Die Unterwerfung der Frauen im Spiel – aber in welchem?
Seit sich die Geschlechterrollen verändert haben, weist die Gesellschaft den Männern nicht mehr unbedingt die Rolle der führenden Kraft in der Beziehung zu – und dies gilt auch, soweit der Alltag der Liebe betroffen ist. In dem gleichen Maße, indem die erotische Dominanz der Männer sinkt, steigt die Lust der Frauen, sich selber erotisch zu verwirklichen, vor allem aber, so geliebt zu werden, wie sie es selber gerne möchte.
Man kann leicht beobachten, dass Frauen in den letzten Jahren gelernt haben, aggressiver zu flirten. Zwar geht die Verführung aus der Sicht der Verhaltensforscher immer von der Frau aus, doch will die Gesellschaftsordnung nach wie vor, dass der Mann den ersten Schritt tut, um den Weg ins Bett zu ebnen: Nur äußerst selten werden Männer von Frauen in Gespräche verwickelt, deren einziges Ziel es ist, am Morgen neben ihm aufzuwachen.
Indessen scheinen die alten Rollenspiele von Dominanz und Unterwerfung in den Köpfen weiter zu bestehen. Wer das Liebesgeschehen derzeit beobachtet, weiß, dass Frauen bisweilen lieben, ihre Stärke in der Schwäche zu beweisen. Sie suchen scheinbar nach Unterwerfung, doch manipulieren sie aus dieser Position die Männer so sehr, dass diese Dinge tun, die sie sich vorher nicht einmal im Traum hätten vorstellen können. Für die „Vanille-Beziehungen“ ist dies neu, während die Liebhaber der scharfen Gewürze es schon immer wussten: Eigentlich dominiert die oder der Unterwürfige.
Doch das ist nicht alles. Auch bei Frauen scheint die traditionelle Art der Unterwerfung noch hoch im Kurs zu stehen, jedenfalls bei jenen, die ihren Trost in Romanheftchen suchen: Dort kommt der Mann, sieht und siegt. Die junge, wohl erzogene und bisweilen jungfräulich-naive Dame verfällt der Kraft seiner Verführung, und in einem Strudel der Lüste wird sie weiches Wachs in seinen Händen, bis sie sich schließlich für all seine Wünsche öffnet.
Ich erkenne eine gewisse Ähnlichkeit in beiden Strömungen, doch ist die Ausgangslage unterschiedlich: Im ersten Fall handelt es sich um eine Frau, die weiß, was sie erleiden will, und die dafür einen Mann sucht, der ihr das Leid zufügt, währen die Frau im zweiten Beispiel naiv in die Falle des Jägers geht und sich erst in das Schicksal der erotischen Abhängigkeit fügen muss.
Ich habe dabei noch gar nicht über jene Frauen gesprochen, die Freude daran finden, Männer zu dominieren. Von ihnen schreibe ich vielleicht beim nächsten Mal – aber dies kann ich ihnen, meine Leserinnen und Leser, schon jetzt verraten: Sie sind sies sind derzeit noch so selten wie wirklich wohlschmeckende Erdbeeren im April.
Die Geschichten, die wir lesen, sind freilich meist erotische Fantasien : Frauengeschichten zwischen Traum und Traum, die meist von weiblichen Autoren geschrieben wurden. Doch welche Geschichten spiegeln die Tiefen der weiblichen Seele wirklich wieder? Und was davon bleibt Fantasie? Und wenn es real wird, bleibt es dann ein Spiel?
Nun liebe Leserinnen, gesetzt den Fall, sie wollten spielen - was wäre ihre Rolle?
(ergänzte und überarbeitete Version)
(Ehrliche Meinungen sind willkommen - andere auch, wenn sie kurz sind)
Seit sich die Geschlechterrollen verändert haben, weist die Gesellschaft den Männern nicht mehr unbedingt die Rolle der führenden Kraft in der Beziehung zu – und dies gilt auch, soweit der Alltag der Liebe betroffen ist. In dem gleichen Maße, indem die erotische Dominanz der Männer sinkt, steigt die Lust der Frauen, sich selber erotisch zu verwirklichen, vor allem aber, so geliebt zu werden, wie sie es selber gerne möchte.
Man kann leicht beobachten, dass Frauen in den letzten Jahren gelernt haben, aggressiver zu flirten. Zwar geht die Verführung aus der Sicht der Verhaltensforscher immer von der Frau aus, doch will die Gesellschaftsordnung nach wie vor, dass der Mann den ersten Schritt tut, um den Weg ins Bett zu ebnen: Nur äußerst selten werden Männer von Frauen in Gespräche verwickelt, deren einziges Ziel es ist, am Morgen neben ihm aufzuwachen.
Indessen scheinen die alten Rollenspiele von Dominanz und Unterwerfung in den Köpfen weiter zu bestehen. Wer das Liebesgeschehen derzeit beobachtet, weiß, dass Frauen bisweilen lieben, ihre Stärke in der Schwäche zu beweisen. Sie suchen scheinbar nach Unterwerfung, doch manipulieren sie aus dieser Position die Männer so sehr, dass diese Dinge tun, die sie sich vorher nicht einmal im Traum hätten vorstellen können. Für die „Vanille-Beziehungen“ ist dies neu, während die Liebhaber der scharfen Gewürze es schon immer wussten: Eigentlich dominiert die oder der Unterwürfige.
Doch das ist nicht alles. Auch bei Frauen scheint die traditionelle Art der Unterwerfung noch hoch im Kurs zu stehen, jedenfalls bei jenen, die ihren Trost in Romanheftchen suchen: Dort kommt der Mann, sieht und siegt. Die junge, wohl erzogene und bisweilen jungfräulich-naive Dame verfällt der Kraft seiner Verführung, und in einem Strudel der Lüste wird sie weiches Wachs in seinen Händen, bis sie sich schließlich für all seine Wünsche öffnet.
Ich erkenne eine gewisse Ähnlichkeit in beiden Strömungen, doch ist die Ausgangslage unterschiedlich: Im ersten Fall handelt es sich um eine Frau, die weiß, was sie erleiden will, und die dafür einen Mann sucht, der ihr das Leid zufügt, währen die Frau im zweiten Beispiel naiv in die Falle des Jägers geht und sich erst in das Schicksal der erotischen Abhängigkeit fügen muss.
Ich habe dabei noch gar nicht über jene Frauen gesprochen, die Freude daran finden, Männer zu dominieren. Von ihnen schreibe ich vielleicht beim nächsten Mal – aber dies kann ich ihnen, meine Leserinnen und Leser, schon jetzt verraten: Sie sind sies sind derzeit noch so selten wie wirklich wohlschmeckende Erdbeeren im April.
Die Geschichten, die wir lesen, sind freilich meist erotische Fantasien : Frauengeschichten zwischen Traum und Traum, die meist von weiblichen Autoren geschrieben wurden. Doch welche Geschichten spiegeln die Tiefen der weiblichen Seele wirklich wieder? Und was davon bleibt Fantasie? Und wenn es real wird, bleibt es dann ein Spiel?
Nun liebe Leserinnen, gesetzt den Fall, sie wollten spielen - was wäre ihre Rolle?
(ergänzte und überarbeitete Version)
(Ehrliche Meinungen sind willkommen - andere auch, wenn sie kurz sind)
sehpferd - am Samstag, 21. Mai 2005, 23:28 - Rubrik: zeit geschehen
Nachtfalter hat bereits seit einigen Tagen feuchte Hände: Sie meint einfach, ganz wilde erotische Vorlagen für Beiträge "mit stark vermindertem Ausfluss von Körperflüssigkeiten" zu schreiben. Diesmal verwettet ein junger Mann seinen Hintern, weil er glaubt, ohnehin zu gewinnen. Doch Nachtfalter weiß, wie man das Hütchenspiel so trickreich spielt, dass der junge Mann verlieren wird.
"Wie" sagt sie natürlich nicht, doch ahnt sie, dass es Damen gibt, die ähnlich listig sind.
Wer hier nicht regelmäßig liest: Sehpferd ist eine männliche Webexistenz, und Nachtfalter ist eine weibliche Gestalt, die von sehpferd erfunden wurde.
"Wie" sagt sie natürlich nicht, doch ahnt sie, dass es Damen gibt, die ähnlich listig sind.
Wer hier nicht regelmäßig liest: Sehpferd ist eine männliche Webexistenz, und Nachtfalter ist eine weibliche Gestalt, die von sehpferd erfunden wurde.
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Wenn Männer sich im Ausland mit preisgünstigen Huren vergnügen, schreit des Volkes Seele, den Feministinnen und Drittweltaktivisten steht der Schaum vor dem Mund und die Männer, die „so etwas“ tun, werden sofort als Abschaum der Männerwelt in die Ekelecke gestellt.
Bei Frauen ist das anders. Sie reisen in die Länder der Dritten Welt, um der Lust zu frönen und bezahlen den Herren, die sie dabei unterstützen, dafür schon einmal ein bisschen mehr als ein Abendessen – warum nicht? Darf man nicht großzügig sein, wenn einem Gutes geboten wird? Ach, sie dachten vielleicht, das habe etwas mit Prostitution zu tun?
Um Himmels willen! Frau macht dies nur, weil sie in Deutschland derartige Liebkosungen schmerzlich vermisst. Wörtlich: „In Deutschland schaut dich doch kein Mann mehr an, wenn du geschieden bist und jenseits der 50“.
Wie rührend. Merkwürdig, dass es kein Wort für einen weiblichen Freier gibt.
Quelle: SWR-Pressestelle über mysan.de
Bei Frauen ist das anders. Sie reisen in die Länder der Dritten Welt, um der Lust zu frönen und bezahlen den Herren, die sie dabei unterstützen, dafür schon einmal ein bisschen mehr als ein Abendessen – warum nicht? Darf man nicht großzügig sein, wenn einem Gutes geboten wird? Ach, sie dachten vielleicht, das habe etwas mit Prostitution zu tun?
Um Himmels willen! Frau macht dies nur, weil sie in Deutschland derartige Liebkosungen schmerzlich vermisst. Wörtlich: „In Deutschland schaut dich doch kein Mann mehr an, wenn du geschieden bist und jenseits der 50“.
Wie rührend. Merkwürdig, dass es kein Wort für einen weiblichen Freier gibt.
Quelle: SWR-Pressestelle über mysan.de
sehpferd - am Samstag, 21. Mai 2005, 14:54 - Rubrik: wundersames
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Bislang galt, dass im Trivialroman immer noch ein dünnes Mäntelchen der Scham über jenen Szenen lag, die stattfanden, nachdem der edle Ritter vom Pferd herab und auf die Heldin hinaufgestiegen war – doch das soll jetzt anders werden: Die Leserinnen wollen inzwischen durchaus wissen, wie der Held anschließend die Lanze führt.
Gesagt worden ist dies sinngemäß auf der europäischen Liebesroman-Messe "Booklover", und nachlesen kann man es (man höre und staune) bei der Deutschen Welle. Der neueste Trend: Geschichten mit einem meist dominanten Helden, der sich einer unerfahrenen Frau annimmt.
Damit sie nicht denken: „Typisch Mann“. Die Autoren des betroffenen Verlages sind ausschließlich weiblich - und die Leser sind es überwiegend.
Gesagt worden ist dies sinngemäß auf der europäischen Liebesroman-Messe "Booklover", und nachlesen kann man es (man höre und staune) bei der Deutschen Welle. Der neueste Trend: Geschichten mit einem meist dominanten Helden, der sich einer unerfahrenen Frau annimmt.
Damit sie nicht denken: „Typisch Mann“. Die Autoren des betroffenen Verlages sind ausschließlich weiblich - und die Leser sind es überwiegend.
sehpferd - am Samstag, 21. Mai 2005, 14:28 - Rubrik: wundersames
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Mit meinem Entwurf einer erotischen Geschichte ohne die üblichen Schilderungen von Hub- und Stoßbewegungen sowie ohne die ansonsten üblichen feuchten Genüsse ist einmal auf Widerhall gestoßen, wie ich dankbar vernehme. Meinen Glückwunsch, Sophie. Ich wäre froh, wenn andere die Vorlage auch so interessant verwenden würden.
Ich habe absichtlich ein paar Punkte in den ersten Teil eingebaut, mit denen man der Geschichte Wendungen geben kann. Da ist zunächst das Telefonat. In meinem Entwurf wird nicht klar, mit wem das Gespräch geführt wird – theoretisch kann es um alles oder nichts gegangen sein, und der Gesprächspartner mit der Stimme, die auf einige Entfernung „weiblich klang“ kann selbstverständlich auch einem Mann mit einer hellen und leisen Stimme gehört haben. Das zweite Element, das es erlaubt, mit der Geschichte unterschiedlich umzugehen, ist der verschlossene Umschlag. Er liegt ja schon bereit – die Instruktionen müssen also schon länger bekannt sein, doch was drinsteht, kann jeder Schreiber für sich selbst neu definieren.
Ich hatte einzusätzliches Element eingebaut: das Spiel mit der Angst. Wer könnte die Person sein? Ist sie tatsächlich eine ehemalige Insassin der Strafvollzugsanstalt? Warum war Gramses Freundin dieser Person etwas schuldig? War die Schuld wirklich so groß, dass die Freundin schlimme Dinge befürchten musste, wenn Gramse seinen Teil des Deals nicht erfüllte? Und wenn die Schuld so groß war,wie konnte sie durch Gramse getilgt werden – musste er da nicht befürchten, in eine schlimme Falle zu laufen?
Sophie hat sich im Mittelteil sehr gut mit der Furcht auseinander gesetzt. Das Spiel von Angst und Lust ist es ja, was die Geschichte ausmachen sollte: Psychisch sei die Sache schwer zu ertragen..
Ich denke, dass die drei Kapitel bei Sophie ganz vorzüglich gelungen sind. Man hätte die Geschichte auch nur in zwei Kapitel aufteilen können: die Information und was daraus entsteht. Doch sie in drei Phasen aufzuteilen, ist sehr klug: Die Information, also das, was daraus entstehen könnte oder sollte (und natürlich auch nicht sollte) mündet in die tatsächliche Geschichte, die wegen der verbundenen Augen zunächst in der Vorstellungswelt fortgeführt werden kann. Schließlich aber muss man Farbe bekennen: Die erotischen Momente müssen herausgearbeitet werden, die Angst, die in Lust übergeht, oder eben vielleicht auch nicht: das alles wird in der Kurzgeschichte gut geschildert. Schließlich der Schluss: hier etwas überraschend. Andere Varianten wären, dass es sich tatsächlich um eine Fremde oder einen Fremden handelt – mit der Varianten, dass diese Person auch zum Ende der Geschichte geheimnisvoll bleibt.
Ist die Person verheiratet, so kann der fremde Mensch auch der Ehepartner sein – ebenfalls sehr überraschend, während die Kollegin oder der Kollege schon etwas mehr zum Nachdenken anregt – was wird hinterher sein? Doppelt interessant, wenn es die Chefin ist oder natürlich der Chef – die Sache lässt sich ebenso umdrehen.
Die vage Schilderung der Stimme lässt die Möglichkeit zu, dass man das Geschlecht der Person am Ende bleibig wählen kann – und es kann durchaus auch ein Paar sein, was letztendlich kommt, um sich erotisch zu ergötzen.
Schließlich – auch das wäre möglich gewesen – kann die Geschichte so geschrieben werden, dass gar kein erotischer Hintergrund nötig ist: Man plante einfach, ein vergessenes Fest zu feiern, und statt eines erotischen Vergnügens findet dann einfach eine Namenstagsfeier statt.
Nun, alsdann: Schreibt weiter Geschichten. Ich freue mich darüber.
Sophie:
ErsterTeil
Zweiter Teil
Zweiter Teil, Fortsetzung
Ich habe absichtlich ein paar Punkte in den ersten Teil eingebaut, mit denen man der Geschichte Wendungen geben kann. Da ist zunächst das Telefonat. In meinem Entwurf wird nicht klar, mit wem das Gespräch geführt wird – theoretisch kann es um alles oder nichts gegangen sein, und der Gesprächspartner mit der Stimme, die auf einige Entfernung „weiblich klang“ kann selbstverständlich auch einem Mann mit einer hellen und leisen Stimme gehört haben. Das zweite Element, das es erlaubt, mit der Geschichte unterschiedlich umzugehen, ist der verschlossene Umschlag. Er liegt ja schon bereit – die Instruktionen müssen also schon länger bekannt sein, doch was drinsteht, kann jeder Schreiber für sich selbst neu definieren.
Ich hatte einzusätzliches Element eingebaut: das Spiel mit der Angst. Wer könnte die Person sein? Ist sie tatsächlich eine ehemalige Insassin der Strafvollzugsanstalt? Warum war Gramses Freundin dieser Person etwas schuldig? War die Schuld wirklich so groß, dass die Freundin schlimme Dinge befürchten musste, wenn Gramse seinen Teil des Deals nicht erfüllte? Und wenn die Schuld so groß war,wie konnte sie durch Gramse getilgt werden – musste er da nicht befürchten, in eine schlimme Falle zu laufen?
Sophie hat sich im Mittelteil sehr gut mit der Furcht auseinander gesetzt. Das Spiel von Angst und Lust ist es ja, was die Geschichte ausmachen sollte: Psychisch sei die Sache schwer zu ertragen..
Ich denke, dass die drei Kapitel bei Sophie ganz vorzüglich gelungen sind. Man hätte die Geschichte auch nur in zwei Kapitel aufteilen können: die Information und was daraus entsteht. Doch sie in drei Phasen aufzuteilen, ist sehr klug: Die Information, also das, was daraus entstehen könnte oder sollte (und natürlich auch nicht sollte) mündet in die tatsächliche Geschichte, die wegen der verbundenen Augen zunächst in der Vorstellungswelt fortgeführt werden kann. Schließlich aber muss man Farbe bekennen: Die erotischen Momente müssen herausgearbeitet werden, die Angst, die in Lust übergeht, oder eben vielleicht auch nicht: das alles wird in der Kurzgeschichte gut geschildert. Schließlich der Schluss: hier etwas überraschend. Andere Varianten wären, dass es sich tatsächlich um eine Fremde oder einen Fremden handelt – mit der Varianten, dass diese Person auch zum Ende der Geschichte geheimnisvoll bleibt.
Ist die Person verheiratet, so kann der fremde Mensch auch der Ehepartner sein – ebenfalls sehr überraschend, während die Kollegin oder der Kollege schon etwas mehr zum Nachdenken anregt – was wird hinterher sein? Doppelt interessant, wenn es die Chefin ist oder natürlich der Chef – die Sache lässt sich ebenso umdrehen.
Die vage Schilderung der Stimme lässt die Möglichkeit zu, dass man das Geschlecht der Person am Ende bleibig wählen kann – und es kann durchaus auch ein Paar sein, was letztendlich kommt, um sich erotisch zu ergötzen.
Schließlich – auch das wäre möglich gewesen – kann die Geschichte so geschrieben werden, dass gar kein erotischer Hintergrund nötig ist: Man plante einfach, ein vergessenes Fest zu feiern, und statt eines erotischen Vergnügens findet dann einfach eine Namenstagsfeier statt.
Nun, alsdann: Schreibt weiter Geschichten. Ich freue mich darüber.
Sophie:
ErsterTeil
Zweiter Teil
Zweiter Teil, Fortsetzung
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Ich weiß, dass der Hund in der Pfanne verrückt wird, weil ich die Redenart früher hundertfach gehört habe. Man braucht aber offenbar keine Pfanne, um den Hund verrückt zu machen – und wenn das Hündchen einmal dabei ist, dann ruiniert es die Wohnung auch gründlich. Zu welchem Zweck? Um Jeans zu verkaufen.
Via Werbeblogger
Via Werbeblogger
sehpferd - am Freitag, 20. Mai 2005, 23:33 - Rubrik: papierkorb nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Das Erfrischungsgetränk, das ein bisschen bitter ist, hat eine Werbeaktion gestartet, in der versprochen wird, Stéphanie Berger nackt zu zeigen. In der Zeitschrift Rockstar muss man auf Seite 31 blättern – und sieht dann eine herausgerissen Seite, dahinter die Schweppes-Anzeige.
Mag sein, dass man dann wirklich ein Schweppes braucht – aber mit einem doppelten Rum – mindestens – ja mit echtem Rum, nicht etwas Rum-Verschnitt oder andere Erzeugnisse, die unter anderem auch Rum enthalten.
Mag sein, dass man dann wirklich ein Schweppes braucht – aber mit einem doppelten Rum – mindestens – ja mit echtem Rum, nicht etwas Rum-Verschnitt oder andere Erzeugnisse, die unter anderem auch Rum enthalten.
sehpferd - am Freitag, 20. Mai 2005, 23:19
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Das Geschäft mit dem käuflichen Sex floriert, wie es scheint, trotz schlechter Konjunktur – behauptet jedenfalls die Saarbrücker Zeitung. Der Trend, so die Zeitung, gehe dabei zur Prostitution in Appartements – der Straßenstrich sei so gut wie ausgetrocknet.
Schön, liebe Kollegen von der Saarbrücker, wenn ihr so etwas schreibt – aber wie wäre es, sich Informationen über die Wirtschaftslage der örtlichen Prostitution woanders als ausgerechnet bei der Polizei zu beschaffen? Ja, ich weiß, dass dies Tradition hat – es ist aber keine nette Art, mit diesem Wirtschaftszweig umzugehen. Schließlich holen sie sich ihre Informationen über das Friseurhandwerk ja auch nicht bei der Polizei, sondern bei der Handwerkskammer.
Wenn sie nun sagen, Prostitution sei kein Handwerk, dann haben sie vielleicht Recht – es ist tatsächlich nicht ausschließlich Handwerk. Aber abgesehen von diesem etwas dümmlichen Witz – sollten sie nicht mal gründlicher recherchieren?
Schön, liebe Kollegen von der Saarbrücker, wenn ihr so etwas schreibt – aber wie wäre es, sich Informationen über die Wirtschaftslage der örtlichen Prostitution woanders als ausgerechnet bei der Polizei zu beschaffen? Ja, ich weiß, dass dies Tradition hat – es ist aber keine nette Art, mit diesem Wirtschaftszweig umzugehen. Schließlich holen sie sich ihre Informationen über das Friseurhandwerk ja auch nicht bei der Polizei, sondern bei der Handwerkskammer.
Wenn sie nun sagen, Prostitution sei kein Handwerk, dann haben sie vielleicht Recht – es ist tatsächlich nicht ausschließlich Handwerk. Aber abgesehen von diesem etwas dümmlichen Witz – sollten sie nicht mal gründlicher recherchieren?
sehpferd - am Freitag, 20. Mai 2005, 22:59 - Rubrik: zeit geschehen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Man kann ihn schreiben, man kann ihn kritisieren – und offenbar kann man ihn auch verkaufen: Emotionalen Müll.
Via Blogywood
Via Blogywood
sehpferd - am Freitag, 20. Mai 2005, 22:35 - Rubrik: papierkorb nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Koeln.de hat ein Stadtblog gestartet – und bekommt sogleich die üblichen Schwierigkeiten bei allzu offenen Blogs: Zu viel Geschwätz, zu wenig Inhalt.
Besser ist da das Weblog der Redaktion, der „Rheinblick“. Hoffnung macht ein unkonventioneller Beitrag von Sarah-Simone über ein Schuhgeschäft – einmal nicht aus dem Blick der Wirtschaftredaktion und erfrischend unkonventionell.
So könnte es weitergehen, denn professionell Stadtblogs schreiben heißt ja nicht, krampfhaft nach neuen Themen zu suchen, sondern die Dinge, die ohnehin auffallen, mal in ein anderes Licht zu tauchen.
Selbstverständlich: herzliche Einladung an die Redaktion, am Europa Stadt Blog teilzunehmen. Gemeinsam ist man stärker.
Besser ist da das Weblog der Redaktion, der „Rheinblick“. Hoffnung macht ein unkonventioneller Beitrag von Sarah-Simone über ein Schuhgeschäft – einmal nicht aus dem Blick der Wirtschaftredaktion und erfrischend unkonventionell.
So könnte es weitergehen, denn professionell Stadtblogs schreiben heißt ja nicht, krampfhaft nach neuen Themen zu suchen, sondern die Dinge, die ohnehin auffallen, mal in ein anderes Licht zu tauchen.
Selbstverständlich: herzliche Einladung an die Redaktion, am Europa Stadt Blog teilzunehmen. Gemeinsam ist man stärker.
sehpferd - am Freitag, 20. Mai 2005, 22:28 - Rubrik: europa stadt blogs
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Sie ist nicht wirklich schön, sie ist nicht wirklich klug, sie sitzt da, als sei sie versehentlich im falschen Kleid ins falsche Lokal gegangen und wüsste nun nicht, wie sie die Beine halten soll – und sie kassiert für Auftritte auf Partys und sonst wo. Das wissen wir nun - und dass sie „Produkte hat“.
Die Rede ist von Paris Hilton – sie war bei Herrn Kerner zu Besuch und bei Douglas. Bei Douglas war sie sicher besser aufgehoben – vor allem im Aufzug, wohin sie vor den Fans floh.
Die Morgenpost nimmt kein Blatt vor den Mund und sagte frei heraus, was sie von Frau Hilton hält: "Der Wahnsinn hat einen Namen: Paris Hilton".
No Comment.
Die Rede ist von Paris Hilton – sie war bei Herrn Kerner zu Besuch und bei Douglas. Bei Douglas war sie sicher besser aufgehoben – vor allem im Aufzug, wohin sie vor den Fans floh.
Die Morgenpost nimmt kein Blatt vor den Mund und sagte frei heraus, was sie von Frau Hilton hält: "Der Wahnsinn hat einen Namen: Paris Hilton".
No Comment.
sehpferd - am Freitag, 20. Mai 2005, 22:23 - Rubrik: zeit geschehen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Lara Fritzsche ist zu ehren. Eine Journalistin, 21. Eine Frau, die schon jetzt so engagiert ist, wie man es sich von Journalisten wünscht, und eine, die heiße Eisen anpackt: Magersüchtige, die sich im Internet gegenseitig Ratschläge geben, wie sie ihre Krankheit auf gar keinen Fall überwinden – sondern möglichst behalten.
Das Phänomen ist zwar bekannt – fast alle Klinikärzte wissen es und mache im guten Glauben gegründete Selbsthilfeinitiative kann darüber berichten. Doch bisher galten die geheimen Rituale der Magersüchtigen als Gerücht. Wer sich darüber äußerte, riskierte, von den magersüchtigen Frauen attackiert zu werden.
Doch inzwischen gibt es das Internet. Es veränderte die Welt, und es veränderte die Kommunikationsmöglichkeiten der Magersüchtigen. Nun können sie nicht nur über ihren Freundeskreis das Unheil der Magersucht verbreiten – nun steht ihnen die ganze Welt offen – allerdings gibt es nun auch Einblicke, denn man kann sich nicht völlig abschotten.
Pro-Ana-Foren nennen sie sich, und die Mitglieder motivieren einander, auf alle Fälle krank zu bleiben. Freilich sehen sie sich nicht als „krank“, sondern glauben, auf einem höheren intellektuellen Stand zu sein als die anderen Menschen. Wer hinein will, muss eine Erklärung abgeben, was ihn bewegt, sich gemeinsam mit anderen so herunterzuhungern, dass ein oftmals gefährliches Untergewicht entsteht. Wer längere Zeit nicht anwesend ist, fliegt einfach aus den Foren heraus. Man schützt sich, man will nur untereinander kommunizieren. Wer nicht bei der Stange bleibt, muss das Forum verlassen. Aber das sind nur Äußerlichkeiten, die man noch als harmlose Geheimbündelei bezeichnen könnte. Das Forum freilich geht härter zur Sache, wie die Journalistin in unermüdlichen Recherchen ermittelt hat
Wer nie mit den Betroffenen konfrontiert wurde, weiß nicht, wovon die Rede ist. Im Vordergrund steht eine merkwürdige Krankheit, die Kotz-Freßsucht, mal Anorexia Nervosa genannt, mal anders. Die Mediziner und Psychotherapeuten haben viele Namen dafür, doch sie wissen kaum etwas über die Entstehung – und auch die Therapie ist nicht unumstritten: Meist wird Verhaltenstherapie empfohlen.
Doch was in den Frauen vorgeht, deren waches und sehr agiles Hirn eine innere Scheinwelt aufbaut, während es den Körper systematisch zu Grunde richtet, ist kaum bekannt. Wenn sie mit uns reden, klingen sie bisweilen äußerst vernünftig – doch auch dies ist nur ein Teil ihrer Abwehrstrategie. Sie beobachten andere, erkennen deren Fehler und Schwächen, sammeln sie, wandeln sie in Argumente und beweisen so, dass die Anderen nichts Wert sind.
Lara Fritzsche gab uns einen Einblick – und nun hat sie den begehrten Theodor-Wolff-Preis erhalten. Sie hat ihn verdient.
Die Ehrung
Der preisgekrönte Artikel
Ein kurzer Artikel
Das Phänomen ist zwar bekannt – fast alle Klinikärzte wissen es und mache im guten Glauben gegründete Selbsthilfeinitiative kann darüber berichten. Doch bisher galten die geheimen Rituale der Magersüchtigen als Gerücht. Wer sich darüber äußerte, riskierte, von den magersüchtigen Frauen attackiert zu werden.
Doch inzwischen gibt es das Internet. Es veränderte die Welt, und es veränderte die Kommunikationsmöglichkeiten der Magersüchtigen. Nun können sie nicht nur über ihren Freundeskreis das Unheil der Magersucht verbreiten – nun steht ihnen die ganze Welt offen – allerdings gibt es nun auch Einblicke, denn man kann sich nicht völlig abschotten.
Pro-Ana-Foren nennen sie sich, und die Mitglieder motivieren einander, auf alle Fälle krank zu bleiben. Freilich sehen sie sich nicht als „krank“, sondern glauben, auf einem höheren intellektuellen Stand zu sein als die anderen Menschen. Wer hinein will, muss eine Erklärung abgeben, was ihn bewegt, sich gemeinsam mit anderen so herunterzuhungern, dass ein oftmals gefährliches Untergewicht entsteht. Wer längere Zeit nicht anwesend ist, fliegt einfach aus den Foren heraus. Man schützt sich, man will nur untereinander kommunizieren. Wer nicht bei der Stange bleibt, muss das Forum verlassen. Aber das sind nur Äußerlichkeiten, die man noch als harmlose Geheimbündelei bezeichnen könnte. Das Forum freilich geht härter zur Sache, wie die Journalistin in unermüdlichen Recherchen ermittelt hat
Wer nie mit den Betroffenen konfrontiert wurde, weiß nicht, wovon die Rede ist. Im Vordergrund steht eine merkwürdige Krankheit, die Kotz-Freßsucht, mal Anorexia Nervosa genannt, mal anders. Die Mediziner und Psychotherapeuten haben viele Namen dafür, doch sie wissen kaum etwas über die Entstehung – und auch die Therapie ist nicht unumstritten: Meist wird Verhaltenstherapie empfohlen.
Doch was in den Frauen vorgeht, deren waches und sehr agiles Hirn eine innere Scheinwelt aufbaut, während es den Körper systematisch zu Grunde richtet, ist kaum bekannt. Wenn sie mit uns reden, klingen sie bisweilen äußerst vernünftig – doch auch dies ist nur ein Teil ihrer Abwehrstrategie. Sie beobachten andere, erkennen deren Fehler und Schwächen, sammeln sie, wandeln sie in Argumente und beweisen so, dass die Anderen nichts Wert sind.
Lara Fritzsche gab uns einen Einblick – und nun hat sie den begehrten Theodor-Wolff-Preis erhalten. Sie hat ihn verdient.
Die Ehrung
Der preisgekrönte Artikel
Ein kurzer Artikel
sehpferd - am Freitag, 20. Mai 2005, 12:22 - Rubrik: zeit geschehen
Die „Badische Zeitung“ bringt in der heutigen Ausgabe einen Bericht über Menschen, die ohne Krankenversicherung sind und wohl auch keine mehr bekommen können. Besonders betroffen bin ich über das Schicksal von Peter Fischinger, in dessen kleine Galerie in der Esslinger Straße in Stuttgart ich früher häufig besuchte.
Warum eigentlich genießt in Deutschland jeder Sozialhilfeempfänger eine kostenlose Gesundheitsfürsorge, wenn sich in ein Selbstständiger, auch in der Not, nicht zu angemessenen Preisen versichern kann?
Da ich häufig im Internet bin, und manchmal auf Computern arbeite, in denen sich die Werbung privater Krankenversicherer nicht ausschalten lässt, weiß ich natürlich, womit die Damen und Herren der Branche werben: Lachende junge Leute, die im Prinzip auch über so etwas wie eine Krankenversicherung lachen könnten, weil sie meinen, ohnehin nicht krank zu werden.
Sehen sie, meine Leserinnen und Leser, insbesondere aber jene, die mich für Arrogant halten: Sie werden alle alt. Die meisten von ihnen werden nicht völlig gesund bleiben, und sie können alle nicht mehr damit rechnen, mit steigenden Lebensjahren auch mehr Geld zur Verfügung zu haben: also, bedenken sie klug, was sie tun.
Ansonsten darf ich noch anmerken: Selbstständige, die ihre ICH-AG mit Mühe und Not durchbringen, haben oft kaum mehr Geld in der Tasche als Sozialhilfeempfänger. Sollte dies nicht zu denken geben? Müssen wir nicht das Wort „sozial“ vom dem Heiligenschein befreien, der ihm jetzt noch anhaftet?
Warum eigentlich genießt in Deutschland jeder Sozialhilfeempfänger eine kostenlose Gesundheitsfürsorge, wenn sich in ein Selbstständiger, auch in der Not, nicht zu angemessenen Preisen versichern kann?
Da ich häufig im Internet bin, und manchmal auf Computern arbeite, in denen sich die Werbung privater Krankenversicherer nicht ausschalten lässt, weiß ich natürlich, womit die Damen und Herren der Branche werben: Lachende junge Leute, die im Prinzip auch über so etwas wie eine Krankenversicherung lachen könnten, weil sie meinen, ohnehin nicht krank zu werden.
Sehen sie, meine Leserinnen und Leser, insbesondere aber jene, die mich für Arrogant halten: Sie werden alle alt. Die meisten von ihnen werden nicht völlig gesund bleiben, und sie können alle nicht mehr damit rechnen, mit steigenden Lebensjahren auch mehr Geld zur Verfügung zu haben: also, bedenken sie klug, was sie tun.
Ansonsten darf ich noch anmerken: Selbstständige, die ihre ICH-AG mit Mühe und Not durchbringen, haben oft kaum mehr Geld in der Tasche als Sozialhilfeempfänger. Sollte dies nicht zu denken geben? Müssen wir nicht das Wort „sozial“ vom dem Heiligenschein befreien, der ihm jetzt noch anhaftet?
sehpferd - am Freitag, 20. Mai 2005, 09:18 - Rubrik: deutschland im blick
Wenn ich mich selten meldete in den letzten Tagen, so liegt das vor allem an der Installation eines neuen Rechners: Nach reiflicher Überlegung, hat der neue 3 Buchstaben.
Ja, und alles ging sehr schön – thanks IBM. Der Frust begann mit T-Online, denn wie ich meine alten Emails aus der T-Online-Tonne holen kann und sie dann auf dem neuen Rechner wieder finde, das konnte ich nicht herausfinden. Eine Stunde probiert, dann aufgegeben, dann Hilfe gesucht, und siehe: T-Online weiß es offenbar auch nicht.
Mit Hilfe des Fragen-Assistenten (Stichwort „Rechnerwechsel“) finde ich:
T-Online Service wurde nach Rechnerwechsel durchsucht. Wir haben für Sie folgende Informationen gefunden:
Wie bekomme ich die T-Online Daten von meinem alten PC auf meinen neuen PC?
Antwort von t-Online:
„Leider kann Ihre Frage noch nicht beantwortet werden. T-Online wird in den nächsten Wochen eine Antwort online bereit stellen. Wir bitten um Ihr Verständnis“.
Nein, ich habe kein Verständnis dafür. Solche eine Frage muss sofort beantwortet werden können.
Nachtrag:
Inzwischen weiß ich, wer es weiß: Ich habe die dort beschriebene manuelle Version gewählt. Und T-Online wird gebeten, den Bödsinn von ihrer Webseite herunterzunehmen.
Ja, und alles ging sehr schön – thanks IBM. Der Frust begann mit T-Online, denn wie ich meine alten Emails aus der T-Online-Tonne holen kann und sie dann auf dem neuen Rechner wieder finde, das konnte ich nicht herausfinden. Eine Stunde probiert, dann aufgegeben, dann Hilfe gesucht, und siehe: T-Online weiß es offenbar auch nicht.
Mit Hilfe des Fragen-Assistenten (Stichwort „Rechnerwechsel“) finde ich:
T-Online Service wurde nach Rechnerwechsel durchsucht. Wir haben für Sie folgende Informationen gefunden:
Wie bekomme ich die T-Online Daten von meinem alten PC auf meinen neuen PC?
Antwort von t-Online:
„Leider kann Ihre Frage noch nicht beantwortet werden. T-Online wird in den nächsten Wochen eine Antwort online bereit stellen. Wir bitten um Ihr Verständnis“.
Nein, ich habe kein Verständnis dafür. Solche eine Frage muss sofort beantwortet werden können.
Nachtrag:
Inzwischen weiß ich, wer es weiß: Ich habe die dort beschriebene manuelle Version gewählt. Und T-Online wird gebeten, den Bödsinn von ihrer Webseite herunterzunehmen.
sehpferd - am Donnerstag, 19. Mai 2005, 12:18 - Rubrik: Kunde sein
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Wer hätte das gedacht – da sendet doch jemand eine Pressemitteilung mit dem schönen Titel „Weblogs ersetzen Massenmedien nicht“ heraus. Hatte das jemand behauptet?
Sehen wir mal genauer hin. Die authentische Aussage lautet: „Wir können sagen, dass Blogger dem Mainstream ebenso oft folgen wie sie ihn kreieren“, was im Klartext kaum mehr heißt als: Journalisten schreiben eben so oft von Bloggern ab, wie Blogger von Journalisten abschreiben. Hätten wir in Deutschland dieses Verhältnis, wären viele Blogger wahrscheinlich noch größenwahnsinniger.
Werfen wir mal einen Blick in das Original: “The blogosphere is clearly a major addition to the national discourse,” said Dr. Michael Cornfield, senior research consultant to the Pew Internet & American Life Project. “But we need to be cautious with respect to the power of particular political bloggers. That power waxes and wanes depending on the sort of information available, the behavior of other public voices, and the tendency of internet forms and formats to evolve in a very short time.”
Kling gut, nicht wahr? Der Kernsatz, relative nüchtern betrachtet, heißt dann aber nur: „Die Macht der Blogger wächst oder schwindet mit der Art von Informationen, die verfügbar sind“ (es folgen weitere Punkte). Aha. Das erinnert mich doch an die alte Bauernregel „Wenn der Blogger kräht auf dem Mist, wird die Information anders oder sie bleibt, wie sie ist“.
Sehen sie, liebe Leserinnen und Leser, die Dinge des Lebens sind alle einfach, wenn man die Sprachpirouetten mal wegnimmt: Wo kein Input ist, ist auch kein Output. Oder, noch einfacher: Von nichts kommt nichts.
Die Presse wird den Artikel wieder begierig nachdrucken – vermutlich mit dem gleichen Titel. Diejenigen, die es tun, weisen sich damit abermals als unkundige Abschreiber aus. Schade darum.
Sehen wir mal genauer hin. Die authentische Aussage lautet: „Wir können sagen, dass Blogger dem Mainstream ebenso oft folgen wie sie ihn kreieren“, was im Klartext kaum mehr heißt als: Journalisten schreiben eben so oft von Bloggern ab, wie Blogger von Journalisten abschreiben. Hätten wir in Deutschland dieses Verhältnis, wären viele Blogger wahrscheinlich noch größenwahnsinniger.
Werfen wir mal einen Blick in das Original: “The blogosphere is clearly a major addition to the national discourse,” said Dr. Michael Cornfield, senior research consultant to the Pew Internet & American Life Project. “But we need to be cautious with respect to the power of particular political bloggers. That power waxes and wanes depending on the sort of information available, the behavior of other public voices, and the tendency of internet forms and formats to evolve in a very short time.”
Kling gut, nicht wahr? Der Kernsatz, relative nüchtern betrachtet, heißt dann aber nur: „Die Macht der Blogger wächst oder schwindet mit der Art von Informationen, die verfügbar sind“ (es folgen weitere Punkte). Aha. Das erinnert mich doch an die alte Bauernregel „Wenn der Blogger kräht auf dem Mist, wird die Information anders oder sie bleibt, wie sie ist“.
Sehen sie, liebe Leserinnen und Leser, die Dinge des Lebens sind alle einfach, wenn man die Sprachpirouetten mal wegnimmt: Wo kein Input ist, ist auch kein Output. Oder, noch einfacher: Von nichts kommt nichts.
Die Presse wird den Artikel wieder begierig nachdrucken – vermutlich mit dem gleichen Titel. Diejenigen, die es tun, weisen sich damit abermals als unkundige Abschreiber aus. Schade darum.
sehpferd - am Donnerstag, 19. Mai 2005, 12:00 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Eines steht fest: die deutsche Presse ist nicht in der Lage, auch nur halbwegs zu beurteilen, wie es um die Blogs in Deutschland bestellt ist. Sie beruft sich überwiegend auf Pressemitteilungen, Stellungnahmen und Verlautbarungen, deren Quellen alles andere als zuverlässig sind. Je nach Couleur der Stellungnahmen, die so gut wie alle wieder von anderen Pressmitteilungen oder Berichten abgekupfert wurden, sind dann eben die Blogs auf dem Vormarsch oder sie stecken noch in den Kinderschuhen.
Man wird der deutschen Presse früher oder später die Frage stellen müssen, ob man auch bei anderen Themen der Zeit mit so miserablen Recherchen leben muss – und kommt dann sehr schnell darauf, auch den Wahrheitsgehalt anderer Meldungen ernstlich zu bezweifeln. Es liegt an der Presse, und nur an ihr, dies zu verändern.
Man wird der deutschen Presse früher oder später die Frage stellen müssen, ob man auch bei anderen Themen der Zeit mit so miserablen Recherchen leben muss – und kommt dann sehr schnell darauf, auch den Wahrheitsgehalt anderer Meldungen ernstlich zu bezweifeln. Es liegt an der Presse, und nur an ihr, dies zu verändern.
sehpferd - am Mittwoch, 18. Mai 2005, 11:53 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Bevor ich vergesse, Ihnen dieses zu erzählen: Die PDS hat wieder mal eine Pressemitteilung herausgegeben. Das tut sie häufiger, aber nicht eine solche:
„Matthäus 6,24
Deutsche Unternehmerverbände wollen den Pfingstmontag als Feiertag abschaffen. Dazu erklärt Petra Pau, PDS im Bundestag:
Das ist gottlos oder Matthäus 6,24: „Ihr könnt nicht beiden zugleich dienen: Gott und dem Mammon.“
Fragt sich, ob man Gott und dem Sozialismus gleichzeitig dienen kann. Oder strebt Frau Pau jetzt eine Koalition mit der PBC an?
„Matthäus 6,24
Deutsche Unternehmerverbände wollen den Pfingstmontag als Feiertag abschaffen. Dazu erklärt Petra Pau, PDS im Bundestag:
Das ist gottlos oder Matthäus 6,24: „Ihr könnt nicht beiden zugleich dienen: Gott und dem Mammon.“
Fragt sich, ob man Gott und dem Sozialismus gleichzeitig dienen kann. Oder strebt Frau Pau jetzt eine Koalition mit der PBC an?
sehpferd - am Dienstag, 17. Mai 2005, 23:04 - Rubrik: papierkorb nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Das Fleischliche zu begehren – nun, sie wissen, wie kontrovers man darüber diskutieren kann. Her wird nicht kontrovers diskutiert, sondern mit Fleisch herumgeworfen – so geschmacklos, dass man es schon wieder sehen muss.
sehpferd - am Dienstag, 17. Mai 2005, 20:34 - Rubrik: papierkorb nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Blogywood und Atu Sees All (eine Seite, die der von Sehpferd nicht unähnlich ist, ohne dass wir voneinander wussten) haben eines gemeinsam: Sie bringen die kleinen Sensationen des Webs und des wirklichen Lebens, über die man zumeist auch ein wenig schmunzeln kann. Nun hat Blogywood angekündigt, bei Atu als Gastschreiber einzusteigen. Endlich eine Kooperation. Herzlichen Glückwunsch, Atu und Blogywood.
sehpferd - am Dienstag, 17. Mai 2005, 20:25 - Rubrik: blog nachrichten
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Die Gleichberechtigung im Alltag wurde in den nordischen Ländern am weitesten verwirklicht, schreibt der Helsingin Sanomat unter Berufung auf eine Studie des World Economic Forum (WEF).
Demnach stehen also Schweden, Norwegen, Island, Dänemark, und Finnland an der Spitze – keine Überraschung für Kenner der nordischen Länder. Das Vereinigte Königreich folgt bei den Europäern auf dem nächsten Platz – und dann kommt schon Deutschland auf Platz neun. Dazwischen liegen die außereuropäischen Länder Neuseeland und Kanada.
Österreich liegt noch hinter Ungarn (Platz 24) auf einem der letzten Plätze in Europa: Es erreicht gerade mal für Platz 28, und auch das Alpenland Schweiz liegt her auf den hinteren Plätzen (Rang 34).
Völlig aus der Reihe unter den Europäern tanzen die Mittelmeerländer Italien und Griechenland: Dort klafft bei der Gleichberechtigung eine riesenhafte Lücke, die beide Länder noch schlechter dastehen lässt als den afrikanischen Staat Zimbabwe (Platz 42).
Der Report kann auf der Webseite des WEF abgerufen werden. Als PDF Datei liegt er ebenfalls vor.
Demnach stehen also Schweden, Norwegen, Island, Dänemark, und Finnland an der Spitze – keine Überraschung für Kenner der nordischen Länder. Das Vereinigte Königreich folgt bei den Europäern auf dem nächsten Platz – und dann kommt schon Deutschland auf Platz neun. Dazwischen liegen die außereuropäischen Länder Neuseeland und Kanada.
Österreich liegt noch hinter Ungarn (Platz 24) auf einem der letzten Plätze in Europa: Es erreicht gerade mal für Platz 28, und auch das Alpenland Schweiz liegt her auf den hinteren Plätzen (Rang 34).
Völlig aus der Reihe unter den Europäern tanzen die Mittelmeerländer Italien und Griechenland: Dort klafft bei der Gleichberechtigung eine riesenhafte Lücke, die beide Länder noch schlechter dastehen lässt als den afrikanischen Staat Zimbabwe (Platz 42).
Der Report kann auf der Webseite des WEF abgerufen werden. Als PDF Datei liegt er ebenfalls vor.
sehpferd - am Dienstag, 17. Mai 2005, 20:17 - Rubrik: mein europa
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Früher, ich erinnere mich genau, fuhren Milchmann Mayer und Milchmann Würdemann unsere Straße an. Milchmann Mayer hielt genau vor unserer Haustür, deswegen kauften wir die Milch bei ihm. Bei einem Mann, einem Milchmann eben. Milchmädchenrechnungen gibt es nur, wenn sich jemand etwas schön rechnet, Milchmännerrechnungen stimmen hingegen immer. Milchjungen sind Knaben mit blassem Aussehen, und Milchfrauen sind Marktfrauen, die auf dem Land Milch für ihre städtische Kundschaft holten. Der Grund, warum Milchmänner immer Männer waren, lag in den eigenartigen dreirädrigen Gefährten Marke „Tempo“ oder „Goliath“, die sie fuhren: Frauen hatten damals noch kaum einen Führerschein.
Milchmänner gibt es in Deutschland kaum noch - es lohnt sich nicht, doch wird der Begriff wohl immer männlich bleiben, so wie Fuhrmänner eben auch männlich sind.
Zimmermädchen, Haushälterinnen, Hausdamen, Dienstmädchen und Putzfrauen sind weiblich. Ich weiß, dass durch deutsche Hotels auch bereits „Roomboys“ wuseln, aber Haushälterinnen bleiben eben Haushälterinnen – nicht nur beim Herrn Pfarrer, sondern auch sonst dort, wo sie gebraucht werden. Der „Chef“ der Zimmermädchen und „Roomboys“ aber bleibt eine Dame: die Hausdame eben. Das Dienstmädchen oder Kindermädchen blieb – wie das Zimmermädchen eigentlich auch, ein „Mädchen“, weil es überwiegend ungelernte junge Mädchen waren die diesen Beruf ergriffen – das geht auch bei den Wörtern, die aus dem Französischen kommen – die „Kalte Mamsell“ bereitet das kalte Büfett und andere kalt servierte Speisen zu, und in der Schweiz ist der Begriff der „Serviertochter“ nicht ungewöhnlich.
Nun ja, der Mauermann wurde zum Maurer, von Mauermädchen hörten wir noch nichts, doch dürfen wir „Maurer“ schreiben? Die Feministinnen wollen bestimmt, dass wir Maurer(innen) schreiben, und wenn wir eine Barfrau suchen, die bestimmt eine Frau sein soll, werden sie besonders närrisch – so, wie sie nicht verstehen können, dass der Chef eben eine Sekretärin sucht und keinen Sekretär – die Chefin nebenbei auch.
Apropos Chef: Wird ein Chef der Rang oder ein Chef de Partie gesucht, weiß jede und jeder, dass sowohl männliche wie auch weibliche Kräfte angenehm sind. Sucht ein Barbetrieb hingegen eine Tischdame, so sollte sich besser kein Herr bewerben.
Sie meinen, ich würde das Thema nicht sehr ernsthaft angehen? Ich kenne §611a BGB so gut wie sie (oder so schlecht wie sie). Aber ich meine, dass wenigstens wir Schriftsteller unser Worte wählen können, wie wir wollen, ohne ständig einen Blick darauf werfen zu müssen, ob wir ein Großes „I“ oder „(m/w)“ vergessen haben. Dass Dummdeutsch der Universitäten, liebe LeserInnen, schreibe ich ohne nicht. Bei mir heißt es: „Liebe Leserinnen und Leser“. Im Englischen müsste ich mir nicht einmal das antun: Da reicht „dear Reader“.
Milchmänner gibt es in Deutschland kaum noch - es lohnt sich nicht, doch wird der Begriff wohl immer männlich bleiben, so wie Fuhrmänner eben auch männlich sind.
Zimmermädchen, Haushälterinnen, Hausdamen, Dienstmädchen und Putzfrauen sind weiblich. Ich weiß, dass durch deutsche Hotels auch bereits „Roomboys“ wuseln, aber Haushälterinnen bleiben eben Haushälterinnen – nicht nur beim Herrn Pfarrer, sondern auch sonst dort, wo sie gebraucht werden. Der „Chef“ der Zimmermädchen und „Roomboys“ aber bleibt eine Dame: die Hausdame eben. Das Dienstmädchen oder Kindermädchen blieb – wie das Zimmermädchen eigentlich auch, ein „Mädchen“, weil es überwiegend ungelernte junge Mädchen waren die diesen Beruf ergriffen – das geht auch bei den Wörtern, die aus dem Französischen kommen – die „Kalte Mamsell“ bereitet das kalte Büfett und andere kalt servierte Speisen zu, und in der Schweiz ist der Begriff der „Serviertochter“ nicht ungewöhnlich.
Nun ja, der Mauermann wurde zum Maurer, von Mauermädchen hörten wir noch nichts, doch dürfen wir „Maurer“ schreiben? Die Feministinnen wollen bestimmt, dass wir Maurer(innen) schreiben, und wenn wir eine Barfrau suchen, die bestimmt eine Frau sein soll, werden sie besonders närrisch – so, wie sie nicht verstehen können, dass der Chef eben eine Sekretärin sucht und keinen Sekretär – die Chefin nebenbei auch.
Apropos Chef: Wird ein Chef der Rang oder ein Chef de Partie gesucht, weiß jede und jeder, dass sowohl männliche wie auch weibliche Kräfte angenehm sind. Sucht ein Barbetrieb hingegen eine Tischdame, so sollte sich besser kein Herr bewerben.
Sie meinen, ich würde das Thema nicht sehr ernsthaft angehen? Ich kenne §611a BGB so gut wie sie (oder so schlecht wie sie). Aber ich meine, dass wenigstens wir Schriftsteller unser Worte wählen können, wie wir wollen, ohne ständig einen Blick darauf werfen zu müssen, ob wir ein Großes „I“ oder „(m/w)“ vergessen haben. Dass Dummdeutsch der Universitäten, liebe LeserInnen, schreibe ich ohne nicht. Bei mir heißt es: „Liebe Leserinnen und Leser“. Im Englischen müsste ich mir nicht einmal das antun: Da reicht „dear Reader“.
sehpferd - am Dienstag, 17. Mai 2005, 20:10 - Rubrik: zeit geschehen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Nach einem Bericht der in Österreich erscheinenden „Computerwelt“ sind Blogger unter bestimmten Voraussetzungen dazu verpflichtet, Gegendarstellungen zu veröffentlichen. Dies sei bei allen Meldungen der Fall, die „über die Darstellung des persönlichen Lebensbereichs des Inhabers hinausgehen und deren Informationsgehalt die öffentliche Meinungsbildung beeinflussen könnten“.
Damit würden die Blogger in diesem Punkt den Verlegern gleich gestellt, die auch zur Gegendarstellung verpflichtet sind.
Damit würden die Blogger in diesem Punkt den Verlegern gleich gestellt, die auch zur Gegendarstellung verpflichtet sind.
sehpferd - am Dienstag, 17. Mai 2005, 20:04 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Weit mehr als 200 Millionen Euro, nach manchen Presseberichten sogar bis zu 400 Millionen Euro, sollen die deutschen Apotheker als Nachzahlungen von den gesetzlichen Krankenkassen bekommen. Die deutsche Gesundheitsministerin hat die Rechtslage bestätigt, will aber ihre schlampigen Vereinbarungen durch einen Appell an den „freiwilligen Verzicht“ der Apotheker abmindern.
Keine Frage, dass es sich um einen Skandal handelt. Handelt: Die Ungeheuerlichkeit liegt darin, dass man den satten Apothekern überhaupt irgendwelche „Ausgleichszahlungen“ zugestanden hat – schließlich sollte Frau Schmidts Gesundheitsreförmchen zur Kostensenkung bei den Krankenkassen und damit beim Verbraucher beitragen.
Das ist mehr als „eine schallende Ohrfeige“ für die Versicherten, wie ein Patientenvertreter sagte. Es ist der erneute Beweis dafür, dass die rotgrüne Regierung und Ministerin Ulla Schmidt dem Bürger etwas vorgegaukelt haben – denn dort hätte man ja längst wissen können, dass die Apotheker auf diese Weise ihre Pfründe gesichert hatten.
Offenbar gehen die Apotheker davon aus, dass in Deutschland niemand fähig ist, nachzurechnen: „Der Apotheker lebt nicht vom Umsatz, sondern von dem, was nach Abzug aller Kosten übrig bleibt. Und da sieht es nicht gut aus, die Margen liegen überwiegend nahe null“, belehrte der Apotheker Heinz-Günter Wolf, Vizepräsident des Apothekerdachverbandes ABDA einst die Politikerin Birgitt Bender. Nun, das behaupten alle Gewerbetreibenden, doch ist ohne Umsatz eben gar kein Gewinn zu machen, und wo sich der Umsatz mit jenen Produkten steigert, deren Spannen die typischen „Apothekerpreise“ ergeben, bei dem wird zu Recht auch Gewinn vermutet.
Auf der anderen Seite ist völlig gleichgültig, was die Apotheker sich jetzt von dem abschneiden können, was ihnen zwar nach dem Gesetz zustehen mag, was sie aber keinesfalls verdient haben – versagt hat abermals die Gesundheitsministerin, und mit ihr das gesamte rotgrüne Konzept. Oder wie will Frau Schmidt einer armen Rentnerin erklären, dass sie 40 Euro beim Arzt im Jahr für genau gar nichts zahlen muss, wenn jeder Apotheker in Deutschland aus Anlass der Gesundheitsreform für genau gar nichts mehr als 10.000 Euro als Geschenk von den Sozialkassen erhält?
Keine Frage, dass es sich um einen Skandal handelt. Handelt: Die Ungeheuerlichkeit liegt darin, dass man den satten Apothekern überhaupt irgendwelche „Ausgleichszahlungen“ zugestanden hat – schließlich sollte Frau Schmidts Gesundheitsreförmchen zur Kostensenkung bei den Krankenkassen und damit beim Verbraucher beitragen.
Das ist mehr als „eine schallende Ohrfeige“ für die Versicherten, wie ein Patientenvertreter sagte. Es ist der erneute Beweis dafür, dass die rotgrüne Regierung und Ministerin Ulla Schmidt dem Bürger etwas vorgegaukelt haben – denn dort hätte man ja längst wissen können, dass die Apotheker auf diese Weise ihre Pfründe gesichert hatten.
Offenbar gehen die Apotheker davon aus, dass in Deutschland niemand fähig ist, nachzurechnen: „Der Apotheker lebt nicht vom Umsatz, sondern von dem, was nach Abzug aller Kosten übrig bleibt. Und da sieht es nicht gut aus, die Margen liegen überwiegend nahe null“, belehrte der Apotheker Heinz-Günter Wolf, Vizepräsident des Apothekerdachverbandes ABDA einst die Politikerin Birgitt Bender. Nun, das behaupten alle Gewerbetreibenden, doch ist ohne Umsatz eben gar kein Gewinn zu machen, und wo sich der Umsatz mit jenen Produkten steigert, deren Spannen die typischen „Apothekerpreise“ ergeben, bei dem wird zu Recht auch Gewinn vermutet.
Auf der anderen Seite ist völlig gleichgültig, was die Apotheker sich jetzt von dem abschneiden können, was ihnen zwar nach dem Gesetz zustehen mag, was sie aber keinesfalls verdient haben – versagt hat abermals die Gesundheitsministerin, und mit ihr das gesamte rotgrüne Konzept. Oder wie will Frau Schmidt einer armen Rentnerin erklären, dass sie 40 Euro beim Arzt im Jahr für genau gar nichts zahlen muss, wenn jeder Apotheker in Deutschland aus Anlass der Gesundheitsreform für genau gar nichts mehr als 10.000 Euro als Geschenk von den Sozialkassen erhält?
sehpferd - am Dienstag, 17. Mai 2005, 20:02 - Rubrik: zeit geschehen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Das Blog der „Huffington Post“ wurde mit großem Aufwand von Arianna Huffington inszeniert – sollte doch die US-amerikanische Linke hier endlich ihr Forum finden. Doch die Macher haben sich verrechnet: das am 9. Mai gegründete Blog reißt die Leser nicht vom Stühlchen. Grund: permanente Langeweile.
Da fragt eine deutsche Zeitung schon mal, ob die Linke an sich derzeit nichts Interessantes mitzuteilen hätte. Sie fragt dies für die USA.
Selbstverständlich könnte man sich für Deutschland ähnliche Fragen stellen, nur – hier schaffen es weder Sozialdemokraten noch Christdemokraten, Blogs auf die Beine zu stellen – ja, nicht einmal der liberale oder grüne Standpunkt wird interessant und publikumsnah gebloggt. Erstaunlicherweise finden die Extremlinken allerdings immer wieder Eingang in die Blogs – sei es über eigene Stellungnahmen oder über Verlinkungen.
Da fragt eine deutsche Zeitung schon mal, ob die Linke an sich derzeit nichts Interessantes mitzuteilen hätte. Sie fragt dies für die USA.
Selbstverständlich könnte man sich für Deutschland ähnliche Fragen stellen, nur – hier schaffen es weder Sozialdemokraten noch Christdemokraten, Blogs auf die Beine zu stellen – ja, nicht einmal der liberale oder grüne Standpunkt wird interessant und publikumsnah gebloggt. Erstaunlicherweise finden die Extremlinken allerdings immer wieder Eingang in die Blogs – sei es über eigene Stellungnahmen oder über Verlinkungen.
sehpferd - am Dienstag, 17. Mai 2005, 12:45 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen

