Typisch deutsch: die Überflutung. So, als ob es einem Naturgesetz folgen würde, was da angeblich auf uns zurollt: eine Flut. Sie wird die dünne Moralkrume, die auf unserer Seele liegt, hinwegspülen, und zurücklassen wird sie nur noch die nackte Begierde.
Mittlerweile vergeht kein Tag, an dem sich nicht irgendein schlaues Mägdelein oder auch ein schlaues Kerlchen in der Zeitung, einem Blog oder sonst wo wichtig tut mit dieser Aussage: Die sexuelle Reizüberflutung wird dies oder jenes tun, unterlassen, zerstören oder was auch immer.
Beginnen wir einmal mit meiner Wohnung: Wo bitte, ist dort die „sexuelle Reizüberflutung“, wenn ich sie mir nicht hereinhole? Die Nachbarinnen sind entweder nicht schön oder verschließen die Fenster, wenn sie sich ausziehen, und im Frühjahr höre ich höchstens die erbärmlichen Laute rolliger Katzen, die meine Ruhe stören. In meiner Tageszeitung steht vielleicht einmal etwas von einem Lustmord, ansonsten gibt sie sich brav: Keine Chance für eine Reizüberflutung – alle Dämme sind intakt. Wenn ich fernsehe, kann ich Arte, die deutschen Regionalsender, die ARD, das ZDF, Phoenix oder meinetwegen CNN oder BBC wählen – keine sexuelle Reizüberflutung – so schön sind die Anchorwomen nun auch wieder nicht. Wähle ich hingegen einen der Sexsender oder das dümmliche Privatfernsehen, kann ich mich der Sexwerbung freilich nicht entziehen – das müssen die Leute, die so etwas sehen wollen, eben in Kauf nehmen.
Ich kann auch noch den Spiegel oder die ZEIT kaufen, ohne sexuell reizüberflutet zu werden, allerdings weder ELLE noch VOGUE. Muss ich aber nicht kaufen.
Wenn ich hinausgehe, fahre ich über Straßen, die meine ganze Aufmerksamkeit erfordern – keine erotische Reizüberflutung. Ich parke mein Fahrzeug auf dem Firmenparkplatz – nicht sehr erotisch, öffne die Tür zum Büro – die üblichen Gesichter, keine erotische Reizüberflutung, oder höchstens alle Jubeljahr einmal, wenn eine der Damen bei über 40 Grad und entsprechendem Brustumfang ein stoffarmes Sommerkleid trägt.
Wo bitte, geht’s eigentlich zur erotischen Reizüberflutung? Nicht, dass ich den Weg nicht wüsste. Aber im Alltag begegnet er mir nie.
Mittlerweile vergeht kein Tag, an dem sich nicht irgendein schlaues Mägdelein oder auch ein schlaues Kerlchen in der Zeitung, einem Blog oder sonst wo wichtig tut mit dieser Aussage: Die sexuelle Reizüberflutung wird dies oder jenes tun, unterlassen, zerstören oder was auch immer.
Beginnen wir einmal mit meiner Wohnung: Wo bitte, ist dort die „sexuelle Reizüberflutung“, wenn ich sie mir nicht hereinhole? Die Nachbarinnen sind entweder nicht schön oder verschließen die Fenster, wenn sie sich ausziehen, und im Frühjahr höre ich höchstens die erbärmlichen Laute rolliger Katzen, die meine Ruhe stören. In meiner Tageszeitung steht vielleicht einmal etwas von einem Lustmord, ansonsten gibt sie sich brav: Keine Chance für eine Reizüberflutung – alle Dämme sind intakt. Wenn ich fernsehe, kann ich Arte, die deutschen Regionalsender, die ARD, das ZDF, Phoenix oder meinetwegen CNN oder BBC wählen – keine sexuelle Reizüberflutung – so schön sind die Anchorwomen nun auch wieder nicht. Wähle ich hingegen einen der Sexsender oder das dümmliche Privatfernsehen, kann ich mich der Sexwerbung freilich nicht entziehen – das müssen die Leute, die so etwas sehen wollen, eben in Kauf nehmen.
Ich kann auch noch den Spiegel oder die ZEIT kaufen, ohne sexuell reizüberflutet zu werden, allerdings weder ELLE noch VOGUE. Muss ich aber nicht kaufen.
Wenn ich hinausgehe, fahre ich über Straßen, die meine ganze Aufmerksamkeit erfordern – keine erotische Reizüberflutung. Ich parke mein Fahrzeug auf dem Firmenparkplatz – nicht sehr erotisch, öffne die Tür zum Büro – die üblichen Gesichter, keine erotische Reizüberflutung, oder höchstens alle Jubeljahr einmal, wenn eine der Damen bei über 40 Grad und entsprechendem Brustumfang ein stoffarmes Sommerkleid trägt.
Wo bitte, geht’s eigentlich zur erotischen Reizüberflutung? Nicht, dass ich den Weg nicht wüsste. Aber im Alltag begegnet er mir nie.
sehpferd - am Sonntag, 28. März 2004, 22:42 - Rubrik: aufgegriffen
Oh, es ist nichts ... nur ein Foto, und es heißt „Blogging“, stellt eine Bloggerin dar und sagt nichts über ihre Schreibe aus, sondern – nun ja, man muss es halt selbst sehen. Dennoch gibt es auf der Seite auch Text, nämlich auf der „Pussy Ranch“ von Diabolo.
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Ach wie schön kann das Leben sein, wenn man Journalistin ist: Sich mal von einem Eheinstitut einladen lassen, an einem so genannten „Blitz-Date“ teilnehmen, und dann noch darüber schreiben.
Wie es geht? Ganz einfach: Man bringt gleich viel Männer und Frauen zusammen, und dann dreht man die Sache so, dass jeder mal mit jedem darf – reden, versteht sich: fünf Minuten. Sieben Mal fünf Minuten gibt 35, dann noch ein Round-Table-Gespräch. Na bitte - da hat man ja Zeit, sich kennen zu lernen.
Eigentlich sollten es laut Webseite des Veranstalters zehn Teilnehmer gewesen sein, und dann hätte es sich wohl für das ausrichtende Heiratsinstitut gelohnt: 25 Euro nimmt man von jedem Teilnehmer – das freilich, stand nicht im Kölner „Express“ – und die Webseite des Unternehmens ist auch nicht ganz a Jour: Das nächste Treffen, so verkündet man, fände am Samstag, dem 14. Februar 2004 um 18.00 Uhr statt. Den hatten wir schon.
Die Journalistin fand es „lustig“: ihr Fazit (Zitat): Es war ein schöner Abend. Auf diese Weise kann man neue Leute kennen lernen, vielleicht ja auch den Traumpartner. Am nächsten Tag erhielt ich sogar per E-Mail die Nachricht, dass ich ein „Match“ hab.
Das hätte sie auch ohne die Agentur feststellen können.
Wie es geht? Ganz einfach: Man bringt gleich viel Männer und Frauen zusammen, und dann dreht man die Sache so, dass jeder mal mit jedem darf – reden, versteht sich: fünf Minuten. Sieben Mal fünf Minuten gibt 35, dann noch ein Round-Table-Gespräch. Na bitte - da hat man ja Zeit, sich kennen zu lernen.
Eigentlich sollten es laut Webseite des Veranstalters zehn Teilnehmer gewesen sein, und dann hätte es sich wohl für das ausrichtende Heiratsinstitut gelohnt: 25 Euro nimmt man von jedem Teilnehmer – das freilich, stand nicht im Kölner „Express“ – und die Webseite des Unternehmens ist auch nicht ganz a Jour: Das nächste Treffen, so verkündet man, fände am Samstag, dem 14. Februar 2004 um 18.00 Uhr statt. Den hatten wir schon.
Die Journalistin fand es „lustig“: ihr Fazit (Zitat): Es war ein schöner Abend. Auf diese Weise kann man neue Leute kennen lernen, vielleicht ja auch den Traumpartner. Am nächsten Tag erhielt ich sogar per E-Mail die Nachricht, dass ich ein „Match“ hab.
Das hätte sie auch ohne die Agentur feststellen können.
sehpferd - am Sonntag, 28. März 2004, 18:42 - Rubrik: seltsame welt
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Der Ort: Wiinipeg in Kanada. Die Sache: Man dreht Pornos, und zwar mit Ortsansässigen. Etwa drei neue weibliche Bewerberinnen habe man jeden Monat, aber massenhaft Anrufe von interessierten Männern. Dabei sei das Geschäft für Männer keinesfalls lohnend: Nur etwa 100 bis maximal tausend US-Dollar erhält ein männlicher Schauspieler von der amerikanischen Filmgesellschaft „Real Productions“, während man Frauen dort 15.000 US-Dollar zahlt: „unser Geld machen wir mit den Frauen“, sagt der Produzent – mit Männern könne man nicht werben – kein Pfifferling wäre daran zu verdienen.
Man dreht "Amateurpornos", und man erwarten von den Akteuren genau das zu tun, was sie sind und der Titel aussagt: Anfänger sein, Frischling sozusagen. Man schätze die Freiheit in Kanada, wo man an viel mehr Orten drehen könne als in den USA: zum Beispiel in Büros, Hotels und Bars.
Man dürfe sich keine Illusionen machen, sagte der Produzent der „Winnipeg Sun“: Man müsse mit den Akteurinnen vor allem reden: Manche der Frauen seien anfangs sehr zurückhaltend. Man müsse ihnen dann genau erklären, was sie erwarte: das, so meint er, sei nicht immer einfach: Sie seien ja ganz gewöhnliche Menschen, keine professionellen Darstellerinnen.
Man dreht "Amateurpornos", und man erwarten von den Akteuren genau das zu tun, was sie sind und der Titel aussagt: Anfänger sein, Frischling sozusagen. Man schätze die Freiheit in Kanada, wo man an viel mehr Orten drehen könne als in den USA: zum Beispiel in Büros, Hotels und Bars.
Man dürfe sich keine Illusionen machen, sagte der Produzent der „Winnipeg Sun“: Man müsse mit den Akteurinnen vor allem reden: Manche der Frauen seien anfangs sehr zurückhaltend. Man müsse ihnen dann genau erklären, was sie erwarte: das, so meint er, sei nicht immer einfach: Sie seien ja ganz gewöhnliche Menschen, keine professionellen Darstellerinnen.
sehpferd - am Sonntag, 28. März 2004, 18:23 - Rubrik: nachrichten
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Das wöchentliche Geblubber aus den Algen
Die letzte Woche konfrontierte mich – wie so viele andere Blogger auch – mit der Frage, wie wirklich eigentlich unsere Wirklichkeit ist. Grund war weniger die deutsche „Belle de Jour“, die ja schon vor einiger Zeit bezichtigt wurde, ein Mann zu sein, sondern die Englische Prostituierte „Belle de Jour“.
Man stelle sich das Szenario einmal vor: Da wetteifern drei englische Zeitungen, unter ihnen eine angeblich so ehrbare wie die „Times“, darum, wer die bloggende Londoner Hure „Belle de Jour“ enttarnt, und es war eben jene Times, die den Vogel abschoss – nur lag sie leider falsch.
Womit ich beim Thema wäre. Das Internet erlaubt Millionen von Menschen, falsche Identitäten anzunehmen. Die Londoner Hure kann eine Hure oder eine Journalistin sein, oder auch nur eine begabte ältere Lady, die sich einen Spaß daraus macht, die pseudoprüden englischen Leser am Näschen herumzuführen. Es wird Zeit zu begreifen, dass jeder im Web alles sein kann: alles, wirklich alles.
Die Art, wie die vorgebliche Urheberin von „Belle de Jour“ gefunden wurde, wäre schon beinahe komisch, wenn sie nicht in einer schamlosen Persönlichkeitsverletzung geendet hätte: Eine angebliche „Autorität“ auf dem Gebiet der Textvergleiche wollte durch ein paar merkwürdig gesetzte Zeichen festgestellt haben, dass Belle eine amerikanische Schriftstellerin ist. Was mir eine Zusatzbemerkung entlockt: Wer die Literatur oder die Presse sorgfältig studiert, und dann spektakulär irgendein Blog eröffnet, kann also bewusst darauf hinführen, dass dieses Blog in Wahrheit von (na, sie wissen schon) stammt. Die Wirklichkeit kann hier, im Web, offenbar in jede beliebige Richtung ausgeweitet werden.
Das geht gerade so weiter. Die englische Ex-Jungfrau Rosie Reid existiert, so viel ist sicher. Aber ob die Geschichte stimmt, die durch sie (und allein durch sie) an die Presse gelangt ist, wirklich stimmt, ist eine andere Frage: Es kann sein – oder eben auch nicht. Wie wirklich ist die Wirklichkeit?
Für eine andere Frau ist die Wirklichkeit nun wirklich peinlich geworden: Eine amerikanische Journalistin glaubte, die Verbreitung von scheußlichen Nacktfotos stoppen zu können, die angeblich „heimlich“ von ihr aufgenommen wurde. Sie bekam in einem spektakulären Prozess Recht – allerdings nicht lange. Denn die Fotos wurden keinesfalls „heimlich“ aufgenommen, sondern von der Bühnenkamera – und wer sich bei einer öffentlichen Veranstaltung, bei der Kameras erlaubt sind, peinlich zur Schau stellt, der muss eben auch erlauben, dass diese Bilder dann gezeigt werden, wobei mindestens dies beruhigt: Ist die Wirklichkeit „wirklich“ wirklich, dann darf sie auch öffentlich zu sehen sein.
Die letzte Woche konfrontierte mich – wie so viele andere Blogger auch – mit der Frage, wie wirklich eigentlich unsere Wirklichkeit ist. Grund war weniger die deutsche „Belle de Jour“, die ja schon vor einiger Zeit bezichtigt wurde, ein Mann zu sein, sondern die Englische Prostituierte „Belle de Jour“.
Man stelle sich das Szenario einmal vor: Da wetteifern drei englische Zeitungen, unter ihnen eine angeblich so ehrbare wie die „Times“, darum, wer die bloggende Londoner Hure „Belle de Jour“ enttarnt, und es war eben jene Times, die den Vogel abschoss – nur lag sie leider falsch.
Womit ich beim Thema wäre. Das Internet erlaubt Millionen von Menschen, falsche Identitäten anzunehmen. Die Londoner Hure kann eine Hure oder eine Journalistin sein, oder auch nur eine begabte ältere Lady, die sich einen Spaß daraus macht, die pseudoprüden englischen Leser am Näschen herumzuführen. Es wird Zeit zu begreifen, dass jeder im Web alles sein kann: alles, wirklich alles.
Die Art, wie die vorgebliche Urheberin von „Belle de Jour“ gefunden wurde, wäre schon beinahe komisch, wenn sie nicht in einer schamlosen Persönlichkeitsverletzung geendet hätte: Eine angebliche „Autorität“ auf dem Gebiet der Textvergleiche wollte durch ein paar merkwürdig gesetzte Zeichen festgestellt haben, dass Belle eine amerikanische Schriftstellerin ist. Was mir eine Zusatzbemerkung entlockt: Wer die Literatur oder die Presse sorgfältig studiert, und dann spektakulär irgendein Blog eröffnet, kann also bewusst darauf hinführen, dass dieses Blog in Wahrheit von (na, sie wissen schon) stammt. Die Wirklichkeit kann hier, im Web, offenbar in jede beliebige Richtung ausgeweitet werden.
Das geht gerade so weiter. Die englische Ex-Jungfrau Rosie Reid existiert, so viel ist sicher. Aber ob die Geschichte stimmt, die durch sie (und allein durch sie) an die Presse gelangt ist, wirklich stimmt, ist eine andere Frage: Es kann sein – oder eben auch nicht. Wie wirklich ist die Wirklichkeit?
Für eine andere Frau ist die Wirklichkeit nun wirklich peinlich geworden: Eine amerikanische Journalistin glaubte, die Verbreitung von scheußlichen Nacktfotos stoppen zu können, die angeblich „heimlich“ von ihr aufgenommen wurde. Sie bekam in einem spektakulären Prozess Recht – allerdings nicht lange. Denn die Fotos wurden keinesfalls „heimlich“ aufgenommen, sondern von der Bühnenkamera – und wer sich bei einer öffentlichen Veranstaltung, bei der Kameras erlaubt sind, peinlich zur Schau stellt, der muss eben auch erlauben, dass diese Bilder dann gezeigt werden, wobei mindestens dies beruhigt: Ist die Wirklichkeit „wirklich“ wirklich, dann darf sie auch öffentlich zu sehen sein.
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Erst war es Belle du Jour, dann Belle de Jour, und jetzt, um alles noch etwas verwirrender zu machen, gibt es eine Belle-de-Jour-ähnliche Kopie: Belle de Jew. Als ob dieses Verwirrspiel nicht schon Grund genug wäre, leise vor sich hinzulächeln, wird das Ganze auch noch auf Deutsch übersetzt, und das klingt dann so:
„Ich bin jetzt in Deutschland. In Berlin. Ziemlich durchschnittlicher Flug gestern auf Ryan Luft. Kosten Sie eine großartige Summe von £48 für den Rückkehrflug, hier zu werden. Aber es ist wirklich Ryan Luft Zeit verbessert sein inflight Befriedigen. Der Tee ist Abfall. Ja kenne ich ich flog auf Shabbat. Aber habe ich je gesagt, daß ich sehr religiös war?“
Wer noch mehr nette Kombinationen mit „Belle de ...“ kennt, kann ja jetzt mal einen Blogspot eröffnen – mein Vorschlag: Belle de Kuh.
„Ich bin jetzt in Deutschland. In Berlin. Ziemlich durchschnittlicher Flug gestern auf Ryan Luft. Kosten Sie eine großartige Summe von £48 für den Rückkehrflug, hier zu werden. Aber es ist wirklich Ryan Luft Zeit verbessert sein inflight Befriedigen. Der Tee ist Abfall. Ja kenne ich ich flog auf Shabbat. Aber habe ich je gesagt, daß ich sehr religiös war?“
Wer noch mehr nette Kombinationen mit „Belle de ...“ kennt, kann ja jetzt mal einen Blogspot eröffnen – mein Vorschlag: Belle de Kuh.
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Sliding in the Pie
Women need more time than men
to get ready for sex, she said.
You can't just turn on the oven
& slide in a pie. You have
to preheat it first by fidgeting
with the temperature control
make sure it's as hot as it says it is.
Aus:
Before, During, and After
von Hal Sirowitz
Women need more time than men
to get ready for sex, she said.
You can't just turn on the oven
& slide in a pie. You have
to preheat it first by fidgeting
with the temperature control
make sure it's as hot as it says it is.
Aus:
Before, During, and After
von Hal Sirowitz
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Die Fotografin Margot Knight ist immer für eine Überraschung gut – und manchmal für einen Schock, der einem gleich wiederfährt, wenn man ihre Homepage aufruft. Doch sie hat auch etwas für Oster: Eier nämlich. Der Weg dahin führt über „the garden“ und dann zu „nest eggs“.
sehpferd - am Samstag, 27. März 2004, 21:17 - Rubrik: lichtbilder - photography
Nachdem ich vor einiger Zeit schrieb, in wie schlechter Erinnerung ich die Frankfurter Taxifahrer habe, weil sie einfach völlig gleichgültig und abweisend sind, hat jetzt Suna ihre Deutschlektion von einer Frankfurter S-Bahn-Schaffnerin bekommen.
Vorschlag an den Frankfurter Magistrat: Vielleicht sollten sie, meine Damen und Herren, einmal überlegen, dass ihre Taxifahrer und Schaffner jeden Tag ihrer Stadt schaden zufügen, von der abweisenden Haltung, die ihre Bürger sonst gegenüber Fremden haben, schon einmal ganz abgesehen.
Vorschlag an den Frankfurter Magistrat: Vielleicht sollten sie, meine Damen und Herren, einmal überlegen, dass ihre Taxifahrer und Schaffner jeden Tag ihrer Stadt schaden zufügen, von der abweisenden Haltung, die ihre Bürger sonst gegenüber Fremden haben, schon einmal ganz abgesehen.
sehpferd - am Samstag, 27. März 2004, 21:09 - Rubrik: reisen bildet
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Die schöne russische Koloratursopranistin Anna Netrebko hat eine Empfehlung für Menschen, die den erotischen Kick suchen: klassische Musik. Sie könne „insgesamt sehr erotisch“ sein, sagte sie der Moskauer Tageszeitung "Komsomolskaja Prawda“. Welche Kompositionen sie dabei im Öhrchen hatte, sagte sie nicht.
sehpferd - am Samstag, 27. März 2004, 20:50 - Rubrik: printmedien
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Die Frage, ob Fotos einer Prominenten, die sich öffentlich nackt zur Schau stellt, auch im Internet gezeigt werden dürfen, ist mindestens in den USA entschieden. Der Fall machte erheblich Schlagzeilen: Die US-amerikanische Nachrichtensprecherin Catherine Bosley hatte sich im Urlaub an einem der geschmacklosen „Wet-T-Shirt“-Wettbewerbe beteiligt, und am Ende stand sie völlig nackt da. Das Ereignis wurde fotografiert, und diese Fotos landeten dann im Internet. Die Folgen waren bös: Frau Bosley verlor ihren Job als Nachrichtensprecherin und versuchte, gegen die Urheber dieses „Skandals“ zu klagen.
In der ersten Instanz bekam die Dame sogar Recht: Der zuständige Richter beanstandete 20 Webseiten, auf denen entweder Bilder oder Schilderungen der Nacktschau zu sehen waren. Das ging so weit, dass eine Suchmaschine den Namen „Catherine Bosley“ völlig sperrte: Surfer suchten also vergeblich nach den Fotos.
Ein Berufungsgericht hat die Entscheidung der ersten Instanz nun aufgehoben, weil das Recht der freien Meinungsäußerung höher zu bewerten sei als die Interessen von Frau Bosley, die sich hämische Kommentare anhören musste – schließlich hätte sie, so die Kommentatoren, als Journalistin wissen müssen, was man tun sollte und was nicht.
Ihre Begründung, sie habe vermutet, die Fotografen seien ihrer Meinung nach eben Schüler gewesen, und sie sei eben naiv gewesen, muss in diesem Licht als völlig an den Haaren herbeigezogen betrachtet werden.
Im Web wurden nicht alle Bilder gelöscht – einige existieren nach wie vor, darunter auch solche, bei denen ein Balken über der Brust zu sehen ist – das Delikate: Sie erscheinen auf einer Seite für „schlechte plastische Chirurgie“.
Wer neugierig ist und sich vor gar nichts fürchtet, kann auch noch all die unsäglichen Fotos hier sehen.
Links in English:
What USA today wrote
„Awful Plastics Surgery Website (with a bar on her breasts)
Tow rather large photos (uncensored) on skullgames webpage
All pics: Thermo Radio Show It is a little difficult to find the pictures here, so you need some surf experience. Type in an age over 18 and a name; after that, a photo of Ms. Bosley should appear. She is not in the nude there, but if you click on the photo, about two dozen pics will appear.
In der ersten Instanz bekam die Dame sogar Recht: Der zuständige Richter beanstandete 20 Webseiten, auf denen entweder Bilder oder Schilderungen der Nacktschau zu sehen waren. Das ging so weit, dass eine Suchmaschine den Namen „Catherine Bosley“ völlig sperrte: Surfer suchten also vergeblich nach den Fotos.
Ein Berufungsgericht hat die Entscheidung der ersten Instanz nun aufgehoben, weil das Recht der freien Meinungsäußerung höher zu bewerten sei als die Interessen von Frau Bosley, die sich hämische Kommentare anhören musste – schließlich hätte sie, so die Kommentatoren, als Journalistin wissen müssen, was man tun sollte und was nicht.
Ihre Begründung, sie habe vermutet, die Fotografen seien ihrer Meinung nach eben Schüler gewesen, und sie sei eben naiv gewesen, muss in diesem Licht als völlig an den Haaren herbeigezogen betrachtet werden.
Im Web wurden nicht alle Bilder gelöscht – einige existieren nach wie vor, darunter auch solche, bei denen ein Balken über der Brust zu sehen ist – das Delikate: Sie erscheinen auf einer Seite für „schlechte plastische Chirurgie“.
Wer neugierig ist und sich vor gar nichts fürchtet, kann auch noch all die unsäglichen Fotos hier sehen.
Links in English:
What USA today wrote
„Awful Plastics Surgery Website (with a bar on her breasts)
Tow rather large photos (uncensored) on skullgames webpage
All pics: Thermo Radio Show It is a little difficult to find the pictures here, so you need some surf experience. Type in an age over 18 and a name; after that, a photo of Ms. Bosley should appear. She is not in the nude there, but if you click on the photo, about two dozen pics will appear.
sehpferd - am Samstag, 27. März 2004, 10:46 - Rubrik: seltsame welt
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Sprache lebt – das wissen wir alle, aber dass sie so schnell lebt, ahnten wir nun doch nicht: In einem Artikel über Carmen Electra, bürgerlich Tara Leigh Patrick, schreibt Virgin Radio: „(She) did a Britney“.
Also lernen wir: “To do a Britney“ = „Heiraten und sich gleich wieder scheiden lassen“.
Also lernen wir: “To do a Britney“ = „Heiraten und sich gleich wieder scheiden lassen“.
sehpferd - am Freitag, 26. März 2004, 11:20 - Rubrik: seltsame welt
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Wer identifiziert sich schon eindeutig in seinem Blog? Sehr wenige Menschen, vermutlich. Oft gehört ja gerade das Versteckspiel mit zu den Attraktionen des Bloggens: Wer ist diese merkwürdige Person hinter den Worten?
Solang es bei dieser Art von Kindergartenspielchen bleibt, mag die Sache ja in Ordnung sein, doch gibt es Blogger, die gerne Gerüchte in die Welt setzen – und sich danach ganz selbstverständlich der Verantwortung entziehen, denn ein Impressum zu haben, gilt in Blogger-Kreisen ja als überflüssig.
Nun aber will ein selbst ernannter kriminalistischer Profi, Professor Don Foster, die Schriftstellerin Sarah Champion durch Textvergleiche entlarvt haben – sie sei „Belle de Jour“, das bloggende Londoner Callgirl. Seither stellen ihr Journalisten nach – nach eigenen Angaben soll sie auf der Titelseite der „Times“ gewesen sein, die so unschöne Worte fand wie „Sie ist entweder eine Hure oder eine Schwindlerin“.
Nunmehr sah sie sich veranlasst, im renommierten „Observer“ zu schreiben, dass sie erstens nicht "Belle de jour" sei, und dass dies zweitens auch unmöglich wäre. Besonders freuen würde diese Tatsache sicher ihre in Manchester lebende Mutter, die auch bereits von neugierigen Presseleuten belästigt worden war.
Thanks to jimmiz blog .
Solang es bei dieser Art von Kindergartenspielchen bleibt, mag die Sache ja in Ordnung sein, doch gibt es Blogger, die gerne Gerüchte in die Welt setzen – und sich danach ganz selbstverständlich der Verantwortung entziehen, denn ein Impressum zu haben, gilt in Blogger-Kreisen ja als überflüssig.
Nun aber will ein selbst ernannter kriminalistischer Profi, Professor Don Foster, die Schriftstellerin Sarah Champion durch Textvergleiche entlarvt haben – sie sei „Belle de Jour“, das bloggende Londoner Callgirl. Seither stellen ihr Journalisten nach – nach eigenen Angaben soll sie auf der Titelseite der „Times“ gewesen sein, die so unschöne Worte fand wie „Sie ist entweder eine Hure oder eine Schwindlerin“.
Nunmehr sah sie sich veranlasst, im renommierten „Observer“ zu schreiben, dass sie erstens nicht "Belle de jour" sei, und dass dies zweitens auch unmöglich wäre. Besonders freuen würde diese Tatsache sicher ihre in Manchester lebende Mutter, die auch bereits von neugierigen Presseleuten belästigt worden war.
Thanks to jimmiz blog .
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Die alten Tabus sind auch nicht mehr, was sie mal waren: Gestern noch Männer naschendes Sexsymbol, heute Kinderfilmstar – das ist die 25-jährige französische Schauspielerin Ludivine Sagnier, die jetzt in „Peter Pan“ die Fee Tinkerbell spielt.
Ob sie es bereue, sich ihren Fans nackt im Film „Swimmingpool“ gezeigt zu haben, fragte die Zeitschrift BZ. Sie soll gelacht haben und verschmitzt geantwortet, sie habe die Verwundbarkeit der dargestellten Frau zeigen müssen. Dann fügte sie hinzu: „Welches Kostüm wäre dafür geeigneter gewesen als pure Nacktheit“? Schlagfertig ist sie jedenfalls, die neue Fee.
Ob sie es bereue, sich ihren Fans nackt im Film „Swimmingpool“ gezeigt zu haben, fragte die Zeitschrift BZ. Sie soll gelacht haben und verschmitzt geantwortet, sie habe die Verwundbarkeit der dargestellten Frau zeigen müssen. Dann fügte sie hinzu: „Welches Kostüm wäre dafür geeigneter gewesen als pure Nacktheit“? Schlagfertig ist sie jedenfalls, die neue Fee.
sehpferd - am Donnerstag, 25. März 2004, 19:54 - Rubrik: nachrichten
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Die Webseite des britischen Kondomherstellers „Trojan“ wurde anlässlich einer neuen Werbekampagne ganz neu dekoriert und mit orgiastischen Stöhnlauten ausgestattet. Es empfiehlt sich, den Lautsprecher auszuschalten, falls man nicht alleine ist.
Die Kampagne wird nach Angaben des Herstellers „Gesichter“ heißen. Sie beginnt dieser Tage mit 3600 Plakaten im Vereinigten Königreich – zu sehen sein wird das Gesicht einer Frau, die sich offenkundig in sexueller Verzückung befindet.
(c) 2004 trojan UK
Die Kampagne wird nach Angaben des Herstellers „Gesichter“ heißen. Sie beginnt dieser Tage mit 3600 Plakaten im Vereinigten Königreich – zu sehen sein wird das Gesicht einer Frau, die sich offenkundig in sexueller Verzückung befindet.
(c) 2004 trojan UK
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Klarer Fall: Die Geister sind überall, und sie versuchen, mit uns zu sprechen. Und weil das alles irgendwie „Ferngespräche“ sind, müssen sie sich erstmal durch den Wellensalat des Äthers quälen, bevor sie auf Tonband aufgenommen werden können. Allerdings können die Geister bislang nur analog. Bis sie erotische (oder selbstverständlich auch andere) SMS an uns schicken können, müssen noch Digital-Umsetzer für die entsprechende „Psychophone“ entwickelt werden.
Ob ich das glaube? Natürlich nicht. Aber andere nehmen es offenbar sehr ernst.
Ob ich das glaube? Natürlich nicht. Aber andere nehmen es offenbar sehr ernst.
sehpferd - am Donnerstag, 25. März 2004, 09:12 - Rubrik: glaube und aberglaube
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Alle Jahre wieder kommt der Durex-Report: Und verschont auch die Österreicher(innen) nicht: Satte 43 Prozent der Frauen und etwa 40 Prozent der Männer geben an, auch schon mal in fremden Betten herumzulottern. Tendenz bei über 45-Jährigen: steigend.
sehpferd - am Mittwoch, 24. März 2004, 23:41 - Rubrik: seltsame welt
Der Fotograf Peter J. Gormann hat eine neue Fotoserie auf der Online-Seite von Nerve veröffentlicht – „The Passenger“ – der Fahrgast. Thema sind erotische Fantasien über eine junge Frau in einem roten Kleid, die mal erotisch verlockt und sich dann wieder der eigenen Lust hingibt. Sehenswert, aber leider nur im Premium-Mitgliederbereich von Nerve. Im freien Mitgliederbereich, ebenfalls sehr erotisch und beinahe künstlerisch noch anspruchsvoller: die Bilder von Dahlia Schweitzer. Diese sind freilich auch auf ihrer Webseite zu sehen.
(c) 2004 by Nerve and Peter J. Gormann
(c) 2004 by Nerve and Peter J. Gormann
sehpferd - am Mittwoch, 24. März 2004, 20:41 - Rubrik: lichtbilder - photography
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Wie die Mittelbadische Presse berichtete, können Dschungelaufenthalte auch Gerichtsprozesse nach sich ziehen: Die Schauspielerin Susan Stahnke jedenfalls mochte gar nicht, was die BURDA-Publikation „Neue Woche“ über sie schrieb – eine Krise sollte es nämlich gegeben haben, man denke! Doch wie das Schicksal so spielt, einigte man sich außergerichtlich, indem Frau Stahnke ein „geringer Betrag“ bezahlt wurde. Angesichts dieser Tatsache titelte die „Mittelbadische“: »Dschungelkätzchen« kassiert und schnurrt.
sehpferd - am Mittwoch, 24. März 2004, 19:41 - Rubrik: nachrichten
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Manchmal gibt es Webseiten ohne Informationen, wer sie betreibt, ohne Impressum und einfach ohne alles aber mit Bilder, deren Herkunft ebenso zweifelhaft ist wie das Copyright. Wie auch immer – junge Frauen, die einander küssen, sind ja heute sehr populär geworden, und offenbar werden auf dieser Seite solche Kussszenen gesammelt. Die meisten dürften in Diskotheken und Bars aufgenommen worden sein.
Über mangelnden Service beklagte sich dieser Tage ein Herr bei der Bulgarischen Verbraucherschutzorganisation: er hatte einer Dame Geld für eine nicht näher bezeichnete sexuelle Dienstleistung gegeben, die sie offenbar nicht zur Zufriedenheit des Beschwerdeführers erfüllte. Besonders beklagte der Herr, er habe Blessuren davongetragen, weil der Dame „einige Zähne fehlten“, berichtete Ananova.
sehpferd - am Mittwoch, 24. März 2004, 12:51 - Rubrik: seltsame welt
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