anstoss

  sehpferdvs sehpferds magazin für anstöße und anstößiges
Schon wieder hat ein Sex-Blog aufgegeben, diesmal ein namhafter – Pornblography geht vom Netz, mit einem Spruch aus „Alice in Wonderland“:

„’The time has come,’ the walrus said, ‘to talk of other things!’”

Manchmal ist es wirklich an der Zeit, an andere Dinge zu denken – vor allem daran, dass Bloggen dann sehr frustrierend sein kann, wenn man erkennt, wie einsam man mit seinen guten Gedanken ist, und wie lange es dauert, bis sie den Bildschirm erreichen - während das eigene seichte Erotikgefasel einem aus der Tastatur rinnt – nun, Ringelnatz würde gesagt haben: wie Kinderpipi.

Die Würstchenbude steht zum Verkauf. Welche? Na da fragen sie noch? Die eines deutschen Webbürgers. Sollten sie eine berühmte Würstchenbude kennen, die real ist und in der mit Mutterwitz bewaffnete Damen alles verkaufen, was heiß und fettig ist, dann wenden sie sich doch mal an mich – sie sollten dann nämlich ein Foto machen und Europa Stadt Blogger werden. Natürlich nicht nur mit Würstchenbuden, es sei denn, sie wären Würstchenbudenbesitzer(in).

Natürlich, romantisch und ein bisschen mädchenhaft sollte sie sein, die Wunschpartnerin. Angeblich sollen sich 79 Prozent der Männer nach dieser Art Frau verzehren. Nur - dies darf ich ihnen gleich dazu sagen, meine Herren: der Markt ist leer gefegt. Die wenigen verbliebenen Exemplare suchen im Web und anderwärts nach Herren mit mehreren Kreditkarten – es kostet nämlich viel Geld, natürlich zu erscheinen, die romantischen Klamotten zu kaufen und das mädchenhafte Aussehen zu bewahren.

Offenbar waren bei der Umfrage der Frauenzeitschrift „Elle“ Mehrfachnennungen möglich, denn an zweiter Stelle mit 78 Prozent standen Pferdediebinnen, also kumpelhafte Frauen.

Sollte das stimmen, wundert mich nicht, dass deutsche Männer den Grauschleier des Frustes mit sich herumschleppen: Auch die Kumpelfrau, die mit einem durch dick und dünn geht, stammt eher aus dem Märchenbuch als aus der Realität.

Die neuen Frauen, also die Selbstbewussten, wurden nur zu 18 Prozent genannt, während offenbar kein Mann mehr eine Lady will: Nur noch 12 Prozent der Männer interessierten sich angeblich für wirkliche Damen.

Die Quellen der erotischen Schreiberei fallen nicht vom Himmel, und manchmal habe ich den Eindruck, bereits als Quelle benutzt zu werden. Amüsante erotische Nachrichten tendieren gegen null und Umfragen sind mittlerweile so langweilig geworden, dass sie niemand mehr liest: Beispiel Seitensprünge. Wer wen wann und wie außerhalb der Basisbeziehung seitenbespringt oder wer auch immer sich seitenbespringen lässt, verkommt zu einem Spiel der Frauenzeitschriften, die sich gegenseitig in Sensationsmeldungen zu übertreffen versuchen. Wie viele Frauen taten es? Wie viele würden es tun? Wann würden sie es tun? Warum taten sie es oder würden es tun? Wie viele fantasieren darüber?

Nun, und welche Wirkung soll das alles auf Männer haben? Sollen sich die Machos und Gigolos unter uns freuen, dass ihnen die Früchtchen massenweise in den Schoß fallen? Oder die Dauerstressarbeiter und Bravfamilienväter ärgern, dass ihre Frauen sich Fremdvergnügungen bei eben jenen Machos und Gigolos verschaffen?

Eigentlich ist es ärgerlich, die Dauerflittchen so heftig ins Licht zu ziehen. Seitensprünge kommen vor, daran wird siech wohl nie etwas ändern. Aber muss man in der Öffentlichkeit den Eindruck erwecken, dass sich inzwischen fast 50 Prozent der gebundenen Frauen "vorstellen könnten", das Höschen leichtfertig anderwärts herunterzulassen?

Ich denke, dass es nicht gut tut, ja, ich denke nicht einmal, dass es stimmt. Ich glaube viel mehr, es kommt auf die Art der Frage an – damit kann man schon ein paar Prozent Seitensprungbereitschaft herauskitzeln.

Sie wollen wissen, wer schon vor dem gegenwärtigen Papst Benedikt XVI Papst Benedikt war? Dann lesen sie bei Wikipedia nach – und sie werden überrascht sein – der neue Papst, erst vor wenigen Minuten gekürt, steht schon drin.

Das hat uns gerade noch gefehlt: Der deutsche Kardinal Joseph Ratzinger ist zum Papst gewählt worden. Der neue Name: Benedikt XVI. Arme Katholiken, ihr tut mir aufrichtig Leid.

Alle Päpste hier.

Die Meinung der Katholiken wie immer hier.

Namensvorgänger Benedikt XV.

In Dänemark gibt es einen bloggenden Wurstmaxe, Pølse Ole genannt. Auf seiner Webseite wirbt er unter anderem mit Chillywurst, serviert mit Ketchup, Senf, Chillisauce und Zwiebeln. Sehr aktuell ist das Blog nicht, aber was soll man auch jeden Tag über Würstchen schreiben?

Das Blog ist in dänischer Sprache geschrieben, die Wurst (siehe link) aber sehr realistisch als Foto dargestellt.

Ich vergaß, ihnen dies zu erzählen: Ein Flugzeugmechaniker aus Nürnberg soll Andy geplant haben und bereits im Besitz eines Prototypen sein: Jene „Andy“ also wird als eine Dame beschrieben, die keine ist, sondern ein Produkt aus Kunststoff und High-Tech. Will jedenfalls die TAZ wissen, die schreibt: „Sie lächelt und blinzelt per Fernbedienung ... besitzt ein Jungfernhäutchen (mit Ersatz) und einen G-Punkt ("Aufbäumen des Rückens" bei Berührung) ..., bewegt die Hüften, praktiziert Blowjobs, man kann ihren Puls an den Händen und am Hals spüren.“

Hatten wir nicht just auf so eine Partnerin gewartet? Wahrscheinlich wird es aber noch sehr, sehr lange dauern, bis sie in Serie geht. Bis dahin müssen wir uns wohl noch mit den Damen amerikanischer und japanischer Herkunft begnügen, die lebensgroß und realitätsnah als Plüschtierersatz in die Wohnung kommen, wenn man nur genügend Kleingeld hat.

So rühmt denn ein amerikanischer Puppenmacher seine Produkte in höchsten Tönen: „Wenn du was in einen Silikoneingang steckst ... entsteht ein Vakuum und eine Saugwirkung, die eine tatsächliche Frau nicht erzeugen kann“.

Nun, Sehpferd hatte, wie immer, schon früher mal einen Blick riskiert, und schrieb einst über die Damen, bei denen sie sogar noch die Farbe des Nagellacks wählen können, wenn sie sich eine bestellen – und natürlich auch über entsprechende Damen aus Japan. Der Hersteller zeigt hier eines seiner schönsten Exemplare.

Die Meldung der TAZ wurde im Übrigen schnell durchs Netz geschleppt und landete unter anderem bei Freenet „Pervers oder genial? Der Sex-Roboter kommt“, beim Sonntagsblick „Sex-Maschine für Gutbetuchte“ und natürlich in der BILD-Zeitung „Ein deutscher Erfinder baut das perverseste Sex-Spielzeug der Welt“.

Wenn sie Sex mit einer Frau beim vierten Date haben wollen, müssen sie eine Schwedin von ihren persönlichen Vorzügen überzeugen, bei Britinnen und Australierinnen klappt es erst beim vierkommavierten Date.

Hatten sie schon mal ein vierkommaviertes Date? Nein? Dann haben wir den Grund gefunden: Beim vierten Date war es zu früh, beim Fünften bereits zu spät.

In Berlin vertilgt man angeblich Unmengen von Currywurst, während man in München Weißwürste mit süßem Senf verspeist. In Frankfurt isst man Wiener und in Wien Frankfurter, und der Kenner isst ohnehin immer und überall Thüringer Würste, die manchmal auch nur „Bratwürste“ genannt werden.

Stimmt es, dass es in Bremen einen Würstchenstand in einer Kirche gibt? Ja, stimmt - wenigstens in einem Teil davon. Und was gibt es in Ihrer Stadt? das könnten sie zum Beispiel in einem eigenen Stadtblog schreiben.

wuerstchen

Ja, wenn eine Behörde mal dichtet, dann kommt so etwas heraus:

„Internetnutzung älterer Menschen nimmt überdurchschnittlich zu“.

Ich wusste immer, dass ich zu etwas gut bin. Jetzt kann ich im Internet genutzt werden. Ich hätte doch noch einen Vorschlag an den Redakteur für eine Überschrift, die noch mehr ans Eingemachte geht und dabei ja sooo klug klingt: "Werden ältere Menschen jetzt fürs Internet verzweckt"?

Zu „älteren Menschen“ zählen im Übrigen beim statistischen Bundesamt schon Bürger ab 54 - ich bin also dabei.

"Catholic Church - since AD 33" steht auf den T-Shirts, da, wo eben alles auf T-Shirts steht – oft etwas hervorgewölbt, damit man es auch gut lesen kann, und im Schriftzug ähnlich der Coca-Cola-Werbung.

Mit dem Datum freilich nimmt man es nicht so genau – im Jahr 33 soll der Apostel Petrus in Rom aufgetaucht sein. Er war freilich kein Katholik, sondern Jude, und es verwundert doch sehr, dass die römische Gemeinde im Jahre 33 schon wissen konnte, was erst Jahre später (etwa im jahr 80) im Matthäusevangelium stand.

Noch viel mehr über katholische Blogs steht im Kurier.

Wehe, wenn sie ihre Masken herunterlassen: Franz Müntefering , Peer Steinbrück, Sigmar Gabriel und wie sie alle heißen, markieren gerade die starken Macker – mit Sozialisten-Sprüchen: Von Unternehmern, die „wie Heuschreckenschwärme über Unternehmen“ herfielen (Müntefering), der „totalen Ökonomisierung der Gesellschaft“ (Steinbrück) oder dem Vorwurf, die Unternehmen wollten einen „Nachtwächterstaat, bei dem für den internationalen Kapitalismus keinerlei Regeln mehr gelten“ (Gabriel). Schuld ist, wie könnte es anders sein, der Kapitalismus (Müntefering).

Es ist an der Zeit, mit der Sozialdemokratie Tacheles zu reden: Wir hatten in Deutschland bereits genügend Sozialismus, und die Folgen kann man in Ostdeutschland immer noch spüren. Was wir brauchen, sind Menschen, die in diesem Land in Forschung, Wissenschaft und vor allem in Wirtschaftsunternehmen investieren. Diese Leute als „Heuschreckenschwärme“ zu bezeichnen, disqualifiziert nicht nur Herrn Müntefering, sondern die ganze Partei, die ja nicht nur aus Betonköpfen besteht. Auch dem Herrn Steinbrück sollte man einmal einen Zettel ins Nachtkästchen legen: Ökonomisierung ist nichts an sich Negatives, sondern kann auch ein Teil der Kultur sein – und auch dies: die Wirtschaft bezahlt zu einem großen Teil unser Sozialwesen – nicht der Staat, und auch der kann seinen Anteil nicht ohne eine florierende Wirtschaft bezahlen.

Freilich: es gibt sie ja, die Absahner. Doch erwarten wir von Politikern Vorschläge, wie wir allzu dreisten Abzockern auf die Finger klopfen können - und keine linken Hohlsprüche.

Allen aber sei gesagt: Wir in Deutschland können auf Ideologien, gleich, aus welcher Richtung, notfalls verzichten. Was wir brauchen, sind pragmatische Menschen mit klarem Verstand. Falls sie in der Sozialdemokratie nicht zu finden sein sollten, müssen wir sie eben anderwärts suchen. Fragt sich, ob wir sie dort finden. Sowohl bei den Grünen wie auch bei der CDU/CSU habe ich mittlerweile meine Zweifel – aber was, bitte, bleibt dann noch? Nur noch die FDP? Ein bisschen Wettbewerb hätte ich denn doch ganz gerne.

Gelesen zum Beispiel in der Badischen Zeitung (unverlinkbar) und natürlich in der FT Deutschland. Auch der Stern äußerte sich ungewöhnlich schroff gegen Müntefering.

Ganz frisch ist diese Meldung sicher nicht, geisterte sie doch schon vor langer Zeit einmal durch die Presse – aber wie auch immer: Männer, lasst die Hoden baumeln. Nein, nicht so, dass sie jemand auf der Straße sehen kann, sondern - ja, wo denn nun eigentlich?

Mir ist völlig unklar, ob das Produkt nur für Männer geeignet ist, die Röcke tragen, oder auch für Männer, die beispielsweise Hosen aus einem Wollgemisch tragen. In dieser Kombination, so denke ich, dürfte die Sache kratzig werden.

Wenn es eine Partei für die Alten gibt, eine für die Frauen und eine für die bibeltreuen Christen, warum sollte es dann nicht eine Sexpartei geben? Jedenfalls in Vancouver, Kanada. Also: Falls sie, liebe Freundinnen und Freude, mal aus dem Nichts berühmt werden wollen, gründen sie eine Sexpartei und laden sie die Presse ein.

Und bitte: wenn sie sich fotografieren lassen, dann ziehen sie sich etwas Nettes an und kneifen sie die Augen nicht zusammen – vor allem, wenn sie eine Sexpartei begründen wollen.

Manche Bloggerinnen und Blogger in Deutschland, selbst die beliebtesten unter ihnen, können schon froh sein, wenn sie mit „gewöhnlichen Blogs“ etwa 200 - 300 Zugriffe haben.

Ein paar Zahlen zum Vergleich? Indienudes hat etwa 40.000 pro Tag, und das deutsche „Swingerportal“ annähernd 11.000. Selbst so einseitige Sexseiten wie „Ärsche und Titten“ kommen auf ca. 8.000 Zugriffe täglich.

Ach, ich höre schon: Sex sells. Dann sollten sie sich mal für die „Bambusratte“ interessieren. Etwa 40.000 Zugriffe pro Tag. Kategorie? „Private Homepages“.

Quelle : netbasic.net

Das wöchentliche Geblubber aus den Algen - fast immer sonntags

Ich bin Kind armer Eltern. Der Begriff des „Eigentums“ war mir noch als Kind völlig fremd – so etwas gab es nun einmal nicht. Jedenfalls nicht für uns. Der Kampf zwischen Vermietern und Mietern tobte, und mehr als einmal stritt sich mein Vater mithilfe des Mieterbundes gegen die Allüren des Vermieters, Vertreten durch den Haus- und Grundbesitzerverein. Erst spät wurde mir klar, dass Eigentum auch etwas Gutes sein kann, dass es, wenn es denn richtig verwendet wird, auch anderen nützt – und dass mein Vater nicht immer Recht hatte, wenn er über die Vermieterin schimpfte. Wie sollte sie, die auch nur Beamtenwitwe war, denn mit meines Vaters Miete renovieren?

Wie ich darauf komme? Weil im deutschen Osten immer noch die Haltung herrscht, dass irgendetwas nicht in Ordnung sein kann mit dem Eigentum. Wer wohnt, wohnt bei der Wohnbaugesellschaft. Das war schon im Sozialismus so, und das bleibt auch jetzt so. Nur das System hat gewechselt, die Menschen nicht. Natürlich gibt es solche Menschen auch im Westen - aber dort sind die ehemaligen Gebiete des sozialen Wohnungsbaus heute nicht selten Slums, sodass die Leute dort freiwillig wegziehen. Das blüht Ostdeutschland auch noch – aber das will dort noch niemand wissen.

Alles ändert sich, und wir, die Zeitzeugen, können nur darüber berichten. Zum Beispiel über Zeitungen, Zeitschriften oder Magazine. Da muss ich gar nicht erst die Bloggerbrille aufsetzen. Ich muss mich nur beobachten: Zeitung aus dem Briefkasten holen, mit in die Wirkstätte nehmen, eine Regionalseite, die mich nicht einmal besonders interessiert, kurz überfliegen, dann wegwerfen. Den Rest bekomme ich aktueller und vielfältiger aus dem Internet.

Natürlich begreifen die Zeitungs- und Zeitschriftenverleger das auch nach und nach. Für die meisten von ihnen wird die Luft dünner und dünner, was sie, insbesondere in Deutschland, nicht daran hindert, hochnäsig und weltfremd auf andere Zeiten zu hoffen. Natürlich gibt es noch Leute, die SPIEGEL; WELT, ZEIT, Süddeutsche und FAZ gedruckt lesen, aber auch sie werden mit der Zeit zu Medien wechseln, die ihnen Nachrichten besser aufbereiten. Englische Medien haben dies schon lange begriffen, und erst jetzt hat Medienzar Murdoch einen beachtenswerten Vortrag gehalten. Wer da mit Polemik kommt, sollte sich darüber klar sein, dass es auch für große Verlage ums wirtschaftliche Überleben geht – und da machen die Leute keine Späßchen, nur, um Blogger zu ärgern.

Wobei mir ein typisch deutsches, arrogantes Akademikerwort ins Ohr kommt: „Verzwecken“. Das Wort wird als Synonym für „in den Dienst (von etwas, jemandem) stellen“ gebraucht. Dabei wird versucht, den Eindruck zu erwecken, als sei die Sache, über die man redet, vorher reine Liebhaberei gewesen. So können wirklich nur Ignoranten reden. Blogs verzwecken? Ja warum eigentlich nicht? So bekommen sie wenigstens einen Sinn – einen Sinn im Übrigen, den man sonst oft vergeblich sucht.

Was mir noch auffiel? Neue Versuche mit Sexblogs – macht weiter, Mädchen und Jungs, die Leser sind euch sicher, aber ebenso sicher ist, dass euch schon bald der Stoff ausgeht. Wer es nicht glaubt, für den habe ich einige namhafte Beispiele.

Warum ich selbst nicht mehr so viel schreibe? Weil ich an Europas Stadt Blog arbeite. Damit ich mal wieder etwas verzwecken kann in einer Woche, die schon von vornherein verzweckt genug war. Jetzt hätte ich wohl „verzwickt“ schreiben sollen.

Ich wünsche meinen Leserinnen und Lesern weiterhin einen schönen Sonntag und einen guten Wochenbeginn.

Sexy, geräuscharm, verchromt und mit Glasjuwelen besetzt – so sieht der „Rolls Royce“ unter den Liebespielzeugen aus. Groß ist er nicht – nur neun Zentimeter, also vor allem für Menschen geeignet, die viel reisen.

Allerdings werden sie kaum umhinkommen, dass man sie bei der Sicherheitskontrolle gelegentlich fragt, was sie denn dort so mit sich führen. Das Spielzeug sieht nämlich genau so aus, als wäre es nur für einen Zweck geeignet – aber vielleicht wollen sie es ohnehin um den Hals tragen? Ganz ausschließen würde ich es in der heutigen Zeit nicht. Wann war noch die nächste Party?

Ich zähle schon gar nicht mehr mit, wie viele Sexblogger sich hier anmelden – und wieder ab. Dieser hier macht es dem Schmuddelblogger nach, vernascht eine Dame nach der Nächsten und schreibt darüber. Nur, dass der Schmuddelblogger gerade nicht schreibt. Dieser hier schon noch. Fragt sich wie lange. Aber ich zitiere erst mal: ... „und diese freche Stute mit ihren reschen Kurven, ihrem Knackarsch und den knospenden Brüsten war natürlich auch unsere erste Wahl“. Derselbe Artikel kommt auch hier.

Bleibt natürlich eine Frage offen: Diese.

Männer haben keine Sexprobleme – jedenfalls niemand außer jenen kläglichen fünf Prozent, die es zugeben. Wenn ich Männer höre, die mit ihrer Potenz herumprotzen, frage ich sie manchmal hinterher, was denn wohl ihre Ehefrau, Freundin oder Geliebte dazu sagen würde, wenn ich nun sie nach der Manneskraft und vor allem der Verfügbarkeit ihres männlichen Sexpartners fragen würde.

Aber wenn bin schon ich? Emnid hat gefragt. Und denen sagten die Frauen, dass 33 Prozent der Männer sexuelle Probleme hätten. Sagte da jemand gerade noch „Sildenafil„? Das wäre natürlich auch eine Antwort auf die Frage gewesen.

Blogger und Journalisten, die Bloggern nahestehen, reagieren immer gerne mit Häme, wenn sich einer der Erfolgreichen im Nachrichtengeschäft äußert. Diesmal war es Keith Rupert Murdoch (geb. 1931), der sich vor der American Society of Newspaper Editors über die Zukunft des Zeitungsgeschäfts äußerte.

Nun kann man jede kluge Rede – und um eine solche handelte es sich – kaputtreden, insbesondere, wenn sie einem nicht gefiel, weil der Sprecher Murdoch heißt und einem die politische Einstellung dieses Mediengiganten nicht gefällt. Allerdings wäre es manchmal wohl besser, genau hinzuhören, was gesagt wird, statt es in den Wind zu pfeifen.

Bei Telepolis-Mitarbeiter Thomas Pany liest sich das dann so:

„... vom kritischen Potential der Blogosphäre hält der radikale Meinungs(gleich)macher in der Realität gewiss nicht viel. Es scheint aber der Zug der Blogger jetzt doch so wichtig geworden zu sein, dass er es für schlauer hält, aufzuspringen - zumindest rhetorisch oder auch im Sinne einer PR, welche die Blogs einspannen und verzwecken will“. Da spürt selbst der dümmste Leser, dass es dem Schreiber gar nicht darum geht, was Murdoch sagte, sondern viel mehr darum, die eigenen Vorurteile noch mal durchs Dorf zu treiben.

Immerhin wusste Murdoch, dass ihm die jungen Leser abhanden kommen, und dieser Teil seiner Rede wird auch manche Kritiker überraschen:

“What is happening is, in short, a revolution in the way young people are accessing news. They don’t want to rely on the morning paper for their up-to-date information. They don’t want to rely on a god-like figure from above to tell them what’s important. And to carry the religion analogy a bit further, they certainly don’t want news presented as gospel.

Instead, they want their news on demand, when it works for them.

They want control over their media, instead of being controlled by it.”


Keine Nachrichten von gottähnlichen Redakteuren, die ihnen erklären wollen, was wichtig ist? Keine Nachrichten, die dargebracht werden wie das Evangelium? Leser, die ihre Zeitungen beherrschen statt umgekehrt? Murdock hat es begriffen. Wenn der deutsche SPIEGEL oder sogar die ARD schon halb so viel begriffen hätten, wäre es gut.

Murdock ging in seiner Rede selbstverständlich auch auf Blogger ein – und das, was er dazu sagte klang sehr plausibel. Nun, das nächste Mal, wenn ein Telepolis-Redakteur etwas über die Medien zu Papier bringt, könnte er ja meinem Ratschlag folgen. „Beiß mir nicht in den Finger – schau hin, welchen Weg er dir weist“.

Murdoch beende seine Rede mit einem flammenden Appell, den sich mancher deutsche Zeitungsverleger hinter die Ohren schreiben sollte: „Wir werden vielleicht niemals Eingeborene im Internet, aber wir müssen dessen Kultur und Denkweise verinnerlichen. Dies ist eine einmalige, ungeheure Chance und sie ist ebenso begeisternd: Wenn wir nämlich damit Erfolg haben, werden wir unsere Branche wieder in Ordnung bringen und sie wird besser dastehen als jemals zuvor".

Sie haben mal gehört, dass beim Sex die Chemie stimmen muss? Dabei haben sie vermutlich nicht an die Körperflüssigkeiten, wie Schweiß- und Spermagerüche gedacht, sonder an sinnige Sprüche wie etwa „ wie man sich anfühlt, so liebt man“.

Doch Sex hat eigentlich etwas mit Biochemie zu tun, und die hat nun auch wieder etwas mit Mathematik zu tun – oder etwa nicht? In jedem Fall, wenn sie der Mathematikdozentin Clio Cresswell Glauben schenken – oder noch besser, gleich lesen, was sie schreibt. Das tut sie nämlich, und zwar über „Mathematik und Sex“, und weil sich so etwas in Deutschland vermutlich nicht verkauft, heißt das Buch hier „Wieviel Sex passt in ein Einmachglas?".

Als Nicht-Mathematiker glaube ich mal, dass es darauf ankommt, wie der Sex eingemacht wird. Was mich noch interessieren würde: Wie ist eigentlich das Verfalldatum bei eingemachtem Sex?

Als ich vor Jahren irgendwann in Düsseldorf war, schlugen dort ein paar Knaben Rad. Dann gingen sie Passanten an und babbelten etwas, was sich so anhörte wie "Eeene meene Penning for de Düsseldoffer Radschläjer?" und dann zahlten die dummen Touristen eben mal ne Maaak ... Euro waren damals noch nicht erfunden.

Nun, heute greift m-e-x, das Blog, das Thema auf: soll man einem Ratschläger etwas bezahlen? Oder lieber nicht?

Bevor das Thema mich überrollt: Ich verkaufe gerne Ratschläge, wie man bessere Blogs betreiben könnte - mit weniger Zugriffen. Wetten, dass ich Pleite gehen werde?

Schöne Rad(t)schläge bis Morgen.

Natürlich können sie einfach ausziehen. Oder sie können sich ausziehen. Oder sie können jemanden ausziehen, und vielleicht können sie sogar einander ausziehen. Zanussi weiß, was man alles dazu braucht, um auszuziehen, und natürlich auch, um einzuziehen: Zanussi natürlich, und Erdnussi, und außerdem Chips (die zum Essen!), Schokobananen, Manner-Schnitten sowie Aspirin und Seife.

So weit – so gut. Doch es gibt auch Tipps, um „den Freund oder die Freundin mit einem heißen Strip überraschen“. Vorher muss man freilich ausziehen, wenn es denn mit dem Ausziehen klappen soll, denn: „Wer steht schon gern im String-Tanga da, nur weil Mama dich und deinen Freund/deine Freundin wieder einmal mit ihren selbst gebackenen Kokosmaronenplätzchen überraschen möchte?“

Ich sollte ihnen vielleicht nicht vorenthalten, dass daraufhin tatsächlich die Striptipps von Zanussi folgen.

Für den ungewöhnlichen Fall, dass sie nicht am Strippen interessiert sind, hat Zanussi auch noch eine Webseite, auf der sie ihre Produkte zeigt.

Städtereisen werden immer wichtiger für die Reisebranche – aber auch für die Geschäftsleute in den Touristenmetropolen. Zwar steht London immer noch unangefochten an der Spitze der Europaliste, doch weist die Metropole an der Themse nur noch geringe Zuwachsraten auf. Auch Paris, Rom und Madrid verzeichneten nur geringe oder gar keine Zuwächse mehr, während Berlin, Barcelona und Prag zweistellige Zuwächse feststellen konnten.

Der Artikel im Kurier beschäftigt sich mit der Situation der Stadt Wien. Hat sie zu lange auf das Festhalten an Traditionen gesetzt? Die Zeitung schreibt:

„... auf Grund neuer Mitbewerber aus den jungen EU-Ländern und durch Städte, die durch Billigcarrier Vorteile haben ... Billigcarrier bestimmen die Dynamik von Städten“ und „Verlieren würden künftig vor allem jene Städte, die zu lange auf traditionelles Image und historisches Erbe gesetzt haben, die Gewinner seien jene Destinationen, die attraktive Angebote auch im Lifestyle-Bereich anbieten.“

Ich möchte diesen Artikel nutzen, um meinerseits noch einmal für das Projekt europäischer Städteblogs zu werben. Die Gäste ihrer Stadt werden Ihnen schon bald danken, dass es Ihr Städteblog gibt. Führen sie den Strom der Gäste einfach an andere Orte als die Menschenauflaufstätten, an denen man vor allem den Touristenschweiß riecht. Manchen sie ihnen den Mund wässerig für ausgezeichnete Lokale statt für die Speisenausteileinrichtungen und Touristenabfüllstätten, und zeigen sie ihnen vor allem, wo der wirkliche Charme ihrer Stadt liegt – das weiß zumeist nicht einmal ihr örtliches Touristenbüro.

Mehr zu Europas Stadt Blog.

Wie schön, dass Röcke bei höheren Temperaturen „schrumpfen“. Da frage ich mich doch, ob dies bei Gehirnen auch der Fall ist.

Nachdem eine 15-jährige einem etwa gleichaltrigen Mädchen angedroht hatte, ihm „das Gesicht zu zerschneiden“, holte sich das Mädchen Verstärkung bei der Polizei: Doch die hatte ihre liebe Not mit der jungen Dame, denn die schlug nach einem Pressebericht „auf die Beamten ein und drückte einem von ihnen ihre glimmende Zigarette auf die Hand“. Doch damit nicht genug: Als die Polizei der handgreiflichen jungen Dame Handschellen anlegte, versuchte gleich eine ganze Mädchenbande, das offenbar als Bandenchefin fungierende Mädchen zu befreien.

Was höre ich immer? Die Jugend braucht Schutz vor den bösen Medien, und die Mädchen, sanft und hiflos wie sie sind, müssen lernen, sich gegen die hinterhältigen Machenschaften der Jungs zu wehren?

Es gibt Weblogs, die nur begründet werden, um mit Sex möglichst viele Leser anzulocken, und solche, in denen Menschen ihre Lüste einem großen Leserkreis offen legen. Dieses englischsprachige Blog wird von einer unterwürfigen Frau (im Jargon: einer „Sklavin“) geführt, und heißt „Magdala's Submission“. Die Seite hat ein interessantes Motto, das sich nicht nur für Menschen gilt, die Lust an der Unterwerfung haben: „Das Leben ist ein Tanz, man lernt ihn, indem man einfach mitmacht. Manchmal führst du, manchmal wirst du geführt“. Das Blog enthält keine anzüglichen Bilder.

Südafrikanische Patienten können sich freuen: Die Krankenschwestern kommen nach Presseberichten dieser Tage in Pyjamas und Nachthemden zum Dienst. Freilich tun sie dies nicht, um männlichen Patienten noch besser zu gefallen, als dies ohnehin schon der Fall ist, sondern um höhere Zuschüsse zu ihren Uniformen durchzusetzen.

Wo einstige BDM-Funktionärinnen nackt auf dem Tisch tanzten, weiß die Frankenpost – und auch sonst manches vom Kriegsende und der Besatzungszeit. Falls sie nicht wissen, was der BDM war, dann hilft Ihnen sicher Wikipedia weiter.

Fall sie ein Mann sind mal auf eine öffentliche Toilette gehen sollten (gehen sie besser nie auf öffentliche Toiletten) und ihnen sich dann eine Dame in den Weg stellt und mit den nackten Brüsten vor ihrer Nase wackelt ... also, falls dies einmal geschehen sollte, dann halten sie ihre Geldbörse fest.

Wie aus einer Pressemeldung hervorgeht, könnte ihnen sonst nachher (als nach dem Kontakt mit den Brüsten, nicht nach dem Besuch einer öffentlichen Toilette ohne Brustkontakt) ein höherer Geldbetrag fehlen.

Ich allerdings frage mich, warum der fehlende Geldbetrag nachher höher war als vorher. In meiner Geldbörse ist der feilende Geldbetrag eigentlich immer sehr hoch – auch bevor ich auf öffentliche Toiletten gehe. Oder habe ich jetzt etwas durcheinander bekommen?

Spermien werden angeblich von Maiglöckchenduft gelockt. Durch bewusste Irreführung der Spermien hoffen Wissenschaftler, nun eine neue Verhütungsmethode gefunden zu haben. Die Pressemitteilung ist viel zu dürftig, um sie hier wiederzugeben, statt dessen verlinke ich mal auf die Webseite und vor allem die Maiglöckchenseite.

Wer Sicherheitssoftware verkauft, hat ein Interesse daran, ständig vor neuen Gefahren zu warnen – und so hat das Unternehmen Websense vor kurzem eine Pressemitteilung herausgegeben, in der vor den Gefahren gewarnt wird, die durch bestimme Spam-Mail-Methoden entstehen. Der Bericht warnt keinesfalls generell vor dem lesen von Weblogs. So heißt es im Text „These aren’t the kind of blog websites that someone would stumble upon and infect their machine accidentally” – Leser von Blogs sind also kaum betroffen.

Die einschlägige Presse, vor allem aber die redaktionell dürftig besetzten Technik-. und Hobbymagazine, schreiben allerdings seit Tagen über das Thema, und dabei sind ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Von der schnöden Behauptung „Weblogs verbreiten Viren, Würmer und Trojaner“ (Pressetext at, in der Übersetzung vom Original stark abweichend durch Auslassungen) bis hin zum Schnodderjargon der Jugend „Blogs sind Virenschleudern!“ reichte das Spektrum.

Vielleicht sollten die Redakteure mancher Onlinezeitungen erst mal lesen lernen, bevor sie schreiben? Eigentlich müsste die Überschrift nämlich heißen: „Blogs können als Virenschleudern missbraucht werden“ oder so ähnlich.

Ich biete Ihnen ein renoviertes Wohn- und Geschäftshaus an. Es ist ein sehr stilvolles Innenstadthaus, das aber dennoch ruhig gelegen ist. Im Untergeschoß befindet sich ein Laden, im ersten OG wurde ein Büro eingerichtet, und außerdem gibt es drei abgeschlossene Wohnungen, von denen jede ca. 75 qm Wohnraum hat.

Die gewerbliche Nutzung des gesamten Hauses ist möglich, ebenso kann das Büro wieder zur Wohnung umgebaut werden. Es ist möglich, das Haus in Eigentumswohnungen aufzuteilen, da alle Einheiten in sich abgeschlossen sind. Der Laden hat ein schönes, großes Schaufenster zur Straßenseite, die Wohnungen sind alle sehr hell und wirken luftig.

Das Haus befindet sich gegenwärtig im Familienbesitz. Der Preis ist ausgesprochen gering: nur 135.000 Euro müssen aufgewendet werden. Dieser Preis liegt weit unter den eingesetzten Kosten für Erwerb und Renovierung.

Anfragen bitte an sehpferd@sehpferd.com

altenburg

Nein, ich bin kein Immobilienmakler geworden - es handelt sich vielmehr um eine seh persönliche Angelegenheit.

 

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