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Wann soll man aufhören? Wenn der Topbeitrag mehr als 30.000 Zugriffe hat (29786) oder der 25ste 2.500 (2493). Oder, falls endlich mal ein Beitrag aus 2006 unter die Top-25 fällt? (Bislang nicht) Oder niemals?

Nun, vielleicht sollte ich über Gülben Ergen schreiben? Hier schreibt man viel über sie.

Es kommt ja nun wirklich selten genug vor, dass ein Politiker einmal eine ausgezeichnete Idee hat und sie auch mutig in die Tagespolitik einwirft, und wenn es denn auch noch ein Sozialdemokrat ist – alle Achtung vor der Chuzpe, Herr Steinbrück. Doch gegen die Neider, Ignoranten und notorischen Vertreter der SozGe („soziale Gerechtigkeit“) ist leider in diesem Land nichts zu machen: Die Meute der Gebetsmühlenmahler hatte Herrn Steinbrück schon eingeholt, bevor der Gedanke noch ganz ausformuliert war. Was Peer Steibrück wollte? Nun, er wollte das Kindergeld um einen geringfügigen Betrag kürzen, um damit kostenlose Kindergärten zu finanzieren – eine genial einfache Idee.

Er hätte damit rechnen müssen, dass die SozGe-Fraktion sofort aufschrie: Das sei sozial nicht gerecht, würde nur die Reichen noch reicher machen und die Armen ärmer - sagen jedenfalls seine sozialdemokratischen Genossen. Die können wahrscheinlich nicht anders, weil die Ideologie auf ihnen lastet, sozial gerecht sein zu müssen – ob es nun um eine viertel Stunde pro Tag Arbeitszeit geht oder etwas mehr als 5 Euro Kindergeld pro Monat. Wenn das so weitergeht, kann man die Sozialdemokratie nur bedauern, die tief in der Ideologiefalle steckt – und jeden Deutschen warnen, auch noch ein einziges Mal sozialdemokratische Kandidaten zu wählen.

Und was ist mit der CDU? Die Familienministerin ist dagegen – wie schön. Hoffentlich weiß diese Frau von Leyen wenigstens noch, welches Ministerium sie innehat und wofür sei eigentlich sein müsste.Übertroffen werden solche Aussagen nur noch vom CSU-Familienpolitiker Johannes Singhammer, der gleich mehr Geld für die Familien „in die Hand nehmen“ will. Allein der Ausdruck bringt mir die Nackenhaare schon zum Zwirbeln.

So wird es denn wohl dabei blieben: Es gibt keinen Wandel, selbst wenn er preiswert zu haben ist – und die dummen Sprüche mit der SozGe sollte sich vor allem die Sozialdemokratie noch einmal überlegen: Was zählt denn wohl mehr für eine Arbeiterfamilie – ein kostenfreier Kindergarten oder fünf Euro Kindergeld mehr oder weniger in der Familienkasse?

Der Morgen beginnt mir zwei guten Nachrichten: Erstens habe ich meinen Mieter noch so lange, wie ich selbst in Lörrach wohne und zweitens gab es vor dem Frühstück bereits zwei Interessenten für das Juwel unter den Wohnungen. Die zweite Interessentin wollte allerdings wissen, ob die Einbauküche denn wenigstens Holzfronten habe – kann man bei einem Juwel, wie es scheint, voraussetzen. Nein, hat sie nicht, aber ich hatte bis vor 12 Jahren Holzfronten – da muss man eine Menge putzen, das kann ich Ihnen verraten.

Die Köchinnen und Köche unter Ihnen werden ohnehin wissen: Bei einer viel genutzten Küche kommt es nicht auf die Fronten an, sondern ob man genügend Arbeitsfläche hat – und das ist oft ein Problem für den Architekten.

 

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