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Na schön – also da war eine Dame, die ihre Meinung gesagt hat - und ja wir haben Presse- und Informationsfreiheit. Soweit stimme ich zu. Auch noch darin, dass es unschön ist, junge Damen einzuschüchtern, wenn sie etwas schreiben, was anderen nicht gefällt. Und wirklich, letztendlich gehört auf einen groben Klotz ein grober Keil und deshalb ist es nur recht, wenn ein bloggender Rechtsanwalt eine leichtfertige Bloggerin schützt.

Etwas anders ist das schon mit dem „Aufschrei“, der durch die Blogs ging. Ich kann nur wiederholen, was sinngemäß schon einmal gesagt wurde: Was bitte berechtigt tausende von selbsternannten Super-Gutmenschen eigentlich, eine Institution wie Transparency International wegen dieses einen, zweifellos unschönen Vorfalls in den Dreck zu ziehen? Würde die BILD-Zeitung so etwas tun, dann wäre der Aufschrei groß, tun es aber tausende auf BILD-Zeitungs-Niveau argumentierende Blogger, dann ist es plötzlich in Ordnung?

Nein, meine Damen und Herren – ich kann dem nicht zustimmen. Ich fühle mich mal wieder an die Klotüren erinnert.

Nebenbei bemerkt: Es ist nicht klug, private Dinge, die man nur vom Hörensagen kennt, (auch, wenn es die beste Freundin betrifft) in einem Blog zu veröffentlichen – und es ist gar nicht klug, in der Probezeit über Gehalt und Arbeitszeit nachzukarteln – vielleicht sollte man dies auch einmal in Blogs schreiben. Gibt es eigentlich keine bloggenden Personalchefs?

Die Chronik hier.

(Ein Kommentar wurde gelöscht - es wird keine Begründung gegeben)

Natürlich wissen Sie, dass sich Frauen stundenlang beim Friseur aufhalten können, um sich die Haare machen zu lassen – und sie reden gerne darüber, solange es sich um ihr Haupthaar handelt. Indessen wird die Sache offenbar heikler, wenn es sich um eine Art von Behaarung handelt, die bei den meisten Frauen nur handverlesene männliche Exemplare zu sehen bekommen – und bei einigen Frauen auch weniger Handverlesene.

Tristan Taormino geht dieser Frage im Village Voice nach. Lassen sie sich vom Namen nicht verwirren – Tristan ist eine Frau – und was für eine.

„Ich würde niemals Geld nehmen“ kann alles heißen – von „man hat mir nie welches geboten“ bis „es war immer zu wenig“.

Der Schockwellenreiter begeistert seine Fans ja allwöchentlich mit einem Artikel darüber „ wie Kapitalismus funktioniert“. Ich revanchiere mich hier mal mit einem, wie Sozialdemokratie funktioniert: Man nehme eine ungeeignete Kandidatin, die sich auch noch vor den Karren der Gewerkschaft Verdi spannen lässt und dabei verkündet, dass sie den bei den Bürgern verhassten Streik im öffentlichen Dienst gut findet. Die Kandidatin fährt ihre Partei bei der Landtagswahl frontal gegen die Wand.

Statt sich zu ihrem persönlichen Versagen zu bekennen und auf jede weitere Kandidatur zu verzichten, stellt sie sich sofort wieder ins Rampenlicht und wird von ihren Kameraden Sozialdemokraten auch gleich wieder aufs Schild gehoben: „Das Präsidium der SPD in Baden-Württemberg hat Landeschefin Ute Vogt mit sechs zu zwei Stimmen als Vorsitzende der neu gewählten Landtagsfraktion vorgeschlagen.“

Sehen Sie, so funktioniert Sozialdemokratie: Verlierer helfen Verlierern, damit am Ende wenigstens alle verlieren.

Dichtung: „Wo ein Kinderwagen als Darlehen gewährt oder mit Krediten finanziert werden muss, werden Kinder bereits mit Schulden geboren“.

Wahrheit: Gerade wurde ein Kinderwagen für 5,99 Euro bei Ebay ersteigert. Wenn Mütter Müttern direkt helfen würden, gäbe es solche Probleme wie "Kinderwagen über Kredite finanzieren" nicht.

Oder ist das Armutsthema nur eine Propagandaaktion interessierter Kreise? – So nach dem Motto: Die Wohlfahrtsverbände wissen alles besser? Zu wessen Nutzen, wenn man mal fragen darf?

Bewundernswert, wie sie die Sache mit dem Jäger gedeichselt hat – doch genau an dieser Stelle verweigern uns die Grimmschen Brüder die Moral.

Ich wollte eigentlich nicht zur Armut in Deutschland Stellung beziehen: Schließlich lebe ich nur zum Teil hier und zum Teil in einem Land, in dem etwas ganz anderes unter Armut verstanden wird, wobei mir herzlich gleichgültig ist, wohin die UN oder die EU gerade ihre Grenzwerte legen.

Cem Basman hat jedoch einen interessanten Artikel bei VOWE veröffentlicht und fragt „was könnten die Blogger eigentlich tun, um Schritte gegen die Armut zu unternehmen?“ Ich muss sagen, ich schließe (ähnlich wie Cem) politische Lösungen ebenso aus wie Lösungen, die alleine vom Arbeitsmarkt kommen.

Wem es um mehr geht, als die Forderung zu stellen, ab sofort mit der Geldgießkanne herumzulaufen, sollte den Artikel lesen – und für mich selbst kann ich sagen: Ja, ich würde einen Teil meiner Kraft in ein solches Projekt einbringen, wenn es gut fundiert ist. Ich habe so etwas schon früher getan. Allerdings muss das Projekt sehr genau definiert sein und einem fest umrissenen Kreis von Menschen helfen. Dafür stelle ich sogar einmal wieder meine Zweifel am Gelingen zurück.

Nehmen wir mal an, sie kaufen sich etwas Software, einen Telefonvertrag oder ein technisches Gerät und ärgern sich schrecklich, weil sie das Gefühl haben, übers Ohr gehauen worden zu sein. Nehmen wir zweitens an, sie hätten gehört, dass Blogs etwas sind, was dem Verbraucher die Möglichkeit gibt, ungeheuer wirksam in der Öffentlichkeit zu sein.

Dann schreiben Sie einen Artikel darüber. Was passieren wird? Nichts. Es sei denn, ein unvorsichtiger Syndikus mahnt sie deswegen ab und oder wird sonst wie frech. Dann kann es sein, dass ihr Blog an Popularität gewinnt und ihrer Sache Gerechtigkeit wiederfährt. Aber wenn Sie glauben, mit ihrem Blog den großen Firmen dieser Welt Angst und Schrecken einjagen zu können – vergessen Sie’s. Verbrauchermacht in Blogs ist eine Lachplatte, die nur deswegen so oft gespielt wird, weil es interessierte Kreise gibt, die damit indirekt Kasse machen können.

Ich habe da so meine Erfahrungen. Die Firmen reagieren bei Endverbrauchern immer erst, wenn man massiv wird. Bei der IBM bedurfte es mehrere Emails, bevor man sich gütlich und zu meiner Zufriedenheit einigte, bei Hewlett-Packard gab es schlicht einen Fehler, für den man sich vielmals entschuldigte. Bei Samsung war ein Brief an die Geschäftsleitung nötig, um auch nur das minimale Verbraucherrecht durchzusetzen – dann allerdings ging alles sehr schnell. Bei Magical Works war der Einsatz eines lokalen Journalisten in Hannover nötig, um ein massives Problem zu beseitigen, weil die einschlägige so genannte „Fachpresse“ sich weigerte, mit mir das Thema auch nur zu behandeln. Die Fachzeitschrift, bei der ich als Leser und Geschädigter völlig ignoriert wurde, erscheint im Übrigen im renommierten Ziff-Davis-Verlag.

Telefonprovider? Nun, die Firma, mit der ich monatelang im Dauerclinch lag, hatte juristisch leider recht – die 24-Monats-Verträge gelten in diesem Land nicht als rechtswidrig - und dies sogar dann nicht, wenn man mit den Preisen für Auslands-SMS nach Gutsherrenart verfährt. Geschädigt fühle ich mich – ungeachtet der Rechtslage – dennoch: Ich bezahle jetzt etwa 15 Euro im Monat, ohne auch nur die geringste Gegenleistung dafür zu bekommen – wenn ich nämlich Leistungen in Anspruch nehmen würde, müsste ich dauernd die bei weitem überteuerten Telefonrechnungen bezahlen. Inzwischen habe ich den Weg der Vernunft gefunden: Überhaupt keine zeitabhängigen Telefonverträge. Dennoch bin ich fast sicher, dass mich die Firma, wenn der lästige (und bereits gekündigte) Vertrag im Januar 2007 endlich ausläuft, wieder mit ähnlichen Produkten zu ködern versuchen wird – falls man es ihnen bis dahin nicht verbietet, wie ich hoffe. Es wird Zeit, dass die 24-Monats-Fesselung mit überhöhten Grundgebühren endlich in die Mülltonne getreten wird. Ach, ich habe selber Schuld? Na klar – und wenn sie auch 24-Monats-Verträge haben, dann haben auch sie selber schuld. Kündigen Sie das Zeug rechtzeitig, sonst, verlängern sich die Dinger möglicherweise „automatisch“ – auch das ist in Deutschland möglich.

Aber wir waren ja bei der Macht der Blogger. Meine Hinweise in den Blogs haben nie auch nur das Geringste bewirkt – und ich kann Ihnen sagen, dass ich ganz schön sauer bin auf die DUDEN-Korrektor-Software. Die Herren Kaufleute und Programmierer dort lehnen sich zurück – sie haben ja bereits verkauft. Was ihre Kunden denken, scheint ihnen völlig egal zu sein, denn so gut wie jeder, der diese Software zähneknirschend einsetzt, hat schon mal einen Wutanfall bekommen – jedenfalls dann, wenn er regelmäßig längere Artikel schreibt. Was bei der DUDEN-Software die Qualität, ist bei Symantec die Preispolitik – wer sie versteht, mag mir ja mal schreiben, warum eine neue Schachtel mit Norton Internet Security teilweise bei weitem billiger ist als ein Online-Update: Aber über eins dürfen Sie sich ganz sicher sein: Symantec nimmt zu solchen Fragen gegenüber den eigenen Kunden keine Stellung – und die so genannten „Fachzeitschriften“ erlauben sich derartige Fragestellungen erst gar nicht.

Jeder Amateurpsychologe will wissen, dass sich „gleich und gleich“ gerne gesellen, und kaum hat er es ausgesprochen, dann schiebt ein ebenso vorlauter Besserwisser seinen konternden Spruch nach: „Aber Gegensätze ziehen sich an“. Was ist nun wahr, was ist dran?

Zunächst einmal: Für uns als Menschen ist „gleich“ immer das, was wir als „gleich“ empfinden, aber in Wahrheit sind wir sind alle unterschiedlich. Manchmal stellen wir fest, dass wir wirklich „gleich“ empfinden, „gleich“ denken oder eine „gleiche“ Herkunft, Erziehung, Ausbildung oder sonst etwas haben. Wir hätten dann besser „ähnlich“ gesagt.

Sehen sie, ich habe eine gewisse Kenntnis über das Innenleben von Selbsthilfegruppen. Die Menschen dort meinen zunächst, sie seien alle unterschiedlich, finden dann, dass sie alle ähnlich gelagerte Schwierigkeiten haben (wozu manche eben auch „gleich“ sagen) und entdecken nach längerer Zeit dann oft, dass sie zwar in einem Punkt ähnliche Erfahrungen hatten, in so vielen anderen aber durchaus unterschiedlich waren.

Was ist „gleich“, was ist es nicht? Nehmen wir mal eine Gemeinsamkeit: die Liebe zur Fotografie. Der eine ist Arzt, notiert Farbtemperatur der Lampen, Blende, Verschlusszeit und Objektiv, entwickelt selber Color und beschreibt genau die Dichte der Farbfilter, die er verwendet hat. Der andere ist Künstler, nimmt bewusst billige Objektive, verreist die Schärfe und übermalt dann Teile seiner Bilder, der dritte ist Zeitzeuge und fotografiert alle 10 Minuten den Marktplatz seiner Stadt. Was an ihnen ist gleich? In Wahrheit nichts.

Für die Partnerschaft ist nicht wichtig, ob man „gleich“ ist, sondern worin man gleich ist – oder jedenfalls meint, es zu sein. Ich gebe Ihnen wieder ein Beispiel. Er ist das Kind armer und relativ einfacher Eltern – aber er brachte es zum Informatiker. Sie hat den gleichen Hintergrund, wurde aber Restauratorin. Obwohl beide völlig unterschiedliche Berufe haben, sind sie „gleich“, weil sie sich an Armut und Not erinnern können – und die Mittel deswegen sparsam einsetzen. Es ist also nicht die Frage, ob man „gleich“ ist, sondern worin man „gleich“ ist. Wichtig ist allerdings der Wunsch, dem Leben eine gleiche Ausrichtung zu geben.

Was ist nun mit den Gegensätzen? Sie ziehen sich an, wenn der eine Partner etwas geben kann, was dem anderen fehlt und umgekehrt. Er ist ein genialer Architekt und hat jeden Tag eine neue Idee. Sie führt den Betrieb und sieht eher auf die Bilanz. Wenn sie es schafft, seinen Schaffensdrang zu kanalisieren und profitabel zu machen, fällt für beide der Erfolg ab. Ist er der Erbprinz und sie Cinderella, sieht die Sache schon kläglicher aus: Irgendwann genügt Cinderella seinen sozialen und kulturellen Ansprüchen nicht mehr – sie wandert auf Platz zwei der Favoritinnenliste. Die junge Journalistin, die sich aus Mitleid und Lust den arbeitlosen Malergesellen ins Bett zog, schmeißt ihn ebenso nach ein paar Monaten wieder raus. Wo immer Gegensätze vorhanden sind, müssen sie sich auf Dauer konstruktiv ergänzen: Er muss ihre Lücken füllen, sie seine, und daraus muss sich für beide ein Zugewinn an Zufriedenheit ergeben.

Gleiche Interessen? Sie sind kaum ein Garant für blühende Beziehungen – während völlig unterschiedliche Interessen auf mehreren Gebieten durchaus ein erhebliches Hindernis sind. Gleich sein hingegen (im Sinne von ähnlich sein) kann zum Erfolg führen, wenn beide Lebensentwürfe in die gleiche Richtung zeigen und die Partner sozusagen „am gleichen strick ziehen“. Die beste Mischung für ein ebenso kreatives wie erfolgreiches Miteinander besteht aber darin, dass beide in der Grundausrichtung ähnlich, sich aber im Alltag eher aus unterschiedlichen Positionen so ergänzen, dass die Partnerschaft mehr ist als die Summe ihrer Teile. Erst, wenn man weiß, dass man gemeinsam stärker, glücklicher und zufriedener ist als allein, wird die Partnerschaft auch über Jahre halten.

Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass ich die Dinge, die ich nicht mit nach Budapest nehmen will, besser zum Müllpatz bringe als sie nochmals bei Ebay anzubieten: Das Verkaufen dort wird für Privatleute, die ihre Haushalte auflösen wollen, immer unattraktiver. Wäre nicht auch ein bisschen Spaß dabei, ich hätte es längst aufgegeben.

Gerade habe ich für ein zwar altes, aber neuwertiges 500-Euro-Gerät noch nicht einmal 40 Euro erlöst.

Meine 70er-Jahre-Keramik? Fehlanzeige. Die Arbeitszeit mitgerechnet, mache ich an jedem Stück ungefähr 10 Euro Verlust, macht bei sieben nicht verkauften Artikeln 70 Euro. Vielleicht sollte ich die Dinge einem Hochzeiter für den Polterabend zur Verfügung stellen?

Sie haben eine Wohnung zu verkaufen?

Ja, das habe ich.

Hat die Wohnung einen Lift?

Nein leider, bedauere, keinen Lift.

Dann kommt sie nicht in Frage – vielen Dank.

Bitteschön, gerne geschehen, auf Wiederhören.


Natürlich eine berechtigte Frage – nur ist in Häusern, in denen Wohnungen um die 100.000 Euro kosten, normalerweise kein Lift - und zudem verschlingt so ein Lift eine Menge Wartungskosten.

Nächster Anruf:

Welches Baujahr?

1948, aber ausgezeichnet renoviert.

Nein, so eine alte Wohnung will ich nicht.

Bitteschön, gerne geschehen, auf Wiederhören.


Auch berechtigt, aber große Wohnungen, die hier um die 100.000 Euro kosten, sind nun mal keine Neubauten.

Nächster Anruf

Welche Adresse?

Ich nenne die Adresse.

Na, dann sehe ich mir das Haus mal von außen an.

Sehr schön, aber wollen sie sich nicht lieber die Wohnung ansehen?

Nein, nein, das Haus.

na schön, aber wenn sie wollen, können Sie jederzeit besichtigen kommen.

Nein, dann rufe ich wieder an.

Nun, darauf würde ich mich freuen - auf Wiederhören.


Na schön, des Menschen Wille ist sein Himmelreich. Nur: Als ich die Wohnung vor ca. 10 Jahren kaufte, wäre ich auch beinahe wieder umgekehrt. Erst, als ich die Wohnung sah, habe ich mich sofort in sie verliebt.

Ich bin überzeugt von dem, was ich sage und schreibe und kann daher ruhig einmal darauf verweisen, was andere schreiben: Nun, glauben Sie es oder glauben Sie es nicht. Tatsache ist: Partnersuche im Internet ist sehr, sehr erfolgreich, wenn man den Erfolg sucht. Wer ihn nicht sucht, der findet gar nichts – nicht einmal einen Partner. Mehr bei changes.

Ich bezweifele nicht, dass Sie schreiben können, was sie wollen. Ich bestreite, dass Sie wollen können was Sie wollen.

Wenn Sie sich Ihre Partner außerhalb des Internets suchen, sollten Sie vielleicht dies bedenken: Jeder Mensch ist für andere Menschen irgendwie verfügbar – nur nicht jederzeit, nicht für jede(n) und nicht für alles.

Wenn Sie sich diesen Grundsatz merken, werden Sie es leichter haben, mit Ihren Wünschen an eine Partnerin oder einen Partner umzugehen:

- Er/sie ist im Prinzip bereit, nur jetzt nicht
- Er/sie ist bereit, lehnt aber ausgerechnet Sie ab
- Er/sie ist bereit, aber nicht für das, was sie wollen

Nehmen Sie diese drei Gründe zusammen, so können Sie herausfinden, dass sie von allen etwas haben können: Der oder die Ablehnende kann in ein Gespräch darüber verwickelt werden, welche Erwartungen sie hat und welche Sie davon nicht erfüllen – daraus können sie lernen. Wer jetzt nicht bereit ist, der ist es vielleicht später – man kann sich immer mal wieder in Erinnerung bringen. Wenn sie eine betont schöne Dame kennen, die mit ihnen wirklich keine Beziehung will, die aber dann und wann einmal mit Ihnen zu Vernissagen oder ins Theater gehen würde – stimmen Sie in jedem Fall zu – Sie werden gesehen, und das kann sehr viel wert sein. Denken Sie bitte daran, dass sich alles wandeln kann, wenn Sie im Fokus der Dame oder des Herrn bleiben: Damals war er/sie nicht bereit, heute ist es vielleicht anders, damals hatte er/sie Grund, Sie abzulehnen, heute spricht möglicherweise mehr für Sie – und damals war die schöne Dame nur bereit, mit Ihnen ins Theater zu gehen – und heute wird sie vielleicht nach dem Theater noch ein Glas Sekt mit Ihnen trinken wollen – man weiß nie.

Welche Art von Geschichten empfinden Sie eigentlich als erotisch? Sind es die üblichen Hand-in-Hand, Hand-in-Es, Es-in-Hand, Zunge-in-Es, Es-in-Mund Es-in-Es-Geschichten? Oder muss der Rahmen geheimnisvollerotisch sein? Oder wilderotisch? Muss der Duft, der aus dem Hintergrund Ihrer Geschichte auf den Leser abstrahlt, der Schweiß sein, den die Liebe aus den Poren treibt, oder sollte es lieber der Duft von Champagner und schweren Damenparfüms sein? Oder muss es etwas nach Gruft oder Kerker riechen? Und wenn ja, wie übertragen Sie eigentlich den Geruch auf ihre Leser? Ein Gemisch aus Sperma, Pinotage, Opium pour Femme, Habit Rouge und Speichel. Um nur ein simples Beispiel zu nennen? Wissen Sie, es ist kein Problem, in einem drögen Satz zu schreiben, dass sich seine Zunge den Weg durch die zusammengepressten Lippen erkämpft. Aber versuchen sie mal, zwei DIN-A4-Seiten damit vollzuschreiben, von dem Zeitpunkt an, da sie mit zusammengekniffenen, aber dennoch dunkelrot geschminkten Lippen dasitzt, wie er versucht, allein aus der Feuchtigkeit der Lippen zu entnehmen, wie bereit sie für seine Zunge ist. Wie er die Lippen vorsichtig beleckt, wie er spürt, dass sie ihn gewähren lässt, ihre Lippen entspannt.

Sehen Sie, man kann die Sekunde, in der etwas geschieht, auf Minuten dehnen – und wenn auch die Lippen sich öffnen, werden es die Zähne auch tun? Und wann wird er die Zunge in den dunklen Schlund ihrer Mundhöhle versenken können, so, dass die Zungenspitzen sich anfreunden? Schon auf Seite zwei? Oder erst auf Seite fünf?

Ist es nun eine tolle Zeit, sich mit etwas Neuem zu beschäftigen oder eine schlechte Zeit? Eine interessante Frage, denn gerade beginnen viele Menschen, über ein eigenes Geschäft nachzudenken. Die einst leer stehenden Läden werden nach und nach wieder mit Leben gefüllt, und sie werden nicht, wie bisher, abgewertet sondern aufgewertet: Dort, wo einst der Billigkrämer hauste, ist jetzt ein Feinkostgeschäft, und wo der andere Billigkrämer war, haben sich jetzt eine vornehme Metzgerei und ein Weinhandel etabliert – alles in meiner Nähe. Einer der Eigentümer im Haus renoviert komplett, der andere hat gerade bei Einzug renoviert. Also müssten eigentlich tolle Zeiten sein.

So bin ich denn zuversichtlich, dass ich bald einen Käufer für meine Wohnung finde – doch das Wochenende war abermals eher enttäuschend: Das ernsthaft interessierte junge Paar, zu dem meine Wohnung gepasst hätte, hat sich anders entschieden. Also auf in die nächste Runde: Zwei Wohnungen suchen ihre Käufer. Zwei, die man zu einer vereinigen könnte – mit Gratisausblick auf die Tüllinger Weinberge und die Stadt Basel. Jetzt versuche ich, sie beide gemeinsam zu verkaufen – immerhin 135 qm. Die Anschaffungs- und Renovierungskosten lagen bei 180.000 Euro – und was soll ich Ihnen sagen? Ich will nur noch 162.000, wenn jemand beide Wohnungen kauft. Irgendwann wird jemand das Schnäppchen machen – und wenn alle Stricke reißen, dann vermiete ich eben. Warmmieten zwischen acht und zehn Euro pro Quadratmeter sind keine Seltenheit in dieser Stadt.

Mein Spaziergang heute bei fast 23 Grad in den Lörracher Weinbergen führte mich zur Wiese, deren Wellen sich bei heftiger Strömung im Sonnenlicht an den Steinen brachen.

Blüten sieht man hingegen nur wenige – doch um diese hier schwirrten bereits ein paar Bienen herum.

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© 2006 by sehpferd

Wenigstens ein Lichtblick: Die SPD hat einen gewaltigen Verlust in Baden-Württemberg eingefahren und sie wird für die Politik des Landes in den nächsten Jahren daher kaum noch eine Rolle spielen. Der Verlust ist absolut verdient und geht in erster Linie auf das Konto der umstrittenen Spitzenkandidatin. Die CDU hat freilich ein wenig zu eindeutig gewonnen: In Baden-Württemberg hatten wir schon immer ein bisschen zu viel Christentum in der Politik. Wohl verdient hingegen die zweistelligen Ergebnisse für FDP und Grüne: Sie haben es geschafft, ihre Wähler hinter sich zu bringen. Vor allem aber erfreut mich dies: Weder die Links- noch die Rechtextremisten werden einen Fuß ins Parlament in Stuttgart bringen – und dies ist vielleicht das Beste am heutigen Wahlergebnis.

Diese 1-Zimmer-Wohnung mit EBK ist zu haben – und zwar entweder separat oder zusammen mit der darunterliegenden 3-Zimmer-Wohnung in Lörrach-Stetten, 2 Minuten von der S-Bahn-Station nach Basel.

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Das wöchentliche Geblubber aus den Algen – meist sonntags

Wenn der leidige Wohnungsverkauf nicht wäre – ich wäre schon etliche Schritte weiter. Samstag wieder so ein Anruf: „Ach, dort ist Ihre Wohnung – nein das ist mir zu laut“. Nun ist meine Wohnung zwar an einer Hauptstraße, aber die ist längst nicht mehr Hauptverkehrsstraße – sehr zum Leidwesen der Anwohner zweier anderer Straßen, in die der Verkehr jetzt fließt – dank einer Tunnellösung bei der S-Bahn, aber auch, weil die Straße für den LKW-Verkehr weitgehend gesperrt wurde. Man kann sagen: „Käufer sind halt kritischer geworden“, aber man könnte mit dem gleichen Recht sagen: „Deutsche wollen halt die eierlegende Wollmilchsau“. Natürlich gibt es Häuser auf vereinzelten Grundstücken, die sowohl von einem Gärtchen umgeben sind, als auch an weitgehend ruhigen Straßen liegen und die dennoch zentral genug sind – aber die werden so gut wie nie verkauft. Wie auch immer – ich muss mich um die Sache kümmern – und das kostet Zeit und viel, viel Geduld. Denn das Verkaufen selbst macht auch nur dann Freude, wenn sie tatsächliche Interessenten haben und nicht dieses dümmlichen Besichtigungstouristen, die in Wahrheit gar nicht kaufen wollen – und die Masse merkwürdiger Makler, die sich um Schnäppchen bemühen, um selbst ein attraktiveres Angebot zu haben.

Sehen Sie, ich kann so etwas aushalten. Doch wenn einem dieses lachhafte Sozialdemokratie dann noch mit Sprüchen kommt wie „Eigentum verpflichtet“, die, obwohl in unserer Verfassung ohnehin verankert und nicht sozialdemokratisch, von den meisten Haus- und Wohnungsbesitzern geradezu übererfüllt werden, dann wird man nun mal eben zornig – selbst dann, wenn diese Sprüche gar nicht in erster Linie an die Wohnungsbesitzer gerichtet wurden, sondern als Lockmittel für Wähler dienen sollten.

Die Kinderdiskussion – in der Öffentlichkeit gottlob wieder eingestellt, weil hirnrissig, ist dies Wochenende in den Leserbriefspalten. Richtig ist dies: Wir haben uns an eine Gesellschaftsordnung gewöhnt, in der „Wohlgefühl“ überwiegend käuflich ist – und nicht durch die Menschen im Land vermittelt wird, wie aus dem Leserbrief in der „Badischen Zeitung“ hervorgeht. Ich denke, das ist ohnehin das Problem in Deutschland: Man muss die Schuld an den Verhältnissen endlich bei sich selbst suchen und nicht diesen Unfug von der „sozialen Gerechtigkeit“ nachplappern.Doch solche positiven Beiträge werden schnell wieder konterkariert: Denn schon der nächste Leserbriefschreiber stellt die Frage, ob man nicht einfach das Kindergeld erhöhen sollte – und gibt abermals den Politikern die Schuld an der angeblichen Misere. So wären dann also wieder beide Seiten präsent – und der Bürger wieder beruhigt, denn wo es zwei Meinungen dieser Art gibt, muss man sich ja nicht entscheiden: Entweder der Staat ist schuld oder man selbst. Bequemer ist allemal: „Der Staat ist schuld“. Wir doch nicht. Dazu passt das blödsinnige Bloggeschwafel: „Ihr – ich nicht“, wenn es um Deutschland geht.

Mal von Westdeutschland aus gesehen (Ostdeutschland kann ich nicht so gut beurteilen): Haben sie etwa Ihre Großeltern (wenn Sie jetzt um die 20 oder 30 sind) auf den Staat verlassen, als es darum ging, die deutsche Wirtschaft wieder aufzubauen und ein soziales Leben neu zu definieren? Nein, haben sie nicht – sie haben ihre Welt selbst mit Mühe, Schweiß und manchen Tränen aufgebaut – überwiegend, damit es der Kindergeneration (den heute über 50-jährigen) einmal besser gehen sollte. Wenn sie sorgfältig lesen, fehlt hier die Generation der Menschen um die 40 – etwa die ab 1968 Geborenen. Was ist mit Ihnen? Sie stehen in der Blüte ihrer Schaffenskraft – wäre es nicht nur recht und billig, wenn sie, denen sehr viel geschenkt wurde, sich nun engagieren würden für Jung und alt? Sie tun es viel zu selten. Wahrscheinlich wurde ihnen einfach zu viel geschenkt.

Uns Deutschen wird heute nicht mehr viel geschenkt –wir verfügen zwar über eine starke Wirtschaftskraft, doch wandelt sich unsere Wirtschaft stark. Wir können gegen den Wandel protestieren oder ihm folgen. Wer protestieren mag – nun, der soll es tun. Eine Dauerbeschäftigung ergibt sich nicht daraus. Wer ihm folgen will, sollte sich darüber klar sein: Statt „mehr Kinder“ eine qualifiziertere Ausbildung der Kinder, die es heute schon gibt. Denn eines muss deutlich werden: Ungelernte Metallarbeiter, die Spitzenlöhne nach Haus tragen, wird es in Deutschland immer weniger geben. Wer kaum etwas lernt und auch nichts wagt, muss sich eben als Zimmermädchen oder Aushilfskellner verdingen. Auch das ist eine der bitteren Wahrheiten, die es zu vermitteln gilt – bevor man die Kinderdiskussion überhaupt anfängt.

Allerdings: heute ist ja Sonntag - und bei uns im Schwaben- und Badenerland ist Wahltag. Da wünsche ich noch einen schönen Sonntag (bei uns gemischt sonnig) und dass möglichst viele Menschen zur Wahl gehen.

Früher mussten die armen Lehrerinnen und Lehrer nur den Duft der Mädchen ertragen – von Maiglöckchen bis Chanel No. 5 – die schweren Abendparfüms wie „Opium“ gab es damals noch nicht.

Doch jetzt sind offenbar die Knaben dran – jedenfalls im Vereinigten Königreich: Sie sind dem Luchs verfallen, genauer gesagt dem Deo „Lynx“ – ein Duft, der angeblich Mädchen anlocken soll. Ob sich nun, wie berichtet wurde, bereits 9-jährige Knaben für Mädchen interessieren oder ob erwachsene Männer wie 9-jährige Knaben duften sollten, darüber weiß die britische Presse mehr. Indessen lässt Matthew McConaughey verbreiten, dass er nur nach Natur dufte – und lässt uns wissen, dass auch seien Mutter ihn so immer gerne gerochen hätte. Wäre natürlich interessant zu wissen, ob es im Hause McConaughey wenigstens Seife gab – nach deren Gebrauch riecht man immer etwas anders, selbst als Naturbursche.

Die Nachricht des Tages: „Schlafforscher gibt Sommerzeit-Entwarnung“. Merkwürdig: Ich hatte gart keine Wachsirenen heulen hören und in den Schlafschutzbunker musste ich auch nicht. Aber dann las ich noch, dass die Sommerzeit die Uhren anders ticken lässt – und da bleibt mir nur dies zu sagen übrig: Journalisten ticken offenbar heute auch anders.

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Die meisten leben im Verborgenen: ziemlich weit hinten in der Schublade mit der feinen Unterwäsche, oder im Nachtschränkchen, und manchmal auch einfach unter dem Kopfkissen.

Dieses trostlose Leben im Dunkeln ist offenbar Sexspielzeugen aus Glas nicht beschieden: Sie sollen offenbar sogar manchmal absichtlich liegen bleiben, in der Hoffnung, darüber mit jemandem ins Gespräch zu kommen. Wobei mir einfällt: Die süßen kleinen Entchen eignen sich eigentlich immer als Badezimmerschmuck – mag das Innenleben auch noch so lebhaft sein.

Hier das Bild einer Entenliebhaberin:

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Und hier sieht man, wie man Enten lieben kann:

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Bilder: © 2005 by bigteazetoys.com

Britische Männer lieben es offenbar, nackt zu telefonieren – etwa 40 Prozent von ihnen tun dies laut einer Umfrage, die im Auftrag einer britischen Telefongesellschaft durchgeführt wurde. Bei den Frauen waren es nur 27 Prozent. Ob es Unterschiede zwischen Sommer und Winter gab, konnte von mir ebenso wenig ermittelt werden wie der Umstand, ob die Webkamera dabei eingeschaltet blieb oder ausgeschaltet wurde.

Falls dies alles in einem Raum geschehen sein sollte, in dem Nacktheit obligatorisch ist: Telefonieren beim Baden ist in Ordnung, doch beim Duschen? Ich weiß ja nicht recht.

 

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