Japanerinnen sollen ganz wild auf künstliche Brustwarzen, so genannte „Nipple Enhacer“ sein. Geliefert werden die aus fleischfarbenem Silikon bestehenden Nippelchen paarweise für Beträge zwischen 25 und 40 US-Dollar (*). Ob nun der russische Tennisstar Maria Sharapova oder die Serie „Sex in the City“ verantwortlich für den Boom ist, konnte auch die „Shukan Post“ nicht beantworten, aber sicher scheint zu sein, dass der Boom vorerst ungebrochen ist: stets durch aufrecht stehende Nippelchen die Bereitschaft zum Lustgenuss zu verkünden, scheint eine neue Mode in Japan zu werden.
Fragt sich nur, was die Damen tun, wenn der BH fällt. Möglicherweise ist die Erregung bis dahin ja bereits biologisch begründet.
*Die Preisangaben werden ohne jegliche Gewähr veröffentlicht.
Fragt sich nur, was die Damen tun, wenn der BH fällt. Möglicherweise ist die Erregung bis dahin ja bereits biologisch begründet.
*Die Preisangaben werden ohne jegliche Gewähr veröffentlicht.
sehpferd - am Montag, 24. Januar 2005, 20:11 - Rubrik: wundersames
Einmal passiert ja alles zum ersten Mal, und bei mir war das erste Mal am Samstag in Budapest: ein junger Mann bot mir in der Straßenbahn seinen Platz an. Sie werden sich wundern: Ich habe angenommen. Ob ich inzwischen so erbarmungswürdig aussehe oder ob der junge Mann einfach wollte, dass ich mich zu meiner Frau setzen konnte, weiß ich allerdings immer noch nicht.
sehpferd - am Montag, 24. Januar 2005, 10:17 - Rubrik: reisen bildet
„Normalerweise wäre man nach einem solchen Essen so voll wie der Hund vom Fleischer, doch … (diese Mahlzeit) hinterlässt eine feuchte Nase und ein glänzendes Fell“.
Die „Budapester Zeitung“ über ein Currygericht in einem neuen Budapester Restaurant.
Die „Budapester Zeitung“ über ein Currygericht in einem neuen Budapester Restaurant.
sehpferd - am Montag, 24. Januar 2005, 10:16 - Rubrik: reisen bildet
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Zugfahrt von Zürich nach Basel mit Gott im Kopf. Er erschuf die Menschen nach seinem Angesicht, nach dem Angesicht Gottes erschuf er sie, als Mann und Weib erschuf er sie.
Danke: Herr Pfarrer, lassen sie bitte all ihre Predigten sein. Ich brauche nur diesen einen Satz. Mindestens von Zürich Hbf bis Basel SBB. Später mögen mir Zweifel kommen. Aber dann fahre ich S6. Regionalbahn.
Danke: Herr Pfarrer, lassen sie bitte all ihre Predigten sein. Ich brauche nur diesen einen Satz. Mindestens von Zürich Hbf bis Basel SBB. Später mögen mir Zweifel kommen. Aber dann fahre ich S6. Regionalbahn.
sehpferd - am Sonntag, 23. Januar 2005, 23:05 - Rubrik: religion im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Das wöchentliche Geblubber aus den Algen – fast immer sonntags
Wie schön, wenn man in Deutschland zu einem Verein gehört. Zum Bloggerverein beispielsweise. Da weht die Flagge auf dem Klubhäuschen, und man kann eine Bockwurscht mit Löwensenf und Kartoffelsalat essen, ein Bier dazu trinken und zum Beispiel fernsehen. Zwar sieht „man“ ja Sat 1 niemals, so, wie man niemals die Bildzeitung liest, aber man hat ja eine Entschuldigung: kommt was über Blogger – muss man ja sehen, nicht? Ist so, als wenn man im 1. FC Kickersbach Fußball spielt – dann muss man eben auch Bundesliga sehen.
So jedenfalls sah es für mich aus, was sich letzte Woche abspielte – lauter vereinsmeierisch eingestellte Blogger, deren Vereinsvorsitzende sich dann auch noch groß aufspielten: Der Spiegel würde „uns“ ans Bein pinkeln, und nur würde "uns" Sat 1 auch noch mies reden: Aufruhr um Nichts – aufgebauschte, zweitrangige Geschichten, die machen Bloggern eben doch Popularität brachten.
Natürlich sind wir nicht wirklich ein Verein. Die Interessen liegen bereits heute sehr weit auseinander, und sie werden in Zukunft immer weiter auseinanderdriften. „Wir“ benutzen bestenfalls das gleiche technische Medium, und ansonsten haben "wir" größtenteils gar nichts Gemeinsames, nicht persönlich, nicht weltanschaulich, und nicht politisch.
Zudem – alles, was „uns“ vorgeworfen wird, hat einen wahren Kern – und betrifft immer auch einige von uns. Der Vorwurf von professionellen Journalisten, trivial, geschwätzig und sprachlich verwirrend zu sein, hat sehr wohl seine Berechtigung. Wenn wir nun Gift und Galle gegen den Journalismus schleudern, ist dies einfach dümmlich-dreist: Wir sollten von ihm lernen: Beiß mir nicht in den Finger, sondern sieh, welche Richtung er dir weist.
Ich weiß nicht, wie es ihnen geht, meine Leser: Irgendwann einmal muss man zu Fakten kommen, muss man kommentieren, was unsere Kunst, Kultur, Gesellschaft und Politik bewegt – und nicht zuletzt auch unsere Wirtschaft.
Was mich jeden Tag ärgert, ist auch dies: Neue, ausgesprochen triviale Blogs über die Ausbildung zum Schulmeister, offenbar auf initiative eines wohlmeinenden, aber fehlgeleiteten Professors. Wenn schon, dann wünsche ich mir eine lebhafte Diskussion über Bildungsinhalte – das fehlt möglicherweise. Aber nicht seitenweise halb Gelerntes, halb Verstandenes und schnell Aufgeschriebenes in Blogform - es nervt.
Dennoch allen ein schönes Wochenende aus Budapest.
Wie schön, wenn man in Deutschland zu einem Verein gehört. Zum Bloggerverein beispielsweise. Da weht die Flagge auf dem Klubhäuschen, und man kann eine Bockwurscht mit Löwensenf und Kartoffelsalat essen, ein Bier dazu trinken und zum Beispiel fernsehen. Zwar sieht „man“ ja Sat 1 niemals, so, wie man niemals die Bildzeitung liest, aber man hat ja eine Entschuldigung: kommt was über Blogger – muss man ja sehen, nicht? Ist so, als wenn man im 1. FC Kickersbach Fußball spielt – dann muss man eben auch Bundesliga sehen.
So jedenfalls sah es für mich aus, was sich letzte Woche abspielte – lauter vereinsmeierisch eingestellte Blogger, deren Vereinsvorsitzende sich dann auch noch groß aufspielten: Der Spiegel würde „uns“ ans Bein pinkeln, und nur würde "uns" Sat 1 auch noch mies reden: Aufruhr um Nichts – aufgebauschte, zweitrangige Geschichten, die machen Bloggern eben doch Popularität brachten.
Natürlich sind wir nicht wirklich ein Verein. Die Interessen liegen bereits heute sehr weit auseinander, und sie werden in Zukunft immer weiter auseinanderdriften. „Wir“ benutzen bestenfalls das gleiche technische Medium, und ansonsten haben "wir" größtenteils gar nichts Gemeinsames, nicht persönlich, nicht weltanschaulich, und nicht politisch.
Zudem – alles, was „uns“ vorgeworfen wird, hat einen wahren Kern – und betrifft immer auch einige von uns. Der Vorwurf von professionellen Journalisten, trivial, geschwätzig und sprachlich verwirrend zu sein, hat sehr wohl seine Berechtigung. Wenn wir nun Gift und Galle gegen den Journalismus schleudern, ist dies einfach dümmlich-dreist: Wir sollten von ihm lernen: Beiß mir nicht in den Finger, sondern sieh, welche Richtung er dir weist.
Ich weiß nicht, wie es ihnen geht, meine Leser: Irgendwann einmal muss man zu Fakten kommen, muss man kommentieren, was unsere Kunst, Kultur, Gesellschaft und Politik bewegt – und nicht zuletzt auch unsere Wirtschaft.
Was mich jeden Tag ärgert, ist auch dies: Neue, ausgesprochen triviale Blogs über die Ausbildung zum Schulmeister, offenbar auf initiative eines wohlmeinenden, aber fehlgeleiteten Professors. Wenn schon, dann wünsche ich mir eine lebhafte Diskussion über Bildungsinhalte – das fehlt möglicherweise. Aber nicht seitenweise halb Gelerntes, halb Verstandenes und schnell Aufgeschriebenes in Blogform - es nervt.
Dennoch allen ein schönes Wochenende aus Budapest.
Wussten sie, was ein „Gummy Bear Implant“, also ein Gummibärchen-Implantat für die weibliche Brust ist?
Nein, nein, da werden keine Gummibärchen als Implantate verwendet – aber wenn man ein neues Material, das die Brust formend vergrößern soll, zerteilt, verhält es sich ähnlich, als würde man ein Gummibärchen zerteilen.
Gelesen habe ich es zuerst bei Flashnews. Via Blogywood.
Nein, nein, da werden keine Gummibärchen als Implantate verwendet – aber wenn man ein neues Material, das die Brust formend vergrößern soll, zerteilt, verhält es sich ähnlich, als würde man ein Gummibärchen zerteilen.
Gelesen habe ich es zuerst bei Flashnews. Via Blogywood.
sehpferd - am Mittwoch, 19. Januar 2005, 23:10 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Offensichtlich gibt es außer „Sat 1“ derzeit noch einen weiteren Renner in der Blogger-Gemeinde: Moshammer. Nachdem der SPIEGEL berichtete, dass sich auch Blogger auf die Popularität von Herr Moshammer einschössen, und dabei ein Münchner Blog erwähnte, stiegen die Zugriffszahlen dort sofort rasant an.
Etwa 16.000 Besucher in knapp drei Tagen brachte diesem Blog der SPIEGEL-Artikel ein. Doch auch ohne diese kostenfreie Zusatzwerbung hätte die ständige Wiederholung des Namens „Moshammer“ zur Popularitätssteigerung beigetragen.
Hier wird die Doppelmoral von Blogs deutlich: Ob man die BILD-Zeitung erwähnt, von ihr abschreibt oder sie angreift, kommt eigentlich immer auf dasselbe raus – man gewinnt mit aktuell breitgetretenen Themen auf relativ einfache Art Leser.
Etwa 16.000 Besucher in knapp drei Tagen brachte diesem Blog der SPIEGEL-Artikel ein. Doch auch ohne diese kostenfreie Zusatzwerbung hätte die ständige Wiederholung des Namens „Moshammer“ zur Popularitätssteigerung beigetragen.
Hier wird die Doppelmoral von Blogs deutlich: Ob man die BILD-Zeitung erwähnt, von ihr abschreibt oder sie angreift, kommt eigentlich immer auf dasselbe raus – man gewinnt mit aktuell breitgetretenen Themen auf relativ einfache Art Leser.
sehpferd - am Mittwoch, 19. Januar 2005, 21:58 - Rubrik: blog nachrichten
Wenn viel über Blogs geschrieben wird, kommen auch die Trittbrettfahrer einmal zum Zuge. Gerade entnehmen wir der IT Week einen Artikel von Tim Anderson, der den Titel „Die Macht der Blogs - sie sollte genutzt werden“ trägt.
Sehr nett, Herr Anderson, dass sie solche einen Artikel schreiben – nur hat leider die Überschrift mit dem Inhalt recht wenig zu tun. Würde irgendjemand einen solchen Artikel über die Presse, den Rundfunk oder das Fernsehen schreiben, so wäre ihm der blanke Hohn seiner Kollegen sicher.
Warum schreibt man dann in dieser Weise über Blogs? Weil man nicht begreifen kann oder begreifen will, dass Blogs mit der Scheuklappenmentalität der technikverbohrten Enthusiasten gar nicht beschrieben werden können. Es wird wirklich Zeit, dass den Softwareingenieuren und Systemadministratoren die Kompetenz aberkannt wird, über Blogs zu schreiben.
Blogs sind ein Kultuphanomen, und sie gehören deshalb ganz selbstverständlich auf die Kulturseiten – dass sie demnächst auch ein Wirtschaftsfaktor werden, steht auf einem anderen Blatt. Dennoch muss man feststellen, dass die Wissenschaftsredaktionen ihre Inkompetenz noch nicht begriffen haben, während die Wirtschaftsredakteure schon Lunte gerochen haben. Nur die Kulturpäpste schlafen noch auf ihren Büchern.
Sehr nett, Herr Anderson, dass sie solche einen Artikel schreiben – nur hat leider die Überschrift mit dem Inhalt recht wenig zu tun. Würde irgendjemand einen solchen Artikel über die Presse, den Rundfunk oder das Fernsehen schreiben, so wäre ihm der blanke Hohn seiner Kollegen sicher.
Warum schreibt man dann in dieser Weise über Blogs? Weil man nicht begreifen kann oder begreifen will, dass Blogs mit der Scheuklappenmentalität der technikverbohrten Enthusiasten gar nicht beschrieben werden können. Es wird wirklich Zeit, dass den Softwareingenieuren und Systemadministratoren die Kompetenz aberkannt wird, über Blogs zu schreiben.
Blogs sind ein Kultuphanomen, und sie gehören deshalb ganz selbstverständlich auf die Kulturseiten – dass sie demnächst auch ein Wirtschaftsfaktor werden, steht auf einem anderen Blatt. Dennoch muss man feststellen, dass die Wissenschaftsredaktionen ihre Inkompetenz noch nicht begriffen haben, während die Wirtschaftsredakteure schon Lunte gerochen haben. Nur die Kulturpäpste schlafen noch auf ihren Büchern.
sehpferd - am Mittwoch, 19. Januar 2005, 21:33 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Ihren Blog führt sie schon seit Juli letzten Jahres, aber am 12. Januar dieses Jahres hat sie ihren alten Job gekündigt, um im Erotikgeschäft Karriere zu machen. Die 24-jährige Bloggerin „Waking Vixen“ bürgerlich Audacia Ray, berichtet über den ersten Sexfilm, in dem sie mitwirkte.
sehpferd - am Mittwoch, 19. Januar 2005, 18:50 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Nein, es ist nicht die erste gebrauchte Liebespuppe, die bei Ebay verauktioniert wird, aber diese gehört offenbar einem ehemaligen Mitarbeiter des AVN Magazins, der sich guter Beziehungen zur Erotikbranche rühmt. Auf diese Weise ist er wohl auch an die Autogramme zahlreicher Erotik-Filmstars gekommen, die ihren Namen auf der Puppe hinterlassen haben. Wichtiger Hinweis des Verkäufers: Sie ist zwar nicht neu, aber „ungebraucht“. Irgendwie beruhigend, so etwas.
Via Fleshbot
Via Fleshbot
sehpferd - am Dienstag, 18. Januar 2005, 21:25 - Rubrik: papierkorb nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Sat 1 hat mindestens einem in der Sendung Planetopia genannten Blogger zu einem sensationellen Spitzenplatz im Google-Ranking verholfen – weiß das Google-Blog. Neomoralisten, ihr seid auf dem falschen Schiff.
sehpferd - am Dienstag, 18. Januar 2005, 21:10 - Rubrik: aufgegriffen
Wenn ein Wort denn ein „Unwort“ sein soll, muss es schon erheblich gegen die guten Sitten des Journalismus oder der Politik verstoßen. Umso mehr verwundert, dass die Juroren sich diesmal für ein Qualitätswort entschieden haben: Humankapital, oder ausgeschrieben „das Wissen und Können, das in Personen verkörpert ist“.
Was ist daran, bitte schön schlecht? Die neue Generation ist das menschliche Kapital, um die Zukunft zu gewinnen – was bitte soll es denn sonst sein? Ist es nicht schön zu wissen, das Geld zu besitzen nicht alles ist, um Pläne durchzusetzen, sondern dass eben jenes menschliche Kapital der entscheidende Faktor bleibt?
Die Wahl eines solchen Wortes zeigt einen gefährlichen Trend unserer so genannten Intellektuellen: Sie entfernen sich mehr von der Wirklichkeit, als dies erträglich ist. Wenn es noch eines Beweises bedurfte, ist es die Wahl dieses Wortes. Sie ist Ausdruck eines ebenso verbissenen wie erfolglosen Krieg gegen alles, was aus der Wirtschaft kommt. Die angeblichen geistigen Eliten aber bringt diese Wahl an den Rand der Lächerlichkeit - und vielleicht schon ein bisschen darüber hinaus.
Dies wurde kundgetan: Die Verwendung des Wortes "Humankapital" fördere „die primär ökonomische Bewertung aller denkbaren Lebensbezüge.“ Aller denkbaren Lebensbezüge? Bei solchen Aussagen muss ich doch annehmen, dass in der Wellt des deutschen Geistes langsam der Kalk rieselt.
Was ist daran, bitte schön schlecht? Die neue Generation ist das menschliche Kapital, um die Zukunft zu gewinnen – was bitte soll es denn sonst sein? Ist es nicht schön zu wissen, das Geld zu besitzen nicht alles ist, um Pläne durchzusetzen, sondern dass eben jenes menschliche Kapital der entscheidende Faktor bleibt?
Die Wahl eines solchen Wortes zeigt einen gefährlichen Trend unserer so genannten Intellektuellen: Sie entfernen sich mehr von der Wirklichkeit, als dies erträglich ist. Wenn es noch eines Beweises bedurfte, ist es die Wahl dieses Wortes. Sie ist Ausdruck eines ebenso verbissenen wie erfolglosen Krieg gegen alles, was aus der Wirtschaft kommt. Die angeblichen geistigen Eliten aber bringt diese Wahl an den Rand der Lächerlichkeit - und vielleicht schon ein bisschen darüber hinaus.
Dies wurde kundgetan: Die Verwendung des Wortes "Humankapital" fördere „die primär ökonomische Bewertung aller denkbaren Lebensbezüge.“ Aller denkbaren Lebensbezüge? Bei solchen Aussagen muss ich doch annehmen, dass in der Wellt des deutschen Geistes langsam der Kalk rieselt.
sehpferd - am Dienstag, 18. Januar 2005, 20:52 - Rubrik: deutschland im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Regelmäßiger Sex, im Mittelmaß genossen, hält gesund – zumindest bei Männern. Das will jedenfalls Tillmann Krüger von der eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich festgestellt haben – und er schreibt darüber in der Februarausgabe von „Psychologie heute“. Mutter Natur soll ihre Hände im Spiel haben, weil der Mensch ja bei jedem Geschlechtsverkehr mit einer Fülle von Keimen in Berührung komme.
Allerdings sollte man ein gesundes Mittelmaß wahren: 2-3 Mal wöchentlich würde den gewünschten Effekt bringen, die Antikörper zu vermehren, „deutlich“ mehr oder weniger würde sie hingegen reduzieren.
Erinnert uns das nicht an Luther? Falls nicht, sorgte die DPA dafür. So weit – so delikat nach Schweizer Art, aber was lese ich dann dazu in der „Mitteldeutschen Zeitung“? „Die Mediziner nahmen den Probanden Blut ab ... nachdem sie bis zum Orgasmus masturbiert hatten“.
Aha. Sprachen wir nicht gerade vorher von regelmäßigem Sex, Geschlechtsverkehr und dergleichen? Masturbieren gilt eigentlich nicht als Geschlechtsverkehr, wenn ich mich recht erinnere. Natürlich werden jetzt alle Wissenschaftler über mich herfallen und behaupten, es sei unter den Bedingungen solcher Tests nicht üblich, wirklichen Geschlechtsverkehr zu haben, weil dieser ohnehin nur die Ergebnisse verfälschen würde – aber irgendwie ist da doch noch ein kleiner Unterschied. Wie war der noch? Ah ja! Der Unterschied zwischen regelmäßigem Geschlechtsverkehr und regelmäßiger Masturbation besteht in erster Linie darin, beim Geschlechtsverkehr wesentlich mehr Menschen kennen zu lernen.
Allerdings sollte man ein gesundes Mittelmaß wahren: 2-3 Mal wöchentlich würde den gewünschten Effekt bringen, die Antikörper zu vermehren, „deutlich“ mehr oder weniger würde sie hingegen reduzieren.
Erinnert uns das nicht an Luther? Falls nicht, sorgte die DPA dafür. So weit – so delikat nach Schweizer Art, aber was lese ich dann dazu in der „Mitteldeutschen Zeitung“? „Die Mediziner nahmen den Probanden Blut ab ... nachdem sie bis zum Orgasmus masturbiert hatten“.
Aha. Sprachen wir nicht gerade vorher von regelmäßigem Sex, Geschlechtsverkehr und dergleichen? Masturbieren gilt eigentlich nicht als Geschlechtsverkehr, wenn ich mich recht erinnere. Natürlich werden jetzt alle Wissenschaftler über mich herfallen und behaupten, es sei unter den Bedingungen solcher Tests nicht üblich, wirklichen Geschlechtsverkehr zu haben, weil dieser ohnehin nur die Ergebnisse verfälschen würde – aber irgendwie ist da doch noch ein kleiner Unterschied. Wie war der noch? Ah ja! Der Unterschied zwischen regelmäßigem Geschlechtsverkehr und regelmäßiger Masturbation besteht in erster Linie darin, beim Geschlechtsverkehr wesentlich mehr Menschen kennen zu lernen.
sehpferd - am Dienstag, 18. Januar 2005, 20:16 - Rubrik: aufgegriffen
Eric Kroll, einer der bekanntesten (und sicher einer der am meisten überschätzten) Erotik-Fotografen, versuchte, dem Redakteur von „Clean Sheets“ klar zu machen, was der Unterschied zwischen seiner Fotografie („New York Girls“) und der von John Willie ("Betty Page") ist.
Hier seine Antwort: “The obvious difference between John Willie's period and mine is Adobe Photoshop. He didn't have it.”. Na schön: Der Hauptunterschied zwischen den Restaurants der alten Zeit und denen der Neuzeit ist Maggis Würze. Das ist fast genau so intelligent.
Das ganze Interview dann hier. Ohne Würze.
Hier seine Antwort: “The obvious difference between John Willie's period and mine is Adobe Photoshop. He didn't have it.”. Na schön: Der Hauptunterschied zwischen den Restaurants der alten Zeit und denen der Neuzeit ist Maggis Würze. Das ist fast genau so intelligent.
Das ganze Interview dann hier. Ohne Würze.
sehpferd - am Montag, 17. Januar 2005, 23:23 - Rubrik: fotografie im blick
Als ich das Wort heute Morgen zum ersten Mal las, schwamm es noch in der Wörtersuppe herum wie alle anderen auch: das Wort „kinderentwöhnt“. Erst als ich es hörte, gar noch aus dem Munde einer leibhaftigen Ministerin, ging mir ein Licht auf. „kinderfeindlich“ wird in Zukunft im Rahmen eines Wortverdrehungsprogramms in „kinderentwöhnt“ umgewandelt.
Fragt sich, was das soll. Diese Republik ist, insgesamt genommen, nicht sehr freundlich zu Kindern und keinesfalls „kinderentwöhnt“. Wer einmal ein kinderfreundliches Land sehen will, darf sich gerne in einem der skandinavischen Länder orientieren und dann vergleichen.
Was sagte nun die Ministerin? Dieses: „Wir sind zwar kein kinderfeindliches Land, aber ein kinderentwöhntes“. Neu daran ist neben dem neuen Ersatzwort vor allem, dass „wir“ ein „Land“ sind – bisher dachte ich immer noch, wir seien Bürger eines Landes.
Richtig sollte es so heißen: Unter den Bürgern dieses Landes gibt es zu viele, die Kindern unfreundlich gegenübertreten und ihre Belange nicht ernst genug nehmen. So wird ein Schuh draus und so kommen wir auch der Wahrheit einen Schritt näher.
Fragt sich, was das soll. Diese Republik ist, insgesamt genommen, nicht sehr freundlich zu Kindern und keinesfalls „kinderentwöhnt“. Wer einmal ein kinderfreundliches Land sehen will, darf sich gerne in einem der skandinavischen Länder orientieren und dann vergleichen.
Was sagte nun die Ministerin? Dieses: „Wir sind zwar kein kinderfeindliches Land, aber ein kinderentwöhntes“. Neu daran ist neben dem neuen Ersatzwort vor allem, dass „wir“ ein „Land“ sind – bisher dachte ich immer noch, wir seien Bürger eines Landes.
Richtig sollte es so heißen: Unter den Bürgern dieses Landes gibt es zu viele, die Kindern unfreundlich gegenübertreten und ihre Belange nicht ernst genug nehmen. So wird ein Schuh draus und so kommen wir auch der Wahrheit einen Schritt näher.
sehpferd - am Montag, 17. Januar 2005, 23:02 - Rubrik: aufgegriffen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Man benötigt ein kleines Päckchen, das die nötigen Zubehörteile enthält, vor allem aber eine Melone: Dann ist Viola fertig, von der gesagt wird, sie wolle niemals hinterher schmusen.
via blogywood
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noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Irgendetwas ist passiert innerhalb der deutschen Bloggerei – und ich habe es nicht einmal am Rande mitbekommen. Mag sein, dass es so ist, weil Handys sind für mich Telefone sind und keine Soundmaschinen, mag aber auch sein, dass ich die einschlägigen Fernsehsender, die angeblich die Werbung der nervenden Klingeltöne verbreiten, nicht sehe. Die Rede ist von „Jamba“, einem Unternehmen, das Klingeltöne verkauft, von einem Blogger, der das Geschäftsgebaren dieses Unternehmens kritisiert hat und von der Verbreitung dieser Information über weitere Blogger.
Mag sein, dass ich als Empfänger solcher Nachrichten auch nicht in Frage komme – mit Klingeltönen beschäftigt sich offenbar vornehmlich die Jugend, ja, und selbst wenn ich alles doch gesehen oder gelesen hätte – die Sache wäre mir, mit Verlaub, zu trivial gewesen.
Das allerdings ist nicht das Ende der Geschichte, sondern erst der Anfang. Urheber der ganzen Erregung, ich sagte es schon, war also ein Blogger, der ein Weblog namens Spreeblick führt. Von ihm ging die Geschichte aus, und er steht heute wieder im Mittelpunkt: Sat 1, ein kommerzieller deutscher Fernsehsender, hatte die Sache innerhalb seiner Sendung „Planetopia“ nicht gerade zugunsten des Bloggers dargestellt. So etwas soll vorkommen. Na und?
Plötzlich jaulen sie, die Blogger, genau jetzt, wo es einen von ihnen getroffen hat. Die Presse mag Prominente, Politiker oder auch mal einen Tatverdächtigen zur Sau machen – das hat meine Damen und Herren Bloggerkollegen noch nie interessiert – es sei denn, sie hätten dazu noch Beifall geklatscht. Doch die Hintergründe solcher Berichte waren so gut wie allen stets schnurzpiepegal – abgesehen von vielleicht einem Dutzend deutscher Blogs, die ich zu kennen glaube. Damit ich nicht missverstanden werde: Klar muss man eine Berichterstattung bemängeln, die nicht den Tatsachen entspricht. Aber es gab schlimmere Presseausrutscher, und vor allem solche, die Menschen wirklich geschadet haben. Die Reaktionen der Blogger, wie wir sie heute vorfinden, sind zum großen Teil völlig überzogen. Merkwürdigerweise hauptsächlich bei den nicht direkt Betroffenen: der Schockwellenreiter reagierte gelassener.
Würden wir nachdenken, bevor wir schreiben, könnten wir Erkenntnisse gewinnen. Zum Beispiel, wie Pressearbeit funktioniert. Oder wir könnten erkennen, dass wir einen Teil der öffentlichen Kommunikation darstellen, und nicht zuletzt, dass wir deswegen auch für die Wirtschaft interessant sind. Bereits vor einigen Tagen erschien ein Artikel, der unserer Wirtschaft rät, sich mit Bloggern zu befassen: Wer etwas zu sagen hat, kann auch Gutes über Wirtschaftsunternehmen sagen.
Der Spiegel brachte die Sache schon vor Tagen auf den Punkt: Was immer passiert ist, es hat dem Spreeblick genützt: Er hat seine Stammleserschaft vervierfacht. Man möchte ergänzen, dass viele Ereignisse der letzten Wochen und Monate den Blick auf die Blogger gelenkt haben, und es hat uns allen genützt. Machen wir uns doch bitte zu nutzen, was jeder Werbemensch weiß: Es ist gut, wenn über uns geredet wird. Vorrangig spielt dabei gar keine Rolle, wie man über uns redet. Oder hören wir ruhig einmal hin, was das angegriffene Unternehmen „Jamba“ zu sagen hatte: „Das Ganze ist nicht zuletzt PR in eigener Sache für die Blogger-Community". Na also. Was wollen wir denn eigentlich noch? Den Pulitzerpreis?
Mag sein, dass ich als Empfänger solcher Nachrichten auch nicht in Frage komme – mit Klingeltönen beschäftigt sich offenbar vornehmlich die Jugend, ja, und selbst wenn ich alles doch gesehen oder gelesen hätte – die Sache wäre mir, mit Verlaub, zu trivial gewesen.
Das allerdings ist nicht das Ende der Geschichte, sondern erst der Anfang. Urheber der ganzen Erregung, ich sagte es schon, war also ein Blogger, der ein Weblog namens Spreeblick führt. Von ihm ging die Geschichte aus, und er steht heute wieder im Mittelpunkt: Sat 1, ein kommerzieller deutscher Fernsehsender, hatte die Sache innerhalb seiner Sendung „Planetopia“ nicht gerade zugunsten des Bloggers dargestellt. So etwas soll vorkommen. Na und?
Plötzlich jaulen sie, die Blogger, genau jetzt, wo es einen von ihnen getroffen hat. Die Presse mag Prominente, Politiker oder auch mal einen Tatverdächtigen zur Sau machen – das hat meine Damen und Herren Bloggerkollegen noch nie interessiert – es sei denn, sie hätten dazu noch Beifall geklatscht. Doch die Hintergründe solcher Berichte waren so gut wie allen stets schnurzpiepegal – abgesehen von vielleicht einem Dutzend deutscher Blogs, die ich zu kennen glaube. Damit ich nicht missverstanden werde: Klar muss man eine Berichterstattung bemängeln, die nicht den Tatsachen entspricht. Aber es gab schlimmere Presseausrutscher, und vor allem solche, die Menschen wirklich geschadet haben. Die Reaktionen der Blogger, wie wir sie heute vorfinden, sind zum großen Teil völlig überzogen. Merkwürdigerweise hauptsächlich bei den nicht direkt Betroffenen: der Schockwellenreiter reagierte gelassener.
Würden wir nachdenken, bevor wir schreiben, könnten wir Erkenntnisse gewinnen. Zum Beispiel, wie Pressearbeit funktioniert. Oder wir könnten erkennen, dass wir einen Teil der öffentlichen Kommunikation darstellen, und nicht zuletzt, dass wir deswegen auch für die Wirtschaft interessant sind. Bereits vor einigen Tagen erschien ein Artikel, der unserer Wirtschaft rät, sich mit Bloggern zu befassen: Wer etwas zu sagen hat, kann auch Gutes über Wirtschaftsunternehmen sagen.
Der Spiegel brachte die Sache schon vor Tagen auf den Punkt: Was immer passiert ist, es hat dem Spreeblick genützt: Er hat seine Stammleserschaft vervierfacht. Man möchte ergänzen, dass viele Ereignisse der letzten Wochen und Monate den Blick auf die Blogger gelenkt haben, und es hat uns allen genützt. Machen wir uns doch bitte zu nutzen, was jeder Werbemensch weiß: Es ist gut, wenn über uns geredet wird. Vorrangig spielt dabei gar keine Rolle, wie man über uns redet. Oder hören wir ruhig einmal hin, was das angegriffene Unternehmen „Jamba“ zu sagen hatte: „Das Ganze ist nicht zuletzt PR in eigener Sache für die Blogger-Community". Na also. Was wollen wir denn eigentlich noch? Den Pulitzerpreis?
sehpferd - am Montag, 17. Januar 2005, 18:56 - Rubrik: blog nachrichten
Wer etwas über das deutsche Wesen erfahren will, insbesondere darüber, warum in diesem Lande so wenig zustande kommt (und anderwärts eben mehr), muss lesen, was eine deutsche Tageszeitung zur neuen Kopenhagener Oper schreibt. Nein, wirklich Negatives gab es nicht, außer ein paar vernachlässigbaren architektonischen Details, die man vielleicht auch anders hätte lösen können.
Aber die Unverschämtheit, seiner Stadt eine neue Oper zu schenken, dafür 335 Millionen Euro auf den Tisch zu legen und dann noch selbst bestimmen zu wollen, wie sie aussieht, die muss man natürlich breit auswalzen – und am Ende verurteilen: der Staat sei viel zu zahm und zahnlos, deshalb verlöre er die Fähigkeit, derartige Geschenke abzulehnen.
Aber die Unverschämtheit, seiner Stadt eine neue Oper zu schenken, dafür 335 Millionen Euro auf den Tisch zu legen und dann noch selbst bestimmen zu wollen, wie sie aussieht, die muss man natürlich breit auswalzen – und am Ende verurteilen: der Staat sei viel zu zahm und zahnlos, deshalb verlöre er die Fähigkeit, derartige Geschenke abzulehnen.
sehpferd - am Montag, 17. Januar 2005, 13:53 - Rubrik: aufgegriffen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Die Rheinische Post will als erste deutsche Zeitung die „neue Schreibkultur der Blogger“ in eine Printmedium wandeln: Leser sollen für Leser schreiben. Einen Vorgeschmack kann man sich in der Online-Ausgabe holen.
sehpferd - am Montag, 17. Januar 2005, 09:21 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Na bitte: alle sind sich wieder mal einig: Wir haben zu wenig Kinder, allesamt, und das soll sich ändern.
Ausnahmsweise trifft Frau Merkel diesmal den Nagel auf den Kopf: „Es muss ein klares gesellschaftliches Signal geben, dass insbesondere die Frauen, die Beruf und Familie vereinbaren wollen, nicht benachteiligt werden“. Gut gesprochen. Fragt sich nur, warum dies in anderen Ländern problemlos möglich ist und in der Bundesrepublik nicht. Wenn ich es mir leicht mache, sage ich, dass die von der CDU geführten Regierungen vergangener Tage mit ihrem konservativen katholischen Hintergrund die Ursache waren. Aber ich mache es mir nicht ganz so leicht.
Könnte es sein, dass wir in Deutschland Frauen zu lange idealisiert haben als Maiden, Mütter und Musen? Gab es nie die Sprüche von Küche, Kinder, Kirche? Und lernen Mädchen in Deutschland nicht immer noch in Massen Berufe, die als „Jungmädchenberufe“ gelten, weil die jungen Frauen sie so schnell wie irgend möglich wieder aufgeben?
Letztlich bleibt die Frage: Wer sind eigentlich die Verursacher? Politik? Wirtschaft? Gesellschaft? Männer? Könnte man nicht wenigstens in Erwägung ziehen, dass auch Frauen einen Anteil daran haben, dass sich Familie und Beruf angeblich nicht miteinander vereinbaren lassen? Warum ist es den dann beispielsweise so genannten „allein Erziehenden“ möglich?
Nun ja, vorläufig hat auch Frau Merkel nichts als Sprüche parat, die sich in der Presse gut lesen, so wie dieser: „Wir müssen in Deutschland wieder ein Klima schaffen, aus dem die Familien wieder mehr Zukunftszuversicht schöpfen". Vielleicht hat sie Glück damit: es es wird ja bald Frühling. Oder hatte Frau Merkel mit „Klima“ etwas anders gemeint?
Ausnahmsweise trifft Frau Merkel diesmal den Nagel auf den Kopf: „Es muss ein klares gesellschaftliches Signal geben, dass insbesondere die Frauen, die Beruf und Familie vereinbaren wollen, nicht benachteiligt werden“. Gut gesprochen. Fragt sich nur, warum dies in anderen Ländern problemlos möglich ist und in der Bundesrepublik nicht. Wenn ich es mir leicht mache, sage ich, dass die von der CDU geführten Regierungen vergangener Tage mit ihrem konservativen katholischen Hintergrund die Ursache waren. Aber ich mache es mir nicht ganz so leicht.
Könnte es sein, dass wir in Deutschland Frauen zu lange idealisiert haben als Maiden, Mütter und Musen? Gab es nie die Sprüche von Küche, Kinder, Kirche? Und lernen Mädchen in Deutschland nicht immer noch in Massen Berufe, die als „Jungmädchenberufe“ gelten, weil die jungen Frauen sie so schnell wie irgend möglich wieder aufgeben?
Letztlich bleibt die Frage: Wer sind eigentlich die Verursacher? Politik? Wirtschaft? Gesellschaft? Männer? Könnte man nicht wenigstens in Erwägung ziehen, dass auch Frauen einen Anteil daran haben, dass sich Familie und Beruf angeblich nicht miteinander vereinbaren lassen? Warum ist es den dann beispielsweise so genannten „allein Erziehenden“ möglich?
Nun ja, vorläufig hat auch Frau Merkel nichts als Sprüche parat, die sich in der Presse gut lesen, so wie dieser: „Wir müssen in Deutschland wieder ein Klima schaffen, aus dem die Familien wieder mehr Zukunftszuversicht schöpfen". Vielleicht hat sie Glück damit: es es wird ja bald Frühling. Oder hatte Frau Merkel mit „Klima“ etwas anders gemeint?
sehpferd - am Montag, 17. Januar 2005, 09:04 - Rubrik: deutschland im blick

