Natürlich hat sie genau gewusst, was sie tat, die norwegische Skilangläuferin Ingvild Engesland, und wenn es eines Beweises bedarf, dann ist er hier oder hier zu finden. Doch offenbar hat sie die Ablehnung ihrer norwegischen Landsleute gegenüber jeder Form der erotischen Darstellung unterschätzt: Jetzt jedenfalls sagte sie norwegischen Zeitungen, sie bedaure, was sie getan habe: sich nackt für ein Softporno-Magazin ausgezogen und sich dabei in Posen begeben, die wohl ein bisschen zu viel von jenen Körperstellen zeigen, die normalerweise nur ein Liebhaber oder Ehemann zu sehen bekommt.
Ach, wie wir sie lieben, diese Worte des Bedauerns: Nun möchte sie so gerne als Skisportlerin in Erinnerung bleiben, nicht als Nacktmodell. Meine Meinung: Beide Karrieren sind kurz und nicht immer gefahrlos, aber beim Ausziehen bricht man sich wenigstens nicht die Haxen.
Ach, wie wir sie lieben, diese Worte des Bedauerns: Nun möchte sie so gerne als Skisportlerin in Erinnerung bleiben, nicht als Nacktmodell. Meine Meinung: Beide Karrieren sind kurz und nicht immer gefahrlos, aber beim Ausziehen bricht man sich wenigstens nicht die Haxen.
Diese Meldung ist zwar uralt, aber sie gehört nun mal zu den wenigen, die aus Norwegen zu uns dringen, dort aber gierig verschlungen werden: Das Lifestyle-Magazin HENNE zeigte die Top-Golferin Suzann "Tutta" Pettersen nackt auf einem Rasen liegend, umgeben von Golfbällen. Warum sie es getan hat? Tja, darüber rätselt die Presse in Norwegen noch immer. Es war doch gar keine Wohlfahrtssache, nicht wahr? Ich kann mir das Gesicht einiger älterer Norwegerinnen dazu ziemlich genau vorstellen.
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Ob es für eine Nacht, ein paar Nächte oder für immer sein soll – Frauen picken sich die männlichen Rosinen aus dem gärenden Napfkuchen der Begierden – meint jedenfalls Vanessa Burton in einem Artikel für „Ask Men“. Alles, so schreibt sie, sei eine Sache von Angebot und Nachfrage – und die Nachfrage der Männer sei ja gerade groß genug, wie jede Frau wisse.
Sie nennt zwei Gründe: Der Erste heißt Emanzipation durch die Pille und andere befreiende Maßnahmen. Als Resultat dessen könnten Frauen könnten jetzt den Mann frei wählen, mit dem sie schlafen wollen – und sie täten es auch. Der zweite Grund überrascht: Angst. Frauen wollen sicher sein, mit wem sie ins Bett gehen – immer noch kann zu viel passieren, was ihnen nicht gefällt, und immer noch fürchteten sie, sich nicht dagegen wehren zu können.
Was kaum überrascht: Die attraktivsten Frauen bekommen keinesfalls immer die Rosinen. Dafür bliebt uns die Kolumnistin die Begründung schuldig, also muss ich sie wohl anfügen: So genannte „attraktive“ Frauen reizen eher optisch und werden deshalb intensiv beflirtet. Jene aber, die sich und ihrem Mann für die Nacht besonders viel Freude machen können, nutzen kleine Gesten, um ihre Männer anzulocken, und sie werden deshalb vor allem von jenen beflirtet, die diese Gesten verstehen – und das sind eben die Männer, die im Alltag, vielleicht aber auch im Bett, mehr taugen als die lechzenden Gaffer.
Sie nennt zwei Gründe: Der Erste heißt Emanzipation durch die Pille und andere befreiende Maßnahmen. Als Resultat dessen könnten Frauen könnten jetzt den Mann frei wählen, mit dem sie schlafen wollen – und sie täten es auch. Der zweite Grund überrascht: Angst. Frauen wollen sicher sein, mit wem sie ins Bett gehen – immer noch kann zu viel passieren, was ihnen nicht gefällt, und immer noch fürchteten sie, sich nicht dagegen wehren zu können.
Was kaum überrascht: Die attraktivsten Frauen bekommen keinesfalls immer die Rosinen. Dafür bliebt uns die Kolumnistin die Begründung schuldig, also muss ich sie wohl anfügen: So genannte „attraktive“ Frauen reizen eher optisch und werden deshalb intensiv beflirtet. Jene aber, die sich und ihrem Mann für die Nacht besonders viel Freude machen können, nutzen kleine Gesten, um ihre Männer anzulocken, und sie werden deshalb vor allem von jenen beflirtet, die diese Gesten verstehen – und das sind eben die Männer, die im Alltag, vielleicht aber auch im Bett, mehr taugen als die lechzenden Gaffer.
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Ich lebe seit Jahrzehnten nicht auf großem Fuß: bei Schuhgröße 39 ist dies nicht zu machen. Deswegen kaufe ich meine Schuhe seit diesem Jahr in Mittelmeerländern, wo man auch noch auf recht kleinem Fuß lebt.
Die Menschen, denen ich davon erzähle, schütteln meist ihre weises Haupt: sie wüssten, so sagen sie dann, dass ein gut sortiertes Schuhgeschäft doch in jedem Fall solche Schuhe haben müsste. Ja, manchmal: Entweder billigen Schund oder von 150 Euro beginnend aufwärts (für das Paar, wenn es jemanden beruhigt).
Neueste Version: „Ach, kaufen sie doch Damenschuhe“. Schöne Idee. Aber erstens ist mein Fuß zu breit, zweitens kann ich in High Heels so schlecht laufen und drittens macht es bei meinen Kunden keinen guten Eindruck.
Die Menschen, denen ich davon erzähle, schütteln meist ihre weises Haupt: sie wüssten, so sagen sie dann, dass ein gut sortiertes Schuhgeschäft doch in jedem Fall solche Schuhe haben müsste. Ja, manchmal: Entweder billigen Schund oder von 150 Euro beginnend aufwärts (für das Paar, wenn es jemanden beruhigt).
Neueste Version: „Ach, kaufen sie doch Damenschuhe“. Schöne Idee. Aber erstens ist mein Fuß zu breit, zweitens kann ich in High Heels so schlecht laufen und drittens macht es bei meinen Kunden keinen guten Eindruck.
In einem Artikel von Wolf-Dieter Roth in TELEPOLIS wird beschrieben, wie die Zukunft der Blogs aussehen wird: Kommerziell.
Begründet wird dies anhand von Schmuddelseiten und zwar: „So wie Erotikseiten auf "Amateur" getrimmt werden, weil die Leute ja Ferkeleien aus Überzeugung sehen wollen und nicht Ferkeleien gegen Geld, so werden nun Blogs kommerziell konzipiert“. Die Begründung ist für Blogs wenig stichhaltig: Wer sie liest, mag die persönliche Schreibe „seiner“ Autorin oder „seines“ Autors – dergleichen wird sich auch dann nicht ändern, wenn die Blogs kommerziell werden.
Ich freue mich auf die kommerziellen Blogs – in der Hoffnung, dass die Inhalte dann übersichtlicher und erträglicher werden. Heute suche ich mich durch hunderte von nichts sagenden Überschriften in Blogs um dahinter einen einzigen lächerlichen Satz zu finden. Manchmal habe ich Glück, dass er zum Thema passt, allzu oft aber eben auch nicht. Bei Onlinezeitungen gib es dieses Problem äußert selten: Hinter Überschriften stehen meist wenigstes ein paar Sätze, die auch dazu passen.
Einen anderen Aspekt der Professionalität beleuchtet eine Unternehmensberatung: Unternehmen müssen sich mehr um Blogs kümmern – und versuchen, Blogger für sich zu gewinnen: „Sicher ist: Die Bandbreite der Berichterstattung nimmt zu. Sowohl unerfahrene Amateure als auch renommierte Journalisten betreiben Blogs. Um so wichtiger für Unternehmenskommunikation, Kontakte zu wichtigen Bloggern aufzubauen und zu pflegen.“
Das geschieht natürlich längst. Wer hätte noch nie eine Email bekommen, in der jemand bittet, sein Produkt oder seine Webseite doch einmal lobend zu erwähnen? Und bevor ich vergesse, dieses zu erzählen: es muss nicht immer positiv sein. Manche Webseitenbetreiber freuen sich auch über kühne Verrisse. Sie bringen Neugierige.
Begründet wird dies anhand von Schmuddelseiten und zwar: „So wie Erotikseiten auf "Amateur" getrimmt werden, weil die Leute ja Ferkeleien aus Überzeugung sehen wollen und nicht Ferkeleien gegen Geld, so werden nun Blogs kommerziell konzipiert“. Die Begründung ist für Blogs wenig stichhaltig: Wer sie liest, mag die persönliche Schreibe „seiner“ Autorin oder „seines“ Autors – dergleichen wird sich auch dann nicht ändern, wenn die Blogs kommerziell werden.
Ich freue mich auf die kommerziellen Blogs – in der Hoffnung, dass die Inhalte dann übersichtlicher und erträglicher werden. Heute suche ich mich durch hunderte von nichts sagenden Überschriften in Blogs um dahinter einen einzigen lächerlichen Satz zu finden. Manchmal habe ich Glück, dass er zum Thema passt, allzu oft aber eben auch nicht. Bei Onlinezeitungen gib es dieses Problem äußert selten: Hinter Überschriften stehen meist wenigstes ein paar Sätze, die auch dazu passen.
Einen anderen Aspekt der Professionalität beleuchtet eine Unternehmensberatung: Unternehmen müssen sich mehr um Blogs kümmern – und versuchen, Blogger für sich zu gewinnen: „Sicher ist: Die Bandbreite der Berichterstattung nimmt zu. Sowohl unerfahrene Amateure als auch renommierte Journalisten betreiben Blogs. Um so wichtiger für Unternehmenskommunikation, Kontakte zu wichtigen Bloggern aufzubauen und zu pflegen.“
Das geschieht natürlich längst. Wer hätte noch nie eine Email bekommen, in der jemand bittet, sein Produkt oder seine Webseite doch einmal lobend zu erwähnen? Und bevor ich vergesse, dieses zu erzählen: es muss nicht immer positiv sein. Manche Webseitenbetreiber freuen sich auch über kühne Verrisse. Sie bringen Neugierige.
sehpferd - am Dienstag, 11. Januar 2005, 12:16 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Ich habe vor einiger Zeit einmal geschrieben, dass mehr und mehr Frauen Unterwerfung als einen Teil des erotischen Rollenspiels nicht nur goutieren, sondern auch selber danach streben.
Auslöser für meine eigenen Recherchen war ein Gespräch mit einer Ärztin, die ihren Ehemann davon überzeugen wollte, dergleichen mit ihr zu spielen. Bei weiteren Nachforschungen fand ich dann heraus, dass derartige Wünsche nicht ungewöhnlich sind: Da Frauen heute einen größeren Anteil an der Macht haben, sind sie auch stärker an der Unterwerfung interessiert, und da sie selbstbewusster geworden sind, versuchen sie auch, von sich aus Vorschläge zu machen.
Freilich kann man dergleichen missverstehen. Jüngst las ich eine andere Diskussion, in der ein junger Mann schrieb, so etwas sei doch optimal: Der Mann könne seine Gelüste ausleben, die Frau zu unterwerfen, und die Frau sei damit auch noch höchst zufrieden.
Der arme Mann. Eine Frau, die sich einem Mann spielerisch unterwirft, stellt selbstverständlich hohe Ansprüche an seine Talente: sie will sich weder langweilen noch überfordert werden, und sie erwartet, dass ihr Meister neben Talent auch gewisse Vorkenntnisse mitbringt – mindestens ein paar Basiskenntnisse in Psychologie und Anatomie – und neben einer kräftigen Stimme und kräftigen Armen soll er dann auch noch das Talent zum Schauspieler haben.
Man sieht, wie schnell man einander missverstehen kann, wenn man erst gar nicht versucht, andere zu verstehen, sondern voreilig die eigenen Maßstäbe anlegt.
Eine sehr ausführliche und überwiegend sachliche Diskussion zum Thema gibt es bei „Med1“. Dabei geht es auch um Kontaktanzeigen und die Chancen und Risiken, die sich daraus ergeben – bei jeder Begegnung.
Zufällig fand ich heute auch bei Twoday einen aktuellen Beitrag zur Unterwerfung.
Auslöser für meine eigenen Recherchen war ein Gespräch mit einer Ärztin, die ihren Ehemann davon überzeugen wollte, dergleichen mit ihr zu spielen. Bei weiteren Nachforschungen fand ich dann heraus, dass derartige Wünsche nicht ungewöhnlich sind: Da Frauen heute einen größeren Anteil an der Macht haben, sind sie auch stärker an der Unterwerfung interessiert, und da sie selbstbewusster geworden sind, versuchen sie auch, von sich aus Vorschläge zu machen.
Freilich kann man dergleichen missverstehen. Jüngst las ich eine andere Diskussion, in der ein junger Mann schrieb, so etwas sei doch optimal: Der Mann könne seine Gelüste ausleben, die Frau zu unterwerfen, und die Frau sei damit auch noch höchst zufrieden.
Der arme Mann. Eine Frau, die sich einem Mann spielerisch unterwirft, stellt selbstverständlich hohe Ansprüche an seine Talente: sie will sich weder langweilen noch überfordert werden, und sie erwartet, dass ihr Meister neben Talent auch gewisse Vorkenntnisse mitbringt – mindestens ein paar Basiskenntnisse in Psychologie und Anatomie – und neben einer kräftigen Stimme und kräftigen Armen soll er dann auch noch das Talent zum Schauspieler haben.
Man sieht, wie schnell man einander missverstehen kann, wenn man erst gar nicht versucht, andere zu verstehen, sondern voreilig die eigenen Maßstäbe anlegt.
Eine sehr ausführliche und überwiegend sachliche Diskussion zum Thema gibt es bei „Med1“. Dabei geht es auch um Kontaktanzeigen und die Chancen und Risiken, die sich daraus ergeben – bei jeder Begegnung.
Zufällig fand ich heute auch bei Twoday einen aktuellen Beitrag zur Unterwerfung.
sehpferd - am Montag, 10. Januar 2005, 22:12 - Rubrik: zeit geschehen
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Jetzt wissen wir es genau: Die Phrasen aus den Katastrophengebieten kommen von „satte(n) Touristen in heil gebliebenen Hotels“, die „den Reportern in die Blöcke diktierten“. Nein, der Satz stammt nicht aus dem „Neuen Deutschland“, sondern von RAINER SCHAUER, seines Zeichens Kolumnist bei der „Frankfurter Rundschau“, und dann folgt eine Belehrung in deutscher Moral: Es ist nicht gut an den Stränden zu bleiben, auch wenn man dort vom Tourismus lebt, weil vom Tourismus leben nur dann gut ist, wenn die Einheimischen auch erheblich davon profitieren und nicht nur die Brosamen aufsammeln, die auf den Restauranttischen übrig bleiben.
Was bitte nützt einem Hotelangestellten, einem Fischer, einem Kleinbauern oder einer Hure (ich verwende die Vorgaben) in den katastrophengebeutelten Küstenstädten, wenn die Gäste fortbleiben? Es bringt ihn sie um ihr Einkommen, das sie gerade bitter nötig brauchen – und nicht nur sie. Denn von ihrem Geld leben auch noch andere – und sie können nun wieder damit beginnen, sich Existenzen aufzubauen. Offensichtlich ist „Wirtschaft“ für die Gourmetmoralisten ein unbekanntes Wort.
Es ist wieder die Zeit der Betroffenheitskostüme. Plötzlich ist Tourismus wieder schlecht, weil die Menschen vor Ort eigentlich kaum Geld damit verdienen, denn „den Reibach machen in erster Linie ausländische Reiseveranstalter, Fluggesellschaften und Hotelketten“, und dann werden noch die dänischen Molkereien, schottischen Destillen und französischen Käsereien erwähnt, die ebenfalls verdienen. All dies hätte man auch zu anderen Zeiten schreiben können. Aber jetzt – jetzt macht es sich natürlich besser.
Was bitte nützt einem Hotelangestellten, einem Fischer, einem Kleinbauern oder einer Hure (ich verwende die Vorgaben) in den katastrophengebeutelten Küstenstädten, wenn die Gäste fortbleiben? Es bringt ihn sie um ihr Einkommen, das sie gerade bitter nötig brauchen – und nicht nur sie. Denn von ihrem Geld leben auch noch andere – und sie können nun wieder damit beginnen, sich Existenzen aufzubauen. Offensichtlich ist „Wirtschaft“ für die Gourmetmoralisten ein unbekanntes Wort.
Es ist wieder die Zeit der Betroffenheitskostüme. Plötzlich ist Tourismus wieder schlecht, weil die Menschen vor Ort eigentlich kaum Geld damit verdienen, denn „den Reibach machen in erster Linie ausländische Reiseveranstalter, Fluggesellschaften und Hotelketten“, und dann werden noch die dänischen Molkereien, schottischen Destillen und französischen Käsereien erwähnt, die ebenfalls verdienen. All dies hätte man auch zu anderen Zeiten schreiben können. Aber jetzt – jetzt macht es sich natürlich besser.
sehpferd - am Montag, 10. Januar 2005, 21:38 - Rubrik: aufgegriffen
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Ob Mobog.com etwas mit Blogs zu tun hat, ist fraglich, doch wen interessiert, was die Menschen so mit ihren Handykameras aufnehmen (außer Brüsten), der findet dort eine reiche Ausbeute. Doch selbstverständlich werden auch die Liebhaber schöner Brüste hier fündig – man muss nur ein paar Minuten warten, schon hat einer der fleißigen Mobog-Mitglieder wieder etwas mit der Kamera eingefangen.
Die Ladezeiten der Seiten sind nicht gerade kurz, und besonders dem Internet Explorer scheinen die Bilder ganz schwer im Magen zu liegen. Wer nach Brüsten süchtig ist, muss sich auf diese Sammelseite aus Moblog begeben. Freilich gibt es auch Mitbewerber – diese Seite zeigt ebenfalls, was Männer an Frauen besonders schön finden.
Alles wieder einmal via fleshbot straight.
Die Ladezeiten der Seiten sind nicht gerade kurz, und besonders dem Internet Explorer scheinen die Bilder ganz schwer im Magen zu liegen. Wer nach Brüsten süchtig ist, muss sich auf diese Sammelseite aus Moblog begeben. Freilich gibt es auch Mitbewerber – diese Seite zeigt ebenfalls, was Männer an Frauen besonders schön finden.
Alles wieder einmal via fleshbot straight.
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Eigentlich heißt es „bange machen gilt nicht“, doch bei der Sexualaufklärung hat es früher gelegentlich noch funktioniert: Schande kam über die jungen Mädchen, die sich allzu früh den Verführungen lustgieriger Knaben hingaben – aber vor allem sank ihr Heiratswert rapide, wenn sie ihre Jungfernschaft frühzeitig verschenkten.
Als diese Argumente nicht mehr so ganz plausibel schienen, wurden Drohszenarien aufgebaut: Ekel erregende Geschlechtskrankheiten lauerten an jeder Ecke, Kondome neigten, dazu, Samenfäden durch nicht sichtbare Löcher zu lassen und vor allem das Himmelreich würde den Mädchen nicht mehr offen stehen. Jungs stand es schon immer verdächtig länger offen.
Das Szenario, wie es zuletzt geschildert wurde, ist durchaus Realität, und zwar heute: in den Vereinigten Staaten von Nordamerika, wo man eine über 170 Millionen Dollar teuer Kampagne startete, um die Höschen reinzuhalten: die Abstinence-Only-Sex-Eds: Erziehung zur Keuschheit, und um dies zu erreichen, wird gelogen, dass sich die Balken biegen: So enthalten die innerhalb der Kampagne ausgegeben Lehrbücher nach Angaben von Forschern bis zu 80 Prozent Unwahrheiten: Von der Behauptung, dass man durch das Berühren der Genitalien schwanger werden könne bis hin zu einer Versagerrate bei Kondomen von satten 31 Prozent.
Bange machen gilt also, aber es kommt nicht gut an: Denn mittlerweile wissen die bösen Mädchen und Buben, die sich der Tu-es-Nicht-Ausbildung nicht unterwerfen, besser über den Kondomgebrauch Bescheid als jene, die sich von diesem Kampagnen haben einwickeln lassen. Mittlerweile, so wollen Forscher festgestellt haben, sind die Keuschheitsanhänger sogar eher bereit als die übrigen Jugendlichen, die Kondome ganz wegzulassen. Ach sie dachten, die hätten etwas geschworen? Das muss zu einem Zeitpunkt gewesen sein, bevor Mutter Natur sie einholte.
Inzwischen weiß es auch der SPIEGEL.
Als diese Argumente nicht mehr so ganz plausibel schienen, wurden Drohszenarien aufgebaut: Ekel erregende Geschlechtskrankheiten lauerten an jeder Ecke, Kondome neigten, dazu, Samenfäden durch nicht sichtbare Löcher zu lassen und vor allem das Himmelreich würde den Mädchen nicht mehr offen stehen. Jungs stand es schon immer verdächtig länger offen.
Das Szenario, wie es zuletzt geschildert wurde, ist durchaus Realität, und zwar heute: in den Vereinigten Staaten von Nordamerika, wo man eine über 170 Millionen Dollar teuer Kampagne startete, um die Höschen reinzuhalten: die Abstinence-Only-Sex-Eds: Erziehung zur Keuschheit, und um dies zu erreichen, wird gelogen, dass sich die Balken biegen: So enthalten die innerhalb der Kampagne ausgegeben Lehrbücher nach Angaben von Forschern bis zu 80 Prozent Unwahrheiten: Von der Behauptung, dass man durch das Berühren der Genitalien schwanger werden könne bis hin zu einer Versagerrate bei Kondomen von satten 31 Prozent.
Bange machen gilt also, aber es kommt nicht gut an: Denn mittlerweile wissen die bösen Mädchen und Buben, die sich der Tu-es-Nicht-Ausbildung nicht unterwerfen, besser über den Kondomgebrauch Bescheid als jene, die sich von diesem Kampagnen haben einwickeln lassen. Mittlerweile, so wollen Forscher festgestellt haben, sind die Keuschheitsanhänger sogar eher bereit als die übrigen Jugendlichen, die Kondome ganz wegzulassen. Ach sie dachten, die hätten etwas geschworen? Das muss zu einem Zeitpunkt gewesen sein, bevor Mutter Natur sie einholte.
Inzwischen weiß es auch der SPIEGEL.
sehpferd - am Montag, 10. Januar 2005, 18:51 - Rubrik: wundersames
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Unsere Lehrer redeten noch abfällig über ihn: Er sei ja eben nur ein LKW-Fahrer, was solle man da schon erwarten – schließlich waren Mozart und Beethoven nie Lastwagenfahrer. Doch trotz alledem wurde er die wichtigste Personen in der mittlerweile langen Geschichte des Rock ’n’ Roll. Er, der Weiße, er der Wilde, er, der Erotische. Elvis eben.
Die Schwarzen, die eigentlichen Erfinder des Rock, waren zwar wild und mindestens teilweise ebenfalls erotisch, doch sie waren eben nicht weiß: Elvis kam da gerade richtig.
Wie auch beim Jazz ist beim Rock die Frage nach dem Ursprung ungeklärt, nur eines erscheint bei beiden Musikformen mittlerweile sicher zu sein: die eigentlichen Macher wirkten im Hintergrund. Sobald die ersten rockigen Songs am Markt Erfolg hatten, wurden die Weichen für den neuen Zug gestellt, der bis heute über die Schienen donnert. Die Interpreten wurden Markennamen innerhalb eines gigantischen Geschäfts, das vielen nützte – und einigen schadete. Trompeter, Posaunisten und Klarinettisten verschwanden aus der Popmusik, und mit ihnen Engelschöre und Streicherwolken. Eine Weile noch röhrte das Tenorsaxofon wie eine rostige Axt durch den Rock, dann wurde es auch von den Gitarren erschlagen.
Rock? Nun ja. Langsam ist der Saft raus aus der Zitrone. Es wäre an der Zeit, etwas Neues zum Ausquetschen zu finden.
Die Schwarzen, die eigentlichen Erfinder des Rock, waren zwar wild und mindestens teilweise ebenfalls erotisch, doch sie waren eben nicht weiß: Elvis kam da gerade richtig.
Wie auch beim Jazz ist beim Rock die Frage nach dem Ursprung ungeklärt, nur eines erscheint bei beiden Musikformen mittlerweile sicher zu sein: die eigentlichen Macher wirkten im Hintergrund. Sobald die ersten rockigen Songs am Markt Erfolg hatten, wurden die Weichen für den neuen Zug gestellt, der bis heute über die Schienen donnert. Die Interpreten wurden Markennamen innerhalb eines gigantischen Geschäfts, das vielen nützte – und einigen schadete. Trompeter, Posaunisten und Klarinettisten verschwanden aus der Popmusik, und mit ihnen Engelschöre und Streicherwolken. Eine Weile noch röhrte das Tenorsaxofon wie eine rostige Axt durch den Rock, dann wurde es auch von den Gitarren erschlagen.
Rock? Nun ja. Langsam ist der Saft raus aus der Zitrone. Es wäre an der Zeit, etwas Neues zum Ausquetschen zu finden.
sehpferd - am Montag, 10. Januar 2005, 12:08 - Rubrik: aufgegriffen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Norwegische Forscher glauben, dass die „nächste sexuelle Revolution“ aus dem Internet kommt. Außerdem fanden sie heraus, dass es in Norwegen doppelt so viele Frauen wie Männer in die Chats zieht – sie könnten dort zunächst ihre erotischen Fähigkeiten erproben, bevor sie sich mit jemanden träfen.
Neben negativen Aspekten, die Chats mit sich bringen, wie etwa die Beteiligung perverser älterer Männer an den Chats der Jugend sah man seitens der Forscher durchaus auch die positiven Seiten: So könnten sexuelle Minderheiten einander schneller kontaktieren. Außerdem sei es möglich, die erotischen Grenzen im Web weitaus besser auszutesten, als dies im realen Leben möglich sei.
Neben negativen Aspekten, die Chats mit sich bringen, wie etwa die Beteiligung perverser älterer Männer an den Chats der Jugend sah man seitens der Forscher durchaus auch die positiven Seiten: So könnten sexuelle Minderheiten einander schneller kontaktieren. Außerdem sei es möglich, die erotischen Grenzen im Web weitaus besser auszutesten, als dies im realen Leben möglich sei.
sehpferd - am Sonntag, 9. Januar 2005, 18:32 - Rubrik: wundersames
Jeder kann sich seine Modelle vom Menschen ausdenken, wie er will. Ich habe auch nichts dagegen, wenn eine ganze Gruppe von alt gedienten Psychotherapeuten, Psychotrainern und Transaktionsanalysten den alten Hut von der unheiligen Dreifaltigkeit eines Ich, eines Es und eines Über-Ich weiter verbreitet. Nur hörte ich gestern, dass dies auch heute noch an Hochschulen üblich ist – nicht als historische Randnotiz, sondern als geltende Lehre.
Können mir die Damen und Herren Freudianer vielleicht mal erklären, wie ein solches Modell alltagstüchtig werden soll? Wie es sich auf neue Situationen einstellen kann? Wie es vorausdenken und Probehandeln kann? Und wie die Menschen mit diesem Patchwork ihr Selbst finden und sich dessen sicher werden sollen, von der Entwicklung der Persönlichkeit einmal ganz zu schweigen?
Das Modell von Herrn Freud blockiert sich doch permanent selbst. Wenn ich zynisch wäre, könnte ich ja sagen: Man merkt es an seinen Befürworterinnen und Befürwortern. Sie sind nicht lernfähig.
Können mir die Damen und Herren Freudianer vielleicht mal erklären, wie ein solches Modell alltagstüchtig werden soll? Wie es sich auf neue Situationen einstellen kann? Wie es vorausdenken und Probehandeln kann? Und wie die Menschen mit diesem Patchwork ihr Selbst finden und sich dessen sicher werden sollen, von der Entwicklung der Persönlichkeit einmal ganz zu schweigen?
Das Modell von Herrn Freud blockiert sich doch permanent selbst. Wenn ich zynisch wäre, könnte ich ja sagen: Man merkt es an seinen Befürworterinnen und Befürwortern. Sie sind nicht lernfähig.
sehpferd - am Sonntag, 9. Januar 2005, 17:24 - Rubrik: seltsame welt
Das wöchentliche Geblubber aus den Algen – fast immer sonntags
Was mich diese Woche bewegte? Meine Pläne für 2005 und 2006, vor allem. Ich muss Ballast in Form von ungenutzten Webseiten abwerfen, die mich nur Pflegeaufwand und Geld kosten, aber nichts einbringen. Gleichzeitig aber muss ich neue Aufgaben finden. Freilich ist dazu noch Zeit, aber dieses Jahr muss die Entscheidung bringen, in welche Richtung ich mich orientieren will. Es könnte eine Aufgabe in Budapest sein, aber wenn sie zeitlich begrenzt ist und wenigstens die Spesen großzügig bezahlt werden, kann sie räumlich überall in Europa angesiedelt sein. Sollte es gar eine Aufgabe im Web sein, kann ich ohnehin von überall darauf zugreifen.
Sie fragen, was ich kann? Außer Schreiben (ich vermute, dass trauen sie mir zu) vor allem Situationen analysieren, Probleme ausmachen, mit dem Finger auf die wunden Punkte zeigen. Wenn sie meinen, das sie nicht sehr populär, irren sie sich: Produkte, die auf den Markt kommen, müssen funktionieren. Sollte ich noch sagen, dass ich auch lehren kann? Menschliche Kommunikation, zum Beispiel? Problemlösungsstrategien?
Lassen sie mich noch kurz etwas zu Blogs sagen: Wenn ich das Online-Lexikon Wikipedia aufrufe, bekomme ich mit einer 95-prozentigen Wahrscheinlichkeit eine besser Auskunft als in jedem anderen Lexikon – in jedem Fall aber gibt mir Wikipedia kein dummes Gewäsch zurück. Wäre es nun nicht schön, ein solches Medium für Nachrichten und Meinungen zu haben? Natürlich wäre es schön. Blogger könnten es ins Leben rufen.
Die Schwäche der Blogger liegt darin, das Leben zu zerschreddern und zudem wenig oder meist gar nichts von den Vorgängen in Wirtschaft und Gesellschaft zu verstehen. Würden wir alle nicht überwiegend in die Welt hinausblöken, ohne nachzudenken, sondern in Freiheit, Gleichheit und (leider) Disziplin für unsere Leserschaft schreiben, dann wäre schon viel gewonnen.
Ein typisches Indiz für das Gesagte: Fast alle Menschen, die ihre Frau oder ihren Mann im Leben stehen, nutzen das Web. Fragen sie bitte mal, ob sie Blogs kennen. Sie werden verständnislose Gesichter vorfinden, deren Inhaber die Blogs für ein neues Produkt für die Fußbodenpflege halten oder etwas, das man an der Börse kaufen und verkaufen kann. An eine unerschöpfliche und verlässliche Informationsquelle denkt bei Blogs niemand. Mich wundert es allerdings nicht.
Bei “Best of the Blogs” wurden selbstverständlich auch die Seiten mit erotischen Inhalten prämiert – mir ist es relativ spät aufgefallen, aber ich trage sie gerne nach. Ich sollte dazu erwähnen, dass man diese Blogs besser nicht an seinem Schreibtisch öffnet – und auch Kinder sollten sie sich nicht ansehen. Da alle in englischer Sprache sind und gelegentlich Slangausdrücke verwendet werden, sind sie zudem nicht einfach zu lesen. Doch Tatsache ist: Das intelligente Sexblog lebt.
Die Gewinner
1. A Taste of the Good Wife
2. Bliatz
3. Eden's Alley
4. Edinburgh Dinner Party
5. Mistress Matisse's Journal
6. Pussy Talk
7. Realm of the Demon Queen
8. Rentboy Diaries
9. Sweetness Follows
10. Waking Vixen
Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Blogs texorientiert und verzichten auf all zu offensive Darstellungen.
Die Gewinner
1. A Taste of the Good Wife
2. Bliatz
3. Eden's Alley
4. Edinburgh Dinner Party
5. Mistress Matisse's Journal
6. Pussy Talk
7. Realm of the Demon Queen
8. Rentboy Diaries
9. Sweetness Follows
10. Waking Vixen
Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Blogs texorientiert und verzichten auf all zu offensive Darstellungen.
sehpferd - am Sonntag, 9. Januar 2005, 15:10 - Rubrik: blog nachrichten
In den letzten Monaten haben sich zahlreiche erotische Publikation eines Themas der etwas anderen Art angenommen: Demnach soll Ingwer nicht nur die Speisen köstlich würzen, sondern auch beim Liebesleben zu ungeahnten Sensationen führen – vor allem, wenn man masochistisch veranlagt ist.
Nach einem Internet-Artikel wurde der Ingwer in viktorianischer Zeit als „Feige“ zur Strafverschärfung bei Schlägen verwendet. Aufgegriffen wurde das Thema offenbar von den Flagellanten, die in den letzten Jahren unter dem Sammelnamen „BDSM“ wieder erheblich Zulauf haben.
Doch die Mediziner scheinen über die Ingwermethoden („figging“) nicht sehr glücklich zu sein – bestenfalls ein paar Sekunden bis zu einer Minute, so rät eine Ärztin, solle man den Ingwer verwenden. Angeblich soll die Wirkung der im Ingwer enthaltenen hautreizenden Stoffe freilich dreißig Minuten anhalten und fast unerträgliche Gefühle auslösen – oder unerträglich schöne, wie die BDSM-Anhänger wohl behaupten würden.
Zuerst habe ich es bei eye gelesen, zuletzt über den Pressedienst "World Sex News" in hour. Ich muss wohl übersehen haben, dass ein sehr informativer und bei alledem gut geschriebener Artikel bei Domantik zu finden ist.
Nach einem Internet-Artikel wurde der Ingwer in viktorianischer Zeit als „Feige“ zur Strafverschärfung bei Schlägen verwendet. Aufgegriffen wurde das Thema offenbar von den Flagellanten, die in den letzten Jahren unter dem Sammelnamen „BDSM“ wieder erheblich Zulauf haben.
Doch die Mediziner scheinen über die Ingwermethoden („figging“) nicht sehr glücklich zu sein – bestenfalls ein paar Sekunden bis zu einer Minute, so rät eine Ärztin, solle man den Ingwer verwenden. Angeblich soll die Wirkung der im Ingwer enthaltenen hautreizenden Stoffe freilich dreißig Minuten anhalten und fast unerträgliche Gefühle auslösen – oder unerträglich schöne, wie die BDSM-Anhänger wohl behaupten würden.
Zuerst habe ich es bei eye gelesen, zuletzt über den Pressedienst "World Sex News" in hour. Ich muss wohl übersehen haben, dass ein sehr informativer und bei alledem gut geschriebener Artikel bei Domantik zu finden ist.
sehpferd - am Sonntag, 9. Januar 2005, 13:27 - Rubrik: aufgegriffen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Einer der wichtigsten Blog-Anbieter, das Startup-Unternehmen „Six Apart“ (Movable Type) übernimmt die Firma „Danga Interactive“, die das Produkt „Livejournal“ anbietet.
Wie es heißt, ist man mit beiden Produkten der größte unabhängige Anbieter von Weblogs weltweit. Beide Produkte sollen am Markt eigenständig bestehen bleiben.
Wie es heißt, ist man mit beiden Produkten der größte unabhängige Anbieter von Weblogs weltweit. Beide Produkte sollen am Markt eigenständig bestehen bleiben.
sehpferd - am Sonntag, 9. Januar 2005, 11:27 - Rubrik: blog nachrichten
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Neulich im Schuhgeschäft (nicht in Deutschland)
"Diese Schuhe halten sicher nicht lange", dachte er laut, als er den Kauf einer Dame betrachtete: High Heels für 10 Euro, nicht einmal schlecht aussehend. Die Dame musste den zu laut vorgetragenen Gedanken gehört haben, drehte sich um und sagte leise und schelmisch: „Das macht nichts, ich trage sie nur im Bett, wissen Sie“.
"Diese Schuhe halten sicher nicht lange", dachte er laut, als er den Kauf einer Dame betrachtete: High Heels für 10 Euro, nicht einmal schlecht aussehend. Die Dame musste den zu laut vorgetragenen Gedanken gehört haben, drehte sich um und sagte leise und schelmisch: „Das macht nichts, ich trage sie nur im Bett, wissen Sie“.
sehpferd - am Sonntag, 9. Januar 2005, 11:06 - Rubrik: erzaehlt und wahr
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Moral ist gut, wenn sie schlecht ist – dann nämlich bringt sie der Presse Leser. Die Boulevard-Presse lebt großen Teils davon, Voyeurismus und Empörung in einem Zug zu vermarkten, aber auch andere Zeitungen weiden genüsslich aus, was die Stars und Sternchen so von sich geben - und besonders beliebt ist ihre Empörung.
So „bestätigten sich jetzt“ die Bedenken von Vater Mick Jagger, dessen Tochter Elizabeth „schon als 15-jährige halb nackt“ posieren musste, und die von eben jener ungenannten Fotografin, die solches verlangte, „bis auf die Toilette“ verfolgt wurde, um zu den Bildern zu kommen. Der Schweizer Blick schreibt von einer „traurigen Erfahrung“, und dass Vater Mick seine Tochter „genau vor solchen“ Erlebnissen schützen wollte.
Mag ja sein, dass diese Geschichte wahr ist, doch was sollen wir daraus erkennen? Es ist ebenso gut möglich, dass der Fleischermeister der 15-jährigen Auszubildenden im Verkauf an die Brust fasst. Sollen Mädchen deswegen keine Verkäuferinnen mehr werden?
(Ein Kommentar gelöscht - hatte ein Wort vergessen, sorry, dennoch danke)
So „bestätigten sich jetzt“ die Bedenken von Vater Mick Jagger, dessen Tochter Elizabeth „schon als 15-jährige halb nackt“ posieren musste, und die von eben jener ungenannten Fotografin, die solches verlangte, „bis auf die Toilette“ verfolgt wurde, um zu den Bildern zu kommen. Der Schweizer Blick schreibt von einer „traurigen Erfahrung“, und dass Vater Mick seine Tochter „genau vor solchen“ Erlebnissen schützen wollte.
Mag ja sein, dass diese Geschichte wahr ist, doch was sollen wir daraus erkennen? Es ist ebenso gut möglich, dass der Fleischermeister der 15-jährigen Auszubildenden im Verkauf an die Brust fasst. Sollen Mädchen deswegen keine Verkäuferinnen mehr werden?
(Ein Kommentar gelöscht - hatte ein Wort vergessen, sorry, dennoch danke)
sehpferd - am Sonntag, 9. Januar 2005, 10:55 - Rubrik: zeit geschehen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Touristen sind Reisende. Sie gehen, fahren und fliegen in fremde Länder, um dort zu entspannen. Manche dieser Reisenden sind Opfer der Naturgewalt geworden. Die Presse ist sich nicht zu schade, das Leid der Angehörigen zu vermarkten. Andere Reisende sind keine Opfer geworden und in einem der Länder geblieben, über das die Flut gerast ist. Die Presse ist sich nicht zu schade, sie moralisch niederzuschreiben.
Die Flut. Was an ihr zählt, ist die Sensation. Jeder darf jetzt einmal etwas sagen - Moral ist eine billige Ware, die sich vom Redakteurssessel in Hamburg, Berlin oder München und anderwärts wunderschön verkaufen lässt. Der Weg von der Redaktion in die nächste Stripteasebar ist vermutlich auch dort nur 500 Meter und ein Jahr entfernt(*), so entfernt wie alles, was über die ferne Welt hereinbricht.
(*Originalzitat: Mehrere hundert Tote gab es am Strand von Patong, aber das ist von hier 500 Meter und bald ein Jahr entfernt. - hier) .
Gedanken zu dem Thema machte sich Krystian Woznicki in der Online-Zeitschrift Metropolis.
Die Flut. Was an ihr zählt, ist die Sensation. Jeder darf jetzt einmal etwas sagen - Moral ist eine billige Ware, die sich vom Redakteurssessel in Hamburg, Berlin oder München und anderwärts wunderschön verkaufen lässt. Der Weg von der Redaktion in die nächste Stripteasebar ist vermutlich auch dort nur 500 Meter und ein Jahr entfernt(*), so entfernt wie alles, was über die ferne Welt hereinbricht.
(*Originalzitat: Mehrere hundert Tote gab es am Strand von Patong, aber das ist von hier 500 Meter und bald ein Jahr entfernt. - hier) .
Gedanken zu dem Thema machte sich Krystian Woznicki in der Online-Zeitschrift Metropolis.
sehpferd - am Sonntag, 9. Januar 2005, 10:02 - Rubrik: aufgegriffen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Ach, ich liebe Menschen, die anderer Leute Kreativität anzapfen wollen aber keinen Cent dafür bezahlen wollen, und dazu noch vor Arroganz platzen – lässt sich alles hier nachlesen.
Meine Vorschläge:
Anzeige vier: eine Reihe hässlicher Hausfrauen, inmitten darin eine schöne junge Hure.
Anzeige fünf: eine Reihe arroganter Werbefritzen, inmitten darin ein Schäferhund.
Wahrscheinlich wird der Kommentar zu Vorschlag 5 lauten, dass diese Anzeige nicht „überall verstanden“ wird. Dazu dann die Erläuterung: Der Schäferhund ragt wegen seiner Klugheit heraus.
Nicht witzig? Ich finde es nicht witzig, andere Blogger für die Vermehrung des eigenen Profits auszubeuten.
Meine Vorschläge:
Anzeige vier: eine Reihe hässlicher Hausfrauen, inmitten darin eine schöne junge Hure.
Anzeige fünf: eine Reihe arroganter Werbefritzen, inmitten darin ein Schäferhund.
Wahrscheinlich wird der Kommentar zu Vorschlag 5 lauten, dass diese Anzeige nicht „überall verstanden“ wird. Dazu dann die Erläuterung: Der Schäferhund ragt wegen seiner Klugheit heraus.
Nicht witzig? Ich finde es nicht witzig, andere Blogger für die Vermehrung des eigenen Profits auszubeuten.
sehpferd - am Samstag, 8. Januar 2005, 23:22
Ab und an kann sogar die „Welt“ humorvoll sein. Für Männer hat sie 10 Typen von Frauen anzubieten, von denen man besser die Finger lässt – die typische Zicke ist aber ebenso wenig dabei wie die etwas anspruchsvolle Mädchenfrau. Dafür rät das Kolumnistenpaar, die Finger von Frauen mit Kindern zu lassen. Guter Tipp. Auch nicht empfehlenswert: Töchter von Freundinnen der Mutter und die Klassenhübscheste, die man nach 20 Jahren wiedertrifft.
Bei den Männern wird ebenfalls von 10 Typen abgeraten. Es wird empfohlen, sich nicht an „unter 18-jährigen“ zu vergreifen – offenbar ist dies gerade in Mode gekommen. Doch auch wenn sie allzeit potent sind - die Kolumnisten empfehlen Mitleid mit der Jugend und sagen, „er wird der älteren Frau verfallen und nie wieder lieben können, sobald sie ihn verstößt“. Na ja, und das wird sie zweifellos tun. Schlecht schneiden auch Physiker und Informatiker ab: Die seien eigentlich auch immer noch kleine Jungs, hätten furchtbare Klamotten an und würden schreckliche Mengen an Alkohol vertilgen.
Bei den Männern wird ebenfalls von 10 Typen abgeraten. Es wird empfohlen, sich nicht an „unter 18-jährigen“ zu vergreifen – offenbar ist dies gerade in Mode gekommen. Doch auch wenn sie allzeit potent sind - die Kolumnisten empfehlen Mitleid mit der Jugend und sagen, „er wird der älteren Frau verfallen und nie wieder lieben können, sobald sie ihn verstößt“. Na ja, und das wird sie zweifellos tun. Schlecht schneiden auch Physiker und Informatiker ab: Die seien eigentlich auch immer noch kleine Jungs, hätten furchtbare Klamotten an und würden schreckliche Mengen an Alkohol vertilgen.
sehpferd - am Samstag, 8. Januar 2005, 22:44 - Rubrik: wundersames
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Wie die Berliner Morgenpost berichtete, schlägt das neue Konzept der Beate-Uhse-Gruppe ein: Der neue Erotik-Shop für Damen und Paare, Mea B., bekommt jedenfalls regen Zuspruch – vor allem von Demen zwischen 20 und 55.
Das Konzept ist einfach: Die Dinge fürs Kuscheln und sanfte Verführungen stehen vorn, die Gerätschaften für die Liebesspiele allein und zu zweit hinten - so verlieren die Kundinnen ihre Hemmungen, den berühmten „Schritt weiter“ zu gehen und sich auch die liebevoll präsentierten Lustspielzeuge anzusehen.
Das Konzept ist freilich nicht neu – schon seit einem halben Jahrzehnt wendet sich der Kopenhagener Innenstadt-Laden „Lust“ mit einem ähnlichen Konzept an überwiegend weibliche Kundschaft: Oben gibt es sanfte Verführdüfte, auf der halben Etage die Wäsche und im Keller das Repertoire für die Erfüllung weiblicher Sehnsüchte
Das Konzept ist einfach: Die Dinge fürs Kuscheln und sanfte Verführungen stehen vorn, die Gerätschaften für die Liebesspiele allein und zu zweit hinten - so verlieren die Kundinnen ihre Hemmungen, den berühmten „Schritt weiter“ zu gehen und sich auch die liebevoll präsentierten Lustspielzeuge anzusehen.
Das Konzept ist freilich nicht neu – schon seit einem halben Jahrzehnt wendet sich der Kopenhagener Innenstadt-Laden „Lust“ mit einem ähnlichen Konzept an überwiegend weibliche Kundschaft: Oben gibt es sanfte Verführdüfte, auf der halben Etage die Wäsche und im Keller das Repertoire für die Erfüllung weiblicher Sehnsüchte
sehpferd - am Samstag, 8. Januar 2005, 22:24
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Damit eines klar ist: Abtreibungen sind nichts Positives. Sind sie in erheblichem Ausmaß vorhanden, so zeigen sie einen gesellschaftlichen Mangel.
Doch worin besteht dieser Mangel? In der Bundesrepublik Deutschland ist die Zahl der Abtreibungen bei minderjährigen Mädchen zwischen 1998 und 2003 nach Regierungsangaben von 4.724 im Jahre 1996 auf 7.645 gestiegen. Im gleichen Zeitraum soll die Anzahl der Mädchen unter 15, die nach einer ungewollten Schwängerung abgetrieben haben, von 365 auf 715 gestiegen.
Es ist unwahrscheinlich, dass die Aufklärung fehlte, wie es auch kaum vorstellbar ist, dass Kondome nicht zur Verfügung standen. Wir müssen viel mehr feststellen, dass die Erziehung zur Eigenverantwortlichkeit versagt hat: Vom Sex wird man nicht automatisch schwanger. Nun wissen wir, dass Erziehungsbemühungen, gleich welcher Art, nicht immer fruchten, und so wird es immer einige Teenager-Schwangerschaften geben – aber so viele?
Bevor man an die Lösungen geht, sollte man über die Ursachen nachdenken – und dabei möglichst mit Fakten und nicht mit Vermutungen arbeiten. Denn die Ursachen können mit Sexualisierung, Konsumverhalten und leichtfertig zwar begründet, aber nicht bewiesen werden. Auch eine völlige Kehrtwende in der Sexualerziehung, wie sie in den USA gegenwärtig vollzogen wird, verspricht keinen Erfolg, weil auch dort die Ursachen für die frühen Schwangerschaften völlig unbekannt sind. Die gegenwärtige US-amerikanische Regierung musste inzwischen einräumen, dass die Anzahl der schwangeren Teenager durch die neue Keuschheitserziehung lediglich minimal zurückgegangen ist: Im weltweiten Vergleich liegt sie aber immer noch absolut jenseits der Norm: Etwa 6,7 Prozent der geschwängerten Frauen waren Teenager, und etwa ein Drittel dieser Mädchen entschied sich für eine Abtreibung.
Mag sein, man findet keine Ursachen. Mag sein, dass die Lebenswege der Menschen sich ändern. Dann wird man eine Lösung finden müssen, wie man den Geborenen eine schöne Zukunft geben kann – und die liegt sicherlich nicht in den Armen einer 15-jährigen Mutter. Redeten wir nicht schon lange über anonyme Geburten, problemlose Adoptionen und ähnliche Themen? Und haben wir jemals vernünftige, zukunftsweisende Antworten auf diese Fragen bekommen?
Von einschlägiger Seite wird der Regierung in Deutschland vorgeworfen, die wachsende Zahl der Abtreibungen, die an jungen Mädchen vorgenommen werden, würde die Regierung kalt lassen. Die Angriffe seitens einer Organisation, die der katholischen Kirche nahe steht, lesen sich dann so (Wortlaut):
„Die Regierung Schröder hat sich von Anfang geweigert, deutlich zu machen, dass das Leben ungeborener Kinder den gleichen Stellenwert besitzt wie das Leben geborener Menschen. Hauptursache für den Anstieg von Abtreibungen, insbesondere bei Teenagern, ist eine Politik, die einer ' Kultur des Todes' den Weg bereitet.“
Diese Eiferer vergessen, dass die Regierung allein gar nichts daran tun kann – ja, sie ist, soweit es die Schule betrifft, nicht einmal zuständig. Wenn überhaupt etwas hilft, so muss ein Konsens her, der die Eigenverantwortung der Jugendlichen stärkt. Nur, wenn Eltern, Schule und Medien optimal zusammenarbeiten, kann ein solches Vorhaben von Erfolg gekrönt sein. Die katholische Kirche wäre natürlich auch eine Kraft, die hier mitwirken könnte, aber sie hat ihren Kredit längst verspielt: Wer Schwangerschaften verhindern will, muss bereits den jungen Mädchen Kondome ins Handtäschchen stecken. Das Argument, dergleichen verführe nur zum Ausprobieren, zieht nicht: Man infiziert sich auch nicht absichtlich mit Erkältungsviren, nur, um einmal Aspirin ausprobieren zu können, und doch kommt der erste Sex so plötzlich wie der grippale Infekt: Verhinder können wir ihn nicht – aber seine Folgen abfedern, das können wir sehr wohl.
Doch worin besteht dieser Mangel? In der Bundesrepublik Deutschland ist die Zahl der Abtreibungen bei minderjährigen Mädchen zwischen 1998 und 2003 nach Regierungsangaben von 4.724 im Jahre 1996 auf 7.645 gestiegen. Im gleichen Zeitraum soll die Anzahl der Mädchen unter 15, die nach einer ungewollten Schwängerung abgetrieben haben, von 365 auf 715 gestiegen.
Es ist unwahrscheinlich, dass die Aufklärung fehlte, wie es auch kaum vorstellbar ist, dass Kondome nicht zur Verfügung standen. Wir müssen viel mehr feststellen, dass die Erziehung zur Eigenverantwortlichkeit versagt hat: Vom Sex wird man nicht automatisch schwanger. Nun wissen wir, dass Erziehungsbemühungen, gleich welcher Art, nicht immer fruchten, und so wird es immer einige Teenager-Schwangerschaften geben – aber so viele?
Bevor man an die Lösungen geht, sollte man über die Ursachen nachdenken – und dabei möglichst mit Fakten und nicht mit Vermutungen arbeiten. Denn die Ursachen können mit Sexualisierung, Konsumverhalten und leichtfertig zwar begründet, aber nicht bewiesen werden. Auch eine völlige Kehrtwende in der Sexualerziehung, wie sie in den USA gegenwärtig vollzogen wird, verspricht keinen Erfolg, weil auch dort die Ursachen für die frühen Schwangerschaften völlig unbekannt sind. Die gegenwärtige US-amerikanische Regierung musste inzwischen einräumen, dass die Anzahl der schwangeren Teenager durch die neue Keuschheitserziehung lediglich minimal zurückgegangen ist: Im weltweiten Vergleich liegt sie aber immer noch absolut jenseits der Norm: Etwa 6,7 Prozent der geschwängerten Frauen waren Teenager, und etwa ein Drittel dieser Mädchen entschied sich für eine Abtreibung.
Mag sein, man findet keine Ursachen. Mag sein, dass die Lebenswege der Menschen sich ändern. Dann wird man eine Lösung finden müssen, wie man den Geborenen eine schöne Zukunft geben kann – und die liegt sicherlich nicht in den Armen einer 15-jährigen Mutter. Redeten wir nicht schon lange über anonyme Geburten, problemlose Adoptionen und ähnliche Themen? Und haben wir jemals vernünftige, zukunftsweisende Antworten auf diese Fragen bekommen?
Von einschlägiger Seite wird der Regierung in Deutschland vorgeworfen, die wachsende Zahl der Abtreibungen, die an jungen Mädchen vorgenommen werden, würde die Regierung kalt lassen. Die Angriffe seitens einer Organisation, die der katholischen Kirche nahe steht, lesen sich dann so (Wortlaut):
„Die Regierung Schröder hat sich von Anfang geweigert, deutlich zu machen, dass das Leben ungeborener Kinder den gleichen Stellenwert besitzt wie das Leben geborener Menschen. Hauptursache für den Anstieg von Abtreibungen, insbesondere bei Teenagern, ist eine Politik, die einer ' Kultur des Todes' den Weg bereitet.“
Diese Eiferer vergessen, dass die Regierung allein gar nichts daran tun kann – ja, sie ist, soweit es die Schule betrifft, nicht einmal zuständig. Wenn überhaupt etwas hilft, so muss ein Konsens her, der die Eigenverantwortung der Jugendlichen stärkt. Nur, wenn Eltern, Schule und Medien optimal zusammenarbeiten, kann ein solches Vorhaben von Erfolg gekrönt sein. Die katholische Kirche wäre natürlich auch eine Kraft, die hier mitwirken könnte, aber sie hat ihren Kredit längst verspielt: Wer Schwangerschaften verhindern will, muss bereits den jungen Mädchen Kondome ins Handtäschchen stecken. Das Argument, dergleichen verführe nur zum Ausprobieren, zieht nicht: Man infiziert sich auch nicht absichtlich mit Erkältungsviren, nur, um einmal Aspirin ausprobieren zu können, und doch kommt der erste Sex so plötzlich wie der grippale Infekt: Verhinder können wir ihn nicht – aber seine Folgen abfedern, das können wir sehr wohl.
sehpferd - am Samstag, 8. Januar 2005, 18:15 - Rubrik: aufgegriffen
Der Erzbischof von Köln ¸ Kardinal Joachim Meisner , hat sich für die umstrittenen Äußerungen in seiner Dreikönigspredigt entschuldigt – allerdings halbherzig. Der Wortlaut:
„Wenn ich geahnt hätte, dass mein Verweis auf Hitler missverstanden hätte werden können, hätte ich die Erwähnung unterlassen. Es tut mir leid, dass es dazu gekommen ist“.
„Missverstehen“ ist wohl nicht das richtige Wort, denn der Sinnzusammenhang zielte rhetorisch absolut in die Richtung, die wir sehr wohl verstanden haben: die Abtreibung sollte mit Mord und Völkermord gleichgestellt werden. Aber belassen wir es mal dabei. Lange wird man den Text wohl nicht mehr im Original lesen können: Die entsprechende Textstelle soll aus Veröffentlichungen nun mehr gestrichen werden.
Mehr dazu im „Spiegel“. Der ursprüngliche Wortlaut findet sich noch an zahlreichen Stellen im Web – so schnell kann man das Gesagte nicht tilgen.
„Wenn ich geahnt hätte, dass mein Verweis auf Hitler missverstanden hätte werden können, hätte ich die Erwähnung unterlassen. Es tut mir leid, dass es dazu gekommen ist“.
„Missverstehen“ ist wohl nicht das richtige Wort, denn der Sinnzusammenhang zielte rhetorisch absolut in die Richtung, die wir sehr wohl verstanden haben: die Abtreibung sollte mit Mord und Völkermord gleichgestellt werden. Aber belassen wir es mal dabei. Lange wird man den Text wohl nicht mehr im Original lesen können: Die entsprechende Textstelle soll aus Veröffentlichungen nun mehr gestrichen werden.
Mehr dazu im „Spiegel“. Der ursprüngliche Wortlaut findet sich noch an zahlreichen Stellen im Web – so schnell kann man das Gesagte nicht tilgen.
sehpferd - am Samstag, 8. Januar 2005, 15:43 - Rubrik: religion im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Ein Sprecher der Kölner Erzdiözese hat die Worte des Kardinals Meisner bei seiner mehr als umstrittenen Dreikönigstagspredigt relativiert. Offenbar müssen jetzt Spindoctors heran, um den Vergleich zwischen den Morden Hitlers und den heutigen Abtreibung zu rechtfertigen: In der Predigt habe es schließlich „keine Gleichsetzung“ gegeben, und der Kardinal habe auch „nichts relativiert“, berichtete die "Welt".
Das Schema bei Kardinal Meisner ist freilich immer das Gleiche: Erst hält er eine Predigt, die Minderheiten oder religiöse Gruppen auf die Barrikaden bringt, und hinterher wird dann beschönigt, was gepredigt wurde. Man darf sich die Originalpredigt gerne noch einmal ansehen. In der Predigt wird zwischen den Kindermorden des Herodes (nicht geschichtlich belegbar), den Morden Hitlers und der Abtreibung ein klarer Sinnzusammenhang aufgebaut.
Offenbar rechnet der Kardinal damit, dass man seine Budapester Predigt, die bereits zu einem Skandal führte, inzwischen vergessen hat. Nein, Herr Kardinal: Sie wurde nicht vergessen.
Edit:
Der Kardinal hat sich inzwischen nach massiven Protesten enschuldigt. - der Text soll in den offiziellen schriftlichen Veröffentlichungen gestrichen werden.
Das Schema bei Kardinal Meisner ist freilich immer das Gleiche: Erst hält er eine Predigt, die Minderheiten oder religiöse Gruppen auf die Barrikaden bringt, und hinterher wird dann beschönigt, was gepredigt wurde. Man darf sich die Originalpredigt gerne noch einmal ansehen. In der Predigt wird zwischen den Kindermorden des Herodes (nicht geschichtlich belegbar), den Morden Hitlers und der Abtreibung ein klarer Sinnzusammenhang aufgebaut.
Offenbar rechnet der Kardinal damit, dass man seine Budapester Predigt, die bereits zu einem Skandal führte, inzwischen vergessen hat. Nein, Herr Kardinal: Sie wurde nicht vergessen.
Edit:
Der Kardinal hat sich inzwischen nach massiven Protesten enschuldigt. - der Text soll in den offiziellen schriftlichen Veröffentlichungen gestrichen werden.
sehpferd - am Samstag, 8. Januar 2005, 09:18 - Rubrik: religion im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Bevor ich vergess, es Ihnen zu erzählen: Man soll immer das tun, was man wirklich gut kann – es stärkt das Selbstbewusstsein nachhaltig.
Soweit werden sie mir zustimmen, nicht wahr? Fragt sich, ob sie das auch noch akzeptieren, wenn sie dies gelesen haben. (Lesen Sie Punkt 3, meinetwegen auch alles. Aber es ist nichts für humorlose Menschen).
Soweit werden sie mir zustimmen, nicht wahr? Fragt sich, ob sie das auch noch akzeptieren, wenn sie dies gelesen haben. (Lesen Sie Punkt 3, meinetwegen auch alles. Aber es ist nichts für humorlose Menschen).
sehpferd - am Samstag, 8. Januar 2005, 08:48 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Seit dem Auftritt von Janet Jackson wissen wir, dass Sport und Brustpiercings nicht zusammengehören.
Offenbar aber nur, weil Frau Jackson das falsche Piercing trug. Sie hätte einen gewöhnlichen Ring nehmen sollen – dann wäre jeder sofort auf Basketball gekommen. Oder etwas nicht? Diese Leute aus Rotterdam sind es. Sie werben für ein örtliches Piercingstudio.
Via fleshbot via vk.mag
Offenbar aber nur, weil Frau Jackson das falsche Piercing trug. Sie hätte einen gewöhnlichen Ring nehmen sollen – dann wäre jeder sofort auf Basketball gekommen. Oder etwas nicht? Diese Leute aus Rotterdam sind es. Sie werben für ein örtliches Piercingstudio.
Via fleshbot via vk.mag
sehpferd - am Samstag, 8. Januar 2005, 08:27 - Rubrik: wundersames
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Merlin Bronques ist ein besonderer Fotograf – er bittet Passantinnen und Partyhühner, sich für ihn auszuziehen. Viele tun es natürlich nicht, aber andere tun es eben – genug, um Fotoserien daraus zu machen. Kürzlich erschien er in Nerve (leider im Mitgliederbereich), aber es gibt ihn auch noch hier und dort an anderen Plätzen zu sehen.
sehpferd - am Freitag, 7. Januar 2005, 19:41 - Rubrik: fotografie im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
William Chase ist ein Kartoffelfarmer und der Kopf hinter dem Markennamen „Tyrrells Chips“. Die gibt es im vereinigten Königreich in den üblichen Geschmacksrichtungen, von Essig über Curry und Käse bis zu Worcester.
Seine neue Sorte aber ist ein echter Party-Hit: nackte Chips, so nackt, wie die Kartoffel eben geschaffen wurde, und ungesalzen. Der Gag liegt freilich in der Verpackung, auf der ein Bild mit nackt herumhüpfenden Maiden aufgebracht wurde, sodass der Farmer inzwischen manch wütenden Brief bekommt.
Ich warte schon auf die Fotos von jungen Frauen, die sich ihre Brüste mit den nämlichen Chips dekorieren lassen – in England wahrscheinlich bereits auf einer der nächsten Partys zu beobachten.

(c) 2004 by the manufaturer
Seine neue Sorte aber ist ein echter Party-Hit: nackte Chips, so nackt, wie die Kartoffel eben geschaffen wurde, und ungesalzen. Der Gag liegt freilich in der Verpackung, auf der ein Bild mit nackt herumhüpfenden Maiden aufgebracht wurde, sodass der Farmer inzwischen manch wütenden Brief bekommt.
Ich warte schon auf die Fotos von jungen Frauen, die sich ihre Brüste mit den nämlichen Chips dekorieren lassen – in England wahrscheinlich bereits auf einer der nächsten Partys zu beobachten.

(c) 2004 by the manufaturer
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Irgendwie ist ein Wunder geschehen: eine sachliche, Intelligente und größtenteils überaus einfühlsame Diskussion um die Sexualität, ihre Ausübung in Varianten und die Preisgabe intimen Details kann offenbar doch in Blogs stattfinden.
Meine ehrliche Hochachtung gegenüber der Autorin und den Kommentatoren.
Meine ehrliche Hochachtung gegenüber der Autorin und den Kommentatoren.
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Wenn es nach Frau Zypries geht, werden weibliche Betrügerinnen und Beutelschneiderinnen in Zukunft in der Bundesrepublik Deutschland durch das Gesetz geschützt, wenn sie Männern die Kinder anderer Väter unterschieben, während Männer, die derartige Machenschaften aufdecken, in den Knast sollen.
Die Emanzipation hat wahrlich seltsame Blüten bekommen. Als ob es eine Bagatelldelikt wäre, einem Mann ein Kind unterzuschieben: in meinen Augen ist es ein gemeiner, hinterhältiger Betrug, und die Frauen, die es tun, verdienen unsere ganze Verachtung. Immerhin gibt es inzwischen auch Frauen, die sich gegen den neuen Gesetzentwurf auflehnen.
Die Emanzipation hat wahrlich seltsame Blüten bekommen. Als ob es eine Bagatelldelikt wäre, einem Mann ein Kind unterzuschieben: in meinen Augen ist es ein gemeiner, hinterhältiger Betrug, und die Frauen, die es tun, verdienen unsere ganze Verachtung. Immerhin gibt es inzwischen auch Frauen, die sich gegen den neuen Gesetzentwurf auflehnen.
sehpferd - am Freitag, 7. Januar 2005, 18:07 - Rubrik: deutschland im blick
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
Seit über 40 Jahren höre ich nun Jazz, und er ist bei mir von einer Musikideologie zu einem Hörvergnügen geworden. Indessen: lese ich die so genannte „Geschichte des Jazz“, wie sie die Päpste der Branche verstehen, dann muss ich doch lächeln: Jazz war von Anfang an eine kommerzielle Musik mit sehr professionellen Musikern, die durchaus wussten wie Noten aussehen. Diese Einsicht macht den Jazz nicht schlechter. Kommerz ist keine Schande.
Eigentlich müsste man die Geschichte des Jazz neu schreiben – unter professionellen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Aber die Arbeit wird kaum noch lohnen, weil sich heute nur noch sehr wenige Leute für Jazz interessieren - und die Jazz-Mystiker werden nicht wahrhaben wollen, dass Jazz von Anfang an ein Geschäft war. Seh oft wird die Jazzgeschichte verklärt, als wären die Schallplatten damals nur bespielt und besungen worden, damit die Nachwelt noch einmal einen Eindruck davon bekommt - und der Rundfunk wird meist überhaupt nicht erwähnt.
Einziger Lichtblick in neuen Publikationen : der lange Zeit verfemte, ausgezeichnet ausgebildete und stilsichere Jelly Roll Morton wird immer häufiger unterschwellig als der eigentliche Vater des Jazz bezeichnet. (Im Vergleich mit Scott Joplin). Damit wird ein Tabu gebrochen: Jazz "entwickelte sich" nicht ganz von selbst - er wurde aus vielfältigen Wurzeln, namentlich dem Ragtime und dem Blues, gezielt aufbereitet, um den Bedarf einer ganzen Nation mit aufregender Musik zu stillen.
Eigentlich müsste man die Geschichte des Jazz neu schreiben – unter professionellen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Aber die Arbeit wird kaum noch lohnen, weil sich heute nur noch sehr wenige Leute für Jazz interessieren - und die Jazz-Mystiker werden nicht wahrhaben wollen, dass Jazz von Anfang an ein Geschäft war. Seh oft wird die Jazzgeschichte verklärt, als wären die Schallplatten damals nur bespielt und besungen worden, damit die Nachwelt noch einmal einen Eindruck davon bekommt - und der Rundfunk wird meist überhaupt nicht erwähnt.
Einziger Lichtblick in neuen Publikationen : der lange Zeit verfemte, ausgezeichnet ausgebildete und stilsichere Jelly Roll Morton wird immer häufiger unterschwellig als der eigentliche Vater des Jazz bezeichnet. (Im Vergleich mit Scott Joplin). Damit wird ein Tabu gebrochen: Jazz "entwickelte sich" nicht ganz von selbst - er wurde aus vielfältigen Wurzeln, namentlich dem Ragtime und dem Blues, gezielt aufbereitet, um den Bedarf einer ganzen Nation mit aufregender Musik zu stillen.
sehpferd - am Freitag, 7. Januar 2005, 16:39 - Rubrik: aufgegriffen
noch nichts dazu gesagt - etwas dazu sagen
„Zuerst Herodes, der die Kinder von Bethlehem umbringen lässt, dann unter anderem Hitler und Stalin, die Millionen Menschen vernichten ließen, und heute, in unserer Zeit, werden ungeborene Kinder millionenfach umgebracht. Abtreibung und Euthanasie heißen die Folgen dieses anmaßenden Aufbegehrens gegenüber Gott.“
Offenbar werden Vergleiche zwischen Holocaust und Abtreibung in der katholischen Kirche nach und nach gesellschaftsfähig – ein weiterer Grund, sich von dieser Kirche nachdrücklich zu distanzieren.
Edit:
Der Kardinal hat sich inzwischen nach massiven Protesten enschuldigt. - der Text soll in den offiziellen schriftlichen Veröffentlichungen gestrichen werden.
Offenbar werden Vergleiche zwischen Holocaust und Abtreibung in der katholischen Kirche nach und nach gesellschaftsfähig – ein weiterer Grund, sich von dieser Kirche nachdrücklich zu distanzieren.
Edit:
Der Kardinal hat sich inzwischen nach massiven Protesten enschuldigt. - der Text soll in den offiziellen schriftlichen Veröffentlichungen gestrichen werden.
sehpferd - am Freitag, 7. Januar 2005, 15:05 - Rubrik: religion im blick
Meine erste HiFi-Anlage kaufte ich mir vor über 40 Jahren – von meiner „Erziehungsbeihilfe“, wie man den Lehrlingslohn damals nannte – man kann vielleicht daran erkennen, wie wichtig mir die Musik war.
Heute ist HiFi eine Sache von dickbäuchigen Porschefahrern, die ihr Weltbild aus Herrenmagazinen beziehen und einigen fanatischen Besserwissern, die über Schallplattenwaschmaschinen, selbst gebaute Dampfradios (=Röhrenverstärker) und monströse Schallabgabemöbel verfügen. Nichts für mich. Ich passe und kaufe meine HiFi-Geräte preiswert bei TEAC.
Heute ist HiFi eine Sache von dickbäuchigen Porschefahrern, die ihr Weltbild aus Herrenmagazinen beziehen und einigen fanatischen Besserwissern, die über Schallplattenwaschmaschinen, selbst gebaute Dampfradios (=Röhrenverstärker) und monströse Schallabgabemöbel verfügen. Nichts für mich. Ich passe und kaufe meine HiFi-Geräte preiswert bei TEAC.
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