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Hauptsache, man hat eine Meinung. Dann kann man sich auch zu Blogs befragen lassen, ohne jemals eines gelesen zu haben: Nur 30 Prozent der Befragten einer Studie über Blogs hatten schon welche gelesen.

Doch ob gelesen oder nicht: Immerhin 40 Prozent der Befragten glaubten, dass Blogs weniger vertrauenswürdig seien als Tageszeitungen, und ganz und gar negativ war die Reaktion auf Blogger, die private Daten von anderen veröffentlichen: 80 Prozent sprachen sich dagegen aus, und starke 72 Prozent wollten diesen Persönlichkeitsschutz auch auf Prominente angewandt wissen.

Interessant ist, dass die von Pressetext.at herausgegebene Mitteilung von vielen Medien mit der irreführenden Überschrift „Popularität von Blogs wird überschätzt“ übernommen wurde. Auch das ZD-Net dichtete etwas zu flott: „Ja zur Blog-Zensur“.

Die etwas ernster zu nehmenden Medien haben von der Meldung vorsichtshalber von vornherein Abstand genommen.

Nur mit Haut und Haar bedienen die Servicedamen und Herren des Theater-Kaffees zu Weimar ihre Gäste natürlich nicht – aber zu sehen sind sie schon bar jeglicher Kleidung, und das Ganze wird, wie könnte es anders sein, ein Kalender für einen guten Zweck.

Etwa 800 Aufnahmen wurden geschossen, um die Kalenderblätter zu füllen, doch während der Kalender selbst nur deren Zwölf zeigen wird, soll ein Teil der übrigen Bilder im Café selber zu sehen zu sehen sein – etwa von Juni 2005 an. Bestellen kann man ihn, freilich auf etwas umständliche Art, schon jetzt.

CHRISTIAN FÜLLER bringt in einer TAZ-Kolumne auf den Punkt, warum Deutschland derzeit nicht mit dem Hintern hoch kommt: Wir quatschen zu viel und handeln zu wenig. Er hat sich freilich ein Thema gewählt, das sich unmittelbar auf die Lust bezieht: „Die Deutschen quatschen lieber übers Kinderkriegen, als sich ihm fröhlich hinzugeben - und für die Folgen pragmatische Lösungen zu finden“.

Letztere lassen seit Jahrzehnten auf sich warten – man denke nur an die jahrzehntelang fehlende (und weiterhin kaum vorhandene) Ganztagesbetreuung in Kindergarten und Schule, an die Familienideologie und nicht zuletzt an das verkrustete Bildungssystem. Warum ich das alles erwähne? Damit sie den TAZ- Artikel lesen.

Es gibt nichts, was es nicht gibt. Diese Seite zeigt Bilder von süßen jungen Frauen, teils erotische Gesichter, teils nackte Körper, aber sie müssen schon genauer hinsehen, wenn sie wissen wollen, um was es sich eigentlich handelt.

via Bloggywood

Die süßen Katzen werden ja in Blogs mit Vorliebe gezeigt. Doch dieses Blog macht eine Ausnahme: Es zeigt, was die Katzen so mit nach Hause bringen. Mäuse natürlich, in erster Linie – allerdings sind nicht mehr alle als solche erkennbar.

Via Bloggywood

„Stabile Partnerschaften, die Aussicht auf ein sicheres Einkommen und Betreuungsmöglichkeiten“ für Kinder, schreibt Niklas Arnegger heute im Kommentar der „Badischen Zeitung“, seien die Voraussetzung für die Verwirklichung des Kinderwunsches junger Menschen in Deutschland.

Recht hat er, doch etwas präziser müsste man das schon noch fassen. Gegen die Labilität in den Partnerschaften ist zwar kein Kraut gewachsen, doch kann jeder für sich das Wort „Selbstverwirklichung“ ja einmal neu definieren. Dann wird sich schnell herausstellen, dass es sich in den meisten Fällen nicht lohnt, von Nest zu Nest zu hüpfen – der Zugewinn an Glück ist oft marginal und zeitlich begrenzt.

Auch beim Einkommen ist die Frage was „sicher“ ist. Eigentlich entscheidet sich dies im Kopf, denn „sicher“ ist nur das Beamteneinkommen – wenn man denn in Vorschriftenbergen versinken mag. Deutsche glauben gegenwärtig leider, dass die Zukunft nicht „sicher“ ist, aber das ist natürlich ein hausgemachter Schwachsinn. Zukunft ist nie sicher oder unsicher, sie ist einfach da – und für die Mutigen ist sie immer eine Chance.

Bleiben die Betreuungsmöglichkeiten. Sie müssen her, uns zwar sofort, und dazu sollte durchaus kommen, dass Kindergärten endlich gebührenfrei zugänglich wären. Was dann noch fehlt? Eine Abkehr von der Ideologie, dass Mütter nach Hause gehören. Sie ist in den Herzen vieler Menschen in Deutschland noch viel zu fest verwurzelt. Ziel Mutter? Ja. Aber nicht Lebensziel als Ausstiegsgarantie aus dem Beruf.

Das Grundgesetz verpflichtet die Schulen in Deutschland, Religionsunterricht zu erteilen, doch sagt es natürlich nicht aus, wie er zu erteilen ist – der Gesetzestext drückt nur aus, dass es sich um ein „ordentliches Lehrfach“ handeln müsse.

Das liberale Bremen hatte solche Sorgen allerdings nie. Die „Bremer Klausel“ im Grundgesetz sorgt dafür, dass für Bremen eine Ausnahme gilt: Dort hatte man am 01. Januar 1949 bereits eine andere Regelung. Wie man sieht, waren damals der Vernunft noch keine Grenzen gesetzt.

Die Bremische Landesverfassung von 1947 sagt aus: „Die allgemeinbildenden öffentlichen Schulen sind Gemeinschaftsschulen mit bekenntnismäßig nicht gebundenem Unterricht in Biblischer Geschichte auf allgemein christlicher Grundlage.“

Wie das übrige Europa mit dem Religionsunterricht umgeht, weiß die Deutsche Welle.

Falls dies für irgendjemanden da draußen neu ist: Jedes Lebensalter hat andere sexuelle Vorzüge. Ein christliches Magazin hat die Sache aufgegriffen – nun, es steht nichts drin, was sie nicht schon wissen. Doch dies hat mich dann doch etwas verwundert (ich lese bei 50+, oder was dachten sie?):

“Men may need more atmosphere and anticipation than before. Sexy whispers about the evening, seductive touching in the afternoon, or some sheer lingerie could do the trick.”

Na, denn mal los, meine Damen.

Wem die vielfältigen Hinweise auf ganz und halb ausgezogene junge und nicht mehr ganz so junge Frauen fehlen – ach, bitte seid doch so gut und seht mal selbst nach. Fleshbot hat schon alles fein aufbereitet für all die Freunde der Marzipanschweinchenfarbtöne.

Jawohl, Jesus, Maria, David und Moses sprechen zu ihnen, und zwar jetzt und dort (nicht jetzt und hier, wo denken sie hin?). Was sie zu sagen haben? Nun, was in der Bibel steht, natürlich. Im Internet können sie die Dame und die Herren gratis sprechen hören, wenn sie dieselben zu sich nach Hause nehmen wollen, bitte: ca. 25 USD pro Exemplar.

Preisangaben ohne Gewähr

Via Bloggywood

Menschen, die wie Schaufensterpuppen fotografiert und dann nachgearbeitet wurden – von einer Künstlerin Namens Jennifer aus Halifax, Kanada.

Die Blogähnliche Webseite ist für Künstler sicher ebenso interessant wie für Kunstliebhaber. Mir gefiel die „Porzellanpuppe“, die hier im Detail gezeigt wird.

It was not easy to install Europe’s City Blog – mainly because a stand-alone-blog will not be sufficient. I just experience this fact while starting my Budapest blog – it’s still Beta, so don’t expect too much.

Still, I’m looking for people (bloggers or even future bloggers) who wish to write about the daily life in their cities. I have a lot of photos of Copenhagen, Oslo und Helsinki, so I would like to find bloggers in Scandinavia – and, of course, also from Stockholm. My photos are from Stockholm are from April three years ago, and the weather in Stockholm can be rather unpleasant in April.

In case you wish to contact me: please do not hesitate to write to sehpferd@sehpferd.com.

In case you have some spare time and wish to travel, it might be a good idea to visit Hapag Lloyd Express in case you are looking for flights from the UK to Germany, as they offer extremely low prices today.

Einfach wird es nicht, Europas Stadt Blog einzurichten – vor allem, weil ein Blog allein nicht ausreicht – die Kombination mit einer konventionellen Webseite erscheint durchaus angebracht. Ich merke es gerade an meinem Budapest-Blog, der aber erst eingerichtet wird – bitte erwarten sie noch keine Wunder. Große Fotos und Tabellen werde ich wohl auf meiner neuen Europa-Webseite behalten müssen - sie befindet sich ebenfalls noch im Beta-Stadium.

Nach wie vor suche ich Menschen, die über Ihre Stadt bloggen wollen. Aus Kopenhagen, Oslo und Helsinki habe ich zwar noch halbwegs aktuelles Bildmaterial und einige Kurzberichte, aber es wäre schön, auch in Skandinavien Europa Stadt Blogger zu finden – und natürlich in Stockholm – von dort habe ich allerdings nur Bildmaterial vom April – und zu dieser Zeit kann Stockholm noch sehr ungemütlich sein.

Falls sie etwas zum Blog sagen mögen: Bitte hinterlassen sie gerne Kritik, besser aber noch Anregungen, möglichst per Mail an sehpferd@sehpferd.com.

Wenn sie gerade Zeit haben: Sehen sie mal bei Hapag Lloyd Express nach, wenn sie günstige Flüge nach England oder Schottland suchen.

Informationsarme Zeiten im April – die Presse lechzt nach Nachrichten, und siehe, da haben wir sie wieder: die christliche Wertediskussion. Diesmal freilich kämpft nicht, wie sonst üblich, die CDU/CSU darum, die Grundwerte auf christlicher Basis durchs Dorf zu treiben, sondern es ist offenbar eine ganze Nation, die in heller Aufregung ist. Freilich nur, wenn man viel Zeitung liest, denn den meisten Bürgern ist das Thema nicht wichtig genug.

Was ist überhaupt geschehen? Stehen wieder einmal die Türken vor der Tür? Nein, keinesfalls. Es geht um ein ausgesprochen marginales Problem, das zudem in die Kulturhoheit der Länder fällt: den Religionsunterricht. Doch aufgetragen wird wieder einmal dick, so dick, dass sich Herr Thierse (geboren 1943, katholisch, Ostdeutsch) gerade veranlasst sah, sogar die Katze SED aus dem Sack zu holen: „Zurückdrängen der Religion, der christlichen Kirchen aus dem öffentlichen Bewusstsein, ist der einzige nachhaltige Erfolg der SED gewesen" soll er der BILD-Zeitung gesagt haben – zweifellos das richtige Medium für moralische Fragen.

Heftig dicke Backen machte auch die Fachfrau für Religion bei den Grünen, Christa Nickels (geboren 1952, römischkatholisch, Westdeutsch), die noch ein bisschen weiter ausschlug: sie holte außer der SED-Rute auch noch den Nazi-Knüppel aus dem Sack und sagte (laut SPIEGEL) "wie das ausgeht, haben wir im Kommunismus oder Nationalsozialismus erlebt".

In Wahrheit geht es um viel, viel weniger: Der Ethikunterricht soll in Berlin obligatorisch werden, der besondere Unterricht in der eigenen Religion hingen freiwillig sein. Kein unvernünftiges Modell, aber offenbar zu viel für viel Deutsche. Das Ganze hat zudem einen Geruch: Unser Schulen mögen mies sein, doch haben wir einen Religionsunterricht, der unser Kinder aufbaut. Haben unsere Politiker eigentlich keine Themen, die Deutschland und den Deutschen nützen? Das lachhafte Hickhack um den Religionsunterricht zeigt mir wieder einmal, dass die Politiker in Deutschland derzeit nicht mehr bereit oder in der Lage sind, Probleme mutig anzugehen. Statt dessen weichen sie auf Nebenschauplätze aus, wo sie billigen Beifall bekommen.

Sport hat etwas damit zu tun, in Bewegung zu bleiben, und da dies möglicherweise alleine nicht sehr interessant ist, braucht man Mannschaften (heißt dies Wort noch „Mann“-schaften?) und Wettbewerbe. Nun, und weil Wettbewerbe auch nicht interessant sind, wenn keiner hinguckt, braucht man Stadien, in denen man Sport begucken kann. Sie ahnen, was jetzt kommt? Klar, und weil nicht jeder da hinkommt, wo der Sport ausgetragen wird, braucht man Öffentlichkeit. Seit jemand eine Kiste erfunden hat, aus der Bilder auch ins Haus kommen, sitz man also auf dem Sofa und glotzt die Bilder an.

Athletinnen und Athleten werden dabei von ganz nahe gezeigt, und da Sport (das ahnten sie auch schon, nicht wahr?) ein gigantisches Geschäft ist, wollen die Damen und Herren auch schön sein, weil man da bessere Werbeinnahmen hat.

Markige Muskelmänner für die Zuschauerinnen, sehnige Gazellen für die Zuschauer. Freilich verkaufen sich Frauen etwas besser, vor allem, wenn sie schön sind, vor allem, wenn sie wenig Kleidung tragen.

Was bitte, sollen dann die Äußerungen der „Woman’s Sport Foundation“, dass Frauen zu Sexobjekten erniedrigt würden und ihre Leistungen kaum zählen würden? Offenbar hat man dort noch das Sportverständnis des Turnvaters Jahn. Und noch etwas: Wenn eine Frau die schnellste Schwimmerin ist, ist sie die schnellste Schwimmerin, bekommt ein Metallstück um den Hals gehängt und das war es. Glaubt irgendjemand auf der Welt ernsthaft, dass dies für eine intelligente Geschäftfrau auf Dauer befriedigend ist? Sportfunktionäre haben ganz offenbar andere Interessen als Sporler, denn Funktionär bleibt Funtionär, während die sportliche Leistung der Aktiven schnell verraucht ist.

Der Artikel hier ist nicht mehr ganz neu, aber er zeigt die Großmütterliche Tendenz.

Aufgegriffen habe ich das ganze aus der „Badischen Zeitung“ vom 11. April. Die verweist allerdings darauf, dass „die körperlichen Vorzüge der Männer“ in Sportberichten immer häufiger vorkommen. Herausgefunden hat es eine Frau: Bettina Rulofs. Der Artikel der BZ von Bianca Fritz wurde unter dem Titel: "Blonde Haare, lange Beine, kurze Höschen" veröffentlich. Leider kann ich zur „Badischen“ nicht verlinken.

Schon hundert Mal gebracht – und immer derselbe Gag – diesmal via Bloggywood. Nice Tits ... besonders, wenn man sie heimlich beobachtet.

Sind sie des Englischen mächtig? Dann werden sie nicht verwundert sein – ansonsten vielleicht schon.

Das Leben kann hart sein – musste ich mich doch glatt um mein neues Projekt kümmern, statt hier nette kleine Lustartikel in die Welt zu bringen. Immerhin habe ich noch kurz Librarygirl gelesen. Die fragt sich, ob die Blümchensex-Damen wohl jemals so schöne Gefühle haben, werden wie sie. Welche Gefühle? „Mein Herz schlägt schneller als eine Hummel“. Falls sie mehr über Bienchen und Schlägchen wissen wollen, dann sind sie bei Librarygirl richtig.

Das neue Blog „Städte Europas“ startet dieser Tage im Web in einer Beta-Version. Sie können mit ihrem eigenen Städteblog an dem Projekt teilnehmen, oder jetzt irgendwo im Web ein neues Städteblog starten. Die Voraussetzungen dafür sind wirklich einfach:

Am besten eignen sich Blogs, in denen aktuelle (auch touristische) Nachrichten, tagesaktuelle Fotos und ein großer Teil des Alttagslebens typischer Stadtbewohner wiedergegeben werden. Geeignete Themen sind unter anderem Kultur, Architektur, Parks, Fußgängerzonen, Hotels, Restaurants, Kneipen, öffentliche Verkehrsmittel, Flugverbindungen und dergleichen – all dies ist in der Regel interessant für Besucher Ihrer Stadt. Sehen sie ihre eigene Stadt mit den Augen des Fremden – dann wird die Sache erfolgreich.

Sie sollten wenigsten einen Beitrag pro Woche bringen, aber es wäre natürlich besser, wenn sie täglich bloggen würden. Fotos sind stets sehr willkommen – sie müssen aber frei von rechten Dritter sein – am besten sind selbst aufgenommene, aktuelle Bilder.

Ihr Blog wird nach Anmeldung sofort mit „Europas Städteblog“ verlinkt – und sei verlinken dann einfach zu diesem Blog. Bitte erteilen sie dem Betreiber von Europas Städteblog die Berechtigung, Inhalte ihres Städteblogs zu übernehmen. Auf diese Weise erhalten sie auch höhere Zugriffszahlen.

Ihr Blog muss sich mit anderen verlinken lassen, und sie müssen RSS-Feeds zulassen. Er kann in deutscher oder englischer Sprache geschrieben sein (vorzugsweise in beiden Sprachen) und kann die Muttersprache als dritte Sprache beinhalten. Die Inhalte des Blogs müssen auf die Stadt und ihre Umgebung beschränkt sein, und es sollen bitte keine parteipolitischen oder religiösen Meinungsinhalte im Blog verbreitet werden.

Derzeit lebe ich in der Nähe der Städte Basel und Freiburg, ich selbst werde (in deutscher Sprache) demnächst über Budapest und einige deutsche Städte berichten. Solange ich in Kopenhagen, Helsinki und Oslo keine Partner haben, werde ich dort mit Archivmaterial arbeiten. Der offizielle Projektstart ist der 1. Mai 2005.

Bitte weisen sie Ihr registriertes Blog als Teil des europäischen Städteblogs aus. Sie erhalten ein Mini-Logo, das sie auf ihrer Webseite mit einbauen sollten.

Wenn sie Lust haben, mit mir in Verbindung zu treten, tun sie diese bitte unter sehpferd@sehpferd.com. Sie erhalten dann weitere, wichtige Informationen.

Ihr Sehpferd

Als „Spargeltarzan“ bezeichnete n-tv auf der Webseite des Senders dieser Tage den CSU-Generalsekretär Markus Söder. Der hatte wohl geglaubt, eine positive Presse zu bekommen, als er der Berliner BZ ein interview zum weißen Gemüse gab.

Vorschläge dieser Art sind derart weltfremd, dass man doch mal fragen muss, ob die Herren, die so etwas von sich geben, überhaupt wissen, wie frischer Spargel schmeckt, oder ob sie im Supermarkt drei Tage alten Spargel kaufen, der noch mehrere hundert Kilometer weit mit LKWs kutschiert wurde. Vielleicht sollten sie mal ihre Frauen oder Haushälterinnen fragen, bevor sie so etwas sagen?

Eines ist jedenfalls sicher: Die Presse, besonders aber die in den Spargelgegenden, hat nichts als Hohn und Spott für derartige Äußerungen – mit Recht.

Informationen zur Spargelernte gib es hier - und zum Spargel hier.

Während die Feministinnen in den meisten westeuropäischen Ländern nun wundervoll mit der neu gewonnenen Freiheit leben und heftigst überlegen, wie sie noch mehr aus diesem schönen Leben machen können, existiert nicht weit von hier ein großes, lutherisch geprägtes Land, in dem sie sich noch Gedanken machen, die Feministinnen. Irgendwas müssen Männer doch noch haben, was sie gegen Frauen einsetzen könnten? Richtig – Gewalt.

Und damit auch jede Schwedin begreift, welcher Bedrohung sie ausgesetzt ist, gibt es gar eine Werbung dafür, sich der Gewalt zu widersetzen. So weit, so gut. Vergewaltigungen sind wirklich nichts Erfreuliches.

Indessen werden die Männer in dieser sexistischen Werbung in eine Ecke gestellt, wo sie nicht hingehören: Das Schwarz-Weiß Bild von der zwar etwas leichtsinnigen (betrunken und sexy angezogenen), aber selbstverständlich edelmütigen Frau und dem widerwärtigen Tier Mann, das stets nur im Kopf hat, Frauen auf den Rücken zu legen und dann zu erniedrigen, wird von den schwedischen Feministinnen offenbar nach wie vor hochgehalten. Sehr schade – ich dachte immer, Frauen und Männer wären vor dem Gesetz gleich. Dass Männer in Schweden abgewertet werden dürfen, ist mir neu.

Wenn sie vor nichts Angst haben (als Mann) sehen sie sich diesen Film an.

Nerve hat immer etwas Lustiges auf Lager: So die pseudowissenschaftlichen Studien „I did it for science“ in denen ein paar Leute ein sexuelles Experiment starten – natürlich nur für die Wissenschaft (oder natürlich nicht, wie sie wollen).

Die „Materialliste“:

RCA DSP3 Vollformat VHS Camcorder (gefunden in einer Mülltonne in Queens)
- Stativ (geborgt von einem Freund, James)
- Kondome
- Videoband
- Einen gut bestückten männlichen Darsteller

Das Resultat? Trotz aller Bemühungen wurde kein Porno daraus, sondern Kunst. Kommentar der Macher: „Dies war ein extrem unvorhergesehenes Resultat“.

Immerhin kann das ganze ja mal als Anregung für Möchtegern-Stars gelten. Rezept: Kamera aus einer Mülltonne entnehmen (darauf achten, dass es keine Super-8-Kamera ist), Amateurporno mit irgendeinem Bekannten drehen, dabei selbst möglichst oft in die Kamera blicken, mindestens 12 Kopien herstellen. Die Kopien dann möglichst auffällig irgendwo liegen lassen, wo sich Journalisten herumtreiben. Es hat doch schon so oft geklappt, warum also nicht noch einmal? Einen gewissen Bekanntheitsgrad sollte man freilich schon vorher erreicht haben, sonst lohnt es sich für die Journalisten nicht.

Nerve

Kein Tag ohne Umfrageergebnisse: Drei Viertel der amerikanischen Frauen sollen sexuell zufrieden sein, nur scheint dies nicht immer in der Ehe zu klappen: Immerhin sagten 40 Prozent der Befragten, dass Seitensprünge für sie in Ordnung wären – vermutlich allerdings nur ihre Eigenen, und immerhin verschaffen sich etwas mehr als 50 Prozent auch dann und wann das einsame Vergnügen, die Lust ganz ohne Partner zu genießen.

Via Wold Sex news

Wer sich regelmäßig rasiert, soll bessern Sex haben – nein, ich rede nicht von Frauenbeinen, und auch nicht von weiblichen Schamhaaren, ja, überhaupt nicht von Frauen.

Denn Forscher wollen einmal mehr etwas herausgefunden haben: Männer, die sich regelmäßig rasieren, sollen mehr Sex haben. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass sich die Frage nach der Rasur auf das Gesicht bezog. Noch Fragen? Die Webseite, auf der es steht, ist eine Gay-Seite, aber die Studie galt natürlich (auch) für Heteros.

Via World Sex News

Wie meine Leserinnen und Leser wissen, habe ich weder etwas gegen Sexblogs noch gegen Kommerz. Aber was jetzt in den USA entsteht (ja, ausgerechnet dort) ist die reinste Reklame für die pornografische Unterhaltungsbranche. Und da sage ich dann doch: Daumen runter. Jüngstes Beispiel: Bloggywoods Verlinkerei mit dem „Bad Girls Blog“.

Ich bin derjenige, der dich immer auffangen wird, wenn du fällst. ich bin derjenige, der dich führen wird auf deinem weg. ich bin derjenige, der immer an dich glauben wird, wenn alle anderen an dir zweifeln. ich bin derjenige, der dir immer helfen wird, wenn du Hilfe brauchst. Ich bin derjenige, der die Schale durchbrechen wird, welche dein Herz umschliesst, und deine Gefühle gefangenhält.“

Nein, ich habe diesen Text nicht von einer Seite, auf der die neuesten Schnulzentexte stehen, und auch nicht aus einem Blog, in dem Jungmädchenprosa zu lesen ist. Es handelt sich vielmehr um eine Anzeige, in dem ein männlicher Hundehalter eine weibliche (menschliche) Hündin sucht – Anfängerin angenehm. Ich bitte um Verständnis, wenn ich den Namen der Seite hier mal weglasse. Hoffentlich hat der Wortartist wenigstens noch ein Netz gespannt, wenn die Dame (Hündin oder was auch immer) dann doch mal durch die Maschen fällt.

Der Titel der Anzeige war im Übrigen: „Reale W als dauerhafte Hündin gesucht“.

Das wöchentliche Geblubber aus den Algen – fast immer sonntags

In der letzten Woche habe ich mich mehr, als mir lieb war, mit Immobilien beschäftigt. Mit Immobilien? Ja, natürlich – zum Beispiel mit meiner Wohnung in Budapest, deren Fassade diringend renoviert werden muss. Dennoch kam das Bloggen – wie sie sicher bemerkt haben, meine lieben Leserinnen und Leser, nicht zu kurz.

Überrascht war ich von den vielen Diskussionen um den Papst von Rom. Obwohl selber nicht katholisch, wohne ich ja in einer katholisch geprägten Landschaft – allerdings eine Weinbaugegend, und in der sind selbst strenggläubige Katholiken immer ein bisschen lockerer. Was mich deshalb verwunderte: Der Papst war noch nicht einmal unter der Erde, da diskutierten alle heftig über das, was der neuen Papst tun müsste. Nicht, dass ich mir innerhalb der Katholiken keine Diskussionen wünschen würde, im Gegenteil, aber warum denn, bitte, soll der Papst alles richten? Auch ein Katholik ist aus religiöser Sicht nur Gott gegenüber verantwortlich für sein Handeln, und nicht dem Papst von Rom. Eigenverantwortung ist gefragt, nicht blinder Gehorsam. Aber vielleicht diskutiere ich das Thema ja auf „niedrigem intellektuellen Niveau“ und zudem mit einem „Heiligen-Vater-Komplex" wie uns ein Kolumnist in der papsttreuen WamS klar machen wollte.

Ist ihnen eigentlich schon aufgefallen, wie viele Blogger in kurzer Zeit ihr Pulver verschossen haben? Oder sonst wie aufgaben? Ich sehe überall Löcher – selbst bei verlinkten Blogs, bei denen der letzte Eintrag irgendwann im Januar oder Februar zu finden ist. Nein, auch darüber wundere ich mich nicht. Die eigene Person ist auf Dauer nicht so interessant, dass sie jeden Tag die Spalten eines öffentlichen Tagebuchs füllen – und das private Sexleben? Klar fällt hier mal eine Swingerin auf, dort eine Flagellantin oder eine Fesslungsliebhaberin. Aber glauben sie mir eines: Manchmal haben selbst ganz süße „Pervs“, wie sie sich selbst nennen, die Grippe, die Migräne oder einfach keine Lust, den Voyeuren und Voyeusen da draußen das Lesefutter zu geben, nachdem sie gieren.

Ziemlich belustigt war ich letzte Woche über meine Auseinandersetzung mit dem Wirtschaftsblog M-E-X: Dort hatte man einen PR-Berater abgekanzelt, weil er sich erfrechte, etwas über Blogs zu schreiben. Freilich tue ich das auch, wenn diese Leute nichts als Schaum im Hirn haben – aber das war nun eben in diesem Fall nicht so. Was ich daraus entnehme, ist dies: Blogger glauben, Kompetenzen für das Medium „Blogs“ zu haben, nur, weil sie Blogger sind. Das ist ungefähr so, als wenn Waggonbauer glauben, die Kompetenz für öffentliche Verkehrsmittel zu haben, nur weil sie Waggons bauen.

Was wirklich interessant wird? Fachblogs, Wirtschaftsblogs und Blogger, die einen Strauß bunter Blumen mit den Wünschen der Neugierigen vermanschen – Magazine als Blogs oder so. Wobei ich demnächst ein Städetblog starten will – und euch nochmals bitte, doch mal wirklich Zeitzeugen zu sein und über eure Stadt zu berichten – nur zu klein sollte sie nicht sein und sie muss etwas mehr als ein Foltermuseum zu bieten haben.

Wobei ich gleich mal bei der Frage wäre, die mich ein wenig bewegt hat: Auf Dauer kühlt jede Liebesbeziehung ein wenig ab, und ganz viele Paare versuchen dann, ihre Begierde mit Schmerzenslust und Rollenspielen wieder aufzumöbeln. Doch was, wenn die Lust am Schmerz dabei stärker wird als die erotische Lust? Was, wenn tatsächlich immer stärkere Mittel gesucht werden? Sicher kann eine Behandlung mit dem Teppichklopfer sehr erotisch sein – aber was, wenn bei einem Partner der Wunsch überwiegt, den Schmerz zu spüren und er die Lust dabei vergisst? Was, wenn Beziehungen daran scheitern, dass der Partner die Schmerzlust um jeden Preis sucht? Damit auch dies klar ist: Ich meine damit nicht nur kreuzbrave Ehefrauen, deren Männer das Haushaltsgeld bei einer Domina in Schläge umsetzen. Nein, ich meine auch kreuzbrave Ehemänner, die, um die Ehe aufrecht zu erhalten, erdulden, dass ihre Frauen am Wochenende zu einem Dom fahren, um sich dort nach Herzen- und Fleischeslust unterwerfen zu lassen.

So werden denn wohl auch in Zukunft ein paar Themen übrig bleiben, über die ich in meiner Erotik-Abteilung berichten kann. Ansonsten will ich mich ein bisschen auf die europäischen Städte konzentrieren. Leider läuft das Projekt noch schlecht. Wollen sie etwas daran ändern? Sie können es. Vielleicht versuchen sie es zunächs mal mit einer Emal an sehpferd at sehpferd dot com?

Ansonsten wünsche ich Ihnen noch einen schönen Sonntag aus der Nähe von Basel.

 

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