Die „junge deutsche Frauenzeitschrift Lisa“, will offenbar unbedingt von sich reden machen und versucht es diesmal mit Latrinenparolen: Sie hat Frauen und Männer befragt, ob sie sich beim Pinkeln gerne stören lassen, was sich natürlich vornehmer ausdrücken ließe, zum Beispiel so: „So schieben beim Gang zur Toilette 85 Prozent der Frauen den Türriegel vor, bei den Männern sind es nur 77 Prozent“.
Also wirklich, liebe Lisa, diese grandiose Erkenntnis hatte uns gerade noch gefehlt. Der Artikel stand natürlich fast überall, das Zitat stammt aber aus den Yahoo-Nachrichten.
Also wirklich, liebe Lisa, diese grandiose Erkenntnis hatte uns gerade noch gefehlt. Der Artikel stand natürlich fast überall, das Zitat stammt aber aus den Yahoo-Nachrichten.
sehpferd - am Samstag, 9. April 2005, 22:58 - Rubrik: papierkorb nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Nun haben wir es: Papst-Kritiker genießen viel zu viel öffentliche Auftritte, halten sich selbst für unfehlbar, und sie sind überwiegend verbittert, alt und voller Hass. Meint Manfred Lütz, seines Zeichens Psychiater mit einem Diplom in katholischer Theologie.
Wenn man so etwas hat, versteht man den Papst natürlich besser – da kann ich nicht mithalten. Aber dass dieser Papst „in Wirklichkeit ... durch und durch modern nach innen und außen war“, werden ihm nicht einmal seine katholischen Schwestern und Brüder abnehmen – die Schwestern schon gar nicht.
Wir vernehmen mit Erstaunen, dass in „keinem anderen Land der Welt ... im Zusammenhang mit dem Papst auf so niedrigem intellektuellen Niveau (dahergeredet wird). Wir lassen uns um die Ohren hauen, dass wir Deutschen wohl irgendwelche Komplexe haben, namentlich einen „"Heiligen-Vater-Komplex", und dass wir deswegen so niveaulos sind. Ja, und wir fragen uns wirklich in all unserer Dummheit und Ignoranz, warum der Papst von Rom wohl Kondome verbietet, wenn in Afrika Millionen von Menschen an Aids erkranken und Kinder damit zu Waisen werden. Vielleicht sollte dies einen Doktor der Medizin interessieren.
Natürlich können wir nicht so schön über das Zölibat reden, nur wissen wir aus einer sehr verlässlichen Quelle mit dem Namen Bibel, dass Gott es nicht gewollt hat – und das ist nun einmal kein Unterleibsthema – da wäre schon eher die Doppelmoral bei der Homosexualität zu nennen – die wäre nämlich ein Unterleibsthema.
Nein, ich habe nichts gegen schreibende Papstfans. Sie sind mir lieber als schreibende Fußballfans. Aber ob man gleich ein ganzes Volk angreifen muss, nur weil die Menschen in diesem Land ihre Gedankenfreiheit auch gegenüber dem Vatikan deutlich machen - das sollte man vielleicht vorher überlegen, bevor man in der WamS solche Kolumnen schreibt.
Wenn man so etwas hat, versteht man den Papst natürlich besser – da kann ich nicht mithalten. Aber dass dieser Papst „in Wirklichkeit ... durch und durch modern nach innen und außen war“, werden ihm nicht einmal seine katholischen Schwestern und Brüder abnehmen – die Schwestern schon gar nicht.
Wir vernehmen mit Erstaunen, dass in „keinem anderen Land der Welt ... im Zusammenhang mit dem Papst auf so niedrigem intellektuellen Niveau (dahergeredet wird). Wir lassen uns um die Ohren hauen, dass wir Deutschen wohl irgendwelche Komplexe haben, namentlich einen „"Heiligen-Vater-Komplex", und dass wir deswegen so niveaulos sind. Ja, und wir fragen uns wirklich in all unserer Dummheit und Ignoranz, warum der Papst von Rom wohl Kondome verbietet, wenn in Afrika Millionen von Menschen an Aids erkranken und Kinder damit zu Waisen werden. Vielleicht sollte dies einen Doktor der Medizin interessieren.
Natürlich können wir nicht so schön über das Zölibat reden, nur wissen wir aus einer sehr verlässlichen Quelle mit dem Namen Bibel, dass Gott es nicht gewollt hat – und das ist nun einmal kein Unterleibsthema – da wäre schon eher die Doppelmoral bei der Homosexualität zu nennen – die wäre nämlich ein Unterleibsthema.
Nein, ich habe nichts gegen schreibende Papstfans. Sie sind mir lieber als schreibende Fußballfans. Aber ob man gleich ein ganzes Volk angreifen muss, nur weil die Menschen in diesem Land ihre Gedankenfreiheit auch gegenüber dem Vatikan deutlich machen - das sollte man vielleicht vorher überlegen, bevor man in der WamS solche Kolumnen schreibt.
sehpferd - am Samstag, 9. April 2005, 22:36 - Rubrik: religion im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Der Journalist Franz Josef Wagner dürfte, wenn man Wikipedia Glauben schenkt, in diesem Jahr noch 62 Jahre alt werden. Merkwürdig erscheint mir deshalb, dass er über das heutige Hochzeitspaar schreibt:“ es ist das Jawort ohne Hirngespinste. Ein Bräutigam in Charles' Alter braucht Fürsorge, jemanden, der nach ihm sieht. Diener schauen nicht wie eine Frau. Ob er seine Pillen gegen Bluthochdruck genommen hat und was es mit seiner Schlaflosigkeit auf sich hat und dem vermehrten Urindruck.“
Nicht eben fein von ihm, dem der Spitzname „Gossen-Goethe" anhaftet – aber WAMS-Leser mögen es ja lustig gefunden haben, zumal der Titel „Methusalem- Sex“ hieß (Prinz Charles ist 56).
Ach ja, lieber Herr Franz Josef Wagner, auch ich habe mit 58 Jahren noch einmal geheiratet. Noch irgendwelche Fragen?
Nicht eben fein von ihm, dem der Spitzname „Gossen-Goethe" anhaftet – aber WAMS-Leser mögen es ja lustig gefunden haben, zumal der Titel „Methusalem- Sex“ hieß (Prinz Charles ist 56).
Ach ja, lieber Herr Franz Josef Wagner, auch ich habe mit 58 Jahren noch einmal geheiratet. Noch irgendwelche Fragen?
sehpferd - am Samstag, 9. April 2005, 22:03 - Rubrik: papierkorb nachrichten
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Manchmal kann ich wirklich nur staunen, wie weit rückwärts gewandt unsere Gesellschaft ist. Oder sollte ich sagen „die Berliner Gesellschaft“? Oder ist es vielleicht nur die Christdemokratie, die dort den Kopf nach rückwärts dreht?
Jedenfalls hat der Nicolas Zimmer (und der ist immerhin Fraktionsvorsitzender der CDU) gesagt „"die Kirchen müssen einen festen Platz in unserem Schulsystem erhalten." Ich habe gleich zweimal Wattestäbchen nehmen müssen, um mir die virtuellen Ohren auszuwaschen: die Kirchen einen Platz im Schulsystem?
Es geht um Religionsunterricht – ein Fach, über das man streiten kann, aber nicht unbedingt muss. Wenn dieser Unterricht gut gemacht wird, kann er durchaus zum Aufbau von Werten und zum Abbau von Konflikten führen. Daraus aber abzuleiten, der Kirche einen „Platz im Schulsystem“ freizuhalten, ist für mich völlig inakzeptabel, und dies selbst dann, wenn bestehende Verträge die Region noch binden sollten.
Mehr als alles andere hat mich dann aber doch dieses stutzig werden lassen, und nun ist es wieder an der Zeit, mal die Öhrchen zu spitzen: „Derzeit erhalten die acht Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, die an Berlins Schulen unterrichten, knapp 49 Millionen Euro im Jahr.“ Nach Presseberichten dürfen sie die auch in Zukunft behalten. Nun, es macht doch nachdenklich, dass ein Land wie Berlin, das finanziell in allen Fugen knirscht, 49 Millionen Euro für den nicht durch staatliche Lehrer vermittelten Religionsunterricht ausgeben kann. Oder habe ich jetzt etwas falsch verstanden?
Jedenfalls hat der Nicolas Zimmer (und der ist immerhin Fraktionsvorsitzender der CDU) gesagt „"die Kirchen müssen einen festen Platz in unserem Schulsystem erhalten." Ich habe gleich zweimal Wattestäbchen nehmen müssen, um mir die virtuellen Ohren auszuwaschen: die Kirchen einen Platz im Schulsystem?
Es geht um Religionsunterricht – ein Fach, über das man streiten kann, aber nicht unbedingt muss. Wenn dieser Unterricht gut gemacht wird, kann er durchaus zum Aufbau von Werten und zum Abbau von Konflikten führen. Daraus aber abzuleiten, der Kirche einen „Platz im Schulsystem“ freizuhalten, ist für mich völlig inakzeptabel, und dies selbst dann, wenn bestehende Verträge die Region noch binden sollten.
Mehr als alles andere hat mich dann aber doch dieses stutzig werden lassen, und nun ist es wieder an der Zeit, mal die Öhrchen zu spitzen: „Derzeit erhalten die acht Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, die an Berlins Schulen unterrichten, knapp 49 Millionen Euro im Jahr.“ Nach Presseberichten dürfen sie die auch in Zukunft behalten. Nun, es macht doch nachdenklich, dass ein Land wie Berlin, das finanziell in allen Fugen knirscht, 49 Millionen Euro für den nicht durch staatliche Lehrer vermittelten Religionsunterricht ausgeben kann. Oder habe ich jetzt etwas falsch verstanden?
sehpferd - am Samstag, 9. April 2005, 19:23 - Rubrik: religion im blick
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Der Berliner CDU-Mann Stephan Tromp hat für Schlagzeilen gesorgt: Er will die Karl-Marx-Allee in Johannes-Paul-II-Allee umbenennen. Doch damit nicht genug: Die „Junge Union“ will den verstorbenen Papst von Rom sogar zum Ehrenbürger der Stadt ernennen. Die Gebetsmühlen klingen bei der Union allerdings überall gleich: „Wie kaum ein anderer“, so klingt es aus der Berliner CDU unisono, „habe dieser Papst zum friedlichen Zusammenbruch des Kommunismus beigetragen“.
Fragt sich, ob die CDU überhaupt in der Lage ist, einmal irgendetwas zu lernen, und damit dies hier mal deutlich wird: Es gibt in Deutschland eine Menge Leute, die die CDU verdächtigen, in der Politik katholische Grundsätze durchsetzen zu wollen, und dies seit good old Connys Zeiten. Wer diese Wunden wieder aufreißt, muss sich wirklich fragen lassen, ob er das richtige Gefühl für die Stimmung im Land hat.
Dieselbe Frage muss sich allerdings auch Gregor Gysi stellen lassen. Der will zwar nicht gleich die Karl-Marx-Allee umbenennen, aber er sucht nach „einer“ Straße in Berlin, die so benannt werden kann. Ach bitte, Herr Gysi – ganz weit draußen bitte, und möglichst eine Sackgasse.
Hier gelesen:
Fragt sich, ob die CDU überhaupt in der Lage ist, einmal irgendetwas zu lernen, und damit dies hier mal deutlich wird: Es gibt in Deutschland eine Menge Leute, die die CDU verdächtigen, in der Politik katholische Grundsätze durchsetzen zu wollen, und dies seit good old Connys Zeiten. Wer diese Wunden wieder aufreißt, muss sich wirklich fragen lassen, ob er das richtige Gefühl für die Stimmung im Land hat.
Dieselbe Frage muss sich allerdings auch Gregor Gysi stellen lassen. Der will zwar nicht gleich die Karl-Marx-Allee umbenennen, aber er sucht nach „einer“ Straße in Berlin, die so benannt werden kann. Ach bitte, Herr Gysi – ganz weit draußen bitte, und möglichst eine Sackgasse.
Hier gelesen:
sehpferd - am Samstag, 9. April 2005, 18:54 - Rubrik: deutschland im blick
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Falls sie kein Blut sehen können: Sehen sie sich die Bilder vorsichtshalber nicht an. Wovon ich berichte? Von einem Krieg, einer Katastrophe, von einem Attentat?
Nein, nichts dergleichen – von einem neuen Sport, genannt „body suspension“ (deutsch etwa: „Körperhängen“). Man bekommt mehrere ca. 7,6 cm große Stahlangelhaken für Tiefseefische ins Fleisch gesteckt und wird daran aufgehängt. Wer es erleben will, muss (nach Presseangaben) 100 USD zahlen, wer nur zusehen will, zahlt 15 USD.
Falls sie, meine Leserinnen und Leser, nun glauben, es handele sich um einen Aprilscherz: mitnichten. Es gibt bereits eine „Suspension“-Organisation, aber falls sie weiter als bis zur Startseite klicken wollen, muss ich Ihnen auch hier sagen – sie sollten Rettungssanitäter(in), Arzt oder Ärztin oder Krankenpfleger(in) sein, bevor sie sich die Bilder ansehen.
Nein, nichts dergleichen – von einem neuen Sport, genannt „body suspension“ (deutsch etwa: „Körperhängen“). Man bekommt mehrere ca. 7,6 cm große Stahlangelhaken für Tiefseefische ins Fleisch gesteckt und wird daran aufgehängt. Wer es erleben will, muss (nach Presseangaben) 100 USD zahlen, wer nur zusehen will, zahlt 15 USD.
Falls sie, meine Leserinnen und Leser, nun glauben, es handele sich um einen Aprilscherz: mitnichten. Es gibt bereits eine „Suspension“-Organisation, aber falls sie weiter als bis zur Startseite klicken wollen, muss ich Ihnen auch hier sagen – sie sollten Rettungssanitäter(in), Arzt oder Ärztin oder Krankenpfleger(in) sein, bevor sie sich die Bilder ansehen.
sehpferd - am Samstag, 9. April 2005, 18:06 - Rubrik: papierkorb nachrichten
Nachdem ich gar nicht hinaus sehen mag, wenn es so trüb ist, ein Bild der letzten Woche (aus Südbaden):


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Ich lächele immer ein wenig, wenn ich meine Suchanfragen lese. Zum Beispiel diese:
"Wie heisst Jesus ist auferstanden auf englisch"?
Falls Google inzwischen schon anders aussieht: Dieser Artikel war gemeint.
"Wie heisst Jesus ist auferstanden auf englisch"?
Falls Google inzwischen schon anders aussieht: Dieser Artikel war gemeint.
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Dear Mr. (aka sehpferd),
Referring to your complaint below please note that our newsletter contains the indication that 'any destination departing from Budapest' and also another notice that all details of the promotion can be read at www.malev.hu.
Although we are very sorry if it escaped your attention, we are not in a position to offer you any compensation.
Once again we apologise for the inconveniences caused to you.
Malev Plc.
Customer Relaitons
Falls die Malév ihren eigenen Newsletter nicht lesen kann:
Just in case Malév can not read their own newsletter:

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sehpferd - am Samstag, 9. April 2005, 11:41 - Rubrik: Kunde sein
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Die Welt hat sich gewandelt – aber dies wird von vielen Menschen nicht wahrgenommen, weil sie in eigenen Welten leben, die durch Kommunikation nicht geweitet worden sind. Ein Beispiel ist die Geschlechterrolle.
Mein Jahrgang und einige Jahrgänge danach haben noch eine Erziehung genossen, in der das Frauenbild aus Kirche, Küche und Kinder bestand, gewürzt mit einer Prise Heiligkeit: Am besten, man betet sie an. Hinzu kam, dass man uns lehrte, Frauen seien sexuell zurückhaltend, und nur nach heftiger Belagerung des Dornenreiches mittels Edelmut und Konfekt ließe sich die Schranke überwinden, die damals noch „Schlüpfer“ hieß – ein Vorgang, bei dem man sich zuerst durch Röcke, Unterröcke und andere merkwürdige Kleidungsstücke wühlen musste. Wir lernten, dass Männer eben sehr viel Lust hätten, während Frauen eigentlich eher nie Lust hätten und nur uns zu gefallen überhaupt das Höschen herunterließen.
Wir wir wissen, hat sich das Frauenbild hinsichtlich Kirche, Küche und Kindern seither gewandelt und es hat Epochen gegeben, in denen heftigste Diskussionen über einen Vorgang geführt wurden, der als „Emanzipation“ bekannt wurde. Dieser Prozess hatte ungewöhnliche Auswirkungen – und einen Ausgang, den die Protagonistinnen der Emanzipation sich so eigentlich nicht gedacht hatten: Frauen nämlich, die unter dem geschäftsmäßig-züchtigen Blazer durchaus teure erotische Wäsche tragen, weil sie sich selbst darin gefallen – und Frauen, die mehr oder weniger aggressiv eine Sexualität leben, von der man uns früher gesagt hat, dass sie bei Frauen so gar nicht existiert.
Doch was in der öffentlichen Debatte ausgetragen wurde, ist, durchaus inklusive der Auswirkungen, in den Köpfen der Männer oft nicht angekommen: nämlich, dass es solche Frauen wirklich gibt, dass möglicherweise die Nachbarin eine solche Frau ist – aber dass sie es deswegen nicht als Schild vor der Brust trägt. Bei isoliert lebenden Frauen ist es oft anders: Sie kennen natürlich sich und ihre eigene Sexualität, aber sie glauben eben nicht, dass es vielen anderen Frauen genau so geht.
Mag sein, dass uns ab und an eine öffentliche Diskussion darüber weiter bringen kann, doch wundere ich mich über dies: in so gut wie jeder Frauenzeitschrift kann man in den Zeilen oder zwischen den Zeilen den Hunger der Frauen nach gutem Sex herauslesen. Die Sache ist also nicht neu. Warum aber, soll sie nun in Blogs so neu sein? Was ist es, was Frauen und Männer so magnetisch in die einschlägigen Blogs zieht? Trifft es zu, dass Blogger in Wahrheit Kommunikationskrüppel sind, die alleine in ihren Blogs (und als Kommentatorinnen oder Kommentatoren) einen Ausdruck finden können?
Natürlich muss man nicht alles für bare Münzen nehmen, was in den Sexblogs der Frauen steht – denn alle Blogger neigen dazu, nur dass nach außen zu kehren, was sie als schick darstellen wollen – dies trifft sogar noch auf den einen oder anderen Jammerblog zu. In Wahrheit verschweigen uns die meisten ihre wirklichen Emotionen, ihre Einsamkeiten und ihre Katergefühle – oder sie werden eben wieder so dargestellt, dass man auf lechzende Voyeure und Voyeusen hoffen darf.
Ich, für meinen Teil, lese schon lange kaum noch Sexblogs, es sei denn solche von Sexarbeiterinnen: Diese sind in meinen Augen oft – trotz aller Abstriche, die auch hier zu mache sind – wesentlich ehrlicher als die Blogs gesichtsloser Durchschnittsfrauen, die uns vorgaukeln wollen, dass Geschlechtsverkehr ihr Leben bestimmt.
Wobei mir einfällt: Blogs sind nicht die Realität, sondern bestenfalls eine Realität. Wir täten alle gut daran, diesen Unterschied einmal deutlich ins Auge zu fassen. Die Wirklichkeit entsteht durch Kommunikation – aber natürlich nur dann, wenn man auch vielfältig in die Wirklichkeiten anderer Menschen abzutauchen versteht. Ansonsten entsteht Verwirrung und Manipulation.
Ich denke, wer seine Welt der weiblichen Sexualität aus Blogs bezieht, ist ein armer Mensch, so wie jeder Mensch veramt, der sein Weltbild aus einer einzigen Quelle bezieht.
Mein Jahrgang und einige Jahrgänge danach haben noch eine Erziehung genossen, in der das Frauenbild aus Kirche, Küche und Kinder bestand, gewürzt mit einer Prise Heiligkeit: Am besten, man betet sie an. Hinzu kam, dass man uns lehrte, Frauen seien sexuell zurückhaltend, und nur nach heftiger Belagerung des Dornenreiches mittels Edelmut und Konfekt ließe sich die Schranke überwinden, die damals noch „Schlüpfer“ hieß – ein Vorgang, bei dem man sich zuerst durch Röcke, Unterröcke und andere merkwürdige Kleidungsstücke wühlen musste. Wir lernten, dass Männer eben sehr viel Lust hätten, während Frauen eigentlich eher nie Lust hätten und nur uns zu gefallen überhaupt das Höschen herunterließen.
Wir wir wissen, hat sich das Frauenbild hinsichtlich Kirche, Küche und Kindern seither gewandelt und es hat Epochen gegeben, in denen heftigste Diskussionen über einen Vorgang geführt wurden, der als „Emanzipation“ bekannt wurde. Dieser Prozess hatte ungewöhnliche Auswirkungen – und einen Ausgang, den die Protagonistinnen der Emanzipation sich so eigentlich nicht gedacht hatten: Frauen nämlich, die unter dem geschäftsmäßig-züchtigen Blazer durchaus teure erotische Wäsche tragen, weil sie sich selbst darin gefallen – und Frauen, die mehr oder weniger aggressiv eine Sexualität leben, von der man uns früher gesagt hat, dass sie bei Frauen so gar nicht existiert.
Doch was in der öffentlichen Debatte ausgetragen wurde, ist, durchaus inklusive der Auswirkungen, in den Köpfen der Männer oft nicht angekommen: nämlich, dass es solche Frauen wirklich gibt, dass möglicherweise die Nachbarin eine solche Frau ist – aber dass sie es deswegen nicht als Schild vor der Brust trägt. Bei isoliert lebenden Frauen ist es oft anders: Sie kennen natürlich sich und ihre eigene Sexualität, aber sie glauben eben nicht, dass es vielen anderen Frauen genau so geht.
Mag sein, dass uns ab und an eine öffentliche Diskussion darüber weiter bringen kann, doch wundere ich mich über dies: in so gut wie jeder Frauenzeitschrift kann man in den Zeilen oder zwischen den Zeilen den Hunger der Frauen nach gutem Sex herauslesen. Die Sache ist also nicht neu. Warum aber, soll sie nun in Blogs so neu sein? Was ist es, was Frauen und Männer so magnetisch in die einschlägigen Blogs zieht? Trifft es zu, dass Blogger in Wahrheit Kommunikationskrüppel sind, die alleine in ihren Blogs (und als Kommentatorinnen oder Kommentatoren) einen Ausdruck finden können?
Natürlich muss man nicht alles für bare Münzen nehmen, was in den Sexblogs der Frauen steht – denn alle Blogger neigen dazu, nur dass nach außen zu kehren, was sie als schick darstellen wollen – dies trifft sogar noch auf den einen oder anderen Jammerblog zu. In Wahrheit verschweigen uns die meisten ihre wirklichen Emotionen, ihre Einsamkeiten und ihre Katergefühle – oder sie werden eben wieder so dargestellt, dass man auf lechzende Voyeure und Voyeusen hoffen darf.
Ich, für meinen Teil, lese schon lange kaum noch Sexblogs, es sei denn solche von Sexarbeiterinnen: Diese sind in meinen Augen oft – trotz aller Abstriche, die auch hier zu mache sind – wesentlich ehrlicher als die Blogs gesichtsloser Durchschnittsfrauen, die uns vorgaukeln wollen, dass Geschlechtsverkehr ihr Leben bestimmt.
Wobei mir einfällt: Blogs sind nicht die Realität, sondern bestenfalls eine Realität. Wir täten alle gut daran, diesen Unterschied einmal deutlich ins Auge zu fassen. Die Wirklichkeit entsteht durch Kommunikation – aber natürlich nur dann, wenn man auch vielfältig in die Wirklichkeiten anderer Menschen abzutauchen versteht. Ansonsten entsteht Verwirrung und Manipulation.
Ich denke, wer seine Welt der weiblichen Sexualität aus Blogs bezieht, ist ein armer Mensch, so wie jeder Mensch veramt, der sein Weltbild aus einer einzigen Quelle bezieht.
sehpferd - am Samstag, 9. April 2005, 09:40 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Gefragt, warum hier hin und wieder Streit ausbricht, kann ich nur dies antworten: weil sich Blogger zu oft zu wichtig nehmen. Ich streite mich, wie bekannt, auch gerne, aber ich führe diese Streitereien nur fort, wenn ich erwarte, dass am Ende noch etwas für mich herauskommt.
Nein, mein Blog ist nicht das wichtigste Blog der Welt, meine Meinung ist nicht die wichtigste Meinung der Welt, und ich selbst bin bestenfalls für mich und eine Hand voll anderer Menschen der wichtigste Mensch auf der Welt.
Mein Wunsch ist seit Jahren, dass in Blogs Menschen so zusammenkommen, wie einst in den Salons: Der Künstler lernt vom Wissenschaftler und der Wissenschaftler vom Künstler – und was für diese gilt, sollte eigentlich auch für alle anderen Menschen gelten. Nur – auch das geht nur, wenn man ohne das Dogma der Unfehlbarkeit in solche Diskussionen geht.
Mag sein, dass dieser Artikel denjenigen nicht gefällt, die immer Recht haben wollen – aber ich bin weit entfernt davon, Partei zu ergreifen – was mich nicht hindern wird, hin und wieder darauf hinzuweisen, dass eine Bloggerin oder ein Blogger nach meiner Ansicht Unfug schreibt.
Nein, mein Blog ist nicht das wichtigste Blog der Welt, meine Meinung ist nicht die wichtigste Meinung der Welt, und ich selbst bin bestenfalls für mich und eine Hand voll anderer Menschen der wichtigste Mensch auf der Welt.
Mein Wunsch ist seit Jahren, dass in Blogs Menschen so zusammenkommen, wie einst in den Salons: Der Künstler lernt vom Wissenschaftler und der Wissenschaftler vom Künstler – und was für diese gilt, sollte eigentlich auch für alle anderen Menschen gelten. Nur – auch das geht nur, wenn man ohne das Dogma der Unfehlbarkeit in solche Diskussionen geht.
Mag sein, dass dieser Artikel denjenigen nicht gefällt, die immer Recht haben wollen – aber ich bin weit entfernt davon, Partei zu ergreifen – was mich nicht hindern wird, hin und wieder darauf hinzuweisen, dass eine Bloggerin oder ein Blogger nach meiner Ansicht Unfug schreibt.
sehpferd - am Samstag, 9. April 2005, 08:51 - Rubrik: blog nachrichten
Marketing-Experte Richard Edelmann, Chef eines PR-Unternehmens mit 1800 Mitarbeitern, bloggt nicht nur, sondern weiß auch, welche Blogs sich für Werbung eignen – dazu hat er die Hilfe von Intelliseek in Anspruch genommen. Die Ergebnisse sind – wen wundert es – allerdings nur für Kunden zugänglich. Hier können Sie mehr darüber lesen.
Weitaus zugänglicher ist ein Papier über Blogs, das Edelmann zusammen mit Intelliseek jetzt der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt hat: Dort werden Blogs (endlich) einmal nicht aus ideologischer, sondern aus pragmatischer Sicht behandelt. Wer alles über Blogs und deren Verwendungsmöglichkeiten wissen will, muss dieses Papier (.pdf) unbedingt lesen.
Etwas eingenartig finde ich, wie dies im Wirtschaftsblog m-e-x kommentiert wurde: „Blogger sind wichtig, wenn man daran glaubt und das auch gut verkauft. Ob das so ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Und so landet man als wichtiger Blogger irgendwann in einer, zwei, drei, x Akten“. Solche Sprüche kennen wir an sich nur von einschlägigen Linksblogs.
Also, meine lieben Kollegen von M-E-X, glaubt ihr wirklich, dass eine PR-Agentur wie Edelmann so viel Zeit und Mittel aufwenden würde, wenn man dort nicht an eine Medienrevolution glauben würde? Blogs sind freilich nur ein Teil davon, und so gesehen fällt wieder einmal etwas Licht auf das Hauptmissverständnis einiger Blogger, sie seien etwas Besonderes, weil sie Blogs führen.
Das Gegenteil ist der Fall: Blogs führen kann jeder. Etwas Besonderes zu werden ist hingegen eine Leistung – gleich, ob man mit seinem Blog eine Ware, eine Meinung oder sich selbst verkaufen will.
Weitaus zugänglicher ist ein Papier über Blogs, das Edelmann zusammen mit Intelliseek jetzt der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt hat: Dort werden Blogs (endlich) einmal nicht aus ideologischer, sondern aus pragmatischer Sicht behandelt. Wer alles über Blogs und deren Verwendungsmöglichkeiten wissen will, muss dieses Papier (.pdf) unbedingt lesen.
Etwas eingenartig finde ich, wie dies im Wirtschaftsblog m-e-x kommentiert wurde: „Blogger sind wichtig, wenn man daran glaubt und das auch gut verkauft. Ob das so ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Und so landet man als wichtiger Blogger irgendwann in einer, zwei, drei, x Akten“. Solche Sprüche kennen wir an sich nur von einschlägigen Linksblogs.
Also, meine lieben Kollegen von M-E-X, glaubt ihr wirklich, dass eine PR-Agentur wie Edelmann so viel Zeit und Mittel aufwenden würde, wenn man dort nicht an eine Medienrevolution glauben würde? Blogs sind freilich nur ein Teil davon, und so gesehen fällt wieder einmal etwas Licht auf das Hauptmissverständnis einiger Blogger, sie seien etwas Besonderes, weil sie Blogs führen.
Das Gegenteil ist der Fall: Blogs führen kann jeder. Etwas Besonderes zu werden ist hingegen eine Leistung – gleich, ob man mit seinem Blog eine Ware, eine Meinung oder sich selbst verkaufen will.
sehpferd - am Samstag, 9. April 2005, 08:20 - Rubrik: blog nachrichten
Beinahe, ja beinahe hätte ich mir ein neues Notebook gekauft – ein nx 6110 von Hewlett-Packard. Es ist schön, leicht, ziemlich preiswert und für meine Bedürfnisse absolut ausreichend. Nur: Ich hätte dazu gerne einen Port Replicator: Ich bin nämlich kein Freund vom dauernden Umstöpseln, sondern will mein Notebook am Arbeitsplatz betreiben, dann zum Beispiel in Budapest mit ins Café nehmen, weiterschreiben, und hernach wieder in den Port Replicator schieben und ins Web gehen.
Das alles ist kein Wunschtraum, sondern tägliche Realität. Doch nun kann ich mein gegenwärtiges Notebook (eines anderen Fabrikats) leider nicht auf Dauer nach Budapest mitnehmen – ich brauche also eine neue Maschine – früher oder später.
Nun verwirrte mich nur dies: Irgendwie schien es für den nx 6110 keinen Port Replicator zu geben. Wer schon einmal auf der Webseite von HP nach Zubehör gesucht hat, weiß, dass er früher oder später im Dunkel tappt, wo man sich überhaupt befindet. Deswegen schickte ich denn auch eine Anfrage an HP, um dieses mal zu klären – denn ich hatte gesehen, wie ein netter Herr in der HP-Präsentation eben diesen Rechner (wie ich meinte) in einen Port Replicator steckte – so, als sei dies kein Problem.
Also an HP geschrieben, und auch eine Antwort erhalten: „Für den HP Business Notebook nx6110 gibt es keinen Port Replicator nur den 4-Port USB 2.0 Hub Bestellnummer DG954A).“ Nun ist ein Hub kein Port Replicator, sondern ein Hub, und also war ich erst mal sauer, beschloss, hier etwas heftiger darüber zu schreiben – doch vorsichtshalber stellte ich dann nochmal den englischen Ton an (bei mir ist der Ton sonst immer ausgeschaltet), und siehe, da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: man zeigte ein Gerät, meinte aber zwei Geräte und (jetzt kommt das Aha-Erlebnis) mit dem englischen Ton erfuhr ich dann, dass es für meinen Wunschcomputer so etwas natürlich nicht gibt, sondern erst für das etwas teurere Modell.
Falls sie auch mal sehen wollen, wie dies bei HP aussieht, dann klicken sie hier nach „Präsentation starten“ doch einfach mal auf die „2“ und lehnen sie sich zurück.Falls Sie die Stelle bemerken, an der darauf hingewiesen wird, dass es den Port Replicator nur für das etwas teurere Modell gibt, herzlichen Glückwunsch.
Was ich jetzt tun werde? Die Entscheidung vertagen. Business-Notebooks fallen in diesem Frühjahr im Preis wie sonst nur im Herbst die Blätter, und Konkurrent DELL kündigt ohnehin alle zwei Wochen ein neues Sonderangebot an.
Das alles ist kein Wunschtraum, sondern tägliche Realität. Doch nun kann ich mein gegenwärtiges Notebook (eines anderen Fabrikats) leider nicht auf Dauer nach Budapest mitnehmen – ich brauche also eine neue Maschine – früher oder später.
Nun verwirrte mich nur dies: Irgendwie schien es für den nx 6110 keinen Port Replicator zu geben. Wer schon einmal auf der Webseite von HP nach Zubehör gesucht hat, weiß, dass er früher oder später im Dunkel tappt, wo man sich überhaupt befindet. Deswegen schickte ich denn auch eine Anfrage an HP, um dieses mal zu klären – denn ich hatte gesehen, wie ein netter Herr in der HP-Präsentation eben diesen Rechner (wie ich meinte) in einen Port Replicator steckte – so, als sei dies kein Problem.
Also an HP geschrieben, und auch eine Antwort erhalten: „Für den HP Business Notebook nx6110 gibt es keinen Port Replicator nur den 4-Port USB 2.0 Hub Bestellnummer DG954A).“ Nun ist ein Hub kein Port Replicator, sondern ein Hub, und also war ich erst mal sauer, beschloss, hier etwas heftiger darüber zu schreiben – doch vorsichtshalber stellte ich dann nochmal den englischen Ton an (bei mir ist der Ton sonst immer ausgeschaltet), und siehe, da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: man zeigte ein Gerät, meinte aber zwei Geräte und (jetzt kommt das Aha-Erlebnis) mit dem englischen Ton erfuhr ich dann, dass es für meinen Wunschcomputer so etwas natürlich nicht gibt, sondern erst für das etwas teurere Modell.
Falls sie auch mal sehen wollen, wie dies bei HP aussieht, dann klicken sie hier nach „Präsentation starten“ doch einfach mal auf die „2“ und lehnen sie sich zurück.Falls Sie die Stelle bemerken, an der darauf hingewiesen wird, dass es den Port Replicator nur für das etwas teurere Modell gibt, herzlichen Glückwunsch.
Was ich jetzt tun werde? Die Entscheidung vertagen. Business-Notebooks fallen in diesem Frühjahr im Preis wie sonst nur im Herbst die Blätter, und Konkurrent DELL kündigt ohnehin alle zwei Wochen ein neues Sonderangebot an.
sehpferd - am Freitag, 8. April 2005, 20:35 - Rubrik: Kunde sein
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Vorerst hat er verloren, der Inhaber des Taboo Theaters in La Habra (das liegt, wie man sich denken kann, in den USA): Er wollte nämlich das Zweifußgesetz für seinen Klub außer Kraft gesetzt wissen. Jenes Gesetz sagt nämlich, dass zwischen der strippenden Dame und dem dabei heftig umflirteten Herrn immer ein Abstand von zwei Fuß sein muss.
Doch: Wie vollführt man einen Lapdance mit zwei Fuß Abstand? Offenbar geht es legal gar nicht, und die Damen beklagen sich bereits, dass sie auf diese Weise nicht so gut an die Mäuse der Gäste kommen – denn darum geht es beim Lapdance schließlich.
Doch: Wie vollführt man einen Lapdance mit zwei Fuß Abstand? Offenbar geht es legal gar nicht, und die Damen beklagen sich bereits, dass sie auf diese Weise nicht so gut an die Mäuse der Gäste kommen – denn darum geht es beim Lapdance schließlich.
sehpferd - am Freitag, 8. April 2005, 20:01 - Rubrik: wundersames
Ich habe keine Ahnung, wer Melissa Puente ist, aber der Playboy muss es gewusst haben – und diejenige Art von Fotos geschossen, die Männer angeblich so gerne haben: Touch me, Tigress. In der Playboy-Ausgabe waren allerdings auch noch ein paar Bilder zu sehen, auf denen Frau Puente nicht im Tigerlook, sondern in ihrem natürlichen Fell zu sehen ist.
sehpferd - am Freitag, 8. April 2005, 19:50 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Dass Männer sich bisweilen wie Damen anziehen und dann auch so behandelt werden wollen (jetzt dürfen sie mal ihre Fantasie spielen lassen) ist hinlänglich bekannt – beinahe so bekannt wie das Tragen von Strapsen unter dem Nadelstreifenanzug.
Doch, was ist mit einer Frau, die nur dann ganz in der Liebe versinkt, wenn ihr Mann Frauenkleider trägt? Die Beraterin von hour.ca weiß eine Antwort: „Sexualität ist eine Reise – ich rate dir: genieße und erfahre sie“.
Aber das ist gar nicht das, was ich ihnen eigentlich erzählen wollte: Die Beraterin verlinkt dann nämlich auf eine Webseite einer Dame, die mit einem Herrn verheiratet ist, der such manchmal gerne eine Dame ist – und darüber schreibt sie nicht nur auf ihrer Webseite, sondern sie bloggt es auch noch. Der Clou zum Schluss – sie hat auch noch netten Katzencontent.
Doch, was ist mit einer Frau, die nur dann ganz in der Liebe versinkt, wenn ihr Mann Frauenkleider trägt? Die Beraterin von hour.ca weiß eine Antwort: „Sexualität ist eine Reise – ich rate dir: genieße und erfahre sie“.
Aber das ist gar nicht das, was ich ihnen eigentlich erzählen wollte: Die Beraterin verlinkt dann nämlich auf eine Webseite einer Dame, die mit einem Herrn verheiratet ist, der such manchmal gerne eine Dame ist – und darüber schreibt sie nicht nur auf ihrer Webseite, sondern sie bloggt es auch noch. Der Clou zum Schluss – sie hat auch noch netten Katzencontent.
sehpferd - am Freitag, 8. April 2005, 19:34 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Gestern sah ich auf Phönix ein Streitgespräch zwischen dem pragmatischen Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm (CDU) und dem konservativen Publizisten und WELT-Redakteur Konrad Adam, moderiert von Anke Plättner.
Es zeigte, was typisch für die gegenwärtige Situation in Deutschland ist: Der alternde Pragmatiker Blüm argumentiert gegen den mit Ideologien hantierenden WELT-Redakteur, der vehement und selbstherrlich aus dem Bauch heraus argumentiert – selbst an seinem Gesicht konnte man ablesen, wie er alle Ansätze, die auf sozialpolitischer Vernunft basieren, verabscheute.
Wir erfahren, dass aus irgendwelchen Gründen in Deutschland eine Familienideologie durchgesetzt werden muss – warum, erfuhren wir nicht, denn irgendwie stimmten alle darin überein, dass ein Geldregen über die Familien, gleich welcher Art, keine neuen Kinder bringen. Angeblich ging es Herr Adam um eine andere Interpretation der Gerechtigkeit, doch auch er dürfte mittlerweile in einem Alter sein, indem er wissen sollte, dass „hienieden“ keine Gerechtigkeit existiert, sondern nur ein Recht.
Hätten wir in Deutschland nur mehr Pragmatiker – wir wären schon viel, viel weiter. Aber solange jede Entscheidung zum Sozialstaat erst auf die Goldwaage der Ideologen gelegt wird, solange ist nichts mehr zu erwarten in diesem Land – und dies ist wirklich schade. Und so kann man nur mit Blüm weiterargumentieren: Wenn es genug Arbeitsplätze gibt, kann man auch über Kinder und damit über neue Rentenzahler reden, wenn nicht, brauchen wir damit gar nicht erst anzufangen.
Es zeigte, was typisch für die gegenwärtige Situation in Deutschland ist: Der alternde Pragmatiker Blüm argumentiert gegen den mit Ideologien hantierenden WELT-Redakteur, der vehement und selbstherrlich aus dem Bauch heraus argumentiert – selbst an seinem Gesicht konnte man ablesen, wie er alle Ansätze, die auf sozialpolitischer Vernunft basieren, verabscheute.
Wir erfahren, dass aus irgendwelchen Gründen in Deutschland eine Familienideologie durchgesetzt werden muss – warum, erfuhren wir nicht, denn irgendwie stimmten alle darin überein, dass ein Geldregen über die Familien, gleich welcher Art, keine neuen Kinder bringen. Angeblich ging es Herr Adam um eine andere Interpretation der Gerechtigkeit, doch auch er dürfte mittlerweile in einem Alter sein, indem er wissen sollte, dass „hienieden“ keine Gerechtigkeit existiert, sondern nur ein Recht.
Hätten wir in Deutschland nur mehr Pragmatiker – wir wären schon viel, viel weiter. Aber solange jede Entscheidung zum Sozialstaat erst auf die Goldwaage der Ideologen gelegt wird, solange ist nichts mehr zu erwarten in diesem Land – und dies ist wirklich schade. Und so kann man nur mit Blüm weiterargumentieren: Wenn es genug Arbeitsplätze gibt, kann man auch über Kinder und damit über neue Rentenzahler reden, wenn nicht, brauchen wir damit gar nicht erst anzufangen.
sehpferd - am Freitag, 8. April 2005, 18:10 - Rubrik: deutschland im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Falls sie ein Mann sind und tatsächlich wissen wollen, wie man in 15 Minuten mit einer Frau Liebe macht, hat AskMen die Antwort. Immerhin erlaubt die Zeitschrift ein Vorspiel von 8 Minuten, in denen es ja immerhin möglich ist, die Kleidungsstücke loszuwerden, die bei der Liebe störend sind. Sind diese erfolgreich entfernt und das passiert, was AskMen "Multitasking Foreplay" nennt, dann wird vorgeschlagen, dass die Frau den Mann drei Minuten reiten soll, während der sich an ihr anschließend in der guten alten Missionarsstellung sexuell betätigen soll.
Fragt sich natürlich, warum AskMen das Vorspiel nicht ganz weglässt: Dann ginge es auch in 7 Minuten – aber, wie ich hörte, soll es sogar in einem Aufzug vom Erdgeschoss bis zum Obergeschoss möglich sein – es müssen nur genügend Stockwerke dazwischen liegen.
AskMen weist netterweise darauf hin, dass die Liebe erfreulicher vonstatten geht, wenn die Dame bereits lustbereit ist (you can't just stick it in, you need to for her to get adequately wet beforehand). Wie man das macht, sagt die geschwätzige Männerzeitschrift auch gleich: Mit „Multitasking Vorspiel-Methoden“, was im Klartext heißt: Nutze die Hände und den Mund zur gleichen Zeit. Das allerdings ist nun wirklich nicht neu. Der Name aber schon.
Fragt sich natürlich, warum AskMen das Vorspiel nicht ganz weglässt: Dann ginge es auch in 7 Minuten – aber, wie ich hörte, soll es sogar in einem Aufzug vom Erdgeschoss bis zum Obergeschoss möglich sein – es müssen nur genügend Stockwerke dazwischen liegen.
AskMen weist netterweise darauf hin, dass die Liebe erfreulicher vonstatten geht, wenn die Dame bereits lustbereit ist (you can't just stick it in, you need to for her to get adequately wet beforehand). Wie man das macht, sagt die geschwätzige Männerzeitschrift auch gleich: Mit „Multitasking Vorspiel-Methoden“, was im Klartext heißt: Nutze die Hände und den Mund zur gleichen Zeit. Das allerdings ist nun wirklich nicht neu. Der Name aber schon.
sehpferd - am Freitag, 8. April 2005, 18:06 - Rubrik: wundersames
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Endlich weiß ich, was die soziale Blog-Komponente ist: Frau sein, und dann über Sex schreiben. Da kann das Thema noch so trivial sein, es bringt die Zugriffe einfach so Simsalabim: 172 Antworten auf einen abgeschriebenen Artikel mit einem einzigen Satz Eigenbeitrag - das muss dieser Dame erst einmal jemand nachmachen.
Wer negativ denkt, wird neidisch, und wer positiv denkt, dem rate ich: Sofort einsteigen, solange es noch Zeit ist und für weibliche Sex-Blogs gerade noch Konjunktur herrscht.
In ein paar Jahren ist der ganze Blog-Spuk sowieso entzaubert – und das gilt nicht nur für Sex-Blogs.
Wer negativ denkt, wird neidisch, und wer positiv denkt, dem rate ich: Sofort einsteigen, solange es noch Zeit ist und für weibliche Sex-Blogs gerade noch Konjunktur herrscht.
In ein paar Jahren ist der ganze Blog-Spuk sowieso entzaubert – und das gilt nicht nur für Sex-Blogs.
sehpferd - am Donnerstag, 7. April 2005, 23:38 - Rubrik: blog nachrichten
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Ekstra Bladet ist eine dänische Zeitung – und wie das Schicksal so spielt, nützt sie einem im entscheidenden Moment auch nicht so richtig, sondern verrät gar noch die böse Freveltat. Man kann Zeitungen übrigens auch lesen ... aber das nur nebenbei.
sehpferd - am Donnerstag, 7. April 2005, 22:38 - Rubrik: wundersames
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Ach, ich liebe Texte, die so viel Intelligenz versprühen und mit so viel Feingefühl geschrieben sind wie dieser: „Hi-Fi und Erotik gehören spätestens seit Ende der 70er Jahre zusammen. Das lag auch nahe, denn Hi-Fi war und ist eine Männerdomäne, wenige Ausnahmen bestätigen die Regel“.
Nun wissen viele meiner Leser, was ich von Hi-Fi-Enthusiasten halte: Ich denke, dass dies Leute sind, die aus Angst davor, jemals richtige Musik zu hören, immer mehr Technik anschaffen, um Musik so zu hören, wie sie niemals richtig klingt: aus Lautsprechern, die in Käfigen (Pardon: Wohnräumen) aufgestellt sind, wobei allein schon die Aufstellung der Geräte viele Quadratmeter Wohnraum vernichtet.
Aber ich wollte sie, meine Leserinnen und Leser, heute nicht mit Meinungen zumüllen, sondern sagen, dass ein Hi-Fi-Freak Fotos eines anderen Hi-Fi-Freaks veröffentlicht hat, in dem manche gelungene technische Formen mit einem obszön dargebotenen Frauenhintern kombiniert werden – und dies noch fotografisch erbärmlich schlecht realisiert.
Vielleicht sollte ich noch sagen, dass die Hi-Fidele Industrie tatsächlich auch Frauen als Kunden wahrnimmt – insbesondere mit schönen Geräteformen und kleinen süßen Lautsprechern.

Das hier veröffentlichte Bild zeigt eine Werbung der Firma Wharfedale. © ca. 2003 daselbst.
Nun wissen viele meiner Leser, was ich von Hi-Fi-Enthusiasten halte: Ich denke, dass dies Leute sind, die aus Angst davor, jemals richtige Musik zu hören, immer mehr Technik anschaffen, um Musik so zu hören, wie sie niemals richtig klingt: aus Lautsprechern, die in Käfigen (Pardon: Wohnräumen) aufgestellt sind, wobei allein schon die Aufstellung der Geräte viele Quadratmeter Wohnraum vernichtet.
Aber ich wollte sie, meine Leserinnen und Leser, heute nicht mit Meinungen zumüllen, sondern sagen, dass ein Hi-Fi-Freak Fotos eines anderen Hi-Fi-Freaks veröffentlicht hat, in dem manche gelungene technische Formen mit einem obszön dargebotenen Frauenhintern kombiniert werden – und dies noch fotografisch erbärmlich schlecht realisiert.
Vielleicht sollte ich noch sagen, dass die Hi-Fidele Industrie tatsächlich auch Frauen als Kunden wahrnimmt – insbesondere mit schönen Geräteformen und kleinen süßen Lautsprechern.

Das hier veröffentlichte Bild zeigt eine Werbung der Firma Wharfedale. © ca. 2003 daselbst.
sehpferd - am Donnerstag, 7. April 2005, 22:12 - Rubrik: wundersames
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Mal ehrlich: Stellen sie sich die Damen der Hotlines, mit denen sie häufiger telefonieren, manchmal nackt vor, oder vielleicht den knackigen Monteur, der ihr Auto repariert? Es muss nicht bei der Vorstellung bleiben, jedenfalls nicht, wenn die von ihnen angeschmachteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Sachs-Bikes arbeiten: Einige von ihnen bekommt man jetzt nackt zu sehen. In der Werbung - richtig Original natürlich nur über die Webseite des Unternehmens, und dann vor allem groß.
Da fällt mir doch dies ein: Wir hassen ja alle gewisse Hotlines, vor allem diejenigen, bei denen uns eine Viertelstunde ein dämliches Musikgedudel serviert wird, bis endlich jemand abnimmt, mit dem wir Mangels Kompetenz sowieso nicht sprechen wollten. Ich sehe schon die Image-Kampagne von ... und von ... und auch von ... Nun, was werden wir noch alles an Nacktheit erleben. Werbespruch für Hotlines gefällig: Hier sind wir, bar jeder Kleidung und jeder Erfahrung ... aber sind wir nicht süß?
Da fällt mir doch dies ein: Wir hassen ja alle gewisse Hotlines, vor allem diejenigen, bei denen uns eine Viertelstunde ein dämliches Musikgedudel serviert wird, bis endlich jemand abnimmt, mit dem wir Mangels Kompetenz sowieso nicht sprechen wollten. Ich sehe schon die Image-Kampagne von ... und von ... und auch von ... Nun, was werden wir noch alles an Nacktheit erleben. Werbespruch für Hotlines gefällig: Hier sind wir, bar jeder Kleidung und jeder Erfahrung ... aber sind wir nicht süß?
sehpferd - am Donnerstag, 7. April 2005, 21:20 - Rubrik: wundersames
Dem Hamburger GEWIS-Institut verdanken wir die Erkenntnis, dass, wenn man der Interpretation des Kölner Express glauben schenken darf, „guter Sex ... für gute Arbeitsleistung und wirtschaftlichen Aufschwung (sorgt).“
Mir fällt nun wie Schuppen von den Augen, warum es mit der deutschen Wirtschaft nicht vorangeht: Weil das wilde und ungestüme Verlangen der deutschen Männer nachlässt, denn, so der EXPRESS, „der Teufelskreis der Impotenz ... (schwäche) die deutsche Wirtschaft - um schätzungsweise 65,3 Milliarden Euro.
Und was soll nun werden? Ganz einfach. Um die 65 Milliarden Euro wieder im Sack zu haben, sollen deutsche Männer Potenzpillen futtern. Dann, so will wieder irgendjemand festgestellt haben, erscheinen sie wieder fröhlich pfeifend am Arbeitsplatz weil sie glücklich in ihren Ehen und anderen monogamen Beziehungen sind.
Wie oft die allzeit potenten Herren dann versuchen, möglichst viele weibliche Mitarbeiter zu v... (oh peinlich, beinahe hätte ich doch das hierzulande übliche Wort für den kleinen Feuchtigkeitsaustausch verwendet und korrigiere) zu verwöhnen, war selbstverständlich nicht Gegenstand der Studie. Gefragt wurde auch nicht, wie viel Schaden der Wirtschaft durch solche kleinen Zwischenmahlzeiten entstehen könnte.
Natürlich wird im EXPRESS auch so ganz nebenbei der Name der Potenzpille erwähnt. Hier nicht, dafür aber in der Pressemitteilung mehr als deutlich.
Mir fällt nun wie Schuppen von den Augen, warum es mit der deutschen Wirtschaft nicht vorangeht: Weil das wilde und ungestüme Verlangen der deutschen Männer nachlässt, denn, so der EXPRESS, „der Teufelskreis der Impotenz ... (schwäche) die deutsche Wirtschaft - um schätzungsweise 65,3 Milliarden Euro.
Und was soll nun werden? Ganz einfach. Um die 65 Milliarden Euro wieder im Sack zu haben, sollen deutsche Männer Potenzpillen futtern. Dann, so will wieder irgendjemand festgestellt haben, erscheinen sie wieder fröhlich pfeifend am Arbeitsplatz weil sie glücklich in ihren Ehen und anderen monogamen Beziehungen sind.
Wie oft die allzeit potenten Herren dann versuchen, möglichst viele weibliche Mitarbeiter zu v... (oh peinlich, beinahe hätte ich doch das hierzulande übliche Wort für den kleinen Feuchtigkeitsaustausch verwendet und korrigiere) zu verwöhnen, war selbstverständlich nicht Gegenstand der Studie. Gefragt wurde auch nicht, wie viel Schaden der Wirtschaft durch solche kleinen Zwischenmahlzeiten entstehen könnte.
Natürlich wird im EXPRESS auch so ganz nebenbei der Name der Potenzpille erwähnt. Hier nicht, dafür aber in der Pressemitteilung mehr als deutlich.
sehpferd - am Donnerstag, 7. April 2005, 21:01 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Ein Wort mit drei Buchstaben zu suchen, dass extreme körperliche Aktivitäten zu Luststeigerung bezeichnet, hilft gegen die Demenz ebenso wie die Lösung des Rätsels in 12 Senkrecht nach dem Joggen.
Sie haben nichts verstanden? Dann lesen sie mal hier weiter.
Sie haben nichts verstanden? Dann lesen sie mal hier weiter.
sehpferd - am Donnerstag, 7. April 2005, 20:57 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Wann immer über die Rente diskutiert wird, fallen zwei dumme Sprüche auf: Der Erste kommt von den Gutmenschen und heißt vereinfacht, mehr Kinder zu haben. Der andere kommt von wirtschaftsblinden Politikern und sagt aus, das Rentenalter hoch zu setzen. Beide kommen mit schöner Regelmäßigkeit – immer dann, wenn Dummschwätzer Konjunktur haben.
Was ist los mit dem „Hochsetzen des Rentenalters“? In Deutschland gehen nur noch sehr wenige Menschen tatsächlich mit 65 Jahren in Rente – die meisten wesentlich früher, entweder, weil sie arbeitslos sind oder weil sie an einem der möglichen Modelle zum früheren Ausstieg teilnehmen. Sie tun dies einerseits, um sich früher als gedacht anderen Aufgaben widmen zu können, teils aber auch, um jungen Menschen den Weg frei zu machen, Arbeit zu bekommen – und sie nehmen nicht unerhebliche Abschläge bei ihrer Rente dafür in Kauf.
Wer das Rentenalter hoch setzen will, muss also auch sagen, wie denn die Beschäftigung bis zum 65. Lebensjahr und darüber hinaus gesichert werden kann – und genau hier zeigt sich, dass unsere Politiker keinerlei Konzepte mehr haben: Dumme Sprüche ist das Einzige, was wir dazu hören. Eine flexible Altersgrenze? Ein Eckalter? Besondere geförderte und angepasste Altersarbeitsstellen? Höhere Abschläge, aber auch Zuschläge je nach Lebensalter? Alles schon mal diskutiert worden, wobei gesagt werden muss, dass es beispielsweise damals ausgerechnet die Freie Demokratische Partei war, die von einer Flexibilisierung des Rentenalters nichts wissen wollte. Nach Meinung des damals zuständigen Ministers hatten die FDP-nahen Arbeitgeber einfach Schiss davor, sich mit ihren älteren Arbeitnehmern über das Ausscheiden aus dem Arbeitsleben zu unterhalten.
Nun ja, und was ist mit den Kindern? Ganz einfach: Kinder zahlen keine Rentenbeiträge. In sie muss mindestens 16 Jahre, meist aber 25 und mehr investiert werden, bevor sie jemals einen Beitrag zur Rentenkasse leisten – wenn sie ihn den leisten: Sozialhilfeempfänger zahlen verständlicherweise keinen Eurocent in die Kasse, Beamte tun dies bekanntermaßen nicht, und Selbstständige unverständlicherweise auch nicht.
Vielleicht sollten wir den Gutmenschen mal erzählen, dass (fast) nur Arbeitgeber und Arbeitnehmer in die Rentenkasse einzahlen. Es wäre an der Zeit, damit sie aufhören, weiterhin ihren Unfug zu verbreiten.
Was ist los mit dem „Hochsetzen des Rentenalters“? In Deutschland gehen nur noch sehr wenige Menschen tatsächlich mit 65 Jahren in Rente – die meisten wesentlich früher, entweder, weil sie arbeitslos sind oder weil sie an einem der möglichen Modelle zum früheren Ausstieg teilnehmen. Sie tun dies einerseits, um sich früher als gedacht anderen Aufgaben widmen zu können, teils aber auch, um jungen Menschen den Weg frei zu machen, Arbeit zu bekommen – und sie nehmen nicht unerhebliche Abschläge bei ihrer Rente dafür in Kauf.
Wer das Rentenalter hoch setzen will, muss also auch sagen, wie denn die Beschäftigung bis zum 65. Lebensjahr und darüber hinaus gesichert werden kann – und genau hier zeigt sich, dass unsere Politiker keinerlei Konzepte mehr haben: Dumme Sprüche ist das Einzige, was wir dazu hören. Eine flexible Altersgrenze? Ein Eckalter? Besondere geförderte und angepasste Altersarbeitsstellen? Höhere Abschläge, aber auch Zuschläge je nach Lebensalter? Alles schon mal diskutiert worden, wobei gesagt werden muss, dass es beispielsweise damals ausgerechnet die Freie Demokratische Partei war, die von einer Flexibilisierung des Rentenalters nichts wissen wollte. Nach Meinung des damals zuständigen Ministers hatten die FDP-nahen Arbeitgeber einfach Schiss davor, sich mit ihren älteren Arbeitnehmern über das Ausscheiden aus dem Arbeitsleben zu unterhalten.
Nun ja, und was ist mit den Kindern? Ganz einfach: Kinder zahlen keine Rentenbeiträge. In sie muss mindestens 16 Jahre, meist aber 25 und mehr investiert werden, bevor sie jemals einen Beitrag zur Rentenkasse leisten – wenn sie ihn den leisten: Sozialhilfeempfänger zahlen verständlicherweise keinen Eurocent in die Kasse, Beamte tun dies bekanntermaßen nicht, und Selbstständige unverständlicherweise auch nicht.
Vielleicht sollten wir den Gutmenschen mal erzählen, dass (fast) nur Arbeitgeber und Arbeitnehmer in die Rentenkasse einzahlen. Es wäre an der Zeit, damit sie aufhören, weiterhin ihren Unfug zu verbreiten.
| liebe & dating | erotik & sex | erotik-wissen |
sehpferd - am Donnerstag, 7. April 2005, 20:17 - Rubrik: deutschland im blick
Gut zu wissen, dass nicht nur ich Schwierigkeiten mit so mancher Fluggesellschaft habe. Andere haben sie auch. Ja, liebe Airlines, wir wissen, dass alles mal irgendwann passieren kann. Die Frage ist nur, wie einen die Transportunternehmer, Pardon, Fluggesellschaften, dann behandeln.
sehpferd - am Donnerstag, 7. April 2005, 12:37 - Rubrik: reisen bildet
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Anders als in den westlichen Demokratien sind Weblogs in vielen Ländern die einzigen Informationsquellen, die nicht staatlich kontrolliert werden. Sie sind deshalb ein wichtiger Beitrag zur Meinungs- und Informationsfreiheit.
Deshalb hat Reporter ohne Grenzen jetzt Internetnutzer zur Wahl von Weblogs aufgerufen, die sich besonders für eine freie Meinungsäußerung einsetzen. Gewählt werden können 60 Blogs in sechs Kategorien.
Ich bitte sie, die Initiative von Reporter ohne Grenzen durch Ihre Wahl zu unterstützen.
Deshalb hat Reporter ohne Grenzen jetzt Internetnutzer zur Wahl von Weblogs aufgerufen, die sich besonders für eine freie Meinungsäußerung einsetzen. Gewählt werden können 60 Blogs in sechs Kategorien.
Ich bitte sie, die Initiative von Reporter ohne Grenzen durch Ihre Wahl zu unterstützen.
sehpferd - am Donnerstag, 7. April 2005, 09:14 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Was passiert, wenn „der weibliche Körper einzig als Sexobjekt“ dargestellt wird? Man empört sich, und zwar mit Recht. Doch seit wann, lieber ÖGB, ist ein weibliches Bein ein Sexualobjekt, zumal, wenn es noch halb verschwommen dargestellt wird?
Nun, die Gewerkschaftsdamen haben ihr Ziel erreicht: Die Werbeaktion wurde abgebrochen. Wie schön für sie – da kann man endlich mal zeigen, welch großartige Dinge Frauen leisten können.
Nun, die Gewerkschaftsdamen haben ihr Ziel erreicht: Die Werbeaktion wurde abgebrochen. Wie schön für sie – da kann man endlich mal zeigen, welch großartige Dinge Frauen leisten können.
sehpferd - am Mittwoch, 6. April 2005, 23:11 - Rubrik: wundersames
Aufgrund von „Bürgerprotesten“ ließ Werner Huber, Bürgermeister von Götzis (das muss wohl irgendwo in Österreich liegen) ein Plakat entfernen. Es zeigt eine stark stilisiert fotografierte weibliche Brust und soll für BHs werben. Ein wahrer Held des Gutmenschentums, der Herr Bürgermeister.
sehpferd - am Mittwoch, 6. April 2005, 23:10 - Rubrik: wundersames
Stellen sie sich vor, sie haben einen Mieter, der 1958 (also vor jetzt 47 Jahren) in ihre Wohnung eingezogen ist und seither kein einziges Mal renoviert hat. Das gibt es nicht? Gibt es doch, und dieser Fall wurde dieser Tage sogar vor dem Bundesgerichtshof verhandelt.
Was ich dazu sage? Dass unsere Gesetze nichts taugen, wenn sogar so etwas erst vor den Bundesgerichtshof muss, um entschieden zu werden.
Was ich dazu sage? Dass unsere Gesetze nichts taugen, wenn sogar so etwas erst vor den Bundesgerichtshof muss, um entschieden zu werden.
sehpferd - am Mittwoch, 6. April 2005, 22:49 - Rubrik: deutschland im blick
Es mag ja sein, dass ein Mädchen mit 12, 13 oder 14 Geschlechtsverkehr hat, um „darüber in der Gruppe berichten zu können“ – doch wenn der Bericht dann sehr lebendige Folgen hat, ist das Leben meist frühzeitig ruiniert – und die Gesellschaft versorgt eine junge Sozialhilfeempfängerin mehr.
Da finde ich solche Sätze extrem merkwürdig: „Je eher abgabewillige Mütter zur Beratung kommen, desto seltener geben sie ein Kind anschließend zur Adoption frei ... wir können so viele andere Lösungen aufzeigen, dass die oft überforderten Mütter es sich nach der Beratung doch noch einmal überlegen“.
Ach bitte, welche Lösungen denn? Lösungen auf Kosten des Steuerzahlers, obwohl es reichlich adoptionswillige Paare gibt?
Da finde ich solche Sätze extrem merkwürdig: „Je eher abgabewillige Mütter zur Beratung kommen, desto seltener geben sie ein Kind anschließend zur Adoption frei ... wir können so viele andere Lösungen aufzeigen, dass die oft überforderten Mütter es sich nach der Beratung doch noch einmal überlegen“.
Ach bitte, welche Lösungen denn? Lösungen auf Kosten des Steuerzahlers, obwohl es reichlich adoptionswillige Paare gibt?
sehpferd - am Mittwoch, 6. April 2005, 22:38 - Rubrik: deutschland im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Usually, the Hungarian Malév is a very good airline. But don’t think that you get a free flight when they offer a free flight.
What happened? I received the Malév Duna Club Newsletter, where they promise to give a free flight for every air ticket sold between 7 March and 7 April to “most” Malév Destinations between 1 May to 31 August. So far, so good. I bought two flights matching all the conditions, but Malév said that (unfortunately, of course) I can not get any free air ticket, because I do not fly from Budapest.
This is not the only restriction Malév has. You can only fly from September to December, which was not been said as well, and you can not fly the same route twice - which means, if you fly from Budapest to Amsterdam in May, you must fly from Budapest to somewhere else in September, accoringd to the lady at the Malév Hotline in Budapest.
O.K. - I send a complaint to Duna Club the frequent flyer club of Malév, but received no answer. Only the Swiss subsidiary of Malév called me, because I complained there as well. It was, of course, the same “unfortunately” I heard already from the lady I talked to in Budapest - only in German.
So is this the way Malév treats customers? I send a complaint to Duna Club two days ago, but they seemed to be unable to answer me, so I sent a second complaint today to the sales manager. We will see what happens.

Previous German text -> here
Update: "we are very sorry if it escaped your attention, we are not in a position to offer you any compensation."
What happened? I received the Malév Duna Club Newsletter, where they promise to give a free flight for every air ticket sold between 7 March and 7 April to “most” Malév Destinations between 1 May to 31 August. So far, so good. I bought two flights matching all the conditions, but Malév said that (unfortunately, of course) I can not get any free air ticket, because I do not fly from Budapest.
This is not the only restriction Malév has. You can only fly from September to December, which was not been said as well, and you can not fly the same route twice - which means, if you fly from Budapest to Amsterdam in May, you must fly from Budapest to somewhere else in September, accoringd to the lady at the Malév Hotline in Budapest.
O.K. - I send a complaint to Duna Club the frequent flyer club of Malév, but received no answer. Only the Swiss subsidiary of Malév called me, because I complained there as well. It was, of course, the same “unfortunately” I heard already from the lady I talked to in Budapest - only in German.
So is this the way Malév treats customers? I send a complaint to Duna Club two days ago, but they seemed to be unable to answer me, so I sent a second complaint today to the sales manager. We will see what happens.

Previous German text -> here
Update: "we are very sorry if it escaped your attention, we are not in a position to offer you any compensation."
sehpferd - am Mittwoch, 6. April 2005, 21:55 - Rubrik: reisen bildet
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Schweden ist ebenso bekannt für seine sexuelle Freizügigkeit wie für seine erotische Abstinenz: Warum das so ist, kann ihnen wahrscheinlich nur eine Schwedin sagen.
Im Moment befinden sich die Schweden gerade wieder im Krieg gegen die Pornografie. Oder besser gesagt: Das schwedische Militär bekämpft Hotels, die pornografische Filme im Angebot haben, denn vom 1 Juli an darf eine schwedische Soldatin oder ein schwedischer Soldat nur noch in pornografiefreien Hotels übernachten – und dieser Deal soll auch für Zivilangestellte und Politiker gelten.
Angeblich dient das Ganze wieder einmal zum „Schutz der Frauen“, und zwar sowohl der schwedischen Soldatinnen wie auch der Pornodarstellerinnen (bitte fragen sie jetzt nicht mich, fragen sie eine Schwedin), und der Clou liest sich dann so: „The measure would also protect women working as hotel maids who are forced to clean up after the men who watch these films."
Danke, das genügt.
Neu für mich: Es gibt wirklich eine englischsprachige schwedische Zeitung, in der ich dies gelesen hab.
Im Moment befinden sich die Schweden gerade wieder im Krieg gegen die Pornografie. Oder besser gesagt: Das schwedische Militär bekämpft Hotels, die pornografische Filme im Angebot haben, denn vom 1 Juli an darf eine schwedische Soldatin oder ein schwedischer Soldat nur noch in pornografiefreien Hotels übernachten – und dieser Deal soll auch für Zivilangestellte und Politiker gelten.
Angeblich dient das Ganze wieder einmal zum „Schutz der Frauen“, und zwar sowohl der schwedischen Soldatinnen wie auch der Pornodarstellerinnen (bitte fragen sie jetzt nicht mich, fragen sie eine Schwedin), und der Clou liest sich dann so: „The measure would also protect women working as hotel maids who are forced to clean up after the men who watch these films."
Danke, das genügt.
Neu für mich: Es gibt wirklich eine englischsprachige schwedische Zeitung, in der ich dies gelesen hab.
sehpferd - am Mittwoch, 6. April 2005, 19:50 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Neil McIntosh vom britischen Guardian Unlimited brachte auf den Punkt, was SPIEGEL-Redakteure offenbar nicht erkennen wollen: Blogs, so sagte er, seien nur der Anfang einer ganzen Welle neuer journalistischer Möglichkeiten, die einen großen Einfluss auf die journalistische Arbeit hätten.
Er prophezeite, dass sich die journalistische Landschaft binnen vier Jahren radikal verändern würde, wörtlich: „a million miles from the monolithic systems we use now“.
Ich denke, wir können von diesen Leuten etwas lernen: Erstens, dass ein Teil der überwiegend pessimistisch eingestellten deutschen Presse kein Vertrauen in die Zukunft hat – und zweitens, dass man in England offenbar den lächerlichen Streit zwischen Bloggern und Journalisten so umgelenkt hat, dass etwas Positives entstehen kann – wie es scheint, hinken wir in Deutschland bereits meilenweit hinter der Zeit hinterher.
Via mex
Er prophezeite, dass sich die journalistische Landschaft binnen vier Jahren radikal verändern würde, wörtlich: „a million miles from the monolithic systems we use now“.
Ich denke, wir können von diesen Leuten etwas lernen: Erstens, dass ein Teil der überwiegend pessimistisch eingestellten deutschen Presse kein Vertrauen in die Zukunft hat – und zweitens, dass man in England offenbar den lächerlichen Streit zwischen Bloggern und Journalisten so umgelenkt hat, dass etwas Positives entstehen kann – wie es scheint, hinken wir in Deutschland bereits meilenweit hinter der Zeit hinterher.
Via mex
sehpferd - am Mittwoch, 6. April 2005, 19:26 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Ich habe gerade gelesen, dass an unseren Schulen Lehrer von gestern mit Stoffen von vorgestern warten.
Ich denke, gegen die Lehrer von gestern kann man nichts machen – es sind ja überwiegen deutsche Beamte, sodass eine Auffrischung gar nicht so einfach ist. Doch sind es nicht die Lehrer, die von gestern sind und die uns Deutsche immer „dümmer“ im Sinne von „den Herausforderungen nicht mehr gewachsen“ machen machen, sondern die Bildungsminister, die nach wie vor an Gymnasien (allein das Wort erschreckt mich schon) festhalten, sowie eine elendigliche und kaum lernfähige Bürokratie zwischen den Ministern und den Lehrern vor Ort.
Über den Bildungsmüll habe ich schon viel geschrieben – unser Land lebt von guten Naturwissenschaftlern, Datenverarbeitern und Ingenieuren. Doch als „gebildet“ gilt weiterhin, wer Smalltalk über Freud, Beethoven und Karl den Großen ablassen kann.
Brauchen wir die allgemeine Vermittlung solcher Bildungsideale? Ich meine: nein. Dieses Wissen ist sehr interessant, und wer es will, darf es gerne durch eigene Mühen und auf eigene Kosten erwerben, und der Staat darf gerne fördern, dass viele Menschen solche Angebote wahrnehmen – aber die Schule muss vor allem das Wissen der Zeit vermitteln, und sie muss sowohl den intellektuellen wie auch den emotionalen Werkzeugkasten befüllen, damit man ein Leben meistern kann – aber sonst bitte nichts.
Ich denke, gegen die Lehrer von gestern kann man nichts machen – es sind ja überwiegen deutsche Beamte, sodass eine Auffrischung gar nicht so einfach ist. Doch sind es nicht die Lehrer, die von gestern sind und die uns Deutsche immer „dümmer“ im Sinne von „den Herausforderungen nicht mehr gewachsen“ machen machen, sondern die Bildungsminister, die nach wie vor an Gymnasien (allein das Wort erschreckt mich schon) festhalten, sowie eine elendigliche und kaum lernfähige Bürokratie zwischen den Ministern und den Lehrern vor Ort.
Über den Bildungsmüll habe ich schon viel geschrieben – unser Land lebt von guten Naturwissenschaftlern, Datenverarbeitern und Ingenieuren. Doch als „gebildet“ gilt weiterhin, wer Smalltalk über Freud, Beethoven und Karl den Großen ablassen kann.
Brauchen wir die allgemeine Vermittlung solcher Bildungsideale? Ich meine: nein. Dieses Wissen ist sehr interessant, und wer es will, darf es gerne durch eigene Mühen und auf eigene Kosten erwerben, und der Staat darf gerne fördern, dass viele Menschen solche Angebote wahrnehmen – aber die Schule muss vor allem das Wissen der Zeit vermitteln, und sie muss sowohl den intellektuellen wie auch den emotionalen Werkzeugkasten befüllen, damit man ein Leben meistern kann – aber sonst bitte nichts.
sehpferd - am Mittwoch, 6. April 2005, 19:04 - Rubrik: deutschland im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Wie der Vergleich von kleinen Landbäckereien mit einer handwerkstheoretischen Gebäckproduktion zeigt, können handwerkliche Bäcker Teile des gebäckproduzierenden Leistungsspektrums erbringen. Da sie oftmals nicht in Organisationsstrukturen eingebunden sind, ergeben sich hier vor allem Möglichkeiten bei der Beobachtung des Bäckereiwarenmarktes im Ganzen. Allerdings besteht die Gefahr, aufgrund der Nähe zum Kunden und der Betonung der Einmaligkeit die Distanz zu den Bäckereiwaren aufzugeben. Strukturell lassen sich die meisten Kleinbäckereien nicht in das System der Gebäckproduktionen eingliedern, obwohl auch ähnliche Tätigkeiten verrichtet werden.
...Für eine allgemeinere Aussage müssten diese Ergebnisse noch einer genaueren Untersuchung unter Einbeziehung gesellschaftlicher, gesetzlicher, beruflicher Normen sowie ethischen und qualitativen Gesichtspunkten unterzogen werden.
Falls sie es nicht bemerkt haben – dies ist eine Persiflag einer wissenschaftlichen Arbeit über Blogs und sie repräsentiert das Fazit der Betrachtungen des Autors, wobei nur einzelne Begriffe getauscht wurden.
Originalautor: Maximilian Junker
...Für eine allgemeinere Aussage müssten diese Ergebnisse noch einer genaueren Untersuchung unter Einbeziehung gesellschaftlicher, gesetzlicher, beruflicher Normen sowie ethischen und qualitativen Gesichtspunkten unterzogen werden.
Falls sie es nicht bemerkt haben – dies ist eine Persiflag einer wissenschaftlichen Arbeit über Blogs und sie repräsentiert das Fazit der Betrachtungen des Autors, wobei nur einzelne Begriffe getauscht wurden.
Originalautor: Maximilian Junker
sehpferd - am Mittwoch, 6. April 2005, 18:38 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Ich habe lange Zeit nicht über Europa geschrieben, weil ich ja Europa bereits lebe: Meine zweite Welt in Budapest wird immer realer. Doch jetzt will ich erneut die initiative ergreifen, die schon viel zu lange bei mir in der Schublade liegt: Europa muss, soll und kann zusammenwachsen – auch durch Blogger.
Liebe Städteblogger Europas, gleich wo ihr seid, doch vorzugsweise, wenn ihr aus einer Hauptstadt berichtet, höret -ich möchte gemeinsam mit euch etwas Neues schaffen: Ein Blog für Europa, vielleicht einen Verbund mehrerer Blogs.
Die Blogs sollen das tatsächliche Geschehen in den jeweiligen Städten widerspiegeln. Parteipolitische Blogs und reine Befindlichkeitsblogs sind deswegen unerwünscht.
Am besten eignen sich Blogs, in denen aktuelle (auch touristische) Nachrichten, tagesaktuelle Fotos und ein großer Teil des Alttagslebens typischer Stadtbewohner abgebildet werden. Es muss mindestens ein Beitrag pro Woche geschrieben werden.
Da diese Seiten hier überwiegend deutschsprachig sind: In Deutschland sind Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt/Main und München sowie Leipzig erwünscht. In Österreich wäre Wien natürlich vorzüglich, und in der Schweiz Basel, Genf und Zürich.
Sie können ihr eigenes Blog nutzen oder in meinem (neu zu erstellenden) Blog unter der Kennung Ihrer Stadt in deutscher oder englischer Sprache schreiben.
Derzeit lebe ich in der Nähe der Städte Basel und Freiburg, ich selbst werde (in deutscher Sprache) demnächst über Budapest und einige deutsche Städte berichten. Das Projekt soll am 1. Mai 2005 starten.
Bitte wendet euch an: sehpferd at sehpferd dot com.
Bitte verbreitet diese Nachricht. Danke.
English in short: I’m looking for bloggers living in Europe, mainly in capital cities. The blog must contain news about your city (can be news for tourists news as well) and should give some information about everyday life in your city. . Photos of the city life are always welcome.
The project will start on 01 May 2005 and will be set up as a new blog (not this one). You can send articles from your own blog, or just send emails for me to publish, or you can just link to my new blog. I will be blogging about Budapest (Hungary) and some German Cities.
Please contact me: sehpferd at sehpferd dot com.
Liebe Städteblogger Europas, gleich wo ihr seid, doch vorzugsweise, wenn ihr aus einer Hauptstadt berichtet, höret -ich möchte gemeinsam mit euch etwas Neues schaffen: Ein Blog für Europa, vielleicht einen Verbund mehrerer Blogs.
Die Blogs sollen das tatsächliche Geschehen in den jeweiligen Städten widerspiegeln. Parteipolitische Blogs und reine Befindlichkeitsblogs sind deswegen unerwünscht.
Am besten eignen sich Blogs, in denen aktuelle (auch touristische) Nachrichten, tagesaktuelle Fotos und ein großer Teil des Alttagslebens typischer Stadtbewohner abgebildet werden. Es muss mindestens ein Beitrag pro Woche geschrieben werden.
Da diese Seiten hier überwiegend deutschsprachig sind: In Deutschland sind Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt/Main und München sowie Leipzig erwünscht. In Österreich wäre Wien natürlich vorzüglich, und in der Schweiz Basel, Genf und Zürich.
Sie können ihr eigenes Blog nutzen oder in meinem (neu zu erstellenden) Blog unter der Kennung Ihrer Stadt in deutscher oder englischer Sprache schreiben.
Derzeit lebe ich in der Nähe der Städte Basel und Freiburg, ich selbst werde (in deutscher Sprache) demnächst über Budapest und einige deutsche Städte berichten. Das Projekt soll am 1. Mai 2005 starten.
Bitte wendet euch an: sehpferd at sehpferd dot com.
Bitte verbreitet diese Nachricht. Danke.
English in short: I’m looking for bloggers living in Europe, mainly in capital cities. The blog must contain news about your city (can be news for tourists news as well) and should give some information about everyday life in your city. . Photos of the city life are always welcome.
The project will start on 01 May 2005 and will be set up as a new blog (not this one). You can send articles from your own blog, or just send emails for me to publish, or you can just link to my new blog. I will be blogging about Budapest (Hungary) and some German Cities.
Please contact me: sehpferd at sehpferd dot com.
sehpferd - am Mittwoch, 6. April 2005, 11:53 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
In Paderborn ist man nicht „verklemmt oder bekloppt“. Es ist doch sehr beruhigend, dies zu wissen.
Doch die Sache hat einen Schönheitsfehler: Eine Zensur findet statt. Jedenfalls, wenn es einer Kioskbesitzerin in den Kram passt und sie geeignete Ansprechpartner findet.
Doch die Sache hat einen Schönheitsfehler: Eine Zensur findet statt. Jedenfalls, wenn es einer Kioskbesitzerin in den Kram passt und sie geeignete Ansprechpartner findet.
sehpferd - am Dienstag, 5. April 2005, 22:54 - Rubrik: deutschland im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Endlich mal ein etwas anderes Blog – und doch eines, das viele Geheimnisse beinhaltet, die hier auf etwas andere Art ausgeplaudert werden. Es ist etwas für all jene, die Lesen und Sehen zu einem Vergnügen verknüpfen wollen.
Soll ich meinen Leserinnen und Leser auch etwas gestehen? Ich lese manchmal Befindlichkeitsblogs. Aber: sagen sie es bitte niemandem weiter, vor allem keinen Bloggerinnen.
Und bevor ich dies vergesse: Via Notizblog.
Soll ich meinen Leserinnen und Leser auch etwas gestehen? Ich lese manchmal Befindlichkeitsblogs. Aber: sagen sie es bitte niemandem weiter, vor allem keinen Bloggerinnen.
Und bevor ich dies vergesse: Via Notizblog.
sehpferd - am Dienstag, 5. April 2005, 22:02 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
“Recently I've been thinking about money a lot, specifically what things in my life I'll do for money, what I'll do for love, and how/when to combine the two”.
Die Frage stellt sich natürlich überwiegend, wenn man in der Erotikbranche arbeitet – doch ich denke, dass die Gratwanderung zwischen „etwas aus Liebe tun“ und „etwas für Geld tun“ doch noch einige Farbschattierungen kennt, die selbst mir entgangen sind.
Ich möchte bitte keinen Kommentar lesen, dass man Liebe nicht kaufen kann, sonst muss ich hier den ganzen Text von „Love for Sale“ veröffentlichen, und dann bekomme ich Ärger mit dem Urheber.
Die Frage stellt sich natürlich überwiegend, wenn man in der Erotikbranche arbeitet – doch ich denke, dass die Gratwanderung zwischen „etwas aus Liebe tun“ und „etwas für Geld tun“ doch noch einige Farbschattierungen kennt, die selbst mir entgangen sind.
Ich möchte bitte keinen Kommentar lesen, dass man Liebe nicht kaufen kann, sonst muss ich hier den ganzen Text von „Love for Sale“ veröffentlichen, und dann bekomme ich Ärger mit dem Urheber.
sehpferd - am Dienstag, 5. April 2005, 21:40 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Wie es das Schicksal so wollte, erwischte mich die Fabulierlust just bei den Entenhausener Pfadfindern, deren Motto bekanntlich lautet: Ein Pfadfinder findet immer einen Pfad, und da ich gerade mal wieder bei den Sexblogs war, fielen mir all diese sexy Leute ein ... Oma Duck (habe ich aber verschwiegen), Donald, Daisy und natürlich Daniel Düsentrieb.
Sehen sie, und wenn ich so weit bin, dann freue ich mich immer, dass auch anderen schon das Licht des Helferleins strahlend hell aufgegangen ist:
„Männliche Ingenieure erreichen ihre höchste sexuelle Anziehungskraft später als normale Männer, werden jedoch zu unwiderstehlichen erotischen Magneten in ihren Mittdreißigern bis Endvierzigern. Betrachten Sie nur die folgenden Beispiele sexuell unwiderstehlicher Männer in technischen Berufen:
· Bill Gates.
· Daniel Düsentrieb"
Ich bin keine Frau, aber ich glaube, wenn ich die Wahl hätte, also ... vielleicht würde ich Daniel Düsentrieb vorziehen.
Das Zitat entstammt dieser hellsichtigen Quelle.
Sehen sie, und wenn ich so weit bin, dann freue ich mich immer, dass auch anderen schon das Licht des Helferleins strahlend hell aufgegangen ist:
„Männliche Ingenieure erreichen ihre höchste sexuelle Anziehungskraft später als normale Männer, werden jedoch zu unwiderstehlichen erotischen Magneten in ihren Mittdreißigern bis Endvierzigern. Betrachten Sie nur die folgenden Beispiele sexuell unwiderstehlicher Männer in technischen Berufen:
· Bill Gates.
· Daniel Düsentrieb"
Ich bin keine Frau, aber ich glaube, wenn ich die Wahl hätte, also ... vielleicht würde ich Daniel Düsentrieb vorziehen.
Das Zitat entstammt dieser hellsichtigen Quelle.
sehpferd - am Dienstag, 5. April 2005, 21:14 - Rubrik: papierkorb nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Für den einen gibt es schon zu viele, für die anderen niemals genug – Sexblogs. Wie alle meine Leserinnen und Leser wissen, verweise ich häufig und gerne auf erotische Blogs (nun fragen sie mich bitte nicht: Gibt’s die? Ich will heute nämlich nicht ins Grübeln kommen) und vor allem auf erotische Fotografie (ja, sie finden meine E-Mail-Adresse hier, aber bitte verschonen sie mich mit Amateuraktfotos).
Nun aber beginnt die Sache fieselig zu werden: Ich verweise nämlich, aus gutem Grund, überwiegend auf erotische Textblogs, die ein Mindestmaß an Qualität haben: Ich möchte einfach nicht, dass meine Leser so hopphopp mit männlichen und weiblichen Genitalien verwirrt werden, die sie (so jedenfalls) nicht zu sehen wünschen – und das passiert leider nur allzu oft. Verhindern kann selbst ich es nicht, weil ich nicht weiß, was morgen in den Blogs gepostet wird, die sich heute noch literarisch geben.
Was mir so auffiel: Jane (Janes Guide) verweist in letzter Zeit häufiger auf Sexblogs oder jedenfalls erotische Blogs, die sich bestenfalls als Strohfeuer entpuppen, und ich habe (beispielsweise) den Schmuddelblogger aus meiner Linkliste herausgeschmissen, weil er zu unbeständig ist und zu vieles schreibt, das ich persönlich nicht lesen möchte.
Oh, ich weiß, dass Halcyon und Tassy ein wilderotisches Sexblog führen (ich wusste schon immer, dass rosa wundervoll ist) – aber das trägt eben ein Schild draußen, dass alles, was drinnen ist, nur für Erwachsene ist – und das bedeutet für mich, dass ich zwar bis vor die Haustür verlinken könnte, aber keinen Schritt weiter – und das nun erscheint mir „unbloggerisch“ um es mal so zu sagen. Ähnliches gilt für zahllose Links, die mir „Fleshbot“ täglich anbietet.
Natürlich ist mir klar: Ein erotischer Pfadfinder findet immer einen Pfad. Aber dieses alte Entenhausener Motto wird mich nicht dazu führen, mir erneut Gedanken über das Sexleben des Donald Duck, der Daisy Duck und vielleicht gar des Daniel Düsentrieb Gedanken zu machen. Ich habe schon genug damit zu tun, meine Gummibärchen davon abzuhalten, sich voller Vereinigungswut zu Klumpen zusammenzufügen.

Bild:
Gummibärchen nach einer wilden Orgie - alle wurden Opfer ihres frevelhaften Tuns.
Nun aber beginnt die Sache fieselig zu werden: Ich verweise nämlich, aus gutem Grund, überwiegend auf erotische Textblogs, die ein Mindestmaß an Qualität haben: Ich möchte einfach nicht, dass meine Leser so hopphopp mit männlichen und weiblichen Genitalien verwirrt werden, die sie (so jedenfalls) nicht zu sehen wünschen – und das passiert leider nur allzu oft. Verhindern kann selbst ich es nicht, weil ich nicht weiß, was morgen in den Blogs gepostet wird, die sich heute noch literarisch geben.
Was mir so auffiel: Jane (Janes Guide) verweist in letzter Zeit häufiger auf Sexblogs oder jedenfalls erotische Blogs, die sich bestenfalls als Strohfeuer entpuppen, und ich habe (beispielsweise) den Schmuddelblogger aus meiner Linkliste herausgeschmissen, weil er zu unbeständig ist und zu vieles schreibt, das ich persönlich nicht lesen möchte.
Oh, ich weiß, dass Halcyon und Tassy ein wilderotisches Sexblog führen (ich wusste schon immer, dass rosa wundervoll ist) – aber das trägt eben ein Schild draußen, dass alles, was drinnen ist, nur für Erwachsene ist – und das bedeutet für mich, dass ich zwar bis vor die Haustür verlinken könnte, aber keinen Schritt weiter – und das nun erscheint mir „unbloggerisch“ um es mal so zu sagen. Ähnliches gilt für zahllose Links, die mir „Fleshbot“ täglich anbietet.
Natürlich ist mir klar: Ein erotischer Pfadfinder findet immer einen Pfad. Aber dieses alte Entenhausener Motto wird mich nicht dazu führen, mir erneut Gedanken über das Sexleben des Donald Duck, der Daisy Duck und vielleicht gar des Daniel Düsentrieb Gedanken zu machen. Ich habe schon genug damit zu tun, meine Gummibärchen davon abzuhalten, sich voller Vereinigungswut zu Klumpen zusammenzufügen.

Bild:
Gummibärchen nach einer wilden Orgie - alle wurden Opfer ihres frevelhaften Tuns.
sehpferd - am Dienstag, 5. April 2005, 21:02 - Rubrik: blog nachrichten
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Kein junges Gemüse - aber eben doch ein Eindruck vom Frühling aus einer Markthalle in Budapest (keine, in die sich Touristen verlaufen).


sehpferd - am Dienstag, 5. April 2005, 20:02 - Rubrik: reisen bildet
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Ja, selbstverständlich verkauft sich Sex ... vor allem als Salz- und Pfefferstreuer, und erst recht, wenn der Designer Alberto Mantilla heißt. MOMA veröffentlichte seine Verkäufe: 113 in der letzten Woche, 376 im letzten Monat.
Die Dinger sehen natürlich nie Pfeffer oder Salz und bleiben stets im Schrank. Wer wagt es schließlich noch, Pfeffer in einem simplen Streuer auf den Tisch zu bringen? Ach, was schrieb ich da?
Mindestens 80 Prozent aller Abfütterungsbetriebe in diesem unserem Land, Pardon, Gaststätten in Deutschland, finden diese Tischkultur ganz vorzüglich.
Die Dinger sehen natürlich nie Pfeffer oder Salz und bleiben stets im Schrank. Wer wagt es schließlich noch, Pfeffer in einem simplen Streuer auf den Tisch zu bringen? Ach, was schrieb ich da?
Mindestens 80 Prozent aller Abfütterungsbetriebe in diesem unserem Land, Pardon, Gaststätten in Deutschland, finden diese Tischkultur ganz vorzüglich.
sehpferd - am Dienstag, 5. April 2005, 19:49 - Rubrik: kult und kultur
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Wenn sie einmal gar nicht mehr wissen, über was sie schreiben sollen, können sie ja DENISE PENNY nacheifern. Die schreibt inzwischen darüber, was Geschäftsleute in New York City so am meisten verkauft haben.
Nun, ich gebe zu, dies wird, sagen wir, in Nürtingen und anderen Krämerstädten mit Neidbedrohung nicht gehen. Na, dann ziehen sie eben in die Großstadt um – sie haben doch schließlich einen Internet-Anschluss?
Nun, ich gebe zu, dies wird, sagen wir, in Nürtingen und anderen Krämerstädten mit Neidbedrohung nicht gehen. Na, dann ziehen sie eben in die Großstadt um – sie haben doch schließlich einen Internet-Anschluss?
sehpferd - am Dienstag, 5. April 2005, 19:48 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Die Bundesagentur für Arbeit hat mal wieder gedacht. Das geht erfahrungsgemäß nie gut, vor allem, wenn Spargel gestochen werden soll, oder Gurken gepflückt oder gar Erdbeeren. Da kann man mal wieder nach Herzenslust Presserklärungen abgeben, sich im Rundfunk hören oder im Fernsehen sehen.
Nein, lieber Herr Heinrich Alt, diesen Treppenwitz hätten sie sich schenken können. Damit hat uns schon mal jemand verkohlt – schade, dass sich die Leute nie erinnern können. Die Retourkutsche kam dann auch postwendend in dieser Form von Dietrich Paul, dem Vorsitzenden der Vereinigung der Spargelanbauer in Niedersachsen: „Luftnummern, die nur Kosmetik für eine misslungene Wirtschaftspolitik sind. Wir Spargelbauern wollen nicht die Versuchskaninchen für Minister Clement sein. Der Spargel muss termingerecht raus, das schaffen wir nur mit polnischen Helfern“.
Hätte er gesagt: „Mit motivierten Arbeitskräften“ so wäre dies auch nicht falsch gewesen.
Nein, lieber Herr Heinrich Alt, diesen Treppenwitz hätten sie sich schenken können. Damit hat uns schon mal jemand verkohlt – schade, dass sich die Leute nie erinnern können. Die Retourkutsche kam dann auch postwendend in dieser Form von Dietrich Paul, dem Vorsitzenden der Vereinigung der Spargelanbauer in Niedersachsen: „Luftnummern, die nur Kosmetik für eine misslungene Wirtschaftspolitik sind. Wir Spargelbauern wollen nicht die Versuchskaninchen für Minister Clement sein. Der Spargel muss termingerecht raus, das schaffen wir nur mit polnischen Helfern“.
Hätte er gesagt: „Mit motivierten Arbeitskräften“ so wäre dies auch nicht falsch gewesen.
sehpferd - am Dienstag, 5. April 2005, 13:09 - Rubrik: deutschland im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Obwohl ich seit einiger Zeit in deutlich weniger Kategorien schreibe, unterhalte ich hier einen Gemischtwarenladen, dass es dem Teufel graust – doch wenigstens habe ich noch den einen oder anderen Leser (und selbstverständlich auch Leserinnen).
Doch was lieben diese Leserinnen und Leser eigentlich? Dass ich jeden Käse noch grammweise abwiege, wenn es sein muss? Dass ich die Herkunft meiner eingedosten Flusskrebse noch bis an die Quellen verfolge? Oder dass ich als einziger so viele Sorten Hirnpfeffer verkaufe?
Vielleicht sollte ich mehr über die Stadt bloggen. Nein, nicht über die, in der ich schon viel zu lange lebe, sondern über die, in der ich Straßenbahn und Metro fahren kann und nicht jeden Tag im selben Café dieselben Rentner angucken muss.
Wobei mir einfällt – wer führt eigentlich Städetblogs?
Doch was lieben diese Leserinnen und Leser eigentlich? Dass ich jeden Käse noch grammweise abwiege, wenn es sein muss? Dass ich die Herkunft meiner eingedosten Flusskrebse noch bis an die Quellen verfolge? Oder dass ich als einziger so viele Sorten Hirnpfeffer verkaufe?
Vielleicht sollte ich mehr über die Stadt bloggen. Nein, nicht über die, in der ich schon viel zu lange lebe, sondern über die, in der ich Straßenbahn und Metro fahren kann und nicht jeden Tag im selben Café dieselben Rentner angucken muss.
Wobei mir einfällt – wer führt eigentlich Städetblogs?
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Wenn Weblogs „unser“ Medium sind, dann sind „wir“ unberechenbar: Nur sind Weblogs eben nicht „unser“ Medium, sondern ein Medium, das jeder nutzen kann. Wer Marketingkauderwelsch liebt, wird dies mögen: „Das Phänomen Weblogs ist zwar noch nicht am Zenit seiner Bedeutung für die Cyberspacekultur, es ist aber ein schnelles Wachstum zu erkennen.“. Ach ja, „Phänomen“, „Zenit“, „Cyberspacekultur“: Wie steigert man noch „geschwätzig“?
sehpferd - am Dienstag, 5. April 2005, 08:47 - Rubrik: blog nachrichten
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