Skinstrip ist ein ehrgeiziges Online-Kunstprojekt, das im Zusammenarbeit mit der BBC Alltags-Nackt-Kunst zeigt. Die Navigation ist etwas kompliziert: Man muss das Skin-Strip Onlinearchiv öffnen und dann auf die herumwuselnden Schlangenlinien klicken.
(c) 2004 by skistrip
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sehpferd - am Dienstag, 23. März 2004, 23:45 - Rubrik: kult und kultur
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Obwohl die „Kaninchen“ ohne jeden Zweifel zu den meistverkauften Vibratoren der Welt zählen, empfiehlt Laura Berman in der Chicago Sun Times doch lieber die Methode „MIS“: Make it simple. Also: nicht unbedingt rotierende Perlen, vibrierende Kaninchenohren und 20 Lustvarianten. Was dann? Steht alles im Artikel.
sehpferd - am Dienstag, 23. März 2004, 23:30 - Rubrik: spielzeuge - toys
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Nun, es ist jedenfalls neueren Datums. Bei Goethe und Schiller suchen wir es vergeblich, und die seriöse Presse meidet es ebenso wie die feine Gesellschaft. Wenn man so will, gehört es zur „Jugendsprache“ aber auch Erwachsene benutzen es in letzter Zeit häufig: man wird eben älter.
Die Herkunft ist schnell erklärt: „Tussi“ ist eine verniedlichende Abkürzung von „Tusnelda“, und die war die Gattin des Germanischen Feldherrn Arminius. Zu Erinnerung: Arminius ist jener, den die deutsche Geschichte auch als „Herrmann, den Cherusker“ kennt. Angeblich soll er den Römern in einer „gewaltigen Schlacht“ die Hucke voll gehauen haben, aber neuerdings behaupten Forscher, er sei vielleicht nur so eine Art germanischer Che Guevara gewesen und die „Finale Schlacht“ im Teutoburger Wald oder wahlweise in Kalkriese habe gar nicht stattgefunden – oh weh, da muss das deutsche Selbstbewusstsein mal wieder leiden.
Dass Tusnelda zur Tussi wurde, haben wir vielleicht Heinrich von Kleist zu verdanken – er nannte die Tusnelda (oder „Thusnelda“) bereits einmal „Thus-chen“ – und von dort bis zur Tussi ist es schließlich nur noch ein Gedankenschritt.
Ach ja, die Dame selbst. Ob sie nun verschleppt oder verschenkt wurde, jedenfalls landete sie in Rom, wo sie als Heldin galt – warum auch immer, jedenfalls wird berichtet, dass sie eine Frau war, die es „nicht so genau nahm“ – erst soll Germanicus ihr Geliebter gewesen sein, später soll sie allerlei Herren der römischen Gesellschaft empfangen haben. Die „Tusnelda“ war bis in die 60-er Jahre hinein ein beliebtes Wort für eine nicht ganz standesgemäße oder sonst wie merkwürdige Ehefrau.
Was ist nun die „Tussi“? Nun, zunächst einmal eine junge, unverheiratete Frau. Vielfach wird die Freundin eines jungen Mannes als „seine Tussi“ bezeichnet, was nicht gerade für dieselbe spricht: Dann ist sie nämlich ein Anhängsel. Eine echte Tussi ist freilich ein Mädchen, dass sehr nach Außen lebt: Immer die neuesten Modetrends am Körper, aber wenig im Kopf, dazu meist sexuell leichtfertig.
Doch auch dieser Worterklärung ist nicht zu trauen: So, wie der an sich abschätzige Begriff „Weiber“ von vielen Frauen benutzt wurde, um sich deutlich von „Kerlen“ abzugrenzen („Cyberweiber“), so benutzen auch viele junge (und mittlerweile auch einige nicht mehr ganz so junge) Mädchen das neue Wort, um zu zeigen, dass sie klar auf der Seite der Frauen stehen beziehungsweise sich mit Frauenthemen beschäftigen: Ein typisches Beispiel ist die „0815-Tussi“, eine Bloggerin auf twoday.net. Das Wort wird also einem Wertewandel unterworfen sein, wie zuvor schon die „Dame“ oder die „Dirne“.
Die Schreibweise? Meist schreibt man „Tussi“, und Internet-Beiträge, in denen das Wort vorkommt, gibt es laut Google schon 50000. Das umgangsprachlich veränderte Modewort „Tusse“ wurde immerhin schon 7150 Mal gefunden, und die Verenglischung „Tussy“ immerhin 13400 Mal. Die eindeutig falsche „Tussie“ findet man immerhin noch 6960 Mal.
Gibt es sie auch im Plural? Ja, natürlich, und es gibt davon so viel Varianten wie die Einzahl. “Tussis” kommt auf 27500 Einträge, “Tussies” schaffen noch 7180, “Tussys” noch gut 1000 und “Tussen” 33000.
Wer das Wort im englischen gebrauchen will, muss vorsichtig sein: „Tart“, wie es eine Schweizer Feministinnenseite sagt, ist ein möglicherweise folgenschwerer Missgriff. Die höflichste Übersetzung für „tart“ wäre Flittchen. Nein, man muss wohl auf „Bimbo“ zurückgreifen – wer deftiger sein will, könnte auch „broad“ sagen. Ist die Tussi auch noch eine Zicke, und dazu noch hysterisch, so wird sie zur „Drama Queen“.
Irgend wann wird der Begriff sicher einmal abgelöst. Tusnelda ist nicht die einzige Ehefrau, die von sich reden machte, aber vielleicht wird der neue Begriff auch aus der Welt der Konditor kommen – oder sonst wo her.
Die Herkunft ist schnell erklärt: „Tussi“ ist eine verniedlichende Abkürzung von „Tusnelda“, und die war die Gattin des Germanischen Feldherrn Arminius. Zu Erinnerung: Arminius ist jener, den die deutsche Geschichte auch als „Herrmann, den Cherusker“ kennt. Angeblich soll er den Römern in einer „gewaltigen Schlacht“ die Hucke voll gehauen haben, aber neuerdings behaupten Forscher, er sei vielleicht nur so eine Art germanischer Che Guevara gewesen und die „Finale Schlacht“ im Teutoburger Wald oder wahlweise in Kalkriese habe gar nicht stattgefunden – oh weh, da muss das deutsche Selbstbewusstsein mal wieder leiden.
Dass Tusnelda zur Tussi wurde, haben wir vielleicht Heinrich von Kleist zu verdanken – er nannte die Tusnelda (oder „Thusnelda“) bereits einmal „Thus-chen“ – und von dort bis zur Tussi ist es schließlich nur noch ein Gedankenschritt.
Ach ja, die Dame selbst. Ob sie nun verschleppt oder verschenkt wurde, jedenfalls landete sie in Rom, wo sie als Heldin galt – warum auch immer, jedenfalls wird berichtet, dass sie eine Frau war, die es „nicht so genau nahm“ – erst soll Germanicus ihr Geliebter gewesen sein, später soll sie allerlei Herren der römischen Gesellschaft empfangen haben. Die „Tusnelda“ war bis in die 60-er Jahre hinein ein beliebtes Wort für eine nicht ganz standesgemäße oder sonst wie merkwürdige Ehefrau.
Was ist nun die „Tussi“? Nun, zunächst einmal eine junge, unverheiratete Frau. Vielfach wird die Freundin eines jungen Mannes als „seine Tussi“ bezeichnet, was nicht gerade für dieselbe spricht: Dann ist sie nämlich ein Anhängsel. Eine echte Tussi ist freilich ein Mädchen, dass sehr nach Außen lebt: Immer die neuesten Modetrends am Körper, aber wenig im Kopf, dazu meist sexuell leichtfertig.
Doch auch dieser Worterklärung ist nicht zu trauen: So, wie der an sich abschätzige Begriff „Weiber“ von vielen Frauen benutzt wurde, um sich deutlich von „Kerlen“ abzugrenzen („Cyberweiber“), so benutzen auch viele junge (und mittlerweile auch einige nicht mehr ganz so junge) Mädchen das neue Wort, um zu zeigen, dass sie klar auf der Seite der Frauen stehen beziehungsweise sich mit Frauenthemen beschäftigen: Ein typisches Beispiel ist die „0815-Tussi“, eine Bloggerin auf twoday.net. Das Wort wird also einem Wertewandel unterworfen sein, wie zuvor schon die „Dame“ oder die „Dirne“.
Die Schreibweise? Meist schreibt man „Tussi“, und Internet-Beiträge, in denen das Wort vorkommt, gibt es laut Google schon 50000. Das umgangsprachlich veränderte Modewort „Tusse“ wurde immerhin schon 7150 Mal gefunden, und die Verenglischung „Tussy“ immerhin 13400 Mal. Die eindeutig falsche „Tussie“ findet man immerhin noch 6960 Mal.
Gibt es sie auch im Plural? Ja, natürlich, und es gibt davon so viel Varianten wie die Einzahl. “Tussis” kommt auf 27500 Einträge, “Tussies” schaffen noch 7180, “Tussys” noch gut 1000 und “Tussen” 33000.
Wer das Wort im englischen gebrauchen will, muss vorsichtig sein: „Tart“, wie es eine Schweizer Feministinnenseite sagt, ist ein möglicherweise folgenschwerer Missgriff. Die höflichste Übersetzung für „tart“ wäre Flittchen. Nein, man muss wohl auf „Bimbo“ zurückgreifen – wer deftiger sein will, könnte auch „broad“ sagen. Ist die Tussi auch noch eine Zicke, und dazu noch hysterisch, so wird sie zur „Drama Queen“.
Irgend wann wird der Begriff sicher einmal abgelöst. Tusnelda ist nicht die einzige Ehefrau, die von sich reden machte, aber vielleicht wird der neue Begriff auch aus der Welt der Konditor kommen – oder sonst wo her.
sehpferd - am Dienstag, 23. März 2004, 10:51 - Rubrik: aufgegriffen
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Da hoffe ich, dass mal ein wirklich lesenswerter Artikel von mir die ersten Plätze meiner Rangliste belegt, doch was passiert? Die weite Welt rennt nur auf die Ex-Jungfrau Rosie Reid zu: Von einem Tag auf den anderen kam der zusammengestoppelte Bericht auf über 4000 Zugriffe. Der eigentliche Artikel wurde von Google gerade erst entdeckt und liegt derzeit noch bei müden 820 Zugriffen – aber auch da wird sich in den nächsten Tagen wohl noch manches verändern.
Immerhin über 400 Zugriffe in zwei Tagen kamen von Heise Dabei ging es allerdings nicht um die schöne Rosie, sondern um „Dogging“. Ich wusste doch, das würde manche Menschen interessieren.
Immerhin über 400 Zugriffe in zwei Tagen kamen von Heise Dabei ging es allerdings nicht um die schöne Rosie, sondern um „Dogging“. Ich wusste doch, das würde manche Menschen interessieren.
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In Volkes Meinung ist der Dialekt stets die Sprache des Vertrauten, Heimeligen und Sinnlichen. Doch in der Liebe scheint der Dialekt ein gewaltiges Hemmnis zu sein: Das behauptet jedenfalls die Durex-Regional-Studie nach Presseberichten. Besonders abtörnend soll demnach das Sächsische sein.
sehpferd - am Montag, 22. März 2004, 22:01 - Rubrik: nachrichten
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Das wöchentliche Geblubber aus den Algen
Wenn ich eines nicht mehr hören mag, dann ist es das Evangelium des Mel Gibson, besser bekannt als „Die Passion Christi“, eine Art „Oberammergauer Passionsspiele“ nach der Art Hollywoods. Der Regisseur macht derweil dicke Backen und spuckt Sätze aus wie diesen: „Ich glaube, das Leben Jesu ist noch nie so erzählt worden, noch nie so angegangen worden, wie es sein sollte“. Nein, natürlich nicht. Man brauchte erst das fünfte Evangelium des Mel.
Warum ich dazu Stellung nehme: Irgendjemand muss ja sagen, dass dieser Herr Gibson die Realität der Welt umkehrt: Hollywood bestimmt, was wahr ist, und andere haben bestenfalls noch das Recht, einen Kommentar dazu abzugeben: armes Christentum.
Szenenwechsel – die englische Studentin Rosie Reid hat das letzte Gebot ihrer Auktion tatsächlich eingelöst – wenn man in der Welt englischer Sonntagsblätter überhaupt jemals von „tatsächlich“ reden darf. Abgesehen vom vordergründigen Inhalt der Geschichte zeigt sich aber eine veränderte Denkweise: Wie von Sehpferd bereits vermutet, begann das Ganze als Witz, als Protest gegen zu hohe Studiengebühren. Doch nach und nach lockte dann eben doch der Stoff, der sinnlich macht: Geld, und so wurde aus dem anfänglichen Studentenulk dann die harte Realität. Für mein Blog bedeutete dies: Über 2000 zusätzliche Zugriffe an einem einzigen Sonntag - so schnell ist noch keine Nachricht in der Erfolgsskala meines Blogs gestiegen.
Ansonsten herrscht Ebbe an der Nachrichtenbörse der Erotik – man behilft sich mit Archivmaterial. Es sei denn, ein englischer Wissenschaftler entwickelt die „High-Heels-Formel“ mit einem Alkoholfaktor. Das muss man einfach lesen.
Wenn ich eines nicht mehr hören mag, dann ist es das Evangelium des Mel Gibson, besser bekannt als „Die Passion Christi“, eine Art „Oberammergauer Passionsspiele“ nach der Art Hollywoods. Der Regisseur macht derweil dicke Backen und spuckt Sätze aus wie diesen: „Ich glaube, das Leben Jesu ist noch nie so erzählt worden, noch nie so angegangen worden, wie es sein sollte“. Nein, natürlich nicht. Man brauchte erst das fünfte Evangelium des Mel.
Warum ich dazu Stellung nehme: Irgendjemand muss ja sagen, dass dieser Herr Gibson die Realität der Welt umkehrt: Hollywood bestimmt, was wahr ist, und andere haben bestenfalls noch das Recht, einen Kommentar dazu abzugeben: armes Christentum.
Szenenwechsel – die englische Studentin Rosie Reid hat das letzte Gebot ihrer Auktion tatsächlich eingelöst – wenn man in der Welt englischer Sonntagsblätter überhaupt jemals von „tatsächlich“ reden darf. Abgesehen vom vordergründigen Inhalt der Geschichte zeigt sich aber eine veränderte Denkweise: Wie von Sehpferd bereits vermutet, begann das Ganze als Witz, als Protest gegen zu hohe Studiengebühren. Doch nach und nach lockte dann eben doch der Stoff, der sinnlich macht: Geld, und so wurde aus dem anfänglichen Studentenulk dann die harte Realität. Für mein Blog bedeutete dies: Über 2000 zusätzliche Zugriffe an einem einzigen Sonntag - so schnell ist noch keine Nachricht in der Erfolgsskala meines Blogs gestiegen.
Ansonsten herrscht Ebbe an der Nachrichtenbörse der Erotik – man behilft sich mit Archivmaterial. Es sei denn, ein englischer Wissenschaftler entwickelt die „High-Heels-Formel“ mit einem Alkoholfaktor. Das muss man einfach lesen.
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Die 18-jährige lesbische Rosie Reid, die zunächst bei Ebay versucht hatte, ihr Jungfräulichkeit zu verauktionieren und dann später zu einer eigenen Webseite wechselte, um ihre Auktion fortzusetzen, hat nun ihre Jungfräulichkeit verloren. Nachdem zunächst nicht klar war, ob die Studentin wirklich dem Höchstbietenden den Zuschlag geben würde, hat sie jetzt doch den Meistbietenden gewählt, einen 44-jährigen geschiedenen Ingenieur.
Der Ort des Geschehens soll ein „schäbiges“ Hotel im Londoner Stadtteil Euston gewesen sein. Wie sie sagte, seien das Schlimmste seine Küsse gewesen – sie möge eben die Art nicht, in der Männer küssten.
Die Studentin beschreibt ihre Geschichte in dem aufdringlichen englischen Sonntagsblatt „News of the World“, in dem man nähere Details zum Verlauf der gemeinsam verbrachten Nacht lesen kann, unter anderem, dass der Herr, der Rosies Blümchen gepflückt hat, einen dunklen Anzug und eine Krawatte trug.
Die junge Frau sagt von sich selbst, sie habe die Sache so empfunden, als ob es nicht ihr Selbst geschehen sei, sondern jemand anderem.
Aus einem Bericht der BBC geht hervor, dass die Verauktionierung offenbar als Scherz begann und bei den immer höher werdenden Geboten dann eben in Tatsachen verwandelt wurde.
Die englische Sonntagszeitung „News of the World“ zahlt normalerweise für Sensationsberichte wie diesen. Es ist nicht klar, wie viel Geld die schöne Rosie auch noch aus dieser Quelle bekam – falls die ganze Geschichte überhaupt wahr ist.
Jedenfalls hat „News of the World” schon eine neue Sensation: Jetzt sucht man den Herrn, der die Jungfernschaft der schönen Rosie erfolgreich ersteigert hatte.
Was Sehpferd bereits schrieb:
Wie alles begann (nach einbem Bericht der BBC). Über das höchste Gebot habe ich dann ebenfalls geschrieben. Der Verdacht, dass von der englische Sonntagszeitung Geld geflossen ist, wird in einem Artikel einer Studentenzeitung geschrieben. Sehpferd berichtete darüber hier. Damit nicht genug, eine Agentur warb bei Google damit, dass jeder so berühmt werden könne. Außerdem gibt es eine Linkliste verschiedener Artikel über die schöne Rosie.
English:
The lesbian university student who auctioned her virginity on the website is reported to loose her virginity to the highest bidder.
According to British Newspapers, the bidder was a 44-year-old engineer - and it all happenede in a hotel room in Euston. The bid was £8,400.
Der Ort des Geschehens soll ein „schäbiges“ Hotel im Londoner Stadtteil Euston gewesen sein. Wie sie sagte, seien das Schlimmste seine Küsse gewesen – sie möge eben die Art nicht, in der Männer küssten.
Die Studentin beschreibt ihre Geschichte in dem aufdringlichen englischen Sonntagsblatt „News of the World“, in dem man nähere Details zum Verlauf der gemeinsam verbrachten Nacht lesen kann, unter anderem, dass der Herr, der Rosies Blümchen gepflückt hat, einen dunklen Anzug und eine Krawatte trug.
Die junge Frau sagt von sich selbst, sie habe die Sache so empfunden, als ob es nicht ihr Selbst geschehen sei, sondern jemand anderem.
Aus einem Bericht der BBC geht hervor, dass die Verauktionierung offenbar als Scherz begann und bei den immer höher werdenden Geboten dann eben in Tatsachen verwandelt wurde.
Die englische Sonntagszeitung „News of the World“ zahlt normalerweise für Sensationsberichte wie diesen. Es ist nicht klar, wie viel Geld die schöne Rosie auch noch aus dieser Quelle bekam – falls die ganze Geschichte überhaupt wahr ist.
Jedenfalls hat „News of the World” schon eine neue Sensation: Jetzt sucht man den Herrn, der die Jungfernschaft der schönen Rosie erfolgreich ersteigert hatte.
Was Sehpferd bereits schrieb:
Wie alles begann (nach einbem Bericht der BBC). Über das höchste Gebot habe ich dann ebenfalls geschrieben. Der Verdacht, dass von der englische Sonntagszeitung Geld geflossen ist, wird in einem Artikel einer Studentenzeitung geschrieben. Sehpferd berichtete darüber hier. Damit nicht genug, eine Agentur warb bei Google damit, dass jeder so berühmt werden könne. Außerdem gibt es eine Linkliste verschiedener Artikel über die schöne Rosie.
English:
The lesbian university student who auctioned her virginity on the website is reported to loose her virginity to the highest bidder.
According to British Newspapers, the bidder was a 44-year-old engineer - and it all happenede in a hotel room in Euston. The bid was £8,400.
sehpferd - am Sonntag, 21. März 2004, 09:27 - Rubrik: seltsame welt
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Die Wissenschaft ist wahrlich zu bewundern: Sie kann Studien über Zeitphänomene erstellen, die schon fast wieder verschwunden sind, wenn die Studien veröffentlich werden. So freue ich mich denn, der stauenden Öffentlichkeit mitteilen zu könne, dass ein Engländer eine Studie über Parkplatzsex vorgelegt hat. Sein Name ist Richard Byrne und er forscht am "Harper Adams University College", Newport, Shropshire. Elementarer Bestandteil der Studie ist ein Bild von einem Parkplatz, den er für hervorragend geeignet für sexuelle Aktivitäten hält.
Ich bin auf diese Spitzenleistung englischen Forschergeistes durch Mahalanobis aufmerksam gemacht worden.
Wer noch einmal meine Artikel über Parkplatzsex nachlesen will: Auslöser war bei mir ein Beitrag auf der Webseite der BBC. Dann las ich im deutschen GQ einen ziemlich deftigen Beitrag zum "Dogging" (Parkplatzsex) und schließlich kam dann der Abgesang, denn der Mirror geschrieben hatte.
Ich bin auf diese Spitzenleistung englischen Forschergeistes durch Mahalanobis aufmerksam gemacht worden.
Wer noch einmal meine Artikel über Parkplatzsex nachlesen will: Auslöser war bei mir ein Beitrag auf der Webseite der BBC. Dann las ich im deutschen GQ einen ziemlich deftigen Beitrag zum "Dogging" (Parkplatzsex) und schließlich kam dann der Abgesang, denn der Mirror geschrieben hatte.
sehpferd - am Samstag, 20. März 2004, 21:51 - Rubrik: seltsame welt
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Gentlemes World (GQ) könnte eigentlich eine hervorragende Herrenzeitschrift sein. Wenn die Chefredaktion nur endlich wüsste, wohin der Weg gehen soll. Aber das weiß Chefredakteur Reinhard Haas leider nicht, und so salbadert er an seine „Lieben Leserinnen und Leser“ heran, dass im Beruf (nicht ein seinem!) wieder die „Wahren Werte“ gelten würden. Na, nicht verschrieben, Herr Haas? Meinten Sie nicht die „Warenwerte“?
Nein, dieses Geschwätz ist wirklich absolut unerträglich. Zitat: „unser moderner Businessmann hat wieder eindeutige moralische Entscheidungsgrundlagen“. Da kann man sich, mit Verlaub, nur an den Kopf fassen.
Was drinsteht? Ein Kessel Buntes, nichts Genaues. Wie so oft, ist die Werbung das beste im ganzen Heft, und auch nur die hat halbwegs Stil: Was soll man bitte erwarten von einem Herrenmagazin, dass Friedmann, Carrell, die Klitschko-Brüder und die Hilton-Schwestern in einer einzigen Ausgabe bringt? Manche Artikel sehen aus, als seien sie gar nicht richtig angefangen worden, andere wirken, als seien sie nicht zu einem Ende gebracht.
Als Flop erweist sich auch die neue Kolumnistin: Dita von Teese mag zwar die berühmteste Stripperin der USA sein, aber die berühmteste Kolumnistin Deutschlands wird sie nicht – schon allein, weil sie nur von sich selbst schreibt, und das noch erbärmlich schlecht: „Sich Mühe zu geben bedeutet, Opfer zu bringen“, schreibt sie. Welche Opfer muss sie gebracht haben, um solches zu schreiben?
Warum man die April-Ausgabe trotzdem kaufen sollte? Vielleicht wegen der Werbung. Dia hat Klasse. Der redaktionelle Teil leider nicht. Es sei denn, sie halten es für einen wertvollen Hinweis, besser nicht ihre Sekretärin zu beschlafen.
Nein, dieses Geschwätz ist wirklich absolut unerträglich. Zitat: „unser moderner Businessmann hat wieder eindeutige moralische Entscheidungsgrundlagen“. Da kann man sich, mit Verlaub, nur an den Kopf fassen.
Was drinsteht? Ein Kessel Buntes, nichts Genaues. Wie so oft, ist die Werbung das beste im ganzen Heft, und auch nur die hat halbwegs Stil: Was soll man bitte erwarten von einem Herrenmagazin, dass Friedmann, Carrell, die Klitschko-Brüder und die Hilton-Schwestern in einer einzigen Ausgabe bringt? Manche Artikel sehen aus, als seien sie gar nicht richtig angefangen worden, andere wirken, als seien sie nicht zu einem Ende gebracht.
Als Flop erweist sich auch die neue Kolumnistin: Dita von Teese mag zwar die berühmteste Stripperin der USA sein, aber die berühmteste Kolumnistin Deutschlands wird sie nicht – schon allein, weil sie nur von sich selbst schreibt, und das noch erbärmlich schlecht: „Sich Mühe zu geben bedeutet, Opfer zu bringen“, schreibt sie. Welche Opfer muss sie gebracht haben, um solches zu schreiben?
Warum man die April-Ausgabe trotzdem kaufen sollte? Vielleicht wegen der Werbung. Dia hat Klasse. Der redaktionelle Teil leider nicht. Es sei denn, sie halten es für einen wertvollen Hinweis, besser nicht ihre Sekretärin zu beschlafen.
sehpferd - am Samstag, 20. März 2004, 21:25 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Dr. Paul Stevenson von der “University of Surrey” hat jetzt herausgefunden, wie hoch die Absätze der der Schuhe für Damen sein können. Allerdings sollte man vorsichtig sein, denn die Formel beinhaltet auch einen soziologischen Faktor, der sich nach einer weitaus komplizierteren Formel bemisst:
Man sollte vielleicht noch wissen, dass es sich bei A um den für den aufrechten Gang nicht unwesentlichen Alkoholfaktor handelt, und ansonsten sollte man besser alles einmal in Ruhe bei einem Glas Rotwein durchlesen.
Und Sehpferd las es (noch ohne Rotwein) in EurekAlert.

foto: (c) 2004 by Sexy-High-Heel-Shoes
p(y+9)L
Q = ----------------------------------
(t+1)(A+1)(y+10)(L+£20)
Man sollte vielleicht noch wissen, dass es sich bei A um den für den aufrechten Gang nicht unwesentlichen Alkoholfaktor handelt, und ansonsten sollte man besser alles einmal in Ruhe bei einem Glas Rotwein durchlesen.
Und Sehpferd las es (noch ohne Rotwein) in EurekAlert.

foto: (c) 2004 by Sexy-High-Heel-Shoes
sehpferd - am Samstag, 20. März 2004, 20:09 - Rubrik: seltsame welt
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Anlässlich der aufgeplusterten Religionswerbung, die derzeit von einem Hollywood-Machwerk ausgeht, fragen sich die Gutmenschen nun, ob wir die Religion nicht zu stark vernachlässigt hätten. Es muss doch etwas bedeuten, wenn alle Menschen nun von der Religion reden, nicht wahr? Seht, liebe Leser, es ist doch so: der amerikanische Präsident (den kennen Sie doch, oder?) zieht nämlich auch "Gott auf seine Seite", wenn er den Kampf gegen „Terror und Homo-Ehe" aufnimmt.
Ja, lieber Peter Liebers von der MOZ (das ist die Märkische Oder-Zeitung), da lassen sich trefflich Zeilen aneinander reihen, nicht wahr? Und dann noch so wichtige Sätze, wie dieser: „Goethes Gretchen liebte und fragte nach Gott. Das deutsche Google-Gretchen liebt auch, fragt aber an erster Stelle nach Geld".
Das „deutsche Google-Gretchen“? Bei Gretchen.de fand der Zeitzeuge nur den lapidaren Satz: „Gretchen stellt für Clubauftritte eine neue Band zusammen. Termine stehen bisher noch nicht fest“. Es ist also mal wieder zu früh, die Gretchenfrage zu stellen.
Ja, lieber Peter Liebers von der MOZ (das ist die Märkische Oder-Zeitung), da lassen sich trefflich Zeilen aneinander reihen, nicht wahr? Und dann noch so wichtige Sätze, wie dieser: „Goethes Gretchen liebte und fragte nach Gott. Das deutsche Google-Gretchen liebt auch, fragt aber an erster Stelle nach Geld".
Das „deutsche Google-Gretchen“? Bei Gretchen.de fand der Zeitzeuge nur den lapidaren Satz: „Gretchen stellt für Clubauftritte eine neue Band zusammen. Termine stehen bisher noch nicht fest“. Es ist also mal wieder zu früh, die Gretchenfrage zu stellen.
sehpferd - am Freitag, 19. März 2004, 22:10 - Rubrik: printmedien
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Er nennt sich „Doktor Magic“ – doch was ist er eigentlich? Ein Voyeur, der seine Kamera immer dahinhält, wo ein weibliches Hinterteil auffällig wogt. Was es soll, konnte ich nicht herausfinden, zumal der Herr Doktor russisch zu sprechen scheint.
Ticklefight hielt die Bilder dennoch für erwähnenswert – und sei es als abschreckende Beispiele.
Ticklefight hielt die Bilder dennoch für erwähnenswert – und sei es als abschreckende Beispiele.
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Kevin Llewellyn ist ein Zeichner, und zweifellos ein Guter. Er liebt die Anatomie, und natürlich vor allem die weibliche. Wer sich in die Seite einklickt, sollte etwas Geduld haben – die Zeichnungen tauchen erst nach ein paar Gedenkminuten auf – die lohnen sich aber.
via ticklefight
via ticklefight
sehpferd - am Freitag, 19. März 2004, 21:36 - Rubrik: kult und kultur
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Nicht neu ist, dass Bräute gelegentlich professionelle weibliche Honigtöpfchen einsetzen, um zu sehen, ob sich der Zukünftige darin verklebt.
Neu ist aber, dass es die Mutter der Braut gleich selber versucht. Kommentar des Brautvaters: „Wir wollten dich testen“. Der Blogger bestand den Test.
Neu ist aber, dass es die Mutter der Braut gleich selber versucht. Kommentar des Brautvaters: „Wir wollten dich testen“. Der Blogger bestand den Test.
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen

