Das wöchentliche Geblubber aus den Algen – fast immer sonntags
Diese Woche bin ich doch tatsächlich ebenfalls einem Trend verfallen – nämlich dem, der Hommingberger Gepardenforelle zu folgen. Immerhin hat die Sache einen Nutzen: Man will damit herausfinden, wie die Suchmaschinen Beiträge bewerten. Nun, da es mir leicht fällt, irgendeinen Blödsinn zu schreiben, habe ich dafür nicht lange gebraucht. Doch andere haben offenbar ganze Webseiten eröffnet, nur um mit der Forelle mitschwimmen zu können.
Ansonsten folge ich keinem Trend – weder habe ich meine Geschäftstätigkeit auf die Blogberatung verlegt, wie es nun scheinbar sehr üblich geworden ist, noch habe ich, wie es noch nicht ganz so üblich ist, für eine Zeitschrift gearbeitet, um dort Salonblogger zu spielen. Statt dessen habe ich mich wie ein Löwe in die Arena der Stadtblogs gestürzt – haben auch schon andere gemacht. Leider waren meine Vorgänger alle erfolglos, soweit mein Blick reicht.
Einige scheinen dabei einfach die Grundsätze zu vergessen: Was geschrieben wird, muss jemanden interessieren, ist regel Nummer eins. Bei einem Stadtblog kommt hinzu, dass sich schon jemand für die Stadt interessieren muss – und dass die meisten Menschen, die sich für eine Stadt interessieren, eben Fremde sind. Also muss man darüber schreiben, was den Fremden interessiert. Sehr einfach? Ach so. Dann lesen sie doch mal, was der (an sich sehr gut aufgemachte) Karlsruhe-Blog so schreibt. No comment. Journalismus von unten – ja, gerne. Aber dann bitte nicht so krümelig. Wobei ich zu Ehren des Karlsruher Stadtblogs sagen muss, dass andere noch krümeliger sind: staubtrocken, sozusagen. Also, liebe Mitbürger, Stadtblogger und wie ihr euch sonst nennen mögt: Mal die Gewürze raus aus dem Küchenschrank, und Geschmack an die Sache bringen.
Warum es überhaupt so wenig Stadtblogger gibt? Weil die Bürger nicht wirklich glauben, dass ihre Stadt einen anderen Menschen interessieren könnte – und, weil sie diesen Faktor nicht ernst nehmen. Nun, und weil das so ist, führen Reiseveranstalter, Touristenbüros und andere ihre Gäste immer wieder an dieselben abgegrasten Stellen - in Oslo beispielsweise zum öden Holmenkollen.
Schön, liebe Städter, wenn ihr Gäste für einen Tag wollt – „Europe in five days“ oder „A weekend in Berlin – Samstagmorgen bis Sonntagabend“. Schlecht, wenn ihr Menschen wollt, die lange Zeit in eurer Stadt bleiben. Sie bringen nämlich Geld in die Stadt – das Mal nur so nebenbei, und sie suchen spätestens ab dem dritten Tag eine andere Gaststätte als die Würstchenbude oder wahlweise das Hotelrestaurant – von Touristenabfütterungsbetrieben, die sich fälschlich als „Gasthäuser“ bezeichnen, mal ganz abgesehen.
Ach ja, ich schrieb noch über Sexblogs – aber sie wissen ja: Langweilen kann man sich woanders besser, und wirklich anregende Geschichten über Erotik, Lust und Sex haben andere besser im Griff als ausgerechnet Blogger. Na, nun habe ich etwas gesagt, was wahrscheinlich wieder ein paar Katzen auf die Beobachtungsposten in der Nähe des Giebels treibt. Dennoch: kein Katzenkontent.
Ein schönes Wochenende wünscht.
Sehpferd
Diese Woche bin ich doch tatsächlich ebenfalls einem Trend verfallen – nämlich dem, der Hommingberger Gepardenforelle zu folgen. Immerhin hat die Sache einen Nutzen: Man will damit herausfinden, wie die Suchmaschinen Beiträge bewerten. Nun, da es mir leicht fällt, irgendeinen Blödsinn zu schreiben, habe ich dafür nicht lange gebraucht. Doch andere haben offenbar ganze Webseiten eröffnet, nur um mit der Forelle mitschwimmen zu können.
Ansonsten folge ich keinem Trend – weder habe ich meine Geschäftstätigkeit auf die Blogberatung verlegt, wie es nun scheinbar sehr üblich geworden ist, noch habe ich, wie es noch nicht ganz so üblich ist, für eine Zeitschrift gearbeitet, um dort Salonblogger zu spielen. Statt dessen habe ich mich wie ein Löwe in die Arena der Stadtblogs gestürzt – haben auch schon andere gemacht. Leider waren meine Vorgänger alle erfolglos, soweit mein Blick reicht.
Einige scheinen dabei einfach die Grundsätze zu vergessen: Was geschrieben wird, muss jemanden interessieren, ist regel Nummer eins. Bei einem Stadtblog kommt hinzu, dass sich schon jemand für die Stadt interessieren muss – und dass die meisten Menschen, die sich für eine Stadt interessieren, eben Fremde sind. Also muss man darüber schreiben, was den Fremden interessiert. Sehr einfach? Ach so. Dann lesen sie doch mal, was der (an sich sehr gut aufgemachte) Karlsruhe-Blog so schreibt. No comment. Journalismus von unten – ja, gerne. Aber dann bitte nicht so krümelig. Wobei ich zu Ehren des Karlsruher Stadtblogs sagen muss, dass andere noch krümeliger sind: staubtrocken, sozusagen. Also, liebe Mitbürger, Stadtblogger und wie ihr euch sonst nennen mögt: Mal die Gewürze raus aus dem Küchenschrank, und Geschmack an die Sache bringen.
Warum es überhaupt so wenig Stadtblogger gibt? Weil die Bürger nicht wirklich glauben, dass ihre Stadt einen anderen Menschen interessieren könnte – und, weil sie diesen Faktor nicht ernst nehmen. Nun, und weil das so ist, führen Reiseveranstalter, Touristenbüros und andere ihre Gäste immer wieder an dieselben abgegrasten Stellen - in Oslo beispielsweise zum öden Holmenkollen.
Schön, liebe Städter, wenn ihr Gäste für einen Tag wollt – „Europe in five days“ oder „A weekend in Berlin – Samstagmorgen bis Sonntagabend“. Schlecht, wenn ihr Menschen wollt, die lange Zeit in eurer Stadt bleiben. Sie bringen nämlich Geld in die Stadt – das Mal nur so nebenbei, und sie suchen spätestens ab dem dritten Tag eine andere Gaststätte als die Würstchenbude oder wahlweise das Hotelrestaurant – von Touristenabfütterungsbetrieben, die sich fälschlich als „Gasthäuser“ bezeichnen, mal ganz abgesehen.
Ach ja, ich schrieb noch über Sexblogs – aber sie wissen ja: Langweilen kann man sich woanders besser, und wirklich anregende Geschichten über Erotik, Lust und Sex haben andere besser im Griff als ausgerechnet Blogger. Na, nun habe ich etwas gesagt, was wahrscheinlich wieder ein paar Katzen auf die Beobachtungsposten in der Nähe des Giebels treibt. Dennoch: kein Katzenkontent.
Ein schönes Wochenende wünscht.
Sehpferd
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Für die wichtigsten skandinavischen Hauptstädte, also Kopenhagen, Helsinki, Stockholm und Oslo, habe ich jetzt selbst ein Stadtblog eröffnet – ich will nicht länger warten. Dennoch, liebe Leserinnen und Leser. Wenn ihr einen kennt, der einen kennt, der einen kennt: Es wäre schön, mehr deutsch- und englischsprachige Autoren mit an Bord zu nehmen.
sehpferd - am Sonntag, 24. April 2005, 13:23 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Rabbi Mordechai Eliahu sagt jedenfalls „ja“ dazu – unter bestimmten Voraussetzungen. Mehr bei der BBC.
sehpferd - am Sonntag, 24. April 2005, 11:12 - Rubrik: religion im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Natürlich weiß ich, dass fast alle Männer gerne schöne Frauen sehen – nicht nur, aber eben doch auch nackt. Sicher weiß ich auch, dass jeden Tag schöne neue Bilder dazu kommen (T-Online lässt grüßen, dort bekommen die Kunden tagtäglich nackte Haut serviert). Aber – und jetzt beginnt mein Problem: Diese Damen in den Links sind zumeist nicht nur ausgezogen, sondern gedeihen offenbar in Umgebungen, in denen auch zahllose pornografische Darstellungen eingemischt wurden. Dazu kommen immer mehr Anzeigen, auf denen kopulierende Paare zu sehen sind oder Damen in Posen, in die man sich nur begibt, wenn man sexhungrige Männer anlocken will.
Sehen sie, und deswegen muss ich mich zurückhalten. Doch wenn ich eine Seite finde, in der schöne, silikonlose Damen zu sehen sind, dann sage ich es ihnen. Hier zum Beispiel. Die Seite ist eine Payseite, ich bekomme keinen Cent, aber man jeden Tag ein Foto besichtigen, das wirklich schön ist – für mich jedenfalls. Dahin gekommen bin ich über Fleshbot und diese Seite. Für die Liebhaber von Schlafzimmerblicken hätte ich noch Kladblog.
Sehen sie, und deswegen muss ich mich zurückhalten. Doch wenn ich eine Seite finde, in der schöne, silikonlose Damen zu sehen sind, dann sage ich es ihnen. Hier zum Beispiel. Die Seite ist eine Payseite, ich bekomme keinen Cent, aber man jeden Tag ein Foto besichtigen, das wirklich schön ist – für mich jedenfalls. Dahin gekommen bin ich über Fleshbot und diese Seite. Für die Liebhaber von Schlafzimmerblicken hätte ich noch Kladblog.
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sehpferd - am Sonntag, 24. April 2005, 10:53 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Denken sie etwa, ich mache mir solche Gedanken? Nein, Adam Boyle macht sie sich. In Nerve. Auf Englisch. Nummer 7 nimmt die Medien auf die Schippe:
„I love the person-on-the-street interviews about the new Pope. Oh, great, Phil from Toms River thinks Ratzinger's a good selection. Now I can rest easy.”
Sehen sie, so einfach kann Religion sein.
„I love the person-on-the-street interviews about the new Pope. Oh, great, Phil from Toms River thinks Ratzinger's a good selection. Now I can rest easy.”
Sehen sie, so einfach kann Religion sein.
sehpferd - am Sonntag, 24. April 2005, 10:33 - Rubrik: papierkorb nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Neue Sex-Kids on the Blog? Wann verlinken sie endlich zu ihnen, Herr Sehpferd? Ich sage es ihnen, liebe Leser: gar nicht. Es sei denn, sie wären literarisch halbwegs anspruchsvoll, intellektuell beachtenswert, weitgehend authentisch oder wenigstens informativ. Nicht alle meine Links sind so, ich weiß. Der Rasen wird aber nicht jeden Tag gemäht.
Ich habe meine Meinung zu Sexblogs schon anderwärts geäußert: Wer kein Sexworker ist, kann nicht täglich Neues über seine Amouren schreiben – selbst, wenn sie oder er außerordentlich Sexaktiv ist. Also brauche ich früher oder später das Nähkästchen, in dem die lieben kleinen Versatzstücke liegen. Die breite ich dann auf dem Schreibtisch aus, setze das Ganze neu zusammen, änder die Namen und Orte und schreibe ein paar Übergänge. Fertig ist die Geschichte.
Vielleicht sollte ich mich als Blog-Sexserienschreiber verdingen. Dann müssten sie mir nur sagen, wie viele Personen, wo es stattfinden soll, welche Praktiken eingesetzt werden sollen und wie die Sache enden soll. Früher machte man das so: Sie macht es sich, sie macht es ihr, sie macht es ihm, er macht es ihr, beide bewegen sich schrecklich viel und schwitzen dabei, bis er irgendwie auf sie abspritzt. Für etwas literarische Qualität sorgt stets die Schilderung des Ambiente, während das Lechzen durch die Schilderung der erotischen Fantasien und sonstiger Gedanken der Beteiligten gesteigert werden kann. Peitschen und Fesseln machen sich gut, wenn man die Blümchenvarianten durchhat, und latente Homosexualität kommt bei Männern ausgezeichnet an – sie darf nur nicht zu krass geschildert werden. Wenn Frauen als Icherzähler (Pardon: Authentisch) schreiben, sollten sie nie vergessen, ständig von ihrer unbändigen Lust zu reden, die sie in Bars, auf Partys und in Swingerklubs treibt.
Apropos Frauen: Wenn sie glaubhaft erklären können, dass sie eine Frau sind (plausibler Tagesablauf, feminine Ausdrücke, Anatomiekenntnisse) können sie auch Geld damit machen: Sie müssen sich nur dies merken: Nicht alle Männer sind blöde, aber es gibt stets genug davon.
Ich selbst werde mir gleich morgen einen Würfel kaufen – um den nächsten Absatz einer Sexgeschichte auswürfeln zu können. Lachen sie bitte nicht. Es gibt ein Buch, wie man Theaterstücke nach dem Würfel schreiben kann. Für Sexgeschichten sollte dies noch bei weitem einfacher sein.
Ich habe meine Meinung zu Sexblogs schon anderwärts geäußert: Wer kein Sexworker ist, kann nicht täglich Neues über seine Amouren schreiben – selbst, wenn sie oder er außerordentlich Sexaktiv ist. Also brauche ich früher oder später das Nähkästchen, in dem die lieben kleinen Versatzstücke liegen. Die breite ich dann auf dem Schreibtisch aus, setze das Ganze neu zusammen, änder die Namen und Orte und schreibe ein paar Übergänge. Fertig ist die Geschichte.
Vielleicht sollte ich mich als Blog-Sexserienschreiber verdingen. Dann müssten sie mir nur sagen, wie viele Personen, wo es stattfinden soll, welche Praktiken eingesetzt werden sollen und wie die Sache enden soll. Früher machte man das so: Sie macht es sich, sie macht es ihr, sie macht es ihm, er macht es ihr, beide bewegen sich schrecklich viel und schwitzen dabei, bis er irgendwie auf sie abspritzt. Für etwas literarische Qualität sorgt stets die Schilderung des Ambiente, während das Lechzen durch die Schilderung der erotischen Fantasien und sonstiger Gedanken der Beteiligten gesteigert werden kann. Peitschen und Fesseln machen sich gut, wenn man die Blümchenvarianten durchhat, und latente Homosexualität kommt bei Männern ausgezeichnet an – sie darf nur nicht zu krass geschildert werden. Wenn Frauen als Icherzähler (Pardon: Authentisch) schreiben, sollten sie nie vergessen, ständig von ihrer unbändigen Lust zu reden, die sie in Bars, auf Partys und in Swingerklubs treibt.
Apropos Frauen: Wenn sie glaubhaft erklären können, dass sie eine Frau sind (plausibler Tagesablauf, feminine Ausdrücke, Anatomiekenntnisse) können sie auch Geld damit machen: Sie müssen sich nur dies merken: Nicht alle Männer sind blöde, aber es gibt stets genug davon.
Ich selbst werde mir gleich morgen einen Würfel kaufen – um den nächsten Absatz einer Sexgeschichte auswürfeln zu können. Lachen sie bitte nicht. Es gibt ein Buch, wie man Theaterstücke nach dem Würfel schreiben kann. Für Sexgeschichten sollte dies noch bei weitem einfacher sein.
sehpferd - am Sonntag, 24. April 2005, 10:16 - Rubrik: wundersames
Brutus ist nicht etwa mein Hund. Brutus heißt man Server, auf dem ich bei Magicalworks gehostet werde. Das funktioniert in der Regel ganz gut, und so habe ich denn, wie heute bereits hier beschrieben, meine E-Mail-Adressen auf den Herrn Brutus gelegt.
Nun ist der Herr Brutus verschwunden, sagt weder piep noch pap, und die Magicalworks-Leute sagen auch weder piep noch pap, weder auf ihrer Webseite (also müsste dort ja noch irgendetwas funktionieren) noch über meine andere E-Mail-Adresse, die den Herrschaften dort ja bekannt sein sollte.
Nun, bis zu einem gewissen Grad habe ich Humor. Server sind auch nur Menschen. Besonders, wenn man Brutus heißt. Das mit dem Humor könnte sich freilich schnell ändern, wenn der Herr Brutus nicht bald aus seinem Schlaf erweckt wird.
Nun ist der Herr Brutus verschwunden, sagt weder piep noch pap, und die Magicalworks-Leute sagen auch weder piep noch pap, weder auf ihrer Webseite (also müsste dort ja noch irgendetwas funktionieren) noch über meine andere E-Mail-Adresse, die den Herrschaften dort ja bekannt sein sollte.
Nun, bis zu einem gewissen Grad habe ich Humor. Server sind auch nur Menschen. Besonders, wenn man Brutus heißt. Das mit dem Humor könnte sich freilich schnell ändern, wenn der Herr Brutus nicht bald aus seinem Schlaf erweckt wird.
Please note: In case you wish to write me an urgent email: my server is down over the weekend. I’m very sorry about it, and I just hope that my provider can fix it this weekend. The German “Impressum” cannot be shown for the same reason. Please send any urgemt Email to the known address, sehpferd@sehpferd.com, but send a copy to sehpferd@t-online.de as well - this weekend only, please.
Bitte beachten Sie: Fall sie mir an diesem Wochenende eine Email schreiben wollen: Mein Server ist am Wochenende zusammengebrochen. Ich bedauere dies sehr, und hoffe, dass mein Provider den Schaden bald behebt. Aus dem gleichen Grunde ist auch das Impressum heute nicht erreichbar. Dringende Email schicken sie bitte an die gewohnte Adresse sehpferd@sehpferd.com, aber senden sie dann eine Kopie an sehpferd@t-online.de - aber bitte nur dieses Wochenende.
Bitte beachten Sie: Fall sie mir an diesem Wochenende eine Email schreiben wollen: Mein Server ist am Wochenende zusammengebrochen. Ich bedauere dies sehr, und hoffe, dass mein Provider den Schaden bald behebt. Aus dem gleichen Grunde ist auch das Impressum heute nicht erreichbar. Dringende Email schicken sie bitte an die gewohnte Adresse sehpferd@sehpferd.com, aber senden sie dann eine Kopie an sehpferd@t-online.de - aber bitte nur dieses Wochenende.
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Ask Men greift ein Thema auf, über das kaum ein Mann redet: Der eigene G-Spot, besser bekannt als Prostata. Um als Liebespartnerin an ihn heran zu kommen, ist freilich ein wenig Werkzeug nötig – oder Fingerspitzengefühl. Meint Ask Men.
sehpferd - am Samstag, 23. April 2005, 17:35 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Strippen ist gefährlich: jedenfalls, wenn man nach Meinung übereifriger Moralwächter gegen die guten Sitten verstößt. Das aber hat angeblich die kanadische Stripperin Marie-Andrée Lauriault getan, in Kanada besser bekannt unter dem Namen, den sie sich als Pornostart gemacht hat: Tangerine Dream.
Der Vorfall ereignete sich nach einem Pressebericht während einer ganz normalen Stripshow am vergangenen Donnerstag: Gegen Ende der Show benutzt Frau Lauriault einen Dildo, was weder unüblich noch geheim ist – schließlich benutzt der Klub, in dem sie arbeitet (Bubbles Gentlemen's Club), ein Bild davon auf seiner Webseite.
Frau Lauriault war in dem Klub für den 12. bis zum 21. April gebucht. Im "Bubbles" wird sie vorläufig nicht mehr arbeiten können: Zu den Kautionsauflagen, die ihr das Gericht gab, gehört auch ein vorläufiges Auftrittsverbot, sodass sie auch ihren Job los sein dürfte.
Wie es scheint, haben die Moralwächter auch in Kanada den Krieg gegen die Lust begonnen – für Anwalt Bob Simmonds ist jedenfalls eines klar: So etwas hat er seit dem Beginn seiner Berufstätigkeit im Jahre 1980 noch nicht erlebt.
Der Vorfall ereignete sich nach einem Pressebericht während einer ganz normalen Stripshow am vergangenen Donnerstag: Gegen Ende der Show benutzt Frau Lauriault einen Dildo, was weder unüblich noch geheim ist – schließlich benutzt der Klub, in dem sie arbeitet (Bubbles Gentlemen's Club), ein Bild davon auf seiner Webseite.
Frau Lauriault war in dem Klub für den 12. bis zum 21. April gebucht. Im "Bubbles" wird sie vorläufig nicht mehr arbeiten können: Zu den Kautionsauflagen, die ihr das Gericht gab, gehört auch ein vorläufiges Auftrittsverbot, sodass sie auch ihren Job los sein dürfte.
Wie es scheint, haben die Moralwächter auch in Kanada den Krieg gegen die Lust begonnen – für Anwalt Bob Simmonds ist jedenfalls eines klar: So etwas hat er seit dem Beginn seiner Berufstätigkeit im Jahre 1980 noch nicht erlebt.
sehpferd - am Samstag, 23. April 2005, 17:21 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
„Früher“ sagte mir gestern ein Mittsechziger mit fröhlichem Jungengesicht, also, früher habe er wenigstens gewusst, was Freizeit war: Entweder es war Schicht oder es war Freizeit. Aber jetzt, als Rentner? Nein, er habe nie Zeit. Mal sei dies, mal sei jenes. Heute müsse er einen dringenden Auftrag für seinen Bruder erledigen. Aber irgendwas sei immer. Nicht als Arbeit.
Nun, da habe ich ja noch Chancen, mich nicht zu langweilen. Ich hatte im letzten Jahr zahlreiche Gespräche mit Rentnerinnen und Rentnern: Alle tun irgendetwas, von Oma spielen über Taxi fahren bis hin zur Unternehmensgründung. Für den Schrebergarten bliebe da kaum noch Zeit. Nichts als Arbeit eben.
Nun, da habe ich ja noch Chancen, mich nicht zu langweilen. Ich hatte im letzten Jahr zahlreiche Gespräche mit Rentnerinnen und Rentnern: Alle tun irgendetwas, von Oma spielen über Taxi fahren bis hin zur Unternehmensgründung. Für den Schrebergarten bliebe da kaum noch Zeit. Nichts als Arbeit eben.
sehpferd - am Samstag, 23. April 2005, 09:56 - Rubrik: zeit geschehen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
„Eine Oase des Friedens für Männer und Frauen“, in der man sich „gediegen unterhalten“ könne – nein, eine solche Bezeichnung habe ich für einen Saunaklub noch nie gehört – aber man lernt ja nie aus. Näheres in der Thurgauer Zeitung.
Der Wortschatz der Uni Leipzig nennt als Synonyme für gediegen „hochwertig, reell, rein, und solide“. Da ich immer mal wieder nach hochwertiger Unterhaltung suche – ob ich sie in demnächst in Huzenwil (Schweiz) finden werde?
Der Wortschatz der Uni Leipzig nennt als Synonyme für gediegen „hochwertig, reell, rein, und solide“. Da ich immer mal wieder nach hochwertiger Unterhaltung suche – ob ich sie in demnächst in Huzenwil (Schweiz) finden werde?
sehpferd - am Samstag, 23. April 2005, 09:23 - Rubrik: papierkorb nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Eine Ärztin soll junge Frauen vor einigen Wochen in der populären amerikanischen Oprah-Show ermahnt haben, keine „Mülleimer für Sperma“ zu sein. Hintergrund war vermutlich die zunehmende Bereitschaft sehr junger Mädchen in den USA, so genannte „Blowjobs“ zu geben. Im Nicebluejournal sagt eine Frau, was sie darüber denkt.
sehpferd - am Samstag, 23. April 2005, 08:42 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Sex sells – na klar. „Mädchen und Motoren“ – auch klar, soll angeblich immer gehen, namentlich bei Automobilen, die überwiegend von Machos gekauft werden. Doch Seat? Seat Altea? Ich musste wahrhaftig auf die Webseite von Seat gehen, mir dreimal die Augen reiben, noch mal begreifen, was ich gesehen hatte und dann erkennen: jawohl, ein sportliches Fahrzeug also. Sagt jedenfalls die Werbung: „Der erste Sport-Van. Einzigartig in seiner Form, vielseitig wie kein anderes sportliches Fahrzeug zuvor“. Ich nehme mal an, es ist für jugendliche Kraftprotze gemacht. Solche, die Blondinenwitz lieben. Ich muss freilich noch mal nachzählen (bei „Poolse Seat Babes“, es gibt mehrere Serien): Nur drei der sechs barbusigen Damen sind blond, eine ist rötlich, zwei sind brünett. Die ersten beiden Bilder geben Aufschluss über die Oberbekleidung – wenn sie es nicht längst bemerkt haben.
sehpferd - am Samstag, 23. April 2005, 08:14 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Miss Leipzig wird gegenwärtig zur neuen „Heiligen“ der Jugend hoch stilisiert – sogar von der katholischen Konkurrenz. Wie die „Passauer neue Presse“ berichtete, erhielten „99 Buben und Mädchen“ die Firmung mit dem Hinweis, wie die Leipziger Schönheitskönigin zu leben. Die ist zwar Angehörige der evangelischen Brüdergemeinde, aber was soll’s – sind wir nicht alle immer dann gleich, wenn es der Kirche ins Konzept passt?
Diese passt offenbar in das Konzept: „Als zweites Beispiel führt der Abt die 18-jährige Caroline an. Sie ist Miss Leipzig und bekennt, vier Mal am Tag zu beten, nicht zu lügen und zwei Mal die Woche in den Gottesdienst zu gehen. Und: kein Sex vor der Ehe.“
Na bitte. Sagte noch jemand, die jungen Mädchen hätten keine Vorbilder mehr? Nun haben sie eines: Miss Leipzig. Mädchen, werdet Miss, dann tut ihr keine Sünden und tut Erleuchtung finden. Oder auch nicht.
Diese passt offenbar in das Konzept: „Als zweites Beispiel führt der Abt die 18-jährige Caroline an. Sie ist Miss Leipzig und bekennt, vier Mal am Tag zu beten, nicht zu lügen und zwei Mal die Woche in den Gottesdienst zu gehen. Und: kein Sex vor der Ehe.“
Na bitte. Sagte noch jemand, die jungen Mädchen hätten keine Vorbilder mehr? Nun haben sie eines: Miss Leipzig. Mädchen, werdet Miss, dann tut ihr keine Sünden und tut Erleuchtung finden. Oder auch nicht.
sehpferd - am Freitag, 22. April 2005, 23:16 - Rubrik: religion im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Wenn sie mal nach Kopenhagen kommen, will ihnen bestimmt jemand die „kleine Meerjungfrau“ zeigen – und wenn sie vorher nicht geglaubt haben, dass sie nicht nur „kleine“ Meerjungfrau heißt, sondern auch sehr klein ist, dann merken sie es spätestens, wenn sie davor stehen – falls sie jemals so nahe herankommen, denn natürlich ist die Meerjungfrau ständig von Touristen belagert.
Aber: Gibt es nicht auch in Ihrer Stadt Meerjungfrauen? Richtige, barbusige Meerjungfrauen? In Helsinki gibt es eine, die in eines der beiden empfehlenswerten Fischlokale lockt.

Foto: © 2005 by sehpferd. Location: Helsinki (FI)
Aber: Gibt es nicht auch in Ihrer Stadt Meerjungfrauen? Richtige, barbusige Meerjungfrauen? In Helsinki gibt es eine, die in eines der beiden empfehlenswerten Fischlokale lockt.

Foto: © 2005 by sehpferd. Location: Helsinki (FI)
sehpferd - am Freitag, 22. April 2005, 21:40 - Rubrik: europa stadt blogs
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Zu Hause sein – nun, wo denn eigentlich? In manchem Jahr war ich mehr in Kopenhagen als in irgendeiner anderen Großstadt, dann wieder in Helsinki oder Oslo und nun in Budapest.
Hier in Kopenhagen verziehen sich die Menschen an einem blauen Oktoberabend mal schnell nach Europa. Ich habe viele Bilder mit diesen blauen Stimmungen, die in genau der gleichen Weise entstanden sind. Auch aus Oslo habe ich einige mitgebracht.

Photo: © 2005 by sehpferd. Location: Kopenhagen, Dänemark.
Hier in Kopenhagen verziehen sich die Menschen an einem blauen Oktoberabend mal schnell nach Europa. Ich habe viele Bilder mit diesen blauen Stimmungen, die in genau der gleichen Weise entstanden sind. Auch aus Oslo habe ich einige mitgebracht.

Photo: © 2005 by sehpferd. Location: Kopenhagen, Dänemark.
sehpferd - am Freitag, 22. April 2005, 20:36 - Rubrik: europa stadt blogs
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
In meinen jungen Jahren hat mir bisweilen mal ein Mensch abfällig gesagt: „Du fotografierst wohl jeden Schrott, was“? Er meine nicht meine weiblichen Modelle, sondern beispielsweise die Misthaufen auf der Schwäbischen Alb.
Doch gerade bin ich virtuell einem Fotografen begegnet, der buchstäblich jeden Schrott fotografiert – wenn er denn nur in Massen vorkommt. Chris Jordan ist sein Name.
Doch gerade bin ich virtuell einem Fotografen begegnet, der buchstäblich jeden Schrott fotografiert – wenn er denn nur in Massen vorkommt. Chris Jordan ist sein Name.
sehpferd - am Freitag, 22. April 2005, 19:57 - Rubrik: fotografie im blick
„Sie sind kein eingefleischter Blogger, oder?“, schrieb mir eine Dame, und gab damit das Stichwort: ein eingefleischter Blogger.
Also, so richtig eingefleischt bin ich nicht. Eher eingefischt. Wegen des Cholesterins. Und wenn ich genau darüber nachdenke: ich bin Autor, Schriftsteller, Rechercheur, Bildjournalist und meinetwegen Erotomane, Schmierfink oder Zyniker. Aber eines bin ich ganz gewiss nicht: ein Blogger.
Also, so richtig eingefleischt bin ich nicht. Eher eingefischt. Wegen des Cholesterins. Und wenn ich genau darüber nachdenke: ich bin Autor, Schriftsteller, Rechercheur, Bildjournalist und meinetwegen Erotomane, Schmierfink oder Zyniker. Aber eines bin ich ganz gewiss nicht: ein Blogger.
Natürlich ist klassische Musik erotisch, und es ist noch nicht so lange her, als sich die Backfische (ja, auch die sind noch nicht so lange aus dem Wortschatz heraus) noch in den ersten Geiger oder den Dirigenten verliebt haben.
Doch seit in nahezu jedem Orchester auch Damen zu finden sind, kann man auch männliche Zuhörer beobachten, deren Augen wohlgefällig auf den Fingern – und manchmal sicherlich nicht nur auf den Fingern – der Damen ruhen. Bei den meisten Orchestern ist mithin die Kleiderordnung bei den Damen nicht so streng, und also kann man bald etwas an ihnen entdecken, was auch ausgesprochen sexy ist.
Eine Cellistin verriet mir einmal, warum Cellistinnen so erotisch sind. Ich muss sagen, dass ich ganz schön verdutzt geguckt habe, denn damals, also etwa 1980, war es noch lange nicht überall angebracht, mit Damen solche Themen zu behandeln.
Auf dieser Webseite kann man überwiegend brave Bilder schöner junger Solistinnen bewundern – nach Instrumenten, nicht nach Brustumfang, was eben doch für die Seite spricht.
Zuerst gelesen habe ich es freilich im Telegraph.
Doch seit in nahezu jedem Orchester auch Damen zu finden sind, kann man auch männliche Zuhörer beobachten, deren Augen wohlgefällig auf den Fingern – und manchmal sicherlich nicht nur auf den Fingern – der Damen ruhen. Bei den meisten Orchestern ist mithin die Kleiderordnung bei den Damen nicht so streng, und also kann man bald etwas an ihnen entdecken, was auch ausgesprochen sexy ist.
Eine Cellistin verriet mir einmal, warum Cellistinnen so erotisch sind. Ich muss sagen, dass ich ganz schön verdutzt geguckt habe, denn damals, also etwa 1980, war es noch lange nicht überall angebracht, mit Damen solche Themen zu behandeln.
Auf dieser Webseite kann man überwiegend brave Bilder schöner junger Solistinnen bewundern – nach Instrumenten, nicht nach Brustumfang, was eben doch für die Seite spricht.
Zuerst gelesen habe ich es freilich im Telegraph.
sehpferd - am Freitag, 22. April 2005, 19:24 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Kein anderes Land der Welt hat so viele radikale Feministinnen wie Schweden – und in keinem Land der Welt nutzen sie ihre Macht so rücksichtslos. Diesmal hat es die „Miss Sweden“ Wahl getroffen und den Sponsor, Panos Papadopoulos, den man in Schweden den Bikini-König nennt.
Der nämlich kann sich nicht mehr retten vor Polemik seitens der feministisch orientierten Frauengruppen – und sagte deshalb die Wahl kurzerhand ab, was ihm nicht leicht gefallen sein wird – schließlich hat er die Veranstaltungsrechte, die eine Menge Geld wert sind.
Doch immerhin scheint Herr Papadopoulos etwas Neues zu planen – was, will er noch geheim halten, wie er der schwedischen Zeitung „The Local“ sagte.
Die feministischen Gruppen, die Herrn Papadopoulos bedrängt haben, waren für weitere Stellungnahmen laut der „Local“ nicht zu erreichen.
Der nämlich kann sich nicht mehr retten vor Polemik seitens der feministisch orientierten Frauengruppen – und sagte deshalb die Wahl kurzerhand ab, was ihm nicht leicht gefallen sein wird – schließlich hat er die Veranstaltungsrechte, die eine Menge Geld wert sind.
Doch immerhin scheint Herr Papadopoulos etwas Neues zu planen – was, will er noch geheim halten, wie er der schwedischen Zeitung „The Local“ sagte.
Die feministischen Gruppen, die Herrn Papadopoulos bedrängt haben, waren für weitere Stellungnahmen laut der „Local“ nicht zu erreichen.
sehpferd - am Freitag, 22. April 2005, 19:05
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Ab und an habe ich Kontakte mit Stadtbloggern. Die meisten sind von der Art, dass ich auf die E-Mail-Adresse klicke und auf ein kleines Vakuum stoße, ein anderer Teil besteht darin, dass die Links längst den Weg aller Neandertaler gegangen sind und die Dritte ist, dass die Nachrichten, wenn dort denn schon etwas steht, so dröge sind, dass ich immer gleich zu husten anfange – auch nicht so toll. Mit zwei oder dreien stehe ich tatsächlich in Kontakt, aber ich kann ihnen sagen, das sind zwei oder drei von zwanzig oder dreißig, die ich gesehen habe.
Was ich doch noch so entdeckt habe: es gibt Leute, die ganz nett fotografieren, und unter denen gibt es wieder ein paar, die tatsächlich ihre Stadt schön finden, und Bilder davon ins Netz stellen. Und dann denke ich so bei mir: Ach, wenn sich doch einer von diesen tollen Fotografinnen und Fotografen mit jemandem zusammentun könnte, der in der Schule schon mal ein Lob für eine Kurzgeschichte bekommen hat – also, dann müsste eigentlich etwas dabei herauskommen. Na, und was meinen sie?
Was ich doch noch so entdeckt habe: es gibt Leute, die ganz nett fotografieren, und unter denen gibt es wieder ein paar, die tatsächlich ihre Stadt schön finden, und Bilder davon ins Netz stellen. Und dann denke ich so bei mir: Ach, wenn sich doch einer von diesen tollen Fotografinnen und Fotografen mit jemandem zusammentun könnte, der in der Schule schon mal ein Lob für eine Kurzgeschichte bekommen hat – also, dann müsste eigentlich etwas dabei herauskommen. Na, und was meinen sie?
sehpferd - am Freitag, 22. April 2005, 18:20 - Rubrik: europa stadt blogs
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Nicht umsonst hängt in manchen Wirkstätten ein Schild mit dem Inhalt, dass vor Inbetriebnahme des Mundwerks nicht vergessen werden sollte, das Gehirn einzuschalten. Also, Herr Rüttgers, auch wenn sie denn falsch zitiert wurden: Sie glauben, dass „unser“ christliches Menschenbild das Richtige ist. An solchen Sätzen finde ich immer das „unser“ und das „Richtige“ am Interessantesten. Was, werter Herr Rüttgers, wissen sie eigentlich von meinem Menschenbild? Da darf ich sie doch herzlich bitten, ihre Finger davon zu lassen. Hätten sie gesagt, dass „mein“ (also ihr) Menschenbild das einzig Richtige ist, hätte ich es ja noch verzeihen können – das glauben Leute ihres Schlages nämlich immer.
Nun ja, wenn also das Christliche (oder war es nicht doch das Katholische?) Menschenbild „richtig“ ist, dann sind eben alle anderen falsch. Tolle Logik, muss man ihnen lassen. Juden, Moslems, Buddhisten und andere werden ihnen dankbar für diese Meinung sein. War doch schon lange fällig, dass mal ein Katholik das sagt, was Katholiken so denken. „Wenn sie so wollen (ist das katholische Menschenbild) auch überlegen“, hat er dann noch gesagt, der Herr Rüttgers.
Dass ein Menschenbild allen anderen überlegen ist, kommt mir irgendwoher bekannt vor – aber lassen wir das,
Der Originaltext (ohne wenn und aber und hätte vielleicht steht im „Spiegel“)
Nun ja, wenn also das Christliche (oder war es nicht doch das Katholische?) Menschenbild „richtig“ ist, dann sind eben alle anderen falsch. Tolle Logik, muss man ihnen lassen. Juden, Moslems, Buddhisten und andere werden ihnen dankbar für diese Meinung sein. War doch schon lange fällig, dass mal ein Katholik das sagt, was Katholiken so denken. „Wenn sie so wollen (ist das katholische Menschenbild) auch überlegen“, hat er dann noch gesagt, der Herr Rüttgers.
Dass ein Menschenbild allen anderen überlegen ist, kommt mir irgendwoher bekannt vor – aber lassen wir das,
Der Originaltext (ohne wenn und aber und hätte vielleicht steht im „Spiegel“)
sehpferd - am Freitag, 22. April 2005, 18:06 - Rubrik: religion im blick
„Im Zweifel für die Reisefreiheit“ – wer würde diesem Satz eigentlich nicht zustimmen, wenn er als Europäer die USA, Südamerika, Asien oder Afrika besuchen wollte? Was, wenn ein Deutscher in gemeinsame Kinder mit einer Russin hätte und diese gerne besuchen würde? Alles ganz selbstverständlich – denken Deutsche.
Vor diesem Hintergrund gesehen kann man nur Hohnlachen über das Gedöns, das jetzt um die so genannte VISA-Affäre gemacht wird. Die Konservativen wollen die Grünen gerne in der ideologischen Ecke sehen – und setzen sich selbst damit dem Verdacht aus, fremdenfeindlich zu sein.
Und das Volk? Es kann gaffen. Der Untersuchungsausschuss tagt vor Fernsehkameras. Welch ein Segen für die Demokratie, wenn man ganztägig einen Zeugen anglotzen kann.
Vor diesem Hintergrund gesehen kann man nur Hohnlachen über das Gedöns, das jetzt um die so genannte VISA-Affäre gemacht wird. Die Konservativen wollen die Grünen gerne in der ideologischen Ecke sehen – und setzen sich selbst damit dem Verdacht aus, fremdenfeindlich zu sein.
Und das Volk? Es kann gaffen. Der Untersuchungsausschuss tagt vor Fernsehkameras. Welch ein Segen für die Demokratie, wenn man ganztägig einen Zeugen anglotzen kann.
sehpferd - am Freitag, 22. April 2005, 10:03 - Rubrik: deutschland im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Wenn sie einmal in Stuttgart sein sollten, fragen sie nie nach der Altstadt. Das Einzige, was sich ein Stuttgarter unter der Altstadt vorstellen kann (und beinahe das einzige, was Stuttgart an Altstadt zu bieten hat) ist nämlich das Bordellviertel. Ein großer Teil ist jetzt zwar umgestaltet und halbwegs nett renoviert worden, aber in einem anderen Teil gibt es sie eben noch, die einschlägigen Lokale. Fall sie nach der alten Stadt suchen, suchen sie vergeblich – es gibt sie nicht, und die wenigen architektonischen Leckerbissen der Vergangenheit stehen selten im Stadtführer.
Es gibt ein paar versteckte Jugendstilhäuser, und einen romantischen Vorort: Bad Cannstadt. Aber einen richtigen Altstadtkern, wie ihn so viele andere Städte in Baden-Württemberg haben, hat Stuttgart nicht.
Es könnte natürlich sein, dass ein Stadtblogger anderer Meinung ist. Wenn sie einen kennen, dann sagen sie es mir, denn: Stuttgart hat schöne Stellen – aber die kennen erstens nur wirklich Ortskundige (Stuttgarter selbst sind selten ortskundig) und zweitens sind sie zumeist in den Vororten zu finden.

Bild: Zwei Seiten der Altstadt - wirklich schön sind beide nicht.
Es gibt ein paar versteckte Jugendstilhäuser, und einen romantischen Vorort: Bad Cannstadt. Aber einen richtigen Altstadtkern, wie ihn so viele andere Städte in Baden-Württemberg haben, hat Stuttgart nicht.
Es könnte natürlich sein, dass ein Stadtblogger anderer Meinung ist. Wenn sie einen kennen, dann sagen sie es mir, denn: Stuttgart hat schöne Stellen – aber die kennen erstens nur wirklich Ortskundige (Stuttgarter selbst sind selten ortskundig) und zweitens sind sie zumeist in den Vororten zu finden.

Bild: Zwei Seiten der Altstadt - wirklich schön sind beide nicht.
sehpferd - am Donnerstag, 21. April 2005, 21:47 - Rubrik: europa stadt blogs
Wer einmal ein Bild jenes Rogers Cadenhead sehen will, der dem Vatikan die Benedikt-Domäne weggeschnappt hat, muss sich zum CNN bemühen.
Er würde, so sagte er, dem Vatikan natürlich sehr gerne diese Domäne zur Verfügung stellen, und in der Tat stellte er nur vier Forderungen. Die ersten drei wären leicht zu erfüllen, aber ich fürchte, es wird an der vierten scheitern: „Zwei Nächte im vatikanischen Hotel, einen dieser Hüte, komplette Absolution und den Weltfrieden“.
Er würde, so sagte er, dem Vatikan natürlich sehr gerne diese Domäne zur Verfügung stellen, und in der Tat stellte er nur vier Forderungen. Die ersten drei wären leicht zu erfüllen, aber ich fürchte, es wird an der vierten scheitern: „Zwei Nächte im vatikanischen Hotel, einen dieser Hüte, komplette Absolution und den Weltfrieden“.
sehpferd - am Donnerstag, 21. April 2005, 20:54 - Rubrik: papierkorb nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Bordelle haben es Fotografen schon immer angetan – und auch manchen Fotografinnen. Doch ob es in einem Bordell in Neu-Mexiko war oder in einem solchen in New Orleans – fast alle Bilder der Fotografin Vee Speers aus dem Rotlichtdistrikt der Rue St. Denis sehen aus, als hätte man sie schon einmal gesehen – irgendwo anders, vor langer Zeit.
Via Fleshbot
Ein Bild aus der "Goldenen Zeit" der Bordelle:

© unknown, 19th century photographer
Via Fleshbot
Ein Bild aus der "Goldenen Zeit" der Bordelle:

© unknown, 19th century photographer
sehpferd - am Donnerstag, 21. April 2005, 20:37 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Einen interessanten, wenngleich viel zu langen und umständlichen Artikel über Blogs und die Zukunft des Internets und der Blogs habe ich bei Companice gefunden.
Er spricht von einer „Aufmerksamkeits-Ökonomie mit Glaubwürdigkeit als Währung“. Wie immer in derartigen Artikeln, wird die Sprache der Soziologen aufs Heftigste mit anderen ungewöhnlichen Wörtern so lange vermengt, bis keiner mehr weiß, wovon eigentlich die Rede ist. Zitat „Ihre Credits bauen sie auf Authentizität (ihre Brötchen verdienen sie z.B. durch Micropatronate).“
Wie auch immer, wer sich von der ersten Zeile bis zur letzten durchgewühlt hat, dem wird eines klar: Im Grund bleibt alles, wie es ist, nur dass alles ein bisschen anders wird - und da wundere ich mich schon, von welcher Revolution eigentlich die Rede ist. Zitat: „Aber die drastische Weiterentwicklung bei der Art des Informationsaustauschs durch Blogs (drei weitere Punkte werden genannt) ... weisen darauf hin, dass wir es wirklich mit einem Schritt in Richtung "Internet 2.0" zu tun haben“.
Fragt sich, ob das stimmt. Denn wer sich auch nur informieren will, wer auf der Welt annähernd das Gleiche bloggt, der wird bald merken: Nichts ist unübersichtlicher als Blogs. Und über die Zuverlässigkeit der Informationen, die in Blogs stehen, schweigen wir lieber: Schon deshalb, weil in der Mehrzahl der Blogs gar keine Informationen zu finden sind, sondern nur persönliche Meinungen. Wer in Blogs die harte Währung Glaubwürdigkeit sucht, wird vermutlich schnell herausfinden, dass er neben wenigen Juwelen überwiegend Katzengold finden wird – und vermutlich wird ihn angesichts der Inflation der Worte das Gefühl beschleichen, in die falschen Informationsquellen investiert zu haben.
Ich kann nur hoffen, dass es in Zukunft mehr Menschen gibt, die Blogs aus einer professionellen Verantwortung heraus betreiben – dann wäre ein großer Teil der Diskussion nämlich überflüssig – ein großer Teil der Blogs freilich auch. Nur die Juwelen werden bleiben – und ich prophezeie bereits jetzt, dass sich mehr und mehr Blogger kommerziell orientieren werden, denn Katzengold zu nehmen ist auf Dauer nicht sonderlich amüsant.
Er spricht von einer „Aufmerksamkeits-Ökonomie mit Glaubwürdigkeit als Währung“. Wie immer in derartigen Artikeln, wird die Sprache der Soziologen aufs Heftigste mit anderen ungewöhnlichen Wörtern so lange vermengt, bis keiner mehr weiß, wovon eigentlich die Rede ist. Zitat „Ihre Credits bauen sie auf Authentizität (ihre Brötchen verdienen sie z.B. durch Micropatronate).“
Wie auch immer, wer sich von der ersten Zeile bis zur letzten durchgewühlt hat, dem wird eines klar: Im Grund bleibt alles, wie es ist, nur dass alles ein bisschen anders wird - und da wundere ich mich schon, von welcher Revolution eigentlich die Rede ist. Zitat: „Aber die drastische Weiterentwicklung bei der Art des Informationsaustauschs durch Blogs (drei weitere Punkte werden genannt) ... weisen darauf hin, dass wir es wirklich mit einem Schritt in Richtung "Internet 2.0" zu tun haben“.
Fragt sich, ob das stimmt. Denn wer sich auch nur informieren will, wer auf der Welt annähernd das Gleiche bloggt, der wird bald merken: Nichts ist unübersichtlicher als Blogs. Und über die Zuverlässigkeit der Informationen, die in Blogs stehen, schweigen wir lieber: Schon deshalb, weil in der Mehrzahl der Blogs gar keine Informationen zu finden sind, sondern nur persönliche Meinungen. Wer in Blogs die harte Währung Glaubwürdigkeit sucht, wird vermutlich schnell herausfinden, dass er neben wenigen Juwelen überwiegend Katzengold finden wird – und vermutlich wird ihn angesichts der Inflation der Worte das Gefühl beschleichen, in die falschen Informationsquellen investiert zu haben.
Ich kann nur hoffen, dass es in Zukunft mehr Menschen gibt, die Blogs aus einer professionellen Verantwortung heraus betreiben – dann wäre ein großer Teil der Diskussion nämlich überflüssig – ein großer Teil der Blogs freilich auch. Nur die Juwelen werden bleiben – und ich prophezeie bereits jetzt, dass sich mehr und mehr Blogger kommerziell orientieren werden, denn Katzengold zu nehmen ist auf Dauer nicht sonderlich amüsant.
sehpferd - am Donnerstag, 21. April 2005, 20:25 - Rubrik: blog nachrichten
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Das Parlament mag Untersuchungsausschüsse bilden, wenn es denn der Wahrheitsfindung dient. Doch dient es der Wahrheitsfindung? Oder, fragen wir besser gleich: Wem dient es überhaupt? Es bringt uns in Deutschland keinen Millimeter voran – aber es ist eine wunderbare Möglichkeit, Steuergelder zu zerschreddern und Zeit zu vergeuden.
Sagte jemand, das Volk hat einen Anspruch darauf, die Wahrheit zu erfahren? Ja, wenn sie wichtig ist, wenn sie hilft, Irrtümern oder einem bewussten Fehlverhalten Einhalt zu gebieten. Doch das Thema Visa schmeckt nun wirklich wie abgelutschte Kaugummis.
Aber bitte schön, wenn es denn der Wahrheitsfindung dient.
Sagte jemand, das Volk hat einen Anspruch darauf, die Wahrheit zu erfahren? Ja, wenn sie wichtig ist, wenn sie hilft, Irrtümern oder einem bewussten Fehlverhalten Einhalt zu gebieten. Doch das Thema Visa schmeckt nun wirklich wie abgelutschte Kaugummis.
Aber bitte schön, wenn es denn der Wahrheitsfindung dient.
sehpferd - am Donnerstag, 21. April 2005, 19:35 - Rubrik: deutschland im blick
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Für ganz ausgekochte Sexisten, Mausfetischisten und vielleicht auch für humorbegabte Frauen gibt es das Mousepad zum Ankuscheln – für die Hand. Und damit diese sich auch richtig wohl fühlt, ruht sie zwischen den Brüsten. Wessen Brüsten? Denen des Mousepads, natürlich.

(© des Photos 2005 by bustymousepads.com
Via Heise

(© des Photos 2005 by bustymousepads.com
Via Heise
sehpferd - am Donnerstag, 21. April 2005, 18:28 - Rubrik: wundersames
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Dort, wo Unternehmen gegründet werden, gibt es auch die besten Chancen, sich ein Leben einzurichten. Doch welches sind die besten Gründerstädte? Die Wirtschaftswoche will es wissen – und stellt eine absolut überraschende Tabelle vor, denn zwar hatten wir München an erster Stelle erwartet, doch bereits die nächsten drei Plätze werden von Schwaben und Badenern belegt: Die Großräume Aalen, Reutlingen und Freiburg. Erst auf Platz fünf finden wir die Finanzhauptstadt Frankfurt, gefolgt von der Schwabenmetropole Stuttgart.
sehpferd - am Donnerstag, 21. April 2005, 18:12 - Rubrik: wirtschaft im blick
„Die Kästen der deutschen Regierung werden in der Geschwindigkeit der Aufnahme geleert.“ Wie bitte? Alles Babbelfische? Ja, offenbar. Ein Künstler jagt Texte so lange durch Übersetzungsprogramme, bis am Ende der Sinn so deutlich erkennbar wird, dass man ihn genau so gut versteht, wie man ihn auch vorher schon kaum verstanden hatte
sehpferd - am Donnerstag, 21. April 2005, 18:10 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Irgendwie bekomme ich in den letzten Tagen feuchte Hände: dann nämlich, wenn ich lese, was die Damen und Herren Kolumnisten so über den Papst von Rom schreiben – so, als hinge es an einem einzigen Mann, wie sich das Christentum in den nächsten Jahrzehnten entwickeln wird.
Es ist eigenartig. Nirgendwo auf dieser Welt, außer in den extremsten der extremen totalitären Staaten, hängt das Wohl und Wehe an einem einzigen Menschen. Fast überall haben die Staaten und Organisationen begriffen, dass alles, aber auch wirklich alles, was geschieht, von den Bürgern ausgeht, auch die Wirtschaft, die überall so verfemt wird: Geld schafft keine Arbeitsplätze, Menschen schaffen sie, Geld schöpft keine neue Ideen, Menschen schöpfen sie, und letztendlich Geld erbringt keine glücklichen Familien, Menschen gestalten sie.
Selbstverständlich gestalten Menschen auch die Religion, und das ist auch gut so: Was der einzelne Christ wirklich glaubt, ist seine freie Entscheidung, die er nur mit Gott auszumachen hat. Was eine römische Autorität dazu meint, ist eine ganz andere Sache. Mit anderen Worten: das Christentum wird sich genau so entwickeln, wie es die Menschen wollen. Wenn der Katholizismus diese Möglichkeit nicht bietet: Bitte, der Weg hinaus ist durch die Tür.
Es ist eigenartig. Nirgendwo auf dieser Welt, außer in den extremsten der extremen totalitären Staaten, hängt das Wohl und Wehe an einem einzigen Menschen. Fast überall haben die Staaten und Organisationen begriffen, dass alles, aber auch wirklich alles, was geschieht, von den Bürgern ausgeht, auch die Wirtschaft, die überall so verfemt wird: Geld schafft keine Arbeitsplätze, Menschen schaffen sie, Geld schöpft keine neue Ideen, Menschen schöpfen sie, und letztendlich Geld erbringt keine glücklichen Familien, Menschen gestalten sie.
Selbstverständlich gestalten Menschen auch die Religion, und das ist auch gut so: Was der einzelne Christ wirklich glaubt, ist seine freie Entscheidung, die er nur mit Gott auszumachen hat. Was eine römische Autorität dazu meint, ist eine ganz andere Sache. Mit anderen Worten: das Christentum wird sich genau so entwickeln, wie es die Menschen wollen. Wenn der Katholizismus diese Möglichkeit nicht bietet: Bitte, der Weg hinaus ist durch die Tür.
sehpferd - am Donnerstag, 21. April 2005, 18:07 - Rubrik: religion im blick
Entweder ich war heute Nachmittag in einer Zeitmaschine oder aber Bettys Bett war wieder auf twoday.
Nun – nachdem ich gerade nochmal hingeguckt habe – ohne Zweifel ist das umstrittene und hier sowie anderwärts heftig diskutierte Sexblog wieder da – etwas zahmer, wie mir scheint.
Also Los Leute, auf in Bettys virtuelles Bett – mir ist noch nicht so klar, um zum Langweilen, Amüsieren oder Anregen. Nur eines scheint mir sicher: die Werbeeinnahmen aus deutsche Sexblogs sind mager, egal wie aufregend die Bilder sind.
Nun – nachdem ich gerade nochmal hingeguckt habe – ohne Zweifel ist das umstrittene und hier sowie anderwärts heftig diskutierte Sexblog wieder da – etwas zahmer, wie mir scheint.
Also Los Leute, auf in Bettys virtuelles Bett – mir ist noch nicht so klar, um zum Langweilen, Amüsieren oder Anregen. Nur eines scheint mir sicher: die Werbeeinnahmen aus deutsche Sexblogs sind mager, egal wie aufregend die Bilder sind.
sehpferd - am Donnerstag, 21. April 2005, 18:06 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Damit es endlich mal wieder etwas zum wiehern gibt: der letzte Würstchencontent für diese Woche.


sehpferd - am Mittwoch, 20. April 2005, 21:44 - Rubrik: papierkorb nachrichten
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Da es in der Bundesrepublik Deutschland eine Menge Großstädte gibt, verlagere ich meine Sicht heute mal auf unsere Nachbarländer – wo, bitte, gibt es im deutschsprachigen Raum außerhalb Deutschlands noch Großstädte? Nun, hier sind sie, aus Wikipedia.
Großstädte in Österreich
· Wien (1.550.123)
· Graz (226.244)
· Linz (183.504)
· Salzburg (142.662)
· Innsbruck (113.393)
Großstädte in der Schweiz
· Zürich (342.518)
· Genf (177.535)
· Basel (165.051)
· Bern (122.707)
· Lausanne (116.232)
Wenn es in jeder dieser Städte einen Europa City Blogger gäbe – dann wüsste die Welt schon wieder eine Menge mehr über diese Städte – und vor allem aus erster Hand. Nun, habe ich ihr Interesse geweckt? Dann schnell eine Email an sehpferd@sehpferd.com.
Vorschläge für Europa City Blogger gibt es sehr häufig hier.
Großstädte in Österreich
· Wien (1.550.123)
· Graz (226.244)
· Linz (183.504)
· Salzburg (142.662)
· Innsbruck (113.393)
Großstädte in der Schweiz
· Zürich (342.518)
· Genf (177.535)
· Basel (165.051)
· Bern (122.707)
· Lausanne (116.232)
Wenn es in jeder dieser Städte einen Europa City Blogger gäbe – dann wüsste die Welt schon wieder eine Menge mehr über diese Städte – und vor allem aus erster Hand. Nun, habe ich ihr Interesse geweckt? Dann schnell eine Email an sehpferd@sehpferd.com.
Vorschläge für Europa City Blogger gibt es sehr häufig hier.
sehpferd - am Mittwoch, 20. April 2005, 21:31 - Rubrik: europa stadt blogs
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Die englischen Medien ließen gestern zunächst kein gutes Haar am neuen Papst und kramten aus der Vergangenheit aus, was sich in England gut macht. Doch selbst die bürgerliche Presse nahm zunächst kein Blatt vor den Mund. So titelte der „Telegraph“:
'God's rottweiler' is the new Pope
Diese Ansicht war noch eine der milderen Einschätzungen der Kolumnisten, wie man aus anderen Zeitungen erfahren konnte. Allerdings scheint es so, als ob es nur am ersten Tag derartig heftige Reaktionen gegeben hätte. Schließlich ist der Papst auf den britischen Inseln ohnehin nur mäßig populär.
'God's rottweiler' is the new Pope
Diese Ansicht war noch eine der milderen Einschätzungen der Kolumnisten, wie man aus anderen Zeitungen erfahren konnte. Allerdings scheint es so, als ob es nur am ersten Tag derartig heftige Reaktionen gegeben hätte. Schließlich ist der Papst auf den britischen Inseln ohnehin nur mäßig populär.
sehpferd - am Mittwoch, 20. April 2005, 21:20 - Rubrik: religion im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Nachdem dem neuen Papst bereits jemand die Papstdomäne weggeschnappt hat, hat sich eine Freundin oder ein Freund der katholischen Glaubensgemeinschaft wenigstens noch auf Twoday retten können. Mal sehen, wie lange sie (er?) durchhält.
sehpferd - am Mittwoch, 20. April 2005, 20:57 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Aktfotografie und florale Fotografie werden häufig von denselben Meistern der fotografischen Kunst beherrscht – denken wir nur an den verstorbenen Robert Mapplethorpe. Diesmal habe ich einen anderen Künstler anzubieten: Eric Alan Pritchard – und sie werden es nicht für möglich halten – ich verlinke auf seine Blumen.
Dennoch via fleshbot
Und vor allem via xupacabras
Dennoch via fleshbot
Und vor allem via xupacabras
sehpferd - am Mittwoch, 20. April 2005, 20:39 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Was macht ein Fotograf, wenn er die Erotik einmal ad absurdum führen will? Er fotografiert Sexpuppen in der Produktion.
In Massen wirken sie wenig sexy – und für meinem Geschmack wirken sie eigentlich immer wie aufgeblasene Luftballons.
In Massen wirken sie wenig sexy – und für meinem Geschmack wirken sie eigentlich immer wie aufgeblasene Luftballons.
sehpferd - am Mittwoch, 20. April 2005, 20:30 - Rubrik: wundersames
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Vielleicht sollten wir öfter mal ins Ausland sehen – zum Beispiel zu den pragmatischen Finnen. Der finnische Premierminister Matti Vanhanen hat jedenfalls seinen Kollegen in der EU ganz schön die Leviten gelesen, und Herr Schröder und seine Regierung werden durchaus wissen, wer mit jenen gemeint ist, die bei den „notwendigen Reformen“ versagt haben. Der finnische Premierminister beklagt die mangelnde Entscheidungsfreude gewisser Staaten und führt schließlich aus:
“It is now more difficult than ever, since there seems to be an increasing resistance to any kind of change in Europe today. People want things to stay as they are, never mind what the rest of the world is doing. But we must remember that globalization cannot be swept under the carpet and that it will not go away if we just close our eyes to it."
Nun, in Deutschland hält man nach wie vor die Augen fest geschlossen, blickt egozentrisch auf den eigenen Staat, hofft auf ökonomische Wunder und versprüht statt Optimismus abgetakelte Sozialistensprüche.
“It is now more difficult than ever, since there seems to be an increasing resistance to any kind of change in Europe today. People want things to stay as they are, never mind what the rest of the world is doing. But we must remember that globalization cannot be swept under the carpet and that it will not go away if we just close our eyes to it."
Nun, in Deutschland hält man nach wie vor die Augen fest geschlossen, blickt egozentrisch auf den eigenen Staat, hofft auf ökonomische Wunder und versprüht statt Optimismus abgetakelte Sozialistensprüche.
sehpferd - am Mittwoch, 20. April 2005, 20:19 - Rubrik: mein europa
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Einer Umfrage im Auftrag der Zeitschrift "U Magazine" zufolge seien 31 Prozent der Männer und 42 Prozent der Frauen von dem Überangebot an Erotik im Fernsehen „genervt“, heißt es in rp-online und anderwärts.
Fragt sich nur, wo es dieses „Überangebot“ gibt. Bei meinen etwa 465 möglichen Fernsehstationen allenfalls auf acht bis zehn lächerlichen Sendern – und von denen dürften die meisten Bundesbürger noch nicht einmal etwas gehört haben. Im Übrigen gibt es eine ähnlich große Anzahl von christlichen Fernsehstationen, die man ganztägig einschalten kann, von Arte, Phönix, BBC News, CBS und ähnlichen Sendern einmal ganz abgesehen.
Hat hier etwa jemand „Meinungsbefragung“ irgendwie mit „Meinungsmache“ durcheinander gebracht? Wieso wird hier von vornherein von einem „Überangebot“ geredet? Irgendwie ist da etwas nicht ganz koscher, wenn sie mich fragen.
Fragt sich nur, wo es dieses „Überangebot“ gibt. Bei meinen etwa 465 möglichen Fernsehstationen allenfalls auf acht bis zehn lächerlichen Sendern – und von denen dürften die meisten Bundesbürger noch nicht einmal etwas gehört haben. Im Übrigen gibt es eine ähnlich große Anzahl von christlichen Fernsehstationen, die man ganztägig einschalten kann, von Arte, Phönix, BBC News, CBS und ähnlichen Sendern einmal ganz abgesehen.
Hat hier etwa jemand „Meinungsbefragung“ irgendwie mit „Meinungsmache“ durcheinander gebracht? Wieso wird hier von vornherein von einem „Überangebot“ geredet? Irgendwie ist da etwas nicht ganz koscher, wenn sie mich fragen.
sehpferd - am Mittwoch, 20. April 2005, 19:44 - Rubrik: presse im blick
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Zwei Drittel der Bundesbürger, mögen Herrn Müntefering in seiner Kapitalismuskritik zustimmen – doch was sagt das schon? Bestenfalls, dass wie in diesem Land zwei Drittel Menschen haben, die durch Worte verführbar sind. Schade.
Wenn sich Deutsche schon wieder durch knackige Sprüche verführen lassen, statt sich der politischen Realität zu stellen – wo kommen wir dann hin? Dahin, wo wir schon einmal waren?
Wenn sich Deutsche schon wieder durch knackige Sprüche verführen lassen, statt sich der politischen Realität zu stellen – wo kommen wir dann hin? Dahin, wo wir schon einmal waren?
sehpferd - am Mittwoch, 20. April 2005, 18:24 - Rubrik: deutschland im blick
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Siehe, Berlin will sich mit Old Conny versöhnen. Der Erzkonservative Rheinische Katholik Konrad Adenauer, der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, mochte weder Protestanten, noch Preußen noch Norddeutsche, und insbesondere sein Verhältnis zu Berlin war mehr als getrübt.
Doch seit gestern steht auf dem Adenauerplatz in Berlin-Charlottenburg ein Denkmal für den umstrittenen Kanzler.
Wie hieß es doch, als Adenauer, der aufgrund seines Aussehens oft als „Indianerhäuptling“ bezeichnet wurde, endlich die Mauer besuchte? "Wild ist der Westen, schwer ist der Beruf. Uff!" Diese Meinung kam freilich aus Lautsprechwagen vom anderen Teil Deutschlands.
Doch seit gestern steht auf dem Adenauerplatz in Berlin-Charlottenburg ein Denkmal für den umstrittenen Kanzler.
Wie hieß es doch, als Adenauer, der aufgrund seines Aussehens oft als „Indianerhäuptling“ bezeichnet wurde, endlich die Mauer besuchte? "Wild ist der Westen, schwer ist der Beruf. Uff!" Diese Meinung kam freilich aus Lautsprechwagen vom anderen Teil Deutschlands.
sehpferd - am Mittwoch, 20. April 2005, 18:22 - Rubrik: deutschland im blick
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