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Felix Ruckert ist Choreograf und bekommt als solcher für seine Compagnie eine Unterstützung von der Stadt Berlin – eigentlich sehr lobenswert. Jan-Nicolas Steinpilz ist Rechtsanwalt und mag das gar nicht. Florentine Anders nun ist Springer-Journalist und schreibt: „Im Extremfall könne das Geld zurückgefordert oder Anschlussförderungen gestrichen werden“.

Klar, Herr Anders: immer hart an der Volksmoral, gell? Damit können Sie Leser in der Gutmenschenschaft gewinnen.

Sollen Männer und Frauen Sex haben, bevor sie in Olympia zum Wettkampf um etwas anderes antreten. Nun, die BBC sprach mit Casey Stengel, und der meinte „Being with a woman all night never hurt no professional baseball player“.

All night? Oh dear. Ich begreife nach und nach, was „professionell“ bedeutet.

Ticklefight ist irgendwie aus der Versenkung wieder aufgetaucht – und verweist (wie könnt es anders sein) auf einen Hintern. Nicht den eignen. Einen, den die Nachrichtenagentur Reuters um die Welt schickt. Zur Eröffnung der Olympiade.

Nachdem die Gewerkschaften in den vergangenen Woche eher eine zwielichtige Rolle bei den Montagsdemos gespielt haben, ist Vernunft nun zurückgekehrt: DGB-Chef Sommer warnte vor „Rattenfängern“ und „Missbrauch“. Es gibt also, wie es scheint, doch ein Licht am Ende des Gewerkschaftstunnels.

Wobei ich meine, dass die Rattenfänger sowohl auf der rechten wie auf der linken Seite lauern – und sogar in Organisationen, die sich gerne das Kleidchen der Bessermenschen anziehen.

Gelesen in der Netzzeitung.

Ein Blog ist sehr praktisch: Man kann schreiben, ohne sich um Technik, Verwaltung oder den intern verwendeten Code zu kümmern. Das Medium ist nicht die Botschaft. Die Botschaft ist die Botschaft, das Medium spielt fast keine Rolle.

Die virtuellen sozialen Phänomene, die dabei scheinbar entstehen werden mit der Zeit verschwinden, weil sie letztlich keinerlei Synergie erzeugen. Stattdessen werden professionell und kommerziell genutzte Blogs in den Vordergrund treten.

Das ist freilich nur eine Hypothese. Aber eine, auf die ich mich festnageln lasse.

Das Wort „Dirnenpension“ habe ich in der Presse seit langer Zeit nicht mehr gelesen. Berichterstatter Peter Wark von der Backnanger Kreiszeitung muss offenbar seiner schwäbischen Leserschaft umschreiben, dass man jetzt in Backnang einen Puff hat.

Wie Leute dahin gehen können, ist ihm ebenfalls unerfindlich: Die Räume hätten den „Charme eines x-beliebigen unpersönlichen Hotelzimmers der unteren Preiskategorie“. Das ist eigentlich schade, aber wir sind im Schwabenland: Da ist man sparsam, gell?

 

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