Ich schätze die „Badische Zeitung“ wegen ihrer unabhängigen und stets erfrischenden Meinung. Doch jetzt ging mit der Hut hoch: Erst fand ich in meiner Post eine Werbung für irgendwo ein Plastikkärtchen, mit der ich angeblich in der Region soundsoviel Prozent Rabatt bekomme (Schnipp-Schere – Schnapp-Mülleimer) und heute erfrechte sich gar eine Werberin, mich wegen irgendwelcher Telefontarife anzubaggern.
Meldete sich ganz frech mit „Badische Zeitung“ und dass sie mir als langjährigem Abonnenten eine Freude machen wollte. Achtung – liebe Damen und Herren der Geschäftsleitung des „Badischen Verlags“ – wenn das der neue Stil Ihres Hauses ist, dann kündige ich mein Abonnement. Ich will nämlich meine Ruhe vor Telefonverkäufern - Sie bekommen alles noch per Brief.
Meldete sich ganz frech mit „Badische Zeitung“ und dass sie mir als langjährigem Abonnenten eine Freude machen wollte. Achtung – liebe Damen und Herren der Geschäftsleitung des „Badischen Verlags“ – wenn das der neue Stil Ihres Hauses ist, dann kündige ich mein Abonnement. Ich will nämlich meine Ruhe vor Telefonverkäufern - Sie bekommen alles noch per Brief.
sehpferd - am Mittwoch, 5. Oktober 2005, 23:27 - Rubrik: Kunde sein
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Manchmal bemerke ich urplötzlich, dass ich verlinkt werde. Ich überlege dann immer ein wenig, ob ich rückverlinken soll und vor allem: von wo. Diesmal ist es eine Dame, die „Mädchendinger“ unter das Bloggervolk streut.
Ich beobachte das mal, wie immer, und zwar neugierig.
Ich beobachte das mal, wie immer, und zwar neugierig.
sehpferd - am Mittwoch, 5. Oktober 2005, 23:17 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Falls es auf dieser Welt noch irgendwelche Männer geben sollte, die an der starrgesichtigen Unschönheit Paris Hilton interessiert sind – bitte schön, hier werden sie fündig. Die Bilder haben eine ausgesprochen hohe Auflösung. Also, Fans geschmackloser Frauen, ran an die Bouletten.
sehpferd - am Mittwoch, 5. Oktober 2005, 19:33 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Die „Badische Zeitung“ stellt heute in ihrem Kommentar von Thomas Hauser die Frage: „Was kostet Angela Merkel?“. Fazit des Artikels: Die große Koalition ist längst beschlossen, und nun tauscht die SPD sozusagen Herrn Schröder gegen das SPD-Parteiprogramm ein, wörtlich:" (Nun) versucht die SPD schlicht den Preis für Merkels Kanzlerschaft in die Höhe zu treiben. Je sozialdemokratischer das Regierungsprogramm gerät, desto leichter wird es den Genossen fallen, Merkel zur Kanzlerin zu wählen".
Fragt sich nur, was beide, welchen Schaden die unselige Schacherei um Frau Merkel und Herr Schröder, bereits politisch angerichtet hat. Der dürfte gar nicht mehr bezahlbar sein.
(Die "Badische Zeitung", die hier als Quelle genannt wurde, ist leider nicht verlinkbar)
Fragt sich nur, was beide, welchen Schaden die unselige Schacherei um Frau Merkel und Herr Schröder, bereits politisch angerichtet hat. Der dürfte gar nicht mehr bezahlbar sein.
(Die "Badische Zeitung", die hier als Quelle genannt wurde, ist leider nicht verlinkbar)
sehpferd - am Mittwoch, 5. Oktober 2005, 09:10 - Rubrik: zeit geschehen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Nein, es ist nicht das erste Mal, dass ich über Sushi schreibe, das nackt serviert wird. Ich hatte es schon einmal, nur habe ich dort auf ein anderes Foto verlinkt, sodass ich Ihnen dieses Mal doch gerne dieses Bild zeigen würde.
Angeregt wurde ich von Asian Sirens, wo gerade Amy Nguyen als Sushigirl posiert – und bei dieser Gelegenheit erinnern Sie sich ja vielleicht auch noch Sachiko McLean, die sich beim Zubereiten von Sushi nackt ablichten ließ – später gefiel ihr die Sache offenbar so, dass sie auch noch mit Sushi spielte.
Aber, aber, hatten uns nicht unsere Mütter eingebläut, dass Nahrungsmittel keine Speilzeuge sind?
Angeregt wurde ich von Asian Sirens, wo gerade Amy Nguyen als Sushigirl posiert – und bei dieser Gelegenheit erinnern Sie sich ja vielleicht auch noch Sachiko McLean, die sich beim Zubereiten von Sushi nackt ablichten ließ – später gefiel ihr die Sache offenbar so, dass sie auch noch mit Sushi spielte.
Aber, aber, hatten uns nicht unsere Mütter eingebläut, dass Nahrungsmittel keine Speilzeuge sind?
sehpferd - am Dienstag, 4. Oktober 2005, 20:29 - Rubrik: wundersames
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Der Werbeblogger schreibt: Die Kampagne haut mich also nicht vom Hocker, und doch ist sie ist mir durchaus sympathisch. Aber erreicht sie die Zielgruppe im gewünschten Sinne? Wenn man die Resonanz in den Blogs durchschaut, wohl eher nicht. Es scheint, als lebten wir in einer Zeit, in der große Bilder, die rhetorische Rede, der Appell an das Gefühl nur noch geeignet sind, Laufschuhe zu verkaufen, Margarine oder Lebensversicherungen.
Sehen Sie, liebe Leserinnen und Leser: So könnte sich echte und ernst gemeinte Kritik an der Kampagne „Du bist Deutschland“ lesen. Im Übrigen gehören nicht nur die Einsteins und Schmelings zur Kampagne, sondern auch eine Dame, die in der Nachkriegszeit ihre Frau stand – Beate Uhse.
Wäre ihre Karriere nicht ein Grund, endlich den Hintern hochzukriegen und sich zu bewegen? Ach. Ich höre sie schon, die dümmlichen Herumdröhner von beiden Seiten des weltanschaulichen Spektrums: Die einen werden sagen: „Ja, nach dem Krieg, da stand einem ja alles offen“ und die anderen „aber sie dürfen Frauen doch nicht verleiten, mit so etwas zu beginnen“, und schließlich werden die linken Spinner wieder feststellen, dass auch nur die Idee einer solchen Unternehmensgründung ja Kapitalismus, Neoliberalismus und Globalisierung fördern würde – uns sich wieder brav in ihre Diskussionsgruppe Globalisierung verpissen.
Doch, ich will sie verleiten, mit so etwas zu beginnen. Zum Beispiel könnte ja mal eine der Bloggerinnen und Blogger aufhören, bei den Linksextremisten, Kommunisten und linken Sozialdemokraten abzuschreiben und sich mal das Recht auf eine eigene Meinung gönnen. Na, das wäre doch ein Anfang, oder?

(foto: press release der Kampagne "Du bist Deutschland")
Sehen Sie, liebe Leserinnen und Leser: So könnte sich echte und ernst gemeinte Kritik an der Kampagne „Du bist Deutschland“ lesen. Im Übrigen gehören nicht nur die Einsteins und Schmelings zur Kampagne, sondern auch eine Dame, die in der Nachkriegszeit ihre Frau stand – Beate Uhse.
Wäre ihre Karriere nicht ein Grund, endlich den Hintern hochzukriegen und sich zu bewegen? Ach. Ich höre sie schon, die dümmlichen Herumdröhner von beiden Seiten des weltanschaulichen Spektrums: Die einen werden sagen: „Ja, nach dem Krieg, da stand einem ja alles offen“ und die anderen „aber sie dürfen Frauen doch nicht verleiten, mit so etwas zu beginnen“, und schließlich werden die linken Spinner wieder feststellen, dass auch nur die Idee einer solchen Unternehmensgründung ja Kapitalismus, Neoliberalismus und Globalisierung fördern würde – uns sich wieder brav in ihre Diskussionsgruppe Globalisierung verpissen.
Doch, ich will sie verleiten, mit so etwas zu beginnen. Zum Beispiel könnte ja mal eine der Bloggerinnen und Blogger aufhören, bei den Linksextremisten, Kommunisten und linken Sozialdemokraten abzuschreiben und sich mal das Recht auf eine eigene Meinung gönnen. Na, das wäre doch ein Anfang, oder?

(foto: press release der Kampagne "Du bist Deutschland")
sehpferd - am Dienstag, 4. Oktober 2005, 20:11 - Rubrik: zeit geschehen
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Gut acht Wochen hat die Firma Talkline gebraucht, um einen simplen Kundenbrief zu beantworten – nun entschuldigt man sich zwar, aber die Wartenzeit wirft bereits viel Licht auf die Bedeutung, die Talkline einem Kunden beimisst.
Was bitte, meine Damen und Herren von Talkline, ist für sie eigentlich ein Kunde? Jemand, für den man lästigerweise Konten führen und Rechnungen schreiben muss? Ich habe inzwischen diesen Eindruck und keinen anderen.
Zum Glück habe ich heute einmal auf die richtigen Webseiten geguckt und mir die Augen geputzt: Rechtlos ist der Verbraucher gegenüber den Telefonprovidern nämlich nicht – doch die Provider behaupten munter, was ihnen gerade einfällt: „Wir haben sie über ihr Widerspruchsrecht aufgeklärt. Da sie keinen fristgerechten Widerspruch einlegten, ist die Preisanpassung korrekt vorgenommen worden. Sie hatten zwar ein Widerspruchsrecht, jedoch kein Sonderkündigungsrecht“.
Ach, hatte ich nicht? Gilt § 28 Abs.3 S.2 TKV etwa nicht für die Talkline? Ich kann nur eines sagen: Ich habe die Nase jetzt voll – und zwar gestrichen.
Was bitte, meine Damen und Herren von Talkline, ist für sie eigentlich ein Kunde? Jemand, für den man lästigerweise Konten führen und Rechnungen schreiben muss? Ich habe inzwischen diesen Eindruck und keinen anderen.
Zum Glück habe ich heute einmal auf die richtigen Webseiten geguckt und mir die Augen geputzt: Rechtlos ist der Verbraucher gegenüber den Telefonprovidern nämlich nicht – doch die Provider behaupten munter, was ihnen gerade einfällt: „Wir haben sie über ihr Widerspruchsrecht aufgeklärt. Da sie keinen fristgerechten Widerspruch einlegten, ist die Preisanpassung korrekt vorgenommen worden. Sie hatten zwar ein Widerspruchsrecht, jedoch kein Sonderkündigungsrecht“.
Ach, hatte ich nicht? Gilt § 28 Abs.3 S.2 TKV etwa nicht für die Talkline? Ich kann nur eines sagen: Ich habe die Nase jetzt voll – und zwar gestrichen.
sehpferd - am Dienstag, 4. Oktober 2005, 18:56 - Rubrik: Kunde sein
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Mit der Frage, wer den Größten hat beschäftigt sich intensiv eine russische Webseite. Keine Angest, Russischkenntnisse sind nicht nötig.
sehpferd - am Montag, 3. Oktober 2005, 21:00 - Rubrik: papierkorb nachrichten
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Sprechblasen eines Diagonaldenkers – fast immer montags
Was haben wir nun eigentlich gewählt? Mancher mag sich seiner Wahlentscheidung schon am Wahltag nicht mehr sicher gewesen sein, aber in einem müsste wenigstens noch der Demokrat in uns aufhorchen: Wir haben nämlich weder Frau Merkel noch Herrn Schröder gewählt, sondern CDU/SCU, SPD, FDP, Grüne und leider auch die PDS, in jedem Falle aber Partien, die politische Richtungen vertreten.
Insoweit ist es an der Zeit, dass dieses unselige Kasper-und-Gretel-Spiel nun einmal aufhört. Wir wollen eine Regierung und an die Spitze muss ein verlässlicher Mensch mit frischer Kraft, der möglichst viele Deutsche hinter sich weiß. Das kann aus vielerlei Gründen nicht Herr Schröder sein, und Frau Merkel wird, falls sie doch noch Kanzlerin werden sollte, als eine Kanzlerin des Übergangs in die Geschichte eingehen.
Weil das so ist, muss nun die jeweilige Partei sprechen - und, wenn möglich, beide Kandidaten vor die Tür setzen, weil sie sich als unwürdig erwiesen haben, Kanzler zu sein.
Was haben wir nun eigentlich gewählt? Mancher mag sich seiner Wahlentscheidung schon am Wahltag nicht mehr sicher gewesen sein, aber in einem müsste wenigstens noch der Demokrat in uns aufhorchen: Wir haben nämlich weder Frau Merkel noch Herrn Schröder gewählt, sondern CDU/SCU, SPD, FDP, Grüne und leider auch die PDS, in jedem Falle aber Partien, die politische Richtungen vertreten.
Insoweit ist es an der Zeit, dass dieses unselige Kasper-und-Gretel-Spiel nun einmal aufhört. Wir wollen eine Regierung und an die Spitze muss ein verlässlicher Mensch mit frischer Kraft, der möglichst viele Deutsche hinter sich weiß. Das kann aus vielerlei Gründen nicht Herr Schröder sein, und Frau Merkel wird, falls sie doch noch Kanzlerin werden sollte, als eine Kanzlerin des Übergangs in die Geschichte eingehen.
Weil das so ist, muss nun die jeweilige Partei sprechen - und, wenn möglich, beide Kandidaten vor die Tür setzen, weil sie sich als unwürdig erwiesen haben, Kanzler zu sein.
sehpferd - am Montag, 3. Oktober 2005, 14:03 - Rubrik: sprechblasen
Bevor ich vergesse, dies zu erzählen: Ich bin des Schockwellenreiters (das ist der Hundesportfreund der Blogs) liebster Stammtischnöler.
Nur: Das bringt mir magere 50 Hits auf meinen Artikel, woran sich im Rückschluss vor allem dies zeigt: die Zugriffszahlen der Dinosaurier werden auch immer trauriger.
Nur: Das bringt mir magere 50 Hits auf meinen Artikel, woran sich im Rückschluss vor allem dies zeigt: die Zugriffszahlen der Dinosaurier werden auch immer trauriger.
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Das wöchentliche Geblubber aus den Algen – fast immer sonntags
Die Politik dümpelt vor sich hin, und wir tun es auch. Wahl war gestern, Staatsbürger war man gestern, Öffentlichkeit war man gestern. Heut bastelt man wieder daran, in der kleinen Welt der Blogs wieder seinen Rang einzunehmen. Bitte schön, liebe Bloggerinnen und Blogger – tun Sie, was sie nicht lassen können, aber eines sage ich Ihnen allen dazu: Ich mache da nicht mit.
Ich habe diese Seite vor kurzem wieder ein wenig umgestellt: auch, um zu demonstrieren, dass ich nicht für alle und für alles zu haben bin. Die Bloggerszenerie wird mir nach und nach immer gleichgültiger, weil ich nun so ganz und gar nicht dazugehören will: Blogs sind, von Ausnahmen abgesehen, einfach nicht ernst zu nehmen. Da mag sich jeder bespiegeln und sehen, ob er in die Nische passt, in den ich sie oder ihn jetzt stelle. Es kommt, wie immer, auf die Ansprüche an. Wer aber seine Stimme erheben will, wer wichtig werden will und nicht nur so erscheinen, wer Öffentlichkeit darstellen will und nicht nur so tun, als sei ein Blog bereits die Öffentlichkeit schlechthin, der muss umdenken.
Die politischen Bloggerinnen und Blogger? Sie sind, mit Verlaub, ein zusammengewürfelter Haufen ziel- und planloser Egoisten. Da werden nachrichten aus der Tagespresse völlig unqualifiziert herausgerissen, um zu beweisen, wie richtig die eigene Ideologie ist – und wenn gar keine seriösen Presseorgane mehr zur Verfügung stehen, dann bedient man sich eben der kommunistischen Presse. Welchen Wahrheits- oder Bedeutungsgehalt deren Meldungen haben, interessiert doch gar nicht – ein typisches Beispiel für diese Methode ist zum Beispiel der Schockwellenreiter.
Er ist allerdings nur ein Beispiel für eine ganze Gruppe von bloggenden Dinosauriern, die ihren kindischen Trotz gegen die Republik und ihre Repräsentanten hinausschleudern. Im Grunde sind es Ritter von der traurigen Gestalt, die ihr Pferd vom Schwanz her aufgezäumt haben: Die Augen nach vorne gerichtet, laufen ihr Pferde rückwärts. Fortschritt liegt bei ihnen immer hinten, es sei denn, Technik wäre betroffen: Da glänzen denn die Äuglein dieser Falschspieler wieder, gerade so, als ob die Entwicklung neuer Technologien nicht dem gleichen Kapitalismus entspringen würde, gegen den sie in ihren Blogs wettern.
Negativ sein, nicht dabei sein wollen, nicht deutsch sein wollen und nicht europäisch: die meisten der deutschen selbst ernannten „Spitzenblogger“, betreiben gemeinsam ein falsches Spiel: Sie gaukeln den Lesern des neuen Mediums „Blogs“ vor, man müsse so sein, wie sie selbst sind, wenn man „Blogs“ machen würde – links, technikversessen aber ansonsten bar jeder Bindung an die tatsächliche Welt.
Es ist zu bezweifeln, ob man tatsächlich Leserinnen und Leser erreichen will – meist reicht es, sich gegenseitig hoch zu loben, zu zitieren und sich miteinander zu verlinken: dadurch wird Popularität gewillkürt. Die tatsächliche Lebenswelt der Bürgerinnen und Bürger ist ihnen längst entronnen: Blogger sind in der Regel Versager an der Realität, und sie sprechen schon deswegen kaum noch einen Menschen an, der in diese Realität eingebunden ist.
Politische Bloggerinnen und Blogger schreiben sich die Demokratie immer ganz oben auf die Brust. Doch wenn es an die wirkliche Demokratie geht, die mehr ist als die Scheinwelt ihrer Blogs, versagen sie. Vor allem vergessen sie, dass man den Menschen in der Republik Mut machen muss. Redakteure tun dies, um junge Menschen an das Medium „Zeitung“ heranzuführen – sie lernen dabei ein gutes Stück Demokratie kennen. Vergleicht man, damit, was die meisten Blogger tun, so wird der Unterschied zwischen „positiver“ und „negativer“ Geisteshaltung blitzartig deutlich – und auch, wer tatsächlich für die Demokratie eintritt.
Womit ich heute beim Punkt wäre: Auf der einen Seite pulsiert das Leben – auf der anderen Seite dümpeln die Blogs. wer der Meinung ist, dass dies gut ist, mag dabei bleiben. Ich sage jedenfalls: Es ist schlecht, denn es schadet allen, die irgendein Blog führen. Denken sie doch bitte daran: Niemand ist in erster Linie Blogger. wir sind alle zunächst und vor allem etwas Anderes. Wem das nicht in den Schädel geht, dem ist vermutlich nicht mehr zu helfen.
Noch ein Wort zum Blogsterben: Des Lebens und der Liebe Wogen verschieben das Weltbild der Menschen bisweilen. Das mag hingehen. Aber es zeigt auch, dass Blogger und Bloggerinnen sich eben nicht am Leser und seinem Informations- und Unterhaltungsbedürfnis orientieren, sondern ausschließlich an ihrem Spiegelbild – und das ist zu wenig – viel zu wenig.
Sagte ich das alles nicht schon irgendwann? Natürlich. Doch ich wollte es noch einmal erwähnen, bevor für die Dinosaurier der Blogs die Dino-Götterdämmerung anbricht: Sie sollen nicht eines Tages sagen können, niemand hätte sie davor gewarnt, dass Scheinwelten ein sehr begrenztes Leben haben.
(geringfügig überarbeitet am 04.Oktober 2005)
Die Politik dümpelt vor sich hin, und wir tun es auch. Wahl war gestern, Staatsbürger war man gestern, Öffentlichkeit war man gestern. Heut bastelt man wieder daran, in der kleinen Welt der Blogs wieder seinen Rang einzunehmen. Bitte schön, liebe Bloggerinnen und Blogger – tun Sie, was sie nicht lassen können, aber eines sage ich Ihnen allen dazu: Ich mache da nicht mit.
Ich habe diese Seite vor kurzem wieder ein wenig umgestellt: auch, um zu demonstrieren, dass ich nicht für alle und für alles zu haben bin. Die Bloggerszenerie wird mir nach und nach immer gleichgültiger, weil ich nun so ganz und gar nicht dazugehören will: Blogs sind, von Ausnahmen abgesehen, einfach nicht ernst zu nehmen. Da mag sich jeder bespiegeln und sehen, ob er in die Nische passt, in den ich sie oder ihn jetzt stelle. Es kommt, wie immer, auf die Ansprüche an. Wer aber seine Stimme erheben will, wer wichtig werden will und nicht nur so erscheinen, wer Öffentlichkeit darstellen will und nicht nur so tun, als sei ein Blog bereits die Öffentlichkeit schlechthin, der muss umdenken.
Die politischen Bloggerinnen und Blogger? Sie sind, mit Verlaub, ein zusammengewürfelter Haufen ziel- und planloser Egoisten. Da werden nachrichten aus der Tagespresse völlig unqualifiziert herausgerissen, um zu beweisen, wie richtig die eigene Ideologie ist – und wenn gar keine seriösen Presseorgane mehr zur Verfügung stehen, dann bedient man sich eben der kommunistischen Presse. Welchen Wahrheits- oder Bedeutungsgehalt deren Meldungen haben, interessiert doch gar nicht – ein typisches Beispiel für diese Methode ist zum Beispiel der Schockwellenreiter.
Er ist allerdings nur ein Beispiel für eine ganze Gruppe von bloggenden Dinosauriern, die ihren kindischen Trotz gegen die Republik und ihre Repräsentanten hinausschleudern. Im Grunde sind es Ritter von der traurigen Gestalt, die ihr Pferd vom Schwanz her aufgezäumt haben: Die Augen nach vorne gerichtet, laufen ihr Pferde rückwärts. Fortschritt liegt bei ihnen immer hinten, es sei denn, Technik wäre betroffen: Da glänzen denn die Äuglein dieser Falschspieler wieder, gerade so, als ob die Entwicklung neuer Technologien nicht dem gleichen Kapitalismus entspringen würde, gegen den sie in ihren Blogs wettern.
Negativ sein, nicht dabei sein wollen, nicht deutsch sein wollen und nicht europäisch: die meisten der deutschen selbst ernannten „Spitzenblogger“, betreiben gemeinsam ein falsches Spiel: Sie gaukeln den Lesern des neuen Mediums „Blogs“ vor, man müsse so sein, wie sie selbst sind, wenn man „Blogs“ machen würde – links, technikversessen aber ansonsten bar jeder Bindung an die tatsächliche Welt.
Es ist zu bezweifeln, ob man tatsächlich Leserinnen und Leser erreichen will – meist reicht es, sich gegenseitig hoch zu loben, zu zitieren und sich miteinander zu verlinken: dadurch wird Popularität gewillkürt. Die tatsächliche Lebenswelt der Bürgerinnen und Bürger ist ihnen längst entronnen: Blogger sind in der Regel Versager an der Realität, und sie sprechen schon deswegen kaum noch einen Menschen an, der in diese Realität eingebunden ist.
Politische Bloggerinnen und Blogger schreiben sich die Demokratie immer ganz oben auf die Brust. Doch wenn es an die wirkliche Demokratie geht, die mehr ist als die Scheinwelt ihrer Blogs, versagen sie. Vor allem vergessen sie, dass man den Menschen in der Republik Mut machen muss. Redakteure tun dies, um junge Menschen an das Medium „Zeitung“ heranzuführen – sie lernen dabei ein gutes Stück Demokratie kennen. Vergleicht man, damit, was die meisten Blogger tun, so wird der Unterschied zwischen „positiver“ und „negativer“ Geisteshaltung blitzartig deutlich – und auch, wer tatsächlich für die Demokratie eintritt.
Womit ich heute beim Punkt wäre: Auf der einen Seite pulsiert das Leben – auf der anderen Seite dümpeln die Blogs. wer der Meinung ist, dass dies gut ist, mag dabei bleiben. Ich sage jedenfalls: Es ist schlecht, denn es schadet allen, die irgendein Blog führen. Denken sie doch bitte daran: Niemand ist in erster Linie Blogger. wir sind alle zunächst und vor allem etwas Anderes. Wem das nicht in den Schädel geht, dem ist vermutlich nicht mehr zu helfen.
Noch ein Wort zum Blogsterben: Des Lebens und der Liebe Wogen verschieben das Weltbild der Menschen bisweilen. Das mag hingehen. Aber es zeigt auch, dass Blogger und Bloggerinnen sich eben nicht am Leser und seinem Informations- und Unterhaltungsbedürfnis orientieren, sondern ausschließlich an ihrem Spiegelbild – und das ist zu wenig – viel zu wenig.
Sagte ich das alles nicht schon irgendwann? Natürlich. Doch ich wollte es noch einmal erwähnen, bevor für die Dinosaurier der Blogs die Dino-Götterdämmerung anbricht: Sie sollen nicht eines Tages sagen können, niemand hätte sie davor gewarnt, dass Scheinwelten ein sehr begrenztes Leben haben.
(geringfügig überarbeitet am 04.Oktober 2005)
sehpferd - am Montag, 3. Oktober 2005, 13:43 - Rubrik: wochenschau
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Madame will mir unbedingt den von ihr vertriebenen Fingervibrator vorführen. „fassen sie mal meinen Finger an und spüren sie die starke Vibration“. In der Tat, der Finger vibriert, angetrieben von einem dieser seit einiger Zeit erhältlichen Minivibratoren – gibt es auch zum Aufstecken auf den Finger, wie ich weiß – aber das sagte ich der Dame natürlich nicht.
Dieses Exemplar hier jedenfalls hat ein elastisches Band, das um den Finger passt – und natürlich nicht nur um den Finger – mit separater Stromversorgung, tragbar zum Beispiel am Handgelenk. „Sehen sie“, sagt Madame, „und von hier bis hier ist es wasserdicht“ – logisch – es könnte natürlich Feuchtigkeit eindringen bei der Anwendung, an die ich im Moment dachte.
Madame weiß alles von diesem Gerät und da wir hier natürlich alle irgendwie international sind, wird geschwätzig erwähnt, dass dieses Gerät von einem Schweizer erfunden wurde – um dann gleich nachzulegen, dass sie aber in Deutschland produzieren würden – „sehen sie hier, das Gütezeichen“.
Die eigentliche Attraktion am Stand von Madam ist sie selbst – eine Dame in besten Jahren, die werbewirksam einen Teil ihrer fülligen Brüste zeigt. Doch als sie merkt, dass mich dies zu sehr von ihren Verkaufswünschen ablenkt, gibt mir ein Gerät zum Ausprobieren – am Finger, selbstverständlich.
Auf die deutsche Fertigung konnte ich natürlich gut und gerne verzichten, deshalb sagte die Dame keck: „Nun tun sie doch mal die Hand in ihre Hosentasche und fühlen Sie, wie es wirkt“ – nun, ich war eher interessiert, wie es an ihrer schönen Brust wirkte – aber dies auch nur zu erwähnen, gestattete mir meine gute Erziehung nun doch wieder nicht. So verzichtete ich denn auf den letzten Teil der Vorführung, zumal Madame mir vorher den Preis verraten hatte. Etwa 50 Euro. Für 50 Euro gibt es eine Menge Vibration.
Dieses Exemplar hier jedenfalls hat ein elastisches Band, das um den Finger passt – und natürlich nicht nur um den Finger – mit separater Stromversorgung, tragbar zum Beispiel am Handgelenk. „Sehen sie“, sagt Madame, „und von hier bis hier ist es wasserdicht“ – logisch – es könnte natürlich Feuchtigkeit eindringen bei der Anwendung, an die ich im Moment dachte.
Madame weiß alles von diesem Gerät und da wir hier natürlich alle irgendwie international sind, wird geschwätzig erwähnt, dass dieses Gerät von einem Schweizer erfunden wurde – um dann gleich nachzulegen, dass sie aber in Deutschland produzieren würden – „sehen sie hier, das Gütezeichen“.
Die eigentliche Attraktion am Stand von Madam ist sie selbst – eine Dame in besten Jahren, die werbewirksam einen Teil ihrer fülligen Brüste zeigt. Doch als sie merkt, dass mich dies zu sehr von ihren Verkaufswünschen ablenkt, gibt mir ein Gerät zum Ausprobieren – am Finger, selbstverständlich.
Auf die deutsche Fertigung konnte ich natürlich gut und gerne verzichten, deshalb sagte die Dame keck: „Nun tun sie doch mal die Hand in ihre Hosentasche und fühlen Sie, wie es wirkt“ – nun, ich war eher interessiert, wie es an ihrer schönen Brust wirkte – aber dies auch nur zu erwähnen, gestattete mir meine gute Erziehung nun doch wieder nicht. So verzichtete ich denn auf den letzten Teil der Vorführung, zumal Madame mir vorher den Preis verraten hatte. Etwa 50 Euro. Für 50 Euro gibt es eine Menge Vibration.
sehpferd - am Freitag, 30. September 2005, 18:12 - Rubrik: wundersames
Wenn man auf eine Erotikmesse geht, will man mehr als zwei oder drei geschmackvolle Stände, und man will keine Verkäuferinnen und Verkäufe, die ihren Platz besser im Versandhandel einnehmen würden. Doch das geschieht leider nur allzu oft: Das Angebot an Waren ist entweder unbeschreiblich schlecht, oder die Präsentation ist scheußlich: so auch in diesem Jahr auf der Erotikmesse in Weil am Rhein.
Ob die Damen und Herren Aussteller vielleicht einmal bedenken, dass Erotik etwas mit Lust zu tun hat, und dass man gerade auf Erotikmessen schöne Messehostessen erwartet, die für ihr Geld auch lächeln, und Warenpräsentationen, die schön und stilvoll und manchmal sogar etwas diskret sind? Nichts dergleichen. Die schlechtesten Beispiele: Hunderte von Dildos an einem riesigen Stand, DVD-Stände mit dem letzten Erotik-Mist der Vergangenheit und überladene Wäschegeschäfte, gegen die der Chinesenmarkt in Budapest geradezu übersichtlich wirkt.
Immerhin – die Stripshows zur vollen Stunde waren sensationell.

© 2005 by sehpferd, Lörrach - Location: Weil/Rhein Germany
Ein etwas weniger dezentes Foto dann hier.
Ob die Damen und Herren Aussteller vielleicht einmal bedenken, dass Erotik etwas mit Lust zu tun hat, und dass man gerade auf Erotikmessen schöne Messehostessen erwartet, die für ihr Geld auch lächeln, und Warenpräsentationen, die schön und stilvoll und manchmal sogar etwas diskret sind? Nichts dergleichen. Die schlechtesten Beispiele: Hunderte von Dildos an einem riesigen Stand, DVD-Stände mit dem letzten Erotik-Mist der Vergangenheit und überladene Wäschegeschäfte, gegen die der Chinesenmarkt in Budapest geradezu übersichtlich wirkt.
Immerhin – die Stripshows zur vollen Stunde waren sensationell.

© 2005 by sehpferd, Lörrach - Location: Weil/Rhein Germany
Ein etwas weniger dezentes Foto dann hier.
sehpferd - am Donnerstag, 29. September 2005, 23:19 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen

