Kaum ein anderer Begriff wird so oft missbraucht wie „das Wort Gottes“. Gemeint ist damit stets „die Bibel, so wie ich sie verstehe“, und verstehen kann sie schließlich jeder so, wie er will. Nur schade, wenn junge Menschen durch Manipulateure zu einem einseitigen Bibelverständnis geführt werden. DIE ZEIT berichtet eine Spur zu wohl wollend über eine dieser einseitigen Gruppierung, auf die das Wort "christliche Abweichler" wohl besser zutrifft.
Indessen wird es heiter, wenn man dies liest:
„Die texanische Gouverneurin Miriam Ferguson ... sprach sich gegen das Lehren von Fremdsprachen an den Schulen aus. Ihre Begründung: „If English was good enough for Jesus Christ, it's good enough for us“.
Nun ja, sicher: Jesus Christus hat englisch gesprochen, was eigentlich sonst?
Indessen wird es heiter, wenn man dies liest:
„Die texanische Gouverneurin Miriam Ferguson ... sprach sich gegen das Lehren von Fremdsprachen an den Schulen aus. Ihre Begründung: „If English was good enough for Jesus Christ, it's good enough for us“.
Nun ja, sicher: Jesus Christus hat englisch gesprochen, was eigentlich sonst?
sehpferd - am Mittwoch, 10. November 2004, 19:29 - Rubrik: glaube und aberglaube
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Ich habe keine Ahnung, für wen sie sich ausgezogen hat, aber eines ist sicher: Die Nacktfotos von Jenny McCarthy sehen schrecklich aus, was kaum jemanden hindern dürfte, sie doch anzusehen. Das Haar ist zu Blond, das Höschen zu rosa, und die Leine, an der sie irgendein männliches Hündchen zu führen scheint, viel zu Türkis.
Woher die Aufnahmen stammen, weiß allein der Autor, und der sagt es nicht. „Fleshbot“ wusste es auch nicht, brachte aber ein paar bissige Kommentare zu Frau McCarthys aussehen an, die hier besser nicht wiedergegeben werden sollen. Statt dessen lieber ihre Webseite ansehen, da sieht man, dass sie einmal schön gewesen sein muss.
Woher die Aufnahmen stammen, weiß allein der Autor, und der sagt es nicht. „Fleshbot“ wusste es auch nicht, brachte aber ein paar bissige Kommentare zu Frau McCarthys aussehen an, die hier besser nicht wiedergegeben werden sollen. Statt dessen lieber ihre Webseite ansehen, da sieht man, dass sie einmal schön gewesen sein muss.
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Heute vor 44 Jahren erlebten die britischen Buchhändler einen Run auf ihre Läden, der alles bisher da Gewesene in den Schatten stellte: Penguin Books hatten „Lady Chatterley's Lover“ neu aufgelegt, das bisher im Vereinigten Königreich verboten war. Innerhalb des ersten Tages wurden 200.000 Exemplare verkauft, und innerhalb eines Jahres waren es schon zwei Millionen Exemplare. Die BBC nahm dies heute zum Anlass für einen Rückblick. Das Buch ist schon älter: Es wurde 1928 zum ersten Mal in Italien verlegt.
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Da saßen sie in der vielen zu großen Bar, die zudem kaum für sie gemacht war – eine von diesen modernen Neonhöhlen, die wohl im Verlauf der Nacht von der schicken Jugend in der Umgebung von Johannesburg überschwemmt wurden. Der Mann erwies sich als Erzähler, ein Europäer offenbar.
Er erzählte darüber, was er erlebte, und noch mehr über das, was er davon aufschrieb. Die auffällig, aber lieblos geschminkte Dame erwies sich als gute Zuhörerin, nickte, stellte knappe, aber wohlmeinende Zwischenfragen, lächelte, bestätigte.
Sie wirkten unpassend, nicht nur hier, sondern auch einer für den anderen. Sie schienen es zu wissen, doch Afrikas Nächte und der Pinotage, den sie in Mengen genossen, hatten offenbar andere Pläne, und so sahen sie sich lange an – viel zu lange.
Danach drängte die Dame bald zum Aufbruch, doch kurz bevor beide gingen, fasste sie ihren Begleiter fest am Arm: „Versprich mir bitte, nichts über uns zu schreiben“. Der Erzähler nickte kurz. „Versprochen“ sagte er und sah die Dame erneut mit langem, sehnlichen Blick an, doch wusste er eines: Ein Erzähler ist ein Erzähler, weil er nicht anders kann. Und selbstverständlich würde er darüber schreiben.
Er erzählte darüber, was er erlebte, und noch mehr über das, was er davon aufschrieb. Die auffällig, aber lieblos geschminkte Dame erwies sich als gute Zuhörerin, nickte, stellte knappe, aber wohlmeinende Zwischenfragen, lächelte, bestätigte.
Sie wirkten unpassend, nicht nur hier, sondern auch einer für den anderen. Sie schienen es zu wissen, doch Afrikas Nächte und der Pinotage, den sie in Mengen genossen, hatten offenbar andere Pläne, und so sahen sie sich lange an – viel zu lange.
Danach drängte die Dame bald zum Aufbruch, doch kurz bevor beide gingen, fasste sie ihren Begleiter fest am Arm: „Versprich mir bitte, nichts über uns zu schreiben“. Der Erzähler nickte kurz. „Versprochen“ sagte er und sah die Dame erneut mit langem, sehnlichen Blick an, doch wusste er eines: Ein Erzähler ist ein Erzähler, weil er nicht anders kann. Und selbstverständlich würde er darüber schreiben.
sehpferd - am Mittwoch, 10. November 2004, 09:21 - Rubrik: reisen bildet
Wenn ich die Zeitung aufschlage und eine ganzseitige Anzeige einer Versicherung oder eines Pharmaunternehmens sehe, dann fällt mir als Erstes ein, dass die Damen und Herren Manager in Geld schwimmen müssen – nicht Ihrem Geld natürlich.
Diesmal ist es das US-amerikanische Pharmaunternehmen Pfizer, das den Cholesterinsenker Sortis® absolut nicht zu dem Preis anbieten will, den unsere Gesundheitskassen dafür zu zahlen bereit sind. Doch Sortis hat nach Handelsblatt-Angaben mit fast 40 Prozent einen beachtlichen Marktanteil am Kuchen, zumal, Konkurrent Bayer einen anderen Lipidhemmer (Lipobay®) vor einiger Zeit vom Markt nehmen musste. „Profitsucht“ gehört noch zu den zahmsten Ausdrücken, die Verbände und Presseerzeugnisse heute für die Pfizer-Kampagne hatten.
„Sortis®“ ist keinesfalls der einzige am Markt erhältliche Cholesterinsenker. Im Gegensatz zu einem Sprecher des Hauses Pfizer, der verbreiten ließ, es gäbe für viele Patienten keine Alterative zu Sortis®, waren die Ärzte offenbar anderer Meinung: Die Überlegenheit des Präparats ergäbe sich allenfalls bei wenigen schweren Akuterkrankungen.
Wenn Pfizer nicht einlenkt, werden Patienten, die auf „Sortis®“ bestehen, demnächst erhebliche Summen auf das ohnehin schon sehr teure Medikament draufzahlen müssen. Ob Pfizer sich damit einen Gefallen tut, bleibt abzuwarten: Die Konkurrenz kann sich schon mal in die Startlöcher begeben. Bestimmt rennen die Pharmareferenten den Ärzten noch vor Weihnachten die Türen ein.
Diesmal ist es das US-amerikanische Pharmaunternehmen Pfizer, das den Cholesterinsenker Sortis® absolut nicht zu dem Preis anbieten will, den unsere Gesundheitskassen dafür zu zahlen bereit sind. Doch Sortis hat nach Handelsblatt-Angaben mit fast 40 Prozent einen beachtlichen Marktanteil am Kuchen, zumal, Konkurrent Bayer einen anderen Lipidhemmer (Lipobay®) vor einiger Zeit vom Markt nehmen musste. „Profitsucht“ gehört noch zu den zahmsten Ausdrücken, die Verbände und Presseerzeugnisse heute für die Pfizer-Kampagne hatten.
„Sortis®“ ist keinesfalls der einzige am Markt erhältliche Cholesterinsenker. Im Gegensatz zu einem Sprecher des Hauses Pfizer, der verbreiten ließ, es gäbe für viele Patienten keine Alterative zu Sortis®, waren die Ärzte offenbar anderer Meinung: Die Überlegenheit des Präparats ergäbe sich allenfalls bei wenigen schweren Akuterkrankungen.
Wenn Pfizer nicht einlenkt, werden Patienten, die auf „Sortis®“ bestehen, demnächst erhebliche Summen auf das ohnehin schon sehr teure Medikament draufzahlen müssen. Ob Pfizer sich damit einen Gefallen tut, bleibt abzuwarten: Die Konkurrenz kann sich schon mal in die Startlöcher begeben. Bestimmt rennen die Pharmareferenten den Ärzten noch vor Weihnachten die Türen ein.
sehpferd - am Dienstag, 9. November 2004, 21:13 - Rubrik: aufgegriffen
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Mal wieder etwas „nur“ zum Angucken: Anna Beatriz Barros ist das neue Gesicht für die Wäschekollektion JLo von Jennifer Lopez. Zwar meine Fleshbot, „das Gesicht“ sei sehr höflich ausgedrückt, aber vielleicht sagen wir den Damen und Herren von Fleshbot doch einmal, dass das Gesicht einer Frau das ist, was sich vorne auf dem Kopf befindet – und das ist sehr wohl zu sehen.
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Ach eigentlich ist gar nichts passiert, nur ein Trägerchen fiel. Immerhin wissen wir jetzt, wie es herunterfiel, aber auch, wie es wieder heraufkam. Die schöne ´Tara schüttelte nämlich einfach die Blondmähne - und schwupps war das Trägerchen unten.
Doch schon wenig später war eine elgante Dame so freundlich, das Trägerchen wieder nach oben zu ziehen, und kaum war dies geschene, da ging Frau Reid auch schon wieder von der Bühne. Beim Gehen fällt es nämlich nicht, das Trägerchen.
Woher ich das weiß? Weil ich das Video gesehen habe. Wer sonst noch Trägerchen fallen sehen will, diesen Weg langgehen, bitte.
Mein erster Artikel darüber dann hier.
Doch schon wenig später war eine elgante Dame so freundlich, das Trägerchen wieder nach oben zu ziehen, und kaum war dies geschene, da ging Frau Reid auch schon wieder von der Bühne. Beim Gehen fällt es nämlich nicht, das Trägerchen.
Woher ich das weiß? Weil ich das Video gesehen habe. Wer sonst noch Trägerchen fallen sehen will, diesen Weg langgehen, bitte.
Mein erster Artikel darüber dann hier.
sehpferd - am Dienstag, 9. November 2004, 20:08 - Rubrik: aufgegriffen
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Nein, die Zeiten, in denen man Dienstmädchen noch den Hintern versohlte, wenn sie nicht das taten, was die Herrschaft befahl, sind schon lange vorbei. Aber es dauert möglicherweise, bis sich so etwas nach Chattanooga herumspricht. Oder ob Paul Eugene Levengood es doch gewusst hat und die Hinterteile zweier weiblicher Angestellter in vollem Bewusstsein seiner Missetaten für „Arbeitsverfehlungen“ geschlagen hat? Wahrscheinlich.
Schließlich ließ er einen entsprechenden Passus schon in den Arbeitsvertrag mit aufnehmen – inzwischen musste er sich freilich belehren lassen, dass man auch in Chattanooga dem Personal nicht einfach den Hintern versohlen darf.
Schließlich ließ er einen entsprechenden Passus schon in den Arbeitsvertrag mit aufnehmen – inzwischen musste er sich freilich belehren lassen, dass man auch in Chattanooga dem Personal nicht einfach den Hintern versohlen darf.
sehpferd - am Dienstag, 9. November 2004, 19:54 - Rubrik: wundersames
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Es ist doch merkwürdig: Da behauptet jemand, Sex würde sich nicht mehr verkaufen, und schon fallen die Kolumnistinnen und Kolumnisten darüber her wie die Fliegen über frische Pferdeäpfel. War es neulich noch Christina Odone in der „Times“, so ist es jetzt Matthew Lynn von Blomberg.
Der Tenor ist immer der Gleiche: Verbraucher haben die Nase voll von Sex, sie wollen keine erotische Werbung mehr, sie kaufen immer weniger die Produkte, die mit Sex werben. Es scheint, als ob irgendwo eine Fabrik für solche Sprüche gebaut worden wäre. Fragt sich, wer wirklich hinter solchen Kampagnen steht – die mächtigen religiösen Gruppen in den Vereinigten Staaten von Nordamerika? Oder eine geschickte Werbeagentur, die von sich reden machen will?
Eines ist sicher: Wenn Werbung Erfolg haben soll, muss sie das Produkt mit einem angenehmen Gefühl verbinden. Erotik ist ein Synonym für ein angenehmes Gefühl, und einen BH kauft man, weil man schön darin aussehen will.
Man mag darüber anders denken. Aber Kolumnist Lynn ist auf dem Holzweg: Wenn man nur schreibt, was ein Produkt ist, was man damit machen kann und was es kostet erreicht man bestenfalls ein paar gefühllose PC-Freaks. Menschen sprechen darauf nicht an –vor allem weibliche nicht.
Der Tenor ist immer der Gleiche: Verbraucher haben die Nase voll von Sex, sie wollen keine erotische Werbung mehr, sie kaufen immer weniger die Produkte, die mit Sex werben. Es scheint, als ob irgendwo eine Fabrik für solche Sprüche gebaut worden wäre. Fragt sich, wer wirklich hinter solchen Kampagnen steht – die mächtigen religiösen Gruppen in den Vereinigten Staaten von Nordamerika? Oder eine geschickte Werbeagentur, die von sich reden machen will?
Eines ist sicher: Wenn Werbung Erfolg haben soll, muss sie das Produkt mit einem angenehmen Gefühl verbinden. Erotik ist ein Synonym für ein angenehmes Gefühl, und einen BH kauft man, weil man schön darin aussehen will.
Man mag darüber anders denken. Aber Kolumnist Lynn ist auf dem Holzweg: Wenn man nur schreibt, was ein Produkt ist, was man damit machen kann und was es kostet erreicht man bestenfalls ein paar gefühllose PC-Freaks. Menschen sprechen darauf nicht an –vor allem weibliche nicht.
sehpferd - am Montag, 8. November 2004, 20:05 - Rubrik: aufgegriffen
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Wissenschaftler haben mal wieder etwas festgestellt. Diesmal an weiblichen Säugetieren, Gattung Homo Sapiens Sapiens. Diese Exemplare suchen sich nämlich ihre Geschlechtspartner nach dem Geruch aus, gefolgt von der Stimmung, in der sie gerade sind. Ohne Wissenschaft hätten wir das natürlich nie erfahren. Danke, liebe Berliner Charité.
Männlichen Exemplaren der bereits genannten Gattung sollten gleich zwei Mal hinhören: Die Schwanzlänge spiele eher eine „nachgeordnete Rolle“, erklärten die Damen und Herren Wissenschaftler – und der vaginale Orgasmus werde eher „ganzheitlich-diffus“ erlebt, in vulgo etwa: Wenn sie richtig geil ist, hebt sie ab. Das alles wussten die ARD-Sender, zum Beispiel dieser.
Männlichen Exemplaren der bereits genannten Gattung sollten gleich zwei Mal hinhören: Die Schwanzlänge spiele eher eine „nachgeordnete Rolle“, erklärten die Damen und Herren Wissenschaftler – und der vaginale Orgasmus werde eher „ganzheitlich-diffus“ erlebt, in vulgo etwa: Wenn sie richtig geil ist, hebt sie ab. Das alles wussten die ARD-Sender, zum Beispiel dieser.
sehpferd - am Montag, 8. November 2004, 19:16 - Rubrik: aufgegriffen
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Wann hat einem die Midlifecrisis?
Weiß nicht, kenne Einem nicht.
Glaube, dass wer schreiben will, Deutsch können sollte. Bezweifle, dass Arroganz dabei hilft.
Weiß nicht, kenne Einem nicht.
Glaube, dass wer schreiben will, Deutsch können sollte. Bezweifle, dass Arroganz dabei hilft.
sehpferd - am Sonntag, 7. November 2004, 23:43 - Rubrik: papierkorb nachrichten
Wie schön, wenn man so gute Quellen hat: Das kath.net hat sie, und die Quelle heißt BILD-Zeitung. Eben jener BILD-Zeitung hat gerade ein blauäugiges Unschuldslämmchen gesagt, dass sie noch Jungfrau sei, und dass Gott in ihrem Leben eine zentrale Rolle spiele. Sie hatte freilich auch noch mehr zu sagen, Verständlicheres, wie ich meine. Aber das sagte sie der „Leipziger Volkszeitung“. Die wird beim Katholikennetz nicht zitiert.
Caroline Trautmann, wie das schöne Mädchen mit bürgerlichem Namen heißt, ist Mitglied der evangelischen Brüdergemeinde, einer christlichen Gruppe, die besser als „Pietisten“ bekannt sind. Obwohl diese Gruppen auch durchaus unterschiedlich denken und handeln, halten sie im Allgemeinen weltliche Vergnügungen für Sünde: Die meisten Eltern verbieten ihren Kindern sogar, tanzen zu gehen.
Fragt sich, was ein junges Mädchen im Milieu der Misswahlen tut, wenn sie denn so religiös ist: Das passt, mit Verlaub, wie der Fisch aufs Fahrrad. Außerdem, und dies ultimativ: Es gibt nicht ein einziges Christuswort, das besagt, dass junge Mädchen als Jungfrauen in die Ehe gehen müssen. Wenn man sich natürlich schwammig auf „die Bibel“ beruft, dann ist immer alles möglich.
Ach, lesen sie doch selbst, sie werden ja wahrscheinlich Christ sein und eine Bibel besitzen.
Caroline Trautmann, wie das schöne Mädchen mit bürgerlichem Namen heißt, ist Mitglied der evangelischen Brüdergemeinde, einer christlichen Gruppe, die besser als „Pietisten“ bekannt sind. Obwohl diese Gruppen auch durchaus unterschiedlich denken und handeln, halten sie im Allgemeinen weltliche Vergnügungen für Sünde: Die meisten Eltern verbieten ihren Kindern sogar, tanzen zu gehen.
Fragt sich, was ein junges Mädchen im Milieu der Misswahlen tut, wenn sie denn so religiös ist: Das passt, mit Verlaub, wie der Fisch aufs Fahrrad. Außerdem, und dies ultimativ: Es gibt nicht ein einziges Christuswort, das besagt, dass junge Mädchen als Jungfrauen in die Ehe gehen müssen. Wenn man sich natürlich schwammig auf „die Bibel“ beruft, dann ist immer alles möglich.
Ach, lesen sie doch selbst, sie werden ja wahrscheinlich Christ sein und eine Bibel besitzen.
sehpferd - am Sonntag, 7. November 2004, 17:30 - Rubrik: glaube und aberglaube
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Journalisten bloggen auf Twoday – das ist sicher gut so. Es würde freilich noch mehr Freude machen, wenn sich die Kunst des Schreibens in diesem Blog niederschlagen würde. Etwas mehr als vom Mitteilungsblatt des Kleintierzüchtervereins sollte man von einem Journalistenblog schon erwarten dürfen.
Gut hingegen sind die vielen Links für Journalisten, und vor allem die eigene Seite des Moderators, Oliver Gassner.
Gut hingegen sind die vielen Links für Journalisten, und vor allem die eigene Seite des Moderators, Oliver Gassner.
sehpferd - am Sonntag, 7. November 2004, 11:34 - Rubrik: blog nachrichten
Das wöchentliche Geblubber aus den Algen - fast immer sonntags.
Sagen sie bitte einmal, schreiben sie gerade kein Buch?
Seit einigen Wochen fällt mir auf, dass sehr viele Menschen jenseits der 50 gerade ein Buch schreiben. Nicht, dass ich etwas dagegen hätte. Die so genannte „Nachkriegszeit“ und die Adenauerära sind viel zu wenig beschrieben worden, und dort, wo man über diese Zeiten schrieb, wurden sie grob vereinfacht, wenn man sie nicht gar verherrlichte. Der alte „Häuptling der Indianer“ wurde ja neulich erst zum „größten Deutschen“ gekürt.
Doch ich befürchte, dass in jenen Manuskripten, die irgendwo in den Schubladen liegen, auch nicht viel mehr stehen wird als in den Blogs: Befindlichkeiten eben. Doch gerade jene interessieren auf Dauer kaum. In zwanzig Jahren wird niemand mehr wissen wollen, warum eine Dame gerade heute, den 7. November 2004, in volltrunkenem, aber äußerst bewusst geilem Zustand einen Liebhaber gewählt hat, der sie auf die Matratze warf und dann links liegen ließ.
Aber es wird noch jemanden interessieren, wenn sich in derselben Nacht auf einer anderen Matratze und durchaus auch in volltrunkenem Zustand ein Paar begegnet, das aus unterschiedlichen Kulturen kommt. Nehmen wir an, er sei weiß und sie sei schwarz, und er würde ihr erklären, warum er den Unterschied zwischen Sachsen und Niedersachsen höher bewertet als den Unterschied zwischen seinem Deutschsein und ihrem Afrikanischsein. Legt man die Begegnung dann noch auf den Tag, an dem der deutsche Kanzler verkündete, den Nationalfeiertag abzuschaffen, hat man vermutlich den Schlüssel zum Zeitgeschehen gefunden.
Meine eigenen Buchentwürfe hat die Zeit längst aufgefressen – die Themen sind inzwischen zu sehr angejahrt. Wie alle, so würde ich auch gerne meine Erinnerungen schreiben - die Erinnerungen eines etwas ungleichmäßig ins Leben gebauten Herrn. Sie beginnen immerhin schon bei Trizonesien und einer langen, langen Zeit mit dem alten Indianerhäuptling, mit 80-er-Jahre Begegnungen, Emanzipationsfrauen und halbseidenen Damen. Bundesrepublik eben. Es wäre dumm und dreist, solch ein Buch alleine zu schreiben und zu verlegen. Man braucht einen Lektor und Co-Autoren. Das Geschehen im geteilten Deutschland, aus der Sicht vieler Zeitzeugen. Geschichte von unten. Das wäre schon etwas.
Neulich, als unvermittelt das Telefon klingelte, dessen Nummer eigentlich nur meine Bank und mein Steuerberater hat, wurde ich daran erinnert, dass ich einst doch diese Kurzgeschichten schrieb – die aus Afrika, du erinnerst dich? Ja, ich erinnere mich. In Deutschland werden viel zu wenig Kurzgeschichten geschrieben und viel zu viele Bücher. Die erotische Kurzgeschichte (nicht die Erzählung einer erotischen Befindlichkeit in kurzer Form) ist so gut wie ausgestorben. Könnte ich sie wiederbeleben? Vielleicht.
Ich für meinen Teil, könnte der Tradition folgen: Mein Urgroßvater schrieb für eine Zeitung, mein Großvater verfasste Kurzgeschichten für die regionale Zeitung und mein Vater Beschwerdebriefe an Unternehmen, deren Waren nach seiner Meinung qualitativ schlecht waren.
Ich darf ihnen verraten, dass ich tatsächlich professionell schreibe. Freilich weder Lebensbeichten noch Kurzgeschichten noch Tagebücher. Aber sehen sie, ich behalte gerne ein Geheimnis, und sage Ihnen deshalb nicht, was ich schreibe.
Aber die Sache mit den erotischen Kurzgeschichten, die bewege ich noch ein bisschen in meinem Kopf.
Sagen sie bitte einmal, schreiben sie gerade kein Buch?
Seit einigen Wochen fällt mir auf, dass sehr viele Menschen jenseits der 50 gerade ein Buch schreiben. Nicht, dass ich etwas dagegen hätte. Die so genannte „Nachkriegszeit“ und die Adenauerära sind viel zu wenig beschrieben worden, und dort, wo man über diese Zeiten schrieb, wurden sie grob vereinfacht, wenn man sie nicht gar verherrlichte. Der alte „Häuptling der Indianer“ wurde ja neulich erst zum „größten Deutschen“ gekürt.
Doch ich befürchte, dass in jenen Manuskripten, die irgendwo in den Schubladen liegen, auch nicht viel mehr stehen wird als in den Blogs: Befindlichkeiten eben. Doch gerade jene interessieren auf Dauer kaum. In zwanzig Jahren wird niemand mehr wissen wollen, warum eine Dame gerade heute, den 7. November 2004, in volltrunkenem, aber äußerst bewusst geilem Zustand einen Liebhaber gewählt hat, der sie auf die Matratze warf und dann links liegen ließ.
Aber es wird noch jemanden interessieren, wenn sich in derselben Nacht auf einer anderen Matratze und durchaus auch in volltrunkenem Zustand ein Paar begegnet, das aus unterschiedlichen Kulturen kommt. Nehmen wir an, er sei weiß und sie sei schwarz, und er würde ihr erklären, warum er den Unterschied zwischen Sachsen und Niedersachsen höher bewertet als den Unterschied zwischen seinem Deutschsein und ihrem Afrikanischsein. Legt man die Begegnung dann noch auf den Tag, an dem der deutsche Kanzler verkündete, den Nationalfeiertag abzuschaffen, hat man vermutlich den Schlüssel zum Zeitgeschehen gefunden.
Meine eigenen Buchentwürfe hat die Zeit längst aufgefressen – die Themen sind inzwischen zu sehr angejahrt. Wie alle, so würde ich auch gerne meine Erinnerungen schreiben - die Erinnerungen eines etwas ungleichmäßig ins Leben gebauten Herrn. Sie beginnen immerhin schon bei Trizonesien und einer langen, langen Zeit mit dem alten Indianerhäuptling, mit 80-er-Jahre Begegnungen, Emanzipationsfrauen und halbseidenen Damen. Bundesrepublik eben. Es wäre dumm und dreist, solch ein Buch alleine zu schreiben und zu verlegen. Man braucht einen Lektor und Co-Autoren. Das Geschehen im geteilten Deutschland, aus der Sicht vieler Zeitzeugen. Geschichte von unten. Das wäre schon etwas.
Neulich, als unvermittelt das Telefon klingelte, dessen Nummer eigentlich nur meine Bank und mein Steuerberater hat, wurde ich daran erinnert, dass ich einst doch diese Kurzgeschichten schrieb – die aus Afrika, du erinnerst dich? Ja, ich erinnere mich. In Deutschland werden viel zu wenig Kurzgeschichten geschrieben und viel zu viele Bücher. Die erotische Kurzgeschichte (nicht die Erzählung einer erotischen Befindlichkeit in kurzer Form) ist so gut wie ausgestorben. Könnte ich sie wiederbeleben? Vielleicht.
Ich für meinen Teil, könnte der Tradition folgen: Mein Urgroßvater schrieb für eine Zeitung, mein Großvater verfasste Kurzgeschichten für die regionale Zeitung und mein Vater Beschwerdebriefe an Unternehmen, deren Waren nach seiner Meinung qualitativ schlecht waren.
Ich darf ihnen verraten, dass ich tatsächlich professionell schreibe. Freilich weder Lebensbeichten noch Kurzgeschichten noch Tagebücher. Aber sehen sie, ich behalte gerne ein Geheimnis, und sage Ihnen deshalb nicht, was ich schreibe.
Aber die Sache mit den erotischen Kurzgeschichten, die bewege ich noch ein bisschen in meinem Kopf.
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Der November hat Einzug in die Hirne gehalten. Die grauen Nebel legen sich tief in die verborgenen Falten der Gefühle. Verborgenes bricht wieder auf, ein Hauch von Melancholie. Die Tage sind zu dunkel, die Farben zu fahl, die Menschen zu blass.
Wehe denen, die sich dieser Tage getrennt haben – Novembertrennungen haben die Tendenz, endgültig zu sein. Wen es trifft, der tut gut daran, die Brücken hinter sich zu verbrennen, in sich zu gehen. Er hat einen Trost: Der nächste Frühling wird umso heftiger in sein Hirn hereindrängen und ihn vielleicht wieder auf die rosa Wölkchen heben, von denen der Herbst ihn verdrängt hat.
Diejenigen, deren Liebe ein weiteres Jahr hält, rücken enger zusammen, fassen sich oft still bei den Händen. Sie haben es geschafft. In Ländern, in denen es üblich ist, dass junge Menschen eigene Wohnungen haben, wird sich jetzt eingerichtet: Die Höhle für den Winter muss rechtzeitig fertig werden, um das Weihnachten zu zweit zu spielen. Wer in einem Land lebt, in dem man die Sommerliebe auf der Straße oder im Park gelebt hat, muss sich jetzt Schlupflöcher für die Liebe suchen.
Mancher, der sonst nur Nussmischungen kauft, setzt sich nun hin und knackt wahrhaftig Walnüsse. Nur, wer sie zerbricht, entdeckt, wie schön sie sind, innen und außen. Man zündet schon mal eine Kerze an, schält Mandarinen, spritz das Öl aus der Schale gegen die Flamme und genießt den Geruch. Sinnliches kann, wer es will, auch alleine erleben.
Es ist noch lang bis zu den Wihen Nachten, aber sie müssen erst einmal vorbei sein, bevor die Lust wieder in die Hirne dringt. Dessous schenken ist nicht alles – sie wollen auch getragen werden. Der Winter ist die Zeit der erotischen Fantasien, der verborgenen Liebesspiele. Die Geliebte könnte einen Pelz tragen und nur die Dessous darunter – das zu tun, würde ihr schwer fallen, wenn die Temperaturen hochsommerlich wären, denn der Pelz muss lange getragen werden, wenn das Spiel gelingen soll.
Manchmal machen auch Kerzen einfach sinnlich – vor allem zusammen mit einer Portion sorgfältig in anderen Getränken verborgenen guten Rums. Winterverführungen stehen immer in Verdacht, ein wenig willkürlich zu sein.
Irgendwann aber hört das Spiel mit der Lust wieder auf. Bis zum Frühling ist es zwar noch weit, aber gegen Februar kündigen die Topfpflanzen schon wieder an, dass sie wachsen werden. Erste Anzeichen dafür, dass bald auch in den Hirnen wieder Frühling wird. Dann enden die Spiele, und die Liebe wird wieder ans Begehren gekoppelt: Die animalische Urnatur nimmt wieder den Platz ein, der ihr gebührt.
Wehe denen, die sich dieser Tage getrennt haben – Novembertrennungen haben die Tendenz, endgültig zu sein. Wen es trifft, der tut gut daran, die Brücken hinter sich zu verbrennen, in sich zu gehen. Er hat einen Trost: Der nächste Frühling wird umso heftiger in sein Hirn hereindrängen und ihn vielleicht wieder auf die rosa Wölkchen heben, von denen der Herbst ihn verdrängt hat.
Diejenigen, deren Liebe ein weiteres Jahr hält, rücken enger zusammen, fassen sich oft still bei den Händen. Sie haben es geschafft. In Ländern, in denen es üblich ist, dass junge Menschen eigene Wohnungen haben, wird sich jetzt eingerichtet: Die Höhle für den Winter muss rechtzeitig fertig werden, um das Weihnachten zu zweit zu spielen. Wer in einem Land lebt, in dem man die Sommerliebe auf der Straße oder im Park gelebt hat, muss sich jetzt Schlupflöcher für die Liebe suchen.
Mancher, der sonst nur Nussmischungen kauft, setzt sich nun hin und knackt wahrhaftig Walnüsse. Nur, wer sie zerbricht, entdeckt, wie schön sie sind, innen und außen. Man zündet schon mal eine Kerze an, schält Mandarinen, spritz das Öl aus der Schale gegen die Flamme und genießt den Geruch. Sinnliches kann, wer es will, auch alleine erleben.
Es ist noch lang bis zu den Wihen Nachten, aber sie müssen erst einmal vorbei sein, bevor die Lust wieder in die Hirne dringt. Dessous schenken ist nicht alles – sie wollen auch getragen werden. Der Winter ist die Zeit der erotischen Fantasien, der verborgenen Liebesspiele. Die Geliebte könnte einen Pelz tragen und nur die Dessous darunter – das zu tun, würde ihr schwer fallen, wenn die Temperaturen hochsommerlich wären, denn der Pelz muss lange getragen werden, wenn das Spiel gelingen soll.
Manchmal machen auch Kerzen einfach sinnlich – vor allem zusammen mit einer Portion sorgfältig in anderen Getränken verborgenen guten Rums. Winterverführungen stehen immer in Verdacht, ein wenig willkürlich zu sein.
Irgendwann aber hört das Spiel mit der Lust wieder auf. Bis zum Frühling ist es zwar noch weit, aber gegen Februar kündigen die Topfpflanzen schon wieder an, dass sie wachsen werden. Erste Anzeichen dafür, dass bald auch in den Hirnen wieder Frühling wird. Dann enden die Spiele, und die Liebe wird wieder ans Begehren gekoppelt: Die animalische Urnatur nimmt wieder den Platz ein, der ihr gebührt.
sehpferd - am Sonntag, 7. November 2004, 09:54 - Rubrik: aufgegriffen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Eine meiner Leserinnen fragte mich, wie viel müsste man Laufen, wenn man jeden Tag ein paar Schuhe bekäme? Nun, wie jeder weiß, denke ich über alles nach, was meine Leserinnen so schreiben, und hier sind nun meine ultimativen Antworten:
1. Schuhfetischistin kaufte sich die Schuhe selbst und mag Sex
Den besten Liebhaber zu sich bestellen, den man gerade zur Verfügung hat. Ihn in Dessous und Schuhen bereits im Schlafzimmer empfangen. Mit Schuhen ins Bett gehen und bei der Liebe anbehalten. Erforderliche Schritte: keine. Vor dem Einschlafen Schuhe ausziehen.
2. Schuhfetischist schenkt die Schuhe
Vollständig angezogen sein, etwa wie zum Ausgehen auf einen Opernball. Den Herrn vor dem Sofa bekleidet drapieren und dort die zeremoniellen Schuhputztätigkeiten verrichten lassen (Absatz nicht vergessen). Den Schuhfetischisten auf die Toilette schicken und nach seiner dortigen Beschäftigung sofort verabschieden. Nötige Schritte: vom Sofa bis zur Tür schätzungsweise zehn. Dann Schuhe sofort ausziehen.
3. Schuhfetischistin ist nicht an Menschen interessiert
Karton auspacken. Schuhe auf den Nachttisch stellen. Geräte bereitstellen, parfümieren und aufs Bett legen und den Dingen ihren Lauf lassen. Schritte: keine.
4. Schuhfetischistin ist weder an Sex noch an Menschen interessiert
Schuhe auspacken. In die Vitrine zu den Übrigen legen und anschmachten. Sich vorstellen man wäre ein Fuß. Hände stets gefaltet lassen. Schritte: Null.
5. Schuhfetischistin will in Schuhen tatsächlich ausgehen
Schuhe auspacken und ins Auto legen. Kurzen Rock anziehen und mit den im letzten Moment angezogenen Schuhen in eine Bar gehen, in der es eine gute Sicht auf die Barhocker gibt. Annäherungsversuchen von Frauen und Männern zulassen, solange man nicht aufstehen muss. Nicht zu viel trinken, um keine Toilettenbesuche zu provozieren. Ende offen halten, solange keine Wege über fünfzig Meter zu Fuß zurückzulegen sind, in Verführungen einwilligen, wenn die sonstigen Umstände es erlauben. Benötigte Schritte: etwa 100, je nach Entfernung zum Parkplatz.
1. Schuhfetischistin kaufte sich die Schuhe selbst und mag Sex
Den besten Liebhaber zu sich bestellen, den man gerade zur Verfügung hat. Ihn in Dessous und Schuhen bereits im Schlafzimmer empfangen. Mit Schuhen ins Bett gehen und bei der Liebe anbehalten. Erforderliche Schritte: keine. Vor dem Einschlafen Schuhe ausziehen.
2. Schuhfetischist schenkt die Schuhe
Vollständig angezogen sein, etwa wie zum Ausgehen auf einen Opernball. Den Herrn vor dem Sofa bekleidet drapieren und dort die zeremoniellen Schuhputztätigkeiten verrichten lassen (Absatz nicht vergessen). Den Schuhfetischisten auf die Toilette schicken und nach seiner dortigen Beschäftigung sofort verabschieden. Nötige Schritte: vom Sofa bis zur Tür schätzungsweise zehn. Dann Schuhe sofort ausziehen.
3. Schuhfetischistin ist nicht an Menschen interessiert
Karton auspacken. Schuhe auf den Nachttisch stellen. Geräte bereitstellen, parfümieren und aufs Bett legen und den Dingen ihren Lauf lassen. Schritte: keine.
4. Schuhfetischistin ist weder an Sex noch an Menschen interessiert
Schuhe auspacken. In die Vitrine zu den Übrigen legen und anschmachten. Sich vorstellen man wäre ein Fuß. Hände stets gefaltet lassen. Schritte: Null.
5. Schuhfetischistin will in Schuhen tatsächlich ausgehen
Schuhe auspacken und ins Auto legen. Kurzen Rock anziehen und mit den im letzten Moment angezogenen Schuhen in eine Bar gehen, in der es eine gute Sicht auf die Barhocker gibt. Annäherungsversuchen von Frauen und Männern zulassen, solange man nicht aufstehen muss. Nicht zu viel trinken, um keine Toilettenbesuche zu provozieren. Ende offen halten, solange keine Wege über fünfzig Meter zu Fuß zurückzulegen sind, in Verführungen einwilligen, wenn die sonstigen Umstände es erlauben. Benötigte Schritte: etwa 100, je nach Entfernung zum Parkplatz.
sehpferd - am Samstag, 6. November 2004, 10:55 - Rubrik: aufgegriffen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Geschichten über lesbische Schulmädchen fallen in England vom Bücherhimmel wie gegenwärtig das Laub von den Bäumen: Ein bisschen Internat, ein bisschen pubertäre Geheimbündelei, ein bisschen lesbische Liebe und oft auch ein paar Schläge mit dem Rohrstock gehören zur Fließbandliteratur schreibender englischer Damen und finden durchaus ihr Publikum.
Die meisten kommen in einschlägigen Verlagshäusern heraus, doch manche Autorinnen schaffen es sogar bis zu Macmillan Children's Books so wie diese: Julie Burchill. Ihr Buch Sugar Rush macht allerdings nicht nur in Buchhandlungen Furore: Es ist auch die Vorlage für eine 10-teilige Serie des britischen Fernsehsenders Channel 4. Dem Vernehmen nach wird man dort lesbische Sexszenen in Massen sehen können. Nichts Besonderes? Nun, die Heldin des Romans ist 15 Jahre alt und so darf man erwarten, dass es Proteste gegen die Ausstrahlung geben wird.
Die meisten kommen in einschlägigen Verlagshäusern heraus, doch manche Autorinnen schaffen es sogar bis zu Macmillan Children's Books so wie diese: Julie Burchill. Ihr Buch Sugar Rush macht allerdings nicht nur in Buchhandlungen Furore: Es ist auch die Vorlage für eine 10-teilige Serie des britischen Fernsehsenders Channel 4. Dem Vernehmen nach wird man dort lesbische Sexszenen in Massen sehen können. Nichts Besonderes? Nun, die Heldin des Romans ist 15 Jahre alt und so darf man erwarten, dass es Proteste gegen die Ausstrahlung geben wird.
sehpferd - am Samstag, 6. November 2004, 09:39 - Rubrik: zeit geschehen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Ich schäme mich ja immer, wenn ich mir Geschichten aus den Fingern saugen muss. Die Technik ist ganz einfach: man nimmt nichtige Anlässe, schafft ein paar Kreuz- und Querverbindungen zu anderen Begebenheiten, flufft die Geschichte mit kecken Worten auf und findet dann noch eine reißerische Überschrift.
Da lässt sich also ein Reiter scheiden. Das ist kaum eine Schlagzeile wert, schließlich lassen sich täglich viele Menschen scheiden, unter ihnen auch Reiterinnen und Reiter. Doch, so fragt BILD, was steckt hinter dem Reiter-Fluch?.
Nun bin ich nicht so sicher, ob Scheidungen immer ein Fluch sind manche gereichen einem auch einfach zum Segen. Doch wir waren bei Reitern. Die, so lesen wir bei Bild, würden schrecklich saufen. Also erfahren wir, dass es unter den Reitern auch Alkoholiker gibt. Es hätte mich wirklich gewundert, wenn es anders wäre: Sport schützt nicht vor Alkoholismus.
Nun sind Alkoholiker kaum begehrte Sexpartner, es muss also noch etwas anderes sein, und siehe, BILD fand es: Bei Pferden spielten die Frauen eben verrückt.
Klar, so etwas beantwortet natürlich alle Fragen, und das Geheimnis des Reiter-Fluchs ist damit enthüllt: Frauen lieben Pferde zu sehr. Oder waren es Reiter? Oder denken Frauen, wer so ein riesiges Säugetier reiten kann, muss auch dafür gut sein, die Hotelbetten zum Quietschen zu bringen?
Eigentlich fällt mir dazu nur noch dies ein: Hoppe, Hoppe, Reiter, wenn er fällt, dann schreit er, fällt er in den Graben, dann fressen ihn die Raben.
Da lässt sich also ein Reiter scheiden. Das ist kaum eine Schlagzeile wert, schließlich lassen sich täglich viele Menschen scheiden, unter ihnen auch Reiterinnen und Reiter. Doch, so fragt BILD, was steckt hinter dem Reiter-Fluch?.
Nun bin ich nicht so sicher, ob Scheidungen immer ein Fluch sind manche gereichen einem auch einfach zum Segen. Doch wir waren bei Reitern. Die, so lesen wir bei Bild, würden schrecklich saufen. Also erfahren wir, dass es unter den Reitern auch Alkoholiker gibt. Es hätte mich wirklich gewundert, wenn es anders wäre: Sport schützt nicht vor Alkoholismus.
Nun sind Alkoholiker kaum begehrte Sexpartner, es muss also noch etwas anderes sein, und siehe, BILD fand es: Bei Pferden spielten die Frauen eben verrückt.
Klar, so etwas beantwortet natürlich alle Fragen, und das Geheimnis des Reiter-Fluchs ist damit enthüllt: Frauen lieben Pferde zu sehr. Oder waren es Reiter? Oder denken Frauen, wer so ein riesiges Säugetier reiten kann, muss auch dafür gut sein, die Hotelbetten zum Quietschen zu bringen?
Eigentlich fällt mir dazu nur noch dies ein: Hoppe, Hoppe, Reiter, wenn er fällt, dann schreit er, fällt er in den Graben, dann fressen ihn die Raben.
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