sahne baden will, kann auch Champagner nehmen – stets eine gute Begleitung zur Beere wie auch zur Liebe. Erinnern wir uns noch an 9 ½ Wochen, wo die Erdbeeren in Großaufnahme als Einstieg zur Verführung benutzt wurden, um „alle Regeln zu brechen“? Die Beeren, die Lippen, das Rot. Alles schwelgt, wenn die Beerenzeit gekommen ist, selbst noch in der Erinnerung.

Auch in alten Zeiten wusste man schon von der erotischen Suchtgefahr, die von der Beere ausging: Hieronymus Bosch malte für den Mitteteil seines Triptychons „Der Garten der Lüste“ vor allem Erdbeeren, Kirschen und Brombeeren als stille Mitwirkende für die symbolhaft dargestellten fleischlichen Genüsse, und auch die gemalten Beeren wirken noch anregend auf den Betrachter, der neben ihnen auch manche nackte Frauenbrüste entdeckt.

Womit sich der Kreis schließt. Falls sie eine Dame sind und morgen mit einem tief ausgeschnittenen Kleid irgendwo im Bus sitzen – passen sie auf, dass keiner der Männer an Erdbeeren denkt.

strawberry

(c) unknown - extracts from web pics used as examples

Eine – wie ich meine - sehr interessante Geschichte über das Lampenfieber einer Dame vor einem Rendezvous:

Das Haar kontrollieren, Lippenstift, Make-up, nochmals eine kurze Inspektion der Haare (nichts des Haupthaars, in diesem Fall), dazu ein paar Vorkehrungen intimer Art, mindestens drei oder vier Mal umziehen – endlich etwas finden, in dem man wirklich gut aussieht. Noch ein mal Zähneputzen und einen schönen Spruch zur Begrüßung finden – und alles vergessen, wenn man ihn trifft – und dabei etwas erröten.

Finden sie sich in der Geschichte wieder, meine Dame? Wirklich?

Bitte setzen sie sich. Es war die Geschichte einer Dame, die vorher einen Preis abmacht, bevor sie einen Herrn besucht. Sie können hier ihr Blog ansehen.

Die Welt wird vom Bösen eingenommen. Heimlich und unter dem Deckmäntelchen der Bidermänner haben sie sich Opfer ausgesucht, die sie entwürdigen, malträtieren und schlagen, und die Opfer werden immer mehr: die Hälfte der weiblichen Bevölkerung musste bereits die Grausamkeiten der neuen Gewalt erfahren. Ihr Name: Männer. Der Ort Schweden. Die Zeit: 2005.

Aber damit nicht genug: diese Männer gründen Satanansitenkreise, in denen hunderte von Neugeborenen Ritualmorden zum Opfer fallen. Eine Frau schlägt Alarm: Eva Lundgren, eine Soziologie-Professorin an der Universität von Uppsala (Schweden). Wir schreiben immer noch das Jahr 2005, und wir sind immer noch in Schweden.

Die Universitätsleitung will sich der Sache nun einmal annehmen und die Unterlagen, auf die sich Frau Professor beruft, einer gründlichen Prüfung unterziehen.

„An der Schnittstelle vom Kind zum Jugendlichen haben viele Orientierungsprobleme“ – das weiß ein österreichischer Landrat namens Josef Ackerl. Da beugen wir uns doch in Ehrfurcht.

Nun, es ist gar nicht so einfach, eine gute Rede zu halten. Aber es ist einfach, mal wieder ein Honky-Tonky-Wort zu erfinden: Lückekinder – Menschen zwischen Kindsein und Erwachsensein. Das Wort ist neu. Vielleicht musste ein neues Wort her? Man sagt ja schließlich nicht mehr „Backfische“ und „Burschen“, nicht wahr? Also Lücke. Lückenfüller, Lückenbüßer ... wunderbares Wort, Lücke, so richtig wie aus dem Leben. „Meine Lücke verbrachte ich einst in der Kreisstadt Wuntenborch, wo sich Herr und Frau Schöndelhuber liebevoll darum bemühten, mir altersgerechte Erlebnisse zu vermitteln“.

Ach, da erinnere ich mich doch an etwas – also, damals, zu Zeiten von Old Conny, damals wollte man uns, also die „Lückekinder“, am liebsten in Jugendorganisationen hineinstopfen. Weg von der Straße, rein in die Natur: Halli, Halla, der Lenz ist da. Weiter ist man heute offenbar auch noch nicht: Parkbetreuung, Ferienaktionen und Erlebnispädagogik werden empfohlen.

Finden sie nicht auch, dass mein Artikel diesmal etwas langweilig ist? Das muss der Redakteur meiner Quelle auch gefunden haben: Er titelte: „Zwischen Teddy und Sex“. Ja, eben, die Lücke. Zwischen Teddy und Sex – was liegt näher?

Manchmal muss ich quer verlinken. Die nachdenklicheren politischen Artikel, aber auch die politischen Glossen erscheinen nämlich derzeit kaum noch hier. Der Grund: Die Wahl und das generelle Bedürfnis, das Nachdenken des älteren Herrn einmal zu trennen von den unterhaltsamen Spielerein des verspielten 50ers mit der Lust. Es ist ein Spiel, dass die anderen inzwischen viel besser beherrschen.

Bitte schön – werfen sie einen Blick hinein in eines meiner Universen, in das sich keine nackte Schönheit traut.

„Wenn eine eingelassene WC-Spülung vorhanden ist, kann dieses WC sogar gebrauchsfähig installiert werden“, schreibt ein Herr aus Lilienthal zu seiner Ebay-Auktion. Das Objekt der Begierde ist ein WC, an dessen rechter und linker Seite Damebeine befestigt sind, die sich wahlweise über das WC oder zur Seite schieben lassen. Als Spülkasten dienen offenbar zwei gigantische Büste.

Es gibt sie noch, die merkwürdigen Dinge.– bei Ebay. Via TheDigest

Rachel Stevens lächelt in einem Werbespot verführerisch die Männer an – und sagt überraschenderweise, sie sollten sich, während sie den Spot sehen, doch mal „da unten“ berühren. Wer nun meint, dass etwas Sündiges geschieht, hat nicht recht: Der Werbespot verbindet die natürliche Erotik der jungen Dame mit einem medizinischen Vorsorgeproblem: Es geht um Hodenkrebs. An einer Pflaume wird demonstriert, wie Männer die Hoden selbst abtasten können.

Der Film ist sehr gut gemacht, lädt aber extrem langsam.

Wem die Dame wichtiger ist als diese Information: Hier sind ihre Fotos.

Via Fleshbot

Erotik-Weblogs machen von sich Reden, weil sie das intime Innere nach außen kehren – angeblich jedenfalls. Welche Themen aber gibt es, welche sollte es geben und bitte – wie geht es eigentlich zur Erotik? Die Begriffe hier wurden wahhlos einem Erotiklexikon entnommen.

Anus
Das Hinterteil wird selten lustvoll beschrieben, sowohl in bedecktem wie auch in unbedecktem Zustand. Viel zu häufig hingegen wird über anale Pratiken berichtet, von denen mindetens ein Teil sehr unglaubwürdig ist.

Bisexualität
Alle sind es ein bisschen, und vor allem Männer schämen sich dessen – nicht nur ein bisschen. Geschichten über verborgene Bisexualität sind bei Männern sehr beliebt, vor allem, wenn eine Frau den Mann im Leben eines Mannes spielt.

Cabaret
Das erotische Cabaret, von der Jahrmarktsbude bis zu gigantischen Shows – teils Geschichte, teils aber immer noch eine Sensation.

Dessous
Viel zu wenig davon auf den Erotikseiten der Damen. Nicht nur verführerisch, sondern auch eine schöne Lockfalle für Leser

Erotik
Von der Antike bis in die Jetztzeit – welche Vielfalt. Wenn ich nur an die „French Postcards“ denke. Überhaupt: Erotika. Darüber gibt es auch wenig im Internet.

F*****
So viele schöne Wörter mit „F“ beflügelnd die Erotik. Femdoms, Fingernägel, Federn, Fesseln, Frühling, Füße ... und warum benutzen Autorinnen und Autoren so gerne das eine?

Gouvernanten
Sie spielten einst eine große Rolle in der erotischen Literatur, vor allem, wenn sie recht streng waren. Das Thema ist so gut wie ausgestorben. Mal ehrlich, Gouveranten-Geschichten schreiben sich viel besser als solche über Gummis und Gleitmittel.

Höschen
Sie spielen eine sehr große Rolle in der Liebe, aber meist wird das Höschen viel zu schnell weggenommen – und die Autorinnen und Autoren werfen es in ihren Novellen und Kurzgeschichten immer gleich auf den Fußboden – verdient es nicht mehr Aufmerksamkeit?

Intim
Intim sind sie schon lange nicht mehr, die Sexstorys unserer Tage. Doch hat es nicht auch heute noch seinen Reiz, sich einfach auszumalen, wie eine Dame (oder vermehrt auch ein Herr) wohl aussehen mag, wenn er sich seiner Kleider entledigt? Das Intime, das scheue präsentieren des Körpers, die Schauer intimer Begegnungen – all dies könnten Themen sein.

Jugendstil
Die erotischte aller Stilarten brachte zärtliche und sündige Bilder und Skulpturen hervor – ich sah sie erst sehr selten auf einer Erotikseite.

Keuschheit
Erotischer als jede Hetäre kann eine keusche Frau sein – sogar dann, wenn sie es während der zusammen verbrachten Nacht bleibt. Ein Thema mit sehr viel Varianten

Lesbisch
Llesbisch sein ist mehr als ein politisches Thema – es ist auch Ausdruck einer erotischen Haltung – selbst, wenn eine der Partnerinnen nur nascht.

Meerjungfrauen
Wer kennt nicht den alten Fischerwitz, in dem der zweite Fischer „how?“ sagt, nachdem ihn der erste „why?“ gefragt hat. Nun, wenn sie auch nicht sexuell erreichbar sind, erotisch beflügeln sie die Träume der Männer

Nackt
Ausgezogen wird ja viel in der Erotikliteratur. Aber stellen sie sich vor, ihre Partnerin oder ihr Partner verzichtet auf dergleichen – sie sollen gleich nackt kommen – und dann?

Odalisken
Odalisken, also weiße Haremsdamen, beflügelten die Fantasie der Schreiber um die Jahrhundertwende. Was stellten sich die Männer damals unter einem Harem vor? Und wie wurden die Haremsfrauen dargestellt?

Passiv
Die passive Rolle wird bei Herren plötzlich beliebt, während Damen die aktive Rolle annehmen. Erotisch äußerst delikat.

Queening
Die größtmögliche Unterdrückung ohne weitere Hilfsmittel, über die eine Dame verfügt. Sehr beliebt in der angelsächsischen Literatur. Eignet sie sich auch für Blogs? Kommt darauf an, wie man die Geschichte erzählt.

Reiten
Früher drehten sich hunderte von Geschichten um Ritte aller art – aber auch um die verführerische Kraft von Amazonen.

Schleier
Schleiertänze sind etwas aus der Mode gekommen – einst erreichten Damen mit diesen Tänzen aber alles – wirklich alles - sogar, dass Männer um ihretwillen geköpft wurden. Nun, die Preise sind moderarter geworden, aber die Wirkung? Hat sie wirklich nachgelassen?

Telefonsex
Kommerziell angeboten, von festen Mauskripten heruntergeleiert oder am PC mit präzisen Befehlen für die Damen – aus der Sicht der Damen. Die Sache hat nicht ausschließlich kommerzielle Aspekte, wie ich meine.

Uniformerotik
Sie wirkt nicht nur bei Fetischisten, sondern bei sehr vielen Damen und einigen Herren. Bevorzugte Lustobjekte der Herren: Krankenschwestern. Damen lieben vor allem Feuerwehrleute.

Vampirbisse
Einst als Assoziation zum Geschlechtsakt vermarktet, wirken heute eher lustlos. Aber die wogenden Busen, zwischen die Dr. Helsing jäh den Pflock rammte? Millionen von Zuschauern gingen in die Filme, um diese Szenen zu sehen. Heute lächelt man darüber – aber die Bilder gibt es noch.

Wanda
Die Literatur meldet sich. Wanda, die Dame im Pelz - freilich nicht lange. Langsam zieht sie ihn aus, und der Freiherr von Sacher-Masoch verfällt ihr mit Haut und Haar.

X-en
Wenn die Damen und Herren beim x-en gezeigt werden sollen, dann muss man eben retouchieren – der Ausdruck kommt aus der Erotik-Filmbranche.

Yohimbim
Die Rinde soll die Liebe fördern – und was fördert sonst noch die Liebe?

Zofe
Die Zofe war die engste Vertraute der höfischen Dame – und sie wusste einfach alles, was Madame trieb. Wer hätte da nicht Lust, eine Zofengeschichte zu verfassen? Leider – kaum jemand mehr. Aber es gibt immer noch Damen, die sehr initime Dinge über andere Damen wissen - und macnhe plaudern es auch aus - natürlich nur literarisch.

In dieser Weise fragte die Zeitschrift INTERNET Professionell und wählte die besten Weblog-Hoster mit deren Tarifen. Der Sieger ist Blogg.de Plus, gefolgt von 20six Plus als Budget-Empfehlung und twoday.net basic – leider etwas abgeschlagen. Ursache für die Abwertung von twoday war vor allem der nach Meinung von Internet Professionell magere Support, bei dem twoday am Ende der vier Bewerber landete. Typepad Basic gewann Platz vier mit einem Punkt Abstand zu 20six und Twoday.net.

Sex ist ... fester Bestandteil des Alltags ... alle Spielarten kommen vor: Weibchen mit Männchen, Männchen mit Männchen, Weibchen mit Weibchen. Die Partner wechseln ständig, selbst Greisinnen und Jünglinge werden mit einbezogen.

Wo diese Party stattfindet, wollen sie wissen? Zügeln sie Begierde, bitte – die Dinge könnten schlecht für sie ausgehen. Auch der Griff zum Telefonhörer, um die Polizei anzurufen, ist zwecklos: Die Beteiligten können nicht festgenommen werden, weil sie juristisch schuldunfähig sind: Es handelt sich um Zwergschimpansen.

Der Beitrag des Deutschlandfunks ist allerdings sehr informativ - unbedingt lesen, wenn sie Zeit haben.

Beschwören will es ein Autor aus Jamaica nicht, aber er hält für sicher, dass die ersten Menschen keinen Oralsex hatten. In der Tat wissen wir nichts davon: Falls er Adam und Lilith meinte, lag der Mann unten und die Frau oben, falls er Adam und Eva meinte, war es umgekehrt – jedenfalls, wenn man Überlieferungen glauben schenken will, denn die biblische Schöpfungsgeschichte weist eine blamable Lücke auf: Das verschwinden von Adams erster Frau.

Falls er jedoch die ersten Exemplare des Menschen in Afrika gemeint haben sollte: sie taten es zunächst wie die Affen. Erst, als sie sesshaft wurden, Land bestellten und ab und Langeweile hatten, entwickelten sie erotische Varianten.

Nun, der Autor glaubt, dass sich der Homo sapiens sapiens neuerdings im Innernet Anregungen für Varianten des erotischen Vergnügens holt, und das hält er für nicht so toll: Eigentlich wüssten die Menschen doch, welche Körperteile in welche gehörten, oder etwa nicht?

Allerdings möchte ich bezweifeln, dass die Idee, Oralsex zu haben, zwangsläufig aus dem Internnet kommen muss, wie der Mann aus Jamaica meint. Ich traue Liebespaaren durchaus zu, darauf auch selber zu kommen.

Blogs werden neuerdings zu allem eingesetzt – auch die aus dem Web bereits seit langer Zeit bekannten Linklisten zu pornografischen Webseiten werden neuerdings als Blogs geführt.

Für die altkonservativen Blogger dürfte damit eine Welt zusammenbrechen: Blogs führen auf Pornografieseiten und Pornografieseiten verweisen auf Blogs. Häufig wird der Leser absichtlich im Zweifel gelassen, wo er sich gerade befindet.

Es wird Zeit, dass erotische Qualitätsblogs sich miteinander verlinken – und dass wir die Pornobranche draußen lassen.

Via fleshbot

Einst haben Filme so genannter “Lebender Toter”, die erotische Fantasie angeregt, doch irgendwie klappt das heute nicht mehr: Wenn der blasse Graf zum Vampirbiss auf den nackten Hals ansetzt, lachen die Teenager eher über das blöde Gesicht, dass er dabei macht, als vor Schreck über den Einstich des Zahnes in den jungfräulichen Hals in eine Ohnmacht zu verfallen.

Jetzt wurde ein Magazin gegründet, dass spärlich bekleidete junge Damen (Cassie und Maile Moore) ein bisschen mit Leichenteilen spielen. Der Herausgeber verharmlost alles, und eine Jugendgefährdung war im offensichtlich auch nicht bewusst. Für in sind die „halb Nackten und ganz Toten“ so selbstverständlich wie Suppe und Brot.

Via Fleshbot

Heute habe ich versucht, mir einmal ein paar Themen zu sozialen Fragen der kommenden Wahl auszudenken. Ich weiß noch nicht, wie meine Co-Bloggerinnen und Co-Blogger es aufnehmen werden – es sind Vorschläge aus alter und neuer Zeit. Mal klingen sie geläufig, mal befremdlich und bisweilen überraschend.

Aber bitte nicht vergessen: Es sind nur Diskussionsgrundlagen und nicht etwa meine Meinungen.

Nach dem blamablen Debakel der Franzosen und Niederländer hatten viele nicht mehr geglaubt, dass das Schweizervolk heute für Schengen und damit für die Öffnung der Grenzen zur EU stimmen würde, doch das Volk hat gesprochen: Mit einer deutlichen Mehrheit von etwa 55 Prozent stimmte die Schweiz damit dem Schengen-Vertrag der Europäischen Union zu, was zur Abschaffung der Grenzkontrollen bis 2007 führen wird.

Wer die furchteinflößenden Plakate gesehen hat, die eine politische Gruppierung nahezu überall in der Schweiz aufhängen ließ, kann nicht umhin, den Schweizer Bürgerinnen und Bürgern Hochachtung zu zollen – aber nicht nur deshalb. Auch das Partnerschaftsgesetz für die Lebensgemeinschaften von Schwulen und Lesben wurde von den Schweizern mit klarer Mehrheit abgenommen.

Merci Juan-Ulrico für die Information

Gestern habe ich Ihnen ja die Geschichte einer Webseite aufgetischt, in der Damenunterhöschen mit eingebauten Sensoren zur Keuschheitskontrolle angeboten wurden, und heute stolpere ich über eine andere Webseite, ähnlich aufgemacht, doch mit einem völlig anderen Produkt: ein Höschen zur Keuschhaltung junger Männer, speziell junger Sportler.

Die Seite sieht zunächst so aus, als ob sie real wäre: Indessen zeigt ein bisschen gesunder Menschenverstand, dass sie es nicht sein kann: Das Höschen, das hauptsächlich aus Baumwolle besteht, kann nämlich, einmal angepasst, nur mit Spezialwerkzeug wieder abgenommen werden. Das hält aber offenbar viele Männer nicht davon ab, so ein Höschen besitzen zu wollen. Preisanfragen bekommt man offenbar reichlich. – so reichlich, dass man sie nicht alle erfinden konnte. Wenigstens ein Teil muss von Menschen kommen, die tatsächlich glauben, das Höschen hielte sie vom Sex ab – oder wenigstes vom Masturbieren

Im Übrigen verlinkt man zu so gut wie allen extremistischen Keuschheitsseiten, sodass man auch hier einen guten Überblick bekommt, wer gerade was predigt.

Und falls sie es doch ernst nehmen sollten: Lesen sie die Hinweise unter „about“.

Das wöchentliche Geblubber aus den Algen – fast immer sonntags

Die Welt des Internets in Österreich (wie, im Übrigen, auch in Deutschland) wird ein Stück normaler: Wer eine Meinung vertritt, muss in Zukunft auch mit seinem Namen dazu stehen. Das war zwar bei seriösen Webseiten und Blogs schon immer so, in der Grauzone aber verhielt man sich anders: Dummschwätzer wie auch politische Extremisten konnten sich bislang hinter Pseudonymen verstecken, doch jetzt bekommen sie endlich einen Namen: Es herrscht Impressumspflicht.

Ich kann der Argumentation der Betreiber, auch der des Knallgrau-Geschäftsführers Matthias Platzer, nicht folgen, denn selbstverständlich sind Weblogs in erster Linie Publikationen und erst in zweiter Linie „Kommunikation“. Doch selbst wenn sie denn Kommunikation wären. Auch diese findet nicht in einem rechtsfreien Raum statt – wer eine Meinung hat, und diese öffentlich vertritt, soll bitte auch seinen bürgerlichen Namen preisgeben. Zeitungen werfen anonyme Leserbriefe mit Recht in den Papierkorb.

Ansonsten hat sich nicht viel verändert seit der letzten Woche: Blogger gewinnen keinesfalls an Bedeutung, sondern sie verlieren – jedenfalls in der Presse. Man liest immer weniger über Blogs und Blogger, und wenn, dann stammen die Basisinformationen aus den USA. Einzige, bislang positive Ausnahme: Es sind ein paar Wahlblogs entstanden, in denen teilweise beachtliche Diskussionen zur Wahl stattfinden. Neben der Initiative von Nico Lumma muss auch das Handelsblatt-Wahlblog erwähnt werden: Beide Blogs haben immerhin mehrere Autoren und sorgen so für Vielfalt.

Ich selber kann und will nicht mehr über alles bloggen. Die Einzelblogs, in denen die einstigen Blogeliten und heutigen Wiederkäuer linke Ideologien mit fragwürdigen Informationen zu allerlei exotischer Software mischen, haben ihre besten Tage bereits hinter sich. Auch bei mir ist die Wundertütenzeit so langsam vorbei. Ich blogge noch zur Wahl – und zwar für keine bestimmte Partei, sondern vor allem für mehr Pragmatismus. Dennoch plädiere ich dafür, die SPD in der nächsten Legislaturperiode in die Opposition zu schicken, damit sie wieder zu sich finden kann. Das hat ihr schon einmal gut getan, und warum sollte die Kur nicht noch einmal wirken?

Mein anderes Projekt, das Europa City Blog, läuft leider nicht gut. Erstens ist das Interesse an Europa derzeit nicht sehr groß, und zweitens begreifen die meisten Blogger nicht, dass ihre Stadt etwas wirklich Besonderes ist, über das zu schreiben sich lohnt. Hinzu kommt, dass kaum ein deutscher Blogger einsieht, dass „Verzweckung“ im Grunde etwas Positives ist: Das eigene Blog für den Zweck des Stadttourismus einzusetzen, ist eine Aufgabe, die den Besuchern der eigenen Stat dient. Merkwürdiger finde ich schon, dass sich hier die Redaktionen der Regionalzeitungen so bedeckt halten.

Mein drittes Thema, die Erotikblogs, lösen natürlich Emotionen aus. Aber ich sage ihnen, liebe Leserinnen und Leser, hier und heute dies: Wenn wir hier nicht sehr, sehr schnell handeln, wird der gesamte Erotikbereich in Zukunft von Leuten besetzt, die kommerziell bloggen, um Menschen zu den Angeboten von internationalen Erotik-Anbietern zu führen, statt Erotik als Kulturgut zu betrachten. Nicht, dass ich etwas gegen Werbung generell hätte: Aber wenn die Erotikblogs einmal vollends in den Händen der Erotikkonzerne sind, dann haben die freien und unabhängigen Blogger das Nachsehen. Es ist also Zeit zum Handeln.

Ich habe schon zu einem früheren Zeitpunkt gesagt, dass ich „Sehpferds Sinnige Seiten“ noch bis zum Jahresende weiterführen werde. Wenn sich bis dahin aber keine namhafte Kooperation mit einem Verleger oder einem Verbund ergibt, stelle ich sie ein. Blogs an sich sind so sinnlos, dass nicht einmal ich mir leisten kann, Tag und Nacht die Netze auszulegen und nach Informationen zu fischen und dann Stunde um Stunde zu verbringen, dies alles in Worte umzusetzen.

In diesem Sinne: Haben sie einen schönen Sonntag. Und wenn sie Lust haben, überlegen sie sich mal etwas zur Lust – in Blogs.

Der unter anderem von der Abgeordneten Ursula Vollmer, Wolfgang Thierse und Hermann Otto Solms eingebrachte Vorschlag eines „Kinderwahlrechts“ ist endlich vom Tisch: Am letzten Donnerstag lehnte das Parlament den überparteilichen Antrag einer Parlamentariergruppe ab.

Es ist seit Langem ein Rätsel, wer die eigentlichen Drahtzieher im Hintergrund der Kinderwahlkampagne sind – so absurd ist die ganze Sache. Selbst eine Liste der Abgeordneten, die sich für dieses merkwürdige Initiative eingesetzt haben, gibt keinen Aufschluss darüber, wer die eigentliche Interessenten an einem solchen Gesetz waren.

Selbst mit viel gutem Willen ist weder eine politische Absicht, noch eine politische Notwendigkeit hinter dieser Farce zu erkennen. Angeblich sollen so genannte „Kindergruppen“ involviert sein, doch welche politischen oder weltanschaulichen Kräfte wiederum hinter dieser Gruppierung stehen, bleibt ebenso rätselhaft.

Nach Presseinformationen wird unter anderem der "Familienbund der Katholiken" genannt, wenn von einem Wahlrecht von Geburt an die Rede ist.

Ich werde irgendwann aufgeben müssen, über alles zu bloggen: Das Europe City Blog braucht viel mehr Zeit, als ich jemals gedacht hätte – er muss sich entwicklen, indem sich Blogger entwicklen, nämlich von Wundertütenschreibern zu Fachleuten für bestimmte Interessengebiete, also zum Beispiel auch für Städtetourismus. Da sind wir noch lange nicht – es ist den Menschen nicht spektakulär genug.

Hier auf Twoday gab es eine Diskussion, die ich mit ebenso viel Spannung wie Befremden verfolgt habe: Die über Erotik-Blogs. Ich sage ihnen, meine Leserinnen und Leser, klipp und klar, dass Erotikblogs nichts Verwerfliches sind, sondern dass sie zur Kultur der Menschheit gehören – und ich wünsche, dass sie genau so behandelt werden.

Kultur aber ist gesellschaftlich gesehen förderungswürdig - und weil das so und keinesfalls anders ist, können auch in Österreich und Deutschland problemlos solche Zeugnisse der erotischen Kultur entstehen. Freilich muss man dann davon Abstand nehmen, vulgär zu sein und allzu genau zu beschreiben, wie Flüssigkeiten aus Körpern herausgepumpt und in oder auf andere gespritzt werden.

Ich will hier noch einmal aufgreifen, ob man nicht auch für die Erotik einen so genannten „Blog of the Blogs“ erstellen könnte, also ein Blog, in dem beständig vermittels RSS-feeds und eigener Bericht über Erotik-Blogs berichtet wird. Die neuen Blogger könnten hier wichtige Hinweise bekommen, und wer ausgelaugt ist vom Schreiben, dem können neue Themen angeboten werden – das geht ohne „Stöckchenwerfen“ viel schneller und effektiver mit einem Themenkatalog und stetigen Anregungen.

Mit dezenten Fotos, viel Humor und ein bisschen wissenschaftlichem Hintergrund könnte dann eine Seite entstehen, die nicht nur juristisch keinen Grund zur Beanstandung gibt, sondern die durchaus auch einen kulturellen Anspruch erheben kann.

Ich bin sehr gespannt, ob sich hier eine Diskussion entwickelt. Wer hier nicht schreiben will, kann eine email an sehpferd at sehpferd com schicken.

Wissen sie eigentlich, was ihre Frau am Arbeitsplatz macht? Oder was sie in Wirklichkeit tut, wenn sie sagt, sie ginge zu ihrer Freundin? Oder überlegen sie nicht doch häufiger, was ihre Tochter nach der Disco so macht?

Also, wenn sie den meinen, dass Vertrauen gut ist und Kontrolle besser, dann können sie sicher diesem Vater folgen: „Wir kauften (unserer Tochter) Sarah gleich ein paar von diesen Kontrollhöschen, so haben wir sie Tag und Nacht unter Kontrolle. Wenn ihre Körpertemperatur stark ansteigt, können wir sie mit dem Handy anrufen oder sie dort abholen, wo sie sich gerade befindet“.

Oder wie wäre es mit diesem Ehemann? Er erzählt, dass er im vergangen Winter den Verdacht gehabt habe, seine Frau sei vielleicht untreu. Na, und dann habe er ihr diese Kontrollhöschen gekauft und siehe – sie schlief fast jeden Tag mit einem Kollegen. Natürlich hat er die Sünden mit der Höschen-Software pantyMap® sogleich aufgezeichnet. Schließlich hat er sie mit diesen Fakten konfrontiert – und jetzt bereitet sein Anwalt gerade die Scheidung vor.

So, sie fühlen sich jetzt durch den Kakao gezogen? Aber, aber. Ich rede von einem 99-Dollar-Produkt: Da macht man keine Scherze. Also für die 99 Dollar bekommen sie ein Stück, und auch nur die mit Temperaturkontrolle – wenn sie zusätzlich eine Pulsschlagkontrolle haben wollen – nur 80 Dollar mehr – aber stellen sie sich mal vor, wie viel mehr sie dann von Ihrer Frau oder Tochter wissen werden.

Ach, sie meinen, ein Höschen reicht nicht, man müsse sie doch mal wechseln können? Natürlich, natürlich: die Wochenpackung 650 US-Dollar in der Einfachausführung, 1190 Dollar in der Luxusausführung. Die Marke heißt übrigens forget-me-not panties™.

Haben sie sich zum Kauf entschlossen? Ja? Oh, sie müssen leider warten. Wegen der großen Nachfrage hat man inzwischen Lieferfristen von mindestens 30 Tagen.

Sagte da jemand, die zu beobachtende Dame brauche das Höschen doch einfach nicht zu tragen oder sie könne es eine Freundin anziehen lassen, die ohnehin gerade abstinent leben würde? Also, wie können sie nur so etwas denken? Falls sie aber dieser Meinung sein sollten: Es gäbe noch die Möglichkeit konventioneller Keuschheitsgürtel. Auf Dauer billiger, im Übrigen.

Was, das ist Menschenverachtend? Nun, das dachte ich eigentlich von vornherein. Und vielleicht auch dies: Könnte es nicht doch eine Satire auf die amerikanische Keuschheitsbewegung sein?

Es ist für mich sehr schön, gelesen zu werden. Noch schöner wäre es, über die Grenzen der Blogs hinaus gelesen zu werden – so, dass die eigene Meinung überall hingetragen würde – in Zeitungen und Zeitschriften, beispielsweise. So, wie ich das Bloggen im Moment betreibe, bringt es aber nicht genügend Nutzen.

Gegenwärtig betreibe ich drei ernsthafte Projekte: das Stadtblog mit dem Budapest City-Blog, das mir nicht allzu viele Leser bringt und auch darunter leidet, dass ich nicht ständig in Budapest bin. Ich werde es dennoch behalten, denn dazu habe ich es ja gegründet: Irgendwann im nächsten Jahr gibt es ständige „Briefe aus Budapest“ mit und ohne Fotos.

Mein zweites Projekt steckt noch in den Kinderschuhen: Das Blog der Blogs der gemäßigten Erotik-Seiten. Ich will es aber doch schon mal ankündigen, und zwar als Kulturprojekt, denn Erotik ist Kultur (im Vergleich zum Sex, der zur Natur gehört) und Kultur kann erotisch sein. Auch dafür bitte ich schon mal um etwas Mithilfe – ja, ich weiß, Kooperation liegt nicht jeder Bloggerin und nicht jedem Blogger, hilft aber ungemein.

Wenn es dafür eines Beispiels bedarf, so ist es mein drittes Projekt, das allerdings nur bis zur Wahl reicht: Die Mitarbeit am Wahlblog ist mir sehr wichtig, denn was unsere Bürgerinnen und Bürger jetzt für Deutschland entscheiden, wird morgen sehr wichtig sein für Europa.

Was aber wird aus „Sehpferd auf Twoday“? Ja, ich habe Leserinnen und Leser – überall auf der Welt – und dennoch kann ich nicht umhin, festzustellen: Der Aufwand steht in überhaupt keinem Verhältnis mehr zum Nutzen, denn es wird, insbesondere im Bereich der Erotik, immer schwerer, geeignete Themen zu finden. Mein zweites Schwerpunktthema, die Blogger, interessiert niemanden – nicht einmal die Blogger selbst, und auch dann nicht, wenn sie direkt betroffen sind.

Nein, ich habe noch keine Lösung für diesen Konflikt, nur weiß ich dies: Von mir profitieren eine Menge Leute – es wird Zeit, dass ich auch von anderen profitiere. Wer eine schöne Idee hat, wie man zum Beispiel gemeinsam handeln kann, um effektivere Blogs zu bekommen, der möge mir schreiben oder hier seine Worte hinterlassen.

Wie nennen sie eigentlich die Maus auf ihrem Schreibtisch? Meine könnte Lotte heißen oder Lore oder Lola, weil sie aus dem Hause Logitech kommt. Aber es gibt eben Mäuse, die sind keine Mäuse, obwohl sie so aussehen und wiederaufladbar, extrem leise, klein und handlich sind – aber – wozu muss eine Computermaus eigentlich wasserfest sein? Diese hier ist es – und sehr geeignet für die Zeit, nachdem sie ihren Computer ausgeschaltet haben, Madame.

Sie sollten allerdings über ein erhebliches Budget für den Kauf derartiger Utensilien verfügen. In der Geschenkpackung ca. 129 Euro (unverbindlich) und in weiß, rot und schwarz erhältlich.

nomouse

(c) des Fotos 2005 beim Hersteller des Objekts

Eine der Begebenheiten, an die ich mich am deutlichsten erinnere, war mein erstes Problemlösungsseminar, das ich besuchte. Ich habe es sehr verinnerlicht und die Grundregeln, die ich damals gelernt habe, beherzige ich nicht nur noch heute, sondern lehre sie auch. Sehen sie, das war vor etwa 30 Jahren. Die guten Dinge des Lebens muss man nicht ständig neu lernen.

Ich komme darauf, weil ich mich gerade köstlich amüsiert habe. Am Ende der komplexen, mit Zahlen und Fakten angereicherten Lösung sollten wir uns damals nämlich fragen: „Und nun untersuchen sie ihren Vorschlag bitte noch einmal darauf hin, was der Hausmeister, ihre Großmutter oder ein alter Bauer dazu sagen würde“. Erst nach Jahren wurde mir die Bedeutung dieser Worte bewusst, denn sie ist zweifach: Was nicht verständlich gemacht werden kann, kann auch nicht umgesetzt werden und wer einfach und geradlinig denkt, findet leicht den Pferdefuß in einer Lösung, ohne sie vollends zu überblicken.

Doch nun zum Amüsement: Sprüche vom Landwirt: Von einer Escort-Dame (auch sie sind oft gute Pragmatiker) gesammelte Bauernregeln. Diesen bringe ich ihnen mal heute:

„Die Katze aus dem Sack zu lassen ist um Vieles einfacher, als sie wieder hineinzubekommen“.

Es gibt Dinge, die mir einfach gefallen – zum Beispiel: persönliche Entwicklungen, Fortschritte, Erfolge. Im Moment denke ich an Miss. Nein, daran habe ich keinen Anteil, aber ich freue mich.

Doch ich denke: Ich schreibe sehr viel, und unter den Dingen, die ich schreibe, ist nach wie vor mancher Fingerzeig. Vielleicht kann ich ganz gelegentlich doch ein klein wenig bewegen – nicht hier vielleicht, aber irgendwo da draußen.

 

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