Ich wusste, dass es eine Rotkäppchen-Geschichte aus der Gruppe „Die Schöne und das Biest" gibt, die ich noch nicht kannte. Jetzt habe ich sie gefunden, aber meine Träne im Knopfloch sagt mir: Die bringst du aus Gründen des Jugendschutzes lieber nicht: Denn was schon der französische Dichter Charles Perrault zwischen den Zeilen sagte, wird dort „auf eine biblische Art" dargestellt, wie der Engländer sagt ... so deutlich, dass ich nur wage, einen Ausschnitt zu zeigen.

(c) sorry, unknown web source

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sehpferd - am Samstag, 15. November 2003, 22:58 - Rubrik: kult und kultur
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Einst habe ich ja mal gelernt, dass ein gewisser Herr Freud zu Wien dem "Ich" zur Dreifaltigkeit verholfen hat: Da kam Söhnchen „Es“ und Väterchen „Über-Ich“ dazu. Nun, das hat man ja eine Weile so mitgeschleppt, bis es dann durch Eric Berne populistisch wurde: Seither ist die Chose fest in der Hand der Persönlichkeitstrainer.
Oh, ich erinnere mich auch noch gut an jene Zeit, als man sein „Selbst“ wohl finden musste – nein, ich zitiere gerade keinen deutschen Mystiker, sondern die Frontmänner der „Humanistischen Psychologie“ - oder, um präziser zu sein, ihre unterwürfigen Dienerinnen und Diener.
Heute bin ich froh, dass man wieder von der „Persönlichkeit“ spricht. Die war mir, mit Verlaub, schon immer lieber – lieber noch als das herumwuselnde „Ich“.
Oh, ich erinnere mich auch noch gut an jene Zeit, als man sein „Selbst“ wohl finden musste – nein, ich zitiere gerade keinen deutschen Mystiker, sondern die Frontmänner der „Humanistischen Psychologie“ - oder, um präziser zu sein, ihre unterwürfigen Dienerinnen und Diener.
Heute bin ich froh, dass man wieder von der „Persönlichkeit“ spricht. Die war mir, mit Verlaub, schon immer lieber – lieber noch als das herumwuselnde „Ich“.
sehpferd - am Samstag, 15. November 2003, 20:37 - Rubrik: kult und kultur
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
„Wer immer behauptet, dass Geld nicht glücklich macht, hat noch nicht die passende Einkaufsquelle gefunden“
Zitat aus dem „Telegraph Magazin“ und gefunden auf der Webseite der Londoner Kurtisane Ana Maria. 1.800 Euro die Nacht.
Zitat aus dem „Telegraph Magazin“ und gefunden auf der Webseite der Londoner Kurtisane Ana Maria. 1.800 Euro die Nacht.
sehpferd - am Samstag, 15. November 2003, 20:05 - Rubrik: seltsame welt
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Salzburgs Gesundheitsamt ist überfordert: Täglich kommen bis zu 80 Huren zur Gesundheitsuntersuchung, um sich die begehrten „Bockscheine“, in Österreich „Deckel“ genannt, abzuholen. Als Grund für die stetig steigende Zahl der Damen wird angegeben, dass Österreich als „Einstiegsland“ für Frauen aus dem ehemaligen Ostblock genutzt wird.
Nun will man versuchen, die Untersuchungen auf niedergelassene Ärzte auszuweiten. Die gute Nachricht am Rande: Seit etwa fünf Jahren hätte man bei den Untersuchten keine „schwerwiegenden Erkrankungen“ mehr festgestellt.
Wer es wusste? Natürlich die Salzburger Nachrichten.
Nun will man versuchen, die Untersuchungen auf niedergelassene Ärzte auszuweiten. Die gute Nachricht am Rande: Seit etwa fünf Jahren hätte man bei den Untersuchten keine „schwerwiegenden Erkrankungen“ mehr festgestellt.
Wer es wusste? Natürlich die Salzburger Nachrichten.
sehpferd - am Samstag, 15. November 2003, 18:24 - Rubrik: nachrichten
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Nichts ist so ernst wie Karneval: Gabe es nun auf der Sitzung der „Großen Königswinterer" eine nackte Brust oder gab es keine? Diese Geschichte interessierte mindestens die Bonner Ausgabe des „Express" und der holte sich fachkundigen Rat von der Vorsitzenden des Festausschuss Altstadtkarneval. Die wusste es genau: Nackte Busen gehörten „nicht zwingend" zum Karneval, aber geben täte es sie dort doch.
Der Chronist ist damit beruhigt: Frauen dürfen demnächst auch noch zum Karneval gehen, wenn sie oben herum bekleidet sind: Niemand wird sie zwingen, die Brust zu entblößen.
Der Chronist ist damit beruhigt: Frauen dürfen demnächst auch noch zum Karneval gehen, wenn sie oben herum bekleidet sind: Niemand wird sie zwingen, die Brust zu entblößen.
sehpferd - am Samstag, 15. November 2003, 18:05 - Rubrik: papierkorb nachrichten
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Aus Holland kommt nicht nur Käse, sondern auch ein Deflorierungsangebot für scheue männliche Jungfrauen: Nach Presseberichten kann man für ein Entgelt von etwas über 2000 Euro nicht nur einen Kurs bekommen, bei dem Männer alles über Lust und Liebe lernen können, sondern bei dem auch noch die Defloration garantiert wird. Angeblich seien die Herren, die solche Kurse besuchen, zu genierlich, um sich auf Prostituierte einzulassen, sagte eine Sprecherin des niederländischen Unternehmens, das die Kurse anbietet.
sehpferd - am Samstag, 15. November 2003, 17:52 - Rubrik: seltsame welt
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Kirche und Staat sind zwar getrennt, aber zumindest die katholische Kirche lässt nicht locker, sich immer wieder in die Staatsbelange einzumischen. Freilich ist das nicht die Lesart der Kirche: Für sie ist es eine „prophetische Aufgabe", den „Gottesbezug" in der künftigen europäischen Verfassung zu verankern.
Freilich: Hat die Kirche erst einmal einen Fuß in der Tür, wird sie auch bald Macht und Einfluss ausüben: In Deutschland kennen wie dieses Spiel schon lange: Dort setzen die Kirchen bei dem ihnen verbliebenen Hebel, dem Paragrafen Sechs des Grundgesetzes an, um „im Namen der Familie" in Wahrheit christliche Werte durchzusetzen - und niemand verwehrt sich dagegen, im Gegenteil: Die Kirchen gelten beim Verfassungsgericht als ausgesprochen kompetente Ratgeber - auf Humanisten hört hingegen niemand.
Sehpferd las es beim Katholiken-Netz: http://kath.net/detail.php?id=6410
Freilich: Hat die Kirche erst einmal einen Fuß in der Tür, wird sie auch bald Macht und Einfluss ausüben: In Deutschland kennen wie dieses Spiel schon lange: Dort setzen die Kirchen bei dem ihnen verbliebenen Hebel, dem Paragrafen Sechs des Grundgesetzes an, um „im Namen der Familie" in Wahrheit christliche Werte durchzusetzen - und niemand verwehrt sich dagegen, im Gegenteil: Die Kirchen gelten beim Verfassungsgericht als ausgesprochen kompetente Ratgeber - auf Humanisten hört hingegen niemand.
Sehpferd las es beim Katholiken-Netz: http://kath.net/detail.php?id=6410
sehpferd - am Samstag, 15. November 2003, 17:38 - Rubrik: glaube und aberglaube
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Was mag nur in den CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer gefahren sein, als er vor deutschem Fernsehpublikum noch letzte Woche im ZDF sagte, dass Martin Hohmann ein „fundamentaler Christ" sei? Sollte er damit zum Überzeugungstäter gemacht werden, jemand, der aus edlen Motiven möglicherweise das Falsche tut?
Was auch immer – er hat der katholischen Kirche damit einen großen Schaden zugefügt. Die muss sich nun nämlich rechtfertigen, was ihr nicht liegt, den schließlich sind viele „gute“ Christen auch überzeugte Antisemiten – und das wahrlich nicht nur in Deutschland. Doch was tut die katholische Kirche? Sie windet sich wie eine Schlange, um aus der Falle herauszukommen. Statt klipp und klar zu sagen: „Ein katholischer Christ, der sich als Antisemit erweist, kann kein katholischer Christ mehr sein“ wird mit Scheinargumenten herumgestochert. Warum, weiß auf Erden niemand. Vielleicht weiß man es ja im Himmel.
Was mag nur in den CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer gefahren sein, als er vor deutschem Fernsehpublikum noch letzte Woche im ZDF sagte, dass Martin Hohmann ein „fundamentaler Christ" sei? Sollte er damit zum Überzeugungstäter gemacht werden, jemand, der aus edlen Motiven möglicherweise das Falsche tut?
Was auch immer – er hat der katholischen Kirche damit einen großen Schaden zugefügt. Die muss sich nun nämlich rechtfertigen - tut sie aber nicht. Statt dessen windet sich wie eine Schlange, um aus der Falle herauszukommen. Statt klipp und klar zu sagen: „Ein katholischer Christ, der sich als Antisemit erweist, kann kein katholischer Christ mehr sein“ wird mit Scheinargumenten herumgestochert: Die Bischöfe könnten dazu nichts sagen, und wenn sie es denn doch müssten, wäre es „eigentlich“ eine Zumutung. So war es jedenfalls beim Katholiken-Netz zu lesen. Warum, weiß auf Erden niemand. Vielleicht weiß man es ja im Himmel.
Was auch immer – er hat der katholischen Kirche damit einen großen Schaden zugefügt. Die muss sich nun nämlich rechtfertigen, was ihr nicht liegt, den schließlich sind viele „gute“ Christen auch überzeugte Antisemiten – und das wahrlich nicht nur in Deutschland. Doch was tut die katholische Kirche? Sie windet sich wie eine Schlange, um aus der Falle herauszukommen. Statt klipp und klar zu sagen: „Ein katholischer Christ, der sich als Antisemit erweist, kann kein katholischer Christ mehr sein“ wird mit Scheinargumenten herumgestochert. Warum, weiß auf Erden niemand. Vielleicht weiß man es ja im Himmel.
Was mag nur in den CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer gefahren sein, als er vor deutschem Fernsehpublikum noch letzte Woche im ZDF sagte, dass Martin Hohmann ein „fundamentaler Christ" sei? Sollte er damit zum Überzeugungstäter gemacht werden, jemand, der aus edlen Motiven möglicherweise das Falsche tut?
Was auch immer – er hat der katholischen Kirche damit einen großen Schaden zugefügt. Die muss sich nun nämlich rechtfertigen - tut sie aber nicht. Statt dessen windet sich wie eine Schlange, um aus der Falle herauszukommen. Statt klipp und klar zu sagen: „Ein katholischer Christ, der sich als Antisemit erweist, kann kein katholischer Christ mehr sein“ wird mit Scheinargumenten herumgestochert: Die Bischöfe könnten dazu nichts sagen, und wenn sie es denn doch müssten, wäre es „eigentlich“ eine Zumutung. So war es jedenfalls beim Katholiken-Netz zu lesen. Warum, weiß auf Erden niemand. Vielleicht weiß man es ja im Himmel.
sehpferd - am Samstag, 15. November 2003, 17:22 - Rubrik: glaube und aberglaube
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Eltern aufgepasst: Trägt eure Tochter auffällige PU-Armbänder in leuchtenden Farben? Oder gar ein Schwarzes? Dann sollten die Äugelein jetzt in Hab-Acht-Position kommen, denn diese Armbänder haben nicht nur einen Geheimnamen, sondern auch einen Geheimcode - behauptet jedenfalls eine amerikanische Zeitung.
Demnach ist Folgendes zu haben:
Gelb: Umarmungen
Lila: Küsse
Rot: Einen Lapdance
Blau: Oralsex
Schwarz: Das ganze Programm
Angeblich ist diese neue Art der Deklaration, welche sexuellen Dienste angeboten werden, ein Problem in manchen Schulen geworden, sodass sich die Schulleiter gezwungen sahen, die Armbänder zu verbannen.
Die gleiche Zeitung rät den Eltern, sie müssten nicht unbedingt annehmen, dass ihre Tochter bereits Sex hätte, doch sollte man ein ernsthaftes Gespräch mit ihr darüber führen, was gut für sie sei.
Demnach ist Folgendes zu haben:
Gelb: Umarmungen
Lila: Küsse
Rot: Einen Lapdance
Blau: Oralsex
Schwarz: Das ganze Programm
Angeblich ist diese neue Art der Deklaration, welche sexuellen Dienste angeboten werden, ein Problem in manchen Schulen geworden, sodass sich die Schulleiter gezwungen sahen, die Armbänder zu verbannen.
Die gleiche Zeitung rät den Eltern, sie müssten nicht unbedingt annehmen, dass ihre Tochter bereits Sex hätte, doch sollte man ein ernsthaftes Gespräch mit ihr darüber führen, was gut für sie sei.
sehpferd - am Samstag, 15. November 2003, 14:34 - Rubrik: nachrichten
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Nachrichtensprecherinnen im Fernsehen sollen angeblich mehr Emotionen zeigen als Nachrichtensprecher. Doch was passiert eigentlich gerade, wenn sie verzückt die Augen verdrehen? Sehpferd weiß es nicht – aber er hat die Bilder – nämlich hier.
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Wenn Anke nicht wäre, hätte ich alle meine 80 neuen Mails gelöscht, die alle nur einen Inhalt hatten: pornografischer Dreck, wie ihn Webmaster dank Impressumpflicht nun mal bekommen.
Nun, heute war als Anke drin, die immer „fern schauen“ muss und die, wenn sie das nicht tut, alleine in ihr Bettchen krabbelt.
Ich bin wirklich begierig, Ankes Hobbys zu erfahren: Aha, es ist das Kochen und daher: „wehen ein 1 2 3 Kilos zuviel auf meinen Hüften die meisten Männer mögen das nicht,aber vielleicht ja du ,hast du Lust soll ich dich mal bekochen?"
Doch vielleicht will sie gar nicht so viel kochen, denn „Um dir ein bild von mir zu machen kannst du auf meine HP schauen dort bin ich wie Gott mich schuff".
Da fällt mir nichts mehr ein, aber einst gab es einen Schlager, der darauf passt: „Da sprach der alte Häuptling der Indianer, wild ist der Westen, schwer ist der Beruf. Uff.". Welcher Beruf? Webmaster natürlich.
Nun, heute war als Anke drin, die immer „fern schauen“ muss und die, wenn sie das nicht tut, alleine in ihr Bettchen krabbelt.
Ich bin wirklich begierig, Ankes Hobbys zu erfahren: Aha, es ist das Kochen und daher: „wehen ein 1 2 3 Kilos zuviel auf meinen Hüften die meisten Männer mögen das nicht,aber vielleicht ja du ,hast du Lust soll ich dich mal bekochen?"
Doch vielleicht will sie gar nicht so viel kochen, denn „Um dir ein bild von mir zu machen kannst du auf meine HP schauen dort bin ich wie Gott mich schuff".
Da fällt mir nichts mehr ein, aber einst gab es einen Schlager, der darauf passt: „Da sprach der alte Häuptling der Indianer, wild ist der Westen, schwer ist der Beruf. Uff.". Welcher Beruf? Webmaster natürlich.
sehpferd - am Samstag, 15. November 2003, 13:20 - Rubrik: papierkorb nachrichten
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„Stuttgart, die pulsierende Metropole im Süden Deutschlands lädt das ganze Jahr über zu erlebnisreichen und anregenden Aufenthalten ein“ – behauptet jedenfalls die Stuttgarter Tourismus-Werbung.
„Der Schein trügt“ so lockt ein rotes Plakat des Fernsehsenders „VOX“ in der Stuttgarter Innenstadt – und gibt einen Hinweis darauf, was man einem Novembernachmittag hier erwarten darf, nämlich nichts als eine fast unbelebte Betonwüste, die deutlich an Farblosigkeit leidet. Selbst die kulturellen und merkantilen Renommiertempel werden von absolut abstoßenden, hässlichen Betonfassaden, kalten, unpersönlichen Unterführungen und Zweckschluchten immer wieder unterbrochen.
Freilich - wer die Stadt kennt, findet die kleinen, gemütlichen Wirtschaften, in denen man es sich gut gehen lassen kann, die immer noch vorhandenen Spezialitätenläden, die Markthalle - aber generell ist der Charme weg - und zwar fast überall: im einst liebevoll renovierten Bohnenviertel ebenso wie in der ehemaligen Renommiermeile „Calwer Straße". Was übrig ist? Der Geruch von Geld - aber der ist nicht sonderlich charmant.
Und wo bleibt das Positive? Wartet ab ...

(c) fotos und texte Sehpferd Press
„Der Schein trügt“ so lockt ein rotes Plakat des Fernsehsenders „VOX“ in der Stuttgarter Innenstadt – und gibt einen Hinweis darauf, was man einem Novembernachmittag hier erwarten darf, nämlich nichts als eine fast unbelebte Betonwüste, die deutlich an Farblosigkeit leidet. Selbst die kulturellen und merkantilen Renommiertempel werden von absolut abstoßenden, hässlichen Betonfassaden, kalten, unpersönlichen Unterführungen und Zweckschluchten immer wieder unterbrochen.
Freilich - wer die Stadt kennt, findet die kleinen, gemütlichen Wirtschaften, in denen man es sich gut gehen lassen kann, die immer noch vorhandenen Spezialitätenläden, die Markthalle - aber generell ist der Charme weg - und zwar fast überall: im einst liebevoll renovierten Bohnenviertel ebenso wie in der ehemaligen Renommiermeile „Calwer Straße". Was übrig ist? Der Geruch von Geld - aber der ist nicht sonderlich charmant.
Und wo bleibt das Positive? Wartet ab ...

(c) fotos und texte Sehpferd Press
sehpferd - am Samstag, 15. November 2003, 12:44 - Rubrik: reisen bildet
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Das wöchentliche Geblubber aus den Algen:
Warum lesen Menschen eigentlich das, was ein Blogger schreibt? Mir scheint, je trivialer ein Beitrag, um so größer ist die Fangemeinde - jedenfalls unter den Co-Bloggern. Bei mir die Ausnahme: Mein Essay „Also bin ich ein Subjekt" - eine Kritik an der Sprache der Wissenschaft vom Menschen, die genau genommen menschenverachtend ist. Nicht die Wissenschaft selbst, sondern ihre Sprache. Nur: So etwas kann man einem deutschsprachigen Wissenschaftler eben nicht erklären. Vor allem einem Soziologen nicht.
Was die Menschen sonst wissen wollten? Nun, merkwürdigerweise wollten immerhin 125 Surfer wissen, wer „Miss Afghanistan“ ist, 173 interessierten sich für mein Essay über Prostitution, und merkwürdigerweise riefen 190 einen Artikel über Baumwoll-Büstenhalter auf. Spitzenreiter der Liste sind immer noch die hüllenlosen holländischen Sportlerinnen, von denen etwa 2500 Surfer mehr wissen wollten.
Was mich wirklich bewegt? Keinesfalls die Sprache der Wissenschaftler, sondern ein paar unsägliche Reden: die eines deutschen Bischofs in Budapest und die eines hessischen CDU-Abgeordneten. Wobei mir dies auffällt: Reden im Original liest kaum noch jemand. Alle, mit denen ich über die Rede des CDU-Rechtsauslegers Martin Hohmann diskutierte, kannten die Rede nicht im Original - sie wussten daher nicht, worüber sie sprachen.
Dass Hohmann nun aus der CDU/CSU-Fraktion ausgeschlossen wurde, könnte einem ja Mut machen, wenn da nicht das Wort des CDU-Generalsekretärs Meyer wäre, der Herrn Hohmann noch kurz zuvor verteidigt hatte, und ihn, vermutlich auch in Unkenntnis des gesamten Redetextes, als einen "Fundamentalisten in seiner kirchlichen Einstellung" bezeichnet hatte - was sich wie ein Persilschein anhörte: Exakt so war es vermutlich auch gemeint.
Noch ein persönliches Wort: Ich bin gegenwärtig anderweitig sehr engagiert. Deshalb wird es auch in den nächsten Wochen eher wenig Nachrichten geben – und Diskussionen nur dort, wo ich eine Bereicherung für mich erwarte.
Sagt zum Wochenende
Sehpferd
Warum lesen Menschen eigentlich das, was ein Blogger schreibt? Mir scheint, je trivialer ein Beitrag, um so größer ist die Fangemeinde - jedenfalls unter den Co-Bloggern. Bei mir die Ausnahme: Mein Essay „Also bin ich ein Subjekt" - eine Kritik an der Sprache der Wissenschaft vom Menschen, die genau genommen menschenverachtend ist. Nicht die Wissenschaft selbst, sondern ihre Sprache. Nur: So etwas kann man einem deutschsprachigen Wissenschaftler eben nicht erklären. Vor allem einem Soziologen nicht.
Was die Menschen sonst wissen wollten? Nun, merkwürdigerweise wollten immerhin 125 Surfer wissen, wer „Miss Afghanistan“ ist, 173 interessierten sich für mein Essay über Prostitution, und merkwürdigerweise riefen 190 einen Artikel über Baumwoll-Büstenhalter auf. Spitzenreiter der Liste sind immer noch die hüllenlosen holländischen Sportlerinnen, von denen etwa 2500 Surfer mehr wissen wollten.
Was mich wirklich bewegt? Keinesfalls die Sprache der Wissenschaftler, sondern ein paar unsägliche Reden: die eines deutschen Bischofs in Budapest und die eines hessischen CDU-Abgeordneten. Wobei mir dies auffällt: Reden im Original liest kaum noch jemand. Alle, mit denen ich über die Rede des CDU-Rechtsauslegers Martin Hohmann diskutierte, kannten die Rede nicht im Original - sie wussten daher nicht, worüber sie sprachen.
Dass Hohmann nun aus der CDU/CSU-Fraktion ausgeschlossen wurde, könnte einem ja Mut machen, wenn da nicht das Wort des CDU-Generalsekretärs Meyer wäre, der Herrn Hohmann noch kurz zuvor verteidigt hatte, und ihn, vermutlich auch in Unkenntnis des gesamten Redetextes, als einen "Fundamentalisten in seiner kirchlichen Einstellung" bezeichnet hatte - was sich wie ein Persilschein anhörte: Exakt so war es vermutlich auch gemeint.
Noch ein persönliches Wort: Ich bin gegenwärtig anderweitig sehr engagiert. Deshalb wird es auch in den nächsten Wochen eher wenig Nachrichten geben – und Diskussionen nur dort, wo ich eine Bereicherung für mich erwarte.
Sagt zum Wochenende
Sehpferd
"Bare to Be Different", der alljährliche Kalender einiger australischer Großmütter, die sich einfach aus Freude am Leben ausziehen, ist jetzt zu haben. Die Damen wollen mit ihrem Kalender vor allem damit werben, fröhlich und mutig ins Alter zu gehen und sich so zu akzeptieren, wie man eben ist, wenn man älter wird.

(c) 2003 by Bare To be Different

(c) 2003 by Bare To be Different
sehpferd - am Samstag, 15. November 2003, 11:10 - Rubrik: damen - ladies
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Ist Ihnen eigentlich schon aufgefallen, wie viele karitative Organisationen, aber auch ganz gewöhnliche Vereine, Schulen und andere Organisationen Aktfotokalender herausgeben?
Nein? Dann sollten sie einmal auf dieser Webseite (in englischer Sprache) nachsehen, wo ein Enthusiast einige dieser Kalender zusammengestellt hat: die Pressequellen, von denen er es erfuhr, die Webseiten der Organisationen und schließlich auch, wo man sie kaufen kann.
Nein? Dann sollten sie einmal auf dieser Webseite (in englischer Sprache) nachsehen, wo ein Enthusiast einige dieser Kalender zusammengestellt hat: die Pressequellen, von denen er es erfuhr, die Webseiten der Organisationen und schließlich auch, wo man sie kaufen kann.
sehpferd - am Samstag, 15. November 2003, 10:44 - Rubrik: kult und kultur
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
So mancher Männertraum kann wahr werden: Das als erotische Speise geltende Sushi wird in einem amerikanischen Restaurant in Seattle auf einer natürlichen Festtafel serviert, nämlich auf Aktmodellen.
Erfunden wurde das Ganze natürlich in Japan, aber es breitet sich nun überall in den USA aus - und ruft natürlich auch die Frauenverbände auf den Plan. Einer davon protestierte jetzt in Seattle, wie der Sender CNN berichtete: Die Damen bezeichneten die Praxis, eine nackte Frau als Servierplatte zu nutzen, als menschenunwürdig.
Erfunden wurde das Ganze natürlich in Japan, aber es breitet sich nun überall in den USA aus - und ruft natürlich auch die Frauenverbände auf den Plan. Einer davon protestierte jetzt in Seattle, wie der Sender CNN berichtete: Die Damen bezeichneten die Praxis, eine nackte Frau als Servierplatte zu nutzen, als menschenunwürdig.
sehpferd - am Samstag, 15. November 2003, 10:28 - Rubrik: nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Österreich scheint irgendwie ein Vorbild für die Welt zu sein – jedenfalls, was nackte Landwirte und Landwirtinnen angeht, denn was der österreichische Jungenbauerverband vorgemacht hat, machen nun alle nach – sogar im fernen Neuseeland.
Also kommen auch die Jungbauern auf der anderen Seite der Weltkugel 2004 nicht umhin, sich auszuziehen: nicht ganz, das machen auch neuseeländische Bäurinnen und Bauern nicht, aber auch nicht gerade so, wie sie normalerweise auf dem Traktor sitzen würden. Auslöser soll eine Dame mit dem schönen Namen Mirjam van Achterberg gewesen sein, die für den Kalender in spitzenbesetzter Unterwäsche posierte.
Der erste Kalender der „Ngarua Young Farmers “ mit Aktfotos erschien im Jahr 2002. Im letzten Jahr waren die Fans enttäuscht, dass nur eine Weihnachtskarte angeboten wurde, doch dieses Jahr gibt es für 2004 wieder den heiß ersehnten Kalender.
Das alles wusste Stuff.
Also kommen auch die Jungbauern auf der anderen Seite der Weltkugel 2004 nicht umhin, sich auszuziehen: nicht ganz, das machen auch neuseeländische Bäurinnen und Bauern nicht, aber auch nicht gerade so, wie sie normalerweise auf dem Traktor sitzen würden. Auslöser soll eine Dame mit dem schönen Namen Mirjam van Achterberg gewesen sein, die für den Kalender in spitzenbesetzter Unterwäsche posierte.
Der erste Kalender der „Ngarua Young Farmers “ mit Aktfotos erschien im Jahr 2002. Im letzten Jahr waren die Fans enttäuscht, dass nur eine Weihnachtskarte angeboten wurde, doch dieses Jahr gibt es für 2004 wieder den heiß ersehnten Kalender.
Das alles wusste Stuff.
sehpferd - am Samstag, 15. November 2003, 10:16 - Rubrik: lichtbilder - photography
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Nur die Schönsten dürfen das Beste zeigen: Dies ist stets das Motto von Victoria's Secret gewesen, deren Dessous als verführerischer gelten als die mancher Konkurrentinnen. Heidi Klum empfahl dann auch in einem Interview, dass die Damen doch mehr Geld für schöne Wäsche ausgeben möchten: „Bauwollhosen", so sagte sie der Presse, funktionierten nicht - man müsse sich auch sexy fühlen. Die neue Kollektion ist natürlich auch zu haben: bei Victoria's Secret, wo sonst?
(c) 2003 victoria's secret webpage
(c) 2003 victoria's secret webpage
sehpferd - am Samstag, 15. November 2003, 09:11 - Rubrik: damen - ladies
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Natur und Landwirtschaft hätten ja durchaus etwas gemeinsam - so ähnlich soll sich der Präsident des schweizerischen Bauernverbandes zum Projekt der Jungbauernschaft geäußert haben im Jahr 2005 einen Kalender herauszubringen, in dem Schweizer Bäurinnen offenherzig Busen zeigen dürfen.
Man weiß auch schon, woran man sich orientieren will: Nackt, Natur, Mädchen und Milch - so ungefähr stellt man sich in der Schweiz das Konzept für den Aktfoto-Kalender vor. Das Vorbild kommt - wir ahnen es schon - vom österreichischen Jungbauernverband.
Da trifft es sich gut, dass ein österreichischer Jungbauer offenbar eine Schweizer Freundin hat, die sich schon in dieser Form hat ablichten lassen: Sie wird im Juni 2004 in vielen Bauern- und Bürgerstuben Österreichs zeigen, wie gut Landprodukte auch nach delikater Schweizer Art ins Bild gerückt werden können.
Ganz konkret ist es die „Miss Juni", eine „Karin" aus dem Schweizer Bischofszell, die damit wirbt, dass man die „Nähe zu Tier und Natur nirgends so intensiv (erlebt) wie in der Landwirtschaft". Bleibt hinzuzufügen: Auch Brüste und Milch kommen sich nirgendwo so nahe wie auf dem Bauernhof, wie das Bild aus dem österreichischen Jungbauernkalender zeigt.
Etwas davon hat Sehpferd im Schweizer Tagblatt gelesen.
(c) 2003 jungbauern.at
Mehr über die nackten Schweizer Jungbäurinnen hier
Inzwischen fand das erste Foto-Shooting statt: Mehr dazu hier.
Man weiß auch schon, woran man sich orientieren will: Nackt, Natur, Mädchen und Milch - so ungefähr stellt man sich in der Schweiz das Konzept für den Aktfoto-Kalender vor. Das Vorbild kommt - wir ahnen es schon - vom österreichischen Jungbauernverband.
Da trifft es sich gut, dass ein österreichischer Jungbauer offenbar eine Schweizer Freundin hat, die sich schon in dieser Form hat ablichten lassen: Sie wird im Juni 2004 in vielen Bauern- und Bürgerstuben Österreichs zeigen, wie gut Landprodukte auch nach delikater Schweizer Art ins Bild gerückt werden können.
Ganz konkret ist es die „Miss Juni", eine „Karin" aus dem Schweizer Bischofszell, die damit wirbt, dass man die „Nähe zu Tier und Natur nirgends so intensiv (erlebt) wie in der Landwirtschaft". Bleibt hinzuzufügen: Auch Brüste und Milch kommen sich nirgendwo so nahe wie auf dem Bauernhof, wie das Bild aus dem österreichischen Jungbauernkalender zeigt.
Etwas davon hat Sehpferd im Schweizer Tagblatt gelesen.
(c) 2003 jungbauern.at
Mehr über die nackten Schweizer Jungbäurinnen hier
Inzwischen fand das erste Foto-Shooting statt: Mehr dazu hier.
sehpferd - am Samstag, 15. November 2003, 00:34 - Rubrik: lichtbilder - photography
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Was ist der Pirelli-Kalender nun eigentlich: Dutzendware, Kultobjekt oder gar Kultur? Im Jahr 2004 soll die Antwort nach Presseberichten anders als bisher gegeben werden können: mehr Richtung Kunst, denn Fotograf Nick Knight hat seine Modelle angeblich mal gefragt, was sie denn so erotisch fänden. Was dabei heraus kam, soll „Verträumt und geheimnisvoll" sein, schrieb dazu der „BLICK".
Möglicherweise aber einfach nur kitschiger als sonst, mein Sehpferd.
Möglicherweise aber einfach nur kitschiger als sonst, mein Sehpferd.
sehpferd - am Freitag, 14. November 2003, 23:52 - Rubrik: lichtbilder - photography
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Die Deutsche Bahn ist keinesfalls immer so schlecht wie ihr Ruf, doch was sich die Bahn in den ICE-Zügen mit den Toiletten erlaubt, spottet jeder Beschreibung: Sie funktionieren reihenweise nicht, und das scheint auch noch absolut in Ordnung zu sein.
Beispiel ICE601 von Köln nach Basel SBB am 14. November 2003, Abfahrt Karlsruhe Hauptbahnhof 18:01 Uhr. Von vier Toiletten in zwei zusammenhängenden Wagen zweiter Klasse sind drei ab Karlsruhe Hbf geschlossen. Sie sehen nicht so aus, als sei dies erst in Karlsruhe passiert, denn eines der Schilder sieht schon recht professionell aus, weil dort in vier Sprachen steht, das WC sei unbenutzbar, während auf dem nächsten handgeschrieben und in Großbuchstaben „DEFEKT" steht. Die Suche nach einem Dritten (in Wagen 34) führt zu einem, das „Defekt" ist, und als das Vierte endlich frei wird, sehe ich in eine große Schüssel, in der eine braune Brühe schwimmt, in der auch noch einige feste Bestandteile menschlichen Kots auszumachen sind. Etwas hinter Baden-Baden hängt dann auch hier ein Papierfetzen mit dem Wort „Defekt" heraus.

Beispiel ICE601 von Köln nach Basel SBB am 14. November 2003, Abfahrt Karlsruhe Hauptbahnhof 18:01 Uhr. Von vier Toiletten in zwei zusammenhängenden Wagen zweiter Klasse sind drei ab Karlsruhe Hbf geschlossen. Sie sehen nicht so aus, als sei dies erst in Karlsruhe passiert, denn eines der Schilder sieht schon recht professionell aus, weil dort in vier Sprachen steht, das WC sei unbenutzbar, während auf dem nächsten handgeschrieben und in Großbuchstaben „DEFEKT" steht. Die Suche nach einem Dritten (in Wagen 34) führt zu einem, das „Defekt" ist, und als das Vierte endlich frei wird, sehe ich in eine große Schüssel, in der eine braune Brühe schwimmt, in der auch noch einige feste Bestandteile menschlichen Kots auszumachen sind. Etwas hinter Baden-Baden hängt dann auch hier ein Papierfetzen mit dem Wort „Defekt" heraus.

sehpferd - am Freitag, 14. November 2003, 23:24 - Rubrik: reisen bildet
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Den “idealen“ Sex-Shop für Frauen wollen fünf Berliner Kunststudentinnen im Rahmen einer Diplomarbeit entwickelt haben. Sie arbeiteten dabei mit der Beate Uhse Erotikkette zusammen und entwickelten neben dem Interieur auch ein Produktkonzept für die neuartigen Lustläden.
Dabei wurde nach Meinung der Studentinnen ein „modernes, helles Design“ entwickelt. Nun, die Beate Uhse AG will das Konzept offenbar tatsächlich nutzen und plant nach Tests in Skandinavien und Großbritannien nun auch Geschäfte in der Bundesrepublik Deutschland. So weit Zeitungsberichte, unter anderem aus der BZ, die auch ein Bild des Entwurfs zeigt.
Was allerdings das Design für Beate Uhse betrifft, so erinnert es eher an das Foyer eines Krankenhauses. Eigentlich hätten sich die Berliner Kunststudentinnen die Arbeit auch sparen können, denn das frauenfreundliche Erotikgeschäft gibt es bereits: es steht in Kopenhagens Innenstadt, heißt „Lust" und erfreut sich eines regen Zulaufs an weiblicher Kundschaft.
In Kopenhagen verfolgt man dabei ein ähnliches Konzept: In einem Vorraum kann man sich an erotischen Düften, sinnlichen Kleinigkeiten und vor allem einer zuvorkommenden, aber dezenten Bedienung erfreuen, eine halbe Treppe tiefer findet man dann Dessous für die Wechselfälle der Liebe und die Spielzeugabteilung befindet sich noch eine halbe Treppe tiefer im Keller.
Im Gegensatz zum Entwurf der Berliner Studentinnen ist das Kopenhagener Modell allerdings eher etwas intimer beleuchtet: Schließlich möchte man Artikel für die Liebe erwerben, und die verträgt grelles Licht nicht immer.
Dabei wurde nach Meinung der Studentinnen ein „modernes, helles Design“ entwickelt. Nun, die Beate Uhse AG will das Konzept offenbar tatsächlich nutzen und plant nach Tests in Skandinavien und Großbritannien nun auch Geschäfte in der Bundesrepublik Deutschland. So weit Zeitungsberichte, unter anderem aus der BZ, die auch ein Bild des Entwurfs zeigt.
Was allerdings das Design für Beate Uhse betrifft, so erinnert es eher an das Foyer eines Krankenhauses. Eigentlich hätten sich die Berliner Kunststudentinnen die Arbeit auch sparen können, denn das frauenfreundliche Erotikgeschäft gibt es bereits: es steht in Kopenhagens Innenstadt, heißt „Lust" und erfreut sich eines regen Zulaufs an weiblicher Kundschaft.
In Kopenhagen verfolgt man dabei ein ähnliches Konzept: In einem Vorraum kann man sich an erotischen Düften, sinnlichen Kleinigkeiten und vor allem einer zuvorkommenden, aber dezenten Bedienung erfreuen, eine halbe Treppe tiefer findet man dann Dessous für die Wechselfälle der Liebe und die Spielzeugabteilung befindet sich noch eine halbe Treppe tiefer im Keller.
Im Gegensatz zum Entwurf der Berliner Studentinnen ist das Kopenhagener Modell allerdings eher etwas intimer beleuchtet: Schließlich möchte man Artikel für die Liebe erwerben, und die verträgt grelles Licht nicht immer.
sehpferd - am Freitag, 14. November 2003, 22:37 - Rubrik: nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Als vier amerikanische Ladies am 26. Februar letzten Jahres in einem Fischrestaurant Muschelsuppe aßen, bekam eine von ihnen eine merkwürdige Beigabe: Sie biss statt auf eine Muschel auf ein Kondom.
Freilich sind Kondome nun keine Nahrungsmittel, und da die Dame zudem empfindsam war, verbrachte sie einige Zeit auf der Damentoilette, wo es ihr offenkundig nicht gut ging. So weit so gut, doch wir sind in Amerika: Nun suchte sie einen Psychiater auf, der sie hinfort mit Psychopharmaka eindeckte, um Angst und Depressionen zu bekämpfen.
Wie in Amerika üblich, wird die Sache vor Gericht enden: Am 12. Januar nächsten Jahres wird Termin sein. Der Anwalt der beklagten Restaurantkette ist sich allerdings sicher: das Kondom kam nicht aus dem Restaurant und vermutlich auch nicht vom Lieferanten der Muscheln – gegen den hatte das Restaurant nämlich schon erfolglos prozessiert.
Gelesen im Monterey Harald
Freilich sind Kondome nun keine Nahrungsmittel, und da die Dame zudem empfindsam war, verbrachte sie einige Zeit auf der Damentoilette, wo es ihr offenkundig nicht gut ging. So weit so gut, doch wir sind in Amerika: Nun suchte sie einen Psychiater auf, der sie hinfort mit Psychopharmaka eindeckte, um Angst und Depressionen zu bekämpfen.
Wie in Amerika üblich, wird die Sache vor Gericht enden: Am 12. Januar nächsten Jahres wird Termin sein. Der Anwalt der beklagten Restaurantkette ist sich allerdings sicher: das Kondom kam nicht aus dem Restaurant und vermutlich auch nicht vom Lieferanten der Muscheln – gegen den hatte das Restaurant nämlich schon erfolglos prozessiert.
Gelesen im Monterey Harald
sehpferd - am Freitag, 14. November 2003, 10:33 - Rubrik: nachrichten
Wer bürgerlich aufgewachsen ist, der weiß, dass Dienstpersonal niedere Arbeiten verrichtet, als müssen Dienstleistungen zwangsläufig etwas minderwertiges sein. Wächst die Bürgertochter oder das Bürgersöhnchen auf, so ist ihr oder ihm deshalb von vornherein klar: Es gibt Berufe, in denen arbeitet „man“ nicht. Man wird also keine Dienstmagd, keine Bedienung und keine Hure.
Nun reicht es freilich nicht aus, nur abfällig herabzublicken auf das Volk der Dienenden, man muss es auch noch diffamieren: Keine Dienstmagd, die nicht von ihrer Herrschaft wegen irgend welche Kleinigkeiten gerüffelt worden wäre, keine Bedienung; Der nicht schon einmal „lahme Ente“ nachgerufen wurde, und keine Hure, auf deren „kümmerliche und erbärmliche“ Existenz gespuckt wurde.
Bei letzteren freilich wird der Gutmenschen gnädiges Erbarmen herausgekehrt: sie sind ja, wie man aus einschlägigen „SPIEGEL“-Artikeln und dem dankbar und kritiklos nachgedruckten Polizeiberichten weiß, nichts als Opfer: angeworben unter einem Vorwand im Ausland, hier von brutalen (selbstverständlich immer männlichen) Zuhältern zur Prostitution gezwungen, kaum fähig, sich zu Artikulieren und in ständiger Angst davor, misshandelt zu werden. Ja, das gibt es. Es betrifft Frauen, die illegal nach Deutschland eingewandert sind, und häufig wurden sie tatsächlich „geschleust“.
Dabei wird gerne übersehen, wie viele andere es gibt: Frauen, die ganz offensichtlich Huren sind, weil sie sich dafür entschieden haben. Doch sie werden ebenfalls diffamiert, mit jenen anderen in einen Topf geworfen: Man gibt seinen Körper nicht einfach hin. Jedenfalls nicht für Bargeld. Keine anständige Frau tut so etwas.
Morgen wird wieder irgendwo in Deutschland eine Anzeige erscheinen: „Etwas anspruchsvolle Mädchenfrau, 29, sucht …“. Nein, man gibt sich nicht hin für bares Geld. Nur für die uneingeschränkte Nutzung einer fremdem Kreditkarte.
Nun reicht es freilich nicht aus, nur abfällig herabzublicken auf das Volk der Dienenden, man muss es auch noch diffamieren: Keine Dienstmagd, die nicht von ihrer Herrschaft wegen irgend welche Kleinigkeiten gerüffelt worden wäre, keine Bedienung; Der nicht schon einmal „lahme Ente“ nachgerufen wurde, und keine Hure, auf deren „kümmerliche und erbärmliche“ Existenz gespuckt wurde.
Bei letzteren freilich wird der Gutmenschen gnädiges Erbarmen herausgekehrt: sie sind ja, wie man aus einschlägigen „SPIEGEL“-Artikeln und dem dankbar und kritiklos nachgedruckten Polizeiberichten weiß, nichts als Opfer: angeworben unter einem Vorwand im Ausland, hier von brutalen (selbstverständlich immer männlichen) Zuhältern zur Prostitution gezwungen, kaum fähig, sich zu Artikulieren und in ständiger Angst davor, misshandelt zu werden. Ja, das gibt es. Es betrifft Frauen, die illegal nach Deutschland eingewandert sind, und häufig wurden sie tatsächlich „geschleust“.
Dabei wird gerne übersehen, wie viele andere es gibt: Frauen, die ganz offensichtlich Huren sind, weil sie sich dafür entschieden haben. Doch sie werden ebenfalls diffamiert, mit jenen anderen in einen Topf geworfen: Man gibt seinen Körper nicht einfach hin. Jedenfalls nicht für Bargeld. Keine anständige Frau tut so etwas.
Morgen wird wieder irgendwo in Deutschland eine Anzeige erscheinen: „Etwas anspruchsvolle Mädchenfrau, 29, sucht …“. Nein, man gibt sich nicht hin für bares Geld. Nur für die uneingeschränkte Nutzung einer fremdem Kreditkarte.
sehpferd - am Mittwoch, 12. November 2003, 17:48 - Rubrik: kult und kultur
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Können 5 Männer 500 Frauen zum Kochen bringen? Offenbar ja, wenn wir in Heide/Holstein sind, die Männer die „Original California Dream Boys" sind und rundum sowieso alles tote Hose ist. Wer mehr über kreischende Damen und strippende Männer wissen will, muss die „
Kieler Nachrichten" lesen.
Kieler Nachrichten" lesen.
sehpferd - am Dienstag, 11. November 2003, 17:06 - Rubrik: nachrichten
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Von Österreich in die Schweiz sind es mehrere Tagereisen – zu Fuß. Und so kommt es wohl, dass die Geschichte der österreichischen Jungbäuerinnen, die sich halb nackt und äußerst verführerisch seit Jahren in den Jahresausgaben ihrer Kalender ablichten lassen, nun in der Schweiz angekommen ist.
Da meinte die Schweizer Landjugend-Präsidentin Tanja Stucki denn auch, man hätte genug Selbstvertrauen und „brauch sich nicht zu verstecken“. Freilich soll erst einmal Sommer werden: Vor 2005 werden wir keine barbusigen eidgenössischen Bäuerinnen auf Kalendern bewundern können - das wusste die NZZ.
Wer sich schon einmal ein Bild machen will - es ist sehr viel Vorstellungskraft nötig.
Da meinte die Schweizer Landjugend-Präsidentin Tanja Stucki denn auch, man hätte genug Selbstvertrauen und „brauch sich nicht zu verstecken“. Freilich soll erst einmal Sommer werden: Vor 2005 werden wir keine barbusigen eidgenössischen Bäuerinnen auf Kalendern bewundern können - das wusste die NZZ.
Wer sich schon einmal ein Bild machen will - es ist sehr viel Vorstellungskraft nötig.
sehpferd - am Montag, 10. November 2003, 22:51 - Rubrik: nachrichten
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„Double F“ heißt die Geheimwaffe eines Brauers zur Förderung der Liebeslust. Die beiden Faktoren, die das kühle Getränk so heiß machen, sind angeblich die „amerikanische“ Braumethode und Pflanzenauszüge aus Catuaba, einem Rindenextrakt des tropischen Baums gleichen Namens. Der Rindensaft fördert die Durchblutung und soll angeblich potenzfördernde Eigenschaften haben.
Gelesen bei BerlinOnline.
Gelesen bei BerlinOnline.
sehpferd - am Montag, 10. November 2003, 22:29 - Rubrik: nachrichten
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Mit dem Programm „Alles Schlampen außer Mutti“ tingeln gegenwärtig Lisa Fitz und Sohn Neppo durch die Lande: Und siehe, der Apfel fällt nicht weit vom Baum, denn auch der klavierspielende Sohnemann hat gelernt, wie man mit dem Kabarett umgeht, und so sagt er über Frauen: „Die Gscheiten sind anstrengend und die Dummen nerven“. Noch etwas mehr zur „Schneckenplage“ und über die Veranstaltung schrieb CLAUDIA MANN für die „Backnager Kreiszeitung“.
sehpferd - am Montag, 10. November 2003, 22:18 - Rubrik: kult und kultur
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Die sechs Frauen, die sich gemeinsam mit einem Sixpack Bier im Internet für eine Party versteigert haben, konnten einen Käufer finden: „Bluemoon100“ zahlte dafür 25000 Euro. Wie sie sagten, würden sie aber „keinesfalls über Nacht bleiben“ und sich „auch nicht ausziehen“, sagten sie der
Presse.
Berühmt werden sie allerdings kostenlos: Gegenwärtig sollen den Frauen, die alle aus Rheda-Wiedenbrück stammen, sich vor Journalisten kaum noch retten können - und eine eigene Webpage mit der Chronik der laufenden Ereignisse gibt es auch schon.
(c) 2003 by unknown author, from the above mentioned website
Presse.
Berühmt werden sie allerdings kostenlos: Gegenwärtig sollen den Frauen, die alle aus Rheda-Wiedenbrück stammen, sich vor Journalisten kaum noch retten können - und eine eigene Webpage mit der Chronik der laufenden Ereignisse gibt es auch schon.
(c) 2003 by unknown author, from the above mentioned website
sehpferd - am Montag, 10. November 2003, 18:44 - Rubrik: nachrichten
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Harsche Kritik an den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten, allem voran am ZDF, übte FAZ-Kolumnist Stefan Niggemeier. Er bezeichnete das, was nach 23 Uhr im Fernsehen als „People-Show“ verkauft wird, schlicht als „Peep-Show“.
sehpferd - am Montag, 10. November 2003, 16:16 - Rubrik: printmedien
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Die afghanische Frauenministerin Habiba Surabi hat etwas gegen Miss-Wahlen, und so sprach sie denn „Miss Afghanistan“ das Recht ab, für ihr Land zu werben. Dennoch gewann sie nun einen Preis und darf sich „Miss Erdenschönheit für das Gute“ nennen.
Die 23-jährige Miss mit bürgerlichem Namen Vida Samadsai hat die Zeichen der Zeit ohnehin erkannt: Sie lebt in Kalifornien (USA).
(c) unknown, from an afghan websource
Die 23-jährige Miss mit bürgerlichem Namen Vida Samadsai hat die Zeichen der Zeit ohnehin erkannt: Sie lebt in Kalifornien (USA).
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sehpferd - am Montag, 10. November 2003, 16:03 - Rubrik: damen - ladies
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Wenn es den Leser bringt, sind sich weder die „Stuttgarter Nachrichten“ noch der „Südkurier“ zu schade, irgendwelchen Mist nachzudrucken, der eigentlich in den dpa-Papierkorb gehört. Doch „nackt auf der Toilette eingesperrt“ ist eben eine Schlagzeile. Da spielt man dann auch schon mal Bild-Zeitung.
sehpferd - am Montag, 10. November 2003, 15:55 - Rubrik: printmedien
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Horoskope deuten bekanntlich die Zukunft: im Job kontrolliert, im Bett schrankenlos, so rät es der Horoskopschreiber von „Seite.com“ heute – allerdings nur Jungfrauen:
„Passen Sie auf, dass Sie die Beherrschung nicht verlieren. Zumindest im Job. In der Liebe dürfen Sie die Selbstkontrolle gern mal aufgeben und sich emotional wie erotisch gehen lassen. Der Partner wird entzückt sein“.
„Passen Sie auf, dass Sie die Beherrschung nicht verlieren. Zumindest im Job. In der Liebe dürfen Sie die Selbstkontrolle gern mal aufgeben und sich emotional wie erotisch gehen lassen. Der Partner wird entzückt sein“.
sehpferd - am Montag, 10. November 2003, 11:58 - Rubrik: papierkorb nachrichten
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Der bayrische Ministerpräsident Stoiber will Geld verschenken – nicht sein eigenes, versteht sich, sonder Geld, das ihm gar nicht gehört: Die Rentenkassen sollten demnach pro Kind 100 Euro beitragsfrei überweisen, während Familien mit Kindern möglichst auch noch „Rabatt“ beim Beitrag bekommen sollen.
Dies äußerte Stoiber am Sonntag nach Presseberichten in der Sendung „Berlin Direkt“. Offensichtlich ist dieser Vorschlag aber nur eine Variante eines zuvor bereits an die Öffentlichkeit gelangten Stoiber-Vorschlags, der vorsieht, kinderlose bei der Rente durch Kürzungen abzustrafen.
Dies äußerte Stoiber am Sonntag nach Presseberichten in der Sendung „Berlin Direkt“. Offensichtlich ist dieser Vorschlag aber nur eine Variante eines zuvor bereits an die Öffentlichkeit gelangten Stoiber-Vorschlags, der vorsieht, kinderlose bei der Rente durch Kürzungen abzustrafen.
sehpferd - am Montag, 10. November 2003, 11:24 - Rubrik: einig fallerland
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