Einst hat noch Hagenbuch alles zugegeben – ob er auch zugab, dass er, Hagenbuch, sich und völlig verwirrt auf einem Flur des Hotels „Bayerischer Hof“ wiedergefunden hätte, weil er, Hagenbuch, den vermeintlichen Weg zur Toilette nicht mehr gefunden habe?
Nein, wahrscheinlich hätte Hagenbuch dies nicht zugegeben. Aber der FOCUS plaudert, dass sie, Jessica Schwarz, Schauspielerin, schön und 27, jetzt ganz unverhohlen (jawohl: unverhohlen) zugegeben hätte, dass sie, Jessica Schwarz, Schauspielerin, schön, 27, einen Hang zum Sadomasochismus verspüre ... und die Hotelgeschichte ist auch von ihr.
Nein, wir brauchen keine Satiren – dazu haben wir ja FOCUS-Berichte.
PS: Hagenbuch ist eine erfundene Gestalt des Edel-Satirikers Hans Dieter Hüsch
Nein, wahrscheinlich hätte Hagenbuch dies nicht zugegeben. Aber der FOCUS plaudert, dass sie, Jessica Schwarz, Schauspielerin, schön und 27, jetzt ganz unverhohlen (jawohl: unverhohlen) zugegeben hätte, dass sie, Jessica Schwarz, Schauspielerin, schön, 27, einen Hang zum Sadomasochismus verspüre ... und die Hotelgeschichte ist auch von ihr.
Nein, wir brauchen keine Satiren – dazu haben wir ja FOCUS-Berichte.
PS: Hagenbuch ist eine erfundene Gestalt des Edel-Satirikers Hans Dieter Hüsch
sehpferd - am Dienstag, 19. Oktober 2004, 22:50 - Rubrik: papierkorb nachrichten
Einer hat nachgedacht und dabei die vermutliche richtige Fährte eingeschlagen: : Dr. Bert Wildt von der Abteilung für Klinische Psychiatrie und Psychotherapie an der MHH Hannover. Seine Hypothese über die Gefahren des Internets ist nämlich nicht nur plausibel, sondern zeugt auch noch vom gesunden Menschenverstand. Er sagte jüngst einer Pressegantur, dass es seiner Meinung nach keine neuartigen Erkrankungen gäbe, die durch das Internet hervorgerufen würden, sondern dass es sich vielmehr um andere psychische Störungen handele, die sich auf die „virtuelle Ebene“ verlagerten.
Damit rückte der Arzt die in den letzten Tagen in der Öffentlichkeit verbreitete Meinung zurecht, das Internet sei der Verursacher neuartiger Presönlichkeitsstörungen.
Damit rückte der Arzt die in den letzten Tagen in der Öffentlichkeit verbreitete Meinung zurecht, das Internet sei der Verursacher neuartiger Presönlichkeitsstörungen.
sehpferd - am Dienstag, 19. Oktober 2004, 22:31 - Rubrik: zeit geschehen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Sie kommen wieder – die berühmten Hasenschwänzchen, und zwar an leibhaftigen Bunnies. Man verspricht, dass man die Kostüme nur wenig modernisiert – und vor allem, dass die Damen die kleinen süßen Hasenschwänzchen tragen werden – von den Ohren einmal ganz abgesehen. Mit den Bunnies sollen auch die Playboy-Klubs wieder neu belebt werden, schreibt „stuff“, die Zeitschrift, die ja häufiger die Flöhe husten hört.
Nun, wie auch immer: Die bunnylose, die schreckliche Zeit, scheint vorüber zu sein: mindestens in Las Vegas.
Nun, wie auch immer: Die bunnylose, die schreckliche Zeit, scheint vorüber zu sein: mindestens in Las Vegas.
sehpferd - am Dienstag, 19. Oktober 2004, 20:13 - Rubrik: seltsame welt
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Liebeshotels sind eine japanische Besonderheit: Paare jeder Art gehen dort hin, um sich in aller Ruhe miteinander zu beschäftigen. Doch das allein reicht nicht mehr: Jetzt braucht man Marketing, und dies vor allem für Frauen: Die wollen nämlich keine Puffumgebungen mit Spiegeln an der Decke und rotierenden Betten, sondern Romantik. Dies und noch viel mehr weiß die Shukan Post.
sehpferd - am Dienstag, 19. Oktober 2004, 20:03 - Rubrik: seltsame welt
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Es gibt Männer, die darf es einfach gar nicht geben. So wie der, der hier vor Gericht steht, wenn denn bewiesen werden kann, was man ihm vorwirft. Die Berichterstattung ist freilich flapsig, zu effekthascherisch für den Anlass: Nö, liebe WAZ, „Neben Sex hagelte es Schläge in der Ehe“ ist nun wirklich nicht die Überschrift, die wir uns wünschen. Sex hagelt nämlich nicht.
sehpferd - am Dienstag, 19. Oktober 2004, 19:53 - Rubrik: presse im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Ein Politiker braucht Kompetenz und Glaubwürdigkeit, um bestehen zu können – jedenfalls auf lange Sicht, und dies alles trotz einzelner gegenteiliger Beispiele in der Gegenwart. Von Menschen, die führen, wir mehr erwartet. So viel mehr, dass Angela Merkel daran scheitern wird. Wird? Sie ist bereits gescheitert. Ihre CDU ist nichts mehr eine ziellos vagabundierende Truppe ohne Glaubwürdigkeit und Stärke – daran trägt sie den Löwinnenanteil.
Mag sein, dass Frau Merkels Persönlichkeit einfach nicht ausreicht, um die Christdemokratie zu führen, doch könnte der Grund auch ein anderer sein: Wer für die Bundesrepublik sprechen will, muss mit ihren Traditionen, seien es Christdemokratische, Sozialdemokratische, Liberale oder Grüne, auch verwachsen sein.
Frau Merkel ist es nicht, und es hat nicht den Anschein, als ob sie es jemals sein würde. Nein, man kann ihr nicht viel vorwerfen, nur dies: die Bundesrepublik niemals wirklich verstanden zu haben.
Mag sein, dass Frau Merkels Persönlichkeit einfach nicht ausreicht, um die Christdemokratie zu führen, doch könnte der Grund auch ein anderer sein: Wer für die Bundesrepublik sprechen will, muss mit ihren Traditionen, seien es Christdemokratische, Sozialdemokratische, Liberale oder Grüne, auch verwachsen sein.
Frau Merkel ist es nicht, und es hat nicht den Anschein, als ob sie es jemals sein würde. Nein, man kann ihr nicht viel vorwerfen, nur dies: die Bundesrepublik niemals wirklich verstanden zu haben.
sehpferd - am Dienstag, 19. Oktober 2004, 19:12 - Rubrik: einig fallerland
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Sehr geehrter ePOST Kunde,
Innerhalb der Leistungspalette der Deutschen Post hat sich der
Bereich der privaten Webmail-Kommunikation leider nicht als
Geschäftsmodell mit genügend Synergieeffekten erwiesen. Deshalb
kündigen wir Ihnen hiermit fristgerecht zum 28. Februar 2005 den
bei der Anmeldung zu ePOST geschlossenen Nutzungsvertrag. Bitte
beachten Sie, dass Ihr ePOST-Account und alle bei ePOST
gespeicherten Daten nach Ablauf dieser Frist unwiederbringlich
gelöscht werden. Die Nutzung Ihres ePOST-Accounts ist nach dem
28. Februar 2005 nicht mehr möglich.
Soweit zum "lebenslagen" Email Account der Deutschen Post und soweit zur Glaubwürdigkeit von Werbeaussagen.
Bitte also nicht mehr an sehpferd@epost.de schreiben.
Danke. Wahrscheinlich sollte ich auch epost dankbar sein, dass sie mich von dieser hakeligen Mailbox befreit.
Ich bin (derselbe, versteht sich): sehpferd at t-online punkt de.
Innerhalb der Leistungspalette der Deutschen Post hat sich der
Bereich der privaten Webmail-Kommunikation leider nicht als
Geschäftsmodell mit genügend Synergieeffekten erwiesen. Deshalb
kündigen wir Ihnen hiermit fristgerecht zum 28. Februar 2005 den
bei der Anmeldung zu ePOST geschlossenen Nutzungsvertrag. Bitte
beachten Sie, dass Ihr ePOST-Account und alle bei ePOST
gespeicherten Daten nach Ablauf dieser Frist unwiederbringlich
gelöscht werden. Die Nutzung Ihres ePOST-Accounts ist nach dem
28. Februar 2005 nicht mehr möglich.
Soweit zum "lebenslagen" Email Account der Deutschen Post und soweit zur Glaubwürdigkeit von Werbeaussagen.
Bitte also nicht mehr an sehpferd@epost.de schreiben.
Danke. Wahrscheinlich sollte ich auch epost dankbar sein, dass sie mich von dieser hakeligen Mailbox befreit.
Ich bin (derselbe, versteht sich): sehpferd at t-online punkt de.
sehpferd - am Montag, 18. Oktober 2004, 22:50 - Rubrik: aufgegriffen
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Sagen sich offenbar die Damen, die das Geld haben, sich Damenmagazine zu kaufen – ja, solche wie die Herrenmagazine, nur eben, dass in diesen knackige Herren herumliegen, sitzen, stehen und möglicherweise auch hüpfen. Und, wenn man diesem Bericht glauben darf, auch noch ein wenig mehr: („We're asking guys to jerk off in front of us," Taggart tells me. "Most of them have never done that in front of two women and they love it”). (Nein, das übersetze ich nicht).
Hours stellt denn auch fest, was die Glocke geschlagen hat: Pornos für Frauen.
Am Markt sind gleich mehrere Anbieter solcher Magazine: Sweet Action (Porn for Girls) und Shameless Magazin (Good Grooming for Girls).
Was ich dazu zu sagen habe? Ich sage dazu erst etwas, wenn ich eine vornehme Dame in Zürich, Wien oder Budapest eine solche Zeitschrift in der Öffentlichkeit lesen sehe – denn dass Frauen von schönen pornografischen Darstellungen angetörnt werden, ist ja eigentlich so neu nun auch nicht mehr.
Hours stellt denn auch fest, was die Glocke geschlagen hat: Pornos für Frauen.
Am Markt sind gleich mehrere Anbieter solcher Magazine: Sweet Action (Porn for Girls) und Shameless Magazin (Good Grooming for Girls).
Was ich dazu zu sagen habe? Ich sage dazu erst etwas, wenn ich eine vornehme Dame in Zürich, Wien oder Budapest eine solche Zeitschrift in der Öffentlichkeit lesen sehe – denn dass Frauen von schönen pornografischen Darstellungen angetörnt werden, ist ja eigentlich so neu nun auch nicht mehr.
sehpferd - am Montag, 18. Oktober 2004, 21:29 - Rubrik: wundersames
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Nach einem Artikel im Kulturteil des Spiegels soll ein gewisser Thomas Steinfeld die Literaturseite der SZ verwenden, um ein so genanntes Plädoyer für die deutsche Sprache erschallen zu lassen. Das nämliche Plädoyer erweist sich allerdings eher ein intellektuell sein sollendes Plättoyer. Hier das Zitat:
„Es ist der Gestus der Staatlichkeit, die imaginierte Verantwortung für das politisch verfasste Gemeinwesen, die Arroganz einer eingebildeten Verwaltung, die diese Sprache so unerträglich macht“.
Das, Herr Steinfeld, hätten sie ruhig auch auf Deutsch sagen können: Ohne „Gestus“, ohne “imaginiert“ und überhaupt in einem Deutsch, das den Namen auch verdient. Abgesehen von diesen Sprachschlamperei, Herr Steinfeld: Verwaltungen legen überhaupt keine „Sprache“ fest. Offenbar gehören auch sie zu den Menschen, die Schrift und Sprache miteinander verwechseln.
Ich kann mir nicht verkneifen, die „Spiegel“ Überschrift zu zitieren, die aus Herrn Steinfelds Artikel stammt: „Der Ruin der deutschen Sprache“. Hoffentlich wird sie nicht durch Kulturredakteure ruiniert.
„Es ist der Gestus der Staatlichkeit, die imaginierte Verantwortung für das politisch verfasste Gemeinwesen, die Arroganz einer eingebildeten Verwaltung, die diese Sprache so unerträglich macht“.
Das, Herr Steinfeld, hätten sie ruhig auch auf Deutsch sagen können: Ohne „Gestus“, ohne “imaginiert“ und überhaupt in einem Deutsch, das den Namen auch verdient. Abgesehen von diesen Sprachschlamperei, Herr Steinfeld: Verwaltungen legen überhaupt keine „Sprache“ fest. Offenbar gehören auch sie zu den Menschen, die Schrift und Sprache miteinander verwechseln.
Ich kann mir nicht verkneifen, die „Spiegel“ Überschrift zu zitieren, die aus Herrn Steinfelds Artikel stammt: „Der Ruin der deutschen Sprache“. Hoffentlich wird sie nicht durch Kulturredakteure ruiniert.
sehpferd - am Montag, 18. Oktober 2004, 17:07 - Rubrik: aufgegriffen
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Wer trägt eigentlich eine Brille, wenn er nackt ist? Vielleicht FKK-Anhänger, aber wer eigentlich sonst? Sie meinen, diese Frage sei nun wirklich überflüssig? Nun, nicht, falls Sie die Gewohnheit haben, sich zu duschen oder zu baden – und bei dieser günstigen Gelegenheit die Haare zu waschen. Auch nicht, wenn sie als Haarwaschmittel stets das Gleiche benutzen oder sehr ordentlich sind und es immer zwei Zentimeter vom hinteren und drei Zentimeter vom rechten Badewannenrand aufstellen.
Aber dann, wenn sie zwei oder drei Haarwaschmittel benutzen, oder gar noch eine Spülung dazu, die alle gleich aussehen – weil sie alles von einer Marke gekauft haben. Dann brauchen Sie eine Brille. Mindestens, wenn sie das korrekte Shampoo suchen.
Aber dann, wenn sie zwei oder drei Haarwaschmittel benutzen, oder gar noch eine Spülung dazu, die alle gleich aussehen – weil sie alles von einer Marke gekauft haben. Dann brauchen Sie eine Brille. Mindestens, wenn sie das korrekte Shampoo suchen.
sehpferd - am Montag, 18. Oktober 2004, 09:45 - Rubrik: aufgegriffen
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Die Herzogin von York wir alle Hüllen fallen lassen – so berichtete jedenfalls die BBC. Und nicht nur sie wird es tun, sondern eine Menge prominenter Britinnen. Grund ist, wie könnte es anders sein, ein Hilfsprojekt zugunsten der Elton John Aids Foundation.
Die hält sich noch bedeckt. Ein Sprecher sagte lediglich, dass es sich um ein fotografisches Projekt handeln würde, keinesfalls nur um ein Buch. Wir dürfen gespannt sein. Zwar gelten die Briten weltweit als Prüde, doch ist es dort nicht unüblich, für den guten Zweck auch das Ungewöhnlichste zu tun.
Auch im Gespräch sind offenbar Kate Moss, Rachel Hunter, Rebecca Romijn-Stamos und Lara Flynn-Boyle.
Wenn man auch nichts weiß, eines weiß man: noblesse oblige. Dem Vernehmen nach werden die Damen nichts tragen als die Produkte der Sponsoren - Jimmy Choo Schuhe und Cartier Schmuck.
Die hält sich noch bedeckt. Ein Sprecher sagte lediglich, dass es sich um ein fotografisches Projekt handeln würde, keinesfalls nur um ein Buch. Wir dürfen gespannt sein. Zwar gelten die Briten weltweit als Prüde, doch ist es dort nicht unüblich, für den guten Zweck auch das Ungewöhnlichste zu tun.
Auch im Gespräch sind offenbar Kate Moss, Rachel Hunter, Rebecca Romijn-Stamos und Lara Flynn-Boyle.
Wenn man auch nichts weiß, eines weiß man: noblesse oblige. Dem Vernehmen nach werden die Damen nichts tragen als die Produkte der Sponsoren - Jimmy Choo Schuhe und Cartier Schmuck.
sehpferd - am Montag, 18. Oktober 2004, 00:06 - Rubrik: seltsame welt
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Schon über Weihnachten nachgedacht? Santa Baby? Give me a ring … I mean not by phone … (so weit Eartha Kitt) doch nun zum zukünftigen Weihnachtsfest: Eine Webseite meint, „Girls“ Letters to Santa (also die Wünsche junger Frauen an den Weihnachtsmann) würden Liebesspielzeuge durchaus beinhalten ... wenn ich denn alles richtig verstanden habe.
Sex in the Highlands of Scotland? Auch die Bürger des Vereinigten Königreichs scheinen Sexspielzeuge zu mögen – und sie schreiben sie, wenn ich nicht irre, sogar auf Wunschzettel: Dear Santie ... i would like a sex wing and a romantic ... ach, lesen sie doch selber. Das Ganze ist natürlich nix als Werbung. Oder was dachten sie?

(c) 2004 by sextoytesters (uk)
Sex in the Highlands of Scotland? Auch die Bürger des Vereinigten Königreichs scheinen Sexspielzeuge zu mögen – und sie schreiben sie, wenn ich nicht irre, sogar auf Wunschzettel: Dear Santie ... i would like a sex wing and a romantic ... ach, lesen sie doch selber. Das Ganze ist natürlich nix als Werbung. Oder was dachten sie?

(c) 2004 by sextoytesters (uk)
sehpferd - am Sonntag, 17. Oktober 2004, 23:47 - Rubrik: seltsame welt
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Das wöchentliche Geblubber aus den Algen – fast immer sonntags
Manchmal wundere ich mich ja ein bisschen. Oder sollte ich nicht? Wenn ich mich zum Beispiel an die Mathematiker unter meinen Lesern wende ... und keinen vorfinde, der auch nur annähernd bereit wäre, sich mit den Angaben einer englischen Tageszeitung auseinander zu setzen. Natürlich geht es dabei um Sex – und darum, wie man es mit nur 100 Männern zehn Mal am Tag treibt. „Nur“ stammt von mir – aber es war eben der Auslöser für die knifflige Aufgabe.
Wenn ich zu genau nachfrage, meint bestimmt wieder jemand, ich hätte etwas gegen Blogs, oder gegen Mathematiker, oder am Besten noch etwas gegen beide. Dabei ist das Thema so trivial nicht: Es geht um eine sexsüchtige Frau – und soviel kann ich sagen: Es macht keinen Spaß, mit sexsüchtigen Frauen intim zu sein. Da ich selber nun aber nicht aus der Schule plaudern will, neutralisiere ich das Ganze mal: Es macht den meisten Menschen keine Freunde, mit einem sexsüchtigen Menschen in einen intimen Kontakt zu treten. Wer das nicht begreift, dem kann ich nachhelfen: Wenn sie gerne ein Glas Rotwein trinken, tun sie das auch lieber in der kleinen netten Weinwirtschaft als unter stadtbekannten Harttrinkern – oder nicht? Das Beispiel mag hinken, aber in der Sache ist es wohl korrekt. Genuss erfordert die Freiheit von Sucht.
Wer sexsüchtig ist, muss sehen, wie er damit fertig wird – ob in einer Selbsthilfegruppe oder in einer Therapie. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Die Selbsthilfegruppen haben teilweise schreckliche und oft abstoßende Ideologien, und auch die berühmten „Anonymen“ sind nicht frei von dem Verdacht, eine Pseudoreligion zu „verkaufen“. Therapeuten hingegen verstehen im Grunde genommen (fast) nie etwas von der Sucht – sie versuchen noch allzu oft, eine „psychische Störung“ dahinter zu finden.
Zum Therapeutengeschwätz passt hervorragend, dass irgendjemand der „Verursacher“ sein muss – es kann ja wohl nicht sein, dass es die Veranlagung des armen großen Kindes selber ist. Also muss ein Krankheitsherd gefunden werden, und der ist inzwischen ausgemacht: das Internet. Ja, ja, wir wissen es schon: Als das Kino sehr verbreitet wurde, war es das Kino, als das Fernsehen am populärsten war, war es das Fernsehen und heute ist es eben das Internet. Als die Buchdruckerkunst erfunden wurde, war es wahrscheinlich die Buchdruckerkunst, aber damals gab es ja noch keine Psychotherapeuten.
Ich habe im Moment eigentlich gar keine Zeit für meine sinnlichen Seiten, nachdem ich begonnen habe, meinen Hausstand von all dem überflüssigen Zeug zu befreien – wobei mir eine andere Sucht auffiel: Die Sucht, Hobbyartikel zu besitzen. Was ich in meinen Sturm- und Drangjahren mit Technikgelumpe an Geld zerspant habe, spottet wirklich jeder Beschreibung. Woher ich das so genau wie? Weil die DEM-Preise teilweise noch dranstehen. Diese Preise standen in keinem Verhältnis zur Nutzung: Mit meiner Mamiya 645 (vier Objektive, kosten damals weit über 3000 DEM) habe ich ganze 20 Filme durchgezogen. – 150 Mark pro Film. Mehr Geld als mit Hobbygedöns hätte ich nur mit Frauen, Spielbanken oder Autos durchbringen können. Na denn - man muss wohl über 50 werden, um so etwas zu erkennen.
Manchmal wundere ich mich ja ein bisschen. Oder sollte ich nicht? Wenn ich mich zum Beispiel an die Mathematiker unter meinen Lesern wende ... und keinen vorfinde, der auch nur annähernd bereit wäre, sich mit den Angaben einer englischen Tageszeitung auseinander zu setzen. Natürlich geht es dabei um Sex – und darum, wie man es mit nur 100 Männern zehn Mal am Tag treibt. „Nur“ stammt von mir – aber es war eben der Auslöser für die knifflige Aufgabe.
Wenn ich zu genau nachfrage, meint bestimmt wieder jemand, ich hätte etwas gegen Blogs, oder gegen Mathematiker, oder am Besten noch etwas gegen beide. Dabei ist das Thema so trivial nicht: Es geht um eine sexsüchtige Frau – und soviel kann ich sagen: Es macht keinen Spaß, mit sexsüchtigen Frauen intim zu sein. Da ich selber nun aber nicht aus der Schule plaudern will, neutralisiere ich das Ganze mal: Es macht den meisten Menschen keine Freunde, mit einem sexsüchtigen Menschen in einen intimen Kontakt zu treten. Wer das nicht begreift, dem kann ich nachhelfen: Wenn sie gerne ein Glas Rotwein trinken, tun sie das auch lieber in der kleinen netten Weinwirtschaft als unter stadtbekannten Harttrinkern – oder nicht? Das Beispiel mag hinken, aber in der Sache ist es wohl korrekt. Genuss erfordert die Freiheit von Sucht.
Wer sexsüchtig ist, muss sehen, wie er damit fertig wird – ob in einer Selbsthilfegruppe oder in einer Therapie. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Die Selbsthilfegruppen haben teilweise schreckliche und oft abstoßende Ideologien, und auch die berühmten „Anonymen“ sind nicht frei von dem Verdacht, eine Pseudoreligion zu „verkaufen“. Therapeuten hingegen verstehen im Grunde genommen (fast) nie etwas von der Sucht – sie versuchen noch allzu oft, eine „psychische Störung“ dahinter zu finden.
Zum Therapeutengeschwätz passt hervorragend, dass irgendjemand der „Verursacher“ sein muss – es kann ja wohl nicht sein, dass es die Veranlagung des armen großen Kindes selber ist. Also muss ein Krankheitsherd gefunden werden, und der ist inzwischen ausgemacht: das Internet. Ja, ja, wir wissen es schon: Als das Kino sehr verbreitet wurde, war es das Kino, als das Fernsehen am populärsten war, war es das Fernsehen und heute ist es eben das Internet. Als die Buchdruckerkunst erfunden wurde, war es wahrscheinlich die Buchdruckerkunst, aber damals gab es ja noch keine Psychotherapeuten.
Ich habe im Moment eigentlich gar keine Zeit für meine sinnlichen Seiten, nachdem ich begonnen habe, meinen Hausstand von all dem überflüssigen Zeug zu befreien – wobei mir eine andere Sucht auffiel: Die Sucht, Hobbyartikel zu besitzen. Was ich in meinen Sturm- und Drangjahren mit Technikgelumpe an Geld zerspant habe, spottet wirklich jeder Beschreibung. Woher ich das so genau wie? Weil die DEM-Preise teilweise noch dranstehen. Diese Preise standen in keinem Verhältnis zur Nutzung: Mit meiner Mamiya 645 (vier Objektive, kosten damals weit über 3000 DEM) habe ich ganze 20 Filme durchgezogen. – 150 Mark pro Film. Mehr Geld als mit Hobbygedöns hätte ich nur mit Frauen, Spielbanken oder Autos durchbringen können. Na denn - man muss wohl über 50 werden, um so etwas zu erkennen.
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Wer 10 Mal am Tag Sex hat, hat entweder viel Freizeit oder er konsumiert Geschlechtspartner wie andere Leute Zigaretten. Nun, Schlagzeilen über Nymphomaninnen machen sich immer gut, dachte sich der Mirror vielleicht und schrieb einen Artikel über eine 25-jährige Sexsüchtige, die angeblich 10 Mal am Tag Sex hat – so weit, so gut: Aber sie hat dafür nur 100 Männer zur Verfügung. Ergibt folgende Rechenaufgabe: Wenn eine Frau hundert Männer kennt, und in 5 Jahren an 365 Tagen je 10 Mal Sex hatte, wie oft hatte sie dann Sex mit jedem der Männer? (Anmerkung einer vorlauten Schülerin: Müsste man nicht ein paar Tage abziehen?).
Sie meinen, das Thema sei zu ernst? Das meinen die „Anonymen Sexsüchtigen“ auch. Zu ihren Gunsten sollte denn auch wohl der Artikel des Mirror ausfallen. Schuld an allem ist, wie immer das Internet. Geiferende Männer, die nach Pornografie suchten ... sprach der Mirror nicht über Frauen?
Natürlich. Voyeure werden sich freuen – „Ivonne Valentinos“ Schicksal wird im Mirror recht breit aufgefächert
Sie meinen, das Thema sei zu ernst? Das meinen die „Anonymen Sexsüchtigen“ auch. Zu ihren Gunsten sollte denn auch wohl der Artikel des Mirror ausfallen. Schuld an allem ist, wie immer das Internet. Geiferende Männer, die nach Pornografie suchten ... sprach der Mirror nicht über Frauen?
Natürlich. Voyeure werden sich freuen – „Ivonne Valentinos“ Schicksal wird im Mirror recht breit aufgefächert
sehpferd - am Samstag, 16. Oktober 2004, 22:51 - Rubrik: wundersames
Ist eine Brustvergrößerung nun ein medizinisches, ein erotisches oder eine Lifestyle-Thema? Ich weiß es nicht. Ich lasse mir meine Brust nicht vergrößern. Bei Männern meines Alters macht sich das einfach nicht gut. Oder habe ich schon wieder alles, aber auch alles falsch verstanden?
Vielleicht bin ich einfach zu oft in Ungarn – dort stellen die jungen Mädchen ihre Brüste ohnehin ungefragt in den Vordergrund – ob Natur, Ultrabra oder Medizinmann – Brust muss sein, wenn man dort als Frau Männerangeln auswerfen will.
Dass medizinische Brustvergrößerungen in Ungarn recht preiswert sind, wissen sie alle ja wahrscheinlich schon. Wenn die Brust nicht passt, spottet später sowieso alles, gleich, ob sie in Deutschland, Österreich oder Ungarn umgemodelt wurde.
Vielleicht bin ich einfach zu oft in Ungarn – dort stellen die jungen Mädchen ihre Brüste ohnehin ungefragt in den Vordergrund – ob Natur, Ultrabra oder Medizinmann – Brust muss sein, wenn man dort als Frau Männerangeln auswerfen will.
Dass medizinische Brustvergrößerungen in Ungarn recht preiswert sind, wissen sie alle ja wahrscheinlich schon. Wenn die Brust nicht passt, spottet später sowieso alles, gleich, ob sie in Deutschland, Österreich oder Ungarn umgemodelt wurde.
sehpferd - am Samstag, 16. Oktober 2004, 22:19 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Nun hat sie also den Nobelpreis für Literatur bekommen, die Frau Jelinek, die stets in Deutschland ein bisschen beliebter war als in ihrer Heimat Österreich.
Verdient sie ihn? Ein bisschen. Was sie produziert, ist im Grunde genommen eine Nischenliteratur: In Wahrheit interessieren ihre Themen nur diejenigen, die sich immer hart am Zeitgeist (oder an der Kritik desselben, was letztlich keinen Unterschied bedeutet) entlangschleichen. Frau Jelinek ist, wenn man so will, die Dokumentatorin einer schicken feministischen Linkselite, aber sie will es nicht sein. Was sie wirklich will, wird nur sie selbst wissen.
Und dafür gleich einen Nobelpreis? Jemand, der sie lobte, sagte einmal sie sei eine „Erzählerin von höchstem Raffinement und Können“. Er hat sicher recht. Wir brauchen Erzähler(innen) mit Raffinement -Können setzte ich voraus. Es ist nur neu, dass es dafür bereits Nobelpreise gibt.
Vielleicht, so sollte man argumentieren, verdient sie den Preis ja einfach, weil die Österreicher sie so schlecht gemacht haben in all den Jahren. Der Vatikan, der neuerdings wie es scheint auch etwas zur Literatur zu sagen weiß, hat gleich behauptet, die Frau Jelinek betreibe einen „absoluten Nihilismus“. Das tut sie natürlich nicht. Sie ist eine fanatische Moralistin. Was mich an ihr stört? Ihre einseitige, scheuklappenbehaftete Getriebenheit. Ich mag keine Fans. Auch keine Moralfans.
Verdient sie ihn? Ein bisschen. Was sie produziert, ist im Grunde genommen eine Nischenliteratur: In Wahrheit interessieren ihre Themen nur diejenigen, die sich immer hart am Zeitgeist (oder an der Kritik desselben, was letztlich keinen Unterschied bedeutet) entlangschleichen. Frau Jelinek ist, wenn man so will, die Dokumentatorin einer schicken feministischen Linkselite, aber sie will es nicht sein. Was sie wirklich will, wird nur sie selbst wissen.
Und dafür gleich einen Nobelpreis? Jemand, der sie lobte, sagte einmal sie sei eine „Erzählerin von höchstem Raffinement und Können“. Er hat sicher recht. Wir brauchen Erzähler(innen) mit Raffinement -Können setzte ich voraus. Es ist nur neu, dass es dafür bereits Nobelpreise gibt.
Vielleicht, so sollte man argumentieren, verdient sie den Preis ja einfach, weil die Österreicher sie so schlecht gemacht haben in all den Jahren. Der Vatikan, der neuerdings wie es scheint auch etwas zur Literatur zu sagen weiß, hat gleich behauptet, die Frau Jelinek betreibe einen „absoluten Nihilismus“. Das tut sie natürlich nicht. Sie ist eine fanatische Moralistin. Was mich an ihr stört? Ihre einseitige, scheuklappenbehaftete Getriebenheit. Ich mag keine Fans. Auch keine Moralfans.
sehpferd - am Samstag, 16. Oktober 2004, 21:57 - Rubrik: kult und kultur
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Jeder Jazzliebhaber kennt die Geschichten um Storyville – jenen Bezirk der Hafenstadt New Orleans, in dem die Lust regierte, und neben der Lust die berühmten Klavierspieler, unter ihnen der geniale Jelly Roll Morton.
Die Erotik Storyvilles ist eng verbunden mit einem Namen: dem Fotografen Ernest J. Bellocq, der zahlreiche Zeitzeugnisse der damaligen Zeit lieferte: Er portraitierte die New-Orleans-Huren. Freilich wurden Huren schon immer gerne porträtiert, aber wie man weiß, sind sie weltweit ausgesprochen kamerascheu und lassen nur Menschen mit fotografischem Gerät an sich heran, denen sie vertrauen. Daher kommt es, dass wir so wenige Aufnahmen der Damen an ihren Arbeitsplätzen, den Bordellen, besitzen.
Nun hat der Fotograf Michael Berkowitz versucht, die Aufnahmen der damaligen Zeit nachzuempfinden: Er stellte, setzte und legte dazu Damen (offenbar sind es Fotomodelle) in das nachempfundene Interieur der damaligen Bordelle.
Heraus kam – fotografischer Kitsch. Denn eine Hure ist eine Hure ist eine Hure. Nur sie hat das Auftreten einer Hure, den Blick einer Hure und – den Charme einer Hure. Die Bilder der Frauen, die Herr Berkowitz fabrizierte, sind nichts mehr als „nachempfundene“ historische Fotos: Die Hintergründe sind ebenso gewillkürt wie die Blicke, die Schminktechnik stimmt ebenso wenig wie der fotografische Eindruck – kurz: Es ist eine reine Spielerei mit den Namen des berühmten Ernest J. Bellocq, um selber zu fotografischen Ruhm und Ansehen zu kommen – nur möglich in einem Zeitalter, in dem „alles geht“.
Gefunden bei Nerve.
Die Erotik Storyvilles ist eng verbunden mit einem Namen: dem Fotografen Ernest J. Bellocq, der zahlreiche Zeitzeugnisse der damaligen Zeit lieferte: Er portraitierte die New-Orleans-Huren. Freilich wurden Huren schon immer gerne porträtiert, aber wie man weiß, sind sie weltweit ausgesprochen kamerascheu und lassen nur Menschen mit fotografischem Gerät an sich heran, denen sie vertrauen. Daher kommt es, dass wir so wenige Aufnahmen der Damen an ihren Arbeitsplätzen, den Bordellen, besitzen.
Nun hat der Fotograf Michael Berkowitz versucht, die Aufnahmen der damaligen Zeit nachzuempfinden: Er stellte, setzte und legte dazu Damen (offenbar sind es Fotomodelle) in das nachempfundene Interieur der damaligen Bordelle.
Heraus kam – fotografischer Kitsch. Denn eine Hure ist eine Hure ist eine Hure. Nur sie hat das Auftreten einer Hure, den Blick einer Hure und – den Charme einer Hure. Die Bilder der Frauen, die Herr Berkowitz fabrizierte, sind nichts mehr als „nachempfundene“ historische Fotos: Die Hintergründe sind ebenso gewillkürt wie die Blicke, die Schminktechnik stimmt ebenso wenig wie der fotografische Eindruck – kurz: Es ist eine reine Spielerei mit den Namen des berühmten Ernest J. Bellocq, um selber zu fotografischen Ruhm und Ansehen zu kommen – nur möglich in einem Zeitalter, in dem „alles geht“.
Gefunden bei Nerve.
sehpferd - am Samstag, 16. Oktober 2004, 11:31 - Rubrik: lichtbilder - photography
In den nächsten Tagen wird versucht werden, die Karstadt-Sanierung und den Opel-Kahlschlag in einen Topf zu werfen: diejenigen, die es (wie immer) sowieso schon wussten, werden wieder die Leier vom Kapitalismus und der Globalisierung klingen lassen, und die Boulevardzeitungen werden schrille Angstschreie ausstoßen und so das Land noch tiefer in den Pessimismus treiben, in dem es ohnehin schon fast zu ersticken droht.
Doch schon jetzt wird deutlich: General Motors hat ihre Abrechnung mit Europa ohne die Europäer gemacht. Die amerikanischen Manager von GM haben versagt – versagt auf der ganzen Linie, und ihre Entscheidung, Werke in Europa teilweise stillzulegen, zeigt nur, wie kopflos das General-Motors-Management handelt.
Die Opel-Arbeiter reagierten mit Streiks – die einzige Sprache, die in den USA vielleicht verstanden wird. Da kann Herr Clement so jovial sein, wie er will: Die Opel-Arbeiter haben Recht, und dies auf der ganzen Linie: Europäische Arbeiter haben nicht die Unfähigkeit der US-amerikanischen Managements zu vertreten.
Aber noch eine andere Sprache wird in den USA mit Sicherheit verstanden: Nicht nur die deutschen Arbeiter, auch die deutschen Autokäufer sind sehr sensibel für Aktionen, die letztlich gegen unser Europa gerichtet sind – dies wurde heute in zahllosen Kommentaren deutlich. Die „Badische Zeitung“ sagte es heute klar: Die Opel-Händler erwarten ein klares Wort – und zwar eines, das die deutsche Opel-Produktion nachhaltig sichert. Sonst, so schlussfolgert die Zeitung „werden sich noch weniger Kunden für ein Modell aus ihrem Angebot entscheiden“.
Europa kann, darf und soll dem US-amerikanischen GM-Management die Zähne zeigen: Die Leute bei General Motors brauchen uns alle nämlich noch – als Käufer für ihre Autos. Es scheint, man habe in denn USA vergessen, dass es gerade am europäischen Markt sehr viele ernst zunehmende Wettbewerber gibt – von Europäern, die in Europa produzieren bis hin zu Japanern, die teilweise eben auch in Europa produzieren.
Doch schon jetzt wird deutlich: General Motors hat ihre Abrechnung mit Europa ohne die Europäer gemacht. Die amerikanischen Manager von GM haben versagt – versagt auf der ganzen Linie, und ihre Entscheidung, Werke in Europa teilweise stillzulegen, zeigt nur, wie kopflos das General-Motors-Management handelt.
Die Opel-Arbeiter reagierten mit Streiks – die einzige Sprache, die in den USA vielleicht verstanden wird. Da kann Herr Clement so jovial sein, wie er will: Die Opel-Arbeiter haben Recht, und dies auf der ganzen Linie: Europäische Arbeiter haben nicht die Unfähigkeit der US-amerikanischen Managements zu vertreten.
Aber noch eine andere Sprache wird in den USA mit Sicherheit verstanden: Nicht nur die deutschen Arbeiter, auch die deutschen Autokäufer sind sehr sensibel für Aktionen, die letztlich gegen unser Europa gerichtet sind – dies wurde heute in zahllosen Kommentaren deutlich. Die „Badische Zeitung“ sagte es heute klar: Die Opel-Händler erwarten ein klares Wort – und zwar eines, das die deutsche Opel-Produktion nachhaltig sichert. Sonst, so schlussfolgert die Zeitung „werden sich noch weniger Kunden für ein Modell aus ihrem Angebot entscheiden“.
Europa kann, darf und soll dem US-amerikanischen GM-Management die Zähne zeigen: Die Leute bei General Motors brauchen uns alle nämlich noch – als Käufer für ihre Autos. Es scheint, man habe in denn USA vergessen, dass es gerade am europäischen Markt sehr viele ernst zunehmende Wettbewerber gibt – von Europäern, die in Europa produzieren bis hin zu Japanern, die teilweise eben auch in Europa produzieren.
sehpferd - am Freitag, 15. Oktober 2004, 22:48 - Rubrik: wirtschaft im blick
Das Leben ist das Leben, und es findet jetzt statt: klar. Aber ob der zweiduzendste Blog mit wirklichen oder erfundenen sexuellen Erlebnissen auch noch Bestand hat, bleibt abzuwarten. Dieser junge Mann Ende 30 denkt auch, dass das Leben jetzt stattfindet – und er will populär werden: Viel Glück, Kumpel.
sehpferd - am Freitag, 15. Oktober 2004, 19:23 - Rubrik: papierkorb nachrichten
Drei von dreihundert - nur mal, um zu zeigen, wie klein Elefanten sein können. Bevor mir jemand bei Ebay einen popeligen Euro pro Stück anbietet, kommt ihr alle in den Müll, ihr Elefanten, verstanden?


Zweitausendsechs ist zwar erst 2006, aber über den Sex macht man sich schon jetzt Gedanken: Anderthalbtausend zusätzliche Huren brauchen die Fußballfans bei der WM 2006 in Köln angeblich. Meint der Express. Ich bin sind sicher, er wird dieses Thema noch öfter bringen, denn Zweitausendsex ist wirklich erst 2006.
sehpferd - am Freitag, 15. Oktober 2004, 18:33 - Rubrik: seltsame welt
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Ein Teil der Presse versuchte gestern den Eindruck zu erwecken, die Einigung bei Karstadt sei schlecht, weil sie Arbeitsplätze koste. Fast niemand schrieb, die Einigung sei gut, weil sie Arbeitsplätze rette: was wieder einmal zeigt, wie es um das deutsche Gemüt bestellt ist.
Freilich ist nun der Konzern gefordert: Durchschnittliche Ware zum durchschnittlichen Preis, in äußerst durchschnittlichen Umgebungen von überwiegend lustlosen Verkäuferinnen und Verkäufern angeboten, findet mit Recht kaum noch Abnehmer.
Karstadt braucht ein Konzept. Aber es muss mehr als ein Sanierungskonzept sein, denn die Kunden interessiert auf Dauer weder, was sich das Karstadt-Management denkt, mutmaßt oder verkündet, noch, was die Gewerkschaft Ver.di beabsichtigt, verwirklicht sehen will oder herausschreit. Der Kunden stimmt mit den Füßen ab, und er gibt sein Geld nur demjenigen, der ihm ausgezeichnete Qualitäten zu moderanten Preisen bei angenehmer Kaufumgebung anbietet.
Freilich ist nun der Konzern gefordert: Durchschnittliche Ware zum durchschnittlichen Preis, in äußerst durchschnittlichen Umgebungen von überwiegend lustlosen Verkäuferinnen und Verkäufern angeboten, findet mit Recht kaum noch Abnehmer.
Karstadt braucht ein Konzept. Aber es muss mehr als ein Sanierungskonzept sein, denn die Kunden interessiert auf Dauer weder, was sich das Karstadt-Management denkt, mutmaßt oder verkündet, noch, was die Gewerkschaft Ver.di beabsichtigt, verwirklicht sehen will oder herausschreit. Der Kunden stimmt mit den Füßen ab, und er gibt sein Geld nur demjenigen, der ihm ausgezeichnete Qualitäten zu moderanten Preisen bei angenehmer Kaufumgebung anbietet.
sehpferd - am Freitag, 15. Oktober 2004, 18:13 - Rubrik: wirtschaft im blick

