anstoss

  sehpferdvs sehpferds magazin für anstöße und anstößiges
Bevor ich vergesse. Ihnen dies zu berichten: Es gibt sie noch, die Gartenzwerge. Gemeuchelte Zwerge, erotische Zwerge, Sicherheitszwerge.

Nun las ich gerade eine Pressemitteilung, dass die Sicherheit dieser Zwerge nicht allein dadurch gewährleistet sei, dass man Polizistenzwerge aufstelle. Man müsse die Zwerge auch noch gegen Diebstahl sichern, denn Zwerge seien nun mal sehr beliebt – man habe gar schon von Lösegeldforderungen für die Freilassung derselben gehört.

Das Ganze ist natürlich ein Gag, um Menschen auf die Zwergenseite zu locken. Was ich hiermit bewerkstellige. Auf eigene Gefahr, was diese Seite betrifft. Nun Schneewittchen, schon Ideen?

Grundsätzlich denke ich, dass der Wähler einen großen Fehler macht, wenn er PDS wählt. Im Westen kommt die Partei überhaupt nicht in Frage, weil man sie als SED-Nachfolgepartei ansieht, im Osten kommt sie in Frage, weil viele in ihr das „Gute“ am Sozialismus erkennen. Dagegen kann man nichts machen – man hat halt versäumt, die Bürger der neuen Länder auf den demokratischen und liberalen Staat vorzubereiten. Schade – das haben im Westen nach 1945 sogar die Besatzungstruppen hingekriegt, vom „Wirtschaftswunder“ ganz zu schweigen. Außerdem – wir sollten es nie vergessen – wurden den Bürgern in der Ex-DDR „blühende Landschaften“ versprochen – und daraus wurde bekanntlich nichts.

Aber kaputt ist kaputt: Der Fehler wird uns wohl noch eine ganze Generation verfolgen.

Banchmal frage ich mich wirklich, was ein Gregor Gysi in der PDS macht. Der Mann kann differenziert denken und viele Dinge aus unterschiedlichen Perspektiven sehen. Nur: Darf er das noch, wenn er wieder zur Gallionsfigur einer ansonsten ideologisch völlig betonierten Partei auftritt? Muss er sich nicht zu schade dafür sein, für die sozialistischen Hardliner den Conférencier abzugeben?

Herr Gysi hat gesagt, er wolle den Rat seiner Ärzte abwarten. Das ist eine kluge Entscheidung, und sie zeigt, dass er im Zweifel Argumente aus zweiter Hand verwenden wird, wenn er der PDS absagt. Ganz persönlich: Die Gesundheit geht vor. Der bloggende Unternehmensberater „Jim“ hat es erkannt und führt nicht einmal mehr sein Blog weiter, und sehen sie, es ist doch so: Das Leben ist endlich. Irgendwann hat man getan, was man tun musste und dann darf man das Leben auch einmal für sich selbst genießen. Herr Gysi, wir wollen sie noch lange als klugen Diskussionspartner, wo auch immer – aber nicht als Vorzeigemodell der PDS.

Ein Kommentar wurde gelöscht. Wie immer. gibt es keine Begründung.

Als langjähriger Internet-Teilnehmer weiß ich natürlich, was Friend Finder ist – ja, eines der ersten Ich-Bin-Einsam-Du-Bist-Einsam-Dienste, in denen sich alle zusammenfinden konnten, die irgendwelche Gelüste nach einem anderen Menschen hatten.

Für diejenigen, die ganz bestimmte Gelüste hatten, wurde dann Adult Friend Finder eingerichtet, und wem das alles noch eine Nummer härter brauchte, konnte noch zu alt(ernative).com gehen.

Warum ich ihnen das alles erzähle? Weil man dort als Mitglied jetzt Blogs einrichten kann. Allerdings scheinen viele Blogger nicht vollständig überzeugt zu sein – man findet viel Kritik und in den meistgelesenen Beiträgen auch mal die Aussage, dass man vom Bloggen die Nase voll habe. Wie auch immer: Ich will sie nicht dorthin locken – es ist zum Teil wirklich kein Vergnügen, schlecht fotografierte Frauen in Stellungen zu sehen, in denen man sich besser nicht fotografieren lassen sollte.

Aber dies kann man daraus lernen: Es gibt offenbar noch Einsatzgebiete für Blogs, die wirtschaftlich sinnvoll sind, von denen der normale Internetbenutzer aber gar nichts erfährt. Schon vor Wochen habe ich festgestellt, dass amerikanische „Escorts“ (lassen sie sich von dem vornehmen Wort nicht blenden) Blogs dazu nutzen, um mögliche Kunden auf ihre Webseiten zu locken. Ich will „Adult Friend Finder“ nicht zu nahe treten, aber dort macht man Werbung auf Webseiten, die nicht danach aussieht, als ob die Damen alle aus reiner Liebe handeln würden. Bei mir tummelte sich gerade in einer Anzeige (vorn einer anderen Webseite) eine Dame herum, die sich „sweethorny123 nannte und schrieb: I wanna be f***ed and like to s**ck. Sie hatte immerhin noch ein Höschen an, während die auf der gleichen Seite werbenden „special bi“ und „subsarah“ dergleichen bereits abgelegt hatten.

Nun, wie auch immer. Das Experiment läuft noch. Eine Bloggerin, die sich gerade verabschiedete, begründete dies wie folgt: „Last post May 23, 2005 7:03 am Mood: annoyed, 3026 views. This is officially my last post on this blog. If I feel the need to blog again, it will be somewhere else. Hope everyone else is having better luck with getting their posts to stick than I am. 24 comments“.

Ich hatte wirklich keine Ahnung, wer Elmar Lichtenegger ist. Offenbar ein sportlicher Politiker oder ein politischer Sportler – sicher ein Frauenschwarm. Also, irgendwie nachgerückt bei der FPÖ (gibt es die denn noch?), und was ich besonders bemerkenswert fand, ist dies:

Politischer Werdegang
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Nun, es gibt Gerüchte, dass der Mann auf seiner Webseite Aktfotos von sich hat, und siehe – es trifft zu: Zu finden sind sie unter Gallery-Art und dann müssen sie mal ein bisschen stöbern.

Den Hinweis fand ich in der PRESSE.

Wenn sie mit 16 volljährig sind, dürfen sie noch lange nicht alle sehen, was sie wollen. So sollen die „unter 18-jährigen" jetzt vor Sex und Gewalt geschützt werden – wie selbstverständlich wird beides in einem Atemzug genannt, da sind sich die internationalen Glaubensbrüder des Jugendschutzes ja immer einig.

Mehr in Englisch im Original.

Warum ist es manchen Softwareherstellern eigentlich nicht möglich, ihre Produkte wenigstens einem einzigen Betatest auszusetzen? Ich habe mir also die Software Duden Korrektor 3 gekauft, die angeblich mit Microsoft Word klaglos funktionieren soll. Tut sie nicht, und zwar so gut wie überhaupt nicht. Also lade ich ein Patch „Servicepack 1“ herunter, und siehe da, jetzt funktioniert sie, solange ich keine englischen Wörter in meinem Text habe. Wenn, gibt es zahllose Fehlermeldungen und gelegentliche Abbrüche.

Der absolute Hohn aber ist dies: Ich habe mit meiner Version 2 Plus, die ich bereits hatte, auch drei Wörterbücher gekauft. Da ich bei der Installation des Duden-Programms aufgefordert wurde, meine alte Version zu löschen, habe ich dies brav getan. Seither sind meine Wörterbücher weg. Die Korrespondenz mit dem Hause Duden füge ich hier gleich mal an.

Vielleicht hätte ich, bevor ich die Software kaufe, einmal bei amazon.de nachsehen sollen. Ach, sehen sie doch mal nach. Und der nette Herr aus dem Hause Duden soll dort auch bitte mal nachsehen – und mir endlich sagen, wie ich wieder zu meinen drei Wörterbüchern komme – die gehören nämlich mir, weil ich sie bezahlt habe – nur die Herren Duden kapieren das, wie es scheint, nicht.

Und soweit das, was die Hotline bei DUDEN wusste:


Guten Tag,

ich besitze den Duden Korrektor 2.0 Plus, und habe nun zusätzlich die Version 3.0 gekauft. Nach dem Istallationsprozess kam es, wie wohl inzwischen bekannt, zu ständigen Abbrüchen in Word 2000, was durch Ihren Patch allerdings möglicherweise inzwischen behoben wurde.

Allerdings sind mir die Wörterbücher veloren gegangen. das kommt mir nun freilich merkwürdig vor - die hatte ich ja schließlich mit meiner Version 2 plus bereits bezahlt.

Bitte schlagen Sie mir eine Lösung vor. Ich habe die Software gestern registriert.

Unterschrift und so


Sehr geehrter Herr (...),

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Welche Version des Duden Korrektors 3.0 haben Sie genau erworben? Wenn Sie die Standard Version erworben haben, sind in dieser Version keine Wörterbücher enthalten. In der Plus Version sind drei zusätzliche Wörterbücher enthalten.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr zur Verfügung.

Nennen Sie bitte Ihre dem Betreff beigefügte Kundennummer, um eine schnelle Zuordnung zu erleichtern.

Mit freundlichen Grüßen

Brockhaus Duden Neue Medien GmbH

(Sachbearbeiter)

30. Mai 2005 - erneut einer der lustigen Abstürze bei englischen Wörtern - selbst dann, wenn die englischen Absätze gar nicht geprüft werden. Daumen runter für dieses Produkt.

01. Juni 2005 - erneuter Absturz bei englischen Wörtern. Daumen runter für dieses Produkt.

02. Juni 2005 - erneuter Absturz bei Webseitenangaben, die englische Wörter enthielten. Daumen runter für dieses Produkt.

03. Juni 2005 - erneuter Absturz bei Webseitenangaben, die diesmal allerdings keine englischen Wörter enthielten. Daumen runter für dieses Produkt.

04. Juni 2005 - drei Abstürze bei Webseitenangaben, die englischen Wörter enthielten. No more comments.

05. Juni 2005 - zwei Abstürze bei Webseitenangaben, die englischen Wörter enthielten. No more comments.

06. Juni 2005 - ein Absturz bei Webseitenangaben, die englischen Wörter enthielten. No more comments.

Geht einer Ihrer Arbeitskollegen manchmal so eigenartig? Und finden sie seine Augen immer viel zu plüschig, wenn er Kundenaufträge eingibt?

Vielleicht könnte dies der Grund sein:

Im schlimmsten Fall, berichten Experten, werden Cybersex-Konsumenten schon sexuell erregt, wenn sie sich einem Computer nur nähern. Und das sogar am Arbeitsplatz!

Vorläufig bin ich noch nicht soweit – ich sehe immer noch, dass sich bei den gegenwärtigen Temperaturen viele bislang verborgen gehaltene Frauenbrüste als sehr ansehnlich erweisen, wenn sie eines Teils ihrer Abdeckung beraubt werden.

Vor einiger Zeit war das Paris-Hilton Video für den Sechs-Dollar-Burger noch nirgendwo zu sehen, doch jetzt hat es jemand veröffentlicht – offenbar ein Insider, denn es existiert noch ein Zweites, so in der Art „The making Of ...“ Alles zu sehen auf dieser Webseite und zusätzlich noch drei Szenenfotos.

Man erkennt deutlich, dass Paris Hilton in dem Spot tatsächlich sexy wirkt, während sie bei anderen Auftritten eher eine völlig farblose Erscheinung hinterlässt.

The Burger Video

Still from the Video (c) 2005 by Carl's Jr. TV

Paris Hilton: The "secret" Burger video has been found on a website, along with some "The making of" and three stills.

Florenz Ziegfeld präsentierte einst die schönsten Mädchen am Broadway, eben “seine” Ziegfeld Girls. Ein Blogger muss sehr genau hingesehen haben, denn er identifizierte eine ganze Anzahl der mehr oder minder angezogenen Damen auf „French Postcards“ als Ziegfeld Girls.

Via Fleshbot

Die Badische Zeitung hat sich gefragt, was eigentlich mit dem unverkäuflichen Spargel geschieht – und siehe, er wandert als Dünger aufs Rebland. Aber halt mal, heißt es nicht irgendwo in diesem Buch aus dem Orient, „Wenn du auf deinem Acker geerntet und eine Garbe vergessen hast auf dem Acker, so sollst du nicht umkehren, sie zu holen, sondern sie soll dem Fremdling, der Waise und der Witwe zufallen“?

Ach, die Zeiten, sie sind nicht so. Die Bauern schenken den Spargel gerne her, aber die sozialen Organisationen haben keine „Arbeitskapazitäten“, den Spargel zu schälen, und die Sozialhilfeempfänger sind zu faul, oder vornehmer ausgedrückt: „Die Verarbeitung ist den Leuten zu aufwändig“.

Danke, das genügt mal wieder. Wahrscheinlich muss man den Damen und Herren Sozialhilfeempfängern den Spargel geschält eine Stunde vor dem Mittagessen vor die Tür fahren, damit sie ihn überhaupt noch annehmen.

(Zitate aus der „Badischen Zeitung“ (Printausgabe) vom 25. Mai 2005).

Ich wurde gebeten, den Begriff „Jungmädchenberufe“ einmal zu erläutern. Zunächst einmal sind „Frauenberufe“ solche Tätigkeiten, die in vergangenen Zeiten ausschließlich von Frauen ausgeübt wurden, später dann überwiegend von Frauen: Man erinnere sich an die Handarbeitslehrerin, die Kindergärtnerin, die Fürsorgerin oder die Hebamme.

Als „Jungmädchenberufe“ gelten (und hier überwiegend in Deutschland) alle Berufstätigkeiten, die von jungen Mädchen so lange ausgeübt wurden, bis sie heirateten, um den Beruf dann aufzugeben und nie wieder damit zu beginnen. Typisch waren dafür früher die Ladenmädchen, Kindermädchen, Hausmädchen, Zimmermädchen, Küchenmädchen und ähnliche Berufe, die allein durch die Bezeichnung „Mädchen“ darauf hindeuteten, dass sie vorübergehende Tätigkeiten waren.

Heute gelten als „Mädchenberufe“ (das Attribut „Jung“ entfiel mit den Jahren) neben den bereits genannten vor allem Friseurinnen, Arzt- Apotheken- und Zahnarzthelferinnen, Bürokauffrauen sowie Kauffrauen im Einzelhandel sowie Fachverkäuferinnen, Erzieherinnen und Flugbegleiterinnen.

Das Problem aller „Mädchenberufe“ ist die Tatsache, dass es kaum Aufstiegsmöglichkeiten gib – lediglich Kauffrauen haben die Chance, durch Qualifizierung im Beruf oder durch den Wechsel der Branche zu mehr Verantwortung, Ansehen und letztlich Gehalt zu kommen.

Hartmut Giesen schreibt über Blogs und insbesondere ihre Verwertbarkeit für kleine und mittlere Unternehmungen. Der Artikel ist zwar relativ kompetent, jedoch komme ich mir bei all diesen Beiträgen immer vor, als lebten die Leute, die so was schreiben, in Alices Wunderland – oder vielleicht in den USA.

Denn in Deutschland bedeuten Blogs noch fast gar nichts – und das ändert sich auch nur dann, wenn sie sinnvoll genutzt werden. Wenn ich ein Download, einen Test, einen Preis oder eine Produktinformation suche, gehe ich nicht in Blogs – und niemand sonst tut es.

Interessant an diesem Artikel ist vor allem der Vergleich: „Weblogs im Vergleich der Kommunikationsinstrumente“ im letzten Abschnitt.

Die Inhalte deutscher Blogs sind der deutschen Presse egal – doch wenn der Handy-Hersteller Nokia etwas zu vermelden hat, was auch Blogs betrifft, dann ist die dpa natürlich sofort da – und nahezu die gesamte Presse schleudert mal wieder die Nachrichten aus.

Was ist dran? Fast gar nichts. Nokia hat ein neues Telefon, und man hat auch die Software für das Moblogging. „SixApart“ will wissen, dass sich mit der Möglichkeit, sich stets vor Ort mitteilen zu können, auch der Inhalt der Blogs ändere. Na, dann mal guten Tee, würde der Ostfriese sagen – wahrscheinlich bekommen wir dann in den blogs die Qualität von SMS: „Bin gerade Pizza essen – wollt ihr mal sehen? Dann schick ich euch mal das Bild, wie Knuffy und ich lecker Pizza kauen“.

Auf solche Beiträge können wir verzichten, Nokia, SixApart und wie ihr alle heißt. Also ich, für meinen Teil, ich brauche eine Tastatur zum Schreiben.

Das SPD-Blog aus NRW teilt mit, dass es nun doch nicht aufhört: Man macht weiter. Sehr verständlich, denn es ist ja schon wieder Wahlkampf, und völlig unabhängig davon, was ich derzeit von der SPD halte – ich will, dass sie bloggen, und nicht nur sie, sondern die anderen Parteien auch.

Und ich will, dass Blogger endlich politisch zu diskutieren beginnen – wenn es geht, kultiviert, und wenn sie denn über so etwas verfügen, möglichst mit Argumenten.

Natürlich wäre eine große Koalition eine Lösung gewesen – aber sie hätte vor einem Jahr kommen müssen, als sich zeigte, dass die Regierung Schröder-Fischer versagt hatte – wobei Fischers Grünen nicht einmal die Schuld an der Flop-Flop-Regierung zugewiesen werden kann.

Jetzt allerdings ist es zu spät – und nach der Wahl muss es eine klare Mehrheit für FDP und CDU geben, sonst haben wir die roten Bremsklötze wieder im Boot – und mir reichen schon die Bedenkenträger in der CDU/CSU.

Damit sie sich nicht wundern: die CSU ist mir zwar viel zu katholisch, aber der deutsche Katholizismus hat ein Gutes: Seine Soziallehre – und sie wird von den Unionsparteien nicht in Zweifel gestellt – so wenig wie die soziale Marktwirtschaft. In der Europapolitik muss die Union noch ein bisschen nachlernen: Aber mit ihr hatte Herr Schröder auch so seine Schwierigkeiten.

Was ich mir wünsche? Ganz klar: Eine FDP-CDU/CSU-Regierung, denn die SPD braucht dringen eine Kur in der Opposition, damit sie sich auf einen Standpunkt festlegen kann – am besten als Reformpartei. Sollten die Sozialisten und Gewerkschaftler in der Partei Oberwasser bekommen, endet die Partei sowieso irgendwann bei 25 Prozent.

Auch für die Grünen wären die Oppositionsbänke heilsam. Im Grunde wissen sie selbst nicht mehr, wo und für was sie stehen. Dazu müssen sie zurückfinden. In der Opposition gibt es jeden Tag Gelegenheit dazu.

Demnächst hat der Souverän das Wort: Wahrscheinlich wird er die SPD und die Grünen dorthin schicken, wo sie über ihre Selbstfindung nachdenken können – und was die SPD betrifft: 30 Prozent der Stimmen wären noch viel zu viel – sie braucht eine Erdrutschniederlage, um zur Besinnung zu kommen.

Die Dapoxetine Studie lässt mich nicht los. „Nach zwölf Wochen hat sich die Anzahl der beteiligten Paare verdoppelt, die ihr Sexualleben als gut oder sehr gut bezeichneten“, also rechne ich mal nach: Wenn am Anfang eines der beteiligten Paare angab, guten oder sehr guten Sex zu haben, dann waren es am Ende zwei?

Wenn das Mittel so effektiv ist, warum gibt man dann der Presse solch einen Stuss vor? An der Studie haben angeblich 2600 Männer teilgenommen, heißt es an anderer Stelle. Männer – und wem paarten sich diese dann, bitteschön?

Die letzte Pressemitteilung über Dapoxetine auf der Webseite des Unternehmens datiert im Übrigen vom 04.05.2004.

Natürlich darf man sich auch fragen, warum Zeitungen und Zeitschriften, die ein gewisses Ansehen genießen, solche Schnitzer überhaupt durchgehen lassen.

Nachtrag:
Etwas präziser wird der Guardian

Die unklare Version kam über die Agentur APA/AFP.

Nachdem ich schon viel zu viel über Würstchenbuden geschrieben habe – hier ein Hotdog. Es muss nicht der Letzte sein.

Beinahe hätte ich vergessen zu sagen, dass am 27. August in Budapest die „Budapest Parade“ stattfindet. Also ab in die Startlöcher und auf nach Budapest – ich kann zwar nicht garantieren, dass sie diese Szenen zu sehen bekommen, aber möglich ist es.

budapest parade nude girls

(c) am Bild 2003 - 2005 by sehpferd

more pictures of the 2003 Budapest Parade.

My article about the Budapest parade 2005 can be found here - it is written in German, but it links to a Hungarian Website, where you can find mor then 250 photos (pics) of the parade.

"DER SPIEGEL" beleuchtet die Persönlichkeit des Mannes, der immer wieder von sich reden macht, obwohl er nichts zu sagen hat.

"LAFONTAINES ALLMÄHLICHER ABGANG"

Da ich gerade darauf hingewiesen wurde, dass die PDS Pressemitteilungen herausgibt: Wenn wir als Blogger jeden Mist, den die Parteien herausgeben, gleich veröffentlichen würden, dann würde uns ja niemand mehr ernst nehmen – und wir uns nicht einmal gegenseitig mehr.

Hier mal ein Beispiel für das, was die PDS dem Bürger so mitzuteilen hat:

Die PDS wird die soziale Alternative zur Agenda 2010 und zum Merkel-Kurs in den Bundestag zurückbringen. Das ist dringend notwendig, damit der Osten dort wieder eine Stimme bekommt, soziale Reformen solidarisch und nicht einseitig auf den Schultern der kleinen Leute umgesetzt werden, endlich die Arbeitslosigkeit und nicht mehr die Arbeitslosen bekämpft werden ...

Autor: Lothar Bisky. No further comment.

Ich bin neulich gerade mal in eine Umfrage hineingestolpert, in der es um ein Medikament ging, das den Samenerguss verzögern soll – zwecks erhöhten Lustgewinnes, diesmal wohl seitens der Damen, denn der höfliche und zuvorkommende Herr sollet doch wenigstens zehn Minuten durchhalten, bevor er sich von der zur Triebabfuhr genutzten Dame wieder erhebt. (Zu Ihrer Information, meine Herren: Sieben Minuten sind die Norm). Kurz und gut: Die Leute wollten mich nicht für ihre Umfrage.

Nun berichtete der SPIEGEL über eine klinische Studie zum Thema. Die Probanden, so habe angeblich eine Studie ergeben, hätten „drei- bis viermal so lange miteinander geschlafen als zuvor“.

Da mache ich mir natürlich schon wieder Gedanken, wann sie denn so lange geschlafen haben? Während sie Sex miteinander hatten oder hinterher?

Da kommt also der große Zauberer Lafontini auf die Bühne und will gerade zwei Karnickel aus einem einzigen Hut zaubern - und dann stutzt das Publikum, während er gelassen zwei Papierbällchen herausholt, auf denen sich zwei Zeichnungen von Kaninchen befinden, der gerne aus seinem Zauberhut herausgeholt hätte.

Nun, eigentlich hätte er sich’s denken können: Die PDS arbeitet mit niemandem eng zusammen. Das mag daran liegen, dass sich die Damen und Herren dort nicht dabei zugucken lassen wollen, was alles in die Wurst kommt, die sie dem Wähler später verkaufen wollen. Es mag aber auch daran liegen, dass dieses so genannte Linksbündnis, wie denn die ganze WASG, bereits in diesem Herbst nur noch Makulatur ist. Mehr als ein verlorenes Häufchen ist sie ja auch jetzt nicht, denn mit den Namen, die bei der WASG gehandelt werden, ist kaum Politik zu machen.

So steht denn Zauberer Lafontini erst einmal allein auf der Bühne. Er scheint ja immer noch Publikum zu haben, und auch das ist schade, denn schließlich gibt es eine Menge Leute, die wenigstens ihre Illusionen besser zu verkaufen wissen.

Die Kapitalismuskritik des Herrn Müntefering war ebenso dumm wie dreist, denn sie hatte weder etwas mit Kapitalismus noch mit Kritik zu tun sondern diente ausschließlich zum Aufheizen der Volksseele. Allerdings sind die Arbeitnehmer an Rhein und Ruhr darauf nicht hereingefallen – sie sind ja keine blauäugigen Träumer aus den Elfenbeintürmen, und auch keine Staatsknete-Dauerlutscher, sonder Leute, denen die Arbeit etwas wert ist.

Diese Leute wissen besser als die intellektuellen Dummschwätzer, wo die Arbeit herkommt: Von Industrie, Gewerbe und Handelsunternehmen. Wenn sie wegbleiben, verödet die Region und die Menschen verlieren nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch ihre Häuschen, Schrebergärten und Taubenschläge.

So denken die Menschen – und deswegen haben sie die SPD abgewählt: Weil die Sozialdemokratie keine Arbeit schafft und ihre Gewerkschaften auch nichts anderes haben als Sprüche.

Wenn nun die so genannten „SPD-Linken“ glauben, mit dem Gedankengut des alten Sozialismus Stimmen zu fangen – warum nicht? Sie werden die SPD dann möglicherweise zu einer Partei machen, die deutlich unter 30 Prozent der Stimmen bekommt. Vielleicht sollten sich die linken Kadetten einmal vor Augen führen, dass unsere Bürgerinnen und Bürger inzwischen genug haben von Parolen und Ideologien: Sie wollen eine Regierung, die das Fundament für mehr Arbeitsplätze legt, und genau so entscheiden sie bei Wahlen. Und das gilt selbst dann noch, wenn sie ihnen bereits nach dem zweiten Bier erzählen, dass ein Herr Müntefering da mit diesen Heuschrecken endlich mal das Richtige gesagt hat.

Oscar Lafontaine zeigte heute sein wahres Gesicht: Wie er der Presse mitteilte, will er für ein Bündnis aus den Linkssozialsten (WASG) und Altsozialisten (PDS) kandidieren – falls es denn zustande käme.

Seine Mitgliedschaft in der SPD erklärt er für beendet. Da kann man nur sagen: Es wurde wirklich Zeit. Selbst die SPD erträgt einen Lafontaine nicht ewig. Mal sehen, wie lange ihn das neue Bündnis erträgt.

Gestern hatte ich noch geschrieben, dass kein professioneller Journalist irgendetwas für wichtig fand, was Blogger zur NRW-Wahl gesagte hatten. Inzwischen hat DIE ZEIT aber wenigstens den Gebrauch der neuen Medien und das SPD-Blog zur NRW-Wahl gefunden und schreibt darüber.

Ansonsten sind die Blogger heute wieder einmal völlig bedeutungslos: Weder zur Ankündigung von Neuwahlen noch zu den Reaktionen vor Ort noch zu den zahllosen Ankündigungen nahezu aller Parteien wurde von Bloggern irgendetwas gesagt, was Zeitungen interessiert hätten.

In Deutschland hat heute der Wahlkampf begonnen – und die Blogger? Die „hoffen auf den Imagewandel“. So ist es halt in Deutschland. Alle hoffen, alle stöhnen, alle warten, alle sehnen sich nach etwas – und die deutschen Blogger hoffen halt auf den Imagewandel. Schlaft weiter, ihr Schneewittchen – auf diese Weise bleibt ihr ewig bei den Zwergen.

Na schön – Chinas Industrie- und Handelskammer verbietet, weibliche Körper als Präsentationsobjekte für Speisen zu nutzen – sehr erotisch ist das Thema eigentlich nicht. Oder doch? Könnte es sein, dass es junge Frauen gibt, die sich nicht sehnlicher wünschen, als dass ihr Liebhaber seine Erdbeeren mit Schlagsahne einmal nicht aus der Iittala-Schüssel isst, sondern von ihrem Bauch? So ganz unmittelbar?

Es ist sinnlicher, unmittelbar zu beschreiben, was sich da abspielt, auf der Haut - sich vorzustellen, wie die Zunge über die kleinen Härchen und Nervenenden gleitet, bald hier eine Erdbeere aufstöbert und bald dort. Die Früchtchen kann man (und auch Frau, versteht sich) äußerst sinnlich im Mund zerdrücken, wobei allein die Vorstellung Gänsehaut zu erzeugen vermag – und dabei ist noch gar nicht die Rede von den letzten Resten der Sahne, deren Spur mit der Zungenspitze verfolgt wird.

Wartet noch, bis die Nächte schwüler werden und die Erdbeeren süß geerntet werden können und vor Saft strotzen, dann, ja dann, ist die Zeit, die Liebe, die Lust und die verführerischte aller Früchte gemeinsam zu genießen. Eine Flasche Champagner dazu macht sich auch nicht schlecht.

Wie aus einem Artikel der „Beijing Shibao“ hervorgehen soll, dürfen in China in Zukunft keine Speisen mehr auf nackten Frauenkörpern serviert werden. Findige Unternehmer hatten dort nämlich Restaurants gegründet, in denen Speisen auf dem nackten Rücken oder den Brüsten von Frauen angerichtet wurden.

Auch Voyeure sollen es schwerer haben in China: In Zukunft, so will es die Obrigkeit, darf in Bars und Restaurants nicht mehr nackt serviert werden.

Nachdem ich die Sache ein paar Minuten ventiliert habe, fiel mir ein, dass in China ja nicht mit Messer und Gabel gegessen wird – Verletzungsgefahr besteht also kaum, doch halte ich für wenig hygienisch, von nackter Frauenhaut zu essen – mindestens in Restaurants. Ach, sie wollen wissen, was ich darüber moralisch denke? Dass Essen ein Genuss ist, den man sich nicht durch solche Nebensächlichkeiten wie nackte Frauenkörper verderben sollte. In manchen Gegenden Deutschlands ist jedenfalls ein gutes Restaurant schwerer zu finden als eine nackte Frauenbrust.

Lassen sie es mich in einem Satz sagen: Deutschlands Blogger haben sich einmal mehr bis auf die Knochen blamiert. Weder vor noch während noch nach der Wahl hat irgendetwas so Interessantes in den deutschen Blogs gestanden, dass sich ein Journalist fand, um es aufzunehmen.

Die Wahl ist vorbei, die Blogger sind entzaubert. Diese Wahl haben vor allem sie verloren.

Die SPD hatte im übrigen ein respektables Blog. Genützt hat es nichts, aber man hat es wenigstens versucht.

Da hilft keine Beschönigung – die freien Demokraten haben mehr als ein Drittel ihrer Wähler in NRW verloren. Vielleicht sollte sich die Parteiführung doch mal überlegen, die Leute an der Spitze auszuwechseln und ein modernes politisches Konzept mit einer glaubwürdigen sozialen Komponente vorzulegen.

Die FDP ist keine Volkspartei: Wer die Packung „Liberal“ wählt, will genau wissen, dass auch Liberal drin ist und keine Wundertüte.

Die Wahl war noch nicht ganz vorbei, da erschienen in den Blogs die ersten Kommentare, und da die meisten Blogger sich als „links“ definieren, waren sie natürlich enttäuscht.

Da schreibt zum Beispiel Herr Kantel, dass „sich die SPD mit ihrer arbeitnehmerfeindlichen und unsozialen Politik diesen Absturz selbst zuzuschreiben hat“.

Nun, die meisten Linksblogger sind ja angeblich gebildete Leute: da hätte ihnen eigentlich auffallen können, dass es auch noch andere Gründe dafür geben könnte, nicht SPD zu wählen: Die Unzuverlässigkeit der sozialdemokratischen Politik, um nur ein Beispiel zu nennen. Im übrigen sind die Arbeiter ja nicht blöd: sie wissen, dass Arbeit immer von Arbeitgebern kommt – und sie trauen der CDU nun mal mehr Kompetenz zu, wenn es um Wirtschaftsfragen geht. Und was bitte, sollen solche Sprüche wie „dass man dann gleich CDU wählt“. Was denn sonst? Die links- und rechtslastigen Splitterparteien?

Allerdings geht es gar nicht um Blogger, sondern um die Demokratie: Wer das Vertrauen des Volkes verliert, wird abgewählt, und die Menschen in Land haben inzwischen die Nase gestrichen voll von einer Politik, die ihnen keine Perspektiven zeigt. Der Souverän, der Wähler also, hat sich dabei als klug erwiesen: Er ließ sich nicht von jenen blenden, die jetzt neue rote Fahnen hochhalten – und von denen, die immer noch braunen Farben tragen, auch nicht.

Was ihnen fehlt, meine Damen und Herren Linksblogger, ist eine Perspektive für die Zukunft unseres Landes. Mit ihrer Schwarzmalerei blockieren sie jede vernünftige Entwicklung des geistigen, emotionalen und wirtschaftlichen Kapitals dieses Landes, das nicht nur in Deutschland dringend zur Blüte gebracht werden muss, sonder das auch für Europa ausgesprochen wichtig ist.

Aber in Europa blockieren sie ja genauso. Vielleicht sollten sie sich wenigstens mittelfristig einmal überlegen, ob sie es nicht einmal mit einem Konzept für die Zukunft versuchen könnten – falls nicht, wäre es sicher oftmals besser, die laufende Schwarzmalerei in den Papierkorb ihres PC wandern zu lassen und sofort zu löschen.

Mary Letourneau, 42, heiratete dieser Tage Vili Fualaau, 21. Was das Besondere an dieser Meldung ist? Nun, erstens, dass beide gemeinsame Kinder haben, was vielleicht auch noch keine Meldung wert wäre – allerdings sind sie sieben und acht Jahre alt. Nun, ich nehme an, sie haben gerade nachgerechnet, verehrte Leserin – dann werden sie unschwer auf die ungefähren Zeugungstermine kommen.

Frau Letourneau und Herr Fualaau mussten auf ihre Hochzeit lange warten, denn die ehemalige Lehrerin war wegen eines besonders schweren Falls von Vergewaltigung ihres einstigen Schülers im Wiederholungsfall zu mehr als sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden, und auch, als sie am 4. August 2004 wieder auf freiem Fuß war, wollte man ihr den Kontakt mit ihrem Geliebten verbieten. Das allerdings war nicht möglich, und so konnte der Romanze letzter Teil jetzt stattfinden, und zwar nicht in aller Stille, sondern mit allen Mitteln vermarktet, die in den USA möglich sind: Die Zeremonie wurde jedenfalls exklusiv für die Fernsehsender „Entertainment Tonigh“ und „The Insider“ aufgenommen. Allerdings bestanden beide Fernsehsender gegenüber Journalisten darauf, das Paar für die Aufnahmen nicht bezahlt zu haben.

Andere dazu motivieren, sich gegenseitig zu helfen, wo es möglich ist
Arbeitsplätze zu schaffen
Arbeitsplätze durch Betriebsvereinbarungen zu erhalten, auch, wenn es mal weh tut
Dafür zu sorgen, dass sich ausländische Unternehmer und ihre Manager hier wohlfühlen
Die Früchte den Bedürftigen schenken, bevor sie am Baum verfaulen
Jugendliche für den richtigen Beruf / das richtige Studium motivieren
Kindern Vorbild in sozialem Verhalten zu sein
Kinder- und Hausmädchen zu beschäftigen
Kinderbetreuung notfalls in Selbsthilfe zu organisieren
Mädchen davon abhalten, sich auf Jungmädchenberufe zu stürzen
Menschen dabei zu helfen, Arbeit zu finden
Menschen zu motivieren, mit allen Mitteln aus der Arbeitslosenfalle zu entkommen
Mittellosen das Überleben sichern
Nicht aus der gesetzlichen Krankenversicherung ausscheren, weil die Private billiger ist
Preiswerte Gaststätten für Kinderreiche einrichten
Schulen einzurichten, die auf technisch-wissenschaftliche Berufe hin ausbilden
Supermärkte der Not für Bedürftige einrichten
Waren von Groß- und Supermärkten verwerten, die sonst fortgeworfen würden

Haben sie schon einmal gehört, meine Leserinnen und Leser, dass auch nur ein einziger der selbstgefälligen Sozialmeckerer sich auf einem dieser Gebiete nützlich gemacht hat?

Sehen sie, jetzt wissen sie, was ich mit „nicht sozial sein“ meine.

Hat die Rot-Grüne Koalition endlich ein Einsehen mit Deutschland?

Wenn man einem Pressebericht glauben kann, besteht im Herbst endlich die Chance, die Rot-Grüne Koalition in die Wüste zu schicken. Wenn die Nachricht nur wahr wäre – uns würden ein paar weitere Monate der Stagnation erspart bleiben.

Am nächsten Tag:
Nun, inzwischen wird jeder wissen, dass die Nachricht wahr ist.

Das Desaster ist dem Ende nahe – Rot/Grün wurde vom Wähler dorthin geschickt, wo diese Koalition schon lange hingehört – in die Versenkung. Nein, ich bin keinesfalls ein CDU-Anhänger, und ja, ich halte diesen Herrn Rüttgers für eine schwache Gestalt, die viel zu sehr dem deutschen Katholizismus nahe steht, um gute Politik zu machen. Aber der Kandidat mag sich wandeln, so wie Herr Ratzinger sich auch gewandelt hat, und das Signal ist deutlich überall zu hören: Wie haben in Deutschland die Nase gestrichen voll von Rot-Grün.

Genugtuung am Rande: Auch die linken Brüder außerhalb der SPD haben ihren Denkzettel bekommen – und die anderen hatten keine Chance, wofür man nichts als dankbar sein kann: Der Wähler hat sich abermals als Herr des Staates erwiesen.

Nun muss nur noch die Regierung in Berlin zurücktreten und den Weg frei mache für einen Neuanfang in Deutschland – hoffentlich mit den richtigen Leuten. Bislang überwiegen die Zweifel an Angela Merkel.

Das wöchentliche Geblubber aus den Algen – fast immer sonntags

Wer hat uns eigentlich eingeredet, dass Blogs wichtig wären? Ich beobachte die Veröffentlichungen über Blogs nun schon das ganze Jahr und siehe: Wenn überhaupt, lesen wie Meldungen, die ihren Ursprung eigentlich in den USA haben. Wer in Deutschland Pressemitteilungen verbreiten lässt, in denen das Wort „Blog“ vorkommt, will sich entweder wichtig machen oder er will etwas verkaufen – zumeist Seminare über das Bloggen.

Ich habe es schon ein paar Mal gesagt: In den deutschen Blogs herrscht eine derartige Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit, dass ein Wort wie „Schizophrenie“ inzwischen angebracht wäre: Der Anspruch ist, die Welt durch Blogs verändern zu können, und die Wirklichkeit, dass jeden Tag eine Menge nutzloser Buchstaben ins Web kommen. Was nützt uns bitte eine Blogsuchmaschine (die es in Amerika mittlerweile gibt), wenn sie keine vernünftigen Artikel findet?

Neulich ist gesagt worden, dass es Deutschland kein Blog gibt, das von einer großen Anzahl von Menschen aus echtem Interesse gelesen wird, ein so genanntes „Impact-Blog“. Darüber hat der Schockwellenreiter Jörg Kantel heftig polemisiert und den Journalisten Jochen Wegner heftig abgewatscht. Darf man fragen, warum? Herr Kantel mag technisch ausgesprochen kompetent sein, jedoch entspricht sein Blog kaum dem, was man als Gegengewicht zu den etablierten Medien ansehen würde.

Was uns bleibt, sind Blogs mit Unterhaltungswert. Seit in den Blogs nicht nur Teenager herumplappern, sondern sich auch einige sehr erwachsene, sprachgewaltige Damen und vereinzelte Herren reiferer Jahrgänge eingefunden haben, könne manche Blogs als durchaus der amüsanten Unterhaltung dienen.

Ich sage ihnen ehrlich, meine Leserinnen und Leser: Mir ist das nicht genug. Nicht, dass ich nicht ab und an Lust verspüre, Unterhaltsames zu schreiben, aber irgendwann ist auch einmal Schluss mit lustig, denn in diesem Land gibt es noch viel zu tun.

Sie erwarten, dass ich ihnen Beispiele gebe? Nun, ich zahle heute nicht mit Kleingeld. Ich will versuchen, sie zu ermutigen, daran zu denken, dass sie die Verantwortung für Deutschland und seine Entwicklung mittragen – eine Entwicklung, die für ganz Europa von großer Bedeutung ist.

Vor allem aber müssen wir gemeinsam etwas gegen diesen schrecklichen Missmut tun, der in Deutschland verbreitet wird – nicht zuletzt durch Blogs. Wir müssen erkennen, dass die Miesmacher eine politische Gefahr darstellen, weil sie Menschen in die Arme der Randsiedler in Politik, Religion und Weltanschauung treiben. Wir müssen ihnen sagen, dass die damit verantwortungslos handeln, und dies so deutlich wie möglich und doch so höflich wie möglich. Ich denke, wir können alle etwas dazu tun, auch wenn das, was wir heute säen, nicht bereits morgen geerntet werden kann.

Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten, und selbstverständlich hat dieses Recht auch der Spreeblick. Indessen wird dieses Blog immer fragwürdiger, weil es letztlich dafür Werbung macht, dass dieses Land nicht vorankommen darf.

Auslöser der Erregung der Schreiber im Spreeblog ist die deutsche Mutmacher-Kampagne „Du bist Deutschland“. Sie will ja nichts anderes, als den Deutschen eine wichtige Tugend zurückzubringen: Nämlich die, dass es der Demokratie auf den einzelnen Bürger ankommt – auf sie zum Beispiel, liebe Leserin oder lieber Leser – auch, wenn sie Österreicher oder Schweizer sind. Die Regeln der Demokratie gelten für alle.

Doch das Spreeblog sieht das anders. In traditionellen Hau-Es-Kaputt-Stil der Altlinken wird gebolzt – und dabei erneut das Hausporzellan zerschlagen. Die Rechnungen bekommen wir alle – auch die Blogger, die den Spreeblick dauernd über den grünen Klee loben.

Nun, wer ist Deutschland?

Spreeblick meint, dass durch Werbesprüche wie „Geiz ist geil“ dafür gesorgt wird, dass Raffgier, Egoismus und Übervorteilung „tonangebende deutsche Tugenden“ geworden sind. Abgesehen davon, dass dies eine ziemlich an den Haaren herbeigezogene Begründung ist: Wer bitte, kauft den bei den Leuten, die „Geiz ist geil“ schreien? Es sind doch die typischen Durchschnittsverbraucher, die über die Schnäppchenangebote herfallen wie die Heuschrecken?

Zweitens: Die Altersversorgung mit Aktien, wie sie von Spreeblick gerügt wird, ist niemals als ausschließliche Altersversorgung propagiert worden – auch dies ist also reine Meinungsmache.

Drittens. Auf der jungen Generation ruht unser aller Hoffnung – aber Graffiti-Schmierer und Räuber an geistigem Eigentum müssen mit geeigneten Methoden darauf hingewiesen werden, dass sie in die Kriminalität abrutschen.

Viertens: Ich gehöre auch nur zu den 3,7 Prozent der Vermögensbesitzer und wage dennoch, anderer Meinung zu sein.

Fünftens: Da stimme ich zu: Es muss mehr Geld für Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen her, aber dies wird dem Spreeblick nicht gefallen: Dafür sollen Studenten endlich Studiengebühren bezahlen.

Sechstens: Die Arbeitslosenzahlen lassen sich verringen – vor allem dadurch, dass in Deutschland wieder mehr Unternehmer investieren – was bei dem herrschenden Lohnniveau nicht sehr wahrscheinlich ist.

Siebtens: Auch ich spreche „eine andere Sprache“ und ich erwarte, dass diejenigen, zu denen wir sprechen, endlich wieder etwas für ihre Sprachbildung tun und lernen, sich differenziert auszudrücken.

Achtens: Alle nutzen das neue Medium „Internet“ – sowohl die Regierung wie die Wirtschaft als auch die Blogger. Also haben alle verstanden.

Schließlich: Das Spreeblog versucht, Deutschland zu spalten: In die angeblich so edlen Menschen, die beispielsweise das Spreeblog betreiben, und „die da Oben“, die dafür verantwortlich sind, dass es uns angeblich so schlecht geht.

Schlecht geht es uns in Deutschland aber nur, wo wir unsere geistigen und wirtschaftlichen Potenziale nicht nutzen – dort, wo Du und Du eben nicht Deutschland bist, sondern irgendein Mitläufer bei den Miesmachern.

Damit ich keinen Beifall von der falschen Seite bekomme: Ich bin Europa. Wer dort mal angekommen ist, ist einen Schritt weiter.

Heute haben die Menschen in Nordrhein-Westfalen die Wahl. Ich bin vor allem gespannt, ob sie hingehen. Was wir von dieser Wahl gehört haben, ist wenig, und wenig ist schlecht. Wir wissen, dass es zwei Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten gibt – und beinahe nichts sonst. Da könnte der Bürger natürlich auch auf die Idee kommen und gar nicht erst wählen.

Heute Abend wissen wir mehr – und ich sage ihnen ganz ehrlich, ich kann es abwarten. Hauptsache, die linken und rechten Extremisten kommen nicht ins Parlament – mit jedem anderen Ergebnis kann ich leben, selbst dann, wenn darüber die Bundesregierung auseinander brechen sollte – ich weine der Rot-Grünen Bundesregierung bestimmt keine Träne nach, denn jede neue Konstellation wird voraussichtlich automatisch zu einem wirtschaftlichen Aufschwung führen.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Am Schönsten weint Erin – mit der passenden Musik dazu. Sie tut es auf einer Webseite, „Weinen, während man isst“. Auch eine Idee – doch die Damen und Herren sollten aufpassen, dass sie sich dabei nicht verschlucken.

Ob ich weitere Ideen hätte? Nun, das ist einfach: "Weinen, während man Sex hat“ oder „Essen, während man Sex hat“, „Trinken, während man Sex hat“ und natürlich „Rauchen, während man Sex hat“ – „Bloggen, während man Sex hat“, schließe ich mal aus – man vertippt sich so oft dabei.

Man muss nicht gleich den ganzen Körper vermarkten – die nackte Haut tut es auch. Jedenfalls soll eine junge Frau namens Courtney Van Dunk ihre Haut bei Ebay angeboten haben – als Werbefläche. Tatsächlich hat auch jemand 11.500 USD geboten – leider war es aber ein Spaßbieter.

Indessen glaubt die junge Frau fest daran, dass sie ihre Haut doch noch zu Markte tragen kann, schränkt aber gleichzeitig ein, dass ihre Brüste und Ihre Hintern davon ausgenommen wären – da blieben wohl nur noch der Rücken und der Bauch.

Diese Frage kennen alle Escort-Damen: „Was macht ihr bloß mit all eurem Geld“? Nun, eine eskortierende Bloggerin offenbart, was sie für eine Stunde ihrer Dienste bekommt: 450 US-Dollar die Stunde – bei Neukunden. Doch sie rechnet uns vor, dass sie auch investieren muss: Ihre Kunden wollen ein bestimmtes Parfüm an ihr riechen, haben einen exklusiven Wäschegeschmack und bekommen selbstverständlich auch noch den Champagner umsonst.

Was die Herren vielleicht nicht hören wollen: Escort-Frauen bekommen keine Sondertarife bei der Krankenversicherung, keine Firmenrenten und keine verbilligten Kindergartenplätze. Und dazu, so meint Vanessa Sue, müsse man auch noch für die Zukunft sparen und ins Geschäft investieren.

Es ist schon längere Zeit her, da habe ich über eine ernsthafte wissenschaftliche Studie geschrieben, die bewies, dass im Alltag der Liebe Frauen die Verführerinnen und Männer ihre (freilich allzu bereitwilligen) Opfer sind.

Wer es bezweifelt, sollte die Körpersprache der Frauen beobachten. Selbst auf einige Meter Entfernung können Augen noch das erotische Verlangen zeigen, und Münder senden Signale über den Willen zur Lust – und dies selbst dann, wenn das, was an Worten daraus hervorquillt, eher banal ist.

Doch die eigentliche Bereitschaft mag man an der Haltung der Arme erkennen: Je mehr sie vom Körper verbergen, umso weniger wird Zugänglichkeit signalisiert.

Damit ich nicht völlig missverstanden werde: Frauen flirten nicht den ganzen Tag, und Männer haben die Antennen nicht dauernd auf Empfang.

Ich kann nicht umhin, den Gedanken schön zu finden: Verliebt zu sein in das geschriebene Wort. Kyra kennt eine Dame, die es gerade ist, und mir fällt dabei ein: Beginnen nicht dieser Tage viele Romanzen in dem, was mit „Singleportal“ nur dürftig beschrieben werden kann? Wenn man das Portal öffnet, findet man ein ganzes Aquarium voller schöner Fische – die meisten sin freilich farblos, doch dann und wann erkennt man ein wunderschönes Exemplar. Dann gilt es, den Ketscher bereitzuhalten – und was wäre ein besseres Fanggerät als eine gut geschriebene Email?

 

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