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Nachdem Spötter bereits eine ganze Anzahl von Gründen dargelegt haben, warum aus biblischer Sicht eigentlich kaum jemand noch kaum jemanden heiraten darf, hat hier jemand dargelegt, wie schnell man in Entscheidungsnot kommen kann, wenn man den biblischen Grundsätzen treu bleiben will.

Eine Autorin fragt sich, was „was das Vorhandensein von Prostitution und Pornografie gesellschaftlich bedeute und welche Auswirkungen beides auf das Selbstverständnis von Männern und Frauen als sexuelle Subjekte habe“. Es ist ihr gutes Recht, so zu fragen, und doch vernebelt bereits die Fragestellung den klaren Blick: Wer so fragt, wird keine Antwort der Lebenden bekommen, sondern muss sie aus Folianten schöpfen.

Das beginnt schon damit, dass wir Menschen nicht als „sexuelle Subjekte" leben, sondern als unser eigenes Selbst, das unvergleichlich ist und sich zunächst einmal allen Versuchen widersetzen sollte, sich verfügbar zu machen - auch für die Wissenschaft. Freilich versucht diese mit ihrer arroganten Definitionsmacht, uns zu Objekten zu degradieren: So werden wir dann zu dem, als das sie uns gerne sehen würde: „Freier", „Huren", „Hausfrauen", „Arbeitnehmer" oder „Konsumenten".

Sodann stört, dass nach der „Bedeutung" gefragt wird, bevor wir überhaupt wissen dürfen, wovon die Rede ist: Prostitution, um nur einen der beiden Begriffe zu wählen, beinhaltet eine Fülle von sexuellen Dienstleistungen, die nicht alle gleich sind: Für manche wird nichts benötigt als der eigene Körper, für andere medizinische Kenntnisse, wie sie etwa Krankenschwestern haben, für wieder andere ein möglichst breites Spektrum von Fremdsprachen, wie wir sie auch bei auslandserfahrenen Sekretärinnen finden. Manchmal gehört dazu die Kreativität und Überzeugungskraft einer improvisierenden Schauspielerin, mal die Einfühlsamkeit einer erfahrenen Psychologin.

Wen stört, dass ich in der weiblichen Form schreibe: Männliche Huren sind noch selten. Es gibt Anzeichen dafür, dass sich dies demnächst ändern wird.

Prostitution ist ein zu ernstes Thema, um es allein den Sozialwissenschaftlern (oder auch den Kriminalisten) zu überlassen. Es ist, in der Tat, ein Thema für Philosophen, Literaten und selbstverständlich auch für Ökonomen: Huren sind Dienstleister und erzielen nicht unerhebliche Umsätze.

© 2003 by Sehpferd Press

Hinweis: In einem weiteren Artikel setzt sich Sehpferd mit der Schwierigkeit der Annäherung an das Thema Prostitution auseinander.

Wer englisch kann, gerne lacht oder jemanden kennt, der englisch kann und Sinn für Humor hat, der oder die hat ein Weihnachtsgeschenk gefunden: eine Position für jeden Tag, und zum Schaltjahr noch eine dazu - als Buch, selbstverständlich.

Wer keinen Humor hat oder aufreizende Lusterfüllung bereits beim Lesen des Buches sucht, wird allerdings kaum glücklich werden. Die Autorinnen sie die berühmten „Em & Lo", bürgerlich Lorelei Sharkey und Emma Taylor, und normalerweise betreiben die beiden eine humorvolle Sexberatung in ihrem Magazin, das auf den schönen Namen „Nerve" hört.

Art: Paperback, 384 Seiten in englischer Sprache
Herausgeber: Chronicle Books, gerade herausgekommen
ISBN: 0811839575.

Viele New Yorkerinnen sind ständig auf der Suche nach erotischen Begegnungen, wie man immer wieder auf der Seite von „Nerve" feststellen kann. „Flashdancer" behauptet von sich, „ziemlich pervers" zu sein. Doch Jungs - bleibt in good old Germany, denn die 29-jährige sucht ausschließlich heiße weibliche Körper: „An adventurous soul is sexy; A woman who isn't afraid of her wild side is sexier". Na denn - Bekanntschaftsanzeigen sind doch immer wieder eine Fundgrube, nicht wahr?

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(c) 2003 nerve or the girl

Amerikanische Forscher wollen herausgefunden haben, dass Soaps manchmal gut sind: So hätten etwa 1,6 Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner zwischen 12 und 17 jene Episode gesehen, in der eine „Rachel" schwanger wird - und siehe, daran erinnerten sich viele der Zuschauerinnen und Zuschauer innerhalb einer repräsentativen Umfrage auch noch später. Wer die heikle Geschichte des ungeschützten Geschlechtsverkehrs dann auch noch mit seinen Eltern besprochen hatte, erinnerte sich sogar doppelt so häufig. Das alles wusste die BBC.

Von Alabama kommt man mit einem Banjo auf den Knien, aber nicht mit einem Pushup-BH von Victoria's Secret - und wenn schon, dann soll der Ladeninhaber seine BHs wenigstens nicht im Schaufenster zeigen - und vor allem nicht diese Höschen dazu. Die traditionellen Werte werden nämlich hoch gehalten in Homewood, Alabama. Schreibt jedenfalls die örtliche Zeitung, die „Birmingham News".

Was macht eine Pornodarstellerin, die Gouverneurin werden wollte? Natürlich. Einen Pornofilm über ihren Wahlkampf: den führte sie in Kalifornien gegen keinen Geringeren als Arnold Schwarzenegger, der im Film „Ernie Gropenegger" heißt. Kandidaten, die zu langweilig waren, werden freilich gar nicht erst gezeigt: Der ehemalige Gouverneur Gray Davis sei „zu langweilig" gewesen, um ihn auf die Leinwand zu bringen - schreibt NCbuy.com.

Wann der Film über die verhinderte Gouverneurin Mary Carey herauskommen wird, ist unbekannt., der Titel hingegen wurde schon mal bekannt gegeben: „Renn, Mary, renn ...". Wie aus anderen Quellen verlautete, hat die Kandidatur ihren Umsatzzahlen außerordentlich gut getan.

Wer eine Boulevardzeitschrift herausgibt oder sich sonst wie als Hüter der Moral hervortun will, tut gut daran, häufiger Mal auf den „entsetzlichen Schmutz“ hinzuweisen, der im Internet und anderwärts als „Pornografie“ angeboten wird: da gibt es schon mal Beifall, wenn man in Tutzings Andechser Hof auf einer SPD-Veranstaltung spricht – und das Thema eigentlich „Krieg und Literatur“ war.

Wie immer, wenn der Geist sprach, war die Realität nicht gefragt, und so wurde denn einem Zuhörer, der Krieg und Videospiele ansprach, beschieden, dies sei doch wohl eher eine Sache von Recht und Gesetz - und da fühlte der CSU-Abgeordnete Peter Gauweiler seine große Stunde nahen: (Zitat) „wenn wir nichts gegen diese Form von Dreck, Jauche und Pornografie tun, die sich über die junge Generation ergießt, werden wir dieses Land in 20 Jahren nicht mehr wiedererkennen". Der Chronist vermeldete Beifallskundgebungen.

Womit einmal mehr bewiesen wäre: Was bedeuten schon ein paar Leichen mehr, wenn es nur ein paar Nackerte weniger gibt.

Extrem viele Frauen, so die Tübinger Verlegerin Claudia Gehrke, würden heute über ihre sexuellen Erlebnisse und Fantasien schreiben. Damals vor 25 Jahren, als sie ihren Verlag gründete, sei dies noch anders gewesen: Weibliche Autoren, die über Sex schreiben konnten, seien kaum zu finden gewesen: Sie hätten sich ständig gefragt, was „feministisch und lesbisch korrekt" gewesen sei - wusste Bluewin zu berichten.

Auch englische Frauen schreiben eine Menge über Erotik, sie allerdings bevorzugen Flagellationsfantasien: Hauptsache, der Rohrstock und die schottische „Tawse“ werden häufig benutzt, und natürlich spielt vorzugsweise alles in Internaten. (Archiv Sehpferd Press).

Während uns die Boulevardpresse, allen voran die Seiten, die mir dauernd von T-Online um die Ohren gehauen werden, eine gewisse Michaela Schaffrath bereits als Schauspielerin feiert, ist „TAZ -Redakteur Martin Weber die kritische Distanz noch nicht abhanden gekommen: „Von ein paar Nebenrollen in Krimis könne man nun mal nicht leben" war sein Kommentar zu einem der überflüssigsten Machwerke auf dem (Hör-)Büchermarkt: „Ich, Gina Wild".

Nachrichten gibt es eigentlich immer, und wer suchet, der findet vielleicht in Isarloisach (wo immer das liegt) den Schlüssel zur Philosophie: Statt des langsamen, qualvollen Todes, den einem die Zigarette möglicherweise beschert, kann man sich nämlich eine billige Hülle über die Lullenschachtel stülpen - so ähnlich wie ein Kondom über den gefährlichen Lustspender - sozusagen.

Nein, diese Nachricht ist nicht „Sehpferdlike“ – aber sie war „Merkur-Online“ doch einen ziemlich langen Artikel wert.

Schon früher wusste man, dass Liebe durch den Magen geht - doch um einen Mann einzukochen, bedarf es großen Geschicks und einiger Fingerfertigkeiten - zu diesem Schluss kommt jedenfalls Kurier-Kolumnistin Gabriele Kuhn.

Danach wird der Herr in Zukunft danach schauen: „Sodann wirft er einen Blick auf ihre Fingerfertigkeit und die Kunst, mit Gerät und Rohware umzugehen ... aha, die gart und blanchiert nicht sinnlich, da geh’ ich wieder heim und schieb’ mir selbst den Braten ins Rohr.“

Wäre doch wirklich schade, wenn der Herr so dächte, meint Sehpferd und verweist auf den „Kurier".

Wenn wir die Frauenzeitschriften nicht hätten, wüssten die Meinungsforscher so gar nicht mehr, was sie denn beforschen sollten - aber so geht ihnen die Arbeit nicht aus: Mehr als die Hälfte der deutschen Frauen haben nicht nur wild wogende Fantasien, sondern würden sie auch gerne mal in Szene setzen - und dabei auch häufiger Orgasmen haben. Im Kleinen täte es freilich auch schon ein besserer Küsser, den sich 42 Prozent der Frauen herbeisehnen – schön, wenn er noch zärtlich wäre: 67 Prozent der Frauen könnte er damit glücklich machen.

Männer mögen sanfte süße Schleckmünder – über die Hälfte von Ihnen lechzt laut Umfrage nach mündlichen Ermunterungen. Frauen stehen dieser Variante nicht so aufgeschlossen gegenüber – sie möchten nur zu einem Drittel mehr Zungenspiele wagen.

Natürlich muss, wie immer, ein Wissenschaftler her, der das alles kommentiert: Erst machen die Paare es häufig, dann immer weniger – und nach vier Jahren, so weiß die Wissenschaft, pendelt sich der Sex auf „einem relativ geringen Niveau“ ein.

Hoffentlich hilft es der Auflage der betroffenen Zeitschrift, sich nicht auf „niedrigem Niveau einzupendeln“ – bei derartig abgestandenen Umfragen wäre es durchaus möglich.

Pressemitteilung über: presseportal

Was macht man, wenn man mal wieder in die Presse will? Richtig: Eine Umfrage, in der irgendetwas über Sex vorkommt. Gar nicht einfach für einen Kaffee-Röster? Doch, ganz einfach.

Man fragt nämlich einfach 1000 erwachsene Bundesbürger, was sie sich so denken, wenn sie jemand fragt, „Kommst du noch auf eine Tasse Kaffee zu mir?" Die antworten dann bestimmt zum Teil, dass sie erwarten, außer Kaffee auch noch andere feuchtwarme Erfrischungen angeboten bekommen, in vulgo "Sex" genannt.

Eine „repräsentative" Umfrage nennt der Kaffeeröster das. Nun, das Ergebnis war jedenfalls klar: Etwa drei Viertel der Befragten glauben, dass es "nur" Kaffee gibt, der Rest glaubt eher, dass es ins Bett geht - mit deutlich erkennbaren regionalen Unterschieden, denn Verführer sind am besten im Rheinland dran: Da glauben nur schlappe zwölf Prozent, dass während der gemeinsamen Kaffeetafel das Höschen runterkommt.

Wer den Namen des Kafferösters erfahren will, muss schon in der Quelle nachsehen - Sehpferd nennt ihn nicht.

Quellen dazu gibt es wie Sand am Meer, zum Beispiel sfdrs.

Erotik soll in Zukunft neben Unterhaltung, Sport, Nachrichten und Gewinnspielen der Lockstoff für die Handy-Nutzung sein – davon sind jedenfalls markig daherkommende „Fachleute“ überzeugt, die derartige Daten aus einer Umfrage ermittelt haben wollen.

Die Untersuchung wurde vom Verband der deutschen Internetwirtschaft, „eco“, durchgeführt. Da kann man schon mal vollmundig im Voraus planen: „die Eco-Untersuchung zeigt ganz deutlich, dass sich das Handy über die bidirektionale Kommunikation hinaus zum Informationsmedium entwickeln wird, mit klaren Vorteilen gegenüber Print und TV", sagte eine Sprecherin.

Der Markt wittert vor allem das große Geschäft mit der Jugend: Leute bis 24 Jahre seien die Zielgruppe, behaupten die Experten, und die sollen denn auch in Zukunft die Melkkühe der „bidirektionalen Kommunikation" sein: Umsonst gibt es nämlich nicht, es soll kräftig Kasse gemacht werden: 62 Prozent der Befragten erklärten blauäugig, dass „Verbraucher" (aha!) für die mobilen Inhalte schon mal ein paar Euro hinlegen würden. Wie viel Euro war freilich nicht zu erfahren.

Die Online-Presse brachte die Meldung mittlerweile auf alle Bildschirme. Ursprünglicher Autor war Andreas Albert von der "Financial Times Deutschland".

Das „Abendland“ müsste sich eigentlich vor Schmerzen winden, wenn es erleben könnte, wie es missbraucht wird: Kaum ein Monat vergeht, da nicht Kirchenfürsten, katholische (und leider auch evangelische) Politiker und sogar Tageszeitungen dieses Wort missbrauchen, um ideologische Standpunkte durchzusetzen.

Erst jüngst war es der Kölner Erzbischof, Kardinal Meisner, der das Abendland mit Worten schändete: er bezeichnete es als einen Patienten, der das Todesvirus in sich trage und der ihn nun „ausschwitzen“ müsse, und die Baden-Württembergische Bildungsministerin benutzt den Begriff des Abendlandes ganz frech, um ein Anti-Muslim-Gesetz für Lehrerinnen zu erlassen. Wir erinnern uns: christliche Symbole sind hui, muslimische sind pfui.

Unser Abendland, das christliche Abendland, das jüdisch-christliche Abendland – in welchen Variationen haben wie es nicht in den letzten Monaten ertragen müssen? Vielleicht sollten wir uns erinnern, dass die Grundlagen der christlichen Religion nicht aus dem „Abendland“ kommen, sondern aus dem Orient. Mag sein, dass ein Teil „unsere“ Kultur auch vom Christentum beeinflusst wurde, aber ein ziemlich großer, anderer Teil ist griechisch, römisch, indogermanisch oder gar arabisch. Oder schreiben wir etwa „christliche“ Zahlzeichen?

Die katholische Kirche in Deutschland scheint gegenwärtig zu versuchen, die Definitionsmacht der „Moral“ wiedergewinnen zu wollen – und sie benutzt dazu nicht nur das „Abendland“ sondern auch jedes andere Argument, dessen sie habhaft werden kann. Jüngstes Beispiel: Die Aussage eines polnischen Primas „Die Kirche ist keine Ideologie, sie schaut nur auf die menschliche Wirklichkeit aus der Sicht des vernünftigen Menschen. „

So weit müssen wir allerdings gar nicht schauen, um zu sehen, wohin die Reise geht: In Österreich liegt bereits eine Petition aus, dass sich die gesamte europäische Kultur dem katholischen Diktat unterwerfen möge: Die „christlichen Werte“ sollen in die EU-Verfassung. Nichts gegen Werte: Christen und ihr Handeln sind zweifellos in der EU willkommen. Der katholischen Kirche geht es aber um etwas anderes: sie will ihre kulturellen Machtansprüche in der Verfassung verankern.

Manchmal sollte man doch mal einen Bericht über den jüngst von den evangelischen Christen gefeierten Reformationstag lesen - und staunen.

Da erinnerte nämlich der Kirchenpräsident Dr. Peter Steinacker daran, dass die Reformation eine Heiligkeit der Liebe entdeckt hat, „die mit der Leidenschaft verschwistert ist, sich erotisch und sexuell ausleben will". Na klar, langsam dämmert es Sehpferd wieder: Martin hätte eigentlich nicht dürfen, und Katarina erst recht nicht - und siehe, sie taten es doch.

„Nach acht Drinks“, so titelte der SPIEGEL, habe die amerikanische Heulboje Britney Spears „ohne nachzudenken“ endlich eingewilligt, „Nacktaufnahmen“ von sich machen zu lassen – auf denen sie allerdings, wie fast immer bei dem Gerede über „Nacktfotos“ gar nicht nackt zu sehen ist. Die „Drinks“ erwiesen sich als „Red Bull“, und auch sonst möchte man der Dame wohl sagen, dass man sich in der Branche nicht mit „acht Drinks“ rausreden kann.

Es scheint eher so, dass dies alles mal wieder an die Adresse ihrer Freunde von der Religionsfront gerichtet war, denn sie fügte hinzu „es würde ihr nicht gefallen, wenn ihr Kind sich mit 21 so anziehen würde“ – typischer Jargon der amerikanischen Sektenbrüder.

Wien auch immer – nach der englischen „Elle“ folgte das Herrenmagazin Esquire, dem Musikmagazin „Rolling Stone“ ist sie in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift „Q“ schon wieder in einer erotisch aufreizenden Pose zu sehen.

Anmerkung: (DER SPIEGEL sagt, in der "November-Ausgabe", auf der Webseite von Q steht es aber anders).
britney nude nackt elle
Bild: (c) 2003 by Elle, UK

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Plug and play war für Frauen noch nie so einfach, denn dieses kleine Gerät hat mit dem Computer absolut nichts zu tun - außer, dass es den USB-Anschluss zur Stromversorgung benutzt. Es ist allerdings fraglich, ob es der Produktivität am Labtop dient - vermutlich ist es eher hinderlich.

Oder sollte es beim heißen Chatten in den Separees der Cyberlust benötigt werden?

gesehen bei Blissbox
USB vibrator computer labtop
Foto: (c) 2003 blissbox

Frauen, kauft Pflaster, und klebt sie euch auf die Brust - jedenfalls, wenn ihr „luftige Abendmode" ohne BH tragt: Sonst könnten die Männer auf die Idee kommen, ihr wäret schon erregt, obwohl es doch nur die Kälte ist, die die Nippelchen nach vorne treibt. Ob ich mir jetzt blöde Witze aus den Fingern sauge? Keinesfalls, wie immer sorgfältig recherchiert - bei „Lifeline". Originalzitat:

„Ein kleiner Tipp: Wenn Ihnen solche Blicke peinlich sind, überkleben Sie Ihre Brustwarzen einfach mit einem Heftpflaster oder hautfreundlichem breiten Leukoplast. Dann können Sie auch im "Kleinen Schwarzen" jeden wohligen Schauer in vollen Zügen genießen.“

Bevor ich es vergesse: Es gibt da noch ein anderes Mittel als Heftpflaster.

nippel pflaster schutz

foto: (c) 2003 by patch of freedom

Die Stärke des „German Friendfinder“ war noch nie, gutes Deutsch auf der Webseite zu schreiben. Na ja, macht nichts, sagte man sich, als alles noch frei war. Jetzt ist zwar die Mitgliedschaft noch frei, aber wer etwas sehen will, bekommt ein Anmeldeformular auf den Bildschirm geknallt: „Benützen Sie dieses Formular, um die Millionen von AFF Mitglieder zu suchen, und damit Ihr nächster Sexy Partner oder Partners finden“. Nun, man will ja nicht gleiche eine Millionen „Partners“ finden, und sexy müssen sie auch nicht sein, also sollte man sich vielleicht gleich für die „Gold Mitgliedschaft“ entscheiden?

Dann bekommt man eine „Höhere Stellung im Vorne von Suchergebnissen und Listungen“ und eine „Email Benachrichtigung für die jüngsten Mitglieder“. Nun, jüngst Mitglied geworden ist diese Dame: "Ein(e) 31 Jahre alte(r)frau aus Delitzsch, Saxony, Germany. "Neete Frau mit Kind sucht ein Mann für leben in eine richtige Familie". No, thanks.

Frauen wollen als Männer am liebsten die eierlegende Wollmilchsau – oder sagen wir besser: den seelenstarken All-In-One-Beschäler. Bekannt ist inzwischen, dass sich Männer diesem Stress dadurch entziehen, Frauen nur noch gelegentlich zu verkosten, was wieder nicht günstig für die Alterspyramide ist.

Gedanken darüber macht sich wohl auch der Bayrische Rundfunk - in seiner Online-Ausgabe ist zu lesen, dass fast jeder sechste Einwohner Bayerns allein lebt und fragt „also, was genau wollen Frauen eigentlich von Männern?" Gute Frage, meint Sehpferd.

Mache Dinge muss man halt wissen. Zum Beispiel, dass das Restaurant Sacher zu Wien einst diskrete Separees hatte, in denen man Speisen verköstigen konnte, die dazu geeignet waren, die Liebeslust anzuregen, was dann dort auch gleich ausgiebig betrieben wurde.

Da die Hurerei zu Wien verboten war, mussten sich die Damen des Gewerbes kleiden wie Damen von Stand: Das tat man damals in Genossenschaften, die mit einem bausparkassenähnlichen Modell arbeiteten - eine Hand voll Damen legten zusammen, damit sich eine von ihnen stadtfein machen konnte - sie hatte dann den Auftrag Männer für die anderen zu Kobern.

Freilich hatte die Staatsmacht etwas dagegen: sie verfügte, dass Frauenzimmer ohne Begleitung bis zu 48 Stunden festgehalten werden konnten, aber glücklicherweise gab es eine Ausnahme: der Kirchgang. Folgerichtig erkannte man eine Hure am ehesten an einem Gebetbuch, aber auch ohne dies galten Kirchen als bevorzugte Treffpunkte der Huren und ihrer Freier.

Erstaunlicherweise schrieb darüber die TAZ.

In Bild am Sonntag wurde heute, am 2. November 2003, ein Deutscher namens Boris Becker interviewt. Soweit mir bekannt, hat der mal Tennis gespielt. Aber das tut nichts zur Sache, er ist nämlich ein kleiner Philosoph, der sich in den Kopf gesetzt hat, die Frauen zu verstehen.

„Aber ich finde, wenn man einen Menschen trifft, dem man die eigene Seele öffnet, mit dem man sich auf dieser Ebene austauscht oder vereinigt, dann ist das zehnmal so intensiv, spannend oder erotisch als kalter Sex"," meint Herr Becker. In Finnland sagt man, wenn der Teufel alt wird, wird er Pfarrer - darauf könnte auch Beckers Buchtitel hindeuten: „Augenblick, verweile doch". Wie aus Pfarrers Mund klingt freilich auch, was er über eine folgenreiche Sexaffäre sagt: "Gott der Herr freut sich nämlich über jedes Kind". Nun ja, das Wort zum Sonntag in "Bild am Sonntag", gesprochen von Boris Becker.

Was Sehpferd neu war: dass Beckers Ex-Ehefrau in der „Zeit" einen Traum schildern durfte. Sehpferd hätte nie gedacht, dass sich „BILD" und "ZEIT" einmal so nahe kommen würden.

Die amerikanische Abgeordnete Marilyn Musgrave hat Sorgen: Sind da nicht jüngst kanadische und amerikanische Juristen zu der Überzeugung gekommen, dass auch homosexuelle Partnerschaften rechtens sein können? Und wurde nicht gar der Analverkehr legalisiert? Das, so urteilt messerscharf die Abgeordnete, schade der Familie (ähnliche Argumentationen in der BRD sind durchaus möglich).

Freilich sind die Spötter gegen die christlichen Aktivisten, die hinter dieser Petition stehen, bereits aktiv geworden: In einer erweiterten, fiktiven Petition fordern sie gar zwölf Gesetzesänderungen, nach denen eine Ehe verboten werden soll – und sie berufen sich dabei selbstverständlich auf nichts anderes als die „Heilige Schrift“.

Unter anderem wird gefordert, dass ein Vergewaltiger sein Opfer heiraten müsse und ein Priester nur eine Jungfrau heiraten dürfe – Vorschriften, die so wortwörtlich im „Alten Testament“ enthalten sind.

Die Spötter sitzen hier

Hinweis: „The Whitehouse.org” ist nicht die echte Webseite des „Weißen Hauses“, dem Sitz des US-amerikanischen Präsidenten.

Die Vorarlberger Gemeinde Hardt hat sich für eine besondere Art der Wirtschaftsförderung entschieden, berichtet die in Österreich erscheinende „Krone": etwa 70.000 Euro will die Gemeinde über eine Bordelllizenz einnehmen, wobei noch nicht klar ist, ob die Getränke, der Eintritt oder die Gewerbefläche besteuert, werden sollen.

Das Blubbern aus den Algen kommt immer zum Wochenende.

Was gab es eigentlich letzte Woche? Unter meinen zehn meistgelesenen Artikeln war ist heute kein einziger, der neuer ist als 14 Tage. Begehrt ist, was auch sonst Furore macht: Immer noch die „nackten Sportmaiden", die den Zenit ihrer Popularität noch lange nicht überschritten haben - schließlich entdecken so langsam auch die Printmedien, dass derartige Nachrichten nicht völlig abwegig sind. Unter den ersten fünf blieb auch weiterhin der Artikel über Cora Schumacher, wobei sich wieder bewahrheitet: Hauptsache, in der Nachricht ist neben den Worten „Sex" oder „Nackt" noch ein populärer Name enthalten, schon giert das Google-Volk nach der Webseite. Ungewöhnlich ist auch das anhaltende Interesse an TV6, obwohl der Sender inzwischen jeder Beschreibung spottet: Irgendwie muss jemand das Wort „Erotik" im Österreichischen mit „Langeweile" übersetzt haben.

Nach wie vor interessiere ich die Gemeinde der „Twodays" recht wenig - fast 98 Prozent meiner Besucher kommen über Google und andere Suchmaschinen. Umgekehrt ist dies nicht der Fall: ich besuche regelmäßig „Twodays", bin aber oft enttäuscht von dem, was sie schreiben: Ich erwarte entweder Inhalt oder Eigenart, und wenn schon nicht dies, dann doch wenigstens Lebensspuren.

Nun ja, vielleicht erwarte ich zu viel. Ich werde mir mal ein Glas Rotwein einschenken und über Weihnachtsgeschenke nachdenken. Dabei fällt mir bestimmt wieder etwas ein, worüber ich morgen schreiben kann.

Sagt sehpferd

Wussten wir es nicht schon immer? Wir sind nicht die Herren (und Herrinnen) unserer Begierde, der Kosmos ist es: Das jedenfalls behauptet die 41-jährige Antonia Langsdorf, die von sich selbst behauptet, eine „Astrologin" zu sein. Express-Redakteur MICHAEL LANDROCK war sich nicht zu schade, den Unsinn zu schreiben, und zitiert die blauäugige Antonia, aus deren Mund das folgende Gewäsch stammen soll: „Physikalisch hat der Liebes-Planet Mars natürlich nichts mit den Sonnen-Eruptionen zu tun. Aber seine immer noch sehr große Nähe zur Erde steht symbolisch für die Hitze und Vitalität, die uns jetzt packt".

Wer den Express nachlesen möchte - bitte schön.

Leigh Heppell stellt Statuen her, in schöner Bronze – und so erotisch, dass sie in gewöhnlichen Haushalten bestenfalls im Schlafzimmer stehen dürfen. Natürlich hat er immer irgendetwas vor allem – vorzugsweise Damen mit sinnlichen Lippen, die offenkundige Bereitschaft zur Liebe demonstrieren. Aber auch ich wusste nicht, dass er neuerdings auch ein paar aus Bronze hat, dass sich gerade der geschlechtlichen Vereinigung hingibt. Es ist so erotisch, dass ich es hier gar nicht zeigen mag, aber auf der Webseite von Leigh findet ihr es – ein Schnäppchen für nur 136 Euro (verglichen mit Leighs anderen Bronzen oder dem, was man sonst so im Kunsthandel für Erotika zahlen muss).

Hinweis: Alle Preisangaben ohne Gewähr.

Die Diskussion um Prostitution ist weltweit wieder einmal in vollem Gange, seitdem einige Länder (Holland und Deutschland) Prostitution mindestens teilweise legalisiert haben, während Schweden mit missionarischem Eifer auf ein Verbot hinwirkt. Klar, dass dieses Thema auch für Malta wichtig ist. Nun, tatsächlich findet die Autorin Natascha Turner die üblichen Gründe für Prostitution, aber sie tut dies nur, um sodann ein ebenso naives wie realitätsfernes Plädoyer dagegen zu halten:

Nach ihrer Meinung haben die Damen, die das Gewerbe betreiben, „wenig Selbstvertrauen", und sie brauchten vor allem „mehr Hilfe und eine bessere Ausbildung". Die Gründe, in die Prostitution zu geraten, die teilweise natürlich auch stimmen (in solchen Begründungen „stimmt" immer irgendetwas), unter anderem werden Drogenmissbrauch und Arbeitslosigkeit genannt. Doch schon bald werden verständliche Sachgründe verlassen, und dann kommt schon der ganze Schwall an pseudomoralischen Psychoargumenten: „Wenig Selbstbewusstsein, mangelndes Durchsetzungsvermögen, fehlendes Selbstwertgefühl".

Von Geld redete sie nicht – warum auch immer. Es ist inzwischen freilich das treibende Argument vieler Frauen für den Sex-Beruf geworden, der von all diesen Frauen als eine Dienstleistung verstanden wird – und zwar eine, die ohne Selbstvertrauen kaum erfolgreich durchgeführt werden kann.

Prüde? Nein, Werbung war niemals Prüde, wenn sie sich an eine männliche Kundschaft wandte. Darauf weist Professor Dr. Tom Reichert in seinem neuen Buch „Die Geschichte der erotischen Werbung" hin. (Bisher nur in Englisch erhältlich: „The Erotic History of Advertising").

Paperback: 300 Seiten
Herausgeber: Prometheus Books; (Mai 2003)
ISBN: 1591020859

Geständnisse sind heiß ... und jeder gute Katholik weiß ja, wie erleichternd sie sind. Nein, nein, das habe ich nicht geschrieben, sondern Tristan Taormino für „Village Voice “. Das, so meinte er, könne ein Grund sein, warum so viele bloggen.

Also, ihr kleinen Sünder da draußen (und vor allem die Sünderinnen) blogget, und euch wird aufgetan. Mindestens wird dann der Druck von eurer Seele genommen.

Aufgefallen ist dem Autor von „Village Voice" auch, dass es ein paar erotische Blogger gibt (und selbstverständlich wieder Bloggerinnen). Eine Dame des Gewerbes fiel mir ja schon früher auf, aber viele wollen einfach, dass im Web zu finden ist, was in ihrem Bett passiert. Nun, nicht alles - aber eben so viel, dass es gelesen wird.

Warum bloggen sie alle? Vielleicht, wie irgendwelche Details dann doch locken sollen? Weil man Freunde oder jedenfalls gleich Gesinnte findet?

Niemand weiß es. Die Soziologen, die sonst ja immer alles wissen, blicken angewidert weg, wen von Sexblogs die Rede ist. Nun ja, und Sehpferd bloggt zwar, ist aber klug genug, sich selbst mal außen vor zu lassen.

Zurück zu Tristan Taormino: Er hat das Ei des Kolumbus gefunden, wie es scheint - bei einem Blogger namens Sam. Der schreibt: „Ich blogge, also bin ich". Na, bitte.

Militante Pornografie-Gegner haben in Louisville (USA) Kunden eines so genannten Adult-Shops fotografiert. Es ist bekannt, dass sie diese später im Internet veröffentlichen - pikanterweise auf einer Webseite gegen Vergewaltigungen, sodass unbefangene Webbesucher auf die Idee kommen müssen, dass es sich um potenzielle Vergewaltiger handele.

Wie eines der Mitglieder der Organisation sagte, wolle man erreichen, dass der Laden schließen müsse, und man fühle sich bei den Aktionen völlig im Recht.

Ein Angestellter sah das anders – er griff zum Gartenschlauch und spritze den Fotografen samt Kamera nass. Beide Seiten haben nun gerichtliche Schritte gegeneinander angekündig, berichtet "wave3".

Studien, Studien über alles ... und dazu noch eine, die so neu nicht mehr ist. Aber immerhin: Man hat etwas zu schreiben, so, wie die „Berliner Morgenpost", die weiß, dass Frauen erst ab 35 richtig glücklich werden. Zitiert wird die Leiterin einer Studie, Beate Schultz-Zehden, die sagte, am meisten habe sie während der Durchführung ihrer Studie erstaunt, dass das psychische Wohlbefinden vieler Frauen ab 35 Jahren vehement zunähme.

Also, abwarten, wenn ihr unter 35 seid, und dann genießen, bis ihr 45 seid, denn von da an geht es (laut Studie) mit dem Wohlbefinden bergab.

Irgendwo im WEB fand ich, dass heute "Veganer-Tag" ist.

„Vegan lebende Menschen ernähren sich ohne Nahrungsmittel tierischer Herkunft. Sie meiden Fleisch, Fisch, Milch, Eier und Honig. Auch lehnen die meisten vegan lebenden Menschen den Gebrauch tierischer Produkte wie Leder, Wolle und Seide ab“. (Pressemitteilung).

Nun wissen wir es: Wir sollen alle Kunststoffe tragen, weil die ja ökologisch viel besser zu beseitigen sind - oder irre ich mich jetzt? Richtig: Es gibt auch noch Sexy-Baumwollkleidung, und dann war da noch Hanf und Leinen - von Holzspänen und Metallgeflecht mal ganz zu schweigen.

Also, Freunde: Leder für Handschellen ist „out“ verstanden? Ab jetzt werden Metallmodelle angeschafft, selbst wenn sie in die Handgelenke zwicken, und statt Highheels aus Leder werden welche aus Kunststoff getragen (den Gestank werdet ihr ja wohl ertragen) – oder gleich sexy Jesuslatschen. Nun, für die Freunde des ganz Besonderen gibt es ja noch Metall: z.B. Sexy Kettenhemden. Sind ein bisschen gewöhnungsbedürftig auf der Haut – aber das wolltet ihr doch, oder?

chainmail sexy kettenhemd
(c) 2003 by the manufacturer

Damen, die im Telefonsex-Geschäft sind, reden normalerweise nicht darüber, weil sie meist auch noch etwas andere sind – Mütter, Töchter, Krankenschwestern, Sekretärinnen oder (ziemlich häufig) Studentinnen.

Diese allerdings ist eine Ausnahme: „Phone Slut“ bloggt ziemlich viel – und manchmal setzt sie sich gar lange an den PC, um die Typen ihrer Kunden zu beschreiben: macht sie einfach nett, obwohl manche der Herren wirklich zum Fürchten sind.

Diese Herren sind eher nett und vor allem sehr gut zum Abzocken, denn sie reden sehr, sehr lange:

Süße Jungs – Süße Jungs tragen gerne sexy Unterwäsche (weibliche, selbstverständlich) und laufen in Highheels durch die Gegend. Sie wissen manchmal mehr über Make-up als ihre örtliche Avon-Berarerin und unterhalten sich mit dir stundenlang über ihr Erscheinungsbild und die Möglichkeiten, sich aufzuputzen. Ab und zu reden sie über die schönen Strümpfe und Strapse, die sie tragen.“

Nachdem andere Erotik-Sender wie „Ultra Blue TV“ und „Pleasure TV“ in letzter Zeit kaum mehr als Langeweile ausstrahlen, bringt ein neuer Sender so genannte „Softcore“ Filme – nicht immer die neuesten, aber immerhin handwerklich gute gemachte Streifen.

Der Sender ist 24 Stunden auf Sendung, wobei es keine Angaben über irgendwelche Sendefolgen gibt. Allerdings scheint das Nachtprogramm etwas „würziger“ zu sein als Tagesprogramm.

Satellit: Hotbird 13.0
Frequenz: 11.623 GHz
Pol: vertíkal
Symbolrate 27.500

sexy cine  tv erotisches fernsehen
(c) 2003 by sehpferd für das TV-image (Sex-Telefonnummern geschwärzt)

Nachtrag am 29.januar 2004:

Nicht bleibt, wie es ist: Vor allem die Sex-Sender ändern ihr Programm schneller, als ich es beschreiben kann: Und so zeigte einer neuer Besuch bei Sexy Cine TV, dass man nunmehr keine erotischen Filme mehr zeigt, sondern eine Dame, die sich in „Room 03" räkelt. Wer schnell umschaltet, weiß, dass sich die Kollegin in „Room 02" auf „Live Show TV" ebenso offen präsentiert. Selbst die Werbeanlagen kommen zur gleichen Zeit.

Und so präsentiert man sich jetzt:

sexy cine tv stoehnmaedchen

(c) 2004 by sehpferd für das TV-image

„Erotik" scheint ein neues österreichisches Wort für „Langeweile" zu sein. Mittlerweile besteht das Programm des Linzer Senders nämlich fast nur noch aus Game-Shows und Werbung. Wenn wenigstens die noch erotisch wären - doch die Game-Shows werden von Moderatoren präsentiert, die sich aussehen wie Steuerbeamte, und die Werbung ist so hausbacken, dass damit kein Großvater mehr hinter dem Ofen hervorzulocken ist. Auch bei den Go-go-Girls gibt es nichts Gutes zu vermelden: Sie sind mehr geworden, dafür tanzen die meisten so schlecht, dass sie besser zurück in die Dorfdisko gehen sollten.

Die „Berliner Zeitung “ fand über die Langeweile des Senders noch härtere Worte: „... die deutschen Medienwächter und Jugendschützer können sich auch relativ entspannt zurücklehnen, denn auf dem Bildschirm knistert es nicht mehr als beim polnischen Kirchenkanal“.

„Steffi und Boris“, das einzige halbwegs erotische Programm, das der Sender hatte, soll jetzt angeblich in der Nacht kommen. Da auch Sehpferd ab und an einmal schläft, kann er darüber nichts sagen: Die Programmacher von TV6 freilich auch nicht – ihre Programmtafel ist nun zwar vorhanden, berücksichtigt aber die laufenden Programmänderungen nicht.

Halbwegs erotisch ist gegenwärtig nur Sexy Cine TV auf 11623 Mhz. Tagsüber wird Softcore Erotik gesendet, meist ziemlich alte aber technisch wie auch ästhetisch erträgliche Filme mit schönen Herren und sorgfältig geschminkten Damen, die selbstverständlich an nichts anderem interessiert sind als an der schönsten Sache der Welt.

(c) 2003 by sehpferd press

Horror kann ganz alltäglich sein

Heute nacht nicht Josephine

ER: was willst du?
SIE: schlaf mit mir
ER: du bist
eine Plazenta, die mich vergiftet und auslaugt
eine Gebärmutter die mich erstickt und zermalmt
eine Nabelschnur die mich würgt und erdrosselt
deien Scheide ist das Tor zur Hölle
heute nacht nicht Josephine
SIE: du kannst einem aber auch so richtig die Stimmung
verderben
ER: mach das Licht aus
SIE: das hast du schon selbst ausgemacht


(C) Ronald D. Laing, 1976, Übersetzt 1978 by Hans Hermann und Charlotte Franke

Diese Geschichte fand Sehpferd als "Kalendergeschichte" in einem 1970 erschienenen Buch (Auszug):

Unterdessen bekam er zwei starke Hofmägde, eine jede mit einem Arm voll Ruten, in ein verschlossenes Gemach, brachte seine böse Frau unversehens hinein, schloß die Tür zu. Da ging es an ein Schelten und Fluchen. Sie wollte bald auf ihn, bald auf die Mägde, welche ziemlich stark waren, schlagen, wurde aber jedesmal mit selbiger Münze fein hart wieder abgewiesen, bis daß sie allgemach müde ward und endlich zu Boden fiel.

Hierauf befahl der Junker, die Mägde sollten sie ganz nackend auskleiden und ihre Hände und Füße binden. Als nun solches auch geschehen, nahm er eine Rute und schlug unbarmherzig auf ihren zarten Leib los, welches er zwar nicht aus Liebe tun konnte, sagte zu den Mägden, sie sollten wacker auf sie hauen und eher nicht aufhören, bis das Blut danachging. Er ließ indessen die warme Kuhhaut allenthalben voller Spanisches Salz reiben, und wie er merkte, daß sie genug gegeißelt wäre, ließ er sie gebunden hineinnähen. Also mußte das zarte, doch böse Fleisch mit rotem Blut die Pökel am Salz wohl empfangen ...“


Von Hans Jakob Christoffel vonGrimmelshausen (1620-1676)

Das Mädchen Rosemarie - nun als Musical

Ihr schillerndes Leben erregte Aufsehen, ihr rätselhafter Tod beherrschte wochenlang die Schlagzeilen der Medien. Doch Rosemaries Mörder wurde nie gefasst, der mysteriöse Mordfall nie aufgedeckt. Der geheimnisvolle Kriminalfall aus der Zeit des Wirtschaftswunders sorgt noch heute für Aufsehen und Spekulationen.

Ab Januar 2004 ist der erste große Gesellschaftsskandal der Nachkriegszeit als Musical im Düsseldorfer Capitol Theater zu sehen: „Das Mädchen Rosemarie“, eine Eigeninszenierung des Theaters nach Motiven des Romans von Erich Kuby, wird in der intimen Atmosphäre des Clubs Weltpremiere feiern."


Soweit die Pressemitteilung. Wer die Schauspielerin Anna Montanaro schon mal als "Rosemarie" sehen will - bitte schön.

Lesenswert: Sehpferd über eine Hure - damals

Lesenswert: Sehpferds Nachruf auf eine Hure in Deutschlands verlogenen 50er Jahren.

English:
Anna Montanaro will be Rosemarie Nitribitt, in a Musical production for the Düsseldorf-based German Capitol Theatre. The show will start in January 2004. The website is available in German only at http://www.das-maedchen-rosemarie.de/.

English hint:
Rosemarie Nitribitt was a famous hooker, who became even more famous after she has been murdered in 1953. The young (Federal) German Republic went crazy, because one could not believe that a prostitute could make 50.000 Euros a year - which was an enormous sum in 1953, when my father paid 35 Euros a month to rent an apartment.

Weil heute der 31.Oktober ist und damit die traditionelle Halloween-Nacht anbricht: mal ein Bild von einer Halloween-Party, oder besser davon, wie sie beginnt ... nun sie endet bei Nerve in der Fotogalerie, dort im Bett und für Premium-Mitglieder sogar nun ja ... eben nur für Premium-Mitglieder.

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(c) 2003 Glenn Glasser & Nerve
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