Erwarte Sie in den nächsten Tagen nur das Beste von mir – aber nicht, dass ich hier Blogge. Nein, ich bin nicht in den Wahlkampf involviert, und ich habe schon gewählt – insofern sind alle Aufrufe, eine Partei zu wählen oder nicht zu wählen, völlig sinnlos. Der einzige Grund für mich, nicht zu schreiben, ist ein wenig auszuspannen – wenn man davon absieht, dass ich am Samstag Gast einer Wohnungseinweihungsparty (locker) und am Sonntag Teilnehmer eine Wahlparty (sehr offiziell) bin.
Das Wahlergebnis kommentieren? Hier ohnehin nicht, und im Wahlblog reicht es mir auch noch am Dienstag. Dann denke ich mal wieder diagonal darüber nach – falls es denn des Nachdenkens noch bedarf.
Und auch hier tauche ich mit frischen Kräften wieder auf.
Das Wahlergebnis kommentieren? Hier ohnehin nicht, und im Wahlblog reicht es mir auch noch am Dienstag. Dann denke ich mal wieder diagonal darüber nach – falls es denn des Nachdenkens noch bedarf.
Und auch hier tauche ich mit frischen Kräften wieder auf.
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Bloggerinnen und Blogger, die Webseitenaufrufe von der Nachtfalter-Seite vermisst haben, können beruhigt sein: Die Links sind wieder da. Wie ich mehrfach versucht habe, zu erläutern, war dies nicht meine Schuld, sondern ein Problem des Betreibers.
Bislang wurden keine Blogger entfernt, sondern drei wichtige erotische Webseiten deutscher Sprache wurden ergänzt. Das Verlinken zu mir mit RSS-feeds ist für jeden Bloggerin und jeden Blogger ein Spiel, in dem man nur gewinnen kann – kein Link ist so erfolgreich wie ein direkter RSS-Zugriff.
Wenn Sie auf blogg.de bloggen, benutzen sie bitte selbst RSS-Feeds zu mir, falls sie mit mir verlinken wollen. Blogger, die von twoday aus verlinken wollen, können dies mit den üblichen Standard-Links oder mit meinem Icon tun – ich mache keine Unterschiede, wie jemand verlinkt.
Wenn sie immer auf dem Laufenden sein wollen über das, was bei Sehpferd oder Nachtfalter geschrieben wird, abonnieren Sie einfach meine RSS-feeds. Wenn sie nicht wissen, was das ist, oder keinen RSS-Leser besitzen, dann holen sie sich einen, der sofort funktioniert, und tragen sie diesen Code für sehpferd.twoday.net ein: http://sehpferd.twoday.net/index.rdf.
Nach wie vor werden auch Bloggerinnen und Blogger für eine zwar lockere, aber in der Sache konsequente Zusammenarbeit gesucht. Bitte wenden Sie sich dazu an sehpferd at sehpferd de – vor allem neue, ungewöhnliche Ideen sind willkommen und werden mit Respekt und Diskretion behandelt.
Bislang wurden keine Blogger entfernt, sondern drei wichtige erotische Webseiten deutscher Sprache wurden ergänzt. Das Verlinken zu mir mit RSS-feeds ist für jeden Bloggerin und jeden Blogger ein Spiel, in dem man nur gewinnen kann – kein Link ist so erfolgreich wie ein direkter RSS-Zugriff.
Wenn Sie auf blogg.de bloggen, benutzen sie bitte selbst RSS-Feeds zu mir, falls sie mit mir verlinken wollen. Blogger, die von twoday aus verlinken wollen, können dies mit den üblichen Standard-Links oder mit meinem Icon tun – ich mache keine Unterschiede, wie jemand verlinkt.
Wenn sie immer auf dem Laufenden sein wollen über das, was bei Sehpferd oder Nachtfalter geschrieben wird, abonnieren Sie einfach meine RSS-feeds. Wenn sie nicht wissen, was das ist, oder keinen RSS-Leser besitzen, dann holen sie sich einen, der sofort funktioniert, und tragen sie diesen Code für sehpferd.twoday.net ein: http://sehpferd.twoday.net/index.rdf.
Nach wie vor werden auch Bloggerinnen und Blogger für eine zwar lockere, aber in der Sache konsequente Zusammenarbeit gesucht. Bitte wenden Sie sich dazu an sehpferd at sehpferd de – vor allem neue, ungewöhnliche Ideen sind willkommen und werden mit Respekt und Diskretion behandelt.
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Damit ich nur nicht vergesse, Ihnen dies zu erzählen: Die Blog-Suchmaschine ist da. Nein, nicht eine dieser Amateurlösungen, die wir aus der Vergangenheit kennen, sondern eine wunderbare Google-Blog-Suchmaschine.
sehpferd - am Mittwoch, 14. September 2005, 20:45 - Rubrik: blog nachrichten
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Schnell noch ein Geschenk für Sie? Vielleicht finden sie es bei Oooh-La-La. Wenn sie sich immer schon für die Geschichte von den Vögeln und den Blumen interessiert haben – bitte schön, hier sehr plastisch dargestellt. Und außerdem: Ein Rat an eine Dame, die in die Erotikbranche einesteigen will: „Hör mit dem Scheiß auf – blah, blah scheiß blah blah“. Irgendwie hatte ich da doch mehr erwartet – der Herr Ratgeber ist nämlich kein Blogger, sondern Autor. Behaupten jedenfalls er und sein Verleger.
sehpferd - am Mittwoch, 14. September 2005, 19:35 - Rubrik: wundersames
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Sicher haben Sie schon gehört, dass mache Damen, unter ihnen auch sehr junge, Handschellen in ihren Täschchen tragen. Wenn sie eine Dame sind, und dies auch schon tun, dann wissen Sie, warum. Doch wie erkläre ich es dem Rest der Leserinnen?
Nun, sehen Sie, wenn sie diesen Gegenstand bei sich tragen und geschickt einsetzen, dann bekommen sie eine Art von Kontrolle über Ihren Liebhaber, die sie sonst möglicherweise nicht gewinnen - in vulgo: Sie bestimmen, wo es lang geht - und mit etwas Fantasie fällt ihnen dazu noch weitaus mehr ein als mir.
Nachdem Damen mit dieser Methode offenbar überall große Erfolge erzielen, sollten die Herren sich eines vergegenwärtigen: wenn sie erst einmal in eine Lage gekommen sind, die auf den Einsatz der kleinen Gerätschaft zurückzuführen ist, dann sind sie in ihrer persönlichen Freiheit ein wenig eingeschränkt, und wenn ihnen dann auch noch die Augen verbunden werden, verlieren sie einen Teil der Orientierung, die sie benötigen, um das Geschehen gegebenenfalls doch noch beeinflussen zu können.
Also - wie auch immer. Es gibt nun nicht nur junge Damen, die sich an solchen Spielen ergötzen, sondern auch Herren, die aus tiefster Seele danach lechzen. Doch wie soll man ihnen zeigen, welche Möglichkeiten ihnen offen stehen? Natürlich kann man die Handschellen auf den Tisch legen (wenn sie es tun, machen sie es gleich im besten Restaurant, das sie kennen, und verwenden sie keine Spielzeughandschellen, das ist stillos). Sie könnten die Handschellen auch wie unbeabsichtigt fallen lassen, um zu erreichen, dass sie ihnen ein Herr nachträgt: „oh, sie haben glaube ich etwas verloren, meine Dame".
Aber - die Krönung ist natürlich, die Handschellen ganz unverfänglich zu zeigen - als Haltegriff einer Handtasche zum Beispiel. Wenn Sie denken, dass sie die Sache ohnehin nicht mobil betreiben wollen, aber dennoch deutliche Zeichen von sich geben wollen, bitte schön: In diesem Fällen empfiehlt sich eine Geldbörse, gehalten von Daumenhandschellen. Das erzeugt die Begehrlichkeit im Hirn entsprechender Herren, befreit sie aber von schwerem Gerät: Das bleibt schön zu Hause, wo der Herr es dann im Original später bewundern kann.
Wo man diese netten kleinen Dinge bekommt? An hier wäre mal die große Handtasche mit Handschellen als Träger, und hier die kleine Geldbörse mit den Daumenfesseln.
English (shortened) at Nachtfalter.

photo: (c) 2005 by cuffbylinz.com
Nun, sehen Sie, wenn sie diesen Gegenstand bei sich tragen und geschickt einsetzen, dann bekommen sie eine Art von Kontrolle über Ihren Liebhaber, die sie sonst möglicherweise nicht gewinnen - in vulgo: Sie bestimmen, wo es lang geht - und mit etwas Fantasie fällt ihnen dazu noch weitaus mehr ein als mir.
Nachdem Damen mit dieser Methode offenbar überall große Erfolge erzielen, sollten die Herren sich eines vergegenwärtigen: wenn sie erst einmal in eine Lage gekommen sind, die auf den Einsatz der kleinen Gerätschaft zurückzuführen ist, dann sind sie in ihrer persönlichen Freiheit ein wenig eingeschränkt, und wenn ihnen dann auch noch die Augen verbunden werden, verlieren sie einen Teil der Orientierung, die sie benötigen, um das Geschehen gegebenenfalls doch noch beeinflussen zu können.
Also - wie auch immer. Es gibt nun nicht nur junge Damen, die sich an solchen Spielen ergötzen, sondern auch Herren, die aus tiefster Seele danach lechzen. Doch wie soll man ihnen zeigen, welche Möglichkeiten ihnen offen stehen? Natürlich kann man die Handschellen auf den Tisch legen (wenn sie es tun, machen sie es gleich im besten Restaurant, das sie kennen, und verwenden sie keine Spielzeughandschellen, das ist stillos). Sie könnten die Handschellen auch wie unbeabsichtigt fallen lassen, um zu erreichen, dass sie ihnen ein Herr nachträgt: „oh, sie haben glaube ich etwas verloren, meine Dame".
Aber - die Krönung ist natürlich, die Handschellen ganz unverfänglich zu zeigen - als Haltegriff einer Handtasche zum Beispiel. Wenn Sie denken, dass sie die Sache ohnehin nicht mobil betreiben wollen, aber dennoch deutliche Zeichen von sich geben wollen, bitte schön: In diesem Fällen empfiehlt sich eine Geldbörse, gehalten von Daumenhandschellen. Das erzeugt die Begehrlichkeit im Hirn entsprechender Herren, befreit sie aber von schwerem Gerät: Das bleibt schön zu Hause, wo der Herr es dann im Original später bewundern kann.
Wo man diese netten kleinen Dinge bekommt? An hier wäre mal die große Handtasche mit Handschellen als Träger, und hier die kleine Geldbörse mit den Daumenfesseln.
English (shortened) at Nachtfalter.

photo: (c) 2005 by cuffbylinz.com
sehpferd - am Dienstag, 13. September 2005, 21:39 - Rubrik: wundersames
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Die extremistische Feministin Tiina Rosenberg, die gerade jetzt Furore in der Presse wegen ihrer Haltung zur Ehe machte hat eine Mitstreiterin verloren: Gründungsmitglied Susanne Linde, 50, verließ die Feministische Initiative (FI) nach einem heftigen und von persönlichen Kontroversen geprägtem Streit. Schon letzte Woche war Ebba Witt-Brattström aus der Initiative ausgestiegen, wobei ihr Frau Rosenberg nachgerufen haben soll: „Frauen, die mit Männern schlafen, sind Verräterinnen ihres Geschlechts“.
Schwedisches Wikipedia über die FI
Interview (auf Deutsch) mit Tiina Rosenberg, akustisch - natürlich versuchte sie dort, einen besseren Eindruck zu machen.
Schwedisches Wikipedia über die FI
Interview (auf Deutsch) mit Tiina Rosenberg, akustisch - natürlich versuchte sie dort, einen besseren Eindruck zu machen.
sehpferd - am Montag, 12. September 2005, 19:56 - Rubrik: zeit geschehen
Magical Works hat weder auf meine erste, noch auf die zweite, noch auf die dritte Aufforderung reagiert
1. Mir einen gültigen Kontoauszug zu schicken
2. Die Kündigung des Vertrags zu bestätigen
3. Die gehosteten Domänen freizugeben.
Statt dessen schickt man mir eine neue Rechnung auch für die Zeit nach der Kündigung und belastet mein Konto erneut rechtswidrig – trotz des gekündigten Vertrages und des widerrufenen Abbuchungsauftrags. Ich kann mich trösten, dass es mir offenbar nicht allein so ging – aber das ist auch alles.
Es reicht jetzt, Magical Works.
1. Mir einen gültigen Kontoauszug zu schicken
2. Die Kündigung des Vertrags zu bestätigen
3. Die gehosteten Domänen freizugeben.
Statt dessen schickt man mir eine neue Rechnung auch für die Zeit nach der Kündigung und belastet mein Konto erneut rechtswidrig – trotz des gekündigten Vertrages und des widerrufenen Abbuchungsauftrags. Ich kann mich trösten, dass es mir offenbar nicht allein so ging – aber das ist auch alles.
Es reicht jetzt, Magical Works.
sehpferd - am Montag, 12. September 2005, 18:55 - Rubrik: Kunde sein
Heute habe ich einmal etwas Positives zu berichten: Bei der IBM habe ich letztlich Erfolg mit meiner Reklamation gehabt - die Software Smart Suite wurde nachgeliefert, und dies auf eine sehr unkonventionelle Weise, bei der manches andere Kundenzentrum sich erst einmal die Finger verbogen hätte.
Das Lob geht an Reiner Ewert von der IBM Deutschland, der sich sehr ernsthaft, freundlich und zuvorkommend um meine Reklamation kümmerte. Vielen Dank.
Das Lob geht an Reiner Ewert von der IBM Deutschland, der sich sehr ernsthaft, freundlich und zuvorkommend um meine Reklamation kümmerte. Vielen Dank.
sehpferd - am Montag, 12. September 2005, 18:53 - Rubrik: Kunde sein
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Eine Google-Anfrage „Filmen in den es Frauen so richtig besorgt kommen“ führte (leider) zu meiner Seite: Nur war es wohl nicht das, was der Herr sich dachte: „Ashley de Vyne ist besorgt über ihre Freundin Amaya Lovely in New Orleans wegen des Wirbelsturmes „Katrina“, „geblieben ist eine Darstellerin in Filmen für ein erwachsenes Publikum“ und „sollen sie natürlich auch schöne Frauen zu sehen bekommen“
Muss ein langes Gesicht gemacht haben, der Knabe.
Muss ein langes Gesicht gemacht haben, der Knabe.
sehpferd - am Sonntag, 11. September 2005, 23:32 - Rubrik: papierkorb nachrichten
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Wenn man verschiedene Pressemeldungen von heute glaube kann, die auf Aussagen der Agentur Reuters basieren oder die kritische und aus sicherer Distanz treffsicher abgegebene Prognose der NZZ liest, dann sieht es so aus, als ob sich die Kanzlerkandidatin von CDU und CSU, Angela Merkel, nach und nach wieder von Herrn Kirchhof distanziert, den sie gewissermaßen wie das Kaninchen aus dem Hut geholt hatte, als sie sah, dass der Platz des Schattenfinanzministers intern nicht zu besetzen war.
Als ich am 6. September fragte, ob Herr Kirchhof der Pferdfuß im Wunschkabinett Merkel wäre, erntete ich noch nichts als Häme – vor allem stellten Kommentatoren einen Zusammenhang mit Herrn Eichel her. Das Resultat waren die blogüblichen Hickhackargumentationen, die letztendlich alle an der Kernfrage „ist Paul Kirchhof für die Union tragbar?“ vorbeigingen.
Das Amt des Finanzministers ließe sich mit einem vorzüglichen Fachmann aus den Reihen der CDU besetzen: Friedrich Merz. Wie es scheint, buhlt die Kanzlerin in Wartestellung nun wieder um diesen Mann, den sie vor Monaten derartig düpiert hatte, dass er all seine Parteiämter hinwarf. Man darf gespannt sein, ob Angela Merkel wenigstens dieses Mal richtig handelt – viele Fehler kann sie sich nicht mehr leisten.
Als ich am 6. September fragte, ob Herr Kirchhof der Pferdfuß im Wunschkabinett Merkel wäre, erntete ich noch nichts als Häme – vor allem stellten Kommentatoren einen Zusammenhang mit Herrn Eichel her. Das Resultat waren die blogüblichen Hickhackargumentationen, die letztendlich alle an der Kernfrage „ist Paul Kirchhof für die Union tragbar?“ vorbeigingen.
Das Amt des Finanzministers ließe sich mit einem vorzüglichen Fachmann aus den Reihen der CDU besetzen: Friedrich Merz. Wie es scheint, buhlt die Kanzlerin in Wartestellung nun wieder um diesen Mann, den sie vor Monaten derartig düpiert hatte, dass er all seine Parteiämter hinwarf. Man darf gespannt sein, ob Angela Merkel wenigstens dieses Mal richtig handelt – viele Fehler kann sie sich nicht mehr leisten.
sehpferd - am Sonntag, 11. September 2005, 21:18 - Rubrik: zeit geschehen
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Soeben veröffentlichte ein weltbekanntes Magazin, dass nunmehr ein neues Schattenkabinett gebildet wurde. Die sensationelle Neuigkeit können humorbegabte Leserinnen und Leser auf einer anderen Sehpferd-Seite lesen und vor allem auch ansehen.
sehpferd - am Sonntag, 11. September 2005, 19:19 - Rubrik: papierkorb nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Ich weiß ja nicht, wann für Sie Herbst ist – aber für mich ist Herbst, wenn die Kastanien reif sind. Wenn es soweit war, ging mein Großvater mit mir immer Kastanien sammeln – drei für ihn, weil er sich von ihrer Wirkung die Linderung von Rheumabeschwerden versprach, der Rest für mich.
Die wirklich großen Kastanienbäume befanden sich auf der wasserabgewandten Seite jener Wurft, auf der Jürgens Hof stand – damals schon kein Hof mehr, sondern ein Café. Ich denke, es war schon zu jener Zeit so vornehm, dass Familien nicht Kaffee kochen konnten und dass man auf der Terrasse bereits Kännchen nehmen musste.
Ja sehen Sie, nun könnten sie Fragen stellen: Etwa, was eine Wurft ist, warum der Hof auf einer Wurft stand, was bedeutet, dass Familien Kaffee kochen konnten. Sehen sie, so ist es eben, wenn ältere Herren in Jugenderinnerungen schwelgen. Also dann: Ich wohnte derzeit auf dem Hauptdeich der Weser im Osten, dem Osterdeich. Zwischen dem Osterdeich und dem Vordeich befand sich neben einem Kleingartengebiet auch eine landwirtschaftlich genutzte Fläche, die Pauliner Marsch, auf der eben auch dieser Jürgens Hof stand – und weil das Gebiet zwischen den Deichen eben zum Überschwemmungsgebiet der Weser gehörte, standen der Hof hoch oben auf einer Wurft. Das alles steht noch heute so ähnlich dort, nur dass aus Jürgens Café jetzt das vornehme Restaurant Jürgenshof geworden ist.
Mein Fundstück von heute: Es ist eine Kastanie. Und deswegen ist jetzt Herbst.

Photo oben: (C) 2005 by sehpferd, Lörrach, Germany
Das Restaurant "Jürgenshof" heute: Unbedingt besuchen.

Photo unten: (c) 2005 by Jürgenshof, Bremen, Germany
Die wirklich großen Kastanienbäume befanden sich auf der wasserabgewandten Seite jener Wurft, auf der Jürgens Hof stand – damals schon kein Hof mehr, sondern ein Café. Ich denke, es war schon zu jener Zeit so vornehm, dass Familien nicht Kaffee kochen konnten und dass man auf der Terrasse bereits Kännchen nehmen musste.
Ja sehen Sie, nun könnten sie Fragen stellen: Etwa, was eine Wurft ist, warum der Hof auf einer Wurft stand, was bedeutet, dass Familien Kaffee kochen konnten. Sehen sie, so ist es eben, wenn ältere Herren in Jugenderinnerungen schwelgen. Also dann: Ich wohnte derzeit auf dem Hauptdeich der Weser im Osten, dem Osterdeich. Zwischen dem Osterdeich und dem Vordeich befand sich neben einem Kleingartengebiet auch eine landwirtschaftlich genutzte Fläche, die Pauliner Marsch, auf der eben auch dieser Jürgens Hof stand – und weil das Gebiet zwischen den Deichen eben zum Überschwemmungsgebiet der Weser gehörte, standen der Hof hoch oben auf einer Wurft. Das alles steht noch heute so ähnlich dort, nur dass aus Jürgens Café jetzt das vornehme Restaurant Jürgenshof geworden ist.
Mein Fundstück von heute: Es ist eine Kastanie. Und deswegen ist jetzt Herbst.

Photo oben: (C) 2005 by sehpferd, Lörrach, Germany
Das Restaurant "Jürgenshof" heute: Unbedingt besuchen.

Photo unten: (c) 2005 by Jürgenshof, Bremen, Germany
Das wöchentliche Geblubber aus den Algen – fast immer sonntags
Das erste, was sie vom Jazz erfahren, wenn sie sich niemals damit beschäftigt haben, ist, dass er eine „improvisierte Musik“ ist. Für den Fall, dass sie gute Jazzliteratur lesen oder Musiker kennen, wird diese Meinung schnell relativiert: Man komponiert, man arrangiert, und man lässt den Musikern dennoch Raum für Improvisationen. Das gemeinsame Improvisieren beruht vor allem darauf, in einen musikalischen Dialog einzutreten – das war im so genannten „New Orleans Jazz“ nicht anders als im modernen Jazz, beispielsweise bei den heftigen. Oft kontroversen Dialogen zwischen Charles Mingus und Eric Dolphy. Ganz generell aber kann mann sagen: Der musikalische Erfolg einer Band beruht auf der Fähigkeit, Disziplin, Geist, Emotionen und selbstverständlich das musikalische Können zu vereinigen, so, dass mehr daraus entsteht, als jeder Einzelne tun könnte.
Ich bin gerade auf eine Diskussion gestoßen, in der Blogs mit Jazz verglichen werden. Generell ist die Bloggerin oder der Blogger, wie ich sie oder ihn heute erlebe, eine Person, die hinter einem Bildschirm sitzt und absolut an die Welt abgeben will, was sie für richtig hält. Nicht wenige glauben dabei, bereits Jesus Christus ersetzen zu können und verkünden das neue Evangelium der Kommunikation. Die Idee von einem „sozialen Medium“ geistert ja immer wieder durch die Bloggerei – doch kann ich nicht viel davon erkennen. Es geht nicht darum, ob die Heidi mit dem Heiner verbal herumschmust, oder ob die Anni mit der Betti Sprechblasen austauscht, sonder darum, dass aus diesen Dialogen ein Zuwachs entsteht, ein Gewinn an intellektueller, emotionaler oder sozialer Kraft, wenn es hoch kommt. Natürlich kann es auch einfach eine Erweiterung des Horizonts sein – was ich manchen Bloggern ohnehin empfehlen würde. Doch davon merke ich sehr, sehr wenig. Sollte ich einen Beweis dafür brauchen, muss ich mir nur die Kommentare in den meisten Wahlblogs ansehen.
Gegenwärtig erhalte ich dieses Blog mit Mühe. Wenn man längere Zeit bloggt, entsteht eine Anspruchshaltung der Leserinnen und Leser, die ich mitnichten bereit bin, zu erfüllen. Manche haben dies lange vor mir erkannt und ihre Artikel reduziert, andere haben ganz aufgegeben. Gegenwärtig schreibe ich hauptsächlich für meine Nachtfalter-Seite – die ist wenigstens völlig banal. Ich bemerke deutlich: Immer, wenn es tatsächlich ernst wird, wenn Alltagsprobleme oder wirkliche Zeitprobleme angesprochen werden, sinkt die Popularität rapide. Man will den witzigen Bonvivant, um sich selber glauben zu machen, dass irgendjemand dauernd witzig und ein Bonvivant ist.
Die Politik? Am nächsten Wochenende ist Wahl – und da ist vor allem eines wichtig: Hinzugehen. Alles andere sollte man der Gewissensentscheidung des Wählers überlassen – und für mich hat sich noch diese Erkenntnis ergeben: Die Tagespresse hatte abermals die Nase weit vorn, wenn es um die Hintergründe der Wahl 2005 ging – die Blogs hinkten weit hinterher, weil die Insider sich nicht zu den Hintergründen äußerten, sondern beinahe ausschließlich Propaganda für das eigene Lager betrieben.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende.
Das erste, was sie vom Jazz erfahren, wenn sie sich niemals damit beschäftigt haben, ist, dass er eine „improvisierte Musik“ ist. Für den Fall, dass sie gute Jazzliteratur lesen oder Musiker kennen, wird diese Meinung schnell relativiert: Man komponiert, man arrangiert, und man lässt den Musikern dennoch Raum für Improvisationen. Das gemeinsame Improvisieren beruht vor allem darauf, in einen musikalischen Dialog einzutreten – das war im so genannten „New Orleans Jazz“ nicht anders als im modernen Jazz, beispielsweise bei den heftigen. Oft kontroversen Dialogen zwischen Charles Mingus und Eric Dolphy. Ganz generell aber kann mann sagen: Der musikalische Erfolg einer Band beruht auf der Fähigkeit, Disziplin, Geist, Emotionen und selbstverständlich das musikalische Können zu vereinigen, so, dass mehr daraus entsteht, als jeder Einzelne tun könnte.
Ich bin gerade auf eine Diskussion gestoßen, in der Blogs mit Jazz verglichen werden. Generell ist die Bloggerin oder der Blogger, wie ich sie oder ihn heute erlebe, eine Person, die hinter einem Bildschirm sitzt und absolut an die Welt abgeben will, was sie für richtig hält. Nicht wenige glauben dabei, bereits Jesus Christus ersetzen zu können und verkünden das neue Evangelium der Kommunikation. Die Idee von einem „sozialen Medium“ geistert ja immer wieder durch die Bloggerei – doch kann ich nicht viel davon erkennen. Es geht nicht darum, ob die Heidi mit dem Heiner verbal herumschmust, oder ob die Anni mit der Betti Sprechblasen austauscht, sonder darum, dass aus diesen Dialogen ein Zuwachs entsteht, ein Gewinn an intellektueller, emotionaler oder sozialer Kraft, wenn es hoch kommt. Natürlich kann es auch einfach eine Erweiterung des Horizonts sein – was ich manchen Bloggern ohnehin empfehlen würde. Doch davon merke ich sehr, sehr wenig. Sollte ich einen Beweis dafür brauchen, muss ich mir nur die Kommentare in den meisten Wahlblogs ansehen.
Gegenwärtig erhalte ich dieses Blog mit Mühe. Wenn man längere Zeit bloggt, entsteht eine Anspruchshaltung der Leserinnen und Leser, die ich mitnichten bereit bin, zu erfüllen. Manche haben dies lange vor mir erkannt und ihre Artikel reduziert, andere haben ganz aufgegeben. Gegenwärtig schreibe ich hauptsächlich für meine Nachtfalter-Seite – die ist wenigstens völlig banal. Ich bemerke deutlich: Immer, wenn es tatsächlich ernst wird, wenn Alltagsprobleme oder wirkliche Zeitprobleme angesprochen werden, sinkt die Popularität rapide. Man will den witzigen Bonvivant, um sich selber glauben zu machen, dass irgendjemand dauernd witzig und ein Bonvivant ist.
Die Politik? Am nächsten Wochenende ist Wahl – und da ist vor allem eines wichtig: Hinzugehen. Alles andere sollte man der Gewissensentscheidung des Wählers überlassen – und für mich hat sich noch diese Erkenntnis ergeben: Die Tagespresse hatte abermals die Nase weit vorn, wenn es um die Hintergründe der Wahl 2005 ging – die Blogs hinkten weit hinterher, weil die Insider sich nicht zu den Hintergründen äußerten, sondern beinahe ausschließlich Propaganda für das eigene Lager betrieben.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende.
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Heute bei Nachtfalter: von den Problemen, sich auszuziehen, wenn man eine Krawatte trägt (als Dame). Der Aufstieg und Fall eines Fernsehsenders (das habe ich aber auch hier serviert), ein Link zu einem Pornostar (twoday-Lesern wohl bekannt), eine asiatische Dame, die ihren Namen mit „pet“ (Haustier) beginnt, eine Verführung mit Bananen (nein, keine Sodomie) und eine Dame, die etwas dick aufträgt – bei den Erdbeeren.
sehpferd - am Samstag, 10. September 2005, 23:45 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
„Listen to me. This blog is a sampler. Almost completely ripped off from the depths of the internet. Rebrewed and relaunched in my personal context. Generated by cheap tools. Reassembled ready-mades and founds. It is the new generation blog. All fake. Brilliant refinement. That's all about.“
Das steht auf Jim's neuem Blog, und es bringt mich wirklich zum Lachen – es ist einfach schön, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen, und es erinnert mich an etwas: Immer, wenn ich Malev fliege, sagt die Dame, die man nicht mehr Chefstewardess nennen darf, dass wie in einem „new generation airplane“ fliegen.
Anyway – must we add „new generation love“ to the Cole Porter song „love for sale“?
Das steht auf Jim's neuem Blog, und es bringt mich wirklich zum Lachen – es ist einfach schön, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen, und es erinnert mich an etwas: Immer, wenn ich Malev fliege, sagt die Dame, die man nicht mehr Chefstewardess nennen darf, dass wie in einem „new generation airplane“ fliegen.
Anyway – must we add „new generation love“ to the Cole Porter song „love for sale“?
sehpferd - am Samstag, 10. September 2005, 22:29 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Aus der Geschichte von den „Drei kleinen Schweinchen“:
„So he huffed and he puffed and he huffed and he puffed”.
Aber ich denke, dieser Mann will nicht die Geschichte von den drei kleinen Schweinchen – aber vielleicht eine von einem kleinen Schweinchen?
Via sophie
„So he huffed and he puffed and he huffed and he puffed”.
Aber ich denke, dieser Mann will nicht die Geschichte von den drei kleinen Schweinchen – aber vielleicht eine von einem kleinen Schweinchen?
Via sophie
sehpferd - am Samstag, 10. September 2005, 21:12 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Wie jeder weiß, verlinke ich, was sich verlinken lässt, werfe aber auch hin und wieder mal einen Link hinaus: entweder, weil mir einfach nicht mehr gefällt, oder weil dort Links- oder Rechtsparolen abgedröhnt werden, oder weil sich am Ende erweist, dass es sich doch um eine Seite handelt, die nach meinem Empfinden Pornografie enthält.
Da bekomme ich also aus heiterem Himmel eine Email folgenden Inhalts:
„nachdem sie anfangs (ungefragt) mein blog interaktiv verlinkten und dessen neuste einträge auflisteten (wie die anderer blogger auch), vermisse ich jetzt meinen link auf ihrer blogroll. ich denke im leben gibt es immer geben und nehmen - am besten in dieser reihenfolge. geben fänd ich jetzt ganz toll. sie stehen übrigens auch auf meiner blogroll - aber das wissen sie sicher längst“.
Nun, davon, dass ich von der betreffenden Seite (nach langen Mühen hatte ich sie gefunden) erhebliche Resonanz erfuhr, kann ich nicht behaupten (es gab 44 Hits im September) – aber des Menschen Meinung ist sein Himmelreich.
Toll. Ich bin seit einer Woche mit Nico Lumma in Korrespondenz, wie die auf Blogg.de eben seit dieser Zeit fehlenden RSS-feeds und nicht mehr modifizierbaren Bloggrolls wieder in Ordnung gebracht werden können. Das dauert mir zwar ein wenig zu lange, aber Bloghoster sind erstens auch nur Menschen und außerdem haben alle sehr wenig Personal – also schlucke ich diese Kröte mal quer.
Nun weiß ich ja nicht, ob ich dem Herrn Blogger geärgert oder gefreut habe, als ich ihn in meine RSS-feeds aufnahm, aber jedenfalls habe ich ihm versucht, das zu verklickern, wie ich es im übrigen hier und auf der Nachtfalter-Seite auch getan habe, und zwar sehr ausführlich. Nun kennt der Mann offenbar den Unterschied zwischen RSS-feeds und einer Blogroll nicht, und er weiß auch nicht, dass die Blogrolls bei Blogg.de dynamisch aufgebaut sind – man kann sie nicht einfach editierend überschreiben, aber das nur nebenbei.
Konnte ich ihn überzeugen? Nein. Ein ähnlich aggressives Mail wie das erste kam zurück, und bevor ich mich über so etwas aufrege, lösche ich das RSS-feed dann doch lieber wieder. Das einzige Problem: Auch das kann ich gegenwärtig nicht. Siehe oben.
Was ich noch sagen wollte - oh, dies: Beware of Bloggers.
Da bekomme ich also aus heiterem Himmel eine Email folgenden Inhalts:
„nachdem sie anfangs (ungefragt) mein blog interaktiv verlinkten und dessen neuste einträge auflisteten (wie die anderer blogger auch), vermisse ich jetzt meinen link auf ihrer blogroll. ich denke im leben gibt es immer geben und nehmen - am besten in dieser reihenfolge. geben fänd ich jetzt ganz toll. sie stehen übrigens auch auf meiner blogroll - aber das wissen sie sicher längst“.
Nun, davon, dass ich von der betreffenden Seite (nach langen Mühen hatte ich sie gefunden) erhebliche Resonanz erfuhr, kann ich nicht behaupten (es gab 44 Hits im September) – aber des Menschen Meinung ist sein Himmelreich.
Toll. Ich bin seit einer Woche mit Nico Lumma in Korrespondenz, wie die auf Blogg.de eben seit dieser Zeit fehlenden RSS-feeds und nicht mehr modifizierbaren Bloggrolls wieder in Ordnung gebracht werden können. Das dauert mir zwar ein wenig zu lange, aber Bloghoster sind erstens auch nur Menschen und außerdem haben alle sehr wenig Personal – also schlucke ich diese Kröte mal quer.
Nun weiß ich ja nicht, ob ich dem Herrn Blogger geärgert oder gefreut habe, als ich ihn in meine RSS-feeds aufnahm, aber jedenfalls habe ich ihm versucht, das zu verklickern, wie ich es im übrigen hier und auf der Nachtfalter-Seite auch getan habe, und zwar sehr ausführlich. Nun kennt der Mann offenbar den Unterschied zwischen RSS-feeds und einer Blogroll nicht, und er weiß auch nicht, dass die Blogrolls bei Blogg.de dynamisch aufgebaut sind – man kann sie nicht einfach editierend überschreiben, aber das nur nebenbei.
Konnte ich ihn überzeugen? Nein. Ein ähnlich aggressives Mail wie das erste kam zurück, und bevor ich mich über so etwas aufrege, lösche ich das RSS-feed dann doch lieber wieder. Das einzige Problem: Auch das kann ich gegenwärtig nicht. Siehe oben.
Was ich noch sagen wollte - oh, dies: Beware of Bloggers.
Irgendwann im September 2003 staunte ich nicht schlecht, als ein neuer Sender auf meinem Display auftauchte: Ausgerechnet auf ASTRA gab es einen Sexsender, bei dem gleich aus dem Namen hervorging, was er machte: TV6. Das Geheimnis um den Sender war schnell gelüftet: Der geistige Vater des Ganzen war der Österreicher Peter Stolz, der den Sender sozusagen als Nebenprodukt aus einem Linzer Amüsierbetrieb, dem „Sex-O-Drom“ heraus betrieb. Der Geschäftsführer des Senders, Joe Nopp, trug zum Pressefrühstück bei der Eröffnung dick auf: „Es ist mir ein Anliegen Erotik aus der Tabuecke der Gesellschaft zu holen und einen natürlichen Umgang mit Lust und Sex zu fördern. Unser Programm und unsere Senderbotschaft werden sicherlich dazu beitragen“.
Nun, der Anspruch wurde von Anfang an nicht erfüllt. Der Zuschauer konnte beobachten, was das Sex-O-Drom ohnehin zu bieten hatte, nur eben auf dem Bildschirm. Zu Anfang sah man Gogo-Girls und Peep-Show-Mädchen, doch nach und nach wurde ein junges Pärchen aus Deutschland zur Attraktion des Senders: Sie nannten sich Steffi und Boris und hatten einen Dreifachjob: Einerseits traten sie jeden Abend auf der Bühne als kopulierendes Paar auf, dann moderierten sie eine äußerst humorvolle Mitternachtsshow, und schließlich trieben sie das, was sie auf der Bühne taten, auch noch auf einer Couch im Studio.
Das Paar erwies sich bald als Attraktion und lockte die Menschen an – nicht nur Leute, die Steffis gewaltige Brüste sehen wollten. Zu diesem Zeitpunkt konnte der Sender frohlocken: Die Einschaltquoten stiegen, ohne dass nennenswert Werbung gemacht wurde. Zwei Dinge änderten die Situation: Erstens konnten die neuen Paare, die auf Steffie und Boris folgten, nur kopulieren und sonst gar nichts. Das mag eine viertel Stunde unterhaltsam sein, doch dann ist es auch aus, zumal, wenn der weibliche Teil keinerlei erkennbare Mimik zeigt, und vor allem konnte man die Leute nicht auf die Couch lassen: Sie hatten einfach nichts zu sagen. Etwas zum gleichen Zeitpunkt wurde die österreichische Aufsichtsbehörde hellhörig: Der Sender durfte fortan nicht mehr das ausstrahlen, was er vorher tat: Sex Live mit deutlich sichtbaren Genitalien.
Nachdem klar wurde, dass es so nicht weiterging, verlegte sich der Sender auf Gameshows. Mit teils viel zu leichten, teils aber auch gar nicht erratbaren Fragen sollten Anrufer angelockt werden, und auch dies schien eine Weile funktioniert zu haben, bis die Zuschauer erkannten, dass sie sich viel zu oft in kostenpflichtigen Warteschlangen befanden. Hinzu kam, dass der Sender einen grobschlächtigen und oft missmutigen Moderator beschäftigte – niemand anders als der Inhaber, Peter Stolz. Dies war einer der wesentlichen Fehler des Senders – niemand, der Erotik sehen will, will einen missmutigen Menschen sehen. Dies hätte Peter Stolz wissen müssen – schließlich kennt er das Erotik-Geschäft.
Anfang März 2005 hieß es dann, der Sender befinde sich im Ausgleich, eine Art Vergleichsverfahren. Ab diesem Zeitpunkt ging es rapide bergab, und kurz danach wurde auch das Anschlusskonkursverfahren eröffnet. Eine Kampagne „rettet TV6“ kam beim Publikum nicht recht an, die Gameshows wurden immer mehr zu Totenreden, weil ohnehin kein Mensch mehr anrief, und auch halb nackte Schönheiten am Glücksrad oder das „TV6-Girl", dass man am Ende aus dem Hut zauberte, brachte kaum noch Geld ein – der einsame Mann, der etwa alle halbe Stunde anrief und die Dame auf der Couch fragte: „Darf ich deine Muschi sehen“ wird wohl kaum nennenswert zum Umsatz beigetragen haben.
Nachdem man am 6. September 2005 bereits das endgültige „aus“ verkündet hatte, sieht man heute auf der Webseite von TV6, die nach wie vor besteht, man sei nun „mit Hotbird in Verhandlungen“.
English: See the short article in Nachtfalter with some pictures of Steffie.
Nun, der Anspruch wurde von Anfang an nicht erfüllt. Der Zuschauer konnte beobachten, was das Sex-O-Drom ohnehin zu bieten hatte, nur eben auf dem Bildschirm. Zu Anfang sah man Gogo-Girls und Peep-Show-Mädchen, doch nach und nach wurde ein junges Pärchen aus Deutschland zur Attraktion des Senders: Sie nannten sich Steffi und Boris und hatten einen Dreifachjob: Einerseits traten sie jeden Abend auf der Bühne als kopulierendes Paar auf, dann moderierten sie eine äußerst humorvolle Mitternachtsshow, und schließlich trieben sie das, was sie auf der Bühne taten, auch noch auf einer Couch im Studio.
Das Paar erwies sich bald als Attraktion und lockte die Menschen an – nicht nur Leute, die Steffis gewaltige Brüste sehen wollten. Zu diesem Zeitpunkt konnte der Sender frohlocken: Die Einschaltquoten stiegen, ohne dass nennenswert Werbung gemacht wurde. Zwei Dinge änderten die Situation: Erstens konnten die neuen Paare, die auf Steffie und Boris folgten, nur kopulieren und sonst gar nichts. Das mag eine viertel Stunde unterhaltsam sein, doch dann ist es auch aus, zumal, wenn der weibliche Teil keinerlei erkennbare Mimik zeigt, und vor allem konnte man die Leute nicht auf die Couch lassen: Sie hatten einfach nichts zu sagen. Etwas zum gleichen Zeitpunkt wurde die österreichische Aufsichtsbehörde hellhörig: Der Sender durfte fortan nicht mehr das ausstrahlen, was er vorher tat: Sex Live mit deutlich sichtbaren Genitalien.
Nachdem klar wurde, dass es so nicht weiterging, verlegte sich der Sender auf Gameshows. Mit teils viel zu leichten, teils aber auch gar nicht erratbaren Fragen sollten Anrufer angelockt werden, und auch dies schien eine Weile funktioniert zu haben, bis die Zuschauer erkannten, dass sie sich viel zu oft in kostenpflichtigen Warteschlangen befanden. Hinzu kam, dass der Sender einen grobschlächtigen und oft missmutigen Moderator beschäftigte – niemand anders als der Inhaber, Peter Stolz. Dies war einer der wesentlichen Fehler des Senders – niemand, der Erotik sehen will, will einen missmutigen Menschen sehen. Dies hätte Peter Stolz wissen müssen – schließlich kennt er das Erotik-Geschäft.
Anfang März 2005 hieß es dann, der Sender befinde sich im Ausgleich, eine Art Vergleichsverfahren. Ab diesem Zeitpunkt ging es rapide bergab, und kurz danach wurde auch das Anschlusskonkursverfahren eröffnet. Eine Kampagne „rettet TV6“ kam beim Publikum nicht recht an, die Gameshows wurden immer mehr zu Totenreden, weil ohnehin kein Mensch mehr anrief, und auch halb nackte Schönheiten am Glücksrad oder das „TV6-Girl", dass man am Ende aus dem Hut zauberte, brachte kaum noch Geld ein – der einsame Mann, der etwa alle halbe Stunde anrief und die Dame auf der Couch fragte: „Darf ich deine Muschi sehen“ wird wohl kaum nennenswert zum Umsatz beigetragen haben.
Nachdem man am 6. September 2005 bereits das endgültige „aus“ verkündet hatte, sieht man heute auf der Webseite von TV6, die nach wie vor besteht, man sei nun „mit Hotbird in Verhandlungen“.
English: See the short article in Nachtfalter with some pictures of Steffie.
sehpferd - am Samstag, 10. September 2005, 18:17 - Rubrik: wundersames
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