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Nicht nur Sachsen, auch Thüringen ist für seine schönen Frauen bekannt. Weniger bekannt ist, dass es in Altenburg nicht nur Skat, sondern auch eine Brauerei gibt, die einen Kalender mit knalligen und (be)sinnlichen Bildern verkauft: Es geht, wie könnte es anders sein, um Bier, Freizeit, Männer und Frauen. Die Objekte der Begierde kommen dabei gut zur Geltung: das Bier zumeist züchtig in Flaschen verhüllt, die Frauen gerne etwas ausgezogen, und einer der Männer gar nackt (im Februar und November).

In Thüringen ist der Kalender seit Jahren eine Attraktion. Schuld daran ist die thüringische Frauenbeauftragte, die Anno 2000 den Kalender der Brauerei als „sexistisch“ einstufte und ihm damit zu einer ungeheuren Popularität verhalf.

Ich mag nachtragen, dass Altenburg so ziemlich die einzige Stadt in Thüringen ist, die ich kenne. Besonders begeistert hat mich das im Jugendstil erbaute und nun wieder restaurierte Schokoladenhaus.

altenburger

(c) 2004 by Altenburger Brauerei, Altenburg, Germany

Ach du Schreck, da ist doch schon wieder ganz zufällig so ein Trägerchen gefallen, und dann quoll ganz aus Versehen eine vollkommen nackte Brust hervor, und selbstverständlich waren eine Menge Leute mit Kameras dabei. Die ganze Serie gibt es hier (lädt aber sehr langsam) – und wer "anständigere" Bilder vom Star sehen will, sollte auf diese Kinoseite gehen.

Gefunden bei Fleshbot - auch hier ist ein Foto zu sehen.

Edit: ... und als wäre alles noch nicht genug, hatte natürlich auch noch jemand eine Video-Kamera dabei: Bitte schön.

Wer in einer warmen Gegend lebt, wird wissen, dass einem beim Bügel ganz schön heiß werden kann – so heiß, dass man sich schließlich auszieht. Diese Dame tat es für ein kurzes Video. Ist es eine Werbung für eine neue Form der ICH-AG, der Nacktbügelservice?

Eine Warnung: Beim Bügeln hat sich schon mancher die Finger verbrannt, und beim Nacktbügeln liegt noch etwas mehr Haut frei – zufällige Berührungen mit dem Bügeleisen sind nicht auszuschließen, weshalb empfohlen wird, wenigstens eine Schürze zu tragen. Nicht als eine Schürze? Na ja, auch gut.

Und weil das Video jetzt fehlt: Bitte schön.



Via fleshbot

Vielleicht mögen sie die „Geschichte der O“ – vielleicht auch nicht. Es hängt einerseits davon ab, wie sie zu erotischen Erzählungen stehen, andererseits davon, ob sie selbst ab und an ein merkwürdiges Verlangen spüren, einmal ganz und gar dem Geliebten (und sicher auch der Geliebten) zur Verfügung zu stehen. Wie ich darauf komme? Einmal, weil gerade ein Jahrestag war (es ist schon ein wenig her), aber auch, weil ich gerade den Teil 3 der Geschichte der O, illustriert von Guido Crepax, gefunden habe. Es ist jener Teil, der etwas später geschrieben wurde, und die Autorin zögerte wohl, diesen dritten Teil mit in ihren erotischen Roman mit aufzunehmen - aber Crepax zögerte keinesfalls, ihn raffiniert zu illustrieren.

Wenn sie denken, es handele sich bei der Zeichnung um Pfirsiche, haben sie Recht. Wenn sie aber glauben, es ginge um etwas mehr als Pfirsiche, haben sie auch recht: Ein arroganter junger Mann denkt, er habe leichtes Spiel bei einer Dame und ihrer Zofe – bis er merkt, dass er selbst das Spielzeug ist. Das Buch ist leider vergriffen. Wer einen Bildband über die „O“ sucht, muss mit Doris Kloster vorlieb nehmen.

storay of o

© 1991 by Guido Crepax & Rochat and BBM for the english translation

Der Schuss vor den Bug, den Bundespräsident Köhler gestern dem deutschen Bundeskanzler verpasste, hat gesessen: Zwar ließ Herr Schröder dem Präsidenten schnell noch schreiben, dass er, Schröder, bei so viel Einmischung auch Gegenvorschläge erwarte (er sei „diskussionsbereit“ ließ der Kanzler gnädigst verlauten), doch das nützte ihm alles nichts: Neben dem Bundespräsidenten stand auch das Volk und die Mehrheit der Parteien hinter dem Feiertag, dem "Tag der Deutschen Einheit" – und ließen einen bedrabbelt wirkenden Schröder im Regen stehen. Es waren nicht „ein paar Einzelstimmen“ – es war das Volk gegen den Kanzler, und das Volk blieb der Sieger. Gut für das Volk, mies für den Kanzler: Er und sein vollmundig daherschwätzendes Führungsteam verloren abermals ihre Glaubwürdigkeit.

Hinter den Kulissen muss die SPD wohl auch noch einiges verkorkst haben: Statt das Sperrfeuer des Bundespräsidenten ernst zu nehmen, mokierte man sich am Morgen nach Presseberichten noch darüber, dass sich der Präsident überhaupt eingemischt habe. „Empört“ sei man gewesen, hieß es. Dabei hat man ganz offenbar nicht davor zurückgeschreckt, den Präsidenten auch noch zu beleidigen: Aus Regierungskreisen wurde alsbald gehöhnt, „Herr Köhler (habe) seine vom Grundgesetz festgelegte Rolle" noch nicht verstanden. Fragt sich, wer zu diesem Zeitpunkt was noch nicht verstanden hatte.

Nachdem sich Herr Schröder, Herr Eichel, Herr Clement und sicher auch Herr Müntefering derartig blamiert hatten, musste natürlich ein Schuldiger gefunden werden, und siehe, man fand den Koalitionspartner, weil er den Kadavergehorsam verweigerte.

Offenbar hat auch Herr Schröder eines noch nicht begriffen: Er wird von vielen Deutschen eben nur als das kleinere Übel gegenüber der unsäglichen CDU-Chefin Angela Merkel angesehen. Sollte die CDU endlich eine Führungsmannschaft mit einem plausiblen Programm zusammenbringen, werden die Wähler in Massen das Lager wechseln: Der heutige Tag war ein erneuter Beweis dafür, dass Herr Schröder im Grunde genommen als Bundeskanzler nicht mehr tragbar ist.

Presseberichte: DIE ZEIT und der SPIEGEL.

So langsam denke auch ich an Weihnachten. Nein, nein, die Kalauer kommen dieses Jahr nicht mehr: ich verspreche es. Kein Chris de Rädda, kein erwachendes Engelein Kor, kein Owi, der lacht.

Ein Adventskalender? Hatte ich schon, kam aber nicht gut an. Vielleicht wäre es besser, jeden Tag ein schönes Teilchen zu zeigen, das auf weiblicher Haut zu tragen. Damit spreche ich freilich nur die großzügigen Herren an, und derartige Herren Bloggen in der Regel kaum, sondern genießen schweigend die Folgen ihres generösen Handelns.

Bleiben noch die Damen. Freilich interessieren auch sie sich für Dessous, schon allein, weil sich die Herren dafür interessieren. Doch noch mehr interessieren sie Schuhe. Was wäre, wenn ich jeden Tag ein paar Schuhe brächte? Nun, dann würden die Twoday-Philosophen mir wahrscheinlicher einer krankhaften Neigung vorwerfen, selbst dann, wenn ich keine reifen Aprikosen zeigen würde, die von Absatz oder Sohle zerquetscht werden. .

Nun da liegt der Gedanke an weihnachtliche Bräuche nicht mehr fern. Es riecht ja jetzt schon nach Äpfeln und Nüssen. Vielleicht fange ich mal an, etwas über Nüsse zu schreiben. Es war ja gerade Erntezeit.

Beobachtet man die Kollegen namhafter aktueller Erotik-Seiten, so stellt man fest, dass überall der November-Blues ausgebrochen zu sein scheint. Nichts wirklich Neues. Nichts wirklich Gutes. Nichts wirklich Erotisches.

Natürlich gibt es noch Quellen, aber selbst sie plätschern lustlos vor sich hin. Heute hätte ich darüber schreiben können, warum sich ein Mitglied des Königshauses nicht auszieht. Oder warum es plötzlich in den Vereinigten Staaten von Nordamerika wieder eine Diskussion um den Kinsey-Report gab, oder wo man heute wieder eine nackte Schönheit sehen kann (das weiß T-online freilich täglich besser).

Nein, heute fand ich auch keinen Artikel über einen neuen Nacktkalender. Weder Schwesternschülerinnen, noch Friseurinnen und nicht einmal Bauarbeiter gaben heute einen Nacktkalender heraus. Fleischereiwarenverkäuferinnen auch nicht, und Bäckermädchen sowieso nicht.

Wenn es so weitergeht, muss ich über Kaninchenzüchtervereine schreiben. Oder den Raucherstubentratsch im Internet verbreiten. Dazu freilich müsste ich erst das Rauchen anfangen, und das täte mir nun gar nicht gut, meint mein Arzt.

Also warte ich auf bessere Zeiten. Weihnachten soll ja das Fest der Liebe sein. Vielleicht werde ich eigenmündig einen Weihnachtsmann nach seinen erotischer Erfahrungen mit Schwesternschülerinnen, Friseurinnen, Bauarbeitern, Fleischereiwarenverkäuferinnen und Bäckermädchen fragen. Doch jetzt, da ich es schreibe, scheint mir die Idee auch nicht so herzallerlockigst zu sein.

Vielleicht warte ich bis zum Advent. Dann geht mir bestimmt ein Lichtlein auf.

Der Bundesgerichtshof hat entscheiden, dass Käufer bei gewerblichen Anbietern im Internet ein Widerrufsrecht von 14 Tagen haben, auch dann, wenn es sich dabei um so genannte „Versteigerungen“ handelt. Die Begründung: Auch bei ehrlichen Angeboten kaufe man praktisch die „Katze im Sack“ – dies sei nun einmal bei wirklichen Versteigerungen anders.

Während Ebay selbst das Urteil begrüßte, haben sich dem Vernehmen nach verschiedene Händler darüber mokiert: es begünstige so genannte „scheinbare“ Privathändler, die mit deutlich niedrigeren Spannen arbeiten würden und deswegen Waren viel billiger abgeben könnten. Diese windige Argumentation kann allerdings wohl nur für Festpreise gelten: Bei den so genannten „Auktionen“ entscheidet allein der Höchstbieter, zu welchem Preis verkauft wird.

Die angeblich „vielen“ Kleinhändler, die, wie eine Zeitung larmoyant schrieb „eine Existenz aufgebaut hatten, um Arbeitslosigkeit und Hartz 4 zu entgehen“, haben vor allem eines getan: Den Wettbewerb verzerrt. Diese Händler haben mit windigen Geschäftsmodellen bislang mit viel zu kleinen Spannen gearbeitet haben und damit den etablierten Versandhändlern dreist den Umsatz weggenommen. Natürlich steht es den Verkäufern frei, mit geringeren Spannen zu arbeiten, aber im Wettbewerb muss eben gleiches Recht für alle Händler gelten. Darum, und nur darum, ist das Ebay-Urteil richtig. Gewerbliche Händler, die auf sich halten, haben dies im Übrigen längst erkannt: Sie gewähren von sich aus ein 14-tägiges Rückgaberecht, auch ohne erst von einem Gericht dazu aufgefordert zu werden.

Die einzigen Händler, die wirklich Schaden nehmen werden, sind die windigen Aufkäufer von Ramschware, die dann im Ebay unter anderer Flagge verkauft wird – sie werden die Konsequenzen bald mit Recht spüren.

Ich erinnere mich noch an Zeiten (wie vermutlich viele andere Deutsche auch), als der 17. Juni Feiertag war. Es war kein Tag zum feiern, und das Brimborium, das jedes Jahr veranstaltet wurde, um des gescheiterten Volksaufstandes in der damaligen DDR zu gedenken, wurde von Jahr zu Jahr peinlicher.

Hätte damals jemand gewagt, diesen sinnlosen Feiertag abzuschaffen, er wäre an den Pranger der Boulevardpresse gestellt worden, und wäre er denn Politiker gewesen, so hätte er seinen Hut nehmen müssen.

Heute haben wir einen Feiertag, der die Einheit unseres Landes demonstrieren soll – und jetzt kommt der konzeptlose, nur noch wild herumrudernde Herr Eichel und will ihn „auf einen Sonntag verlegen“. Damit ist er abgeschafft – ein weltlicher Feiertag, der auf einen Sonntag fällt, ist keiner.

Vielleicht sollte die Regierung Schröder doch mal daran denken, zurückzutreten. Wir brauchen keine Abschaffung eines Feiertages. Wir brauchen Konzepte.

Wenn ich die deutsche (und leider auch die schweizerische und österreichische) Presse lese, kommt mit immer wieder ein Unwort unter: der Ostblock.

Ja, der Ostblock – der war groß, und man brauchte sich deshalb als Redakteur keine Gedanken zu machen, ob es nicht auch dort unterschiedliche Kulturen gäbe – von der Geographie einmal ganz abgesehen.

Mancher Zeitungsschreiber macht es sich immer noch leicht: Statt „der Ostblock“ wird dann eben „der ehemalige Ostblock“ geschrieben. Wie es scheint, sind nicht nur Bürgerhirne zugelötet – auch Redakteure denken oft nicht nach, bevor sie schreiben.

Also: „der ehemalige Ostblock“ ist zulässig im Sinne von „zu Zeiten des Ostblocks“. Wer hingegen die heutige Zeit beschreibt, muss schon sagen, in welchem Land etwas geschieht und aus welchem Land jemand kommt: Ungarn ist nicht Rumänien, und Polen nicht die Ukraine.

Ich sagte es schon: Der nächste Präsident der USA wird männlich, weiß und (geborener) Amerikaner sein. Wir haben gehört, dass der neue Präsident George W. Bush heißen wird, und ich muss da doch mal dem einen anderen Blogger hier auf die Finger klopfen, und zwar heftigst: Das amerikanische Volk hat sich für Herrn Bush entschieden und gegen Herrn Kerry. Das nennt man Demokratie. Nur, damit das mal klar ist.

Ich, für meinen Teil, könnte mir einen Präsidenten vorstellen, der schwarz, weiblich und nicht in Amerika geboren ist. Wäre Kerry wirklich die bessere Wahl gewesen? Ich bezweifele es.

Wer jetzt meint, ich sei ein Bushfunker, täuscht sich auch: Ich bin aber eben leider Demokrat – und dies sogar noch, obwohl ich ein Liberaler bin.

Regionalzeitungen muss man lesen, wirklich – dann erfährt man, dass es in Rüsselsheim eine Turngemeinde 1862 gibt: körperbetont, wie man erfährt. Die Herren zeigen ihre „durchtrainierten Körper“ und die Damen ihre „nackte Haut“.

Man merkt: Die Damen und Herren haben einen Kalender erschaffen. „Ballspiele 2005“ heißt er, und falls sie wirklich nicht wissen sollte, mit welchen Bällchen gespielt wird: mit Hand- und Volleybällen natürlich.

Die Sache soll nicht nur direkt Geld in die Vereinskasse einfahren, sondern auch der allgemeinen Popularität dienen: Magere 100 Zuschauer säumten bislang die Ränge, wenn die 1862er Volleyball spielten.

Oh was war es jetzt – eine absichtlich vorgezeigte Brustwarze oder ein Fehler in ihrer Garderobe? Serena Williams jedenfalls kann zufrieden sei: Sie erreichte damit eine erhebliche Publicity. Freilich muss man auch gestehen, dass sich an der Garderobe von Frau Williams (Design: Stella McCartney ) nicht viel zu verschieben brauchte, um die Nippelchen zu sehen – dazu bestand sie aus viel zu wenig Stoff.

Die Sun bringt uns jedenfalls ein wirklich schönes (vergrößerbares) Foto einer sibyllinisch lächelnden Serena, deren mit Diamanten gespickte Kette als Blickfang auf die Mitte ihrer Brüste weist. Klar – Diamonds are a girl’s best friends – aber sie müssen auch den richtigen Rahmen finden.

Nachtrag:

Manchmal gehen einem die Augen erst auf, wenn man mehr Fotos gesehen hat. Das Kleid ist einfach so geschnitten, dass die Trägerin Brust zeigen kann.

In der schönen Stadt Zürich stand dieser Tage eine Dame vor Gericht, der man durchaus etwas nachsagen kann, aber eben nicht, dass sie nackt im Fenster gestanden hätte - schließlich hatte sie noch ihre Dessous an. Man hatte einen Polizisten als Zeugen geladen, doch der hatte die „Nackte“ selber gar nicht gesehen, sondern einem Kollegen vertraut, der alles ganz genau gesehen hatte – die nackte Dame, die gar nicht nackt war, hatte offenbar einem Passanten zugenickt - doch so klar war das auch wieder nicht.

Also, meine Damen, wenn sie sich das nächste Mal halb nackt (zum Beispiel mit einem Bikini bekleidet) die Fingernägel lackieren, lächeln sie ja nicht den Nachbarn an.

Ach so, sie meinen, in Ihrer Gegend würde das nicht so ausgelegt, und die Dame hätte bestimmt im Fenster einer Straße gesessen, in der auch rote Laternen hängen? Ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt, oder?

Vielleicht muss man Boulevard-Redakteur sein, um dieses Wort zu erfinden: Weglieben. Wie wäre es noch mit Kampflieben? Das Wort hätte auch gepasst. Wir reden von Schach. Ach, das wussten Sie nicht?

Eine Schweizer Herrenzeitschrift mit dem schönen Titel „Okay“ ist in die Schlagzeilen gekommen, weil es seinen Leser anlässlich seines 20-jährigen Bestehens „eine Reise in ein Erotikstudio“ und ebenso freie erotische Dienstleistungen ausgelobt hatte.

Die Kampagne wurde erst bekannt, als sich einige Schweizer Radiosender geweigert hatten, die Werbung für diese etwas eigenartige Offerte auszustrahlen.

Es gibt nach Sehpferds unmaßgeblicher Ansicht zwei Wege, sich jetzt noch mehr zu empören: Einmal kann man eine Frauendemo gegen das Herrenmagazin anzetteln, oder man kann fordern, dass gleiches Recht für alle gilt.

Die Meldung kam über Ananova und wurde dann vor allem in englischsprachigen Medien verbreitet.

Freilich hatte Ananova keine Details. Sie sind hier zu finden.

Nein, ich habe nichts zur US-amerikanischen Präsidentenwahl zu sagen. Außer vielleicht dies: wer immer dort Präsident wird, wir männlich, weiß und amerikanisch sein. In seinem Heimatland hat es insbesondere der Amtsinhaber nicht leicht: Man nimmt ihn kräftig auf die Schippe.

Wobei mir einfällt: Es gibt ihn noch, den guten alten Barbiesex. Irgendwie ist der Zusammenhang zwischen George, Lea und Barbie nicht so ganz logisch, aber Liz Knaus braucht auch nicht logisch zu sein: Sie hat die Lacher allemal auf ihrer Seite.

Nein, nein, ich habe weder ein „r“ zu wenig im Kopf noch benutze ich neuerdings Fäkalienausdrücke in meinen Überschriften. Wirklich, es geht hier um Aschlöcher.

Sind sie Raucher? Sehen sie, typischer Aschloch-Aspirant. Aschlöcher sind aber insbesondere für Parties geeignet, bei denen besonders viele Raucher anwesend sind. Dann braucht man es besonders, das Aschloch – oder gleich mehrere Aschlöcher.

Ja, sie haben es längst erraten: Das Aschloch ist ein Aschenbecher mit Loch, zum Aufsetzen auf eine Flasche. Die Asche fällt also gewissermaßen durch ein Loch, eben das Aschloch.

Nun? Vollständig aufgeklärt? Wenn nicht, bitte hier weiterlesen.

Via Nerve.

aschloch ashhole

© 2004 by theashhole

Nein, diese Meldung ist etwa ein Jahr alt – und ich muss sie übersehen haben, weil ich damals viel auf Reisen war.

Aber natürlich sollte ich sie jetzt erwähnen – das unglaubliche Fehlverhalten eines aufblasbaren Rentiers - in Bildern. Damit sollte der Weihnachtsmann nicht reisen. Schade, dass der dazu gehörige Livejournal-Blog letztes Jahr im Dezember seinen letzten Seufzer tat. Immerhin hat Fleshbot die Sache neu entdeckt.

Wer sich nicht traut, hinzugucken: Das ganze ist eine Satire über Sex-Webseiten und die dazu gehörigen Warnungen, und das Wort "Fetisch" wurde einfach dazu gestellt, damit alles noch witziger wird.

Schlechte Zeiten für die Werbebranche: „The Economist“ orakelte, dass die Zukunft der Werbebranche nicht bei streichelweichen Frauenbrüsten und nackten, verschwitzten Männerrücken läge, sondern darin, die Produkte brav und humorvoll an Frauen und Männer zu bringen.

Es könnte freilich sein, dass sich der „Economist“ dabei genau so täuscht wie die Cristina Odone vom „New Statesman“. Die Dame meint nämlich in der Times, dass insbesondere Frauen von der „sexistischen“ Werbung abgeschreckt würden. Dabei hat der Trend, Frauen mit Sexwerbung zu locken, gerade erst angefangen, und ich bin mir ganz sicher, dass insbesondere Frauen, die Geld haben, sich gerne von Sexwerbung verführen lassen. Die Branche, dies sei noch dazu gesagt, ist dabei keinesfalls kleinlich, denn die Verführerinnen können Männer oder auch Frauen sein: Ein bisschen Bi-Tendenz wird bei Frauen mit hohem Kontostand einfach vorausgesetzt.

Mag ja sein, dass Familien die Sex-Werbung nicht mehr „kaufen“. Es ist ja auch bald Weihnachten. Da kann man wieder den alten bärtigen Mann mit dem verschlissenen roten Mäntelchen einsetzten – bis zur nächsten Runde, die spätestens ab Januar eingeleitet wird. Dann haben die Familien genug vom gutherzigen Weihnachts-Trallala und Mami und Papi sehen sich wieder danach, mal richtig durchgekuschelt zu werden.

Ja, ich weiß - in der Provinz ticken die Uhren anders - aber ich nehme an, dass Journalisten dort dennoch in der Lage sein sollte, verständlich zu schreiben.

Die „Nürtinger Zeitung“ nimmt es leicht: sie titelte „Im Internet wartet Dschungel aus Gefahren“. Auch sonst ist der von HEINZ BÖHLER geschrieben Artikel so schlecht, dass der Daumen nach unten zeigt: Nein, liebe Nürtiger Zeitung, wenn ihr Autor die Zusammenhänge weder begreift noch korrekt beschreiben kann, sollte er lieber gar nicht über „Gummibärchen“ schreiben, sondern eine Tüte mit Gummibärchen kaufen.

Haben sie sich jemals gefragt, warum das Licht von Straßenlaternen plötzlich "diffusiert" wird?

Nun, es könnte an einem großen, nackten Frauenhintern liegen, der gerade für eine Hündchenstellung freigemacht wurde. Eine Bloggerin, die sich „Elle“ nennt, weiß noch mehr darüber, da sie sich anschließend nicht verkneifen konnte, sich voyeuristisch zu betätigen.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht: Ich mag keine Protzuhren, und deswegen ist mir das Fabrikat „Rolex“ wirklich ganz egal. Doch seit einigen Tagen finde ich mindestens eine, oft aber mehrere Mitteilungen, ich möge doch eine „Rolex“-Uhr aus Italien kaufen – das ist natürlich klar, dass es sich nicht um „Rolex“ sondern um etwas anderes handelt.

Offenbar ist T-online ebenso wenig in der Lage diese Spams auszufiltern wie Norton – und so lösche ich sie denn täglich.

Mehr Informationen gibt: Sophos (deutsch) und (englisch).

Sie brauchen weder ein Konzept noch müssen Sie schreiben können, aber ihr Roman ist in 30 Tagen fertig. In den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Wo sonst?

Dann können sie ihn in ihrem Blog veröffentlichen, oder bei „Books on Demand“. Und wenn sie ganz furchtbar geschwätzig sind und viel Furore um ihre Person gemacht haben, dann können sie darüber sogar ein Buch schreiben – bei einem richtigen Verleger. Auf, dass es noch mehr Blogs und noch mehr unverkäufliche selbst verlegte Bücher gibt. Bevor ich vergess, es zu sagen: Es gibt in den USA noch weitaus mehr „How to“-Bücher. Ich, für meinen Teil, schlage ein neues Buch vor: „Wie man es schafft, auf keinen Fall ein Buch zu schreiben“.

Es ist an der Zeit, einmal die Fotografin Erika Langley zu erwähnen. Sie dokumentierte das Berufsleben der Damen im berühmten „Lusty Lady“ in Seattle, einer Peepshow, die von Frauen gemanagt wird, deren Kunden aber (wie könnte es heute noch anders sein) Männer sind.

Ja, ja, ich weiß: In Deutschland sind Peepshows verboten, weil dort die „Würde der Frau“ verbogen wird oder so etwas. Woran sich zeigt: Frauen können Frauen objektiver sehen. Das gilt jedenfalls für lustvolle Frauen gegenüber lustvollen Frauen.

Frau Langley kann im übrigen auch andere Geschichten erzählen – es lohnt sich also, ihre Webseite zu besuchen.

Gefunden bei Peepshowstories.

Die TAZ hat eine Bildungslücke bei mir geschlossen: Ich wusste nicht, dass Harald Schmidt aus Nürtingen kommt. Nun ist mir auch klar, warum er (Zitat TAZ) „ohne Zweifel der wichtigste Welterklärer, der je aus Nürtingen kam“ ist. Weil nämlich Nürtingen eine Stadt ist, in der man überhaupt nur zum Kabarettisten werden kann. Als Schmidt ein junger Mann war, war die Stadt noch fest in den Händen der Christdemokraten, die sie gemeinsam mit den Krämerseelen regiert haben. Die Jugend hatte gerade die Möglichkeiten, die ihr die Kleinbürgerseelen zugestanden: „Sie können ja in die Vereine gehen“ war die übliche Gebetsmühle der grauen Kleinstädter. Indessen: Es gab den Klub „Kuckucksei“, so genannt, weil er einst von der CDU initiiert, zu einem Hort des Jugendprotestes wurde. Heute sind neun Parteien im Gemeinderat, davon allein 5 regionale Wählervereinigungen - ein Beispiel dafür, wie zerrissen die Stadt immer noch in ihrer Meinungsbildung ist.

Nein, nein, ich bin weder dort geboren noch habe ich es lange dort ausgehalten: Ich bin vor der Stadt und ihren Bürgern nach Stuttgart zurückgeflohen. Aber auch das ist sehr, sehr lange her.

Was ich dennoch nicht verstehe: wieso das deutsche Fernsehpublikum eine Late Night Show braucht. Warum sie Harald Schmidt braucht, weiß ich ja jetzt: weil jener der wichtigste Welterklärer ist, der je aus Nürtingen kam.

 

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