anstoss

  sehpferdvs sehpferds magazin für anstöße und anstößiges
Fotografie ist keine Kunst – schon deshalb nicht, weil das Licht sich auf der lichtsensiblen Schicht selbst abbildet, ohne dass der Fotograf im geringsten eingreifen muss. Der Maler, Fotograf und Dadaist Man Ray hat es deutlicher und kompetenter gesagt, als ich es kann.

Doch inzwischen ist die Fotografie in allen Museen zu finden – und die Kuratoren tun sich verdammt schwer damit, denn nach wie vor ist Fotografie nicht eigentlich eine Kunst, sondern lediglich ein weiteres Mittel in der Hand eines Künstlers, während es in der Hand des Berufsfotografen ein genau kalkulierbares Werkzeug ist – die Emotionen werden durch geeignete Objektive oder die Lichtführung erzeugt, das Einzige, was man braucht, ist Erfahrung und (hoffentlich) etwas Sensibilität sowie ein Mindestmaß an Kommunikationsbereitschaft.

Fotografie ist keine Kunst – und das meiste, was heute in unseren Musen zu besichtigen ist, sei es von Helmut Newton oder Annie Leibowitz (oder von wem auch sonst) ist eben keine Kunst – es sind Zeitzeugnisse, die besonders gut aufbereitet wurden. Vielleicht haben sie als solche eine Berechtigung in den Museen.

Seit Fotografie nur noch flüchtig und beliebig ist – und dies ist so, seit es Digitalkameras gibt – muss die Frage freilich nochmals gestellt werden. Fotografie, für sich genommen, ist ohnehin keine Kunst, und ein Bild kann erst dann zur Kunst werden, wenn der Fotograf bestimmt hat, welche endgültige Version er für „sein“ Bild hält. Gerade um die Hinterlassenschaft von Man Ray gab es großen Streit, weil sich die Frage ergab, ob von den so genannten „Originalen“ weitere Positivabzüge hergestellt werden durften. Man Ray selbst hätte dazu deutlich „nein“ gesagt: Für ihn war das endgültige Bild ausschließlich ein nachgearbeiteter Positivabzug.

Und heute? Heute nimmt der Digitalfotograf Software, um sein Bild nachzubearbeiten. Es ist weder vorher noch nachher Kunst, aber es kann Kunst sein – sowohl vorher wie auch nachher. Aber woher bitte wird die Nachwelt erfahren, was uns der künstlerische Autor der Fotografie wirklich zeigen wollte? Wir werden in Zukunft Nachlässe bekommen, die jeder Beschreibung spotten, egal, ob der Besitzer ein Künstler war oder nicht. Nein, Freunde: Fotografie ist nach wie vor keine Kunst. Das endgültige Bild aber kann Kunst sein.

Ob die heutigen Kuratoren der Museen zur Unterscheidung dessen fähig sind, muss bezweifelt werden. Also werden wir wohl weiterhin keine Kunst, sondern nahezu ausschließlich Zeitzeugnisse in den Museen hängen sehen.

"La photographie n'est pas de l'art"
Man Ray

"Fotografie ist keine Kunst, sondern ein Produkt der Zeit"
Gisèle Freund

Audacia Ray, die Frau hinter dem Blog Waking Vixen, hat ihr Logo verändert: Trat uns noch vor kurzem ein Brillengesicht entgegen, so sehen wir jetzt einen schönen, an den Fotografen und Dadaisten Man Ray erinnernden Rücken, der mit einem ähnlichen Foto bekannt wurde - freilich nicht nur mit dem einen.

Man Ray, der vor allem Maler war, aber mit der Fotografie Weltruhm erlangte, lebte auf dem Höhepunkt seines Ruhms in Paris. Obwohl er auch heute noch sehr populär ist, folgt ihm kaum einer unserer jungen Fotografen nach. Sehr schade, denn die Sichtweise des Malers verhalf Man Ray zu ganz anderen Einsichten als es der plakative Blick des reinen Fotografen je vermochte.

Audacia Ray sollten sie in jedem Fall lesen. Eine Frau in der Erotikbranche, die nicht nur intelligent ist, sondern ihren Berufsweg auch vehement verteidigt.

Natürlich muss jeder einmal für sein Blog werben, das sehe ich ein. Aber seit ich etwas offenherziger mit meiner ultimativen Email-Adresse umgehe, bekomme ich eben auch nicht erwünschte Emails – das wundert mich keinesfalls. Was mich aber wundert: Ich bekomme so etwas von einem Blogger.

Ach wie schön – ich darf also in der Email (und dann später im Blog) lesen, dass ein Herr Lars-Christian Cords über eine Pressemitteilung verkünden ließ, sieben „fischerAppelt-Thesen“ veröffentlicht zu haben. Danke schön, aber darüber habe ich selbst bereits vor längerer Zeit geschrieben.Der Frischelieferant Rungis Express, der dort ebenfalls erwähnt wird, ist mir herzlich egal, auch wenn er noch so ein tolles Beispiel für den Einsatz eines Weblogs bei einer Insolvenz ist. Für mich ist es, mit Verlaub, ein künstliches Zischen auf einem Stein, der gar nicht heiß ist.

Ich darf mich dann zum dreiduzendsten Mal damit konfrontieren lassen, dass Blogger aus den Katastrophengebieten aus der Flutwelle eine Popularitätswelle gemacht haben – und ich lese auch den obligatorischen Spendenaufruf, den ich abermals leidenschaftslos ignoriere – nicht aus Kaltherzigkeit, sondern aus den bereits bekannten anderen Gründen.

Freuen kann ich mich ein bisschen über den PR-Blogger, obwohl ich die Jamba-Affäre als etwas lächerlich ansehe – Klingeltöne haben nun wirklich nicht die Bedeutung, die ihnen der Spreeblick zuweist. Sollte ich jetzt sagen, dass die vielen Blogger, die sich jetzt an diese Mini-Affäre anhängen, selbstgefällige Populisten sind? Natürlich sollte ich es sagen. Sie sind es.

Mag ja sein, dass deutsche Blogger inzwischen drei Mal (mit der Welle, mit den Klingeltönen und mit der Insolvenz) „große“ Erfolge hatten. Nur: Was zählen diese drei Schwalben (wenn es denn welche waren) schon im Websommer? Wahrscheinlich hat der SPIEGEL eben doch recht: Blogs sind ein modisch schickes Thema („eines der Hype-Themen, die wir alle Paar Jahre haben“).

Nein, nein, nichts gegen Blogs – schließlich schreibe ich mein Eigenes. Aber etwas gegen das ständige Zitieren derselben dürftigen Quellen, gegen die Selbstherrlichkeit und gegen das Aufblasen unserer bescheidenen Tippversuche als „das neue Medium“.

Was war noch der Ursprung meines Artikels? Ach ja, einer Email von drinktank. Der verdanken sie, dass ich dieses lästige Thema überhaupt noch mal aufgegriffen habe.

Wenn man jung ist, stellt man sich vor, dass der Computer gerade erst erfunden wurde. Mitnichten, Freunde, mitnichten.

Schon die ebenso kluge wie schöneAda Augusta Lovelace, die Tochter von Lord Byron, programmierte für Herrn Charles Babbage versuchsweise Rechenautomaten (um 1840 herum), und Fortran wurde nicht erst 1980, sondern bereits 1954 aus der Taufe gehoben.

Was tun, wenn der Schnee plötzlich so hoch liegt, dass man sein Auto kaum noch findet?

Der Nerve-Hausblogger und Fotograf Siege (Clayton Cubitt) weiß es jetzt. Eine Dame will mit ihm in den Schnee hinausgehen – aber eigentlich will er lieber zu Hause bleiben. Schließlich schlägt er vor, doch zu gehen: unter der Bedingung, dass sie unter ihrem Mantel nackt ist. Sie willigt ein, und er nimmt seine Kamera mit. Nun, Siege wäre nicht Siege, wenn er sie nicht auch benutzt hätte – im Schnee, aber ohne (ihren) Mantel.

Die Fotoserie „Snow Day“ Photography by Siege existiert nur im Mitgliederbereich von Nerve, und das Blog ist nichts für schwache Nerven.

snow

Foto: © 2005 Siege and Nerve.com, Inc

Manchmal erinnere ich mich an die Geschichte eines Herrn mittleren Alters, der unbedingt noch ein weibliches Dekorationsstück für sein neu bezogenes Eigenheim suchte. Ich verpasste ihm eine kleine Kopfwäsche, doch siehe, später wurde er fündig. Ob die Dame seine Kreditkarte geheiratet hatte oder ihn, weiß ich allerdings nicht so genau – beide entglitten meinem Scharfblick. Die Sache wiederholte sich später mit einem Porschefahrer, der unbedingt noch ein Dekorationsstück für sommerliche Ausfahrten brauchte. Leider konnte er kaum den Porsche halten, sodass sein letztendlich aufgepicktes weibliches Dekorationsstück nach zwei Wochen wieder entschwand.

Also haben die Leute recht, die sagen, Frauen seien keine Dekorationsgegenstände? Vielleicht gibt dieses Bild eine vorläufige Antwort.

Ein bloggender Webschlaumeier aus Australien gibt Männern Tipps, die vor allem eins wollen: eine Frau möglichst schnell ins Bett bekommen. Der Ausdruck „Hoes“ ist nicht gerade fein und mit "Tussen" auch nicht ganz korrekt übersetzt, doch auch die Nachrichten sind nicht sonderlich gut: „Trenn die Spreu vom Weizen – nur eine von zehn Tussen tut es.“

Woran man mal wieder sieht, dass Männer ganz schön baggern müssen, bevor das Vergnügen winkt – wenn man es ernst nimmt, das Baggern. Ähnliches gilt, wie es scheint, für die Tipps.

Lohnen, so meint der Autor, würde sich die Sache ohnehin nicht: „They’re all the same. What's this mean? You’ve seen one ho, you’ve seen them all.”

Immerhin hat der Blogger Bilder auf seiner Seite, die (manche) Männer mögen.

Ich bin sicher, dass Katzenliebhaber dies nicht mögen werden.

Das Original kommt von Madasafish, einem englischen Internet-Provider. Er wirbt mit aggressiven Werbespots, in denen ein paar berühmte, aber mittlerweile wohl verknöcherte Gestalten noch traditionelle Modems benutzen. Darunter waren auch Kapitän Cook, Albert Einstein und Sir Winston Churchill. Cook und Einstein gingen durch die britische Selbstkontrolle, Churchill nicht: Auch Briten haben ihren Stolz.

Normalerweise sehe ich mir ja keine Musikvideos an, aber dieses hier zeigt ein paar Damen von ihren schönsten Seiten, und dazu in knappen Bikinis. Dann tritt ein rothaariger Herr hinzu, der am Ende auf den Hund kommt.

Sehr lange Ladezeiten, aber dafür gute Qualität.

Via fleshbot

In Frankreich wurde kürzlich ein Bankierssohn Zeitungsbesitzer: Edouard de Rothschild übernahme einen Anteil der linksliberalen Tageszeitung „Libération“.

Die „Neue Züricher Zeitung“ griff das Thema der Unabhängigkeit bei solchen Besitzverhältnissen auf – anlässlich einer Tagung in Lugano, bei der Wissenschaftler und Journalisten über den Medienbetrieb diskutierten.

Erwähnt wurde dabei auch der positive Einfluss US-amerikanischer Blogger. Sie, so hieß es, hätten dazu beigetragen, „Defizite und Ungereimtheiten in den Berichten der «traditionellen» Medien aufzudecken“.

Wie schön für Amerika. Deutsche Blogger tun dergleichen selten, weil sie unter anderem über viel zu wenig Recherchekunst verfügen, um mögliche Fehler in der Berichterstattung aufzudecken. Hinzu kommt allerdings auch, dass sich bislang kaum ein Blogger qualifiziert um die Berichterstattung der Medien kümmerte (von bekannten Ausnahmen einmal abgesehen). Wieder ein Defizit in der Berichterstattung aufgedeckt: Diesmal allerdings bei den meisten Bloggern.

Wie man sich leckere Küchlein backen kann, die verdächtig der entblößten Brust von Janet Jackson ähneln, verrät uns ein Amateurgourmet.

Ebenfalls via Blogywood.

Wollten sie einer Dame schon immer „ich liebe dich“ sagen, haben sich aber nie getraut? Dann sagen sie es ihr durch die Bohne. Vorausgesetzt, sie spricht japanisch oder französisch.

via Blogywood

Gehört habe ich sie noch nicht, diese Klingeltöne, aber sie sollen denen ähnlich sein, die Jane Birkin auf ihrer legendären Aufnahme mit Serge Gainsborough von sich gab. „Bei Anruf Orgasmus“ scheint das Motto des Klingeltonvertreibers zu sein, der jetzt einigen Aufnahmen mit dem Pornostar Jenna Jameson machte – typische Geräusche eben, die man sonst nur bei heftigen Orgasmen zu hören bekommt.

Doch damit nicht genug: Man kann offenbar auch eine Tonkonserve mitbekommen, auf der die Dame obszöne Worte an den Empfänger richtet – auf Englisch oder Spanisch, und wem das alles noch nicht genug ist, der kann auch noch ein Bild von der heftig geschminkten Jenna auf das Handy bekommen.

Wer an Jane Birkins neuester CD Rendez Vous interessiert ist, bitte hier hinaus, wer hingegen seine Pubertätserinnerungen noch einmal auffrischen möchte, der wird hier fündig: Je t'aime - moi non plus.

Nachdem sowohl Blogs als auch wirtschaftlich orientierte Webseiten immer mehr Nacktfotos veröffentlichen, hat sich nun ein Webseiten-Betreiber offenbar entschlossen, den grillhühnchenfarbenen oder schweinchenrosa getönten Nacktmädchenbildern etwas entgegenzusetzen: Nicht-Nacktfotos.

Freilich zwinkert das Auge dabei etwas: Die Damen sind zwar nicht nackt, aber irgendwie auch nicht angezogen, sondern in jedem Zwischenzustand, der das Männerblut angeblich zum Wallen bringt. Wie sagte doch Fleshbot mal wieder so schön? „Dass sie nicht nackt sind, heißt nicht, dass sie nicht sexy sind".

Die Quelle all dieser Bilder sollen Moblogger sein – Leute also, die in der Weltgeschichte herumrennen und von dort aus Bloggen. Bei dem Wetter, dass wir gegenwärtig haben, sind die weiblichen Brüste freilich nicht so weit entblößt, wie es auf der Seite der angezogenen Nackten meist der Fall ist.

nicht nackt noch nackter

Bild: © 2005 by Ein Frei Korps for Non Nude Girls

link angepasst

Bevor ich vergesse, Ihnen dies zu erzählen: Der weitaus erotischste Fernsehsender ist (mal wieder) umgezogen. Nein, es ist kein Pornokanal, sonder der französische Mode-Sender ftv: Frequency 12207 Mhz, Horizontal, 27500 Symbol Rate.

Alles klar? Natürlich auf Satellit und Digital. Wer anders empfängt sollte sich ernstlich überlegen, ob er noch auf der Höhe der Zeit ist.

Kaum ist Volker Kauder aus einem Fettnäpfchen halbwegs ohne Federlassen heraus, schon tappt sein Bruder Siegfried in das Nächste hinein: Der Bruder will Freier bestrafen, die „leichtfertig nicht erkennen", dass sie Sex mit so genannten „Zwangsprostituierten“ haben (Ja, es hieß haben - das darf man sich gerne bildlich vorstellen). Die Strafen sollen drastisch ausfallen: der „leichtfertig Unwissende“ soll „bis zu“ zwei Jahren in den Knast, währen der „absichtlich Unwissende“ gleich bis zu fünf Jahren in den Kahn gehen soll. Und was sagt die angeblich so liberale Wochenzeitung DIE ZEIT dazu? Sie stimmt zu. Offenbar hat man die bürgerlich orientierten Frauenrechtlerinnen im Auge: typische ZEIT-Leserinnen. Zwar beginn der Beitrag von Martin Klingst als Glosse, er endet aber knallhart: "Die Richtung des Kauder-Vorschlags jedenfalls stimmt: Wer die Ausbeutung der Frauen unterbinden will, muss die Kunden treffen".

Merkwürdig, dass die CDU so etwas tatsächlich als Gesetzentwurf einbringen will, und dies schon im März dieses Jahres. Da sagt sogar die SPD (mit Recht) dass es „in der Praxis kaum“ gelingen werde, der bösen, bösen Freier habhaft zu werden. Damit erst gar keine Rückfragen entstehen: Ich bin ein absoluter Verfechter der Freiheit der Prostituierten und ein Gegner jedweden Menschenhandels – aber ich hasse Populisten.

Was die Sache zusätzllich sehr pikant macht: der Herr Siegfried Kauder sagte einer Zeitung, (Zitat aus derselben): „Ausschlaggebend für seine Initiative sei der damalige entsprechende Fall des Talk-Masters Michel Friedman“ gewesen.

Aha. Noch einer der auf dieser Welle reitet: Such die einen populären, aber weitgehend zwiespältig angesehen Prominenten, und koche dein Süppchen auf seine Kosten. Ich denke, ich muss nicht sagen, welche Empfindungen dies in mir auslöst, oder vielleicht doch? Ja, genau das, was sie denken, liebe Leser.

Meine Domänen sind diese Woche voraussichtlich nicht mehr erreichbar. Dafür habe ich meine Email-Adresse für die Zukunft eingestellt: sehpferd at sehpferd dot com.

Vorläufig versuchsweise.

Erinnern sie sich noch an den hellhäutigen, speckfaltigen, schwitzenden älteren Onkel, der den Jünglingen beim fünften Bier anvertraute, dass „nein“ bei einer Frau „vielleicht“ bedeute, und “vielleicht“ bei Frauen eben so gut wie „ja“ heiße?

Wenn nicht, sind sie ziemlich jung oder eine Frau, oder beides. Dann müssten sie sich aber erinnern, dass eine strenge büstenhalterlose Dame ihnen einmal gesagt hat: „Wenn eine Frau „nein“ sagt, dann ist es „nein“, hast du das endlich verstanden?“

Kommunikationstheoretiker bezweifelten die Aussagen des schwitzenden Onkels stets ebenso wie die der büstenhalterlosen Frau. Ist „niemals, was denkst du dir eigentlich?“ oder „das schlag dir aus dem Kopf“ nun eigentlich „nein“ oder „Mach ja weiter, ich will noch viel mehr davon hören?“

Immerhin, wenn „nein“ damals „nein“ hieß, dann müsste „ja“ eigentlich „ja“ geheißen haben. Nur sagt keine einzige Frau „ja, jetzt hüpfen wir ins Bett, gell?“ – so leicht machen sie den Männern das Spiel nun auch wieder nicht. Also müssen wir Männer weiter herausfinden, was Sätze wie „an was du jetzt denkst, kannst du dir ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen“ bedeuten.

Wie war das? „Für moderne Feministinnen heißt „ja“ gar nichts“, sagt eine amerikanische Kolumnistin.

Wie ich darauf komme? Aufgrund eines Artikels von Caitlin Hall in der “Arizona Daily Wildcat”. Sie schreibt über Frauen und Pornografie. Dort stellte sie die provozierende Frage, ob es vielleicht sein könne, dass Frauen, die keine Pornografie mögen, falsch erzogen worden seien. Selber lesen, bitte.

Was trägt die brave Hausfrau in der Küche? Natürlich eine Schürze. Nur eine Schürze? Ja, warum eigentlich nicht. Die Damen und Herren, die hier kochen, tragen allesamt Schürzen – aber nichts sonst.

Wegen des toten Links - lesen Sie doch einfach weiter bei erotischen Schürzen.

In einer Gegend wie dieser hier gibt es drei brauchbare Möbelhäuser im Landkreis. Anfrage nach dem Modell „BOB“ von Flexform: Nein, haben wir nicht, wir haben nur den Sessel – können wir aber bestellen. Das zweite Möbelhaus. Ja, hatten wir mal, haben wir verkauft, können wir aber bestellen. Auf einen Anruf beim dritten verzichtete ich: Schon zuvor schlechte Erfahrungen gemacht.

Was sind, bitteschön, eigentlich Möbelhäuser? Bestellagenturen für Möbel? Sind die hohen Handelsspannen etwa dafür gedacht, dass sich eine Bürokraft hinsetzt und eine Bestellung an den Hersteller schreibt, ohne dass ich das Produkt im Ladengeschäft sehen kann?

So nicht, lieber Möbelhandel – so verlieren sie noch weitaus mehr Kunden, als dies in der Vergangenheit schon der Fall war. Ich jedenfalls werde mich jetzt nach Alternativen umsehen – darunter leidet in erster Linie der Hersteller, der nun eben ein „BOB“-Sofa weniger verkaufen wird. Vielleicht werde ich ein anderes Sofa kaufen, das irgendwo in einer Ausstellung steht und es mir gleich liefern lassen. Das Ding kostet schließlich ein kleines Vermögen. Angebote sind willkommen.

Mario Sixtus hat einen sehr interessanten Artikel über das Verhältnis von Bloggern und Journalisten für "heute.de" verfasst – und versucht dabei, das insbesondere von Bloggern aufgebaute Feindbild zu überwinden.

Sehr lesenswert und informativ, vor allem für Blogger, die in ihrem Heißhirn oft etwas vergessen: „So angespannt das Verhältnis zwischen Bloggern und Journalisten oft ist: So lange sich die beiden in ein und demselben Publikationsraum aufhalten, werden sie miteinander leben müssen.“

Dazu möchte ich gerne ergänzen: Und voneinander lernen. Vorläufig gibt es zumeist noch ein paar Grundlagen zu lernen. Nicht für Journalisten, sondern für Blogger.

Neues Handy gekauft, auf Teneriffa - vor fast einem Monat schon.

Süßes Stückchen – nur leider kann man nicht damit telefonieren. Wird morgen zum SAMSUNG-Service geschickt. Ich bin sehr gespannt, was ich von dort hören werde. Ich verspreche: Ich werde meine Leser informieren.

Natürlich wusste ich auch schon vor dem betrachten dieser Webseite, dass es BHs mit außen liegenden Spikes gibt, die auf den Partner weisen, sodass sich dieser bei zu enger Näherung erheblich piekst.

Dieser BH hingegen piekst nicht ernstlich und hat dennoch bedrohliche Spikes auf der Außenseite, sodass die Brüste rundherum vor Angreifern geschützt sind. Das allerdings dürfte kaum der Zweck dieses Büstenhalters sein, den man wohl niemals unter einer Bluse tragen dürfte. Die eher zum Anheizen als zum Abweisen gedachten Kleidungsstücke sind zudem billig: ca. 35 USD*.

Nicht ganz so billig und auch nicht so stachlig ist der Voodoo-Bra, der Besitzerinnen von Hi-Fi-Anlagen wärmstens empfohlen werden kann.

Via Blogywood

*Preisangaben ohne jegliche Gewähr

Falls sie, liebe Leserin, etwas mehr auffallen wollen als gemeinhin schicklich ist: Wie wäre es mit einer yOni purse? Ach, was das ist? Nun, es ist eine Geldkatze in Form einer Muschi, oder eben eine Geldbörse in Form einer Vagina.

Sehen sie, ich wusste, dass ihnen noch etwas fehlt: eine Muschi voller Talerchen.

Do you understand Vorn? Wenn nicht, wird es Zeit, dies nachzuholen. „Understandig VORN“ besteht aus einer Webseite, die ständig das Web nach Bildern in Blogs abgrabbelt, die mit V, O, R oder N beginnen. Mehr Informationen hier.

Hatte ich nicht jüngst in einer meiner wahren erlogenen Geschichten geschrieben, dass ich den Dialog zwischen einem unvorsichtigen Herrn und einer Dame über Bettschuhe belauschte? Es war im Übrigen auf Teneriffa, um dies noch nachzutragen.

Letztes Wochenende war ich in Budapest in einem Schuhgeschäft, in dem es wunderbare Bettstiefel gab – unter 30 Euro, aber selbstverständlich mit hohen Absätzen. Man hatte auch wunderbare High Heels mit Metallspitzen. Und während mein RSS-Reader die Welt durchkämmt, stoße ich doch tatsächlich auf eine Geschichte, in der auch von Bettschuhen die Rede ist.

Am Samstag habe ich eines meiner beiden Abonnements von Nortons Anti-Virenprogramm verlängern lassen. Eigentlich ging es mir nur darum, immer die neuesten Virendefinitionen zu haben, und ich denke, dabei sollte ein Unternehmen wie die Symantec vielleicht in der Lage sein, dies für etwa fünf bis zehn Euro zu tun. Weit gefehlt.

Ich dufte zwischen drei Varianten wählen, die ich alle nicht wollte, und wählte am Ende die billigste. Billig? Weit über 30 Euro, inklusive irischer Mehrwertsteuer. Hätte ich mir ein brandneues Update im Laden gekauft, hätte ich 31,00 Euro bezahlt. Inklusive Mehrwertsteuer, Händlerverdienst, Transport zum Händler und Pappkarton als Verpackung.

Das Verhalten von Symantec wirft natürlich Fragen auf - zum Beispiel, ob man für mich als Kunden überhaupt Verwendung hat.

Nachtrag: Habe mich heute schriftlich über diese Geschäftspraktiken beschwert. Mal sehen, welche Botschaften die Verkäufergötter auf ihre Kundenknechte herabwerfen werden.

Nachdem es alle möglichen Zubehörteile für den USB-Anschluss gibt, die dort eigentlich gar nicht hingehören- wie wäre es mit einem USB-Stick mit eingebautem Vibrator? Man würde zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Manche Chefs mögen nicht, wenn die Angestellten Vibratoren benutzen, andere nicht, wenn sie USB-Sticks benutzen.

Einfach Lösung: wird der Vibrator angemeckert, sagt man, es sei ein USB-Stick – Produktivität hat ja bekanntlich Vorrang. Sind hingegen USB-Sticks aus Sicherheitsgründen unerwünscht, sagt man einfach verschämt lächelnd, dies sei halt ein Vibrator, und man würde ihn gerade laden.

Es mag ja sein, dass viele Deutsche die NPD gerne aus dem Land jagen oder mit Hilfe von Gerichten zerstäuben wollen. Doch: Wer bitte, hat diese Leute eigentlich gewählt? Es müssen ja wohl Deutsche gewesen sein. Wenn jetzt gesagt wird: „Wir müssen uns politisch mit der NPD auseinandersetzen“, dann bedeutet dies, dass wir uns mit unseren Nachbarn auseinandersetzen müssen. Verbote? Man hat einst die KPD verboten, die dann als DKP wieder auferstanden ist.

Sprechen wir mit unserem Nachbarn. Reden wir über das falsche Bild, das wir und in Deutschland von der Politik und von den Politikern machen. Stellen wir heraus, wie wichtig der Bundespräsident, der Kanzler und seine Minister sowie der Bundestagspräsident und die Abgeordneten sind - und reden wir mit ihnen. Aber vor allem: Hören wir damit auf, über unsere Politiker zu reden, als seien sie der letzte Dreck. Sie sind es nicht, und eigentlich wissen dies sogar die ständigen Motzköpfe.

Als die „Zauberflöte“ am 30. September 1791 uraufgeführt wurde, stand der Name des Autors groß auf dem Plakat: Ein Singspiel von Emanuel Schikaneder. Wie bitte? Nun, nachdem alle Schauspieler und Sänger aufgeführt wurden, stand dann auch noch dort: Mit der Musik von Wolfgang Amadeus Mozart – eben „nur“ mit der Musik, der Vertonung des Librettos also.

Wie man unschwer erkennt, wandeln sich die Zeiten. Aus dem Singspiel fürs Volk wurde eine Oper für die gebildeten Schichten. Wer heute nach der Zauberflöte sucht, findet dies: Ein Singspiel (6.010*), eine Oper (101.000*), eine große Oper (1010*). Und von wem? Von Schikaneder (6.730*)? Oder von Mozart (118.000*)?

Die Zahlen sind die Anzahl der Google-Erwähnungen, und ich kam darauf, weil ich am Wochenende im Café Mozart war.

 

Add to Technorati FavoritesMy Popularity (by popuri.us)

twoday.net AGB

xml version of this page

powered by Antville powered by Helma